Allgemeine Papier-Rundschau
129. Jahrgang

28. Februar 2005

Erscheint 2 x im Monat

INHALT
1.
HPV setzt Verhandlungen mit ver.di aus
2.
Druckarbeitgeber streben konstruktive Tarifverhandlungen an
3.
Schwarza-PM 1 von Adolf Jass läuft problemlos an
4.
Prowell mit neuem Wellpappenformatwerk in Schüttorf
5.
Nordson erwirbt Leimauftrags-Systeme GmbH
6.
Stora Enso bezahlt 18 Mio. Euro für Papeteries de France
7.
Antalis übernimmt Schweizer Thalo Papier
8.
Müller-Gruppe baut Wellpappenverarbeitungswerk bei Landau
9.
Mercer kauft Zellstoffwerk Celgar endgültig
10.
Kanadische Forstindustrie möchte Luftverschmutzung reduzieren
11.
Global Packaging Alliance mit Wachstum
12.International Paper rutscht in die Verlustzone
13.Küsters mit deutlichem Wachstumsschub in 2004 - Küsters ist offen für neuen Partner
14.Cham Paper mit leichter Umsatzsteigerung
15.Felix Schoeller Technical Papers Inc. schließt zwei Produktionslinien
16.M-real verkauft seine Forste
17.Druckereien sollen steigende Papierpreise weitergeben
18.Södra mit Mengenentwicklung in 2004 zufrieden
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Insolvenzverwalter bei Kübler & Niethammer optimistisch


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.
V.
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr PAPIER-ZEITUNG

Probeheft
Abonnement

1.
HPV setzt Verhandlungen mit ver.di aus

Die Tarifverhandlungen über den vom Hauptverband der Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV), Frankfurt, gekündigten Manteltarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer wurden mit der Gewerkschaft ver.di am 14. Februar 2005 in Frankfurt am Main in vierter Runde fortgesetzt. Der HPV hat gefordert, den Betrieben mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen, insbesondere der Arbeitszeit, zu geben. Bei Erfüllung der Forderungen blieben sowohl die 35-Stundenwoche als auch die Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt mehr als 160% eines tariflichen Monatslohnes grundsätzlich erhalten, allerdings würde der Samstag wieder ein normaler Arbeitstag. ver.di lehnt sämtliche Forderungen kompromisslos und ohne Aussicht auf Entgegenkommen ab. Demgegenüber sollen unter anderem die Rechte der Betriebsräte und der Arbeitnehmer gestärkt werden, betriebsbedingte Kündigungen erst zulässig sein, nachdem mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung abgeschlossen wurde, und Zuschläge jeglicher Art sollen auf Wunsch der Arbeitnehmer in Freizeit gewährt werden müssen. Bei diesem Stand der Verhandlungen fehlt es nach Einschätzung des HPV an Verhandlungsmaterie für weitere Verhandlungen. Die Arbeitgeberseite erklärte daraufhin das Aussetzen der Verhandlungen.

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Insolvenzverwalter bei Kübler & Niethammer optimistisch

Mit Beschluss vom 21. Februar 2005 hat das Amtsgericht Chemnitz das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG (K & N) "eröffnet" und den bisherigen, vorläufigen Verwalter Dr. C. Junker, Dresden, zum endgültigen Verwalter ernannt.

Wie Junker auf Anfrage mitteilte, wird der Geschäftsbetrieb der K & N auch in dem eröffneten Verfahren in vollem Umfang aufrechterhalten bleiben. Die Auftragslage sei bei einem mehrmonatigen Vorlauf ausgesprochen gut. Es lägen sogar schon nennenswerte Kundenanfragen bis Jahresende vor. Deshalb bestehe absehbar auch keinerlei Gefahr fehlender Auslastung der nach wie vor rund 120-köpfigen Belegschaft.

Auf die Zukunft des Unternehmens angesprochen, zeigte sich Junker überzeugt, dass es im Rahmen des eröffneten Insolvenzverfahrens gelingen werde, die K & N am Markt zu erhalten. Er habe - so Junker wörtlich - "bereits keine ernsthaften Zweifel mehr" am dauerhaften Fortbestand dieser traditionsreichen Produktionsstätte.

Bis zur endgültigen Rettung der K & N und dem Abschluss des Insolvenzverfahrens werde aber - so Junker weiter - noch einiges Wasser die Zschopau hinunterfließen. Als denkbaren Endpunkt seiner Bemühungen nannte er das vierte Quartal 2005.

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2.
Druckarbeitgeber streben konstruktive Tarifverhandlungen an

Nach mehreren krisenhaften Jahren in der Druckindustrie fordert der Bundesverband Druck und Medien (bvdm), Wiesbaden, von der Gewerkschaft ver.di eine dauerhafte Kostenentlastung und mehr Flexibilität für die Betriebe. "Dies kann nur in Verbindung mit deutlichen Erleichterungen im Manteltarifvertrag geschehen", so Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer des bvdm in Wiesbaden. Dieser entspreche mit seinen zahlreichen Bestimmungen und Vorschriften längst nicht mehr den Anforderungen der modernen und technologisch weit entwickelten Druckindustrie. Hinzu kämen hohe Zuschläge und eine Vielzahl von Extrazahlungen und Sonderfreizeiten auf der einen Seite und die niedrige Wochenarbeitszeit von 35 Stunden auf der anderen Seite, die sich zusammen negativ auf die Leistungsfähigkeit der Betriebe auswirkt. Bei den diesjährigen Verhandlungen stehe zum ersten Mal der Flächentarifvertrag für die knapp 200.000 Beschäftigten in der Druckindustrie auf dem Spiel.

