|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Hersteller von Hülsen oft mit roten Zahlen
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| Die Ertragslage der europäischen Hülsenindustrie sei noch schlechter, als Ende vergangenen Jahres befürchtet, so die Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße (FHR), Frankfurt. Das zeigten die ersten Jahresabschlüsse. Zum wiederholten Mal ist nach den Zahlen des statistischen Bundesamtes die Produktion von Hartpapierhülsen zwar europaweit leicht gestiegen, der Produktionswert jedoch deutlich gesunken. Seit 2001 seien die Hülsenpreise europaweit durch ruinösen Wettbewerb im zweistelligen Bereich gefallen. Gleichzeitig sind die Kosten für Energie, Rohstoffe, Klebstoffe und Transporte gestiegen. "Viele Produzenten hat das in tiefrote Zahlen gestürzt", so FHR-Vorsitzender Ulrich Müller. Der enorme Konzentrationsprozess der vergangenen Jahre setze sich daher unverändert fort. Eine weitere große Übernahme in Europa, die bereits angekündigt worden sei, zeige dies ebenfalls. "Ein Ende des Kostendrucks ist nicht absehbar", meint Müller. Die Papierlieferanten der Hülsenindustrie haben angekündigt, den Preis für Hülsenwickelkarton erneut anzuheben. Grund seien die in den letzten Monaten enorm gestiegenen Energiekosten, die ein bedeutender Kostenfaktor bei der Papierherstellung sind. Da schon heute die Herstellungskosten von Hartpapierhülsen in vielen Fällen über den Verkaufspreisen lägen, treffe der erneute Kostenschub die Firmen dramatisch. Mit Preisanpassungen im zweistelligen Bereich sei daher zu rechnen, so der Verbandsvorsitzende. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | Papiererzeuger mit guter Absatz- und schlechter Gewinnentwicklung in 2005 | Die deutschen Papiererzeuger konnten im Jahr 2005 ihren Absatz erneut um fast 5% auf 21,6 Mio. t steigern. Eigentlicher Wachstumsmotor war dabei erneut das Auslandsgeschäft mit einem Zuwachs von 7% auf 9,6 Mio. t. Der Absatz grafischer Papiere stieg um 2% (250.000 t) auf 10,5 Mio. t, der von Verpackungspapieren um 8% auf 8,4 Mio. t. Außerdem wurden in Deutschland, nach guter Auslastung des Zellstoffwerks Stendal, insgesamt 1,4 Mio. t Zellstoff hergestellt. Der Auslastungsgrad der deutschen Papiermaschinen stieg im Schnitt von 93% auf 94%. Auch die Zahl der Beschäftigten entwickelte sich durchaus positiv und legte um 3% auf 45.850 Mitarbeiter zu. (v.l.n.r.): Hans-Michael Gallenkamp, Klaus Windhagen, Bernd Rettig, Dr. Christopher Grünewald, Dr. Wolfgang Palm, Eberhard Potempa. |
Auf Basis der positiven Absatzentwicklung stieg auch der Umsatz um knapp 5% auf 13 Mrd.Euro. Schlechter entwickelte sich die Kosten- und Ertragsseite. Bei insgesamt gesunkenem Erlösniveau geht der Präsident des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP), Bernd Rettig, von einem Cashflow von 9% aus. Der Gewinn vorSteuern dürfte bei 3% vom Umsatz liegen und damit auf dem Niveau des Jahres 2004. Verlässliche Importzahlen sind vom Statistischen Bundesamt bisher nicht verfügbar, sodass sich die tatsächliche Verbrauchsentwicklung in Deutschland nur schätzen lässt. Dies würde bedeuten, dass die Importe rückläufig waren. Es spricht allerdings einiges dafür, dass die Verbrauchssteigerung allenfalls 1% betrug, sie könnte auch etwas niedriger sein. Einen ausführlichen Bericht über die VDP Jahrespressekonferenz lesen Sie im apr Magazin Nr. 4. G.B. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Aker Kvaerner möchte Zellstoff- und Energieanlagensparte an Metso verkaufen |
| Der norwegische Aker Kvaerner-Konzern möchte sein Geschäft mit dem Bau von Zellstoffanlagen (Kvaerner Pulping) sowie Rückgewinnungs- und Heizkesselanlagen (Kvaerner Power) an die finnische Metso-Gruppe verkaufen. Der Umsatz dieses Geschäfts liegt bei ca. 406 Mio. Euro. Eine entsprechende Absichtserklärung liegt von beiden Parteien vor. Hierzu wird nun eine Wertprüfung (due dilligence) durchgeführt. Beide Parteien hoffen, den Kauf im April abschließen zu können. Für Aker Kvaerner soll sich dabei ein Nettogewinn von ca. 351 Mio. Euro ergeben. Vor Abschluss des Verkaufs wird Kvaerner sein Anlagengeschäft weiter betreuen. Aker Kvaerner beschäftigt in den Bereichen Pulping und Power 2.000 Mitarbeiter in Werken in Schweden, Finnland, USA, Kanada, Japan und Brasilien. Der Umsatz dort lag im Jahr 2005 bei 611 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 38 Mio. Euro . Der Auftragsbestand zum 31.12.2005 lag bei 651 Mio. Euro. Der Bereich soll in die Metso Paper Division Fiber Line eingegliedert werden. Dieser erzielte im Jahr 2005 Umsätze von 489 Mio. Euro und beschäftigt 2.000 Mitarbeiter in Werken in Finnland und Schweden. Risto Hautamäki, Präsident von Metso Paper, erklärte dass der Kauf gut zur Strategie eines profitablen Wachstums von Metso passe. Die Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von Zellstoff habe sich in den letzten Jahren gut entwickelt, vor allem in Südamerika und Asien. Zum Abschluß des Verkaufs ist eine Genehmigung durch die europäischen Wettbewerbsbehörden und anderer staatlicher Stellen notwendig. Bis diese erfolgt ist, werden Metso Paper und Aker Kvaerner Pulping and Power unabhängig von einander als zwei Gesellschaften am Markt auftreten und arbeiten. Dies bedeutet auch, dass bei etwaigen Ausschreibungen beide Unternehmen keinerlei Absprachen miteinander treffen werden. Gleiches gilt für Preisinformationen, Gewinnmargen und Kosten für spezifische Produkte. | zurück zum Inhalt |
3. | Tarifauseinandersetzung schmälert Gewinn von M-real
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| Der finnische M-real Konzern vergrößerte in 2005 seinen Nachsteuerverlust von 75 Mio. Euro auf 142 Mio. Euro, der operative Gewinn fiel ohne Einmalaufwendungen auf 4 Mio. Euro (i.Vj.: 61 Mio. Euro). Ursache hierfür war zuallererst die lange Tarifauseinandersetzung in der finnischen Papierindustrie, die nach einem Streik zu einer Aussperrung von sechs Wochen führte. Negativ wirkten außerdem ein weiterer Preisverfall bei ungestrichenen Feinpapieren und höhere Rohöl-basierten Material- und Transportkosten. Die Umsätze blieben mit 5,241 Mrd. Euro (i.Vj.: 5,522 Mrd.Euro) fast unverändert. Alleine der Arbeitskampf minderte nach Schätzung des Unternehmens den operativen Gewinn um 85 bis 90 Mio. Euro. Im IV. Quartal lag der Nettoverlust bei 49 Mio. Euro, im III. Quartal konnte noch ein Gewinn von 1 Mio. Euro erzielt werden. Die Mehrheit der Stimmrechtsaktien von M-real liegt mit 60,8 % bei der Muttergesellschaft Metsäliitto. Von ihr erhielt das Unternehmen auch im letzten Jahr neues Kapital. Der neue Vorstandsvorsitzende Hannu Anttila betonte in einer Telefonkonferenz, dass M-real über nicht genutzte Kreditlinien von über 1,25 Mrd.Euro verfüge und dass das im Gang befindliche Einsparprogramm bis zum Jahr 2006 Einsparungen von 30 Mio. Euro erbringen soll. Im März wertete Standard & Poors M-real im Rating von BB+ auf BB ab und veränderte gleichzeitig den Ausblick von negativ auf stabil. Ende des Jahres veränderte Moody Investor Service das Kreditrating von BA2 stabil auf BA2 negativ. