|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Mehrere Verbände für getrennte Altpapiererfassung | | Für eine weiterhin getrennte Erfassung von Altpapier von anderen Materialien haben sich jetzt die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund, der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), der Naturschutzbund (NABU) und der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) ausgesprochen. In der vorgestellten "Bonner Erklärung" wird darauf verwiesen, dass der große Erfolg des Altpapierrecyclings in Deutschland nur durch ein über Jahrzehnte bewährtes System der qualitativ hochwertigen Erfassung von Altpapier ermöglicht worden sei. Altpapier ist mit 13 Mio. t Einsatz der wichtigste Rohstoff für die Papiererzeugung in Deutschland. |
| Die Verbände sprechen sich eindeutig gegen Vorschläge für die Einführung einer "Mischtonne" aus, in der Altpapier gemeinsam mit Abfällen gesammelt würde. Diese von einigen Vertretern der Entsorgungwirtschaft und der Politik propagierte Lösung führe zur Verschmutzung des Altpapiers und mache hochwertiges Papier unbrauchbar für das Recycling. Das erfolgreiche System der Altpapiererfassung dürfe nicht durch Interessen einzelner Entsorger in Frage gestellt werden. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | Emin-Leydier baut auf neues Werk | Die französische familiengeführte Papier- und Wellpappengruppe Emin-Leydier musste im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang um 4% hinnehmen. Für dieses Jahr geht sie aber von einem Zuwachs um 20% aus, gestützt auf 300.000 t pro Jahr zusätzlicher Kapazität, die in dem neuen Produktionsstandort in Nogent-sur-Seine entsteht. Dieser soll im April eröffnet werden und hat 170 Mio. Euro gekostet. Die Logistik- und Lageraktivitäten hat Emin-Leydier der bei Bordeaux ansässigen Firma GT Logistics übertragen, ein Novum im Bereich der französischen Papierindustrie. Mit Nogent-sur-Seine erhöht sich die gesamte Produktionskapazität der Gruppe auf 750.000 t pro Jahr Hergestellt werden sollen dort leichte Wellpappenrohpapiere von 70 bis 90 g, mit denen Emin-Leydier den EU-Auflagen zur Verringerung des Verpackungsgewichtes entsprechen will. Dieselbe Richtung verfolgte die Gruppe schon im vergangenen Jahr mit ihrer neuen Packbedarffabrik in Montsurs (Mayenne), "Elytra". Sie ist auf für Lebensmittel geeignete Papiere spezialisiert, die unter kontrollierten Hygienekonditionen gefertigt werden, fiel aber mit ihrem Startschuss zunächst in eine schleppende bis rückläufige Konjunkturphase, wie Leydier-Chef Philippe Leydier gegenüber der Wirtschaftspresse einräumte. Erst seit dem letzten Quartal beginne sich bei der Industrie die Einsicht zu verbreiten, dass das Konzept durchdacht und sinnvoll ist. Die Papiergruppe aus dem Rhônetal, neben der ins Schlingern geratenen Firma Matussière & Forest das einzig noch verbliebene selbstständige Unternehmen der Branche in Frankreich, schloss das letzte Jahr im Wellpappenbereich mit einem Produktionszuwachs um 0,5% auf 290 Mio. m2. Für dieses Jahr sind 295 vorgesehen, für das übernächste mit dem Werk Nogent 310 Mio. m2. Der konsolidierte Umsatz verringerte sich dagegen um die eingangs schon zitierten 4% auf 240 Mio. Euro, wovon 30% im Export erzielt wurden. Die Gewinnmarge habe in den letzten beiden Jahren stark unter der negativen Preisentwicklung gelitten. Die Fa. Emin-Leydier schätzt, dass die Preise in zwei Jahren um 15% nach unten gegangen sind. Philippe Leydier betont jedoch, dass die Gruppe nach wie vor Gewinn macht. Er hofft, die Preise für seine Wellpappenprodukte ab März oder April in zweistelliger Höhe anheben zu können: "Unsere Kunden sind sich darüber klar geworden, dass sich Preissenkungen irgendwann schädlich auf die Servicequalität ihrer Lieferanten auswirken", sagte der Firmenchef gegenüber der Pariser Les Echos. Sie hätten insbesondere auch begriffen, dass die Gruppe ihnen mit Nogent-sur-Seine eine Vielzahl von Innovationen bieten werde. Emin-Leydier setzt vor allem starke Hoffnungen darauf, mit den neuen Produkten von der Seine die nordeuropäischen Märkte noch stärker als bisher durchdringen zu können. Produktproben wurden inzwischen auch schon nach Ost- und Mitteleuropa sowie nach Nordafrika versandt. Dort jedoch ist die heimische Papierindustrie auch nicht untätig, wie ein algerisches Beispiel zeigt. Der Verpackungskonzern Tonic Emballage ist hier gegenwärtig dabei, seine gesamte Produktion auf die Verwendung von Sekundärmaterial aus den erst im Aufbau befindlichen Altpapiersammlungen des maghrebinischen Landes umzustellen. Auf einem 25 ha großen Gelände werden dort zwei Papiermaschinen zur Herstellung von Tissueprodukten und Wellpapperohpapieren gebaut. Die Recyclingkapazität der Maschinen ist auf 220 Mio. t pro Jahr ausgelegt. Zu dem 40 Mio. Euro-Projekt gehören auch eine Kläranlage und eine andere zur Meerwasseraufbereitung. Mit der Inbetriebnahme des neuen Standorts, der mit finnischer Papiermaschinentechnologie von Metso Paper ausgerüstet wird, rechnet die algerische Gruppe für September dieses Jahres. - jb | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Kemira möchte Finnish Chemicals Oy kaufen |
