|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Mayr-Melnhof mit Rekordergebnis in 2004 |
| In einem richtungslosen konjunkturellen Umfeld konnte der österreichische Mayr-Melnhof-Konzern das Geschäftsjahr 2004 mit einem weiteren Rekordergebnis in Folge abschließen. Der konsolidierte Jahresüberschuss stieg nach vorläufiger Rechnung um 13,3 % auf 103 Mio. Euro. Wesentliche Wachstumsbeiträge bei Umsatz und Ergebnis lieferte die Kartonverarbeitung. Die konsolidierten Umsatzerlöse des Mayr-Melnhof-Konzerns stiegen um 7,7% oder 101,4 Mio. Euro auf 1422 Mio. Euro (2003: 1320,6 Mio. Euro). Rund die Hälfte dieser Zunahme resultierte aus Akquisitionen. Gleichzeitig konnte der operatve Gewinn um 8,7% auf 148 Mio. Euro verbessert werden Im Kartonbereich waren die Kapazitäten in 2004 mit 95% vor allem infolge des deutlichen Anstiegs im außereuropäischen Geschäft insgesamt sehr gut ausgelastet (2003: 87%). Sowohl die Versand- als auch die Produktionsmengen von MM-Karton verzeichneten mit rund 1,52 Mio. t einen Zuwachs von mehr als 6% gegenüber dem Vorjahr. Die verarbeitete Tonnage von MM-Packaging erhöhte sich um rund 19%, auf 375.000 t, jene von MM-Graphia stieg um rund 4% auf 95.000 t. Verlauf des vierten Quartals Wie in den letzten Jahren war das vierte Quartal auch 2004 vor allem im Kartonbereich durch saisonal niedrigere Nachfrage geprägt. Der Mayr-Melnhof-Konzern erzielte bei konsolidierten Umsatzerlösen von rund 348 Mio. Euro (viertes Quartal 2003: 312,7 Mio. Euro) ein betriebliches Ergebnis in Höhe von rund 30 Mio. Euro (viertes Quartal 2003: 30,9 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem dritten Quartal 2004 (42,4 Mio. Euro) ist primär auf die niedrigere Auslastung im Bereich Karton zurückzuführen. Die Kapazitäten von MM-Karton waren nach 97% im dritten Quartal im vierten Quartal nur zu rund 88% ausgelastet (drittes Quartal 2003: 91 %; viertes Quartal: 82 %). Der Periodenüberschuss lag bei rund 23 Mio. Euro (viertes Quartal 2003: 26,2 Mio. Euro). 2005 und weitere Aussichten Die freundlichen Konjunkturprognosen für die westeuropäischen Märkte spiegeln sich im Konsumgüterabsatz nicht wider. Dementsprechend ist auch in der Bedarfsentwicklung für Karton und Faltschachteln noch kein Anzeichen für Wachstum festzustellen. Der Wettbewerb wird nach Einschätzung von MM anhalten oder noch weiter zunehmen. Konnten zu Jahresbeginn noch Kartonpreiserhöhungen erzielt werden, gelte es nunmehr, Marktanteile zu stärken. Mit robustem Wachstum entwickeln sich die osteuropäischen Märkte weiter zu einem wichtigen Pfeiler für den Konzern. Im Fernen Osten werden, so MM, die Zusatzmengen der im Vorjahr in Betrieb genommenen Kartonkapazitäten bis zur vollständigen Aufnahme im lokalen Markt das Preisgefüge bestimmen. Auch unter diesen Rahmenbedingungen gelinge es MM Packaging und MM Karton, Terrain zu gewinnen und zu verteidigen. Seit Jahresbeginn sei eine gute Auslastung erzielt worden. Konsequente Marktbearbeitung und Produktivitätssteigerungen stünden im Mittelpunkt des laufenden Geschäftes. Ziel sei es, weiterhin aus der Unternehmensgröße und Marktführerschaft die höchstmögliche Ertragsstärke zu erzielen. | konsolidiert (in Mio. Euro) | 2004 | 2003 | +/- (in %) | | Umsatzerlöse | 1422 | 1320,6 | +7,7 | | Betriebliches Ergebnis | 148 | 136,2 | +8,7 | | Umsatzerlöse (in %) | 10,4 | 10,3 |
| | Jahresüberschuss | 103 | 90,9 | +13,3 | | Umsatzerlöse (in %) | 7,2 | 6,9 |
| | Cash Earnings | 195 | 169,9 | +14,8 | | Umsatzerlöse (in %) | 13,7 | 12,9 |
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| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | Geschäftsklimaindex der Druckindustrie verbessert sich | Nach einer Erhebung des Münchner Ifo-Instituts hat sich der Geschäftsklimaindex ausgewählter Betriebe der westdeutschen Druckindustrie im Januar um fünf Punkte auf minus vier verbessert. 23% der Betriebe halten ihre Geschäftslage für schlecht, 64% für befriedigend und 13% für gut. Die Produktionsentwicklung hat saisonbedingt leicht abgenommen. 15% der Befragten berichteten über eine sinkende, 7% über eine steigende Produktionstätigkeit. Der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung blicken die befragten Unternehmen zuversichtlicher als in den Vormonaten entgegen. 19% rechnen damit, dass die Produktivitätstätigkeit in den nächsten drei Monaten steigt, 10% rechnen eher mit negativen Einflüssen. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Arla Foods will Danapak verkaufen |
| Die dänische Fa. Arla Foods möchte ihre Tochtergesellschaft Danapak verkaufen. Das Unternehmen betreibt drei Faltschachtelwerke in Korsor, Herning (beide Dänemark) sowie in Bremen. Der Umsatz dieser Betriebe lag im Jahr 2004 bei 47 Mio. Euro. Danapak beschäftigt 313 Mitarbeiter. Grund des Verkaufs ist der Wunsch der Muttergesellschaft, sich auf ihr Kerngeschäft, nämlich den Milchwirtschaftsbetrieb, zu konzentrieren. Die 1955 als Genossenschaft gegründete Danapak stellte später auch flexible Verpackungen und Kunststoffverpackungen her, die mittlerweile allerdings verkauft sind. Bei dem Verkauf wird Arla Foods von der Fa. Carnegie beraten. | zurück zum Inhalt |
3. | Smurfit France gruppiert Wellpappenrohpapier-Herstellung neu |