Die Arbeitgeber wollen angesichts des bereits abgelaufenen Tarifvertrages so schnell wie möglichst zu Ergebnissen kommen. Der bvdm strebt bei den Verhandlungen um Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Druckindustrie ein Gesamtpaket an, dass vor allem dazu dienen soll, Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern sowie die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Betriebe deutlich zu steigern. Ohne eine Reform des Manteltarifvertrages werde dies nicht möglich sein.


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3.
Schwarza-PM 1 von Adolf Jass läuft problemlos an

Die Fuldaer Papierfabrik Adolf Jass hat am 12. Februar 2005 auf ihrer neuen Papiermaschine "Schwarza PM 1" im thüringischen Rudolstadt/Schwarza das erste Papier produziert. Die von der Fa. Voith gelieferte Produktionsanlage ging damit zwei Wochen früher als geplant erfolgreich in Betrieb. Es wurde sofort verkaufsfähiges Papier hergestellt. Mit einer Geschwindigkeit von 1105 m/min hat die "Schwarza PM 1" einen neuen Weltrekord für das Anfahren von Papiermaschinen zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren aufgestellt. Mit der "Schwarza PM 1", die für leichtgewichtige Papiere für Wellpappenverpackungen konzipiert ist, wird sich die Kapazität der Papierfabrik Adolf Jass auf 850.000 jato Wellpappenrohpapiere erhöhen.

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4.
Prowell mit neuem Wellpappenformatwerk in Schüttorf

Die Prowell GmbH, Offenbach an der Queich, hat Mitte Februar den Spatenstich für ein neues Wellpappenformatwerk in Schüttorf (Niedersachsen) gelegt. Dort entsteht auf der grünen Wiese in der Nähe der holländischen Grenze ein Wellpappenformatwerk mit einer Jahreskapazität von 140.000 t. Das Grundstück hat eine Größe von 130.000 m2, die Gebäude sollen eine Fläche von 30.000 m2 einnehmen. Die geplante Wellpappenanlage wird eine Arbeitsbreite von 3,30 m besitzen und soll 400 m/min laufen.

Die Jahreskapazität der Prowell-Gruppe erhöht sich mit dem neuen Werk auf 585.000 t Wellpappenformate. Prowell betreibt in Offenbach an der Queich, in Burg, in Douvrin (Frankreich) und in Rokycany (Tschechien) bereits Wellpappenformatwerke. Im Jahr 2004 produzierte Prowell nach eigenen Angaben 361.000 t Wellpappenformate bei einem Umsatz von 283 Mio. Euro und beschäftigte 525 Mitarbeiter.


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5.
Nordson erwirbt Leimauftrags-Systeme GmbH

Die Nordson Corporation hat mit der Baumer Group einen Vertrag zum Kauf der hhs Leimauftrags-Systeme GmbH (hhs), Krefeld, einem Hersteller von Kaltleim- und Hotmelt-Klebstoffdosiertechnologie und Qualitätskontrollsystemen für die Druckindustrie, die Papier und Karton verarbeitende Industrie und die Holzindustrie, unterzeichnet. Die Akquisition hängt noch von der Überprüfung durch die deutschen Kartellbehörden ab. Der Kaufpreis und andere Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Fa. hhs beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter und setzt jährlich 32 Mio. US-$ um. "Der Kauf von hhs ergänzt die Strategie von Nordson, Technologien und die eigenen Möglichkeiten auszubauen, neue Märkte und Anwendungsbereiche zu bedienen", erklärte Edwar P. Campbell, der Präsident und Vorstandsvorsitzende von Nordson.

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6.
Stora Enso bezahlt 18 Mio. Euro für Papeteries de France

Der finnische Stora Enso-Konzern wird den französischen Papiergroßhändler Papeteries de France (PdF) von International Paper für ca. 18 Mio. Euro auf schuldensfreier Basis übernehmen. Beide Unternehmen haben nun eine diesbezügliche verbindliche Vereinbarung unterzeichnet. Die derzeit bei den Regulierungsbehörden zur Bearbeitung und Genehmigung vorliegende Transaktion wird voraussichtlich Ende März 2005 abgeschlossen sein. PdF wird zur Großhändlerdivision Papyrus gehören und deren Präsenz in Frankreich und Westeuropa stärken.

Nach der Akquisition wird Papyrus mit einem Jahresumsatz von rund 260 Mio. Euro und 345 Mitarbeitern der zweitgrößte Papiergroßhändler in Frankreich sein. Das jährliche Verkaufsvolumen in Frankreich beträgt rund 260.000 t Feinpapier.

"Das Großhandelsgeschäft Papyrus ist eine wichtige Schnittstelle in Stora Ensos Wertschöpfungskette, die das Unternehmen einen Schritt näher an die Kunden bringt. Papyrus gewährt uns wichtige Einblicke in die Geschäftstätigkeit unserer Kunden und hilft uns dabei, die Anforderungen der Endkunden besser zu verstehen", so Kai Korhonen, Senior Executive Vice President, Stora Enso Paper.