| Die finnische Kemira Oy wird alle Aktien der Finnish Chemicals Oy von der Erikem Luxembourg S.A., einem Akquisitionsvermittler für private Investoren, der von PPM Ventures zusammen mit Montagu Private Equity und MB Funds geführt wird, kaufen. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung verschiedener Behörden. Der Nettoumsatz von Finnish Chemicals liegt bei ca. 250 Mio. Euro. Der Bar- und schuldenfreie Preis der Aktien beläuft sich auf 345 Mio. Euro. Kemira erwartet, dass sich die Aquisition ab dem ersten vollen Jahr positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken wird. Durch diesen Kauf wird das Unternehmen weltweit die Nummer zwei als Lieferant von Chemikalien für die Zellstoff- und Papierindustrie. Das Unternehmen will alle vier Kernbereiche gleichermaßen ausbauen. Dies sind die strategischen Geschäftseinheiten Zellstoff- und Papierchemikalien, Wasserbehandlungschemikalien, Industriechemikalien sowie Farben und Streichmassen. Kemira will sich auf die Erhöhung der Rentabilität, auf Expansion, auf den Ausbau der Führungsposition des Unternehmens und auf Synergien zwischen den Geschäften der Gruppe konzentrieren. Kemira-Vorstandsvorsitzender Lasse Kurkilahti rechnet damit, dass sich der Kauf auch positiv auf den Bereich Wasserbehandlung auswirken wird. Die Hauptprodukte von Finnish Chemicals sind Natriumchlorat, Natriumhydroxid und Chloroxid. Durch den Kauf wird Kemira Lieferant der gesamten Produktpalette für den Prozess der Zellstoffbleiche. "Der Kauf gibt Kemira die Möglichkeit, in Zukunft weiter zu wachsen", erklärt Juhani Lindholm, der Präsident von Kemiras Geschäftseinheit Zellstoff- und Papierchemikalien. Der Kaufpreis ist nach Ansicht von Juhani Lindholm im Hinblick auf die Betriebsmarge und Synergien angemessen. Finnish Chemicals verkauft mehr als 80% seiner Produkte für die Zellstoff- und Papierproduktion. Hauptprodukt des Unternehmens ist Natriumchlorat für die Zellstoffbleiche. Der Anteil des Unternehmens am Natriumchloratmarkt liegt in Europa unter 40% und in den USA bei gut 20%. Die Produkte des Unternehmens werden auch in anderen industriellen Prozessen wie z. B. Wasserbehandlung eingesetzt. Finnish Chemicals hat fünf Produktionswerke und beschäftigt 470 Mitarbeiter in Finnland und in den USA. Die finnischen Betriebe des Unternehmens befinden sich in Joutseno, Kuusankowski und Äetsä, die amerikanischen in Augusta (Georgia) und Eastover (South Carolina). Der Umsatz des Kemira-Geschäftsbereichs Zellstoff- und Papierchemikalien wird nach der Akquisition bei ca. 810 Mio. Euro liegen. | zurück zum Inhalt |
3. | 2004 nur geringes Umsatzwachstum von Papier- und Pappewaren - Beschäftigtenrückgang setzt sich fort |
| In den ersten drei Quartalen 2004 wurden in Deutschland 7,17 Mio. t Papier- und Pappewaren hergestellt. Die Produktionsmenge lag damit um 3 % über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. anlässlich seiner Präsidiumssitzung am 25. Januar 2005 in Brüssel mit. Während die Mengenentwicklung der Papier- und Pappeverarbeitung damit relativ zufrieden stellend verlaufen ist, hat der Branchenumsatz im Zeitraum von Januar bis November 2004 nur um 0,8% auf rund 14 Mrd. Euro zugenommen. Der HPV macht hierfür den weiter zunehmenden Wettbewerbsdruck verantwortlich, der im vergangenen Jahr zu einem Preisrückgang bei Papier- und Pappewaren von 0,6% geführt hat. Die Ertragssituation der Unternehmen ist demzufolge weiterhin unbefriedigend, so der HPV. Der Beschäftigtenrückgang in der Branche hat sich auch 2004 fortgesetzt. Monatsdurchschnittlich lag die Zahl der Beschäftigten mit knapp 91.000 um 1,3% unter dem Vorjahr. Angesichts der schwachen Branchendaten hat sich die Stimmungslage der Papier- und Pappeverarbeiter im Jahresverlauf 2004 kontinuierlich verschlechtert. Seit Jahresmitte hat der vom Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex die negative Zone nicht mehr verlassen. Vor allem die Zukunftserwartungen der befragten Unternehmen sind überwiegend pessimistisch geprägt. Vor diesem Hintergrund und angesichts der von den Wirtschaftsforschungsinstituten erneut nach unten korrigierten Wachstumsprognosen für Deutschland rechnet der HPV für 2005 nicht mit einer nachhaltigen Besserung der Branchenkonjunktur. Mit Blick auf die längerfristige Existenzsicherung der Unternehmen und Arbeitsplätze in der Branche hat der HPV als tarifpolitische Spitzenorganisation der Papier- und Pappeverarbeitung den Manteltarifvertrag zum Jahresende 2004 gekündigt. Um im globalen Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können, benötigen die Unternehmen ein größeres Maß an Flexibilität, um auf Kundenanforderungen und Auftragsschwankungen angemessen reagieren und gegenüber der ausländischen Konkurrenz bestehen zu können. Starre Tarifstrukturen können dem heute nicht mehr gerecht werden, so HPV-Verhandlungsführer Manfred Lantermann. Sehr zufrieden zeigte sich HPV-Präsident Jürgen Theis mit dem europäischen Engagement des HPV in Brüssel. Neben den mittelstandspolitischen Artikulationsmöglichkeiten zeige vor allem die aktuelle Diskussion um eine erneute Revision der EU-Verpackungsrichtlinie, wie notwendig die direkte Präsenz in Brüssel sei. | zurück zum Inhalt |
4. | International Paper baut Präsenz in Frankreich weiter ab |
| Die amerikanische Papiergruppe International Paper (IP) ist dabei, ihre aktive Präsenz in Frankreich weiter zu reduzieren. Im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung auf Länder und Regionen mit aufstrebenden Wachstumsmärkten wie Brasilien, Mitteleuropa und Russland und die Konzentration der Aktivitäten auf Druck- und Schreibpapiere, Kartonpackmittel und Forstwirtschaftsprodukte hat der Konzern seit September drei Standorte geschlossen bzw. deren Verkauf angekündigt: - die Papeterie du Souche in Lothringen mit 61 Mio. Euro Umsatz (das Unternehmen wurde inzwischen von Adapack und AtriA Private Equity II übernommen),
- den hochdefizitären Büropapierstandort Maresquel in Nordfrankreich
- und die Vertriebsfirma Papeterie de France, deren Erwerb durch die Stora Enso-Tochter Papyrus eingeleitet wurde.