| Im Rahmen der im Juli 2004 angekündigten Zusammenfassung ihrer Produktion in große Hauptgruppen hat die Frankreichtochter der irischen Papiergruppe Smurfit die Schaffung einer neuen Firma namens Smurfit Papier Recyclé France angekündigt. In ihr sollen alle Aktivitäten zur Herstellung von Wellpappe aus Sekundärfasermaterial zusammengefasst werden. Dazu gehören die Standorte Smurfit Limousin in Saint-Junien (Haute-Vienne), Alfa d'Avignon in Le Pontet (Vaucluse), die Smurfit-Socar-Papierwerke d'Aubazine in Dampniat (Corrèze), Bigny (Cher), Nanterre (Hauts-de-Seine) und Vernon (Eure) sowie die Papeteries Martin Guillemin und Smurfit Uzerche (Corrèze). Die Leitung der neuen Dachfirma wurde Jean-Paul Sandraz übertragen, der zugleich dem Kraftlinerspezialisten Smurfit Cellulose du Pin in Facture (Gironde) vorsteht. - jb | zurück zum Inhalt |
4. | Mondi Paper and Packaging wächst in 2004 |
| Die zum großen englisch-südafrikanischen Anglo American-Konzern gehörende Mondi Paper and Packaging kam vor allem aufgrund von Unternehmenszukäufen zu einem deutlichen Umsatzwachstum im Jahr 2004, so dass die zugehörigen Firmen wie Frantschach oder Neusiedler und Bauernfeind (jetzt alle Mondi) insgesamt im vergangenen Jahr 6,92 Mrd. US-$ (i. Vj.: 5,63 Mrd. US-$) umsetzten. Dabei fiel der so genannte Headline-Gewinn um 44 Mio. US-$ auf 381 Mio. US-$. Bei diesem sind zwar Steuern, aber keine außerordentlichen Kosten oder Abschreibungen auf den Goodwill berücksichtigt. Während es Mondi Packaging gelang, den Umsatz um 31 Mio. US-$ auf 193 Mio. US-$ zu erhöhen, und der Umsatz auch wegen der Übernahme einiger Firmen auf 3,77 Mrd. US-$ (i. Vj.: 2,885 Mrd. US-$) stieg, fiel der (Headline)-Ertrag bei Mondi Business Paper zurück. Er lag noch bei 148 Mio. US-$ (i. Vj.: 207 Mio. US-$). Allerdings setzte dieser Unternehmensteil von Mondi mit 2 Mrd. US-$ (i. Vj.: 1,69 Mrd. US-$) deutlich mehr um. Insgesamt lieferte die Muttergesellschaft Anglo American einen satten Nettojahresgewinn von 2,9 Mrd. US-$ (+ 83%) ab. Dabei setzte das Unternehmen 31,8 Mrd. US-$ (+ 27,6%) um. Gründe hierfür waren vor allem die Hausse auf den Rohstoffmärkten. So verdiente das Unternehmen alleine im Handel mit Kupfer über 1 Mrd. US-$. 14% der Gewinne verdiente die Geschäftseinheit Papier und Verpackungen, während der Umsatzanteil dieser Division bei ungefähr 23% liegt. In seinem Geschäftsbericht merkte Anglo American außerdem an, dass sich die Akquisition der Fa. Bauernfeind für 432 Mio. US-$ im ersten Quartal 2004 entsprechend den Erwartungen des Konzerns entwickelt und sich dadurch Mondis Position in Europa verstärkt habe. | zurück zum Inhalt |
5. | M-real investiert in uruguayische Zellstofffabrik |
| Die finnische Fa. Botnia, deren Anteile von den Firmen M-real, UPM-Kymmene und Metsäliitto gehalten werden, wird in eine neue Zellstofffabrik in Uruguay investieren. Die geplante jährliche Kapazität der Fabrik wird bei 1 Mio. t Kurzfaserzellstoff liegen. Als Rohmaterial wird gezüchteter Eukalyptus verwendet. Die gesamten Kapitalausgaben betragen rund 1,1 Mrd. US-$. Die Fabrik wird voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals 2007 in Betrieb genommen. Botnia hält eine 82,1%-Beteiligung an Botnia S.A., die das Projekt ausführen wird. Die anderen Eigentümer von Botnia S.A. sind UPM-Kymmene mit einem 12,4%-Anteil und Metsäliitto mit einem Anteil von 5,5%. M-real verkauft außerdem eine 8%-ige Beteiligung an Botnia für einen Kaufpreis von 164 Mio. Euro an Metsäliitto. Nach Durchführung der Transaktion werden die Beteiligungen an Botnia wie folgt aussehen: M-real 39%, Metsäliitto 14% und UPM-Kymmene 47%. Dies ergibt eine Beteiligung von M-real an der Uruguay-Zellstoffinvestition von 32%. Als Ergebnis der Transaktion wird M-reals Eigenkapitalquote um ca. zwei Prozentpunkte gestärkt werden, und der Verschuldungsgrad wird um rund 9 Prozentpunkte gesenkt. Die Veräußerung der Anteile wird einen Kapitalzufluss von rund 80 Mio. Euro bewirken. Die geringere Beteiligung an Botnia soll angesichts der gestiegenen BCTMP-Zellstoff-Kapazitäten (chemisch gebleichter Zellstoff) zu keiner Schwächung der Zellstoffversorgung von M-real führen. Die gegenwärtige Einschätzung sieht vor, dass M-real, sobald die Zellstofffabrik in Uruguay ihren Betrieb aufgenommen hat, bei seinen eigenen Papierfabriken ein Volumen von Eukalyptuszellstoff verwenden wird, das seinem gesamten Geschäftsanteil von 32% entspricht. In Verbindung mit der Entscheidung über die Investition in die Zellstofffabrik haben Botnias Eigentümer UPM, M-real und Metsäliitto einen Zusatz zum Gesellschaftsvertrag vereinbart, um die Stabilität der Eigentumsverhältnisse an Botnia zu gewährleisten. Gemäß dieser Vereinbarung werden die Anteilseigner von Botnia im Falle einer potenziellen Veränderung ihrer Anteile oder der Stimmrechtsverhältnisse ihre Anteile anderen Anteilseignern zuerst anbieten. Ein möglicher Rückgang der Stimmrechte von Metsäliitto an M-real unter 50% würde M-real jedoch nicht verpflichten, seine Botnia-Anteile anzubieten. "Für M-real ist das Uruguay-Projekt eine exzellente Gelegenheit, an einer der weltweit effizientesten Zellstofffabriken, was die Produktionskosten anbelangt, beteiligt zu sein. Darüber hinaus steht die Rohstoffversorgung der Fabriken aufgrund jahrelanger entschlossener Arbeit auf einer soliden Basis. Die Verringerung der Beteiligung an Botnia wird M-real die finanziellen Mittel für die Beteiligung am Uruguay-Projekt ohne eine signifikante Schwächung seiner wichtigsten Kennzahlen während der Bauphase der Fabrik zur Verfügung stellen", kommentiert M-real-Präsident und Vorstandsvorsitzender Hannu Anttila. | zurück zum Inhalt |