"Papyrus will in den Märkten und Segmenten, in denen es operiert, ein führender Marktteilnehmer werden. Die Akquisition wird uns sicher bei der Umsetzung dieses Ziels in Frankreich und damit in Westeuropa helfen. Wir sind der Auffassung, dass wir durch eine stärkere Position unsere Kunden besser bedienen und größere Gewinne erwirtschaften können", erklärt Mats Nordlander, Präsident von Papyrus.


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7.
Antalis übernimmt Schweizer Thalo Papier

Mit der Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Schweizer Fa. Thalo Papier, Adliswil, zum 1. Januar 2005 ergänzt die Fa. Antalis Schweiz ihr Angebot an Spezialpapieren mit einem hochwertigen Sortiment an Fein- und Künstlerpapieren für anspruchsvolle Anwender. Das Papierlager der Thalo Papier wird zurzeit schrittweise von Adliswil nach Lupfig übersiedelt. Die Marke "Thalo" wird in den Unternehmensauftritt von Antalis Schweiz integriert. Das 50 Jahre alte Familienunternehmen Thalo Papier genießt in Fachkreisen - Künstler, Gestalter, Buchbinder, Werbeagenturen, Kartenverlage, Papeterien, Kunstschulen, Druckereien - einen ausgezeichneten Ruf als Anbieter hochwertiger Spezialpapiere. Sein Angebot umfasst über 1000 edle, ausgesuchte Produkte, vom traditionellen Büttenpapier bis hin zum trendigen Designerbogen. Das Unternehmen erzielt im Jahr 2004 einen Umsatz von 1,5 Mio. sfr. und betreut rund 5000, vorwiegend in der Deutschschweiz angesiedelte Kunden. Es ist die perfekte Ergänzung des Antalis-Sortimentes. Zum Übernahmepreis machte Antalis keine Angaben.

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8.
Müller-Gruppe baut Wellpappenverarbeitungswerk bei Landau

Die zur Firmengruppe Müller-Verpackungen, Eppishausen, gehörende TRICOR GmbH & Co. KG, Offenbach an der Queich, hat Anfang Februar mit dem Bau eines neuen Werks zur Wellpappenbogenverarbeitung begonnen. Dies ist das dritte Wellpappenverarbeitungswerk der Gruppe, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 72 Mio. Euro erzielte. Mit diesem Projekt investiert die Firmengruppe in ein Unternehmen, das sich insbesondere auf den Absatz von Chemie- und großflächigen Industrieverpackungen konzentriert. In das Konzept in Offenbach sind die Erfahrungen eingeflossen, die beim Schwesterwerk der TRICOR in Burg bei Berlin seit 1998 gewonnen werden konnten. Laut Geschäftsführer Martin Müller ist dies eine reine Wachstumsinvestition - es wird also dadurch keine andere Anlage ersetzt.

Müller investiert in das neue Unternehmen ca. 17 Mio. Euro. Die Verarbeitungskapazität liegt bei 25.000 t Wellpappe pro Jahr. Es entstehen so 25 Arbeitsplätze in der reinen Produktion. Darüber hinaus werden bei Vollausbau ca. 40 bis 45 Arbeitsplätze in der externen Logistikdienstleistung geschaffen. Im Gegensatz zu vielen anderen Investitionen fließen für diesen neuen Betrieb keinerlei Subventionen oder Zuschüsse.

Mit diesem bereits in Burg äußerst erfolgreich umgesetzten Konzept verbinden sich laut Müller neben der hochproduktiven Herstellung der Waren auch enorme Umwelteffekte. Beide Werke befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Wellpappenbogenproduktion von Werken der Heindl-Gruppe (Prowell). Mit Pro-Papier existiert in Burg außerdem ein Wellpappenrohpapier-Hersteller. Im Zusammenspiel dieser Spezialisten entlang der Supply Chain komme ein enorm leistungsfähiges weiteres Standbein hinzu. Diese Überlegungen hätten die Standortwahl entscheidend mit beeinflusst.


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9.
Mercer kauft Zellstoffwerk Celgar endgültig

Die Mercer International Inc. hat die Akquisition des NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft)-Zellstoffwerks der kanadischen Fa. Celgar endgültig gekauft. Der Kaufpreis liegt bei ca. 210 Mio. US-$ plus einem Betrag für das Betriebskapital. 170 Mio. US-$ des Kaufpreises wurden in bar bezahlt und 40 Mio. US-$ in Mercer Aktien, die zum Preis von 9,50 US-$ pro Aktie ausgegeben wurden. Durch den Kauf wird Mercer zu einem der weltweit größten NBSK-Marktzellstoffhersteller mit einer Produktionskapazität von jährlich ca. 1,3 Mio. t NBSK-Zellstoff. Mitte Februar 2005 schloss Mercer den Verkauf von 9,25% ungesicherter Senior-Schuldscheinen für 310 Mio. US-$, die im Jahr 2013 fällig sind, und von 9.416.196 Mercer-Aktien zum Preis von 8,50 US-$ je Aktie ab. Durch diesen Verkauf ergibt sich abzüglich Kommissionen und Zinsen ein Eigenkapital von rund 300 Mio. US-$ bzw. 75 Mio. US-$.