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens lag zum Ende des Jahres bei 1,4 Mrd. Euro. Fraglich ist für manchen außenstehenden Betrachter, in welchem Umfang M-real Strukturprobleme hat, die mit Geld alleine nicht zu lösen sind und in welchem Umfang relativ rasch neue Strukturen geschaffen werden können. Für Forschung und Entwicklung wendete das Unternehmen im vergangen Jahr 24 Mio. Euro (0,6 % des Umsatzes) auf. Die Nettoverbindlichkeiten der Gruppe liegen bei 2,2 Mrd.Euro (i.Vj. 1,83 Mrd. Euro). Die in den verschiedenen Ländern den M-real-Werken gewährtenCO²-Emissionsrechte reichten im Jahr 2005 aus, allerdings nur deshalb weil es zu dem vorher erwähnten Arbeitskampf kam. Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche Im Bereich Konsumentenverpackungen, der vor allem die Kartonproduktion umfasst, ging der Umsatz aufgrund des Arbeitskampfes deutlich um fast 200 Mio. Euro auf 864 Mio. Euro (vgl. Tabelle) zurück. Der operative Gewinn fiel dabei nur leicht um ca. 3 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro. Dementsprechend drastisch fiel auch die Produktion, sie lag nur noch bei 985.000 t nach 1,33 Mio. t im Jahr 2004. Im Bereich Publikationspapiere blieb der Umsatz fast unverändert bei ca. 800 Mio. (siehe Tabelle), bei leicht erhöhtem operativen Gewinn von 14 Mio. Euro (vgl. Tabelle). Bei Publikationspapieren lief das letzte Quartal mit einem Absatzplus von 9% sehr gut. Die Preise zogen dabei leicht an. Bei kommerziellen Druckpapieren, hierzu gehören gestrichene Feinpapiere, blieb der Umsatz kaum verändert bei 1,488 Mrd.Euro, allerdings stieg der operative Verlust weiter auf 62 Mio. Euro (vgl. Tabelle). Die durchschnittlichen Verkaufspreise im vergangen Jahr fielen. In dem Verlust sind Einmal- Aufwendungen in Höhe von 29 Mio. Euro aus der Neubewertung des Werkes Pont Sainte Maxence enthalten. Bei Büropapieren stiegen die Umsätze leicht auf 704 Mio. Euro (plus 37 Mio. Euro). Der schmale operative Gewinn des Jahres 2004 konnte nicht erreicht werden, es kam zu einem Jahresverlust von 5 Mio. Euro. Darin enthalten sind Einmal-Aufwendungen in Höhe von 9 Mio. Euro für verschiedene Projekte. Die ausgelieferte Menge stieg um 73.000 t auf 1,034 Mio. t. Bei der Map Merchant Group, dem Papiergroßhändler von M-real, liegt der operative Gewinn fast unverändert bei 18 Mio. Euro (plus 1 Mio. Euro), bei einem Umsatz von 1,39 Mrd.Euro. Die ausgelieferte Menge betrug 1,359 Mio. t. Aussichten Der neue Vorstandsvorsitzende Hannu Anttila zeigte sich optimistisch, dass Preiserhöhungen, insbesondere solche für ungestrichene Feinpapiere, im ersten Quartal möglich sind. Auch die Preise für gestrichene Feinpapiere sollten steigen. Wegen der deutlich höheren Produktionskosten seien höhere Preise für gestrichene Feinpapiere und Karton notwendig. Ziel des Vorstandes sei es, einen Turn-around zurück in die Gewinnzone zu schaffen.
| Umsatz in Mio. | I-IV 05 | I-IV 04 | IV 05 | III 05 | IV 04 | III 04 | | Konsumentenverpackungen | 864 | 1045 | 231 | 196 | 256 | 264 | | Publikationspapiere | 796 | 802 | 230 | 181 | 225 | 202 | | Kommerzielle Druckpapiere | 1488 | 1474 | 376 | 381 | 372 | 368 | | Büropapiere | 704 | 667 | 167 | 174 | 162 | 168 | | Map Merchant Group | 1390 | 1368 | 357 | 341 | 343 | 332 | | Interne Verkäufe und Sonstiges | -1 | 166 | 8 | -4 | 6 | 53 | | Gesamtumsatz in Mio. | 5241 | 5522 | 1369 | 1269 | 1364 | 1387 |
| Operativer Gewinn in Mio. | I-IV 05 | I-IV 04 | IV 05 | III 05 | IV 04 | III 04 | | Konsumenten Verpackungen | 41 | 93 | 16 | 14 | 30 | 25 | | Publikationspapiere | 14 | 12 | 13 | 14 | 4 | 9 | | Kommerzielle Druckpapiere | -62 | -49 | -41 | 0 | -35 | -7 | | Büropapiere | -5 | 10 | 3 | -3 | 0 | 4 | | Map Merchant Group | 18 | 17 | 0 | 5 | 0 | 4 | | Summe in Mio. | 36 | 28 | -27 | 20 | -17 | 17 |
Lieferungen Papier oder Pappe in 1000 t | I-IV 05 | I-IV 04 | IV 05 | III 05 | IV 04 | III 04 | | Konsumenten Verpackungen | 1006 | 1374 | 268 | 226 | 340 | 345 | | Publikationspapiere | 1146 | 1192 | 326 | 257 | 336 | 301 | | Kommerzielle Druckpapiere | 1866 | 1842 | 469 | 480 | 469 | 464 | | Büropapiere | 1034 | 961 | 242 | 254 | 233 | 246 | | Total | 4046 | 3995 | 1037 | 991 | 1038 | 1011 | | Map Merchant Group (Großhändler) | 1359 | 1308 | 347 | 337 | 330 | 321 |
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4. | Stora Enso rutscht in die Verlustzone wegen hoher Einmalaufwendungen |
| Der finnische Stora Enso-Konzern erwirtschaftete im abgelaufenen Jahr einen Verlust nach Steuern von 126,3 Mio. Euro (i. Vj.: Gewinn von 838,1 Mio. Euro). Die Umsätze stiegen um 792 Mio. Euro auf 13,19 Mrd. Euro. Auch das operative Ergebnis erbrachte einen Verlust von 93,9 Mio. Euro (i. Vj.: 796,4 Mio. Euro). Von der Umsatzsteigerung in Höhe von 792 Mio. Euro resultieren 354,6 Mio. Euro aus der Übernahme des deutschen Papiergroßhändlers Schneidersöhne. Die restliche Umsatzsteigerung ergibt sich vorwiegend aus Preiserhöhungen, die allerdings teilweise durch geringere Liefermengen wieder aufgewogen wurden. Mit Ausnahme der Divisionen Presse- und Katalogpapiere sowie Feinpapiere waren die operativen Gewinne aller Produktsegmente rückläufig. Die Marktbewertung des Nettovermögens der Firma Schneidersöhne erbrachte eine Abwertung der Vorräte in Höhe von 7,2 Mio. Euro. Der in Finnland im zweiten und dritten Quartal 2005 ausgetragene Tarifkonflikt reduzierte den operativen Gewinn im zweiten Quartal um ca. 150 Mio. Euro und im dritten Quartal um 40 Mio. Euro. Allerdings ergibt sich nun für Stora die Möglichkeit, während der Weihnachts- und Mittsommerfeiertage zu produzieren, außerdem gelten neue Outsourcing-Regeln. Im Rahmen seines Rentabilitätsverbesserungsprogramms Profit 2007, das der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produktionsstätten dient, verbuchte Stora Enso mehrere außerordentliche Posten, die insgesamt Kosten von 451,4 Mio. Euro umfassen. Dabei entfallen 297,8 Mio. Euro auf Wertberichtigungen, die Restrukturierungskosten liegen bei 18,7 Mio. Euro und134,9 Mio. Euro resultierenaus Abfindungen bzw. zahlungswirksamen Rückstellungen. Für laufende Kartellverfahren, die sich nach Überprüfungen durch Kartellbehörden in Finnland, Europa und den USA ergaben, hat Stora keine Rückstellungen vorgenommen. Die Untersuchungen seien noch im Ermittlungsstadium, Anklagen gegen einzelne Mitarbeiter oder Firmen seien nicht erhoben. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Stora Enso 46.166 Mitarbeiter (plus 2387). In Finnland nahm die Zahl der Beschäftigten ab, in Deutschland stieg die Zahl durch die Übernahme von Schneidersöhne. Produktbereiche Im Produktbereich Presse- und Katalogpapiere stieg der Umsatz leicht auf 4,676 Mrd. Euro (plus 54 Mio. Euro) bei einem deutlich höheren operativen Gewinn (hier sind außerordentliche Posten und Abschreibungen nicht berücksichtigt) von 193,3 Mio. Euro (i. Vj.: 104,6 Mio. Euro). In Europa seien die Auftragsbücher von Stora Enso bei gestrichenem Zeitschriftenpapier nur mäßig gefüllt. Im vierten Quartal nahm die Nachfrage nach Zeitungsdruckpapier und gestrichenem Zeitschriftenpapier allerdings zu, sie war aber insgesamt schwächer als im vierten Quartal 2004. In 2006 geht Stora Enso von einer guten Nachfrage in diesem Segment aus, was Preiserhöhungen erleichtern sollte. Bei Feinpapieren stieg der Umsatz geringfügig auf 2,69 Mrd. Euro (plus 22 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 62,2 Mio. Euro (plus 8 Mio. Euro). Infolge des Wirtschaftswachstums im ersten Quartal 2006 in Nordamerika und Europa rechnet Stora Enso mit einer Belebung der Nachfrage nach Feinpapier. Im Bereich Papiergroßhandel (Stora Papyrus) stiegen die Umsätze auf 1,173 Mrd.Euro, sind aber wegen der Übernahme der Firma Schneidersöhne nicht vergleichbar zum Vorjahr. Operativ weist Stora hier einen Verlust von 1,9 Mio. Euro auf, der sich auch aus einer Abwertung der Vorräte vonSchneidersöhne ergab. Stora weist darauf hin, dass in diesem Bereich umfangreiche Integrationsmaßnahmen im Gange sind. Bei Verpackungskarton stieg der Umsatz deutlich um 140 Mio. Euro auf 3,19 Mrd. Euro bei einem reduzierten operativen Gewinn von 220 Mio. Euro (minus 51 Mio. Euro). Im Allgemeinen sei die Nachfrage gut gewesen, auch seien einige Preiserhöhungen gelungen. Ausblick In Europa rechnet Stora Enso im Zuge einer leichten Belebung der Werbewirtschaft und des Direktmarketings mit einer Stimulierung der Nachfrage nach vom Werbeaufkommen abhängigen Papieren. Die Nachfrage nach Zeitungsdruckpapier und Zeitschriftenpapier sei gut, und für 2006 erwartet das Unternehmen in diesem Segment ein leichtes Nachfragewachstum. Außerdem rechnet der Vorstand, nach dem schwachen Jahr 2005, mit einer Erhöhung der Nachfrage nach SC-Papier und höherenPreisen. Bei Feinpapier sei das erste Quartal saisonbedingt gut gewesen. Bei Verpackungskarton spricht Stora Enso ebenfalls von möglichen Preiserhöhungen und einer guten Nachfrage. Über mögliche Ergebnisse bezüglich der andauernden Tarifauseinandersetzungen im Werk Hawkesbury, wo Stora seit 26. Januar die Arbeiter aussperrt, gab der Vorstand keine Prognose ab.
| Stora Enso - Umsätze und Betriebsergebnisse vor außerordentlichen Posten u. Abschreibungen auf den Geschäftswert nach Produktbereichen (in Mio. Euro) | | Umsatz | Q4/2004 | Jahr 2004 | Q4/2005 | Jahr 2005 | | Presse- u. Katalogpapiere | 1269,3 | 4621,4 | 1280,2 | 4675,9 | | Feinpapiere | 678,7 | 2668,8 | 737,9 | 2690,3 | | Großhandel | 183,4 | 637,9 | 478,5 | 1173,2 | | Verpackungskarton | 768,2 | 3053,4 | 838,8 | 3190,2 | | Holzprodukte | 386,0 | 1566,8 | 389,7 | 1588,3 | | Wood Supply | 657,0 | 2481,6 | 651,6 | 2501,9 | | Sonstige | - 700,7 | - 2634,1 | - 740,6 | - 2632,3 | | Insgesamt | 3241,9 | 12.395,8 | 3636,1 | 13.187,5 | Betriebsergebnis | | Presse- u. Katalogpapiere | 38,5 | 104,6 | 72,3 | 193,3 | | Feinpapiere | 13,9 | 54,5 | 28,9 | 62,2 | | Großhändler | 3,9 | 11,2 | - 1,9 | 3,3 | | Verpackungskarton | 39,6 | 271,3 | 62,6 | 220,0 | | Holzprodukte | - 8,9 | 34,7 | - 7,2 | - 3,1 | | Wood Supply | - 5,4 | 32,3 | - 3,7 | - 11,8 | | Sonstige | - 14,7 | - 81,9 | - 30,1 | - 106,4 | | Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäftswert | 66,9 | 426,7 | 120,9 | 357,5 | | Ergebnis vor Steuern u. Anteilen anderer Gesellschafter | 204,6 | 639,0 | - 343,0 | - 178,3 | | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 54,2 | 108,8 | 98,8 | 52,0 | | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 150,4 | 747,8 | - 244,2 | - 126,3 |
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5. | Finnische Forst- und Papierindustrie will Wettbewerbsfähigkeit steigern |
| Der finnische Verband für die Forst- und Papierindustrie will dafür sorgen, dass in Zukunft durch Forschung die Wettbewerbsfähigkeit der Branche verbessert wird. Es gehe darum, innovative Produkte für sich verändernde Märkte zu entwickeln und neue Kundenbedürfnisse zu treffen. Ziel sei es außerdem, die Umsätze in neuen Geschäftszweigen zu erhöhen und die eigene Position in den bestehenden Märkten zu stärken. Lars Gädda, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung beim finnischen M-real-Konzern und Sprecher einer für F&E-Fragen zuständigen Plattform innerhalb des Verbandes, nannte als gutes Beispiel die sog. "intelligenten Verpackungen", die Packmittelund Informationstechnologie verbinden. Die Möglichkeiten für die Anwendung solcher intelligenter Verpackungen seien enorm. Eine Verpackung könne z.B. signalisieren, wenn die Haltbarkeit des Produktes abgelaufen ist oder das Produkt könne innerhalb der Lieferkette weiterverfolgt werden. Es gehe außerdem darum, noch mehr Fasermasse aus den Wäldern in Produkte umzuwandeln. Die Forschung und Entwicklung wird sich außerdem auf erneuerbare Ressourcen und die Nutzung von Bioenergie konzentrieren. Mittlerweile gibt es eine europäische Forst-, Zellstoff- und Papiertechnologie-Plattform die eine Vision für die Branche bis 2030 entwickelt hat. Nähere Information hierzu gibt es unter www.forestplatform.org. | zurück zum Inhalt |
6. | UPM mit schwachem Jahresergebnis |