Alle drei Firmen seien zu klein, um mit der internationalen Konkurrenz und Marktentwicklung mithalten zu können und genügen aus IP-Sicht nicht mehr den heute gängigen Normen der Branche. Maresquel fertigt außer Büropapieren auch noch in kleinem Maßstab farbige Qualitäten, die Papeterie de Souche beliefert mit ihren Etikettenpapieren ebenfalls nur ein kleines Marktsegment, und die Papeterie de France könne mit dem Marktführer Antalis (Arjo Wiggins) nicht mithalten. IP hatte die Standorte durch die 1989 erfolgte Übernahme von Aussedat Rey erworben, mit deren Hilfe die Amerikaner auf dem französischen Markt Fuß fassen wollten. Weitere Abspeckmanöver will Eric Chartrain, Chef der Firma International Paper S.A. mit Sitz in Paris, nicht ausschließen. Dazu zählt in erster Linie der Spanplattenfabrikant Polyrey, früher ebenfalls bei Aussedat Rey. Gesichert scheint dagegen der Verbleib bei IP für die Papeterie de Saillat, die im waldreichen Limousin pro Jahr 220.000 t Papier produziert und dafür auf eine eigene Zellstofffertigung zurückgreift. Auch eine Trennung von den Packmittelaktivitäten in Frankreich steht offenbar nicht zur Debatte. Der entsprechende Geschäftszweig berichtet direkt an die Zentrale des Konzerns jenseits des Atlantiks. Alles in allem soll sich das für Frankreich vorgesehene Verkaufsprogramm in einer Größenordnung von 2,3 Mrd. Euro bewegen. - jb | zurück zum Inhalt |
5. | Frankreichs Zeitungsverleger wollen höhere Papierpreise nicht einfach hinnehmen |
| Der Presse im großen Nachbarland links des Rheins geht es kaum besser als den deutschen Printmedien. Zu schaffen macht ihr neben dem deutlichen Rückgang des Anzeigenaufkommens seit dem 11. September 2001 auch die zunehmende Konkurrenz der in Paris und anderen größeren Städten des Landes verteilten Gratisblätter vom Schlage "20 minutes", "metro" oder "paru - vendu". Momentan werden die neuen Jahresverträge mit den Papierlieferanten ausgehandelt, sei es direkt oder im Rahmen der gemeinsamen Einkaufszentrale Société professionnelle des papiers de presse (SPPP). Hauptkontrahenten sind dabei die beiden skandinavischen Papiergruppen Stora Enso und UPM-Kymmene. Für die Frankreichtochter der Letzteren erklärte kürzlich deren Chef Gauthier Tyrel de Poix in einem Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Les Echos, "eine Anhebung (der Preise; - d.Red,) um 10% würden wir schon als Erfolg ansehen", um die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport ausgleichen zu können. Im letzten Jahr sind die Preise für Zeitungsdruckpapier aus Sekundärfasermaterial auf 472 Euro pro Tonne abgesackt. Vor vier Jahren hatten sie noch um die 632 Euro gelegen. Seit Januar dieses Jahres ziehen sie wieder 7 bis 8% an. Dagegen suchen die Verleger nach einem Abwehrmitel. Drei der größten Gruppen unter ihnen, Socpresse, Hachette Filipacchi Médias und France Antilles, bemühen sich derzeit darum, eine Allianz zu bilden und ihren Papierbedarf gemeinsam zu beschaffen. "20 minutes" soll Ähnliches mit seinen Aktionären Ouest-France und Schibsted anstreben. Das Blatt kommt momentan auf eine tägliche Auflage von 775.000 und liegt damit landesweit mit an der Spitze der Zeitungen. Andere Verleger haben diesmal nur Halbjahresverträge abgeschlossen und hoffen auf eine baldige Senkung der Papierpreise. Ihr Argument: Der Preisanstieg werde schon nicht in Schwindel erregende Höhen gehen, denn die Papierhersteller würden sich sonst der Gefahr aussetzen, dass die Presse die Seitenzahl reduziert. "Le Monde", das Flaggschiff der französischen Zeitungen, hat eine solche Reaktion schon angekündigt. Bei den Produktionskosten für eine Tageszeitung schlägt der Faktor Papiereinkauf mit 8 bis 10% zu Buche, rechnete Les Echos vor. - jb | zurück zum Inhalt |
6. | Luzenac gliedert sich neu |
| Die französische Luzenac Group, ein führender Talkproduzent, hat zum 1. Januar die Geschäftseinheiten weltweit neu gegliedert in die Bereiche: Papier, Anstrichfarbe und Streichmasse, Polymere sowie Spezialitäten (einschließlich Keramik, Personal Care, Landwirtschaft & Lebensmittel sowie Abwasserbehandlung). Die Geschäftseinheiten mit ihren Vertriebs- und Entwicklungsabteilungen befinden sich in den regionalen Hauptzentralen in Toulouse, Denver und Singapur. Graham Whiteley ist zum Vice President der neuen weltweiten Geschäftseinheit Papier ernannt worden. Die Marktenwicklung in Europa obliegt Shrioal Sharma, für Nordamerika ist Peter Biza verantwortlich. Jean-Pierre Dorgigné ist für den Vertrieb in Europa und Gary Williams für den Vertrieb in Asien verantwortlich. Ein Vertriebsleiter für Nordamerika muss noch ernannt werden. | zurück zum Inhalt |
7. | Stora Enso kann operativen Gewinn in 2004 nicht halten |