Das Unternehmen verwendete dieses Eigenkapital, um einen Teil des Kaufpreises für das Celgar-Zellstoffwerk und sein Betriebskapital in bar zu bezahlen, die Bankschulden seiner Zellstofffabrik Rosenthal zurückzuzahlen und als Betriebskapital. Außerdem zahlte Mercer Mitte Februar Kredite über 30 Mio. US-$ für das Celgar-Zellstoffwerk bzw. 40 Mio. US-$ für die Zellstofffabrik Rosenthal zurück.


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10.
Kanadische Forstindustrie möchte Luftverschmutzung reduzieren

Die kanadischen Zellstoff- und Papierunternehmen haben Anfang Februar 2005 in Zusammenarbeit mit den Regierungen und Umweltgruppen ein ständiges Forum eingerichtet, um die Luftverschmutzung ihrer Fabriken zu reduzieren. Sie werden eine Zehnjahresagenda ausarbeiten, um die Luftqualität zu verbessern, vor allem für die 350 kleinen Gemeinden im Land, für die die Zellstoff- und Papierfabrik ein wichtiger Arbeitgeber ist.

Avrim Lazar, der Präsident des kanadischen Forstverbandes, bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass es für die vielen aufgrund von niedrigen Preisen und dem hohen kanadischen Dollar in Schwierigkeiten befindlichen Forstfirmen kein guter Zeitpunkt ist, in Ausrüstung zu investieren, durch die die Luftverschmutzung reduziert wird. Er sagte aber auch, dass die Ziele langfristig sind, und die Ausgaben über Jahre hinweg gestreut werden. "Wir hatten keine Wahl zwischen sauberer Luft und den Arbeitsplätzen. Wir müssen einen Weg finden, im Bereich Umwelt kontinuierlich Fortschritte zu machen und trotzdem unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten."

Das erste Treffen des Forums fand Anfang Februar zu Beginn der jährlichen Tagung der Zellstoff- und Papierindustrie statt. Die Verpflichtungen, die viele Länder wie auch Kanada unter dem Kyoto-Protokoll eingegangen sind, um die Emissionen zu reduzieren, traten gesetzlich am 16. Februar in Kraft.

Beatrice Olivastri, Vorstandsvorsitzende der Friends of the Earth Canada und Mitglied des Forums, wies auf den Smogalarm für Städte wie Montreal und Ottawa Anfang Februar hin und dass es wichtig sei, die Luftqualität in Gemeinden zu verbessern, die von Holz-, Zellstoff- und Papierfabriken abhängig sind. Lazar wies darauf hin, dass die Regierung Geld zur Verfügung stellt, um den Firmen zu helfen, die Kyoto-Ziele zu erreichen. Realistischer sei es jedoch, beschleunigte Kapitalabschreibungen für Ausrüstung zu erhalten, die gekauft wurde, um die Greenhouse-Emissionen zu reduzieren.

Russ Horner, der Vorstandsvorsitzende von Norske Skog Canada, Vancouver, sagte, dass Umweltinitiativen oft durch komplexe Verordnungen und Gesetze beeinträchtigt würden. "Wenn die Anstrengungen, die wir unternehmen müssen, um mit den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen klarzukommen, in die Lösung der Probleme gingen, dann wären wir schon ein ganzes Stück weiter", so Horner. "Vereinfachung und Konzentration ist sehr wichtig für uns." Laut Lazar reduzierte die Forstindustrie zwischen 1999 und 2002 die Greenhouse-Gasemissionen um 28%, indem fossile Brennstoffe durch Biomasse-Holzabfall ersetzt wurden.


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11.
Global Packaging Alliance mit Wachstum

Die Global Packaging Alliance (GPA) erzielte im vergangenen Jahr 2004 ein weiteres Wachstum von 12,5% und setzte 295 Mio. US-$ (i. Vj.: 261 Mio. US-$) um. Ende Januar 2005 fand das Jahrestreffen der Allianz in Indien statt. Hans-Christian Bestehorn, Allianzpräsident und Sprecher der Geschäftsführung des deutschen GPA-Mitglieds Rob. Leunis & Chapman-Gruppe (Hannover, Berlin, Posen), führte das Gruppenwachstum nicht allein auf die Aufnahme eines neuen Mitgliedsunternehmens zurück, sondern auch auf die Dynamik der strategisch ausgewählten Standorte.

Ende Januar 2005 fand das Jahrestreffen der Global Packaging Alliance in Indien statt. Hans-Christian Bestehorn (hintere Reihe links), Allianzpräsident und Sprecher der Geschäftsführung des deutschen GPA-Mitglieds Rob. Leunis & Chapman-Gruppe: "Der strategische Ansatz der GPA, weltweit nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben Verpackungen und Packaging Services für unsere Kunden der globalen Markenindustrie zu realisieren, wird weiter forciert."

Die GPA ist ein Zusammenschluss von sieben mittelständischen Faltschachtelherstellern in Deutschland, den USA, Russland, Brasilien, Mexiko, Australien und China mit Hongkong. "Der strategische Ansatz der GPA, weltweit nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben Verpackungen und Packaging Service für unsere Kunden der globalen Markenindustrie zu realisieren, wird weiter forciert", sagte Bestehorn. Dabei folgt die GPA ihren Kunden in neue Märkte. Kunden wie Procter & Gamble, Baiersdorf oder L'Oréal profitieren von der globalen Struktur der Alliance vor allem hinsichtlich der für den Wettbewerb entscheidenden Faktoren "time to market", Kontinuität und Qualität. So sind vor allem bei weltweiten Produktlaunches die Leistungen der GPA gefragt.

