|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Papierfabrik Salach insolvent
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| Wie von vielen erwartet, musste die zur Robert Cordier AG gehörende Papierfabrik Salach Ende Februar Insolvenz anmelden. Neuer Insolvenzverwalter ist Werner Schneider vom Kanzleiverbund Schneider & Geiwitz in Neu Ulm. Die Besitzerin des Unternehmens, die Bad Dürkheimer Robert Cordier AG, hat den bisherigen Vorstandsvositzenden des Unternehmens, Peter Müller, abberufen. Nachfolger von Peter Müller ist der bisherige Technikvorstand Holger Hampel. Müller bleibt allerdings Geschäftsführer der Papierfabrik Salach. Nach einem Bericht der Südwestpresse stand bei dem Unternehmen in letzter Zeit die Produktion immer wieder still, weil Geld für den Kauf von Rohstoffen fehlt. Die zuständige Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie hofft auf den neuen Insolvenzverwalter, der bekannt sei zu versuchen, Firmen zu retten. Bei Salach waren zum Schluss ca. 240 Mitarbeiter beschäftigt. Dem Vernehmen nach hat Salach Papier im Jahr 2005 insgesamt 70 Mio. Euro umgesetzt und dabei einen Verlust von 6,5 Mio. Euro erzielt. Mit dem jetzt bereitgestellten Konkursausfallgeld können die Januar-, Februar- und März-Löhne der Belegschaft ausgezahlt werden. Ab April soll sich das Unternehmen über einen Sanierungsplan tragen. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" möchte Schneider bei den Personalkosten von 12 Mio. Euro insgesamt 2 Mio. Euro einsparen. In Frage kommen Gehaltsverzicht oder Entlassungen. Ob dies möglich ist, bleibt abzuwarten. Mit der Bestellung des Insolvenzverwalters fließen neue Gelder. Es ist zu erwarten, dass die Produktion je nach Auftragslage in vollem Umfang wieder starten kann. Cordier muss Verlust der Hälfte des Grundkapitals anzeigen Fraglich ist, inwieweit die Robert Cordier AG selbst als Muttergesellschaft durch die Insolvenz in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Sie hat mit der jetzigen Insolvenz alle Liquiditätsflüsse zu Salach gestoppt und setzt auf ihre Tochter, die Cordier Spezialpapiere, die gewinnhaltig arbeitet. Gerhard Roh von der Schutzgemeinschaft für Kleinanleger meinte, dass die Insolvenz schon vor drei Jahren hätte angemeldet werden müssen. Er kritisierte den Kauf der Salach-Papiermaschine in den 90er Jahren und kritisierte die Familie Cordier, die 80% an der Cordier AG hält, als verantwortlich für die jetzige Insolvenz. Die Robert Cordier AG hat aufgrund der Insolvenz von Salach am 8. März eine Verlustanzeige nach § 92, Abs. 1 AktG veröffentlicht. Darin heißt es, dass die bisherige Entwicklung bei der Robert Cordier AG und die Insolvenz bei Salach dazu geführt haben, dass ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals der Cordier AG angefallen ist. Üblich ist in solchen Fälle, dass die Aktionäre gebeten werden, Kapital nachzuschießen. Fraglich ist, ob die Familie oder die freien Aktionäre, die 100.000 Aktien besitzen, neues Geld einsetzen können oder wollen. Das Eigenkapital von Cordier lag zum 30. September 2004 noch bei 12,8 Mio. Euro. Dabei bestand ein Verlustvortrag von 8,8 Mio. Euro. Nun ist der Vorstand verpflichtet, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. In welcher Höhe im bisherigen Geschäftsjahr tatsächlich weitere Verluste angefallen sind und in welchem Umfang das Eigenkapital genau aufgezehrt ist, wollte der Vorstand auf Anfrage der apr nicht mitteilen. Es muss sich jedenfalls um einen Betrag von über 6,2 Mio. Euro handeln. Dies lässt sich in alle Richtungen interpretieren. G.B. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | Papierverarbeitung vereinbart neuen Manteltarifvertrag
| Der Tarifstreit in der Papier und Kunststoffe verarbeitenden Industrie, derüber ein Jahr andauerte, ist beigelegt. Der Hauptverband Papier und Kunststoffverarbeitung (HPV) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einigten sich Anfang März auf neue Flächentarifverträge für die rund 95.000 Beschäftigten der Branche. Dies sei ein deutliches Signal zur Stärkung des Flächentarifs, so der HPV. Die Löhne und Gehälter sollen nach Angaben der Arbeitgeber von April dieses Jahres an um 1,5% und von April kommenden Jahres an um weitere 2% steigen. Im August 2006 wird es eine Einmalzahlung von 150 Euro geben. Die Laufzeit des Lohn- und Gehaltstarifs geht bis zum 31. März 2008. Der neue Manteltarif läuft bis zum 31. März 2011. Die Arbeitszeit kann nun auf betrieblicher Ebene von 35 bis zu 38 Stunden ohne Lohnausgleich erhöht werden. Im Gegenzug für längere Arbeitszeiten würden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Unter Berücksichtigung der neu eingeführten Arbeitszeitkonten ist auch eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden ohne Zustimmung der Gewerkschaft möglich. An einer Arbeitszeitverlängerung mit Lohnausgleich ist ver.di nicht beteiligt. Außerdem ist in Zukunft die Arbeit am Samstag auch bis 22.00 Uhr möglich. Der neue Manteltarifvertrag soll ab 12. April 2006 gelten, wenn bis dahin ver.di und der HPV die Annahme des Vertrags erklärt haben. Die Manteltarifverträge waren bereits Ende 2004 ausgelaufen, die Entgelttarifverträge Ende März 2005. Die Gewerkschafthatte in der Tarifrunde 3,7% mehr Geld gefordert und Öffnungsklauseln für längere Arbeitszeiten bis zu 40 Stunden abgelehnt. Mitte Juli 2005 hatte ver.dinach erfolglosen Streiks die Verhandlungen für gescheitert erklärt und seitdem nur noch über Haustarifverträge verhandelt. Im Falle der jetzt abgeschlossenen Haustarifverträge ist zu erwarten, dass diese bis Ende 2007 wieder an den Manteltarifvertrag herangeführt werden, also gleiche Regelungen übernehmen. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Stora Enso verkauft Werke Grycksbo und Linghed