| Der finnische Stora Enso-Konzern konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz leicht um 1,8% auf 12,396 Mrd. Euro steigern. Dabei fiel der operative Gewinn vor außerordentlichen Posten um 184,4 Mio. Euro auf 363,4 Mio. Euro. Hauptursache für den Gewinnrückgang waren Preisnachlässe bei den wichtigsten Produkten, die teilweise durch höhere Lieferungen kompensiert werden konnten. Einen hohen außerordentlichen Ertrag erzielte das Unternehmen aus der Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 240,5 Mio. Euro infolge der Neuordnung der Eigentumsverhältnisse am schwedischen Waldbesitz des Unternehmens sowie wegen einer Veränderung der finnischen Steuergesetzgebung. Aus diesen Sondereinflüssen resultiert, dass der Jahresüberschuss auf 739,7 Mio. Euro (i. Vj.: 137,9 Mio. Euro) stieg. Der durchschnittliche Personalstand bei Stora verringerte sich im Laufe des Jahres um 485 auf 34.779 Mitarbeiter. Produktbereiche Im Produktbereich Presse- und Katalogpapiere setzte das Unternehmen im abgelaufenen Jahr 4,343 Mrd. Euro (i. Vj.: 4,296 Mrd. Euro) um (vgl. Tabelle). Dabei fiel der operative Gewinn um 20 Mio. Euro auf 91,3 Mio. Euro. Deutlicher als der Umsatz stieg die ausgelieferte Menge auf 7,398 Mio. t (i. Vj.: 6,954 Mio. t). Insgesamt seien bei den von den Verlagen verwendeten Papieren in Europa Anzeichen für eine allgemeine Erholung feststellbar. Deshalb sollen 2005 Preiserhöhungen durchsetzbar sein. In Europa schränkte das Unternehmen marktbedingt seine Produktion um 52.000 t ein. In Nordamerika war dies nicht notwendig. Bei Feinpapieren lagen die Umsätze mit 3,173 Mrd. Euro leicht (- 24 Mio. Euro) unter dem Vorjahr. In diesem Bereich fiel der operative Gewinn drastisch um fast 90 Mio. Euro auf 64,3 Mio. Euro. Bei Feinpapier spricht Stora Enso in Europa weiterhin von einer guten Nachfrage. Die Lagerbestände der Produzenten seien leicht gestiegen, während die des Großhandels in den letzten drei Monaten des Jahres 2004 anhaltend niedrig waren. Bei weiterhin guter Nachfrage prognostiziert Stora Enso für gestrichene Feinpapiere im ersten Quartal ein stabiles Preisniveau, während die Preise für einige ungestrichene Sorten weiterhin unter Druck seien. Wegen der Akquisition des Großhandelsbetriebs Scaldia stiegen die Umsätze im Großhandelsbereich (Papyrus) auf 637,9 Mio. Euro (+ 6 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 11,2 Mio. Euro. Die Umsätze in dem Geschäftsbereich Verpackungskarton waren mit 2,771 Mrd. Euro (+ 10 Mio. Euro) kaum verändert. Der operative Gewinn fiel leicht um 15 Mio. Euro auf 277,6 Mio. Euro. Insgesamt sei die Nachfrage in diesem Bereich gut gewesen. Ausblick Der Vorstandsvorsitzende von Stora Enso, Jukka Härmälä, meinte zu den Aussichten: "Bei den vom Werbeaufkommen abhängigen Papiersorten wird in Europa weiterhin mit einer guten Nachfrage gerechnet. Es wird erwartet, dass nach Anbschluss der derzeit laufenden Verhandlungen die Preise für Zeitungsdruckpapier und Zeitschriftenpapier erhöht werden können. Bei den Feinpapieren wird mit einer guten Nachfrage gerechnet. Bei gestrichenen Feinpapieren werden die Preise voraussichtlich stabil bleiben, während bei den ungestrichenen Feinpapieren die Preise unter anderem aufgrund des verschärften Wettbewerbs und durch den geschwächten US-Dollar unter Druck stehen. Bei Verpackungskarton wird eine anhaltend stabile Nachfrage erwartet, und bei Consumer Boards und Hülsenkarton werden derzeit Preiserhöhungen durchgesetzt." Wie sich der heftige Sturm in Südschweden im Januar 2005 auf Stora Enso auswirkt, lasse sich zurzeit noch nicht abschätzen. Insgesamt rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr 2005 mit einem besseren Ergebnis als in 2004. | Stora Enso - Umsätze nach Produktbereichen | | (in Mio. Euro) | Jahr 2003 | Jahr 2004 | | Presse- u. Katalogpapiere | 4295,7 | 4343,3 | | Feinpapiere | 3197,7 | 3173,1 | | Großhändler | 627,6 | 637,9 | | Sonstige | - 281,3 | - 287,8 | | Unternehmensbereich Paper | 7839,7 | 7866,5 | | Unternehmensbereich Packaging Boards | 2761,6 | 2771,5 | | Holzprodukte | 1400,0 | 1566,8 | | Wood Supply Europe | 2074,3 | 2481,6 | | Sonstige | - 591,0 | - 891,5 | | Unternehmensbereich Forest Products | 2883,3 | 3156,9 | | Sonstige | - 1312,3 | - 1399,1 | | Insgesamt | 12.172,3 | 12.395,8 |
| Stora Enso - Betriebsergebnisse nach Produktbereichen ohne Abschreibungen auf Geschäftswert u. außerordentliche Posten | | (in Mio. Euro) | Jahr 2003 | Jahr 2004 | | Presse- u. Katalogpapiere | 111,1 | 91,3 | | Feinpapiere | 153,5 | 64,3 | | Großhändler | - 6,7 | 11,2 | | Unternehmensbereich Paper | 257,9 | 166,8 | | Unternehmensbereich Packaging Boards | 292,4 | 277,6 | | Holzprodukte | 26,5 | 34,7 | | Wood Supply Europe | 116,5 | 32,3 | | Unternehmensbereich Forest Products | 143,0 | 67,0 | | Sonstige Bereiche | - 51,5 | - 84,7 | | Abschreibung auf den Geschäftswert | - 116,0 | - 90,3 | | Betriebsergebnis vor außerordentlichen Posten | 525,8 | 336,4 | | Außerordentliche Posten | - 54,4 | 369,7 | | Betriebsergebnis (IAS) | 471,4 | 706,1 | | Finanzergebnis | - 237,7 | - 106,0 | | Assoziierte Unternehmen | - 23,0 | 38,9 |