6. | Verpackungen aus Vollpappe weiter auf Wachstumskurs |
| Die Branchenentwicklung der Hersteller von Vollpappekartonagen verlief 2004 mengemäßig relativ zufrieden stellend. Die Produktionsmenge von Verpackungen aus Vollpappe lag in den ersten drei Quartalen des letzten Jahres mit 377.261 t um 4,3% über dem Vorjahr, während allerdings der Produktionswert nur um 1,7% auf 383,7 Mio. Euro gesteigert werden konnte, so der Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) anlässlich seiner Mitgliederversammlung. Die Verarbeiter von Vollpappe stünden allerdings unter einem zunehmenden Kostendruck. Aufgrund steigender Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten (durch die LKW-Maut) rechnet der Branchenverband mit höheren Verkaufspreisen für Verpackungen aus Vollpappe. Der VVK hat auch im Jahr 2004 seine Werbeaktivitäten fortgesetzt. Die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verpackungsmuseum veröffentlichte und äußerst werbewirksam gestaltete Broschüre "Vollpappeverpackungen prägen Markenkultur und Markenwerbung" stellt anhand von zahlreichen historischen und heutigen Vollpappeverpackungsbeispielen die herausragende Rolle von Vollpappeverpackungen in der Markenkultur und -geschichte ebenso dar wie ihre aktuelle und zukünftige Bedeutung im Marketing- und Kommunikationsmix der Markenartikelhersteller. Die ebenfalls im vergangenen Jahr herausgegebene Broschüre "Vollpappe Basics" liefert Basisinformationen über die deutsche Vollpappenindustrie und den VVK. Einen Wechsel gab es in der Verbandsführung. Johannes Stark, seit 1999 an der Spitze des VVK, legte sein Amt als Verbandspräsident aus persönlichen Gründen nieder. Als Nachfolger wählten die VVK-Mitglieder den bisherigen Vizepräsidenten Horst Bremer, Kappa Herzberger Papierfabrik, zum neuen VVK-Präsidenten. Zu seinem Stellvertreter wurde Eckehard Klemm, PAKA Glashütter Pappen- und Kartonagenfabrik, gewählt. Im Namen aller Verbandsmitglieder dankte der neue VVK-Präsident Bremer seinem Vorgänger für sein Engagement für die gemeinsamen Interessen der Hersteller von Vollpappekartonagen auf deutscher und europäischer Ebene. | zurück zum Inhalt |
7. | Jefferson Smurfit weiter mit Verlust |
| Die irische Jefferson Smurfit Group (JSG) erzielte im Jahr 2004 einen Umsatz von 4,29 Mrd. Euro (i. Vj.: 4,16 Mrd. Euro) bei einem Nachsteuerverlust von 34,5 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 67,3 Mio. Euro). Der operative Gewinn der verbliebenen Werke bzw. Unternehmen lag bei 224 Mio. Euro (i. Vj.: 261 Mio. Euro). Bei Verpackungen legte JSG beim Umsatz auf 3,09 Mrd. Euro (+ 126 Mio. Euro) zu. Dabei fiel der operative Gewinn auf 262,4 Mio. Euro (i. Vj.: 311,4 Mio. Euro). Seinen Umsatz erzielt das Unternehmen ganz überwiegend in Europa. Von den 4,8 Mrd. Euro entfielen auf Europa 4,1 Mrd. Euro, den Rest der Umsätze erzielte JSG in Lateinamerika. Jefferson Smurfit weist darauf hin, dass sich der starke Euro negativ auf die Umsätze in Lateinamerika, die in US-Dollar abgerechnet werden, auswirkte. Um die Gewinnsituation zu verbessern, schloss das Unternehmen eine Testlinerpapierfabrik im spanischen Cordoba, ein Wellpappenwerk (Tamworth) in England und einen Karton verarbeitenden Betrieb (Witham Carton) ebenfalls im Vereinigten Königreich. Hieraus ergaben sich Einmalkosten bzw. Restrukturierungskosten von 39 Mio. Euro. JSG betont, dass sich der freie Cashflow auf 187 Mio. Euro (+ 9 Mio. Euro) erhöht habe, und der Schuldenstand um knapp 200 Mio. Euro auf 2,913 Mrd. Euro abgebaut wurde. In Europa seien die Marktbedingungen nach wie vor herausfordernd und die Preissituation schwierig. Die Preise für Wellpappenverpackungen seien bei JSG im Jahresdurchschnitt um 2% gefallen. Aussichten Der Vorstandsvorsitzende Gary McGann zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der lateinamerikanischen Werke. In Europa habe sich die Leistungsfähigkeit von JSG verbessert. Dabei sei die anhaltende Wirtschaftsschwäche, aber auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass neue Wellpappenrohpapierkapazitäten in den Markt drängen. Für 2005 rechnet McGann mit anhaltend schwierigen Preisbedingungen in Europa, aber auch einer weiter verbesserten Geschäftsentwicklung in Lateinamerika. | zurück zum Inhalt |
8. | Stora Enso zeichnet Kreditrahmen von 1,75 Mrd. Euro |
| Der finnische Stora Enso-Konzern hat mit einem Konsortium von 23 Banken die Aufnahme eines neuen syndizierten Kreditrahmens in Höhe von 1,75 Mrd. Euro vereinbart. Der Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist für allgemeine Zwecke einschließlich der Refinanzierung eines syndizierten Kredits in Höhe von insgesamt 2,5 Mrd. Euro vorgesehen. Der Zinssatz des neuen Kreditrahmens liegt bei 0,275 % p. a. über dem Euribor. So genannte Mandated Lead Arranger der Transaktion sind die Banken BNP Paribas, Citibank, JP Morgan und SEB. So genannte Arranger sind die Banken ABN AMRO, Bank of America, Barclays, Commerzbank, Calyon, Danske Bank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Goldman Sachs, ING, KBC Bank, Merrill Lynch, Morgan Stanley, Nordea, OKO, Sampo Bank, Svenska Handelsbanken, The Bank of Tokyo-Mitsubishi und UBS. Als Hauptgründe für die Refinanzierung nennt Stora Enso Kosteneinsparungen durch Ausschöpfung günstiger Marktbedingungen und eine Verlängerung der Laufzeit der Kredite. | zurück zum Inhalt |