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| Der finnische Stora Enso-Konzern hat, wie schon angekündigt, im Rahmen seines so genannten Asset Performance Review-Programms das Feinpapierwerk Grycksbo und das Sägewerk Linghed verkauft. Grycksbo geht an die Firma Accent Equity, ein Private Equity-Unternehmen mit Sitz in Stockholm. Der Verkauf soll bis Ende März 2006 abgeschlossen sein. Die Kaufsumme beläuft sich auf ca. 37 Mio. Euro. Der mit der Transaktion entstehende Veräußerungsverlust wird bei ca. 20 Mio. Euro liegen. Wegen des Verkaufs wird sich der Jahresumsatz von Stora Enso um ca. 140 Mio. Euro reduzieren und das Nettoumlaufvermögen um ca. 6 Mio. Euro sinken. Stora Enso betont, dass der Verkauf auch damit zusammenhängt, dass sich das Unternehmen im Geschäft mit gestrichenen Feinpapieren auf mehrfach gestrichene grafische Feinpapiere konzentrieren will. Die Produktion des auf matt gestrichene Feinpapiere spezialisierten Werkes Grycksbo soll unter dem neuen Besitzer fortgesetzt werden. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, will Stora Enso die Tätigkeit von Grycksbo durch Bereitstellung verschiedener Dienstleistungen für eine bestimmte, schon vereinbarte Zeit unterstützen. Zu den Leistungen zählen die Faserversorgung und Transporte sowie eine Unterstützung beim Vertrieb. Das Werk Grycksbo besitzt eine Produktionskapazität von 250.000 t gestrichenem holzfreien Papier. Der Streichprozess erfolgt online. Der Betrieb beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen Accent Equity gehört nach Angaben von Stora Enso zu den führenden Private Equity-Unternehmen im unteren Mittelsegment. Das Sägewerk Linghed will Stora Enso an die schwedische Firma Dalarna Lumber AB verkaufen. Der Verkaufspreis beträgt 1,1 Mio. Euro. Durch den Verkauf reduziert sich der Umsatz von Stora Enso um ca. 7 Mio. Euro pro Jahr und das Nettoumlaufvermögen um ca. 1 Mio. Euro. Allen 28 Mitarbeitern wurde eine Übernahme ohne Besitzstandsverluste angeboten. Das Produktionsvolumen des Sägewerkes Linghed lag im Jahr 2005 bei 35.000 m3. | zurück zum Inhalt |
3. | Kartonhülsenspezialist Abzac verkauft Auslandstöchter
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| Die in Bordeaux ansässige Firma Abzac, bisher nach eigenen Angaben viertgrößter Hersteller von Kartonhülsen weltweit, hat den Verkauf großer Teile ihrer Auslandsaktivitäten im Hülsenbereich an die belgische VPK Packaging Group angekündigt. Dazu gehören die Standorte in Luxemburg, Norwegen, Polen und Tschechien. Nicht verkauft werden die französischen, portugiesischen, spanischen und kanadischen Standorte. Ein zweiter Produktionsschwerpunkt von Abzac liegt auf Trommelbehältern aus Kraftpapier. Die Hülsen von der Gironde werden unter anderem in der Papierindustrie und für das Aufrollen von Kunststofffolien verwendet. Wegen ihres Gewichts und ihrer Größe sind sie über längere Strecken nur begrenzt transportierbar, weshalb Abzac nach und nach eine ganze Kette kleinerer Fabriken aufgekauft hat, die zumeist um Papierhersteller herum gelagert sind. Die mit VPK getroffene Vereinbarung sieht ferner die Gründung einer gemeinsamen Vertriebstochter für die europäischen Märkte vor. Der Teilverkauf an die belgische Gruppe soll die Finanzstruktur des französischen Unternehmens verstärken und steht nach Beobachtermeinung auch in Zusammenhang damit, dass Abzac-Chef Jean-Louis d'Anglade sich in absehbarer Zeit aus der Leitung der Firma zurückziehen dürfte. Gegründet wurde das Unternehmen schon 1928. Die Jahresproduktion erreicht nach eigenen Angaben 110.000 t Hülsen und 1,7 Millionen Trommelbehälter. VPK Packaging Group hat ihren Sitz in Oudegem und betreibt 24 Standorte in Belgien, Holland, Luxemburg, England, Frankreich und Deutschland. Die Gruppe stellt sowohl Recyclingpapier als auch Primär- und Transportverpackungen her. - jb | zurück zum Inhalt |
4. | Kartonfabrik Joh. Schmidt muss Insolvenz anmelden
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| Die Joh. Schmidt GmbH & Co. KG, Höxter, musste Anfang März Insolvenz anmelden. Das Unternehmen betreibt eine Rundsieb-Kartonmaschine mit 2,60 m Breite und stellt unter anderem Maschinengraukarton sowie gedeckten Duplex- und Triplexkarton her. Die Jahreskapazität liegt bei 21.000 Tonnen. Das Unternehmen beschäftigt 74 Mitarbeiter. Diese haben in den ersten zwei Monaten dieses Jahres keine Löhne mehr erhalten. Ein Insolvenzverwalter ist bestellt, sein Name zurzeit noch nicht bekannt. Im Moment läuft bei dem Unternehmen die Produktion weiter. | zurück zum Inhalt |
5. | Sappi-CEO zurückgetreten |
| Der Vorstand von Sappi Limited hat bekannt gegeben, dass der Vorstandsvorsitzende Jonathan Leslie mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt eingereicht hat. Leslie kam im April 2003 zu Sappi und war drei Jahre als Chief Executive Officer des Unternehmens tätig. Der Vorstand hat den Aufsichtsratsvorsitzenden Eugene van As gebeten, die geschäftsführende Verantwortung bis zur Berufung eines Nachfolgers zu übernehmen. Van As war bis 2003 für Sappi als CEO tätig. In Übereinstimmung mit den Prinzipien "goodCorporate Governance" hat der Vorstand David Brink als Senior Independent Non-Executive Director ernannt. Der Aufsichtsrat bedankt sich in der Pressemitteilung bei Jonathan Leslie in der üblichen Weise. Es ist zu vermuten, dass der Weggang Leslies nicht freiwillig erfolgte, wobei die Ertragskrise bei Sappi weniger hausgemacht als marktgemacht sein dürfte. Jedenfalls kommt der Rücktritt sehr plötzlich. Aussichten Die Nachfrageaussichten für seine wichtigsten Produkte bewertet der Vorstand seit einiger Zeit positiv. Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und der außergewöhnliche Anstieg der Inputkosten seien die Hauptursachen für die mangelnde Ertragskraft von Sappi, wobei es die eigene Leistung zu steigern gelte. Sappi gehe davon aus, dass sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage weiter verbessern wird. Die Kapazitätsauslastung liege jetzt bereits über 90%. Viele bedeutende Hersteller hätten in Europa und den Vereinigten Staaten Preiserhöhungen für gestrichene Feinpapiere angekündigt. Auf die Ergebnisse von Sappi im zweiten Quartal würden sich die gestiegenen Preise voraussichtlich nur wenig auswirken, wobei deutlich positive Effekte gegen Ende dieses Quartals und im dritten Quartal zu verzeichnen sein sollten. Während sich die Holzkosten in Nordamerika weitestgehend stabilisiert haben, nehmen sie in Europa weiter zu. Die Energiepreise und ihre Auswirkungen auf die Preise anderer Zulieferprodukte bleiben hoch. Der durchschnittliche Preis für Brent-Rohöl lag in diesem Quartal bis dato bei 62 US-$ gegenüber 48 US-$ pro Barrel vor einem Jahr. Für Sappi schlägt sich ein Dollar per Barrel in ein bis zwei Cent im Jahr weniger Gewinn pro Aktie nach Steuern nieder. Sappi konzentriert sich darauf, Kosten in allen Geschäftsbereichen der Gruppe zu senken. Im November 2005 wurde ein Kosteneinsparungsziel von 100 Mio. US-$ bis Ende des Geschäftsjahrs identifiziert, und an dieser Zielvorgabe habe sich nichts geändert. Die erste Priorität gelte dem nordamerikanischen Geschäft, dessen Leistung seit einiger Zeit deutlich unter den Erwartungen bleibt. Die Umstrukturierung des Werks Muskegon sei fortgeschritten, wobei sich die positiven Auswirkungen langsamer als geplant einstellen. Außerdem hätten die anderen nordamerikanischen Werke starke Abweichungen in ihren Herstellungskosten zu verzeichnen. | zurück zum Inhalt |