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8. | Firmengruppe Streiff mit 2004 zufrieden |
| Anlässlich des fünften Neujahrsempfangs der Firmengruppe Streiff konnte Helmut Streiff nach eigener Einschätzung auf ein zufrieden stellendes Geschäftsjahr 2004 zurückblicken. Das erste Jahr in der neuen Zentrale brachte der Firmengruppe Streiff eine Umsatzsteigerung um 9% auf 117 Mio. Euro. Gliedert man die Aktivitäten des Unternehmens in den Bereich Verpackungen und Dienstleistungen auf, so nimmt der Verpackungsanteil mit 75,5 Mio. Euro, dargestellt durch Streiff & Helmold mit den Werken in Braunschweig und Halberstadt, Bretschneider, Neoplastik und Faubel, auch weiterhin den Hauptanteil ein. | Führungswecksel Bei Richard Bretschneider GmbH: Klaus-Jürgen Eggen (links) und Joachim Bretschneider. |
Bemerkenswert war im abgelaufenen Jahr die Verschmelzung der ehemaligen Akzidenzdruckerei RGG Print Medien auf das Faltschachtelwerk Bretschneider, um dadurch die Kapazitäten zu konzentrieren. In diesem Unternehmen fand zum Jahresende auch ein Führungwechsel in der Geschäftsleitung statt. Nach 16-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer ging Klaus-Jürgen Eggen in den wohlverdienten Ruhestand. Der Enkel des Firmengründers, Joachim Bretschneider, übernimmt seit Jahresanfang die Geschäftsführung. Die Gruppe beschäftigte im abgelaufenen Jahr 840 Mitarbeiter, darunter 66 Auszubildende, und hat insgesamt 7,5 Mio. Euro investiert. Das Jahr 2005 bringt als besondere Highlights das 150-jährige Jubiläum der Firma Faubel am 3. Juni sowie das 125-jährige Jubiläum von Streiff & Helmold am 1. Oktober. | zurück zum Inhalt |
9. | UPM mit deutlichem Gewinnsprung |
| Der finnische UPM-Konzern konnte im Jahr 2004 aufgrund von Sondereinflüssen seinen Nettogewinn auf 958 Mio. Euro (i. Vj.: 319 Mio. Euro) steigern. Dabei erhöhte sich der Umsatz leicht um 33 Mio. Euro auf 9,82 Mrd. Euro. Auch der operative Gewinn entwickelte sich mit 639 Mio. Euro (i. Vj.: 352 Mio. Euro) positiv. Mehr verdiente UPM operativ in den umsatzschwächeren Divisionen Holzprodukte und Verarbeitung. In die Verlustzone rutschte die Division Magazinpapiere. Bei Zeitungsdruckpapieren blieb, wenn auch nur ein kleiner, Verlust, und auch die große Division Fein- und Spezialpapier musste wie 2003 eine Gewinnverringerung hinnehmen. Deutlicher als der Umsatz stieg die ausgelieferte Papiermenge, sie lag bei 10,792 Mio. t (+ 4%). Zum Jahresende beschäftigte UPM 33.433 (i. Vj.: 34.482) Mitarbeiter. Die Personalverringerung resultiert im Wesentlichen aus Unternehmensverkäufen oder Werkschließungen. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 60 Mio. Euro (i. Vj.: 319 Mio. Euro). Im Zusammenhang mit verschiedenen anhängigen Kartellverfahren innerhalb der EU arbeitet UPM mit den EU-Wettbewerbsbehörden und den kanadischen Wettbewerbsbehörden zusammen. Dem Unternehmen wurde deshalb mitgeteilt, dass es im Zusammenhang mit bestimmten Informationen, die es offenlegte, eingeschränkte volle Immunität genießt. Das US-amerikanische Justizministerium, für Kartellfälle in den USA zuständig, hat bisher über die Immunität von UPM noch nicht entschieden. Einzelne Divisionen In der Division Magazinpapiere blieben die Umsätze im Jahr 2004 fast unverändert (vgl. Tabelle) bei einem operativen Verlust von 78 Mio. Euro (i. Vj.: Gewinn von 50 Mio. Euro). Die ausgelieferte Menge lag bei 4,94 Mio. t (i. Vj.: 4,822 Mio. t) und einer durchschnittlichen Kapazitätsausnutzung von 90% (+ 3%). Ursächlich für den Gewinnverfall seien geringere Preise in Europa, ein schwächerer US-Dollar und hohe Einmalkosten gewesen. Im zweiten Halbjahr litt der Gewinn außerdem unter Preissteigerungen bei Rohmaterialien wie z. B. Latex und höheren Energiepreisen. Bei Zeitungsdruckpapier stieg der Umsatz leicht, während sich der operative Verlust geringfügig verbesserte (vgl. Tabelle). Insgesamt bezeichnet UPM die Ertragssituation wie auch schon im Jahr 2003 als unbefriedigend. Der Preisverfall wird auch dadurch deutlich, dass die ausgelieferte Menge um 132.000 auf 2,719 Mio. t stieg, und sich die durchschnittliche Kapazitätsauslastung auf 95% (+ 5%) erhöhte. Bei Fein- und Spezialpapieren sanken die Preise. Trotz einer deutlichen Steigerung der Lieferungen um 7% auf 3,074 Mio. t stiegen die Umsätze nur um 1% auf 2,275 Mrd. Euro (vgl. Tabelle). Die höhere Kapazitätsauslastung von 91% (+ 3%) führte nicht zu einer Ergebnisverbesserung. UPM weist darauf hin, dass sich Preiserhöhungen, die zum Jahresende hätten realisiert werden sollen, nicht durchsetzen ließen. Immerhin verbuchte UPM in dieser Division mit 162 Mio. Euro (i. Vj.: 206 Mio. Euro) die höchsten Gewinne. Aussichten Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit weiter steigenden Liefermengen und einer verbesserten Gewinnsituation. Auch sei der Auftragseingang im Januar gut gewesen. Aktuell lägen die Verkaufspreise über dem Niveau zum Jahresende 2004, auch seien auf