Nach der Aufnahme eines mexikanischen Verpackungsherstellers in die Allianz im vergangenen Jahr plant die GPA auch in 2005 eine Erweiterung. Diesmal steht der strategisch bedeutsame Markt Indien im Fokus.


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12.
International Paper rutscht in die Verlustzone

Der US-amerikanische International Paper-Konzern (IP), Stamford, erzielte im abgelaufenen Jahr Umsätze von über 25,5 Mrd. US-$ (i. Vj.: 24 Mrd. US-$) und erwirtschaftete dabei einen Nettoverlust von 35 Mio. US-$ (i. Vj.: Gewinn von 302 Mio. US-$). Dabei entwickelte sich der Gewinn aus den laufenden Geschäften nach Steuern mit 478 Mio. US-$ (i. Vj.: 294 Mio. US-$) durchaus positiv. Belastend wirkte sich für IP vor allem die Tatsache aus, dass abgestoßene Unternehmen bzw. eingestellte Geschäfte einen Verlust von insgesamt 513 Mio. US-$ erbrachten, und das Unternehmen deshalb Verluste ausweisen muss.

Die operativen Gewinne der verschiedenen Segmente des Konzerns wie auch die Umsätze entwickelten sich überall positiv (vgl. Tabelle). Der Vorstandsvorsitzende von IP, John Faraci, erläuterte, dass im Jahr 2004 die Geschäftssituation gut war, die Mengen stiegen, und die Durchschnittspreise sich verbesserten. Trotzdem seien die Margen und der Gewinn durch dramatische Kostenschübe bei den Rohmaterialien geprägt gewesen. Im laufenden Jahr sieht Faraci eine verbesserte Nachfrage. Bei gestrichenen Papieren seien Preiserhöhungen realisiert worden, ebenso bei einigen Schreibpapieren, gebleichtem Karton und Zellstoff. IP möchte im laufenden Jahr weiterhin Schulden zurückbezahlen. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr verschiedene Wälder in Weldwood (Kanada), Maine und New Hampshire verkaufte, nutzte es nun aus diesen erzielten Geldern 1,3 Mrd. US-$ zur Schuldenreduktion.

International Paper - Umsatz und Gewinn (in Mio. US-$)
UmsatzQ4/2004Q4/2003Jahr 2004Jahr 2003
Druckpapiere1975180076357245
Industrie- u. Verbraucherverpackungen1990171574706670
Distribution1550147060655860
Forstprodukte57064023952390
Carter Holt Harvey58551521901820
Sonstige Geschäfte26027511201235
Minus interner Umsatz(343)(281)(1343)(1265)
Gesamtumsatz6587613425.53223.955

Gewinn
Druckpapiere19665579460
Industrie- u. Verbraucherverpackungen170111543451
Distribution22188780
Forstprodukte176218793720
Carter Holt Harvey1284738
Sonstige Geschäfte793823
Operativer Gewinn58342920871772
Gewinn vor Einkommenssteuer u. Minoritätsbeteiligung2087746292

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13.
Küsters mit deutlichem Wachstumsschub in 2004 - Küsters ist offen für neuen Partner

Die Krefelder Unternehmensgruppe Küsters erhöhte auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen im Jahr 2004 ihren Auftragseingang um 40% auf nunmehr 151 Mio. Euro. Der Umsatz legte mit 113 Mio. Euro um 11% zu und wird angesichts eines nahezu verdoppelten Auftragsbestandes per 31.12.2004 von 78 Mio. Euro im laufenden Jahr weiter ansteigen. Auch das positive Geschäftsergebnis konnte 2004 trotz teilweise drastischer Verteuerungen auf der Materialseite gesteigert werden. Genaue Zahlen nennt das Unternehmen nicht.

Um seine Wettbewerbsposition weiter zu stärken und zusätzliche Wachstumsperspektiven zu eröffnen, haben sich die Familiengesellschafter entschlossen, die Tür für einen neuen Partner zu öffnen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Küsters-Maschinen und -Anlagen besonders in Asien starken Absatz gefunden. Dr. Erich W. Bröker, Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens, erklärte dazu: "2004 war unser Asienjahr. Hier konnten wir an der globalen Verlagerung der Märkte teilhaben und unsere selbst gesteckten Ziele mit einer Auftragseingangssteigerung von 51% noch übertreffen." Vor allem in China verfügt Küsters aufgrund der dort besonders geschätzten Technologie und Produktqualität über eine starke Position. Die Kundennähe konnte mit der seit 2003 bestehenden Tochtergesellschaft Kuesters Shanghai deutlich ausgebaut werden.

Aufgrund zahlreicher Alleinstellungsmerkmale konnte der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Nonwoven (Verfestigung und Veredlung von Vliesstoffen) im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29% verbessert werden, wobei hier die angestammten Märkte in Europa und USA nach wie vor dominieren.