9. | Holmen fällt in 2004 zurück |
| Der schwedische Holmen-Konzern musste im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang auf 1,708 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,726 Mrd. Euro) hinnehmen. Dabei fiel der Nachsteuergewinn um ca. 49 Mio. Euro auf 180,56 Mio. Euro. Trotz gestiegener Liefervolumina gelang es Holmen nicht, die gestiegenen Kosten, eine negative Wechselkursentwicklung, aber auch fallende Preise auszugleichen. Die Zahl der Mitarbeiter blieb im Jahresdurchschnitt mit 4897 (- 30) kaum verändert. Holmen Paper Im größten Geschäftsbereich Holmen Paper, der vor allem Zeitungsdruck- und Magazinpapiere herstellt, stiegen die Umsätze auf 835,05 Mio. Euro (+ 2,8 Mio. Euro) bei einem deutlich verringerten operativen Gewinn von 49,67 Mio. Euro (i. Vj.: 81,55 Mio. Euro). Die ausgelieferte Papiermenge stieg auf 1,731 Mio. t (+ 76.000 t). Im vierten Quartal sank der operative Gewinn bei Zeitungsdruck sogar auf 6,65 Mio. Euro. Dies ist ein Rückgang von 11,89 Mio. Euro gegenüber dem dritten Quartal. Ursächlich für diesen drastischen Gewinnverfall seien der schwächere US-Dollar, aber auch ein Kostensenkungsprogramm in der Holmen-Papierfabrik Hallsta. Iggesund Paperboard Bei der Tochter Iggesund Paperboard fiel der Umsatz auf 532,42 Mio. Euro (- 4,7 Mio. Euro). Hier reduzierte sich der Gewinn zwar auf 88,31 Mio. Euro (- 21,6 Mio. Euro), dies war allerdings immer noch mit Abstand der höchste operative Gewinn aller Tochterfirmen des Holmen-Konzerns. Insgesamt lieferte Iggesund 501.000 t Karton (+ 20.000 t) aus. In den anderen Geschäftsbereichen Iggesund Timber, Holmen Skog (Holz und Holzverarbeitung) sowie Holmen Kraft (Energieerzeugung) waren die Umsatz- und Gewinnveränderungen geringer (vgl. Tabelle). Aussichten Für den Markt rechnet der Vorstand im Jahr 2005 mit guten Wachstumsraten. Auch sei die Nachfrage nach Zeitungsdruckpapier im vierten Quartal sehr stark gewesen. So stieg in Westeuropa die ausgelieferte Menge bei Standard-Zeitungsdruckpapier um 3,4%, und die durchschnittliche Kapazitätsausnutzung lag bei 96%. Vom erwarteten Aufschwung im Werbemarkt will Holmen auch in Bereich Karton profitieren. So ist es 2004 gelungen, den Anteil der an die Zigarettenindustrie gelieferten Kartonmenge nochmals zu steigern. | Holmen - Umsatz und operativer Gewinn (in Mio. Euro) | | Nettoumsatz | Jahr 2004 | Jahr 2003 | | Iggesund Timber | 53,71 | 55,67 | | Holmen Skog | 412,66 | 394,43 | | Holmen Kraft | 137,33 | 145,96 | Operativer Gewinn | | Iggesund Timber | 0,545 | 1,96 | | Holmen Skog | 57,42 | 56,33 | | Holmen Kraft | 19,43 | 21,06 |
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10. | SCA mit Gewinnrückgang in 2004 |
| Der schwedische SCA-Konzern setzte im abgelaufenen Jahr 9,822 Mrd. Euro (i. Vj.: 9,316 Mrd. Euro) um. Der operative Gewinn fiel auf 621,17 Mio. Euro (i. Vj.: 847,16 Mio. Euro), der Nettogewinn belief sich noch auf 397,37 Mio. Euro (i. Vj.: 554,58 Mio. Euro). Nach den Worten des Vorstandes kam es vor allem in Westeuropa zu einer schwachen Entwicklung aufgrund eines intensiven Preiswettbewerbs bei den wichtigsten Produkten des Konzerns. In Nordamerika gelangen Preiserhöhungen, die dazu beitrugen, stark gestiegene Energie- und Rohmaterialkosten zu kompensieren. Insgesamt gab SCA 79,25 Mio. Euro für ein Effizienzerweiterungsprogramm aus. Im ersten Quartal 2005 soll dieses Programm ausgeweitet werden. Es wird zu weiteren Ausgaben von ca. 46 Mio. Euro führen und soll jährlich Ersparnisse von 22 Mio. Euro bringen. Von dem neuen Effizienzsteigerungsprogramm werden insgesamt 450 Personen in Werken sowohl in Nordamerika wie auch in europäischen Hygienepapierwerken betroffen sein. Von den verheerenden Sturmschäden in Südschweden Anfang Januar ist SCA nur in sehr geringem Umfang betroffen. Die Forstunternehmen würden keine kurzfristigen Änderungen der Einschlagpläne vornehmen. Geschäftsbereiche Im größten Geschäftbereich Hygienepapier konnte das Unternehmen seine Umsätze auf 4,95 Mrd. Euro (i. Vj.: 4,69 Mrd. Euro) steigern. Dabei fiel der operative Gewinn um ca. 54,6 Mio. Euro auf 471,72 Mio. Euro. In den drei Teilbereichen Verbrauchertissue, Tissue für institutionelle Verwender (AFH) und Personal Care-Produkte verdiente SCA überall weniger (vgl. Tabelle), wobei der Einbruch bei Away- from-Home-Produkten am stärksten war. Das Umsatzwachstum in diesem Bereich ergibt sich auch durch zugekaufte Firmen. Das höhere Produktionsvolumen - im Tissuebereich betrug es alleine 13,5% - wurde teilweise durch Preisnachlässe kompensiert. Im Bereich Verpackungen stieg der Umsatz leicht auf 3,32 Mrd. Euro (i. Vj.:3,27 Mrd. Euro) bei einem reduzierten operativen Gewinn von 247,59 Mio. Euro (i. Vj.: 270,96 Mio. Euro). SCA lieferte 2,6 Mio. t an Wellpappenrohpapieren (i. Vj.: 