|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | MM Graphia plant neues Verpackungswerk in der Türkei |
| Die Türkei ist einer der größten und dynamischsten Märkte für Zigarettenverpackungen. Die zur Mayr-Melnhof Karton AG gehörende Fa. MM Graphia beabsichtigt daher, mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft MM Graphia Turkey diesen Markt weiter zu erschließen. Entscheidend ist dabei, mit einer eigenen Fertigung vor Ort zu sein. MM Graphia Turkey plant deswegen die Errichtung eines Zigarettenverpackungswerks in der Region Izmir. In einem ersten Schritt sollen Ende 2004 zwei Drucklinien in Betrieb gehen. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | SCA Hygiene Products GmbH Mannheim: Brand eines Papierrollenlagers | | Am 10.1.2004 brach aus bisher ungeklärter Ursache gegen 21.45 ein Brand in einem Papierrollenlager auf dem Werkgelände der SCA Hygiene Products GmbH Mannheim aus. Das Feuer wurde in sehr guter Zusammenarbeit zwischen den Kräften der Berufsfeuerwehren von Mannheim und Ludwigshafen, von freiwilligen Feuerwehren, der Werkfeuerwehr der BASF und Roche sowie der SCA-Werkfeuerwehr unter Kontrolle gebracht. Ein Übergreifen auf weitere Werkbereiche konnte verhindert werden. Insgesamt waren 170 Feuerwehrmänner im Einsatz. Personen wurden nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 15 Mio. Euro geschätzt. Es verbrannten ca. 1800 t Tissue-Mutterrollen, dies entsprach ca. 15 % der gelagerten Menge. Für die Anwohner bestand keine Gefahr, allerdings wurden Aschepartikel ausgestoßen. Die vom Brand nicht berührten Werkteile mussten die Produktion nicht unterbrechen. Die zum Brandort benachbarten Produktionsbereiche haben bereits am Sonntagnachmittag die Produktion wieder aufgenommen. Die Weiterverarbeitung von Tissue-Mutterrollen konnte in vollem Umfang weiter gefahren werden. Den entstandenen Schaden wird voraussichtlich die Feuerversicherung unter Abzug eines nicht genannten Eigenbehalts bezahlen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, der Sachverständigen und von SCA selbst über die Ursachen des Feuers gehen in alle Richtungen, wobei Brandstiftung keine besonders wahrscheinliche Alternative zu sein scheint. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Wellpappenbedarf soll um 1,5% steigen |
| Nach einer Prognose des Verbands der Wellpappen-Industrie (VDW), Darmstadt, soll der Wellpappenbedarf in Deutschland im Jahr 2004 mengenmäßig wiederum um 1,5% steigen. In den vier Quartalen sollen die Steigerungsraten 0,5%, 2,0%, 1,5% und 2,0% betragen. Da 30% der Wellpappe mit anderen Produkten exportiert wird, profitieren die Wellpappenhersteller vom weiterhin überproportionalen Exportwachstum. Ein niedrigeres Mengenwachstum im Bereich Wellpappe wird in Frankreich (0,7%) erwartet. Deutlich höhere Wachstumsraten wird nach Prognosen der jeweiligen Landesverbände voraussichtlich die Türkei (7%), aber auch Spanien (2,5%) erreichen können. | zurück zum Inhalt |
3. | Metso baut LWC-Maschine in Wisconsin um |
| Der finnische Metso-Konzern hat von der Fa. Stora Enso North America den Auftrag erhalten, einen weitreichenden Umbau der Papiermaschine 26 im Werk Biron in Wisconsin durchzuführen. Auf der Maschine werden LWC-Papiere produziert. Die Modernisierung soll im ersten Quartal 2005 abgeschlossen sein. Der Gesamtwert des Auftrags liegt bei ca. 23 Mio. Euro. Durch den Umbau sollen die Produktivität und die Papierqualität verbessert werden. Es ist vorgesehen, die Pressen- und Trockenpartie umzubauen, außerdem die Streichsektion, den Superkalander und die Aufroller. In Biron laufen zwei LWC-Papiermaschinen, von denen die PM 26 aus dem Jahr 1986 die neuere und auch breitere ist. In Wisconsin produziert Stora Enso North America mit insgesamt sechs Papiermaschinen hauptsächlich gestrichene Papiere. Daneben stellt das Unternehmen in einem Werk in Minnesota SC-Papiere her und in einem weiteren Werk im kanadischen Nova Scotia Zeitungsdruck- und ebenfalls SC-Papiere. | zurück zum Inhalt |
4. | Steigende Nachfrage in der Briefumschlagbranche |
| Die Belebung der Nachfrage in den vergangenen Monaten führte zu einer deutlich besseren Kapazitätsauslastung bei den Herstellern von Briefumschlägen, so der Verband der Briefumschlagfabriken (VDBF). Er berichtet, dass dies nicht nur auf bedruckte Ware, sondern auch auf Standardware zutrifft. Da ohnehin durch gestiegene Kosten in den Bereichen Energie, Tarifen und Frachten seit mehr als 12 Monaten ein Preiserhöhungsstau entstanden war, kommt es jetzt nach Ansicht des VDBF zu deutlichen Preiserhöhungen in der Branche. Kunden haben in den vergangenen Monaten vom sinkenden Preisniveau profitieren können. Dies sei nunmehr Vergangenheit. Hohe Überkapazitäten, die eine gleichbleibende, kostendeckende Beschäftigung unmöglich machten, sind durch eine fortschreitende Marktbereinigung mit weiterer Stilllegung von Maschinen stark reduziert worden. Da im Jahr 2003 bereits alle Rationalisierungsmaßnahmen ausgeschöpft waren, haben die sinkenden Preise zu erheblichen Verlusten in der Branche geführt, die für einige Firmen sogar existezbedrohend geworden sind. Nur eine deutliche Preiserhöhung kann diese Situation geringfügig entspannen, was aber bei weitem nicht ausreichend ist für eine vollständige Konsolidierung der Branche. | zurück zum Inhalt |