6. | UPM startet umfassendes Programm zur Wiederherstellung seiner Profitabilität |
| Der finnische UPM-Konzern startet ein weit reichendes Programm mit dem Ziel der Wiederherstellung seiner Profitabilität unter aus seiner Sicht neuen Marktgegebenheiten. Das Programm soll alle Unternehmenstätigkeiten umfassen. UPM beabsichtigt, seine am wenigsten wettbewerbsfähigen Produktionskapazitäten zu schließen und eine deutliche Effizienzsteigerung im Bereich der unterschiedlichen Divisionen, Werke und Funktionen weltweit zu erreichen. Zusätzlich will der Konzern in die Wettbewerbsfähigkeit derjenigen Werke investieren, die die besten Voraussetzungen für profitable Geschäftstätigkeit in der Zukunft aufweisen. Die auf Jahresbasis umgerechnete Kostenersparnis wird nach Abschluss des Programms auf etwa 200 Mio. Euro geschätzt. Außerdem wird erwartet, dass das Programm maßgebliche Auswirkungen auf die Profitabilität von UPM haben wird. Der Präsident und Vorstandsvorsitzende von UPM, Jussi Pesonen, machte auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz deutlich, dass er keine Alternaive zur Schließung von Werken sieht. Ein Verkauf sei unter den derzeitigen Marktbedingungen nicht möglich. Einige Investmentbanker der Konferenz beglückwünschten Pesonen zu dem Schritt. Die Preiserhöhung im Bereich Zeitungsdruck sei in hohem einstelligen Bereich ausgefallen, was er positiv bewertete und begrüßte. Die Entgeltentwicklung von Magazinpapieren sei enttäuschend. "Die UPM-Mitarbeiter haben intensiv daran gearbeitet, die Profitabilität wiederherzustellen, aber es war uns nicht möglich, eine Wende herbeizuführen. Traditionelle Märkte wachsen sehr langsam, und strukturell bedingte Überkapazitäten beeinträchtigen unsere Fähigkeit, unsere Produktionsstätten in effizienter Art und Weise zu nutzen. Gleichzeitig sind die Kosten für den Produktionsaufwand gewaltig angestiegen, und Wettbewerber aus Asien und Südamerika sind in den Markt eingedrungen. Im Rahmen dieses Geschäftsumfeldes erfordert die Entwicklung nachhaltiger Profitabilität ein Umdenken und einschneidendere Maßnahmen als zuvor", betont Pesonen. Konkret plant UPM folgende Maßnahmen: Die voraussichtliche Schließung der Papierfabrik Voikkaa während des dritten Quartals 2006. Die Produktionskapazität des Werkes liegt bei 410.000 t gestrichener Magazinpapiere pro Jahr. Die voraussichtliche Schließung der PM 7 in Kymi während des dritten Quartals 2006. Die Produktionskapazität der Maschine liegt bei 150.000 t gestrichener Feinpapiere pro Jahr. Die voraussichtliche Schließung der PM 6 in Tervasaari und der alten Zellstoffproduktionslinie während des zweiten Quartals 2007. Die Produktionskapazität der Papiermaschine liegt bei jährlich 115.000 t brauner Sackpapiere und die des Zellstoffwerkes bei 60.000 t semialkalischen Zellstoffs (SAP) pro Jahr. Die Einstellung der Produktion gestrichener Magazinpapiere auf der PM 4 in Jämsänkoski während des ersten Quartals 2007 und die Umstellung der Maschine auf die Produktion von Etikettenpapieren während des zweiten Quartals 2007. Die jährliche Produktionskapazität der Maschine lag bei ca. 120.000 Tonnen. Alle oben genannten Werke liegen in Finnland. Im Zuge der Schließungen plant UPM, 17% seiner Kapazität an gestrichenem Magazinpapier in Europa und 12 % seiner Kapazität an gestrichenem Feinpapier in Europa aus dem Markt zu nehmen. Der Konzern wird die Produktion brauner Sackpapiere einstellen. Nach der Restrukturierung wird die durchschnittliche UPM-Papiermaschinenkapazität in Europa im Bereich gestrichener Magazinpapiere 320.000 Tonnen betragen, im Bereich gestrichener Feinpapiere 420.000 Tonnen. Das Werk Voikkaa und die oben genannten Werke, deren Schließung geplant ist, sind im wettbewerbsintensiven Geschäftsumfeld anhaltend unprofitabel gewesen. UPM geht davon aus, dass die Schließung nicht wettbewerbsfähiger Produktionskapazitäten keine Auswirkungen auf die Lieferungen haben wird, sondern die Kapazitätsauslastung der verbleibenden Produktionsmaschinen und der übrigen UPM-Werke verbessern wird. Personalbestand fällt um 3600 Verhandlungen mit den Mitarbeitern dieser Werke werden Mitte März aufgenommen. Zudem werden Verhandlungen mit Mitarbeitern zur Effizienzsteigerung in allen Divisionen und Funktionen aufgenommen - gemäß der jeweils länderspezifischen Verfahrensweise. Wenn alle Maßnahmen wie geplant abgeschlossen sind, wird das Programm zur Gewinnoptimierung im Zeitraums 2006 bis 2008 den gesamten Personalbestand des Konzerns um etwa 3600 Personen reduzieren. Die geplanten Schließungen werden den Personalbestand um 670 in Voikkaa, um 100 in Kymi, um 120 in Tervasaari und um 40 in Jämsänkoski (Umstellung der Papiermaschine) reduzieren. Diese Zahlen beinhalten keinen Personalabbau, deraus Outsourcingmaßnahmen resultiert. Im Jahr 2006 wird UPM Verhandlungen zum Outsourcing aufnehmen, die ca. 400 Mitarbeiter betreffen. Erste Entscheidungen, die auf den Verhandlungen basieren, werden für die erste Hälfte des Monats Mai erwartet. In Finnland, wo die meisten Beschäftigten betroffen sind, wird UPM Vorruhestands- oder Arbeitslosenunterstützung bis zum Eintritt in den Ruhestand für etwa 1500 Angestellteanbieten. Möglichkeiten zur Umschulung und zum Standortwechsel innerhalb des Unternehmens werden auch während der Verhandlungen diskutiert werden. Die Notwendigkeit zeitlich befristeter Arbeitsverträge, momentan sind ca. 1000 Mitarbeiter betroffen, wird überprüft. Trotz der oben erwähnten Anstrengungen wird das Unternehmen Entlassungen nicht vermeiden können. Diese sollen in Deutschland bei einigen 100 