Geschäftsbereich Paper
Dies gilt auch für den Küsters-Geschäftsbereich Paper (Walzen- und Kalandersysteme sowie Nasspressen), der mit einer Auftragseingangssteigerung von 58% zum Gesamtwachstum beitrug. Highlight ist hier ein 2x5-Walzen-Prosoft-Kalander für den Stora Enso-Konzern, der zurzeit in Finnland in Betrieb genommen wird.

Wachstumsdynamik erfährt das Unternehmen aber auch durch erfolgreiche Geschäfte in Pakistan und Indien. Die dortige Textilindustrie setzte bei ihren Investitionen häufig auf die Küsters-Produkte, die angesichts der strengen Qualitätsprüfungen der großen Textilimporteure aus Europa und USA Gewähr für eine einwandfreie Textilveredlung sind. Angesichts einer boomenden Wirtschaft in Indien erweist es sich als großer Vorteil, über eine eigene Produktionsstätte in diesem Land zu verfügen. Dr. Bröker: "Die Bemühungen zur Verbesserung des Liefer- und Qualitätsstandards unserer indischen Tochtergesellschaft zahlen sich nun voll aus".

In Nordamerika konnte das Geschäftsvolumen in 2004 trotz des "teuren Euros" um 22% gesteigert werden. Grund war vor allem der gute Geschäftsverlauf der Küsters Corporation, Spartanburg, South Carolina.

Größere Wachstumschancen mit neuem Partner
Auch wenn sich das Unternehmen auf einem soliden Wachstumspfad bewegt, sieht man bei Küsters noch größere Geschäftschancen, die man mit einem neuen Partner realisieren will. Dr. Bröker: "Wir haben eine Vielzahl von Innovationsideen, in deren Umsetzung wir zügig investieren wollen. Nur durch den entschlossenen Ausbau unserer Technologieführerschaft und weltweiten Marktdurchdringung werden wir unsere Strategie des profitablen Wachstums erfolgreich verfolgen können." Angesichts der anspruchsvollen Zielsetzung sowie der großen Herausforderungen des verschärften weltweiten Wettbewerbs sind die Möglichkeiten eines Familienunternehmens begrenzt. Deshalb will Küsters mit einem neuen Partner die erfolgreiche Geschichte der Firma fortschreiben und in eine neue Größenordnung vorstoßen. Dr. Bröker: "Die Globalisierung ist kein Sonntagsspaziergang. Wer hier gewinnen will, muss bereit sein, neue Wege zu beschreiten. Dafür hat Küsters immer gestanden und wird es auch in Zukunft tun."


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14.
Cham Paper mit leichter Umsatzsteigerung

Im fortgeführten Geschäft der Industrieholding Cham ( IC ), den Bereichen Spezialpapier und Immobilien, liegt der Umsatz auf der Basis vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 bei 437,0 sfr. (i. Vj.: 429,1 Mio. sfr.). Im Wesentlichen bestehen die Umsätze der IC nur noch aus dem Bereich Papier.

Die Cham Paper Group erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 423,5 Mio. sfr. (i. Vj.: 416.3 Mio. sfr.). In den strategischen Produktgruppen Papiere für flexible Verpackungen, Haftverbundpapiere und technische Papiere wuchs das Geschäft um 4,2%. Trotz dieser positiven Umsatzentwicklung konnten die eigenen Erwartungen im vierten Quartal nicht vollständig erfüllt werden: Eine unerwartete Nachfrageschwäche bei einigen hochwertigen Papiersorten und ein generell starker Preiskampf belasteten die Betriebsgewinnmarge. Genauere Angaben zur Ertragssituation will das Unternehmen später machen,

Zu dem Hersteller von hochwertigen Spezialpapieren gehören fünf Papierfabriken in drei Ländern, in der Schweiz, in Italien und in Norwegen mit einer Jahreskapazität von insgesamt 260.000 t Spezialrohpapier für flexible Verpackungen, Haftverbund, Etiketten und verschiedene technisch-industrielle Applikationen.


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15.
Felix Schoeller Technical Papers Inc. schließt zwei Produktionslinien

Die nordamerikanische Tochter der deutschen Felix Schoeller Holding, Osnabrück, wird bis Ende April 2005 zwei ihrer Produktionsanlagen in Pulaski, New York, schließen. Trotz dieser Maßnahmen bleibt der Standort der Felix Schoeller Technical Papers Inc. erhalten, um den nordamerikanischen Kunden weiterhin als Marketing- und Vertriebscenter und zukünftig auch als Distributions- und Logistikcenter zu dienen.

Richard Paterson-Jones, CEO von FSTP, betonte in seiner Erklärung gegenüber den Angestellten und der örtlichen Presse, dass dem Unternehmen diese Entscheidung äußerst schwer gefallen sei, und sie in keiner Weise den Einsatz und die Arbeitsleistung der betroffenen Angestellten reflektiere. Vielmehr sei die rasante Marktentwicklung in den vergangenen Jahren auch an ihnen nicht vorbeigegangen und habe Alternativplanungen zunichte gemacht. Paterson-Jones verwies auf den weltweiten Rückgang bei der Nachfrage für konventionelles Fotopapier. Trotz des Booms bei Digital Imaging-Papieren konnten die Verluste nicht wettgemacht werden. Um den Standort zu erhalten, habe man zu den Maßnahmen greifen müssen, die zur Entlassung von 140 Mitarbeitern führt.