5. | Greenpeace erklärt: Deutsche Post verzichtet auf Briefumschläge aus Urwaldholz
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| Die Deutsche Post hat Briefumschläge aus den Regalen genommen, für deren Herstellung Urwälder in Finnland abgeholzt wurden. Damit reagiert die Post auf eine von Greenpeace geforderte Einstellung des Verkaufs dieser Briefumschläge, so die Umweltschutzorganisation. "Die Deutsche Post schickt mit ihrer Entscheidung ein klares Signal nach Finnland, die letzten Urwälder des Landes zu schonen", sagt Oliver Salge, Wald-Experte von Greenpeace. In über 20 Filialen der Post hatten Greenpeace-Aktivisten im April dieses Jahres Briefumschläge der Eigenmarke "Deutsche Post" mit Aufklebern "Finger weg - Urwaldzerstörung" versehen. Auch im Juni 2003 hatte Greenpeace während der Aktionärshauptversammlung in Köln gegen den Verkauf der Briefumschläge protestiert. Monika Wulf-Mathies, Leiterin des Bereiches Politik und Umwelt bei der Deutschen Post, erklärte gegenüber Greenpeace, diese Umschläge nicht mehr anzubieten. "Deutsche Firmen, die weiterhin finnisches Papier verkaufen, sollten dem guten Beispiel der Post folgen", kommentiert Salge. Hergestellt werden die von der Post gehandelten Briefumschläge von der Firma Herlitz, einem der größten deutschen Büroartikelhersteller. Herlitz hat sich gegenüber der Deutschen Post verpflichtet, kein Papier aus Papierfabriken der finnischen Firma Stora Enso zu kaufen, in denen Urwaldholz verarbeitet wird. StoraEnso erklärte gegenüber der apr, das Unternehmen verzichte bei der Papierherstellung auf Holz aus den Urwaldregionen Finnlands. Insoweit scheint das von Greenpeace angesprochene Problem vom Tisch. In Europa existieren nur noch wenige ursprüngliche Wälder, unter anderem im Norden Finnlands. Von den verbliebenen knapp 10.000 Quadratkilometern in Finnland (das entspricht in etwa den Waldgebieten Hessens) ist bisher laut Greenpeace nur die Hälfte geschützt. Der staatliche finnische Forstbetrieb hat für die kommenden Wochen weitere Einschläge in den Urwäldern angekündigt. Die finnischen Urwälder sind die Existenzgrundlage der Samen, der Ureinwohner Nordfinnlands, die dort ihre Rentierzucht betreiben. Sie sind zudem Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen. Über 500 verschiedene Arten seien durch die Abholzung bedroht. Im Hinblick auf die im Februar 2004 in Malaysia stattfindende UN-Konferenz zum Schutz von Urwäldern und Meeren (CBD) erwartet Greenpeace, dass das CBD-Mitglied Finnland in den letzten Urwäldern des Landes Schutzgebiete einrichtet, um den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten. | zurück zum Inhalt |
6. | SCA nimmt Kaufoption auf Fa. Scaninge wahr |
| Der schwedische SCA-Konzern hat sein Recht, 41% der Aktien an der schwedischen Fa. Scaninge von dem Unternehmen Graninge AB zu erwerben, wahrgenommen. SCA besitzt damit 50% der Stimmrechte des Unternehmens. Der Kaufpreis der Aktien liegt bei 4,9 Mio. skr. Das Unternehmen Scaninge besitzt 390 000 ha Forstland, und mit der Ausübung der Kaufoption erwirbt SCA die volle langfristige Kontrolle über das Holz in den betreffenden Forsten. Durch die Übernahme soll der operative Gewinn der Gruppe um jährlich 160 Mio. skr steigen. Durch die Konsolidierung des Unternehmens Scaninge wird sich allerdings die Nettoverschuldung von SCA um 2200 Mio. skr erhöhen. Außerdem verbucht SCA einen negativen Goodwill von 400 Mio. skr mit dem Erwerb des Unternehmens im vierten Quartal 2003. Gleichzeitig hat SCA zum Jahresende 2003 seine Beteiligung am französischen Unternehmen Otor in Höhe von 50 Mio. skr komplett abgeschrieben. Eine Sonderabschreibung in Höhe von 80 Mio. skr machte SCA auf ein Land in Taiwan. | zurück zum Inhalt |
7. | BG Papierverarbeitung reduziert Vorschriften |
| Seit 1. Januar 2004 sind 14 Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung (BG) außer Kraft gesetzt worden. Das hatte die Vertreterversammlung der BG am 20. November 2003 in Wiesbaden beschlossen. Die Vertreterversammlung ist das höchste Selbstverwaltungsorgan der BG. Es wird jeweils zur Hälfte aus Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer der Mitgliedsbetriebe der BG gebildet. Mit seinem Beschluss hat das 38-köpfige Gremium gut die Hälfte der ursprünglich 27 Vorschriften der BG abgeschafft. Alle diese außer Kraft gesetzten Unfallverhütungsvorschriften werden durch eine neue Vorschrift "Grundsätze der Prävention" ersetzt. Sie wurde im Zuge der Neuordnung des berufsgenossenschaftlichen Vorschriftenwerks als Basisvorschrift für die berufsgenossenschaftliche Prävention konzipiert und enthält die wesentlichen Bestimmungen über die Pflichten der Unternehmer, der Versicherten sowie die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes. Um welche Unfallverhütungsvorschriften es sich im