Arbeitnehmern liegen. Im Zuge des Programms wird UPM im zweiten Quartal 2006 Abschreibungen von 130 Mio. Euro verbuchen. Die Aufwendungen für den Personalabbau im zweiten Quartal liegen bei 30 Mio. Euro und während der zweiten Hälfte des Jahres 2006 etwa bei 35 Mio. Euro. Die Auswirkungen daraus werden im Zeitraum von 2006 bis 2007 greifen. UPM rechnet damit, dass durch die Schließungen keine Umsätze verloren gehen, mit Ausnahme der braunen Sackpapiere, die mit 50 Mio. Euro nach dem zweiten Quartal 2007 zu Buche schlagen. "Schließungspläne und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen sind notwendig, wenn wir auch bei den neuen Marktgegebenheiten ein starkes und aktives Unternehmen bleiben möchten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, unsere besten Units noch wettbewerbsfähiger zu machen", erklärt Pesonen. Investitionen in Kymi und Jämsänkoski Gleichzeitig mit dem angekündigten Programm zur Wiederherstellung der Profitabilität von UPM will das Unternehmen in die Produktionseffizienz der Zellstofffabrik Kymi und in die Umstellung der Papiermaschine 4 in Jämsänkoski auf Etikettenpapierproduktion investieren. Beide Werke liegen in Finnland. Der gesamte Investitionsbetrag liegt bei 370 Mio. Euro. UPM wird die Rückgewinnungsanlage in der Zellstofffabrik Kymi umbauen. Nach der Investition wird Kymi eine wettbewerbsfähige, integrierte Feinpapierfabrik mit einer jährlichen Papierproduktionskapazität von bis zu 900.000 Tonnen auf zwei Papiermaschinen sein. Die neue Rückgewinnungsanlage wird Kymis Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Kosten und Produktionsqualität verbessern. Zusätzlich wird die Energieeffizienz der Zellstofffabrik verbessert und die Emission fossiler Kohlendioxide verringert. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf 325 Mio. Euro. Die Investition wird im letzten Quartal 2008 abgeschlossen sein. Zusätzlich wird UPM 45 Mio. Euro investieren, um die UPM-Papiermaschine 4 in Jämsänkoski von gestrichenen Magazinpapieren auf Etikettenpapiere umzustellen. Die Investition soll UPMs Position im schnell wachsenden Etikettenpapiergeschäft stärken. Die Investition wird im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Die jährliche Produktionskapazität der neuen PM 4 soll 120.000 Tonnen betragen. Keine Entscheidung wegen neuer Papiermaschine in Augsburg Bezüglich des UPM-Vorhabens, in eine neue Papiermaschine zur Herstellung von Magazinpapieren (SC) in Kontinentaleuropa (z.B. Augsburg, Schongau, Schwedt) zu investieren, wurde die Investitionsentscheidung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Energiepreis und -verfügbarkeit sowie andere infrastrukturelle Themen sind nach wie vor offen. Höchste Priorität legt UPMauf das unternehmensweite Profitabilitätsprogramm. | zurück zum Inhalt |
7. | Mondi soll an die Börse
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| Die südafrikanische/britische Firma Anglo American hat anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz bestätigt, dass sie das Tochterunternehmen Mondi Ende 2006/Anfang 2007 an der Londoner Börse platzieren will. Im abgelaufenen Jahr konnte das Tochterunternehmen seine Rohumsätze mit 6,673 Mrd. US-$ (minus 18 Mio. US-$) nicht ganz halten. Der operative Gewinn vor Sonderkosten und Steuern sank ebenfalls um ca. 70 Mio. US-$ auf 495 Mio. US-$. Unter Berücksichtigung von Einmalaufwendungen und Steuerzahlungen verdiente die Firma noch 296 Mio. US-$. Dabei produzierte Mondi Business Paper fast unverändert 1,89 Mio. t ungestrichene holzfreie Papiere, 187.000 t Zeitungsdruckpapier (plus 4.000 Tonnen) und 127.700 t Marktzellstoff. Bei Mondi Packaging stellten die Werke 2,253 Mrd. m2 (plus 150 Mio. m2) Wellpappe, 3,28 Mrd. Säcke (plus 31 Millionen) und 1,68 Mrd. m2 Release Liner und Coating-Papiere her. Mondi steuerte 2005 noch 8% der Gewinne im Konzern bei. Der gesamte Vorsteuergewinn von Anglo American lag bei 3,933 Mrd. US-$, bei einem Umsatz von 29,434 Mrd. US-$ (i.Vj.: 26,268 Mrd. US-$). Die Mutter von Mondi lässt sich als kerngesund und vor Kapital strotzend bezeichnen. Alleine der Geschäftsbereich Eisenmetalle und Industrie konnte seinen Umsatz um fast 20% auf 6,03 Mrd. US-$ erhöhen und lieferte dabei einen Gewinn vor Steuern von 1,31 Mrd. US-$ ab. Dies entspricht fast einer Verdoppelung. Aber auch das Geschäft mit Platin und Gold entwickelte sich prächtig, mit zweistelligen Umsatzsteigerungen. In einer Telefonkonferenz sagte der Vorstandsvorsitzende von Anglo American, Anthony Traha, der früher Mondi leitete, er könne zu Details der geplanten Börsennotierung von Mondi noch nichts sagen. Diesbezügliche Gespräche sind in vollem Gange. | zurück zum Inhalt |
8. | Geschäftsklima der Druckindustrie wieder unter der Nulllinie
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| Der Geschäftsklimaindex der deutschen Druckindustrie sinkt nach einer Erhebung des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung im Februar von minus eins (Januar) auf minus fünf. Die Produktion nimmt saisonbedingt leicht ab. 18% der ausgewählten befragten Betriebe berichten über eine sinkende, nur 8% über eine steigende Produktionstätigkeit gegenüber dem Vormonat. Die Nachfragesituation hat sich ebenfalls verschlechtert. Die Auftragsbestände werden vermehrt abgebaut. Sie unterschreiten ihr Normalmaß häufiger als im Vormonat und vor Jahresfrist. 45% halten ihre Reserven für zu klein, nur 2% berichten über verhältnismäßig große Auftragsbestände. 29% der befragten Betriebe registrieren Preissenkungen gegenüber dem Vormonat. Höhere Preise können nur 2% aller Betriebe durchsetzen. | zurück zum Inhalt |
9. | Esko-Graphics mit guter Umsatzentwicklung
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| Die belgische Firma Esko-Graphics, Gent, einer der weltweit führenden Anbieter von Produktionsvorbereitungslösungen für die Verpackungsindustrie, konnte im Jahr 2005 ihren Umsatz um 15% auf 115 Mio. Euro steigern. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITA) lag bei ca. 8 Mio. Euro. "Esko ist auf einem soliden Weg zu kontinuierlichem und profitablem Wachstum", kommentiert Carsten Knudsen, der Präsident von Esko-Graphics. "Wir haben die Phase der Fusion und Neustrukturierung hinter uns gelassen und führen jetzt unsere Strategie aus, die sich darauf konzentriert, allen Partnern in der Verpackungslieferkette Lösungen und Service mit hoher Wertschöpfung bereitzustellen." Das Unternehmen hat sich die prägnantere Marke "Esko" gegeben und das Logo erneuert. Der juristische Unternehmensname bleibt "Esko-Graphics". | zurück zum Inhalt |