| Die Gewinnsituation des finnischen UPM-Konzerns bleibt nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Jussi Pesonen nach wie vor schwach. Der Tarifkonflikt in Finnland im Sommer 2005 erkläre dies nur zum Teil. Ein weiterer Grund seien die bei Druckpapieren bestehenden Überkapazitäten, aber auch einmalige Sondereffekte, die die Ertragssituation des letzten Quartals belasteten. Um die Gewinnsituation des Unternehmens zu verbessern und den Turn-around zu erreichen, müsse UPM neue Maßnahmen ergreifen, die es erlaubten, seine Kapazitäten profitabler als bisher zu nutzen. Pesonen verwies auch darauf, dass es bei gestrichenen Papieren nach wie vor eine strukturelle Überkapazität gebe. Derzeit würden eine Reihe von Optionen zur dauerhaften Verbesserung der Profitabilität untersucht. In einer Telefonpressekonferenz wies Pesonen darauf hin, dass ein umfassendes Reorganisationsprogramm bald vorgestellt werden soll. In diesem Rahmen wird auch die Entscheidung bekannt gegeben, ob eine neue SC-Papiermaschine in Augsburg oder Frankreich gebaut wird. Auch aufgrund der sechswöchigen Aussperrung in Finnland ergibt sich im abgelaufenen Jahr ein Umsatzrückgang auf 9,35 Mrd. Euro (i. Vj.:9,82 Mrd. Euro). Der operative Gewinn fiel im Gesamtjahr deutlich auf 278 Mio. Euro (i. Vj.: 627 Mio. Euro), der Nettogewinn lag bei 261 Mio. Euro (i. Vj.: 920 Mio. Euro). Insgesamt bezeichnet UPM die Papiernachfrage im Jahr 2005 trotz langsamen Wachstums als gut. Weltweit seien die Ausgaben für Printwerbung gestiegen, obwohl der Anteil der Printwerbung an der Gesamtwerbung insgesamt fiel. Bei Magazinpapieren geht UPM von einem Marktwachstum von 1% in Europa und 14% in den USA aus. Bei Zeitungsdruck lag das Wachstum in Europa bei 4%. Pesonen wies darauf hin, dass UPM bei Zeitungsdruck in Europa Marktanteile verloren habe, wobei er nicht darauf einging an wen. Das finnische Unternehmen lieferte mit 10,172 Mio. t insgesamt 6% weniger Papier aus. Ende2005 beschäftigte UPM 31.522 Mitarbeiter, dies waren 1.911 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs. Produktionseinschränkungen in seiner Holzdivision erbrachten eine Beschäftigtenverringerung um 650 Personen, weitere 340 Mitarbeiter verloren ihren Job durch die Schließung des kanadischen Werkes Miramichi. 1.360 Menschen arbeiteten in der verkauften Firma Loparex. Firmenakquisitionen und andere Einstellungen führten zu439 Neueinstellungen. Investitionen Anfang des Jahres 2005 entschloss sich UPM insgesamt 14 Mio. Euro in die Modernisierung der Sägewerke Korkeakoski und Kaukas sowie in das Spanplattenwerk Jyväskylä zu investieren. Weitere 82 Mio. Euro an Investitionen sind für die Papiermaschine 3 im deutschen Werk Nordland genehmigt. 26 Mio. Euro sollen in den Umbau der Papiermaschine 1 im französischen Werk Docelles fließen. Beide Umbaumaßnahmen sollen im dritten Quartal 2006 beendet sein. 75 Mio. Euro investierte UPM in die Energieerzeugung auf Basis von Biomasse im französischen Werk Chapelle Darblay. Außerdem will das Unternehmen 67 Mio. Euro zusammen mit der Firma Metsä-Botnia in ein Zellstoffwerk in Uruguay investieren. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 1,1 Mrd. US-$. Die dort entstehende Zellstofffabrik soll eine Jahreskapazität von 1 Mio. t Eukalyptuszellstoff liefern. Bis zum Jahresende 2005 hat UPM in dieses Projekt 25 Mio. US-$ investiert. UPM entschied, insgesamt 41 Mio. Euro in die Modernisierung seines deutschen Werkes Schongau zu stecken. Dieser Umbau soll im ersten Halbjahr 2006 über die Bühne gehen. Der Kapitalwert von UPM an der Börse erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 1,5 Mrd. Euro auf 11,36 Mrd. Euro. Ergebnisse der einzelnen Divisionen Bei Magazinpapieren fielen die Umsätze um ca. 200 Mio. Euro auf 3,091 Mrd. Euro bei einem operativen Verlust von 78 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 83 Mio. Euro). Die ausgelieferte Menge fiel ebenfalls deutlich um ca. 460.000 t auf 4,486 Mio. t. Ursächlich für den hohen operativen Verlust war eine hier einfließende Neubewertung des kanadischen Werkes Miramichi, was alleine Kosten von 151 Mio. Euro mit sich brachte. Hinzu kam eine Einmalabschreibung in Höhe von 5 Mio. Euro im Werk Augsburg. Insgesamt lagen die Preise für Magazinpapiere auf Eurobasis weltweit betrachtet um 6% höher. In Europa seien die Preiserhöhungen nur marginal gewesen. In Kanada litt UPM darunter, dass im Magazinpapierwerk Miramichi mehr als ein halbes Jahr gestreikt wurde und die Produktion erst im September wieder begann. Diese Auseinandersetzungen seien der wesentliche Grund für den Umsatzrückgang und den Rückgang der Papierlieferungen. Bei Zeitungsdruckpapier konnte UPM den Umsatz leicht auf 1,308 Mrd. Euro (plus 13.000 Euro) anheben. Dabei stieg der operative Gewinn auf 77 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 2 Mio. Euro). Die ausgelieferte Menge fiel um ca. 120.000 t auf 2,592 Mio. t. UPM spricht speziell in Deutschland von einem starken Wachstum bei Zeitungsdruck, während in Frankreich und Großbritannien die Werbevolumina und das Ausgabenverhalten bei Werbung hinter dem Niveau des Jahres 2004 lag. Auch die Exportpreise für Zeitungsdruck seien deutlich gestiegen. In Europa lagen die Preissteigerungen durchschnittlich bei 4%. Im Bereich Fein- und Spezialpapiere konnten die Umsätze mit 2,237 Mrd. Euro (minus 30 Mio. Euro) knapp gehalten werden. Der operative Gewinn fiel in diesem Geschäftsfeld allerdings deutlich auf 88 Mio. Euro (i. Vj.: 160 Mio. Euro). Die schwächere Ertragssituation begründet UPM vor allem mit einem Preisverfall bei Feinpapier. Deutlich besser sah die Gewinnsituation bei Etiketten- und Verpackungspapieren aus. Erstaunlich ist, dass dies alles trotz einer in Europa um 3% gestiegenen Nachfrage nach gestrichenem Feinpapier geschah. In der Division Verarbeitung war der Umsatz ebenfalls deutlich rückläufig und lag bei 1,347 Mrd. Euro (minus 67 Mio. Euro). Dabei lag der operative Gewinn fast unverändert bei 70 Mio. Euro. Im nächsten Jahr wird sich in dieser Division der Verkauf des Tochterunternehmens Loparex bemerkbar machen. Gut entwickelte sich die Tochterfirma Raflatac, deren Umsätze um 10% stiegen, während die der Tochtergesellschaft Walki Wisa um 10% sanken. Im Bereich Holzprodukte fielen Umsatz und Gewinn (vgl. Tabelle), hier drehte die Ertragssituation ins Negative mit einem operativen Verlust von 32 Mio. Euro. In diesem Bereich spielte der Streikbzw. die Aussperrung in Finnland eine besonders große Rolle. Aussichten Der Vorstand von UPM rechnet damit, dass sich die Gewinnsituation im Jahr 2006 verbessert und die Nachfrage nach Druckpapieren weiter steigen wird. Die Durchschnittspreise für Papier sollen höher liegen. Der Preisanstieg für Rohstoffe und Energie werde voraussichtlich über der allgemeinen Inflationsrate liegen. Dank eines überdurchschnittlich hohen Selbstversorgungsgrades bei Energie sowie der im Konzern umgesetzten und geplanten Kosteneinsparungen geht Jussi Pesonen davon aus, dass es bei UPM nur zu einem moderaten Anstieg der Gesamtkosten kommt. Pesonen verweist darauf, dass es in den Jahren 2003 und 2004 gelungen sei, die jährlichen Ausgaben um 247 Mio. Euro zu senken. Von den 51 Papiermaschinen des Unternehmens mit einer Produktionskapazität von 12,6 Mio. t sollen weitere nicht mehr wettbewerbsfähige Anlagen aus dem Markt genommen werden. UPM wolle auch von den schnell wachsenden Märkten in Asien und Osteuropa profitieren.