Einzelnen handelt, kann im Internet unter bgdp.de in "Aktuelles" nachgelesen werden. Bei ihrer jährlichen Sitzung beschloss die Vertreterversammlung auch den Haushalt für das Jahr 2004. Er sieht Ausgaben in Höhe von 139 Mio.Euro vor. Das ist gegenüber dem Vorjahr lediglich ein Zuwachs von 0,75%. Für Präventionsmaßnahmen sind 13 Mio. Euro vorgesehen. Mit 104 Mio. Euro schlagen die Rehabilitations- und Entschädigungsleistungen zu Buche. Den Löwenanteil mit etwa 45% der Gesamtausgaben machen Rentenzahlungen aus. Erhebliche Kosten verursachen auch die medizinische Betreuung von Verletzten und Erkrankten sowie die Geldleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes. Insgesamt fließen über 85% der BG-Ausgaben an Versicherte und Mitgliedsbetriebe zurück. Weniger Unfälle Der Haushaltsansatz für das Jahr 2004 fußt auf den weiter sinkenden Unfallzahlen. Im ersten Halbjahr 2003 verringerten sich die meldepflichtigen Arbeitsunfälle um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 8100 Unfälle. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2002 ereigneten sich gut 1300 Unfälle zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Das bedeutet gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 einen Rückgang um 9%. Im gesamten Jahr 2002 hatten sich 17 045 meldepflichtige Unfälle ereignet. Damit lag die Unfallhäufigkeit bei 18,2 Unfällen je 1000 Beschäftigten. Auf dem Weg zu und von der Arbeit passierten im Jahr 2002 knapp 2700 Unfälle, was einer Unfallhäufigkeit von 3,5 je 1000 Beschäftigte entspricht. | zurück zum Inhalt |
8. | Bong wieder mit roten Zahlen |
| | Dieser Artikel fehlte aus Platzgründen in der gedruckten Version der apr Papier-Zeitung Nr.52. Er war jedoch in der elektronischen Testversion der apr Papier-Zeitung Nr.52 enthalten. Um sicher zu stellen, dass ihn jeder apr-Leser erhält, ist er hier nochmals veröffentlicht. |
Die schwedische Bong Ljungdahl AB, einer der größten Briefumschlaghersteller Europas, erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs einen operativen Verlust von 3,38 Mio. Euro, der Verlust vor Steuern belief sich auf 7,2 Mio. Euro. Dabei fielen die Umsätze in den ersten neun Monaten auf 158,07 Mio. Euro (i. Vj.: 175,76 Mio. Euro). Der europäische Markt für Briefumschläge sei nach wie vor schwach und insgesamt um 3 bis 4% in der Menge gefallen. Außerdem seien die Verkaufspreise und die Margen aufgrund der geringeren Nachfrage deutlich abgestürzt. Der Preisdruck ist nach Analyse von Bong praktisch in allen europäischen Teilmärkten auf allen Teilbereichen zu spüren. Im dritten Quartal kam es zu einer leichten Reduzierung der Marktkapazitäten, da zwei europäische mittelständische Wettbewerber in Konkurs gingen. Bong hat versucht, mit einem weiteren Kostenreduzierungsprogramm in Deutschland seine Kosten dadurch in den Griff zu bekommen, dass die zwei Werke Erkelenz und Wuppertal zu einem in Wuppertal zusammengefasst wurden. Dort sind außerdem der Verwaltungssitz und das zentrale Lager für Deutschland ansässig. Über einen weiteren Abbau von 15 Mitarbeitern und Rationalisierungsmaßnahmen gelang es Bong im laufenden Jahr, seine Kosten um 3,8 Mio. Euro pro Jahr zu senken. Um seine Kosten weiter zu reduzieren, will das Unternehmen nochmals 70 Mitarbeiter, vor allem in Schweden und Deutschland, freisetzen. Nach wie vor befindet sich Bong in verschiedenen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit seinem ehemaligen Besitzer Wolf Bauwens. Dabei geht es um zweistellige Millionensummen. Ein Teil der Streitigkeiten konnte nun außergerichtlich beigelegt werden. Pihl verlässt das Unternehmen Der langjährige Vorstandsvorsitzende Lennart Pihl wird im Jahr 2004 Bong Ljungdahl verlassen. Sein Nachfolger wird der bisherige Verkaufs- und Marketingdirektor Anders Davidson. Dieser arbeitet seit zwei Jahren bei Bong und kam von der Fa. McKinsey. Davidson hat bereits geholfen, die deutsche Tochterfirma von Bong leistungsfähiger zu machen und hat seinen Nachfolger in Deutschland, Elmar Schätzlein, eingearbeitet. Lennart Pihl, der für Bong eine Reihe von Firmen, unter anderem die Fa. Wolf Bauwens, kaufte, gelang es trotz jahrelanger Bekundungen nicht, das Unternehmen profitabel zu machen. Im Jahr 2002 fiel ein hoher Jahresverlust an, und dieser dürfte sich im laufenden Jahr noch erhöhen. | zurück zum Inhalt |
9. | Holmen Paper leidet unter Preisrückgängen |
| | Dieser Artikel fehlte aus Platzgründen in der gedruckten Version der apr Papier-Zeitung Nr.52. Er war jedoch in der elektronischen Testversion der apr Papier-Zeitung Nr.52 enthalten. Um sicher zu stellen, dass ihn jeder apr-Leser erhält, ist er hier nochmals veröffentlicht. |