den Exportmärkten Preiserhöhungen gelungen. Bei Zeitungsdruckpapieren seien 10% höhere Preise durchgesetzt worden. Nach den Worten seines neuen Vorstandsvorsitzenden Jussi Pesonen wird das laufende Sparprogramm fortgesetzt. UPM werde etwas mehr als im vergangenen Jahr investieren, aber die Investitionssumme liegt weiterhin unter dem Abschreibungsvolumen, so Pesonen. | UPM - Umsatz und operativer Gewinn/Verlust | | Umsatz (in Mio. Euro) | 1-12/2004 | 1-12/2003 | 1-12/2002 | | Magazinpapiere | 3285 | 3280 | 3570 | | Zeitungsdruckpapiere | 1295 | 1273 | 1379 | | Fein- u. Spezialpapiere | 2275 | 2244 | 2446 | | Verarbeitung | 1409 | 1370 | 1539 | | Holzprodukte | 1486 | 1548 | 1487 | | Sonstige Geschäfte | 552 | 512 | 525 | | Interner Umsatz | - 482 | - 440 | - 529 | | Umsatz gesamt | 9820 | 9787 | 10.417 | Operativer Gewinn/Verlust | | Magazinpapiere | - 78 | 50 | 177 | | Zeitungsdruckpapiere | - 1 | - 8 | 121 | | Fein- u. Spezialpapiere | 162 | 206 | 355 | | Verarbeitung | 80 | 43 | 63 | | Holzprodukte | 107 | 21 | 32 | | Sonstige Geschäfte | 369 | 40 | 55 | | Operativer Gewinn gesamt | 639 | 352 | 803 |
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10. | Papierfabrik Niederauer mit Umsatzrückgang in 2003 |
| Wie aus einer Pflichtmitteilung bekannt wurde, setzte die Papierfabrik Niederauer Mühle GmbH, Düren-Niederau, im Jahr 2003 insgesamt 72,07 Mio. Euro (- 5,1%) um. Dabei erhöhte sich die abgesetzte Menge an Testliner und verschiedenen weißen Wellpappenrohpapieren auf 178.598 t (+ 6979 t). Der Jahresüberschuss in 2003 betrug 3,76 Mio. Euro (i. Vj.: 5,133 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2004 konnte das Unternehmen seine Produktion, die an den beiden Standorten Kreuzau und Niederau stattfindet, um 7625 t auf 93.863 t erhöhen. Der Umsatz fiel in diesem Zeitraum auf 35,16 Mio. Euro (- 2,69 Mio. Euro). Bei seiner Produktion setzt Niederauer Mühle im Wesentlichen auf weiße Papiere, die mehr als 80% der Produktion ausmachten. In Kreuzau produzierte das Unternehmen 102.739 t in Niederau 76.305 t. Im Jahr 2003 verwendete die Firma 6,3 Mio. Euro zur Instandsetzung bzw. Weiterentwicklung der beiden Papiermaschinen. Als zukünftige Ziele nennt das Unternehmen die Erschließung neuer geografischer Märkte, aber auch die Veränderung seiner Technologie, so dass ein Einsatz geringerwertiger Altpapiere möglich wird. | zurück zum Inhalt |
11. | Södra bei Aufräumarbeiten in den Forsten |
| Bis Ende Januar hat es der schwedische Södra-Konzern geschafft, 700.000m3 der durch den verheerenden Sturm Anfang Januar gefällten Bäume wegzuräumen. Mehr als 350 Forstmaschinen sind jetzt in Aktion, davon 150, die nicht Södra gehören. Weitere Unternehmer aus Schweden und anderen europäischen Ländern kommen hinzu. Dadurch verbessert sich die Holzschnittquote stetig. Insgesamt muss man sich um mehr als 40 Mio.m3 gefällter Bäume kümmern. Ziel ist es, dies bis zum Sommer 2006 zu schaffen. Eine Nasslagerung des Holzes begann vor kurzem in einem großen See in der nördlichen Region Südschwedens. Das erste Schiff mit gefälltem Zellstoffholz verließ Halmstad zum Södra-Zellstoffwerk Tofte. "Das Nadelholz, das wir nach Tofte bringen, wird durch die vom Sturm gefällten Bäume aus den Forsten in Südschweden ersetzt", erklärt Sten Holmberg, der Präsident von Södra Cell. | zurück zum Inhalt |
12. | UPM will Aktienoptionsprogramm für Führungskräfte |
| Auf der Hauptversammlung Ende März möchte der finnische UPM-Konzern ein Aktienoptionsprogramm für Führungskräfte von seinen Aktionären genehmigen lassen. Nach diesen Plänen sollen die Führungskräfte in den nächsten drei Jahren die Möglichkeit haben, insgesamt neun Millionen Aktien in drei Tranchen zu je drei Millionen zu zeichnen. Der Preis für die Option, eine der ersten drei Millionen Aktien zu zeichnen, ergibt sich aus dem durchschnittlichen Handelspreis der UPM-Aktie in Helsinki zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar 2005 zuzüglich eines Zuschlags von 10 Cent. Die beiden nächsten Tranchen über je drei Millionen Aktien in den Jahren 2006 und 2007 werden auf gleiche Weise ermittelt. Die im Jahr 2005 gezeichneten Aktienoptionen können zwischen dem 1. Oktober 2006 und dem 31. Oktober 2008 eingelöst werden. Bei den nachfolgenden Aktienoptionen gilt dies analog. Das Aktienkapital von UPM kann sich aufgrund dieser Maßnahme maximal um 5,3 Mio. Euro erhöhen. Außerdem beschäftigt sich die Hauptversammlung von UPM auf Antrag verschiedener Aktionäre mit Möglichkeiten einer strengeren Kontrolle des illegalen Holzeinschlags in Indonesien. Hintergrund des Antrags ist eine diesbezügliche Vereinbarung zwischen UPM und der Asia Pacific Ressources International Holding Ltd. (APRIL) auf der anderen Seite. | zurück zum Inhalt |
13. | M-real operativ im Jahr 2004 hoch in der Verlustzone |