| UPM - Umsatz und operativer Gewinn der einzelnen Bereiche (in Mio. Euro) | | Umsatz | Q4/05 | Q3/05 | Q2/05 | Q1/05 | Q4/04 | Q3/04 | | Magazinpapiere | 935 | 726 | 693 | 737 | 876 | 836 | | Zeitungsdruckpapiere | 381 | 297 | 318 | 312 | 342 | 316 | | Fein- u. Spezialpapiere | 629 | 576 | 495 | 537 | 545 | 581 | | Verarbeitung | 296 | 345 | 345 | 361 | 355 | 351 | | Holzprodukte | 332 | 301 | 341 | 312 | 326 | 354 | | Sonstige Geschäfte | 133 | 111 | 136 | 137 | 101 | 128 | | Interner Umsatz | - 132 | - 113 | - 75 | - 118 | - 122 | - 117 | | Umsatz gesamt | 2574 | 2243 | 2253 | 2278 | 2423 | 2449 | Operativer Gewinn | | Magazinpapiere | - 91 | 34 | - 47 | 26 | - 108 | 29 | | Zeitungsdruckpapiere | 22 | 28 | 10 | 17 | 1 | 7 | | Fein- u. Spezialpapiere | 23 | 37 | - 17 | 45 | 34 | 47 | | Verarbeitung | 8 | 36 | 6 | 20 | 15 | 16 | | Holzprodukte | - 23 | - 3 | 13 | 14 | - 26 | 109 | | Sonstige Geschäfte | - 10 | 33 | 46 | 51 | 278 | 39 | | Operativer Gewinn/Verlust gesamt | - 71 | 165 | 11 | 173 | 194 | 247 |
| UPM - Lieferungen und Produkktion der einzelnen Bereiche | | Lieferungen (1000 t) | Jahr 05 | Jahr 04 | Jahr 03 | | Magazinpapiere | 4486 | 4940 | 4822 | | Zeitungsdruckpapiere | 2592 | 2719 | 2587 | | Fein- u. Spezialpapiere | 3060 | 3074 | 2879 | | Verarbeitungspapiere | 34 | 59 | 54 | | Lieferungen gesamt | 10.172 | 10.792 | 10.342 | Produktion | | Papier (1000 t) | 10.223 | 10.886 | 10.232 | | Sperrholz (1000 Kubikmeter) | 968 | 969 | 936 | | Sägeholz (1000 Kubikmeter) | 2147 | 2409 | 2408 | | Chemischer Zellstoff (1000 t) | 1840 | 2243 | 2027 |
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7. | Neunter Internationaler Altpapiertag des bvse |
| Den neunte Internationalen Altpapiertag 2006 richtet der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. in Warnemünde/Rostock in der Yachthafenresidenz Hohe Düne aus. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 23. März 2006 um 19.00 Uhr mit dem traditionellen bvse-Begrüßungsabend. Am Freitag, 24. März 2006 wird das wichtigste europäische Branchentreffen durch den Tagungsleiter und Vorsitzenden der bvse-Fachvereinigung Papierrecycling Andreas Uriel eröffnet. Es folgt der Hauptredner des Altpapier-Kongresses, der Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Michael Müller MdB, der die Abfallwirtschafts- und Stoffstrompolitik der neuen Bundesregierung vorstellen wird. Anschließend referiert Prof.Phillippe Chalmin, Vorsitzender des "Cyclope"-Projektes des World-waste-year-book zum Thema "Der große Schock auf den Rohstoffmärkten: Gegenwart, Zukunft und seine Konsequenzen für die Recycling-Industrie". Über die Altpapier-Nachfrage in Asien und deren Konsequenzen für den europäischen Markt informiert dann Heiko Bayerl, Hamburger GmbH. Jonas Huang von Round-The-World Logistics stellt in seinem Referat die Frage: Führt der global zunehmende Bedarf an Altpapier zum Kollaps der Logistik? Der Themenkreis: "Altpapier - geeigneter Rohstoff für die Herstellung von Lebensmittel-Kontaktpapier?" beleuchtet ein sensibles Segment in der Papierproduktion, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. In seinem Einstiegsreferat berichtet Dr. Reinhard Thiel, Verband Deutscher Papierfabriken(VDP), über die europäischen Vorgaben zum Einsatz von Altpapier in Anwendungen mit Lebensmittelkontakt. Heinz Traussnig von der Firma Mayr-Melnhof Karton und Vorsitzender der CEPI-Working Group "Food Contact", stellt danach die Kriterien für die Rohstoffauswahl des Kartonherstellers vor. Dr. Michael Kühl, Rolf Kühl Papierhandels-GmbH und Mitglied im Vorstand von ERPA, hebt in seinem Statement auf die Fähigkeiten der Altpapierentsorgungswirtschaft als Lieferant eines qualitativ geeigneten Rohstoffes ab. Unter der Leitung von Britta Fecke, Wirtschaftsredakteurin beim Deutschlandfunk, werden dann Referenten und Publikum in die Expertendiskussion einsteigen. Das Internet als nicht unumstrittenes Medium der öffentlichen Auftragsvergabe behandelt Björn Klippel von der TIM Consult GmbH in seinem Abschlussvortrag "Die Vergabe kommunaler Altpapiermengen via Internet-Auktion - Irrweg oder modernes Verfahren?" Die Teilnahmegebühr beträgt Euro 449,-. Für Mitglieder des bvse, der bvse-Entsorgergemeinschaft e.V. und Behördenvertreter wird ein Tagungsbeitrag von Euro 289,- erhoben. Weitere Informationen gibt es beim bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn. | zurück zum Inhalt |
8. | SCA mit Gewinneinbruch wegen hoher Einmalkosten |
| Der schwedische SCA-Konzern konnte im abgelaufenen Jahr 2005 seinen Umsatz um 709,6 Mio. Euro auf 10,52 Mrd. Euro steigern. Dabei fiel allerdings der Gewinn nach Steuern drastisch auf 49,56 Mio. Euro (i. Vj.: 567,68 Mio. Euro). Ursache hierfür waren zahlreiche Einmal-Aufwendungen bzw. Restrukturierungskosten. Bleibendiese unberücksichtigt, ergibtsich ein um 19% niedrigerer Vorsteuergewinn. Der operative Gewinn ohne Berücksichtigung derEinmalkosten fiel leicht auf 1,484 Mrd. Euro (minus 89,51 Mio. Euro). Das gesamte, von SCA beschlossene Restrukturierungsprogramm wird das Unternehmen 539,3 Mio. Euro kosten, 253,27 Mio. Euro des Betrages bestehen aus Abschreibungen, die im Jahr 2005 gebucht wurden. Die restlichen 285,91 Mio. Euro ergeben sich aus Abfindungen und ähnlichen Beträgen. Ergebnisse der einzelnen Divisionen In der umsatzstärksten Division Verpackungen stiegen die Umsätze leicht auf 3,532 Mrd. Euro (plus 92,79 Mio. Euro), wobei der operative Gewinn deutlich auf 193,77 Mio. Euro (minus 90,5 Mio. Euro) zurückging. Die Produktion von Wellpappenrohpapieren blieb mit 2,612 Mio. Tonnen (minus 4000 Tonnen) praktisch unverändert. Insgesamt produzierte SCA im abgelaufenen Jahr 4,3 Mrd. m² (plus 73 Mio. m2) Wellpappe. Im europäischen Verpackungsmarkt sah SCA einen graduellen Preisverfall bei einem rezessiven Klima. Einzige Ausnahme habe Deutschland gebildet, dort wuchs der Markt. Insgesamt gingen die Preise in Europa in 2005 um weitere 3% zurück. Preiserhöhungen bei Kraftliner und Testliner in Höhe von 40 Euro pro Tonne wurden durch höhere Energiekosten bei SCA kompensiert. Das Unternehmen hat im Schweizer Argovia eine Wellpappenrohpapiermaschine und in Brüssel ein Wellpappenwerk geschlossen. Außerdem willSCA ein Werk im englischen Darlington und eines in Prag schließen sowie Werke in Schweden, Dänemark und Finnland restrukturieren. In seinen chinesischen Wellpappenwerken konnte SCA seine Umsätze um einen nicht näher genannten Prozentsatz deutlich steigern. Die Abnehmerstruktur sei dort fragmentiert. Die Strategie, große Kunden zu gewinnen, habe mittlerweile Erfolg. Im zweitgrößten Geschäftsbereich Tissue stieg der Umsatz auf 3,351 Mrd. Euro (plus 338,42 Mio. Euro) bei einem deutlich reduzierten operativen Gewinn auf 172,16 Mio. Euro (minus 49,12 Mio. Euro). Der Umsatzanstieg von 11% resultiert überwiegend (9%) aus der Akquisition neuer Betriebe in Mexiko und Australien. Insgesamt sei die Nachfrage nach Tissue in Europa relativ gut gewesen, in Osteuropa und Russland mit einem Zuwachs von 15% sogar besonders stark. Im ersten Halbjahr 2005 sei es SCA erstmals innerhalb von vier Jahren gelungen, den Preis für Tissue anzuheben. Weitere Preiserhöhungen sollen folgen. Im italienischen Rovereto, im niederländischen Tilburg, im italienischen Lucca und im prortugiesischen Nisa schloss SCA vier Tissuepapierwerke, zwei weitere Tissuewerke in Frankreich und eines in England wurden ebenfall dicht gemacht. Bei dem so genannten Away-from-Home-Geschäft, also den traditionellen Abnehmern wie Hotels, blieb der Umsatz zum Vorjahr fast unverändert (vgl. Tabelle). Im drittgrößte Bereich Personal Care, zu dem Inkontinenzprodukte, Damenhygieneprodukte und Höschenwindeln gehören, setzte SCA mit 2,112 Mrd. Euro insgesamt 196,5 Mio. Euro mehr um. 4% dieses Umsatzwachstums enfielen auf Firmenzukäufe. Der operative Gewinn lag kaum verändert bei 269,65 Mio. Euro (plus 4,912 Mio. Euro). Positiv entwickelte sich der Bereich Forstprodukte, zu dem die Werke für grafische Papiere zählen. Hier stieg der Umsatz um knapp109 Mio. Euro auf 1,1,74 Mrd. Euro bei einem ebenfalls verbesserten Gewinn von 206,33 Mio. Euro (i. Vj.: 193,23 Mio. Euro). Insgesamt bezeichnet SCA die Nachfrage nach grafischen Papieren im Jahr 2005 als gut. Besonders der Anzeigenmarkt habe sich gerade in Deutschland vorteilhaft entwickelt. Einen Ausblick auf die Entwicklung im Jahr 2006 gab das Unternehmen nicht. Nachdem im Jahr 2005 alle Restrukturierungskostend verbucht worden sind, gehen Marktkenner in den folgenden Jahren von einer deutlich verbesserten Ertragssituation aus.