Der schwedische Holmen-Konzern hat in seinem dritten Quartal trotz weitgehend gleicher Auslieferungsmengen zum Vorquartal nur noch einen Umsatz von 421,94 Mio. Euro (zweites Quartal: 437,8 Mio. Euro) erzielt. Operativ fiel der Gewinn dabei um 1,53 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro. Der Nachsteuergewinn von 41 Mio. Euro sank in ähnlichem Umfang. Die Zahl der Angestellten war mit 5004 (-71) nur leicht verändert zum Vorjahr. Aussichten für den weiteren Jahresverlauf gab der Vorstand nicht. Trotz der insgesamt schwachen Marktbedingungen für Zeitungsdruckpapiere und Magazinpapiere im dritten Quartal blieb die ausgelieferte Menge an Zeitungsdruck in Westeuropa gleich, während die exportierten Mengen bei dieser Papiersorte stiegen. Bezogen auf die ersten neun Monate gelang es Holmen Paper, die ausgelieferte Papiermenge aufgrund besserer Exporte um ca. 10% zu steigern. Während im Holzbereich deutlich weniger verdient wurde (vgl. Tabelle), stiegen die Quartalsgewinne im Bereich Zeitungsdruck und Magazinpapiere immerhin um 6,3 Mio. Euro (vgl. Tabelle). Bei Iggesund Paperboard, dem Kartonherstellungsbereich des Unternehmens, gelang es die Auslieferungen um 7% zu steigern, die Marktnachfrage und die Preise waren hier stabil. Der Kartonhersteller schaffte im Gegensatz zum Bereich Papier eine hohe Kapazitätsausnutzung. Aufgrund geringerer Produktionskosten gelang es, den operativen Gewinn in den ersten neun Monaten um 25% zu erhöhen (vgl. Tabelle). Nettoumsatz und operativer Gewinn/Verlust (in Mio. Euro) |
| Quartal | Januar-September | Gesamtjahr |
| 3/03 | 2/03 | 2003 | 2002 | 2002 | | Papier | 219,43 | 217,90 | 636,89 | 659,93 | 891,26 | | operativer Gewinn | 27,83 | 21,50 | 69,65 | 144,86 | 181,65 | Lieferungen (1,000 t) | 427 | 428 | 1234 | 1124 | 1528 | | Igges und Paperboard | 135,26 | 134,06 | 410,64 | 402,18 | 529,47 | Kartonproduktion (1,000 t) | 117 | 121 | 360 | 337 | 458 | Kartonlieferungen (1,000 t) | 123 | 120 | 366 | 341 | 453 | | Igges und Timber | 12,33 | 15,39 | 41,70 | 47,92 | 62,44 | | Holmen Skog | 82,64 | 101,85 | 291,04 | 285,58 | 386,24 | | davon externe Kunden | 44,10 | 59,27 | 165,28 | 166,92 | 227,62 | | operativer Gewinn | 9,60 | 17,79 | 40,39 | 32,20 | 49,12 | Ernte in Forsten (1,000 m3) | 627 | 733 | 1922 | 1744 | 2510 | | Holmen Kraft | 33,62 | 32,75 | 107,96 | 86,13 | 122,27 | | davon externe Kunden | 11,24 | 11,57 | 43,88 | 30,56 | 46,94 | | operativer G/V | 2,40 | 3,93 | 16,48 | -0,98 | -2,83 |
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10. | Abitibi-Consolidated mit Quartalsverlust |
| | Dieser Artikel fehlte aus Platzgründen in der gedruckten Version der apr Papier-Zeitung Nr.52. Er war jedoch in der elektronischen Testversion der apr Papier-Zeitung Nr.52 enthalten. Um sicher zu stellen, dass ihn jeder apr-Leser erhält, ist er hier nochmals veröffentlicht. | Die Abitibi-Consolidated Inc., weltgrößter Zeitungsdruckpapier-Hersteller, erzielte im dritten Quartal ihres laufenden Geschäftsjahr 2003 einen Verlust von 69 (i. Vj.: 77) Mio. kan$. Auch operativ erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 31 Mio. kan$ (i. Vj.: Gewinn von 29 Mio. kan$). Immerhin gelang es, den Verlust des zweiten Quartals, der noch bei 46 Mio. kan$ lag, zu reduzieren. Der Umsatz fiel dabei im dritten Quartal um 108 Mio. kan$ auf 1,176 Mrd. kan$. Die Gewinnrückgänge resultieren vor allem aus dem starken kanadischen Dollar, niedrigeren Verkaufspreisen für aufgebessertes holzhaltiges Papier, einer geringeren verkauften Zeitungsdruckpapier-Menge und Kostensteigerungen. Diese Faktoren wurden leicht durch höhere Verkaufspreise für Zeitungsdruckpapier in Nordamerika konterkariert.In den ersten neun Monaten setzte Abitibi-Consolidated fast 330 Mio. kan$ weniger, nämlich 3,578 Mrd. kan$ um. Dabei liefen aus den operativen Betrieb Verluste von 112 Mio. kan$ (i. Vj.: Gewinn von 164 Mio. kan$) auf. Diese fielen fast gleichmäßig in den drei wesentlichen Geschäftsbereichen Zeitungsdruck (Verlust: 12 Mio. kan$), aufgebessserte holzhaltige Papiere (Verlust: 12 Mio. kan$) und Holzprodukte (Verlust: 7 Mio. kan$) an. Im Bereich Zeitungsdruck verkaufte das Unternehmen im dritten Quartal mit 1,15 Mio. t insgesamt 82.000 t weniger als im Vorjahresquartal. Dabei war es aufgrund der schwachen Nachfrage notwendig, auf eine Produktion von 250 000 t durch Abstellmaßnahmen zu verzichten. Bei aufgebesserten holzhaltigen Papieren lagen die Auslieferungen mit 458 000 t auf Vorjahresniveau. Aussichten Nach den Worten von Vorstandsvorsitzer John Weaver sind die Preise für Zeitungsdruckpapier in einer Aufwärtsbewegung. Allerdings befänden sie sich immer noch unterhalb des Normalniveaus. Insgesamt seien die Herstellungskosten für Zeitungsdruck im dritten Quartal auf einem historisch niedrigen Niveau geblieben, so dass Abitibi-Consolidated dabei sei, seine Position als Produzent mit niedrigen Kosten zu festigen. | zurück zum Inhalt |
11. | Kappa Graphic Board entscheidet sich für IT-Lösung von TietoEnator