Der Standort konzentriert sich in Zukunft mit 50 Mitarbeitern auf drei Bereiche. Erstens: Die Konfektionierung von Imaging- und Spezialpapieren bleibt erhalten. Zweitens: Der Standort wird neu strukturiert, um zukünftig als nordamerikanisches Distributions- und Logistikcenter für die Felix Schoeller-Gruppe zu dienen. Drittens: Die Funktion als nordamerikanisches Marketing-, Vertriebs- und Kundenservicecenter bleibt erhalten.

Das Management ist zuversichtlich, mit dieser Neuausrichtung den Standort Pulaski für seine nordamerikanischen Kunden langfristig zu erhalten.


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16.
M-real verkauft seine Forste

Die finnische M-real Corporation hat ihre Forste entsprechend einer Absichtserklärung, die Ende letzten Jahres unterzeichnet wurde, an die Forestia Holding Oy verkauft. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 172 Mio. Euro. M-reals Anteil daran beträgt 163 Mio. Euro. Der Verkauf hat keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis von M-real. Die Eigentümer der Forestia Holding Oy sind Metsäliitto Cooperative, die Muttergesellschaft von M-real, mit einem Anteil von 49,9%, die Suomi Mutual Life Assurance Company mit einem Anteil von 39,7% sowie die Central Union of Agricultural Producers and Forest Owners mit einem Anteil von 10,4%. Bei der Abwicklung des Verkaufs hat M-real eine Schuldverschreibung der Forestia Holding in Höhe von 24 Mio. Euro gezeichnet. M-real beabsichtigt, diese Obligation im zweitrangigen Markt zu veräußern. Außerdem hat die Forestia Holding Oy die Forste der Suomi Mutual Life Assurance Company für 21 Mio. Euro übernommen.

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17.
Druckereien sollen steigende Papierpreise weitergeben

Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm), Wiesbaden, weist darauf hin, dass eventuelle Papierpreissteigerungen, wie sie vom Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) angekündigt wurden, auch auf die Preise für Druckprodukte durchschlagen werden. Die Druckindustrie stehe konjunkturell gerade vor einem entscheidenden Turnaround. Nach drei krisenhaften Jahren mit deutlichen Umsatzrückgängen und Beschäftigtenabbau stabilisiere sich die Lage zum Jahresbeginn etwas. Die Erträge seien allerdings immer noch unbefriedigend. Wie der Präsident des bvdm, Rolf Schwarz, auf einer Bankenkonferenz in Wiesbaden mitteilte, hält der Preisdruck auf Druckereien unvermindert an. In dieser Situation müssten, so Schwarz, die Druckereien die steigenden Preise unbedingt am Markt weitergeben, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Der Verband empfiehlt deshalb auch, die Mautkosten gesondert auf den Rechnungen auszuweisen, um den Kunden die gestiegenen Gebühren transparent zu machen.

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18.
Södra mit Mengenentwicklung in 2004 zufrieden

Der schwedische Södra-Konzern erzielte im Jahr 2004 einen Gewinn nach finanziellen Einnahmen und Ausgaben von 99,45 Mio. Euro (i. Vj.: 163,97 Mio. Euro). Der Nettoumsatz erhöhte sich auf 1490,28 Mio. Euro (i. Vj.: 1438,53 Mio. Euro). Södra erreichte Rekordabsatzmengen in allen Geschäftseinheiten. Das operative Ergebnis lag bei 94,43 Mio. Euro (i. Vj.: 167,79 Mio. Euro).

Södra investierte im Jahr 2004 insgesamt 79 Mio. Euro, davon entfielen 60 Mio. Euro auf die Tochterfirma Södra Cell. Die größten Projekte dort waren eine Turbine zur erhöhten Stromerzeugung, einschließlich eines neuen Neige- und Hebesystems am Sodakessel im Zellstoffwerk Mörrum, eine Bleichereipresse in Mösterås und eine neue Maschine zur Rindenbearbeitung im Zellstoffwerk Tofte. Außerdem setzt sich Södra nach wie vor für Mitarbeiterverbesserungsvorschläge ein. Seit dem Start dieses Projekts zur Förderung solcher Verbesserungen wurden 1500 Vorschläge eingereicht, diese erbrachten dem Unternehmen eine Kostenersparnis von insgesamt 22 Mio. Euro pro Jahr.

Für die Zellstoffindustrie war 2004 hinsichtlich der gelieferten Mengen ein gutes Jahr. Die Lieferungen von Södra Cell erhöhten sich auf 2,036 Mio. t (i. Vj.: 1,963 Mio. t). "Das Jahr 2004 war charakterisiert durch eine lebhafte Nachfrage nach den Produkten von Södra und einem hohen Maß an Aktivitäten in unseren Geschäften. Alle Geschäftsbereiche steigerten ihre Lieferungen und Umsätze. Der Gewinn im Jahr 2004, ohne Abschreibungen und Restrukturierungskosten, steht im Einklang mit den langfristigen Rentabilitätsanforderungen der Gruppe", erklärt Leif Brodén, der Präsident und Vorstandsvorsitzende von Södra.