| Der finnische M-real-Konzern schloss das Jahr 2004 mit einem hohen operativen Verlust von 74,7 Mio. Euro (i. Vj.: Gewinn von 73,8 Mio. Euro) ab. Dabei fiel der Umsatz auch aufgrund niedrigerer Preise und Währungsverschiebungen auf 5,46 Mrd. Euro (i. Vj.: 6,04 Mrd. Euro). Der konsolidierte Verlust vor den außerordentlichen Einnahmen lag bei 209 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 80,2 Mio. Euro). Aufgrund eines Buchgewinns in Höhe von 194 Mio. Euro durch den Verkauf seiner Metsä Tissue-Anteile gelang es M-real, den Nettoverlust auf 15,3 Mio. Euro zu begrenzen. Zu den betriebsbezogenen Einmalausgaben gehören Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Fa. Kemiart Liners in Höhe von 14,3 Mio. Euro, außerdem Sonderabschreibungen in Höhe von 8,4 Mio. Euro auf seine Flutingpapierfabrik Savon Sellu. Außerdem schrieb das Unternehmen 32 Mio. Euro des Wertes der Papierfabrik Zanders Reflex ab. Hinzu kommen Sonderausgaben in Höhe von 24 Mio. Euro in Verbindung mit einem Profitabilitätsverbesserungsprogramm bei Zanders Gohrsmühle und Reflex. Weitere 5,3 Mio. Euro gab M-real für die Restrukturierung der Papiergroßhändler Modo Merchants und James McNaughton Paper Group aus. Insgesamt lieferte M-real 1,155 Mio. t (i. Vj.: 1,007 Mio. t) Karton aus. Dabei lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung bei 89% (i. Vj.: 84%). Die Produktionseinschränkungen bei Karton betrugen nach Angaben des Unternehmens 82.000 t (i. Vj.: 163.000 t). Die ausgelieferte Papiermenge betrug 4,129 Mio. t (i. Vj.: 3,857 Mio. t) bei einer Kapazitätsausnutzung von 88% (i. Vj.: 83%). Insgesamt arbeiteten zum Jahresende bei M-real 15.960 Mitarbeiter (i. Vj.: 19636). Die Mitarbeiterzahl sank um 411, die restlichen 3260 Mitarbeiter gehörten zu verkauften Unternehmen. Im laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission wegen Preisabsprachen hat M-real die Anwaltskanzlei Herbert Smith beauftragt, auch interne Untersuchungen bei M-real anzustellen. Karton Im Geschäftsbereich Karton stieg der Umsatz deutlich um 8,7% auf 879,7 Mio. Euro bei einem stark verbesserten operativer Gewinn (vgl. Tabelle). Dabei gelang im vierten Quartal bei einem operativer Gewinn von 25,8 Mio. Euro ein hoffnungsvolles Ergebnis. Grafische Produkte und Spezialpapiere Bei grafischen Produkten und Spezialpapieren stieg der Umsatz leicht auf 2,378 Mrd. Euro (+ 1,3%) bei einem operativen Verlust von 90 Mio. Euro (vgl. Tabelle), der in wesentlichem Umfang Zanders-Betrieben zuzuschreiben sein dürfte. Insgesamt 56,2 Mio. Euro dieser 90 Mio. Euro sind Einmalausgaben. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der Papiermaschinen lag bei 88%, ihr Auftragsbestand lag Ende Dezember bei etwas über zwei Wochen. Büropapiere Im Bereich Büropapiere fiel der Umsatz, und diese Sparte rutschte in die Verlustzone (vgl. Tabelle). Ursächlich hierfür sei vor allem ein Preisverfall von durchschnittlich 9% gewesen. Insgesamt stieg die ausgelieferte Papiermenge in diesem Bereich um 7,7% auf 961.000 t. Papiergroßhandel Mit seinem Papiergroßhandel Map Merchant machte M-real in 2004 einen schmalen operativen Gewinn 4,7 Mio. Euro bei einem Umsatz von 1,37 Mrd. Euro (- 1,7%). Insgesamt war das vierte Quartal 2004 mit 2,9 Mio. Euro operativ wieder rot, was vor allem an den Restrukturierungskosten von Modo Merchants und James McNaughton Paper Group lag. Die ausgelieferte Menge stieg bei Map Merchant um 1,9% auf 1,308 Mio. t. Aussichten Der Vorstand von M-real rechnet damit, dass das Wachstum in Europa auf einem Niveau von ca. 2% liegt. Bei gestrichenen Feinpapieren und Magazinpapieren, aber auch bei Karton rechnet der Vorstand mit Preissteigerungen. Die Papiernachfrage soll weiterhin gut bleiben. | M-real - Umsatz und operativer Gewinn/Verlust (in Mio. Euro) | | Umsatz | Jahr 2004 | Jahr 2003 | | Karton | 879,7 | 809,0 | | Grafische Produkte u. Spezialpapiere | 2377,9 | 2348,0 | | Büropapiere | 670,0 | 682,9 | | Map Merchant Group | 1368,4 | 1392,6 | | Interner Umsatz und sonstige Geschäfte | 164,2 | 811,6 | | Konzern gesamt | 5460,3 | 6044,1 | Operativer Gewinn/Verlust | | Karton | 60,3 | 33,3 | | Grafische Produkte u. Spezialpapiere | - 90,0 | 24,3 | | Büropapiere | - 3,9 | 48,2 | | Map Merchant Group | 4,7 | 6,5 | | Sonstige Geschäfte | - 45,8 | - 38,5 | | Operativer Gewinn | - 74,7 | 73,8 | | % des Umsatzes | - 1,4 | 1,2 | | Währungsgewinne/-verluste (netto) | 12,5 | 20,7 | | Sonstige finanzielle Einnahmen u. Ausgaben | - 146,8 | - 174,7 | | Gewinn vor außerordentlichen Posten | - 209,0 | - 80,2 | | % des Umsatzes | - 3,8 | - 1,3 |
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I. | |
| Die Vertreter der Anteilseigner im zukünftigen Aufsichtsrat der Lanxess AG, Leverkusen, stehen fest. Neben Dr. Rolf Stomberg werden Dr. Friedrich Janssen, Dr. Jürgen F. Kammer, Robert Koehler, Rainer Laufs, Lutz Lingnau, Prof. h.c. Dr. Ulrich Middelmann und Dr. Sieghardt Rometsch künftig dem Gremium angehören. | zurück zum Inhalt |
II. | |