2,505 Mio. t) aus und stellte 4,25 Mrd. m2 Wellpappe (i. Vj.: 4,14 Mrd. m2) her. Im letzten Quartal 2004 fiel der operative Gewinn besonders deutlich um 16 Mio. Euro auf 53,5 Mio. Euro. Ursächlich seien neben einem saisonalen Nachfragerückgang auch geplante Stillstände bei Wellpappenrohpapier-Maschinen gewesen. In seiner kleinsten Sparte Forstprodukte setzte SCA 1,63 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,53 Mrd. Euro) um. Auf die Herstellung von Papieren entfielen 829,69 Mio. Euro (+ 38,2 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 48,25 Mio. Euro (i. Vj.: 72,27 Mio. Euro). Ursächlich für den Gewinnrückgang waren nach Angaben von SCA geringere Preise und höhere Produktionskosten. Immerhin gelang es, die Papierproduktion auf 1,471 Mio. t (+ 96.000 t) zu steigern. Aussichten Die Marktaussichten sieht der Vorstand des Unternehmens in naher Zukunft kaum verändert. In Nordamerika seien Preiserhöhungen in nicht näher benannten Bereichen geplant, in Europa solche für grafische Papiere. Außerdem möchte SCA seine Akquisitionsbemühungen deutlich begrenzen. Im Jahr 2004 kaufte SCA insgesamt Unternehmen für ca. 1 Mrd. Euro. | SCA - Nettoumsatz und operativer Gewinn (in Mio. Euro) | | Nettoumsatz | Q4/2004 | Q3/2004 | Q2/2004 | Q1/2004 | Q4/2003 | Q3/2003 | Q2/2003 | Q1/2003 | | Hygieneprodukte | 1299,56 | 1283,95 | 1217,13 | 1151,20 | 1149,67 | 1173,90 | 1178,05 | 1190,61 | | Verbrauchertissue | 479,80 | 461,35 | 420,33 | 406,22 | 410,37 | 394,97 | 396,28 | 416,70 | | Tissue für Großverbraucher - AFH | 321,06 | 330,02 | 305,56 | 287,99 | 286,89 | 319,65 | 318,77 | 318,01 | | Personal Care | 498,68 | 492,57 | 490,93 | 456,98 | 452,40 | 459,27 | 462,99 | 455,89 | | Verpackungen | 851,96 | 865,50 | 866,70 | 854,80 | 814,30 | 811,57 | 810,15 | 842,24 | | Forstprodukte | 416,37 | 391,48 | 408,40 | 416,26 | 407,86 | 368,77 | 371,83 | 388,75 | | Publikationspapiere | 218,88 | 208,40 | 195,41 | 207,96 | 206,44 | 197,59 | 196,72 | 192,57 | | Zellstoff, Holz u. Holzprodukte | 197,48 | 183,07 | 212,99 | 208,29 | 201,41 | 171,17 | 175,10 | 196,17 | | Sonstiges | 32,53 | 28,93 | 29,25 | 27,94 | 13,75 | 16,92 | 36,13 | 45,74 | | Konzerninterne Lieferungen | - 75,54 | - 79,47 | - 82,64 | - 82,64 | - 76,31 | - 71,61 | - 78,38 | - 77,62 | | Nettoumsatz gesamt | 2524,89 | 2490,39 | 2438,86 | 2367,57 | 2309,27 | 2299,56 | 2317,79 | 2389,73 | Operativer Gewinn | | Hygieneprodukte | 139,19 | 130,13 | 127,62 | 129,25 | 125,87 | 126,31 | 116,59 | 102,94 | | Verbrauchertissue | 25,32 | 35,69 | 35,91 | 42,03 | 43,88 | 33,62 | 33,95 | 43,12 | | Tissue für Großverbraucher - AFH | 15,93 | 16,70 | 22,92 | 18,34 | 19,43 | 28,82 | 29,58 | 31,44 | | Personal Care | 61,68 | 64,19 | 67,46 | 65,50 | 65,94 | 65,17 | 66,59 | 64,62 | | Verpackungen | 53,49 | 69,43 | 66,48 | 58,18 | 58,73 | 68,88 | 67,90 | 75,43 | | Forstprodukte | 41,81 | 40,82 | 42,03 | 37,66 | 51,20 | 38,42 | 36,13 | 44,43 | | Publikationspapiere | 14,08 | 13,20 | 10,48 | 10,48 | 22,70 | 15,28 | 11,24 | 23,03 | | Zellstoff, Holz u. Holzprodukte | 27,72 | 27,62 | 31,55 | 27,18 | 28,49 | 23,14 | 24,89 | 21,39 | | Sonstiges | - 90,06 | - 12,66 | - 12,44 | - 12,88 | 7,53 | - 8,07 | - 8,84 | 12,22 | | Operativer Gewinn vor Goodwill und Amortisation | 108,18 | 214,19 | 222,37 | 208,84 | 246,72 | 226,85 | 225,32 | 271,88 |
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11. | Billerud macht Währungsentwicklung zu schaffen |
| Der schwedische Billerud-Konzern setzte im vergangenen Jahr 781,55 Mio. Euro (+ 2%) um, was vor allem auf die Übernahme der britischen Papierfabrik in Beetham, deren Umsatz 27,29 Mio. Euro ausmacht, zurückzuführen ist. Dabei fiel der operative Gewinn um 30% auf 36,24 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren geringere Preise, höhere Kosten, vor allem aber unvorteilhalfte Währungsveränderungen von insgesamt 36,02 Mio. Euro. Insgesamt konnte das Unternehmen seine Auslieferungen um 6% auf 1,371 Mio. t steigern. Dabei wuchsen Verpackungspapiere um 10% auf 1,059 Mio. t. 4% dieser Steigerung entfallen auf das zugekaufte Werk in Beetham. Außerdem lieferte Billerud insgesamt 312.000 t (- 3%) Langfaserzellstoff aus. Der Rückgang ergibt sich durch die Tatsache, dass Billerud 23.000 t Zellstoff an die neu erworbene Papierfabrik in Beetham lieferte. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Jahresdurchschnitt um 172 auf 2623, vor allem wegen der Übernahme des Werkes Beetham. Insgesamt investierte Billerud im vergangenen Jahr 62 Mio. Euro, davon alleine 12,55 Mio. Euro in Investitionen zur Reduktion des eigenen Energieverbrauchs. 