| SCA in Zahlen - Ergebnisse der einzelnen Geschäftsbereiche (Mio. Euro) | | Personal Care | Q4/05 | Q3/05 | Q2/05 | Q1/05 | Jahr 2005 | Jahr 2004 | | Nettoumsatz | 560,69 | 548,68 | 516,04 | 487,11 | 2112,55 | 1939,19 | | Operativer Gewinn | 78,49 | 71,50 | 62,33 | 57,75 | 270,08 | 265,17 | Tissue | | Nettoumsatz | 885,26 | 864,30 | 822,16 | 779,91 | 3351,63 | 3012,66 | | Operativer Gewinn | 43,34 | 46,72 | 42,68 | 41,37 | 172,16 | 221,17 | Verpackungen | | Nettoumsatz | 903,05 | 911,68 | 883,62 | 834,27 | 3532,64 | 3438,97 | | Operativer Gewinn | 45,63 | 48,47 | 49,67 | 50,00 | 193,77 | 284,27 | | Produktion Linerprodukte (1000 t) | 606 | 651 | 689 | 666 | 2612 | 2616 | | Lieferungen Linerprodukte (1000 t) | 588 | 660 | 690 | 651 | 2589 | 2601 | | Lieferungen Wellpappe (Mio. Quadratmeter) | 1076 | 1076 | 1105 | 1052 | 4309 | 4246 | Forstprodukte | | Nettoumsatz | 444,43 | 435,15 | 449,34 | 410,69 | 1739,62 | 1632,53 | | Publikationspapiere | 225,65 | 222,05 | 214,51 | 210,91 | 873,14 | 830,67 | | Zellstoff, Holz, Holzprodukte | 218,77 | 213,10 | 234,82 | 199,78 | 866,48 | 801,85 | | Operativer Gewinn | 60,37 | 56,33 | 45,41 | 43,77 | 205,89 | 193,99 | | Publikationspapiere | 24,23 | 22,48 | 12,33 | 13,20 | 72,27 | 51,31 | | Zellstoff, Holz, Holzprodukte | 36,13 | 33,84 | 33,07 | 30,56 | 133,62 | 142,68 | | Produktion Publikationspapiere (1000 t) | 381 | 370 | 352 | 367 | 1470 | 1471 | | Produktion Holzprodukte (Mio. Kubikmeter) | 419 | 367 | 372 | 372 | 1530 | 1462 | | Lieferungen Publikationspapiere (1000 t) | 370 | 369 | 358 | 366 | 1463 | 1472 | | Lieferungen Holzprodukte (Mio. Kubikmeter) | 380 | 383 | 407 | 360 | 1530 | 1500 |
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9. | Industrieholding Cham mit Umsatzplus |
| Die Schweizer Industrieholding Cham ( "IC") erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen konsolidierten Umsatz von 426,4 Mio. sfr (Vorjahr 441,3 Mio. sfr). Der Rückgang lässt sich durch den Ausstieg der Cham Paper Group aus dem Tapetenrohpapiergeschäft erklären. Um diesen Effekt bereinigt, ergibt sich für die Industrieholding Cham ein Umsatzplus von 2.9%. Die Cham Paper Group, der größte Geschäftsbereich von IC, erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 407,8 Mio. sfr (Vorjahr 425,1 Mio. sfr). Der Absatz in Tonnen in den Produktgruppen Haftverbundpapiere und metallisierte Papiere konnte gegenüber dem Vorjahr um über 10% gesteigert werden. In diesen Bereichen hat die Cham Paper Group Marktanteile gewonnen. In den Produktegruppen Nassfestetiketten und flexible Verpackungen ergaben sich in einem schwachen Marktumfeld rückläufige Absatzmengen. Insgesamt konnte die Cham Paper Group die Absatzmengen in den fortgeführten Produktgruppen mengenmäßig um 3% erhöhen. Die starke Steigerung der Energiepreise und der erdölbasierenden Rohstoffe konnte nur teilweise und mit Zeitverzögerung auf die Verkaufspreise überwälzt werden. Es gelang jedoch, diese Margenverengung durch Rationalisierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen teilweise zu kompensieren. Insgesamt musste die Cham Paper Group im Geschäftsjahr 2005 einen deutlichen Rückgang des Betriebsgewinnes hinnehmen. Der Reingewinn wird knapp positiv ausfallen. Genauere Zahlen veröffentlicht das Unternehmen im April. Für das laufende Geschäftsjahr 2006 ist die Cham Paper Group verhalten optimistisch gestimmt. Die Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS und die Bilanzierung der Renditeliegenschaften zu Verkehrswerten beeinflussen den Umsatz der im Immobilienbereich tätigen IC-Gesellschaft Hammer Retex Gruppe. Er liegt für das Geschäftsjahr 2005 bei 18,4 Mio. sfr (Vj.:15,9 Mio. sfr). Neu enthalten im Umsatz sind gemäss gängiger Praxis für Immobiliengesellschaften die Nettowertveränderung auf Renditeliegenschaften und Landreserven sowie Gewinne aus Projektentwicklungen und Landverkäufen (2005: 5,6 Mio. sfr; 2004: 3,1 Mio. sfr). | zurück zum Inhalt |
10. | CEPI stellt Nachhaltigkeitsbericht vor
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| Anläßlich der Messe Paperworld stellte der europäische Verband der Papiererzeuger (CEPI) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) seinen zweiten Nachhaltigkeitsbericht vor. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Forstwirtschaft setzt die europäische Papierindustrie danach vor allem auf eine glaubwürdige Zertifizierung. Ende 2004 stammten bereits 45% des für die Zellstoff- und Papierindustrie eingesetzten Rohholzes aus Wäldern, deren Bewirtschaftung nach einem der beiden führenden Zertifizierungssysteme (PEFC oder FSC) zertifziert sind. Von den im Industriebesitz befindlichen Forstflächen sind bereits 96% zertifiziert. Außerdem haben sich die europäischen Papiererzeuger unlängst bei ihrer CEPI-Tagung in Brüssel auf einen Verhaltenskodex im Kampf gegen illegalen Holzeinschlag verständigt. CEPI-Geschäftsführerin Teresa Presas verwies darauf, dass die Branche auch ihre Energieeffizienz steigern konnte. Nach Zahlen des Verbandesfielder spezifische Primärenergiebedarf je Tonne hergestelltes Papier seit 1990 von 1,13 MWhauf 0,99 MWh. Der spezifische CO2-Ausstoß für die gleiche Menge Papier sank innerhalb der letzten 15 Jahre von 25 Tonnen auf 6,8 Tonnen. Einen wesentlichen Beitrag dazu habe die Kraft-Wärme-Kopplung geleistet. Gleichzeitig sind die europäischen Papiererzeuger größter Produzent und Nutzer von Energie aus Biomasse, die 52,4% des Primärenergieverbrauchs bestreitet. Wichtiges Bein für eine Nachhaltigkeitspolitik ist für die Branche das Papierrecycling. So wurde 2005 auf europäischer Ebene nach letzten Schätzungen das Ziel erreicht, die Recyclingquote auf knapp 56% zu steigern. Auf der Veranstaltung betonten die CEPI-Vertreter, dass noch Raum für weitere Verbesserungen vorhanden sei und man einen Dialog mit relevanten Interessengruppen aus Wirtschaft, Politik und Umweltgruppen anstrebe. Außerdem arbeitet CEPI daran, ein Kompendium an Fakten rund um die Waldwirtschaft in einfach verständlicher Form zu publizieren. Diese Sammlung von "simple facts" soll innerhalb der nächsten zwei Monate veröffentlicht werden. | zurück zum Inhalt |
11. | Landbell erhält Zulassung in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt
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| Das schleswig-holsteinische Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländlichen Raum in Kiel hat dem Mainzer Entsorgungsspezialisten Landbell den Feststellungsbescheid gemäß § 6 Absatz 3 der Verpackungsverordnung überreicht. Wenige 'Tage später wurde Landbell die Möglichkeit eröffnet, auch in Sachsen-Anhalt entsorgen zu können. Damit ist Landbell in neun Bundesländer als duales System zur Entsorgung von Verpackungsmüll zugelassen. Seit 2003 organisiert Landbell im Auftrag von Industrie, Handel und Handwerk das Entsorgen und Verwerten von Verkaufsverpackungen mit dem "Grünen Punkt". Der Wirkungsbereich des Mainzer Unternehmens liegt inzwischen bei rund der Hälfte aller Verpackungsabfälle in ganz Deutschland. Das Duale System von Landbell baut auf den bestehenden Sammeleinrichtungen wie Gelber Sack und Gelbe Tonne auf, so dass sich für die Endverbraucher nichts ändert. "Bis Ende des Jahres wird Landbell zudem in allen ausstehenden Bundesländern vertreten sein. Dann gibt es auch 100-prozentigen Wettbewerb, auf den wir uns freuen. Denn unser Erfolg als Alternative bei der Verpackungsentsorgung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Im letzten Jahr konnten wir unseren Umsatz vervierfachen - 2006 rechnen wir mit einer Verdopplung auf rund 100 Millionen Euro", so Wolfgang Schertz, Vorsitzender des Vorstands der Landbell AG. Nach dem Ex-Monopolisten Duales System Deutschland ist Landbell die zweitstärkste Kraft im Markt - und gut sechsmal größer als Verfolger Interseroh. | zurück zum Inhalt |
12. | Södra kann Ergebnis trotz Sturm halten
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| Der schwedische Södra Konzern konnte trotz der Nachwirkungen des Orkans "Gudrun", der am 8./9. Januar 2005 wütete, im vergangenen Jahr die Umsätze steigern und den Gewinn halten. So setzte das Unternehmen 2005 1,7 Mrd.Euro um (+ 245 Mio. Euro), wobei dieser Anstieg in erster Linie auf die Aufarbeitung von Sturmholz zurückzuführen ist. Der Gewinn nach finanziellen Erträgen und Aufwendungen lag bei 91,4 Mio. Euro (i.Vj.: 97,5 Mio Euro). Die Umsatzentwicklung der größten Konzerntochter Södra Cell war stabil. Der Umsatz erreichte mit 870 Mio. Euro fast den Wert des Vorjahres (887,7 Mio. Euro), wobei der operative Gewinn mit 75,8 Mio. Euro (i.Vj.: 132 Mio. Euro) deutlich niedriger ausfiel. Konzernchef Leif Brodén wies darauf hin, dass, nachdem nun ein Großteil des Sturmholzes aufgearbeitet sei, das Unternehmen sich wieder auf seine Kerntätigkeit konzentrieren könne. | zurück zum Inhalt |
13. | Kadant investiert in chinesischen Maschinenbauer
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| Die US-amerikanische Firma Kadant Johnson, Three Rivers, möchte die chinesische Firma Jining Huayi Light Industry Machinery Co., für ca. 20 Mio. US-$ erwerben. Das Unternehmen liefert Stoffaufbereitungsanlagen in China und erzielte im Jahr 2005 nach eigenen Angaben Umsätze von ca. 15 Mio. US-$. Bisher beliefert Kadant mit seinen Stoffaufbereitungsanlagen vor allem größere Hersteller. Huayi bietet Anlagen für dieVielzahl kleiner, unabhängiger Papierfabriken, und gilt als Niedrigkostenhersteller. Insofern passen die Chinesen nach den Worten von Unternehmenschef William A. Rainville ideal zu Kadant. | zurück zum Inhalt |
14. | Stora Ensos Werk Reisholz sucht Kostenentlastung
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| Wie bereits in der apr berichtet, hat der finnische Stora Enso-Konzern eine Reihe von Werken auf eine "Watch-List" gesetzt, die eine Schließung der Werke bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vorsieht, sollten sie bis dahin nicht profitabel sein. Auch das deutsche Stora Enso-Werk in Reisholz ist hiervon betroffen. Der dortige Stora Enso-GeschäftsführerRudolf Jaegerist davon überzeugt, dass das Werk es schafft bis zum Jahresende positive Zahlen vorzulegen. Er verwies in einem Gespräch mit dem NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg darauf, dass seit 1992 die Energiekosten von 29 auf 37 Mio. Euro gestiegen seien. Bernd Rettig, Präsident der Stora Enso Publication Papers AG betonte, dass alleine die Abschaffung des sog. Wassercents, dem Unternehmen 100.000 Eurosparen könne. Uhlenberg möchte dies sobald wie möglich ändern. Kurzfristige Hilfe versprach der Ministernach einem Bericht der Rheinischen Postbeim Thema Abwasser. Stora würde gerne eine eigene Kläranlage bauen und nicht mehr die kommunale Kläranlage Süd benutzen müssen. Dort kostet der Fabrikdie Reinigung eines Kubikmeters Abwasser 1,5 Euro, in der eigenen Kläranlage würde dies 0,85 Euro kosten. | zurück zum Inhalt |
I. | |
| Am 1. Februar2006 haben Dieter Kirchner und John Paul Fender die Geschäftsführung der Neu Kaliss Spezialpapier GmbH, einem Unternehmen der Melitta-Gruppe, Minden, von Joachim Olfermann übernommen. Mit dieser Entscheidung will das Unternehmen der Kontinuität in den Geschäftsbeziehungen Rechnung tragen. Joachim Olfermann wechselt als Geschäftsführer in den Zentralbereich Unternehmensentwicklung der Melitta-Gruppe in Minden. Dieter Kirchner verantwortete bisher die Bereiche "Produktion, Entwicklung, Technik" und wird auch künftig für diese Bereiche zuständig sein. Daneben ist er in der Geschäftsführung Anlaufstelle für die Funktionen "Einkauf, Finanzen, Personal". John Paul Fender leitet die Bereiche "Vertrieb, Marketing, Logistik, Qualitätsmanagement" und ist in der Geschäftsführung außerdem verantwortlich für "Controlling, Produktionsplanung-/Steuerung, IT".
 | Markus Galla, der ehemalige Pressesprecher und stellvertretende Marketingleiter der Essener Classen-Papier-Gruppe, hat die Marketing Partnership: Markus Galla in Essen gegründet. Angeboten wird die gesamte Breite des Marketing- und Kommunikations-Mixes. Galla unterstützt Unternehmen in der Papierbranche, die keine eigene Marketing- und/oder Kommunikationsabteilung haben, insbesondere internationale Unternehmen ohne Marketing- und Kommunikationsabteilungen in deutschen Tochterfirmen. Weitere Kernkompetenzen der Firma sind Value added Marketing, Communities und Retailmarketing. Das Bewusstsein zum Papier sowie die entsprechenden Kontakte und Marktkenntnisse bilden die Grundlage, um Papierprodukte und die dazu gehörenden Dienstleistungen richtig zu bewerben - und das für die Zielgruppen Druckereien und Werbeagenturen. Neben der Komplettbetreuung im Marketing- und Kommunikationsbereich bietet die neue Firma auch Übersetzungen ins Finnische und Schwedische und umgekehrt an. Eine speziell für die Papierbranche entwickelte Broschüre kann in deutscher, schwedischer oder finnischer Sprache angefordert werden unter der Faxnummer 02 01/2 79 98 54 oder per E-Mail: papier@markusgalla.de.
