|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Papier- und Pappenverarbeiter mit kräftigem Umsatzwachstum |
| Die Papier, Karton und Pappe verarbeitende Industrie in Deutschland profitiert vom allgemeinen Konjunkturaufschwung, teilt der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) mit. Das vom Ifo-Institut in München ermittelte Geschäftsklima in der Papier- und Pappenverarbeitung hat zum Jahreswechsel 2006/2007 das höchste Niveau seit fünf Jahren erreicht. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wie auch die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate fallen überwiegend positiv aus. Der HPV rechnet deshalb mit einer stabilen Fortsetzung der guten Branchenentwicklung. Im vergangenen Jahr ist der Branchenumsatz mit Papier- und Pappenwaren um 7,2% auf 16,52 Mrd. Euro gestiegen. Die Auslandsumsätze haben laut HPV noch deutlicher um 13,9% auf 4,5 Mrd. Euro zugelegt, wobei 70% in der Euro-Zone erzielt wurden. Der Umsatz mit Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe habe um 6,8% zugenommen und sei auf 9,3 Mrd. Euro geklettert. Auf die Beschäftigung wirkte sich der Aufschwung indes nicht aus. Die Zahl der Beschäftigten ist trotz der guten Branchenkonjunktur 2006 weiter um 0,2% auf monatsdurchschnittlich 88.549 zurückgegangen. Aufgrund der guten Auftragslage aus dem In- und Ausland waren die Produktionskapazitäten 2006 mit durchschnittlich 88,1% der betriebsüblichen Vollauslastung um 1,5% besser ausgelastet als im Jahr zuvor, stellt der HPV fest. Die Verkaufspreise für Papier- und Pappenwaren seien im vergangenen Jahr wieder um 1,8% leicht gestiegen, womit jedoch nach Ansicht des Branchenverbands lediglich die Preisrückgänge der Vorjahre kompensiert werden konnten. Für die kommenden Monate rechnet der HPV mit einer stabilen Fortsetzung der guten Branchenentwicklung. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | SCA übernimmt europäisches Hygienepapiergeschäft von P&G | Der schwedische SCA-Konzern möchte das komplette europäische Tissuegeschäft des US-amerikanischen Procter & Gamble-Konzerns (P&G) übernehmen. Hierzu gehören unter anderem die Marken Tempo, Bounty und Charmin. Der Kaufpreis liegt bei 512 Mio. Euro und soll in bar bezahlt werden. Der Nettoumsatz der Geschäfte liegt bei 500 Mio. Euro. Der Kauf umfasst insgesamt fünf Werke von Procter & Gamble in Manchester/GB, Witzenhausen, Neuss, Orléans/F und Lucca/I mit insgesamt 1100 Angestellten. Die Übernahme bedarf der üblichen Genehmigung von Wettbewerbsbehörden und anderen Stellen. Angaben zur Ertragssituation bei den genannten P&G-Werken machte SCA nicht. Procter & Gamble hatte die Traditionsmarke Tempo im Jahr 1994 von der Fürther Schickedanz-Gruppe gekauft. SCA übernimmt nun sowohl die Marke Tempo als auch die europäischen Lizenzrechte für die Toilettenpapiermarke Charmin und die Küchenrolle Bounty. In Europa umfasst der Kauf außerdem die Marken Bess und Blümia. SCA selbst ist auf dem Tissuemarkt unter anderem mit den Marken Zewa, Edet und Danke vertreten. Mit der Übernahme kommt das schwedische Unternehmen bei Hygienepapieren in Europa auf einen um 5% vergrößerten Marktanteil von 26% und erhöht damit seinen Vorsprung vor der Nr. 2 im Markt, der US-amerikanischen Firma Kimberly-Clark, weiter. Während die Marken Bounty und Charmin in den USA einen vergleichsweise hohen Marktanteil besitzen, dominieren in Europa eindeutig die