10,8 Mio. Euro flossen in eine biologische Abwasserreinigungsanlage im Werk Gruvön. Der Verwaltungsrat des Unternehmens hat weitere Investitionen in Höhe von 115 Mio. Euro beschlossen, die die Energiekosten in drei Zellstoff- und Papierfabriken in Schweden senken sollen. Dadurch soll die Selbstversorgung von Billerud bei Energie von 30% auf 60% steigen. Gleichzeitig wird der Verbrauch von Öl um 45.000 m3 auf 15.000 m3 fallen. Die Neuinvestitionen sollen im zweiten Halbjahr 2005 beginnen und zum Ende 2006 abgeschlossen sein. Aussichten Im Jahr 2005 rechnet der Vorstand von Billerud damit, mengenmäßig ähnlich viel wie im Jahr 2004 herzustellen. Bei Langfaserzellstoff rechnet die Firma mit steigenden Preisen in der Mitte des Jahres. Das Unternehmen kann noch nicht abschätzen, inwieweit seine Holzbeschaffungskosten durch den Wirbelsturm Anfang Januar in Südschweden betroffen sein werden. Währungsschwankungen sollen Billerud auch im Jahr 2005 im Umfang von 33 Mio. Euro negativ beeinflussen. | Billerud - Nettoumsatz und operativer Gewinn (in Mio. Euro) | | Nettoumsatz | Q4/2004 | Q3/2004 | Jan. - Dez. 2004 | Jan. - Dez. 2003 | | Kraftpapier | 95,85 | 98,68 | 394,43 | 379,25 | | Wellpappenrohpapier | 62,00 | 62,55 | 232,64 | 225,65 | | Marktzellstoff | 33,51 | 37,66 | 154,47 | 158,73 | | Sonstiges u. Wertbereichtigungen | - - - | - - - | 0 | - 3 | | Konzern gesamt | 191,37 | 198,90 | 781,55 | - 0,3275 | Operativer Gewinn | | Kraftpapier | 10,48 | 16,37 | 53,49 | 78,38 | | Wellpappenrohpapier | 5,34 | 9,49 | 18,66 | 31,33 | | Marktzellstoff | 1,20 | 5,89 | 20,96 | 19,10 | | Sonstiges u. Wertbereichtigungen | - 2,72 | - 2,40 | - 7,31 | - 6,76 | | Konzern gesamt | 14,30 | 29,36 | 85,80 | 122,05 |
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12. | Norske Skog 2004: Trotz hoher Kapazitätsauslastung geringere operative Gewinne |
| Der norwegische Norske Skog-Konzern setzte im Jahr 2004 insgesamt 3,418 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,256 Mrd. Euro) um. Dabei fiel der operative Gewinn auf 125,67 Mio. Euro (i. Vj.: 189,18 Mio. Euro). Aufgrund außerordentlicher Erträge stieg der Nettogewinn auf 88,51 Mio. Euro (i. Vj.: 54,32 Mio. Euro). Insbesondere in Europa sind die Preise nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jan Oksum niedrig. Ergebnismindernd wirkten sich außerdem höhere Faser- und Energiekosten aus. Im abgelaufenen Jahr investierte das norwegische Unternehmen 268 Mio. Euro, unter anderem in seine neue Zeitungsdruckpapier-Fabrik in China (Hebei). In Europa lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung für die Zeitungsdruckpapier-produktion bei 96% und bei Magazinpapier bei 92%. In seinem größten Geschäftsbereich Zeitungsdruckpapier Europa steigerte Norske Skog den Umsatz um ca. 101 Mio. Euro auf 1,124 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von nur noch 26,8 Mio. Euro (i. Vj.: 42,3 Mio. Euro). Nachteilig für Norske Skog wirkten sich nicht nur niedrige Preise, sondern auch die stärkere norwegische Krone aus. Insgesamt lieferte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2,241 Mio. t Zeitungsdruckpapier (+ 190.000 t) aus. Im zweitgrößten Geschäftsbereich Magazinpapiere Europa stiegen die Umsätze leicht auf 984,72 Mio. Euro (+ 8,24 Mio. Euro) bei deutlich geringeren operativen Gewinnen von 55,67 Mio. Euro (i. Vj.: 97,29 Mio. Euro). Dabei blieb die Liefermenge mit 1,379 Mio. t (- 8000 t) kaum verändert. Ursächlich für die verringerte Liefermenge sei vor allem die Tatsache gewesen, dass bei Norske Skog Parenco die Produktion zum Jahresende eingeschränkt wurde. Eine Verlustquelle bleibt wie in den vergangenen Jahren auch die Beteiligung von Norske Skog in Kanada (Norske Skog Canada). Trotz einer deutlichen Umsatzsteigerung auf 1,878 Mrd. kan$ (+ 287 Mio. kan$) blieb das Unternehmen mit 28,6 Mio. kan$ in der Verlustzone. Immerhin gelang es im abgelaufenen Jahr, damit den Verlust von 84,5 Mio. kan$ im Jahr 2003 deutlich zu verringern. | zurück zum Inhalt |
13. | bvse beurteilt RWE Umwelt-Übernahme kritisch |
| Die Entscheidung des Bundeskartellamtes, der Übernahme der RWE Umwelt AG durch die Remondis AG (Ex-Rethmann-Gruppe) nur unter strengen Auflagen zuzustimmen, wird vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) im Ergebnis weiterhin skeptisch beurteilt. "Obwohl wir im Kartellverfahren einiges zum Schutz des Wettbewerbs erreicht haben, sind wir nicht am Ziel", bewertete bvse-Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Fischer die Entscheidung des Kartellamtes zu RWE/Remondis. "Die Auflagen sind zwar richtige Schritte und Signale zum Schutz des Wettbewerbs", so Fischer, doch gingen die Einschränkungen für den Zusammenschluss "nicht weit genug". Der bvse werde daher die Entscheidung innerhalb der Frist von vier Wochen "sehr intensiv zu prüfen haben. Wir müssen uns als Anwalt des Mittelstandes hier vorbehalten, nötigenfalls Beschwerde vor den Gerichten einzulegen", so Fischer. Es sei am Horizont klar erkennbar, dass mit dieser Megafusion nun das "Übernahmekarussel erst richtig in Schwung" komme. Der bvse rechnet mit "erheblichen langfristigen Strukturverwerfungen" im Entsorgungsmarkt. "Völlig zu Recht" habe Kartellamtspräsident Ulf Böge bei der Bekanntgabe der Entscheidung unterstrichen, dass er mit Sorge die zunehmende Konzentrationstendenz in der Entsorgungswirtschaft betrachte. Böge wies auch darauf hin, dass zahlreiche Entsorgungsmärkte eine Tendenz zur Oligopolisierung aufwiesen, die durch die zahlreichen Verflechtungen innerhalb der Branche gefördert werde. Diese Tendenz innerhalb der Branche bezeichnete Fischer als "Nährboden für Monopolbildung". Der bvse begrüße daher nachdrücklich die Zusage von Präsident Böge, der ausgeführt hatte, das Kartellamt werde "dieser Entwicklung auch weiterhin im Rahmen seiner gesetzlichen Möglichkeiten entgegenwirken". Fischer wies darauf hin, dass z.B. in NRW bei Restmüll ein Duopol mit erdrückender Marktmacht bestehe, und Remondis als Betreiber von Müllverbrennungsanlagen kleineren Firmen "über extrem hohe Preise" schaden könne. "Wettbewerber könnten gezielt aus dem Markt gedrängt werden", warnte Fischer. Der bvse erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung des bvse nach einer Regulierungsinstitution zur Schaffung von echtem Wettbewerb in diesem Bereich. Der bvse treffe mit diesem Vorschlag auf "steigende Akzeptanz in den Fachkreisen". Als Ausgangsmodell könnten die Erfahrungen aus dem Bereich der Telekommunikation dienen. | zurück zum Inhalt |