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 Joachim Lange | Joachim Lange (44) wird ab 6. März 2006 Geschäftsführer der Papierfabrik Palm in Aalen. Der gelernte Dipl.-Wirtschaftsingenieur war lange Jahre Geschäftsführer der in Heidenheim ansässigen Edelmann Faltschachtel Gruppe. Die Geschäftsführung der Palm-Gruppe steht damit auf vier Säulen, nämlich Dr. Wolfgang Palm als geschäftsführender Gesellschafter; Rainer Schillberg, Geschäftsführer und Leiter der Division Wellpappe, Klaus Weitkämper, der die technische Gesamtleitung der drei Papierfabriken des Unternehmens hat, und Joachim Lange, der für den Vertrieb der Papierfabrik Palm mit Zeitungsdruckpapier und Wellpappenrohpapieren verantwortlich sein wird. |
Christian Rynning-Tonnesen hat seine Position als Finanzvorstand des norwegischen Papierherstellers Norske Skog aufgegeben. Er wird den Vorstandsvorsitz der norwegischen Agder Energi power utility übernehmen. Rynning-Tonnesen kam im April 2005 zu Norske Skog. Wann der Wechsel zu seinem neuen Arbeitgeber vollzogen wird, ist noch nicht entschieden. Zunächst wird er in seiner bisherigen Position bleiben. | zurück zum Inhalt |
II. | |
| Deutschland Die Oberschleißheimer Schreiner Group GmbH & Co. KG erhielt im Mittelstandswettbewerb Top Job, zum zweiten Mal den ersten Preis in der Kategorie Familien- und Sozialorientierung. Bei der Schreiner Group bilden nach Ansicht der Jury flexible Arbeitszeiten für alle Mitarbeiter die Basis der Familienorientierung. Über 50 Arbeitszeitmodelle berücksichtigen ebenso die Bedürfnisse alleinerziehender Elternteile wie jene promotionswilliger Arbeitnehmer. Auch Führungskräfte haben die Möglichkeit Teilzeitarbeit und Heimarbeitsplätze in Anspruch zu nehmen. Außerdem setzt das Oberschleißheimer Unternehmen konsequent auf Mitarbeiterentwicklung, so wurden im Jahr 2004 in der eigens geschaffenen Schulungseinrichtung, der Schreinerakademie, 2545 Fortbildungstage durchgeführt. Am 28. März veranstaltet der Verein zur Förderung der Forschung und Ausbildung für Faserstoffe und Verpackungschemie (VFV) im Tagungszentrum der Stadthalle Aschaffenburg eine Vortragsveranstaltung unter der Überschrift "Trends 2006 in der europäischen Lebensmittelverpackung". Zum Hauptthema "Kontakt mit Lebensmitteln" werden die neuen Gesetze und Gesetzesvorhaben vorgestellt; ein weiterer Schwerpunkt ist REACH und die Auswirkungen auf Verpackungen. Weitere Informationen unter www.vfv-aschaffenburg.de. Die französische Kraftpapier- und Packmittelgruppe Gascogne S.A. mit Sitz in St.-Paul-lès-Dax bei Bordeaux will die von Brüssel Mitte Dezember gegen ihre deutsche Tochter Sachsa Verpackung GmbH verhängten Bußgeldbußen wegen Beteiligung an Preisabsprachen im Bereich von Papierbeuteln für den industriellen Bedarf nicht hinnehmen. Sachsa war zur Zahlung von 13,2 Mio. Euro verurteilt worden, der Mutterkonzern zu einer Buße in Höhe von 9,9 Mio. Euro. Beide Unternehmen haben jetzt beschlossen, gegen die Entscheidung bei der Ersten Instanz des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg Berufung einzulegen. - jb Brasilien Die brasilianische Regierung gab bekannt, dass sie ca. 64.000 qkm Regenwald im Amazonasgebiet unter Schutz gestellt habe, so dass eine Abholzung nicht mehr möglich sein werde. In den letzten drei Jahren wurden fast 70.000 qkm Regenwald zerstört, was zu einem Verlust an Biodiversität und zu einer Klimaveränderung führte. Finnland Die finnische Papierindustrie profitierte von den neuen Tarifvereinbarungen, welche die Möglichkeit vorsehen, an Weihnachten den Maschinenbetrieb aufrecht zu erhalten, was wiederum der wesentliche Grund ist, warum die Papier- und Pappeproduktion im IV. Quartal um 4% auf 135.000 t stieg. Die Zellstoffproduktion erhöhte sich ebenfalls um 6% auf 110.000 t. Zur Verstärkung ihrer internationalen Position im Bereich Energie und Umwelt übernimmt die schwedische ÅF-Gruppe die finnische Firma Enprima Ltd. und ihre 270 Mitarbeiter, die hauptsächlich in Finnland, den baltischen Staaten und Russland tätig sind, aber auch über zahlreiche Referenzen in den westeuropäischen Ländern und Asien verfügen. Enprima führt technische Beratungsdienste, Projektmanagement sowie die Planung von Kraftwerken zur Wärme- und Energiegewinnung durch. Enprima soll in die Division Process eingegliedert werden. Die ÅF-Gruppe beschäftigt annähernd 3.100 Mitarbeiter, verteilt auf 50 Büros in Schweden und einem Dutzend anderer Länder. Niederlande Ende Februar 2006 eröffnete die AF-Celpap GmbH, Ravensburg, ihre zweite 100%-ige Tochterfirma, die ÅF-Process b.v. im niederländischen Ede. Dabei legt AF-Celpap den Fokus auf Hollands 27 Papierfabriken und deren hohen Bedarf an Beratung und Planung sowie auf die Papierindustrie im flämischen Teil Belgiens. Geschäftsführer der AF-Celpap GmbH ist Gert-Jan Beune (49). Er war, nach seinem Maschinenbaustudium an der Delfter Universität, neun Jahre lang als Projektleiter und später als Leiter der mechanischen Anlagenplanung in der Papierfabrik Parenco in Renkum, heute Norske Skog Parenco, tätig. Bis 2005 arbeitete er als Leiter Technologie & Engineering bei Sappi in Nijmegen. | zurück zum Inhalt |
III. | |
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Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (130. Jahrgang) | | apr Magazin und elektronische Ausgabe: | | - | monatlich 3 Ausgaben | | - | 1 x apr Magazin und | | - | 2 x apr PAPIERZEITUNG per eMail | | plus apr Extraheft WELLPAPPE | | - | jährlich 12 Ausgaben | | - | 6 x apr Extraheft WELLPAPPE und | | - | 6 x apr WELLPAPPE per eMail |
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Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch. | Bankkonto: | Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. | Versandort: | Frankfurt am Main D1096 |
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IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 04/06erscheint am 05.04.2006 Anzeigen- schluss: 21.03.2006
aus dem Inhalt: | | - | Energie- Erzeugung | | - | Energie- Contracting | Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft Vorschau EXTRAHEFT WELLPAPPE 2/2006 erscheint am 05.04.2006 Anzeigen- schluss: 21.03.2006 |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 04/06 |
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