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| Die zur niederländischen Kappa-Gruppe gehörende Fa. Kappa Graphic Board wird Systemkomponenten für das Vertriebsmanagement und die Produktionsplanung des IT-Spezialisten TietoEnator einführen. Für das IT-Projekt "Spirit" (Sales Planning Integration Resulting in International Transparency) wird dasUnternehmen in Zukunft die Module TIPS Sales und TIPS Plan V.11 einsetzen. Der Start-up an den beiden Standorten Hoogezand und Sappemeer ist für Frühjahr 2004 geplant. Vorgesehen ist eine zentrale Installation; dabei greifen sowohl die Kartonfabrik Sappemeer als auch die Kartonfabrik Hoogezand auf eine gemeinsame Datenbasis zurück. Zugang zu dem Vertriebs- und Planungssystem haben neben den beiden Produktionsstätten in den Niederlanden auch sechs weitere Servicezentren in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und in den USA. Beide Unternehmen messen dem Projekt hohe Bedeutung bei. Gert van der Wenden, Sales Operation Manager von Kappa Graphic Board, ist überzeugt mit TIPS eine flexible Softwarelösung für die Neustrukturierung der eigenen Vertriebsorganisation gefunden zu haben. Und Markus Rintelen, Verkaufsmanager bei der Regensburger TietoEnator MAS GmbH, sieht in der Tatsache, dass es sich bei dem neuen Großkunden um eine holländische Firma handelt, einen Beleg dafür, dass der IT-Dienstleister im europäischen Markt weiter an Gewicht gewinnt. Kappa Graphic Board stellt aus 100% Altpapier in den zwei Produktionsstätten in den nördlichen Niederlanden jährlich rund 300 000 t grafischen Karton her, der unter dem Markennamen Eska weltweit vertrieben wird. An den Standorten Hoogezand und Sappemeer beschäftigt das Mitglied der Kappa Packaging Group ca. 530 Mitarbeiter. | zurück zum Inhalt |
12. | Matussière & Forest plant massive Personaleinschnitte |
| Die in Meylan ansässige französische Papiergruppe Matussière & Forest (M&F) hat die Streichung von 322 Stellen angekündigt. 200 davon werden durch die Schließung des Standorts Rambervillers (Vogesen) wegfallen, "dessen Markt und Ergebnisse seit mehreren Jahren immer schlechter geworden sind", so M&F. Die dortige Fabrik ist auf folgende Produkte spezialisiert: weiße, braune und farbige Umschlagpapiere, Kraft- und gebleichter Zellstoff für Verpackungsbedarf sowie kaschierte Kartonblätter für Ordner. Matussière & Forest spricht von einem "ehrgeizigen Sanierungsplan zur Eliminierung der Verlustquellen und Konsolidierung der Standorte mit Zukunftsaussichten". Nach Angaben der Gruppe haben sich die Marktpreise weiter verschlechtert mit der Folge, dass das laufende Ergebnis aus dem zweiten Halbjahr 2003 noch geringer ausfallen werde als prognostiziert. Zu den jetzt angekündigten Maßnahmen zur Gegensteuerung gehören weitere Anstrengungen sowohl zur Optimierung der industriellen Leistung als auch zur qualitativen Verbesserung der Produkte und des Kundendienstes. Wie es aussieht, hat sich die von Louis Matussière gegründete Papiergruppe mit ihrem ehrgeizigen Investitionsprogramm 2000 bis 2002 in Höhe von über 120 Mio. Euro, und zwar ohne Erhöhung der Eigenmittel, übernommen. Zumindest fiel dieses in eine Periode erneuter gravierender Marktturbulenzen. Der neue Konzernchef Henri Kreitmann hat deshalb dem Verwaltungsrat eine Kapitalerhöhung vorgeschlagen, dessen Modalitäten noch ausgearbeitet werden müssen. Beschlossen wurde aber die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung. Sie soll über eine Halbierung des Nominalwerts der Matussière-Aktie befinden, die danach statt mit bisher 7,50 nur noch mit 3,75 Euro notiert würde. Die andere Kapitalhälfte soll ohne Beeinträchtigung des Eigenkapitals auf einem Spezialkonto geparkt werden. Die Börsennotierung wurde gestern unterbrochen. Die Informationen über das letzte Jahresergebnis, die Kosten und die Auswirkungen des Sanierungsplans sowie die erwähnten Modalitäten der Kapitalaufstockung "werden dann kommuniziert, wenn sie verfügbar sind", so das Unternehmen. - jb | zurück zum Inhalt |
13. | UPM-Werk Augsburg unter neuer Leitung |
| Nach achtjähriger Tätigkeit ist der bisherige Werkleiter des UPM-Werks Augsburg, Kurt Wurster, zum Senior Vice President Operations der Newsprint Division berufen worden. Er verantwortet zukünftig die gesamte internationale Zeitungsdruckpapier-Produktion des Konzerns. In seiner neuen Funktion berichtet er an Dr. Hartmut Wurster, Vorstandsmitglied von UPM-Kymmene und Präsident der Newsprint Division mit Sitz in Augsburg. Die Nachfolge als Werkleiter hat seit Jahresbeginn Sebastian Loewenberg (36) als Vice President und General Manager angetreten, der bisher in gleicher Funktion im UPM-Werk Schwedt tätig war und diesem auch noch im ersten Quartal 2004 vorstehen wird. Kurt Wurster (46) hat in München Verfahrenstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen studiert und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Papiertechnischen Stiftung (PTS) in München sowie als Assistent der technischen Geschäftsführung der MD-Papierfabriken beschäftigt. Bis zu seinem Eintritt bei der ehemaligen Haindl Papier im Jahr 1995 war er Geschäftsführer Produktion und Technik bei der Nicolaus Paper GmbH und in dieser Position verantwortlich für deren Spezialpapierfabriken in Brasilien und den USA. Seit 1996 fungierte er als Werkleiter am Standort Augsburg. Sebastian Loewenberg, in Düsseldorf geboren und aufgewachsen, studierte an der TU Darmstadt Papieringenieur. Bereits 1994 übernahm er bei der ehemaligen Haindl Papier die Stelle des Betriebsingenieurs im Werk Schwedt und war danach von 1996 bis 1998 als Abteilungsleiter am Standort Schongau beschäftigt. Er kehrte im Jahr 1999 nach Schwedt zurück, übernahm die Fabrikationsleitung und wirde zu Beginn des Jahres 2002 zum Werkleiter berufen. | zurück zum Inhalt |