10. | Achilles steigert Umsatz deutlich
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| Die Werner Achilles GmbH & Co. KG, Celle, hat im Jahr 2005 ihren Umsatz um 9% auf 65 Mio. Euro erhöht. Dabei schuf das Unternehmen 35 neue Arbeitsplätze. Insgesamt investierte der Papierveredler und Anbieter individueller Präsentationsprodukte im vergangenen Jahr 7,3 Mio. Euro, davon flossen 4,2 Mio. Euro in den Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes für die Verbundkaschierung. Über den Gewinnmachte das in Privatbesitz befindliche Unternehmen keine Angaben. Im laufenden Jahr möchte Achilles 7 Mio. Euro in Deutschland investieren. Insgesamt betreibt das Unternehmen16 Produktionsstandorte in Deutschland und fünf weitere in Osteuropa. Geschäftsführer Paul Drewsrechnet im Jahr 2006 mit positiven Tendenzen und ist vorsichtig optimistisch. | zurück zum Inhalt |
11. | Portucel Soporcel baut neue Papiermaschine in Setúbal
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| Die portugiesische Portucel Soporcel-Gruppe, Setúbal, will 490 Mio. Euro in eine neue Papiermaschine für ungestrichene Druck- und Schreibpapiere investieren. Die Investition steht im Rahmen einer technologischen Modernisierung des Standortes Setúbal, an dem das Unternehmen insgesamt 900 Mio. Euro investieren will. Die Kapazität der neuen Papiermaschine soll bei 500.000 Tonnen pro Jahr liegen, sie soll die größte und schnellste Maschine der Welt für ungestrichenes Druck- und Schreibpapier werden. Mit der Investition entstehen 355 neue Arbeitsplätze. Die Maschine soll im zweiten Halbjahr 2008 in Betrieb gehen. Teil der Maßnahme ist eine neue 80 Megawatt-Anlage zur Produktion von Energie und Dampf. Portucel Soporcel möchte mit der Investition seinen Marktanteil bei ungestrichenen Papieren in Europa weiter ausdehnen. Mit der neuen Papiermaschine wird die Produktionskapazität am Standort Setúbal auf 1,5 Mio. Tonnen steigen. Nach dem Ausbau kann der dort produzierte Zellstoff genutzt werden, so dass eine integrierte Produktion entsteht. Die neue 80 Megawatt-Energieerzeugungsanlage ist so dimensioniert, dass sie Energie ins nationale Netz liefern kann. | zurück zum Inhalt |
12. | Augsburger Energieerzeuger legen UPM Angebot vor
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| Nach einer Meldung der "Augsburger Allgemeinen" haben sich Augsburger Energieerzeuger, darunter die Stadtwerke, die Abfallverwertung Augsburg (AVA) und der Energieerzeuger LEW in einem Konsortium zusammengetan und dem finnischen UPM-Konzern ein Angebot unterbreitet, das günstige Energiepreise für eine mögliche Papiermaschine am Standort Augsburg realisieren hilft. Die Abfallverwertung Augsburg möchte eventuell einen zusätzlichen Verbrennungsofen errichten, der helfen könnte, die Energiepreise zu senken. Der UPM-Vorstand wies allerdings in seiner letzten Telefonkonferenz anlässlich der Vorstellung des Jahresergebnisses darauf hin, dass die Frage, ob und wo eine neue Papiermaschine gebaut werde - in Frage kommt als Standort neben Augsburg auch das ostdeutsche Schwedt, Schongau und Straßburg - erst bis Mitte des Jahres entschieden sein wird. Konkrete Preise für die dann zu liefernde Energie nannte das Konsortium nicht. | zurück zum Inhalt |
13. | Weyerhaeuser mit deutlich geringeren Gewinnen
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| Der US-amerikanische Weyerhaeuser-Konzern (Federal Way/Washington) erzielt mittlerweile etwa die Hälfte seiner Umsätze außerhalb der Papier- und Zellstoffherstellung mit Holzprodukten oder Forstwirtschaft und setzte im Jahr 2005 insgesamt 22,6 Mrd. US-$ (i.Vj.: 21,93 Mrd. US-$) um. Die Umsätze mit Zellstoff und Papier lagen bei 4,336 Mrd. US-$ (i.Vj.: 4,115 Mrd. US-$), die mit Verpackungen bei 4,71 Mrd. US-$ (i.Vj.: 4,54 Mrd. US-$). Daneben setzte Weyerhaeuser fast 3 Mrd. US-$ mit dem Verkauf von Grundstücken und artverwandten Geschäften um. In der Zellstoff- und Papierproduktion erwirtschaftete Weyerhaeuser einen hohen Verlust von 444 Mio. US-$ (i.Vj.: 104 Mio. US-$ Gewinn). Auch die Herstellung von Verpackungspapieren und Verpackungen war nicht mehr ertragreich. Hier betrug der Verlust 5 Mio. US-$ im Vergleich zu einem Gewinn von 249 Mio. US-$ im Jahr 2004. Der Vorstandsvorsitzende Steven R. Rogel bezeichnete die Geschäftsbedingungen als extrem fordernd, dennoch sei es dem Unternehmen gelungen, einen Teil seiner Schulden zurückzuzahlen und ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien zu starten. Aussichten Insgesamt erwartet Weyerhaeuser im ersten Quartal 2006 ähnliche Gewinne wie im letzten Quartal 2004 und höhere Produktionskosten auf Basis höherer Energie- und Rohmaterialpreiskosten. Der Vorstand geht davon aus, dass die im ersten Quartal avisierten Preiserhöhungen für Zellstoff und Feinpapier am Markt umgesetzt werden und die Firma damit den fortdauernden Kostendruck abmildern kann. | zurück zum Inhalt |
14. | MeadWestvaco mit schmalem operativen Gewinn
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| Der vorwiegend in Nordamerika tätige MeadWestvaco-Konzern (Stamford/Connecticut) erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 Umsätze von 6,24 Mrd. US-$ (i.Vj.: 6,12 Mrd. US-$). Dabei fiel der operative Gewinn aufgrund hoher Einmalkosten wie z.B. der Neubewertung von Werken deutlich auf 135 Mio. US-$ (i.Vj.: 323 Mio. US-$). Alles in allem blieb danach ein Nettogewinn von 28 Mio. US-$, im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 349 Mio. US-$. Im mit Abstand größten Geschäftsbereich Verpackungen stiegen die Umsätze leicht auf 4,48 Mrd. US-$ (i.Vj.: 4,4 Mrd. US-$), bei um knapp 100 Mio. US-$ verringertem Gewinn von 336 Mio. US-$. Immerhin gelang es trotz gestiegener Kosten im vierten Quartal, die Gewinne zu steigern. Nach den Worten von John A. Luke, jr., dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, gelang es, höhere Verkaufspreise zu realisieren, was angesichts gestiegener Energiekosten und höherer Kosten durch den Hurrikan in der Golfregion notwendig sei. Bei Verpackungen machten sich vor allem höhere Rohmaterial- und Energiekosten bemerkbar. Aussichten Der Vorstand des Unternehmens rechnet im ersten Quartal 2006 mit einer stabilen Nachfrage. Saisonal bedingt ist dieser Zeitraum für Büro- und Verbraucherprodukte, in dem das Unternehmen auch tätig ist, eine eher schwache Zeit. MeadWestvaco rechnet damit, dass es gelingt, höhere Verkaufspreise durchzusetzen, die notwendig seien, um die höheren Preise bei Energie und Rohmaterial zu kompensieren. | zurück zum Inhalt |