| Deutschland Die Fa. Deutsche Papier, Wuppertal, ist jetzt gemäß dem Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Die Überprüfung dieser vom FSC einheitlich angeforderten Kriterien wurde von einem unabhängigen Zertifizierer durchgeführt und die Konformalität mit den Richtlinien bestätigt. Der Augsburger Papiergroßhändler will so seine Position als umwelt- und rohstoffbewusstes Unternehmen betonen. Die Antalis GmbH, Köln, eröffnete am 1. Februar ihre 13. Niederlassung in Hamburg. Der Papiergroßhändler erweitert damit seine flächendeckende Präsenz in Deutschland. Die neue Niederlassung startete mit den beiden Geschäftsfeldern Print und Office. Die Büros und das Lager haben ihren Sitz im Hamburger Osten im Stadtteil Rahlstedt. Es ist in Hamburg gelungen, ein Team von Mitarbeitern aufzustellen, das sich bestens mit den lokalen Gegebenheiten auskennt. Geführt wird das Team von Dietmar Hapke, der seit 44 Jahren in der Papierbranche tätig ist. Er ist Regional Manager und soll für Antalis den Hamburger Markt erschließen. In der apr-Zeitung Nr. 2 vom 31. Januar 2005 berichtete die apr unter Punkt elf "130 Jahre Fa. Brangs + Heinrich" über das 130-jährige Jubiläum der Solinger Fa. Brangs + Heinrich. Es gibt eine namensgleiche Fa. Brangs + Heinrich in Stuttgart, die im letzten Jahr vom französischen Antalis-Konzern übernommen wurde. Diese beiden Firmen hat die apr verwechselt. Die Solinger Fa. Brangs + Heinrich gehört also nicht zur Fa. Antalis, sondern ist ein unabhängiges Familienunternehmen. Generell lässt sich hierzu sagen, dass Namensgleichheiten von Unternehmen mit unterschiedlichen Besitzern, die der gleichen Branche angehören, sehr ungewöhnlich sind und permanent zu Verwechslungen führen, insbesondere in der Publikumspresse. Die Deutsche Papier Vertriebs GmbH, Augsburg, stellt ihre Offset-Eigenmarken Kontakt Offset und Primus auf die Fabrikmarken UPM Fine bzw. UPM Fine SC um. UPM Fine gibt es in einer großen Auswahl an Lagerformaten im Grammaturbereich 60 bis 300 g/m2, bei UPM Fine SC liegen die Grammaturen zwischen 60 und 250 g/m2. Das britische Sappi-Werk Nash hat am 1. Februar 2005 den Verkauf für die Bundesrepublik Deutschland und Österreich der VPA Vereinte Papieragenturen GmbH in Sulzbach bei Frankfurt übertragen. Sappi Nash Mill fertigt in Hertfordshire nahe London ein breites Programm weißer und farbiger Feinpapiere und -kartons, darunter etablierte Mill-Brands wie Vanguard, Silken, Corxley u. a. Erklärtes Ziel der Maßnahme ist eine erhebliche Steigerung der Marktanteile von Sappi Nash Mill, insbesondere beim deutschen und österreichischen Feinpapiergroßhandel. Im Dezember 2004 ist die Favini Deutschland GmbH, Bergisch Gladbach, gegründet worden. Neuer alleiniger Geschäftsführer der GmbH ist Kai Optenhögel. Sie wird in den Räumen der Handesvertretung Optenhögel arbeiten. Dazu Paul Hustinx, Regional Sales Manager bei Favini: "Die Gründung eines deutschen Büros eröffnet uns nicht nur die Erschließung neuer Kundenkreise, vor allem gibt es uns auch mehr Möglichkeiten, unsere bestehenden Verbindungen zu pflegen und auszubauen. Mit dieser Präsenz vor Ort können wir unseren Kunden gezieltere Leistungen bieten und ihren Wünschen im Hinblick auf Service und Unterstützung besser gerecht werden." Die IMG-Gruppe, Remscheid, hat ihre Restrukturierung für die europäischen Standorte nahezu abgeschlossen. Zentrale für Europa und Afrika ist die neue IMG Klett GmbH, die die Alfred Klett KG in ihrer Funktion abgelöst hat. Die IMG Klett GmbH hat ab sofort die Leitung über die Standorte in England, Schweiz, Spanien, Tschechien, Schweden und Südafrika übernommen. Geschäftsführer der IMG Klett GmbH sind Manfred Pszak sowie Detlef Hulverscheidt jun. Die Ausrichtung soll künftig noch stärker auf preis-leistungsorientierten Produkten liegen, die insbesondere im Flachbett-, Boxmaker- und high graphic-Flexobereich liegen. Schweden Die schwedische Fa. Billerud führt eine neue gestrichene Linersorte bei Wellpappenrohpapieren ein. Das neue im Werk Gruvön produzierte Produkt wird mit einem Flächengewicht von 95 g/m2 angeboten. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Bert Östlund steigt die Nachfrage nach niedergrammigen Papieren mit sehr guter Bedruckbarkeit. Das neue Produkt ergänzt die Sorten Billerud White Liner und Billerud Bright Liner. | zurück zum Inhalt |
III. | |
| Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (128. Jahrgang) | Monatlich 4 Ausgaben (2 x Magazin und 2 x PAPIER-ZEITUNG per E-Mail). Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch. | Bankkonto: | Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. | Versandort: | Frankfurt am Main D1096 |
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IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 05/05erscheint am 07.03.2005 Anzeigenschluß: 21.02.2005 aus dem Inhalt: | | FLEXODRUCK | | - | Vorberichte zur Messe FLEXO 15.-17.03.2005, Birmingham |
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