14. | Gascogne Übernahme gescheitert
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| Der Versuch des Mischkonzerns Electricité et Eaux de Madagascar (EEM), über ein öffentliches Aktientausch-Angebot die Kontrolle über die französische Holz-, Papier- und Packmittelgruppe Gascogne S.A. mit Sitz in Saint-Paul-lès-Dax zu erlangen, ist misslungen. Statt der dafür nötig gewesenen über 50 Prozent des Kapitals erhielt EEM-Chef François Gontier lediglich 5,08 Prozent zu seinem bisher schon gehaltenen Anteil hinzu, wodurch sich dieser theoretisch auf 34,55 Prozent erhöht hat. Die gekauften Akteien werden nun an die vormaligen Eigner zurückgegeben, sodass Gontier den früheren Stand von 29,5 Prozent Kapitalanteil und 26,l7 Prozent der Stimmrechte behält. EEM war von den Pariser Börsenbehörden zweimal zur Korrektur seines Angebots gezwungen worden. Offensichtlich ist die überwältigende Mehrheit der Aktionäre der Empfehlung des Gascogne-Aufsichtsrates gefolgt, die Offerte nicht zu akzeptieren, zumal bei dieser für das renommierte und EU-weit operierende Unternehmen weniger als der aktuelle Börsenkurs bezahlt wurde. Die Gascogne-Abwehrstrategie ist indessen nur halb aufgegangen, denn die Erwartung, einen großen industriellen Partner für eine Neuzusammensetzung des Konzernkapitals animieren und diesen zu einem höheren Einstiegspreis bewegen zu können, hat sich nicht erfüllt. Die Gascogne-Verantwortlichen hatten auf entsprechendes Interesse bei den Firmen Arjo Wiggins oder auch Antalis gehofft. Sowohl die Papiergruppe als auch der Papiergroßhändler gehören zur Pariser Gruppe Worms & Cie. Das Unternehmen von der Atlantikküste kann sich nunmehr wieder mit mehr Ruhe auf diverse Probleme konzentrieren, die zur Lösung anstehen, allem voran die Frage nach der Zukunft der stark defizitären Holzbranche. Die kürzlich angekündigte Streichung von lediglich 77 der insgesamt 600 Stellen in dem Bereich wurde von Beobachtern als weit unterhalb des Erwarteten eingestuft. - jb | zurück zum Inhalt |
15. | HIT verlegt Geschäftssitz nach Wien |
| Nachdem die HIT International Trading AG, Ismaning, im dritten Quartal 2003 wiederum erhebliche Verluste aus ihrem operativen Geschäft erwirtschaftete, wird nach dem Willen von Vorstand und Aufsichtsrat das operative Geschäft künftig durch die HIT International Trading AG in Wien betrieben. Der Standort Ismaning soll aufgegeben werden. Die Leitung in Wien wird Harald Brenner übernehmen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende von HIT, Klaus Leipold, hat sein Amt niedergelegt. Neuer Vorsitzender wird James M. Carter, der dem Vorstand bereits angehörte. Leipold ist weiterhim im Vorstand für die Bereiche Beschaffung und Vertrieb verantwortlich. Die Veränderungen stehen wohl im Zusammenhang mit dem Einstieg des neuen Partners und Finanziers Blake International Ltd., Tortola/British Virgin Islands. Diese ist eine Tochtergesellschaft der MFC Bancorp Ltd. HIT erhofft sich von der Verlegung weitere Kosteneinsparungen und Synergien. Außerdem wolle man von der Bedeutung des Handels- und Finanzplatzes Wien profitieren. | zurück zum Inhalt |
16. | Stora Enso lanciert gemeinsames Transportsystem für nordische Werke |
| Der finnische Stora Enso-Konzern hat die erste Phase der Inbetriebnahme seines so genannten North European Transport Supply System (NETSS) eingeleitet. Dadurch sollen die Frachtkosten von den skandinavischen Werken des Unternehmens sinken und die gesamten Distributionsleistungen produktiver werden. Die endgültige Inbetriebnahme des neuen Systems ist für den 1. Juli 2005 vorgesehen. Das Unternehmen erwartet, dass sich die derzeitigen Transport- und Dienstleistungskosten in Höhe von ca. 80 Mio. Euro durch die Inbetriebnahme in der ersten Phase von NETSS um mindestens 10% reduzieren lassen. Die heutigen Schiffsfrachten von Südfinnland nach Großbritannien und Belgien werden nach Einführung des Systems durch ein so genanntes Hub-and-Spoke-Zubringersystem ersetzt, das unter anderem hauptsächlich mit den so genannten Stora Enso Cargo Units (SECUs) arbeitet. Die von Südfinnland ausgehenden Frachtströme sollen auf den Hafen Kotka konzentriert werden. Stora Enso hat deshalb mit dem Stauereiunternehmen Steveco einen Langzeitvertrag abgeschlossen. Auf zwei so genannten Roll-on/Roll-off-Schiffen werden künftig dreimal pro Woche Papiere nach Göteborg auslaufen. Dies geschieht mit Frachtkränen der Swedish Orient Line, die für drei Jahre gechartert wurden. Im Göteborger Hafen werden dann sowohl in Schweden hergestellte Papiere als auch die aus Finnland kommende Fracht umgeschlagen. Während einer Übergangszeit sollen die für den europäischen Kontinent bestimmten schwedischen und finnischen Frachten auf dem belgischen Hafen Zeebrugge konzentriert werden. In einer späteren Phase soll über NETSS eine Langzeitplanung für die Hafennutzung entwickelt werden. Zur Bewältigung der Transporte aus Finnland wird Stora Enso weitere Tausend seiner konzerneigenen Cargo Units anschaffen. | zurück zum Inhalt |