15. | Julius Schulte Trebsen erweitert das Produktionsprogramm
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| Das mittelständische Familienunternehmen Julius Schulte Trebsen, Düsseldorf, hat sein bestehendes Produktionsprogramm diverser Wellenstoff- und Testlinerqualitäten um einen aufgebesserten Wellenstoff und ein Korrosionsschutzpapier erweitert. Zudem ergänzt die Firma das Produktprogramm um hohe Flächengewichte. "Durch die Aufnahme unserer Qualität Ultraflute ist die bestehende Lücke im Portfolio der Wellenstoffqualitäten nun geschlossen." sagt Martin Hild, Verkaufsleiter von Julius Schulte Trebsen. Der aufgebesserte Wellenstoff auf Altpapierbasis biete im Vergleich zu marktüblichen Flutingersatzqualitäten eine um bis zu 15% bessere Qualität. Somit könnten bei vergleichbaren Flächengewichten deutlich besser Festigkeitswerte erzielt werden. Das Flächengewichtsspektrum bei Testliner 3 umfasst jetzt einen Bereich von 100 bis 280 g/m². Damit entspricht Julius Schulte der steigenden Nachfrage nach höheren Flächengewichten. Als Einsatzgebiete für das neue Korrosionsschutzpapier kommen Metalle in Frage, die gegen Korrosion geschützt sein müssen. Weitere Sonderqualitäten sind fettdichte, flammhemmende, feuchtigkeitsresistente, wasserbeständige und gegen Schimmel- und Pilzbefall imprägnierte Papiere. | zurück zum Inhalt |
16. | Billerud gerät in die roten Zahlen
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| Der schwedische Billerud-Konzern musste im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang auf 730 Mio. Euro hinnehmen (ca. minus 35 Mio.Euro). Der operative Verlust betrug 21,4 Mio. Euro (i.Vj.: Gewinn von 83,6 Mio. Euro). Der Nettoverlust belief sich auf 19,6 Mio. Euro (i.Vj.: Gewinn von 54,5 Mio. Euro). Für den Umsatzrückgang ist zum einen eine um 1% gefallene Liefermenge verantwortlich, aber auch hohe Kosten beim Währungshedging, die das Unternehmen im Jahr 2005 mit 19,6 Mio. Euro belasteten. Bei Verpackungspapieren lieferte das Unternehmen 1,053 Mio. Tonnen (minus 1%) aus. Bei Marktzellstoff lag die Menge bei 298.000 Tonnen (minus 4%). Der höhere Verlust resultiert aus Einmalkosten in Höhe von 400 Mio. Euro, die sich aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Billerud möchte die Zahl seiner Mitarbeiter bis zum Jahr 2007 um 450 verringern. Betroffen sind dabei alle vier Werke des Unternehmens, Gruvön, Karlsborg und Skärblacka (alle in Schweden) und Beetham in Großbritannien. Dadurch sollen die Kosten pro Jahr um 26,8 Mio. Euro reduziert werden. Die gesamte Restrukturierung soll bis Ende 2006 abgeschlossen sein. Im Jahr 2005 wurden durch das Programm bereits Kostenreduktionen im Umfang von 2,7 Mio. Euro erzielt. Die Gesamtkosten für die Restrukturierung wurden komplett in der Periode Januar bis September verbucht. In den drei Geschäftssparten Kraftpapier, Wellpappenrohpapiere und Marktzellstoff musste Billerud die größten Umsatz- und Gewinnrückgänge bei Wellpappenrohpapier hinnehmen (vgl. Tabelle). Immerhin gelang es Billerud, im letzten Quartal die ausgelieferte Menge bei Verpackungspapieren um 7% auf 270.000 Tonnen zu steigern. Aussichten Die Marktsituation für Verpackungspapiere betrachtet der Vorstand des Unternehmens nach wie vor als gut, insbesondere deutlich besser als zu Beginn des Jahres 2005. Die dortigen Preiserhöhungen, die seit Januar in Europa und außerhalb von Europa im Gange sind, sollen im ersten Quartal 2006 voll umgesetzt sein. Bei Zellstoff erwartet das Unternehmen einen Preis von 630 US-$ pro Tonne Langfaserzellstoff oder höher. Außerdem rechnet Billerud mit höheren Energiekosten, die zum Teil über das laufende Reorganisationsprogramm abgefedert werden sollen.
| Der Billerud-Konzern in Zahlen | | Umsatz in Mio. Euro | IV. Quartal 2005 | III. Quartal 2005
| In % | 01-12 2005 | 01-12 2004 | In % | | Kraftpapier | 102 | 94,6 | + 8 | 394,3 | 386,8 | + 2 | | Wellpappenrohpapiere | 55,5 | 52,1 | + 7 | 215,4 | 228,2 | - 8 | | Marktzellstoff | 29 | 28,7 | + 1 | 120,8 | 151,5 | - 20 | | Gesamtumsatz | 186,5 | 175,4 | + 6 | 730,5 | 766,5 | - 5 | Operativer Gewinn in Mio. Euro | | Kraftpapier | 11,7 | 10,5 | + 11 | 36,3 | 51,9 | - 30 | | Wellpappenrohpapiere | 0,5 | - 2,1 | - - - | 3,5 | 18,3 | - 81 | | Marktzellstoff | - 0,1 | - 4,7 | - - - | - 8 | 20,6 | - - - | | Sonstiges | - 3,4 | - 42,9 | - - - | - 53,2 | - 7,2 | - - - | | Gesamter operativer Gewinn | 8,7 | - 39,3 | - - - | - 21,4 | 83,6 | - - - |
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17. | Norske Skog baut Konzern um - Gewinnzzone erreicht
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| Der norwegische Norske Skog-Konzern musste im abgelaufenen Jahr 2005 Umsatzrückgänge (minus 71 Mio. Euro) auf 3,418 Mrd. Euro hinnehmen. Trotz der Übernahme des 50%-Anteils an der Firma PanAsia Paper von Abitibi-Consolidated im November 2005 gelang es, den Nettogewinn auf 83,91 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 115,4 Mio. Euro) zu steigern. Das Unternehmen sei, so der Vorstand, in einem Umstrukturierungsprozess. Insgesamt seien die Papierpreise in Australien gefallen, während in Europa bei Zeitungsdruck die Preise angehoben werden konnten. Allerdings seien sie durch eine stärkere norwegische Krone und höhere Energiekosten kompensiert worden. Im vierten Quartal 2005 lief das Geschäft bei Norske Skog nicht so gut. Produktion und Umsätze in Europa waren zum Vorjahr niedrig. Die gesamten Energiekosten lagen im Jahr 2005 bei ca. 67 Mio. Euro, und im vierten Quartal musste Norske Skog einen Verlust von 134,72 Mio. Euro hinnehmen. Dieser resultiert unter anderem aus der Übernahme von PanAsia Paper, deren 50%-Anteil im November von der Firma Abitibi-Consolidated gekauft