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I.
PERSONALIA

Risto Hautamäki (55) ist vom Verwaltungsrat der finnischen Metso Corporation zum 1. April 2005 zum Präsidenten von Metso Paper und zum Mitglied des Metso Executive Teams ernannt worden. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Bertel Karlstedt behält diese Position bis zum 31. März 2005 und wird dann stellvertretender Vorsitzender von Metso Paper. Hautamäki, der Naturwissenschaften studierte, ist seit 1995 Präsident und Vorstandsvorsitzender der Tamfelt Corporation gewesen. Er ist derzeit Mitglied des Vorstands der Metso Corporation. Von 1970 bis 1994 hatte Hautamäki verschiedene Positionen bei der Valmet Oy inne, zuletzt war er dort Präsident und Vorstandsvorsitzender der Valment Paper Machinery Inc.


Dr. Manuela Hurst (29), hat zum 15. Februar 2005 ihre Tätigkeit als Justiziarin beim Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. aufgenommen. Sie studierte nach dem Abitur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und arbeitete dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Dr. Rüdiger Breuer, Institut für Öffentliches Recht.

Mit Wirkung vom 1. März 2005 wird Etienne Laurent zum Business Director Europe, Middle East and Africa von DuPont Imaging Technologies und Global Business Director von DuPont Color Communication ernannt. Mit gleichzeitiger Wirkung wird Paolo A. Barbieri, der diese Funktion in den letzten vier Jahren inne hatte, zum Corporate Director, Sales and Marketing and Growth Initiatives ernannt. Barbieri wird nach Genf übersiedeln, wo sich der europäische Hauptsitz von DuPont befindet. Als gebürtiger Franzose erhielt Etienne Laurent sein Diplom der Betriebswirtschaft an der Reims Management School in Frankreich sowie einen Master in Business Administration (MBA) Finance von der Northeastern University in Boston, USA. Nach beruflicher Erfahrung als Handelsvertreter für die französische Regierung in den USA begann er seine Karriere 1990 bei DuPont France. Von 1990 bis 1999 bekleidete Etienne Laurent mehrere Positionen in Finanzbereichen (Finanzverwaltung, Buchhaltung, Geschäftsanalyse) und Geschäftsbereichen (Crop Protection, Imaging Technologies) des Unternehmens. Von 1999 bis 2002 war er mit Sitz in Wilmington, USA, als Chief Financial Officer für den Geschäftsbereich Imaging Technologies tätig. 2003 kehrte er nach Europa zurück und bekleidete seit Januar den Posten des General Audit Managerrs für Europa, den Mittleren Osten und Afrika mit Sitz in Genf.

Etienne Laurent
Paolo A. Barbieri

Dr. Wolfgang Funk ist neuer Geschäftsführer der Stafsjö Armaturentechnik GmbH, Düsseldorf. Funk leitet die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Unternehmens und berichtet direkt an die schwedische Mutter. Rudolf Grams hat sich entschieden, eine neue berufliche Laufbahn einzuschlagen und wird das Unternehmen Stafsjö nach vier Jahren verlassen

Svante Adde, der bisherige Finanzvorstand der finnischen Fa. Ahlstrom, Helsinki, wird das Unternehmen zum 1. März verlassen. Adde wird das Unternehmen weiterhin als Finanzberater von London aus betreuen. Außerdem ist er Mitglied im Verwaltungsrat des zusammen mit Sonoco gemeinsam gegründeten Unternehmens Sonoco-Alcore.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Die bereits im letzten Jahr wie berichtet in die Insolvenz gegangene Hoffmann & Engelmann AG, Neustadt an der Weinstraße, wird endgültig die Produktion einstellen. Nachdem das Insolvenzverfahren aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit am 10. Mai 2004 gestellt wurde, gelang es dem Insolvenzverwalter Paul Wiechemann, Kaiserslautern, nicht, einen Käufer zu finden. Am Ende lief die Maschine noch mit einer Produktion von jeweils neun Tagen, danach stand sie jeweils fünf Tage.

Gleich zwei Schecks konnte die Delegation der Fa. Schneidershöhe, Ettlingen, beim Besuch der tief verschneiten Reha-Klinik Katharinenhöhe im Februar übergeben. Sie ist eine von zwei Reha-Kliniken in Deutschland, die für krebs- und herzkranke Kinder und deren Familien einen vierwöchigen Nachsorgeaufenthalt anbietet. Da war zunächst die große Firmenspende über 25.000 Euro, die Gesellschafter Michael Schneider persönlich überreichte. Darüber hinaus hatten wieder zahlreiche Mitarbeiter ein oder mehrere Lose für die Weihnachtstombola erstanden. Hauptgewinn war eine Wochenendreise für zwei Personen an den Gardasee. Sämtliche Gewinne wurden von Schneidersöhne-Lieferanten gespendet. Die Tombola erbrachte 4.225 Euro. Diese Summe besteht etwa zur Hälfte aus den Erlösen der Tombola, die andere Hälfte ist eine Zusatzgabe der Geschäftsleitung. Stephan Maier, Psychosozialer Leiter der Klinik, nahm die Spenden entgegen und hatte auch bereits einen Plan, was damit geschehen soll: "Wir werden mit Ihrer Hilfe einen neuen Hochseilgarten bauen können, der für gesunde Menschen einen Hauch von Abenteuer bietet, aber auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist", so Stephan Maier.


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III.
IMPRESSUM

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V.

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IV.
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apr MAGAZIN, Nr. 06/05

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