17. | Wepa baut automatisches Kompaktlager am Standort Giershagen |
| Nach über einem Jahr detaillierter Vorplanung beauftragte Wepa die BT-Anlagenbau & Co. KG in Gleisdorf bei Graz/A mit der Errichtung eines neuen Distributionszentrums. Zum Lieferumfang gehören neben der kompletten logistischen Ausrüstung, Büro- und Sozialräume, die Brandschutztechnik, alle Bauarbeiten inkl. Tiefbau, die Lkw-Verkehrsflächen und auch die Anbindung an die öffentliche Straße. Das neue Verteilerzentrum wird eine Gesamtlagerkapazität von ca. 37 000 Euro-Palettenplätzen haben. Einlagerleistungen von ca. 250 Paletten/h bei gleichzeitiger Auslagerung von ca. 300 Paletten/h sind konzeptionell möglich. Das neue Kompaktlager wird über ein zentrales BT-LVS verwaltet, das über eine Schnittstelle an das Navision-System des Host angebunden ist. Ausschlaggebend für die Investition am Standort Giershagen waren laut BT mehrere Faktoren. Vor drei Jahren wurden das Fertigwarenlager und der Versand des Werks Giershagen in das 12 km entfernte Außenlager nach Marsberg verlegt. Als Ergebnis einer umfassenden Wepa-Studie, und ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung, müssen heute wesentlich größere Mengen an Fertigware vorgehalten werden. Auch das Erreichen einer höheren Effizienz, durch z. B. weniger Umstellungen der Verarbeitungsanlagen, steht im direkten Zusammenhang mit dem Lagerbestand. Eine weitere maßgebliche Größe ist die bereits seit einiger Zeit notwendige Produktion im 4-Schicht-Betrieb. Hierzu muss bis Freitagabend ausreichend Platz im Lager für die Wochenendproduktion geschaffen werden. Hiermit waren bisher hohe Transportkosten und weitere Probleme verbunden, u. a. die erschwerte Abwicklung oder auch Qualitätsminderungen durch das doppelte Handling.Neben dem Lagerbestand ist die Produktionsleistung des Werks Giershagen eine maßgebliche Größe die seitens der Logistik zu beachten ist. Durch zusätzliche Maschinenkapazitäten wird die Produktionsleistung weiter steigen und dadurch zwangsläufig auch die Leistungsspitzen deutlich erhöhen. Deshalb wird das Lager über eine Fördertechnikbrücke direkt mit der Verarbeitung verbunden. Somit können die Paletten ohne zusätzliches Handling vollautomatisch im Lager aufgenommen werden. Die Förderstrecke ist redundant ausgelegt, so dass bei einer Störung der Betrieb weitestgehend reibungslos weitergeführt werden kann. Parallel untersuchen derzeit mehrere interne Projektgruppen mit Unterstützung eines externen Beraters die auf das Werk bezogenen Veränderungen im Zusammenhang mit der Realisierung des Distributionszentrums. Hierzu zählen u.a. die Entwicklung von sog. Notstrategien, die notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter und ein ganzheitliches Verkehrskonzept für den Standort Giershagen. | zurück zum Inhalt |
18. | Omya-Gruppe mit neuem Forschungsleiter
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| Die Omya AG erweitert im Zuge ihrer organisatorischen Neuausrichtung die Konzernforschung. Zum 1. November 2003 hat Dr. Thoralf Gliese (37) die Position des "Head of Research & Technology Services" übernommen. Er arbeitete vorher als Vorstand der M-real Hallein AG in Salzburg. Mit der Reorganisation der Konzernforschung passt sich Omya den neuen Kundenbedürfnissen und der Globalisierung der Märkte an. Dieser Schritt soll die strategische Bedeutung anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung im Unternehmen unterstreichen. Das dynamische Wachstum der Omya in den vergangenen 20 Jahren erforderte eine neue Organisationsform. Dr. Thoralf Gliese und sein Team werden nun die neue Struktur in der Forschung und Entwicklung umsetzen. Zu seinen Aufgaben zählen die weltweite Koordination der Forschungs- und Technologieaktivitäten für die Bereiche Papier, Farbe/Lack sowie Kunststoffe, das Harmonisieren von Prozessen und die Sicherstellung identischer und gleichbleibend hoher Qualitätsstandards. "Wir verkaufen ganzheitliche Lösungen", erläutert Dr. Thoralf Gliese den prozessorientierten Ansatz der Omya, "unser Pigmentportfolio umfasst alle Anwendungen wie natürliches (GCC), gefälltes (PCC) und modifiziertes Kalziumkarbonat sowie Talkum und Kaolin." Im Zuge der Reorganisation der Konzernforschung wurde per 1. Juli 2003 der Einflussbereich von Ekhard Beuleke erweitert. Er übernimmt die Anwendung und marktorientierte Entwicklung neuer Produkte und Pigmentlösungen nicht nur für die Papier-, sondern in Zukunft zusätzlich für die Farbe/Lack- und Kunststoffindustrie sowie die technische Unterstützung der Kunden und die weltweite Koordination aller damit zusammenhängenden Aktivitäten. Er führt dementsprechend in Zukunft die Bezeichnung "Head of Applied Technology Services". Dr. Pat Gane widmet sich als "Head of Research & Development" schwerpunktmässig der Grundlagenforschung. Eine Änderung erfährt sein Aufgabenfokus. Er wird neben der Erforschung und Entwicklung von Pigmenten, Füllstoffen sowie Spezialitäten für die Papierherstellung und -veredelung auch deren Einsatzmöglichkeiten in der Farben-/Lack-, Kunststoff- und Bauindustrie untersuchen. | zurück zum Inhalt |