wurde. Die gesamte, in den europäischen Werken erzeugte Papiermenge erbrachte Umsätze von 2,091 Mrd. Euro. Im letzten Quartal 2005 lagen die Umsätze mit 535,4 Mio. Euro knapp 20 Mio. Euro unter denen des Vorjahres. Bei Zeitungsdruck- und Magazinpapier waren die Umsätze im letzten Quartal ebenfalls rückläufig. Die gesamten europäischen Magazinpapierwerke setzten im Jahr 2005 insgesamt 930,27 Mio. Euro um, bei Zeitungsdruckpapier betrug diese Zahl 1,161 Mrd. Euro. In den europäischen Werken lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 97,29 Mio. Euro, bei Zeitungsdruckpapier betrug dieser Wert 37,02 Mio. Euro. Auch in Südamerika und Australien war die Gewinnentwicklung eher rückläufig. Im vierten Quartal fiel in Australien ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 5,27 Mio. Euro an, in Südamerika von 0,675 Mio. Euro. Die ausgelieferte Menge lag im vierten Quartal in Europa sowohl bei Magazin- wie bei Zeitungsdruckpapier hinter der des Vorjahresquartals. Die ausgelieferte Zeitungsdruckpapiermenge reduzierte sich in den letzten drei Monaten des Vorjahres um 51.000 Tonnen auf 568.000 Tonnen. Bei Magazinpapieren lieferte Norske Skog in Europa mit 334.000 Tonnen insgesamt 39.000 Tonnen weniger Papier aus. Aussichten Der Vorstand von Norske Skog erwartet im Jahr 2006 in den meisten Ländern außerhalb von Nordamerika einen Verbrauchszuwachs. Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage in Europa sei für Zeitungsdruck gut. Preiserhöhungen seien möglich gewesen. Diese sollen in Australien zum 1. Juli 2006 ebenfalls erfolgen. Norske Skog rechnet mit steigenden Energiepreisen, so dass das erste Halbjahr weiterhin schwierig bleiben wird. Entlastungen erhofft sich das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte durch die Stilllegung seines Werkes Union und der Papiermaschine 1 im neuseeländischen Werk Tasman. | zurück zum Inhalt |
18. | Abitibi-Consolidated immer noch mit hohen Verlusten
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| Die kanadische Firma Abitibi-Consolidated, der größte nordamerikanische Hersteller von Zeitungsdruckpapier, musste im Gesamtjahr 2005 erneut hohe Verluste nach Steuern von 488 Mio. kan$ hinnehmen. Bereits im Vorjahr betrug der Nachsteuerverlust 236 Mio. kan$. Alleine die operativen Verluste betrugen 352 Mio. kan$ (i.Vj.: 346 Mio. kan$). Die Umsätze stiegen leicht auf 5,34 Mrd. kan$ (i.Vj.: 5,299 Mrd. kan$). Bei einem insgesamt wenig profitablen Geschäft beschloss das Unternehmen die dauerhafte Schließung zweier Papierwerke in Kenora (Ontario) und Stephenville (Neufundland). Daneben musste Abitibi Wertberichtigungen in seinem texanischen Werk Lufkin und seinem Werk Fort William (Ontario) vornehmen. Im britischen Bridgewater wird der kanadische Konzern ebenfalls eine Papiermaschine dauerhaft schließen. Mit der Stilllegung der Werke Stephenville und Kenora nimmt das Unternehmen 434.000 t Zeitungsdruckkapazität aus dem Markt. Die Papiermaschine 4 in Bridgewater produziert ebenfalls 60.000 t Zeitungsdruckpapier. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, John Weaver, wies darauf hin, dass der Vorstand entschlossene Maßnahmen eingeleitet habe, um das Unternehmen wieder ertragreicher zu machen. Umsatzstärkster Bereich von Abitibi bleibt die Zeitungspapierherstellung, hier lag der Jahresumsatz bei 2,89 Mrd. kan$ (plus 97 Mio. kan$), bei einem leicht verringerten operativen Verlust von 228 Mio. kan$ (i.Vj.: Verlust von 362 Mio. kan$). Bei aufgebessertem Zeitungsdruckpapier stiegen die Umsätze leicht auf 1,552 Mrd. kan$, bei einem erhöhten operativen Verlust von 89 Mio. kan$ (i.Vj.: Verlust von 52 Mio. kan$). Einzig der kleinste Bereich der Produkte aus Holz verbuchte einen Gewinn von 51 Mio. kan$ (i.Vj.: Gewinn von 158 Mio. kan$) bei einem verringerten Umsatz von 898 Mio. kan$ (i.Vj.: 1,03 Mrd. kan$). Im November hat sich Abitibi von seinem 50%-Anteil an dem Unternehmen PanAsia Paper Company getrennt und diesen für 712 Mio. kan$ an das norwegische Unternehmen Norske Skog verkauft. Diese Transaktion war für Abitibi mit einem Nachsteuerverlust von 10 Mio. kan$ verbunden. Einen Ausblick auf das nächste Jahr gab Abitibi-Consolidated in diesem Jahr nicht. | zurück zum Inhalt |
19. | Kimberly-Clark mit guter Umsatzrendite
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| Die US-amerikanische Kimberly-Clark Corporation, Dallas, hat im abgelaufenen Jahr ihren Umsatz um 820 Mio. US-$ auf 15,9 Mrd. US-$ gesteigert. Daraus ergab sich ein Nettogewinn von 1,568 Mrd. US-$ (i.Vj.: 1,8 Mrd. US-$). Der operative Gewinn belief sich auf 2,31 Mrd. US-$ (i.Vj.: 2,5 Mrd. US-$). Dabei blieb die operative Gewinnsituation in den drei Geschäftsfeldern Verbrauchertissue, Business-to-Business-Tissue und Personal Care fast unverändert (vgl. Tabelle), während die Umsätze vor allem im Bereich Consumer Tissue deutlich um 8,2% (vgl. Tabelle) stiegen. Der Vorstandsvorsitzende Thomas J. Falk wies darauf hin, dass im vergangen Jahr Kostensteigerungen von 400 Mio. US-$ zu verkraften waren, und dass weitere 90 Mio. US$ in Marketing- und Forschungsausgaben gesteckt wurden. Besonders gut verlief im vierten Quartal der Verkauf von Consumer Tissue in Nordamerika, dort stieg er um 10%. Die besten Wachstumsraten erzielten dabei die Produkte Kleenex Facial Tissue, Scott Bathroom Tissue und Viva-Handtücher. Im vierten Quartal litt Kimberly-Clark unter den gestiegen Kosten von insgesamt 110 Mio. US-$, so dass der operative Gewinn um 1% auf 633 Mio. US-$ fiel. Eine besonders große Rolle spielten Kostensteigerungen für Polymere, so genannte Superabsorbence, und andere ölbasierte Grundmaterialien, aber auch um 30 Mio. US-$ höhere Enegeriekosten und um den gleichen Betrag höhere Logistikkosten. Aussichten Kimberly-Clark rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzwachstum von 3% bis 5% bei nur leicht gestiegenen Preisen. Der operative Gewinn soll um 3% bis 6% steigen, trotz eines deutlichen Kostenanstiegs von 200 Mio. US-$. Außerdem möchte Kimberly-Clark im laufenden Jahr eigene Aktien für ca. 750 Mio. US-$ zurückkaufen. Das texanische Unternehmen wird voraussichtlich ca. 900 Mio. bis 1 Mrd. US-$ investieren. Darin eingeschlossen sind Ausgaben für eine neue Tissuemaschine in den USA, die 2007 in Betrieb gehen soll.