14. | Ristelhueber vertritt Cranston Machinery |
| Die August Ristelhueber Papier und Zellstoff GmbH (ARPZ), Hamburg, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Vertretung von Cranston Machinery Company, Oregon/USA, betreffend Ballenbindemaschinen für Zellstoff, Altpapier, Plastik, Schrott und andere Materialien. Bereits seit Mitte der 40er Jahre stellt Cranston Ballenumreifungsgeräte her und bereichert die Industrie seit zwei Jahren mit der Möglichkeit, Zellstoff und Altpapierballen auch ohne die Verwendung von Draht zu verpacken. Dabei unterscheidet Cranston Machinery zwischen zwei Verfahren, und zwar werden in dem einen Verfahren die Zellstoffverpackungen verklebt und in dem anderen Verfahren mit auflösbaren Papierbändern verschnürt. Hauptvorteile sind insbesondere der Sicherheitsaspekt, da bei dem üblichen Aufschneiden von Drähten bei Ballen Verletzungen auftreten können, aber auch wirtschaftliche Interessen, da die Ballen künftig ohne das Lösen der Verpackungen Pulpern zugeführt werden können. Allein in Deutschland verletzen sich in der Industrie jährlich 50 bis 70 Menschen beim Aufknipsen von Drahtumreifungen von Zellstoffballen. Für den Transport werden die Ballen weiterhin mit Draht unitisiert, so dass beim Transport keine Nachteile entstehen. Zur Einführung dieses neuen Ballenverpackungskonzeptes haben sich verschiedene amerikanische und kanadische Zellstoffhersteller, die dieses Verfahren bereits nutzen, bereit erklärt, regelmäßig Mengen entsprechend verpackter Ballen für Testzwecke nach Deutschland zu liefern. Verfügbar sind dabei sowohl gebleichte Langfaser- als auch Kurzfaserzellstoffe. Diese können über ARPZ in Hamburg bezogen werden. Geliefert werden diese Qualitäten zu marktüblichen Preisen mit einem Aufschlag von 2 US-$ für die Verpackung mit Papierbändern. Bei drahtlosen Zellstoffverpackungen mit verklebten Ballenverpackungen wird kein Aufpreis verlangt. | zurück zum Inhalt |
15. | Erste Papiermacher für Schwarze Pumpe ausgebildet |
| Die Ausbildung zum Beruf des Papiermachers schlossen 25 zukünftige Mitarbeiter der Papierfabrik Hamburger Spremberg mit ausgezeichneten und sehr guten Ergebnissen ab. Mit den Abschlussprüfungen im Papiermacherzentrum Gernsbach in Baden-Württemberg endete für die Lausitzer eine zweijährige theoretische und praktische Ausbildung. Während einer Veranstaltung in Spremberg am 28. Februar 2005 würdigte der Vorstandsvorsitzende der österreichischen W. Hamburger AG, Thomas Prinzhorn, die engagierte Arbeit der Umschüler. Sie würden sich gut in das bereits bestehende, hochmotivierte Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Papierfabrik in Schwarze Pumpe integrieren. Der Coach der Umschüler, Johann Schweiger aus Graz, dankte den Papiermachern für ihren überdurchschnittlichen Fleiß während der Ausbildung. Sein Dank richtete sich auch an die Arbeitsagenturen der Region für die sehr gute Mitarbeit bei der Auswahl der Kandidaten. In der Papiermacherschule in Gernsbach und in den Papierfabriken in Pitten (Niederösterreich) und Trostberg (Bayern) sei die Zusammenarbeit in der theoretischen und praktischen Ausbildung ausgezeichnet gewesen. Johann Schweiger zeigte sich überzeugt, dass die schwierige Phase des Anfahrprozesses ebenso gemeistert wird wie die vergangenen Monate der Schulung. Die Arbeitsagenturen in Hoyerswerda, Kamenz, Weißwasser, Spremberg und Cottbus hatten den Männern im Alter von 29 bis 52 Jahren diese Ausbildung vermittelt. In der Papierfabrik Hamburger Spremberg, einschließlich der Wellpappenanlagen, werden annähernd 300 Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Mehr als 200 Mitarbeiter sind bereits im neuen Werk in Spremberg-Schwarze Pumpe tätig. Auch ihnen wurde und wird entsprechend eines betrieblichen Aus- und Weiterbildungsplanes eine fachgerechte Schulung zuteil. Vom bisher eingestellten Personal kommen etwa 95% der Männer und Frauen aus der Lausitz; die Städte Spremberg (33%) und Hoyerswerda (25%) sind dabei am stärksten vertreten. 28% der Beschäftigten sind Frauen. Zurzeit läuft in der Papierfabrik der Anlaufbetrieb. Das erste Papier soll im April 2005 die moderne Papiermaschine verlassen. Im vollen Betrieb, der ab 2006 erwartet wird, werden jährlich bis zu 265.000 t weiße und braune Wellpappenrohpapiere ausschließlich aus dem Rohstoff Altpapier gefertigt. | zurück zum Inhalt |
16. | Produktion finnischer Papierhersteller wächst deutlich in 2004 |