I. | |
| Peter Janker (48) ist neuer Leiter der Ulmer Tochtergesellschaft des Großhandelsunternehmens Schneidersöhne. Zuletzt war er als Gesamtvertriebsleiter der Schneidersöhne-Niederlassung in München tätig und davor über 20 Jahre bei einem anderen Papiergroßhändler zuletzt als Verkaufsleiter. Er wird Nachfolger von Boris Borensztein, der seit kurzem für die Geschäfte der Niederlassung Ettlingen verantwortlich ist. Janker ist zuversichtlich, dass die Tochtergesellschaft in Ulm zu einer tragenden Säule der gesamten Unternehmensgruppe wird. | | Peter Janker | Boris Borensztein |
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II. | |
| Deutschland Seit 1994 unterstützt die Fa. Schneidersöhne, Ettlingen, die Katharinenhöhe im Schwarzwald - eine Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche mit ihren Familien. Dadurch, dass ein großer Teil der Schneidersöhne-Kunden und -Geschäftsfreunde auf Weihnachtsgeschenke verzichtete, konnte auch 2003 wieder eine namhafte Spende and die Katharinenhöhe überwiesen werden. Sie trägt dazu bei, dass für die kranken Jugendlichen ein neues Haus gebaut werden kann, denn die Rehabilitationsmöglichkeiten stoßen an ihre räumlichen Grenzen. Stefan Maier, Psychosozialer Leiter der Klinik, zeigte sich sehr erfreut über das Schneidersöhne-Weihnachtsgeschenk: "Auch 2003 durften wir wieder auf die tatkräftige Hilfe von Schneidersöhne zählen, das außergewöhnlich langjährige Engagement Ihrer Firma ist uns eine wichtige Stütze." Die Danarota Technic A/S, Coesfeld-Lette, hat auf der Münchner Messe "International Converting Exhibition" (ICE) einen Vertrag mit der Wiener Handelsagentur Remac GmbH abgeschlossen, der die Vertretung von Danarota in Russland regelt. Danarota gehört zur Montalvo Corporation und stellt unter anderem Bremsen, Kupplungen und Bahnkanten-Regelungssysteme her. Über Remac hat das Unternehmen in Zukunft Zugang zur JSC Complect Technika, Novosibirsk. JSC soll Montalvo-Produkte vertreiben und die qualifizierte Betreuung vor Ort sicherstellen.Am 14. Januar 2004 begann die Fa. Voith in Schwedt/Oder mit der Montage der Papiermaschine 4 der LEIPA Georg Leinfelder GmbH. Der Aufbau der DIP (Deinked Pulp) - Anlage läuft bereits seit Dezember 2003. Die Papiermaschinenhalle und die Altpapier-Aufbereitungshalle sind bautechnisch dicht und seit dem 08.01.04 beheizbar. Gegenwärtig sind in der Spitze bis zu 1.200 Beschäftigte auf der Baustelle tätig. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage wird spätestens am 30. August 2004 erfolgen. Die neue Papiermaschine ist zur Produktion von 300.000 Jahrestonnen LWC-Offsetpapiere im Flächengewichtsbereich von 39 bis 60 g/qm ausgelegt. Als Rohstoff wird vorwiegend deinktes Altpapier eingesetzt. Die Maschine soll mit einer Produktionsgeschwindigkeit von max. 1.800 m/min betrieben werden. Schweden Der schwedische SCA-Konzern hat die niederländische Verpackungsfirma Vincor Group für 9,45 Mio. Euro auf schuldenfreier Basis gekauft. Die Umsätze des Unternehmens lagen im Jahr 2002 bei 16,15 Mio.Euro. Das Unternehmen hat drei Verarbeitungswerke in den Niederlanden, die sich auf Kleinserien bei Wellpappeverpackungen spezialisiert haben. | zurück zum Inhalt |
III. | |
| Verlag: P. Keppler Verlag GmbH & Co KG, Industriestr. 2, D-63150 Heusenstamm, Tel. (0 61 04) 60 60, Telefax (0 61 04) 60 61 45 E-Mail-Adresse: g.brucker@kepplermediengruppe.de Geschäftsführung: Hans-Gerd Koenen, Eckhart Thomas Redaktion: Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur), Siegfried Jütte (technische Redaktion), Verlagsanschrift. Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder. Bereichsleitung Papier- und Druckzeitschriften: Petra Hanke, Telefon (0 61 04) 6 06-3 60 e-mail: p.hanke@kepplermediengruppe.de Anzeigenverkaufsleitung: Marion Apitz, Telefon (06104) 6 06-304 e-mail: m.apitz@kepplermediengruppe.de Vertriebsleiter: Werner Israel, Telefon (06104) 6 06-2 14 Abonnementverwaltung: Sandra Konrad, Telefon (06104) 6 06-2 10 Homepage: http://www.a-p-r.de e-mail: info@kepplermediengruppe.de Anzeigenannahme: Verlagsanschrift. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01. 01. 2004. Anzeigenschluss: 8 Tage vor Erscheinen. Bezugspreis: Jahresabonnement: Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Einzelverkaufspreis: Euro 6,- incl. Versand + MwSt. Erscheinungsweise: Monatlich zwei Ausgaben. Bankkonto: Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. Versandort: Frankfurt am Main (D 1096 C). | zurück zum Inhalt |
IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts des apr-Newsletters "PAPIER-ZEITUNG" ist unzulässig. Der Herausgeber des apr-Newsletters "PAPIER-ZEITUNG" ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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