| Kimberly-Clark in Zahlen | | Nettoumsatz (in Mio. US-$) | Jahr 2005 | Jahr 2004 | Veränderung % | | Personal Care | 6287,4 | 5975,1 | + 5,2 | | Verbrauchertissue | 5781,3 | 5343,0 | + 8,2 | | Business-to-Business | 3821,8 | 3957,9 | - 3,4 | | Sonstiges | 31,4 | 24,3 | + 29,2 | | Interner Umsatz | (19,3) | (217,2) | - - - | | Gesamt | 15.902,6 | 15.083,2 | + 5,4 | Operativer Gewinn (in Mio. US-$) | | Personal Care | 1242,2 | 1253,2 | - 0,9 | | Verbrauchertissue | 805,8 | 803,1 | + 0,3 | | Business-to-Business | 673,2 | 656,6 | + 2,5 | | Sonstiges | (383,4) | (155,3) | - - - | | Sonstige Einnahmen/Ausgaben, netto | (27,2) | (51,2) | - 46,9 | | Gesamt | 2310,6 | 2506,4 | - 7,8 |
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I. | |
|  Rolf Schwarz | Rolf Schwarz, Inhaber des Druck- und Verlagshauses Thiele & Schwarz GmbH in Kassel und Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) in Wiesbaden, vollendete am 22. Februar 2006 sein 60. Lebensjahr. Schwarz ist als Unternehmer und nicht zuletzt durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in Hessen und seiner Heimatstadt Kassel verwurzelt. Seit 1981 ist Schwarz Mitglied im Hauptvorstand des Verbandes Druck und Medien Hessen, dessen Vorsitzender er seit dem Jahr 2000 ist. Zum Präsidenten des bvdm wurde Schwarz im Jahr 2003 gewählt. Ehrenamtlich engagiert sich Schwarz seit vielen Jahren als Richter beim Arbeitsgericht in Kassel sowie am Hessischen Landesarbeitsgericht in Frankfurt. Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt Schwarz 1992 den Ehrenbrief des Landes Hessen. 1996 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. |
Dave Copperhat die Leitung des europäischen Büros für Zellstoffverkäufe bei der Firma Mercer International übernommen. Sein Büro wird in Berlin sein. Seit 1. September 2005 ist Leonhard Nossol alleiniger Geschäftsführer der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal. Er war zuvor acht Jahre kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens. Nossol wird außerdem so genannter Group Controller Europe bei Mercer International. Werner Stüber, bisher technischer Geschäftsführer bei Rosenthal, wird neuer Vice President Technical Support and Pulp Operations bei der Muttergesellschaft. In dieser neuen Position ist er außerdem verantwortlich für die Schwesterwerke Stendal in Sachsen-Anhalt sowie Celgar in Kanada. Seit 1. Oktober 2005 ist Dr. Hans-Jürgen Mielisch Werkleiter bei Rosenthal. Er war zuvorin Kanadaals Projektingenieur und Berater im Anlagenbau der Zellstoff- und Papierindustrie tätig.
 Birgit Verwold | Birgit Verwold hat bei der Firma Rotec Hülsensysteme GmbH & Co. KG zum 1. Dezember 2005 das neu geschaffene Aufgabengebiet der Marketing- und Vertriebskoordination übernommen. Die Diplomkauffrau (FH) soll helfen, die organisatorischen Abläufe zwischen Kunden, Vertrieb und Produktion im Hinblick auf das starke Wachstum des Unternehmens weiter zu optimieren. In dieser Funktion arbeitet sie direkt der Vertriebsleitung zu. Die Aufgaben im Bereich der Organisations- und Strukturbildung umfassen beispielsweise die Koordination von Vertriebsaktivitäten, die Abstimmung mit Agenturen, die Messebetreuung, die Markteinführung neuer Produkte und den Ausbau der Kommunikationstruktur zwischen den einzelnen Bereichen. Birgit Verwold hat ein Wirtschaftsstudium mit den Schwerpunkten Marketing und Außenwirtschaft absolviert und war vor ihrem Wechsel im Produktmanagement tätig. |
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II. | |
| Finnland Der finnische M-real-Konzern will die Verkaufspreise für seine holzfrei gestrichenen Papiere um 5% erhöhen. Die angekündigte Preiserhöhung soll in der ersten Stufe in Deutschland bei M-reals gestrichenen Bogenpapieren ab Anfang April 2006 stattfinden. Die jüngsten Kostenerhöhungen für Energie, chemische Produkte und die Zellstoffpreise zwängen die Papierindustrie, entsprechend ihre Preise anzupassen. Die verbesserte Betriebsauslastung von ungestrichenen und gestrichenen Feinpapiermaschinen soll die Durchführung der Preiserhöhungen ermöglichen. Israel Aufgrund von Preiserhöhungen für Wellpappenpapiere und grafische Papiere in Europa und den USA muss auch die Firma American Israeli Paper Mills Ltd. (AIP) nach Aussage ihres Vorstandsvorsitzenden Avi Brener in Israel die Preise für weißes und braunes Papier anheben. Bei weißem Papier steigt der Preis für Druck- und Schreibpapier um 6% bis 8%, bei Wellpappenrohpapier um 8%. Die Zellstoffpreise zögen aufgrund der steigenden Nachfrage im Fernen Osten und der Erholung in Europa ebenfalls an. Kanada Eine Kooperation aus vier führenden Umweltgruppen zusammen mit kanadischen Industrievertretern und Ureinwohnern gab bekannt, dass der Regenwald im Gebiet Great Bear in der Provinz Britisch-Kolumbien in weiten Teilen unter Naturschutz gestellt wird. Insgesamt ein Drittel des Gebietes oder ca. 1235 km2 dürfen nicht mehr abgeholzt werden. Mit der jetzt abgeschlossenen Übereinkunft endet ein jahrelanges Ringen um eine von allen Parteien akzeptierte Lösung. Es ist zu vermuten, dass weitere Verhandlungen über andere Gebiete folgen werden. Niederlande Ende Februar 2006 eröffnete die AF-Celpap GmbH, Ravensburg, ihre zweite 100%-ige Tochterfirma, die AF-Process b.v. im niederländischen Ede. Dabei legt AF-Celpap den Fokus auf Hollands 27 Papierfabriken und deren hohen Bedarf an Beratung und Planung sowie auf die Papierindustrie im flämischen Teil Belgiens. Geschäftsführer der AF-Process b.v. ist Gert-Jan Beune (49). Er war nach seinem Maschinenbaustudium an der Delfter Universität neun Jahre lang als Projektleiter und später als Leiter der mechanischen Anlagenplanung in der Papierfabrik Parenco in Renkum, heute Norske Skog Parenco, tätig. Bis 2005 arbeitete er als Leiter Technologie bei Sappi in Nijmegen. | zurück zum Inhalt |
III. | |
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Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (130. Jahrgang) | | apr Magazin und elektronische Ausgabe: | | - | monatlich 3 Ausgaben | | - | 1 x apr Magazin und | | - | 2 x apr PAPIERZEITUNG per eMail | | plus apr Extraheft WELLPAPPE | | - | jährlich 12 Ausgaben | | - | 6 x apr Extraheft WELLPAPPE und | | - | 6 x apr WELLPAPPE per eMail |
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Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch. | Bankkonto: | Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. | Versandort: | Frankfurt am Main D1096 |
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IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 04/06 |
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