| Die finnischen Hersteller von grafischen und Schreibpapieren steigerten im abgelaufenen Jahr ihre Produktion um etwas mehr als 8% auf über 10 Mio. t. Am stärksten stieg dabei das Segment holzfreier Druck- und Schreibpapiere um 16% auf 3,181 Mio. t. Bei holzhaltigen Papieren war das Wachstum mit 2,4% auf 6,843 Mio. t schwächer. Das Produktionswachstum bei Pappe bzw. Karton lag bei 8,8%, die gesamte Produktionsmenge bei 2,858 Mio. t. Ebenso deutlich fiel das Wachstum der Produzenten chemischer Zellstoffe aus. Dies lag bei 6,1% und die prodzierte Menge bei 7,8 Mio. t. Trotz der guten Wachstumszahlen meldet der finnische Verband, dass die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im vierten Quartal 2004 mit 91% um 5% unter der des dritten Quartals lag. Ursächlich hierfür waren die fest eingeplanten Stillstände über Weihnachten, aber auch eine niedrigere Nachfrage nach Papier- und Pappeprodukten im vierten Quartal. | zurück zum Inhalt |
17. | UPM unterzeichnet Abkommen mit Zeitungsdruck-Marketingverband |
| Die International Newspaper Marketing Association (INMA) hat ein Partnerschaftsabkommen mit dem finnischen UPM-Konzern unterzeichnet. Der auf zwei Jahre angelegte Vertrag sieht vor, dass UPM etliche Aktivitäten der INMA in Nordamerika und Europa unterstützt. Außerdem kooperieren beide Unternehmen im Bereich von Spezialpublikationen und Projekten, von denen sich beide Parteien einen Zugewinn für die Zeitungsdruckverleger versprechen. Nach den Worten von Dr. Hartmut Wurster, Präsident der Division Zeitungsdruckpapier bei UPM, zeige die Partnerschaft mit INMA ein neues Niveau der Kommunikation mit den Zeitungsverlegern. Die Partnerschaft soll von Februar 2005 bis Februar 2007 dauern. | zurück zum Inhalt |
I. | |
| Hagen Knodt ist seit 19. Januar 2005 neuer Geschäftsführer Finanzen bei der Spezialpapierfabrik Oberschmitten GmbH, Nidda/Ober-Schmitten. Er ist Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Gerhard Kröher. Knodt hat 1986 mit einer Ausbildung seine Karriere bei der Spezialpapierfabrik begonnen. Weitere Mitglieder der Geschäftsführung sind Rolf Strotz und Ernst Lenger.  Dr. Benno Fonrobert | Dr. Benno Fonrobert leitet seit Jahresbeginn das neu geschaffene Innovationsmanagement der Eduard Küsters Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Krefeld. Damit soll der Wandel des Traditionsunternehmens zum weltweit agierenden, innovativen Unternehmen für Verfahrenstechnik, Anlagen- und Maschinenbau forciert werden. Dr. Fonrobert leitet das ebenfalls neu geschaffene Innovationsteam und verantwortet die interne und externe Vernetzung von Innovationen und Erfindungen. Die Grenzbereiche unterschiedlicher Disziplinen haben den Naturwissenschaftler und Master of Science schon von jeher interessiert. "Für mich waren immer die Bereiche spannend, in denen die Physik mit anderen Bereichen neue Dinge verfolgt hat." Das habe sein Studium und seine Arbeit als Unternehmensberater bei der PATEV, einer Beratungsfirma, die sich auf das industrielle Management von Technologien und Patenten spezialisiert hat, bestimmt. Als Partner leitete er dort die Bonner Niederlassung mit dem Schwerpunkt Patent- und Innovationsmanagement für Banken und Versicherungen. |
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II. | |
| Norwegen Die Osloer Aktienbörse machte bekannt, dass die Fidelity Investments Ltd. im Auftrag von Investoren 6.660.800 Aktien des norwegischen Norske Skog-Konzerns erworben hat. Das entspricht 5% der gesamten Aktien. Österreich Die österreichische Andritz-Gruppe, Graz, hat die bisher von Voith an der Fa. Voith Andritz gehaltenen Anteile gekauft. Die Firma stellte gemeinsam in Nordamerika Tissuemaschinen her und wird in Zukunft unter dem Namen Andritz Tissue Inc., Janesville, Wisconsin/USA, arbeiten. Beim Personal wird es keine Veränderungen geben. Das Unternehmen wird die gesamte Technologie zur Herstellung von Tissuepapieren und Tissueprodukten anbieten, auch solche, die gemeinsam mit Voith entwickelt wurden. Außerdem wird es nach wie vor Tissueschuhpressen und Yankeezylinder von Voith verkaufen. Die Tissuepilotanlage im brasilianischen São Paulo, die für Kundenversuche und für Forschungs- und Entwicklungsarbeit benötigt wird, betreibt das Unternehmen weiter. Voith selbst wird unabhängig von Andritz auch weiterhin Tissuemaschinen unter dem Namen Voith verkaufen. Schweiz Der Schweizer Papierhersteller Sihl, der im Jahr 2003 von der italienischen Diatec Group übernommen wurde, erwägt den weiteren Abbau von bis zu 70 der 120 Stellen. Offensichtlich ist bei dem Spezialpapierhersteller die Marktsituation weiter sehr angespannt. Zuvor plante die Muttergesellschaft Diatec, dass das Unternehmen im Jahr 2004 wieder mit einem Gewinn abschließen soll. | zurück zum Inhalt |
III. | |
| Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (128. Jahrgang) | Monatlich 4 Ausgaben (2 x Magazin und 2 x PAPIER-ZEITUNG per E-Mail). Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch. | Bankkonto: | Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. | Versandort: | Frankfurt am Main D1096 |
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IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 07/05erscheint am 04.04.2005 Anzeigenschluß: 21.03.2005 aus dem Inhalt: | WELLPAPPE- SPEZIALAUSGABE | | - | Herstellung | | - | Verabeitung | | - | Druck | Tissue World 05.-07.04.2005 Nizza | FEFCO 19.-22.04.2005 Nizza |
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