Handelsmarken bei Hygienepapieren. So sind drei Viertel aller Toilettenpapiere Händlermarken. Bei Papiertaschentüchern sind zwei Drittel aller Produkte Marken von Handelskonzernen. P&G möchte sich nach dem Verkauf stärker auf das Geschäft mit Taschentüchern und Toilettenpapieren in Mexiko und Nordamerika konzentrieren. Ob mit der Übernahme weitere Stellenkürzungen bzw. Werkschließungen verbunden sind, sagte der Vorstandsvorsitzende von SCA, Jan Åstrom, bei der Übernahme-Pressekonferenz nicht. P&G geht allerdings davon aus, dass SCA die betroffenen Arbeitnehmer weiterbeschäftigen wird. Einer der Gründe für den Verkauf durch P&G dürfte darin liegen, dass das Unternehmen in anderen Sparten und Produktbereichen bzw. Ländern deutlich bessere Wachstumschancen sieht als in Europa. Bezogen auf den Gesamtumsatz von P&G, der bei 68,2 Mrd. US-$ liegt, ist die Sparte klein. Die Erwartung von Procter & Gamble nach der Übernahme im Jahr 1994 war es, durch die Anwendung des P&G-üblichen Marketingarsenals die Marktanteile in Europa deutlich zu steigern. Dieses Ziel wurde sowohl bei Tempo als auch bei Bounty nicht erreicht. Jan Åstrom meinte zu der Übernahme: "Viele Konsumenten haben, was ihre Tissueprodukte anbetrifft, größere Ansprüche als sie bisher vom Markt erfüllt werden. Diese Akquisition wird uns helfen, einen wichtigen Schritt vorwärts zu gehen in die Richtung, den Kunden ein besseres Angebot bieten zu können." Er wies auch auf die sich in letzter Zeit deutlich erhöht habenden Energie- und Rohmaterialkosten hin. In dieser Situation hätten nur einige Anbieter in Innovation und Produktentwicklung investiert. Dies habe bewirkt, dass der Gesamtmarkt nur einen unterdurchschnittlichen Ertrag abgeworfen habe. In der Übernahme sieht Åstrom einen wichtigen Schritt, diesen Trend umzukehren. Nach Veröffentlichung der Übernahmepläne stieg der Preis für SCA-Aktien an der Stockholmer Börse um ca. 2%. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Mondi mit leichtem Ertragsrückgang in 2006 bei höheren Umsätzen |
| Die zum Anglo American-Konzern gehörende Mondi-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,493 Mrd. US-$ (i. Vj.: 6,956 Mrd. US-$) bei einem operativen Gewinn von 477 Mio. US-$ (i. Vj.: 495 Mio. US-$). Im zweiten Halbjahr sei es möglich gewesen, bei verbesserten Marktkonditionen den operativen Gewinn zu erhöhen. Er lag in diesem Zeitraum bei 265 Mio. US-$ und damit über der Vergleichsperiode des Jahres 2005. Im Papiermarkt seien zwar Preiserhöhungen gelungen, allerdings seien die Margen aufgrund gestiegener Faserchemikalien- und Energiekosten weiter unter Druck. Am deutlichsten stieg der Umsatz beim Tochterunternehmen Mondi Packaging auf 4,132 Mrd. US-$ (i. Vj.: 3,798 Mrd. US-$) bei einem leicht verringerten operativen Gewinn von 287 Mio. US-$ (minus 6 Mio. US-$). Bei Mondi Business Paper stiegen die Umsätze auf 2,215 Mrd. US-$ (vgl. Tabelle) bei einem deutlich verringerten operativen Gewinn von 130 Mio. US-$. Mondi Packaging habe dabei verschiedene Verarbeitungsbetriebe restrukturiert und sich auf Nischen fokussiert; zehn Werke wurden verkauft und eines geschlossen. Außerdem schloss Mondi Packaging zwei Wellpappenanlagen und verringerte dadurch seine Kapazität im Wellpappenbereich um 8%. Neben einigen Zukäufen, über die die apr schon berichtete, so z. B. die deutsche Firma Schleipen & Erkens und die NPG Special Coatings, kaufte Mondi Packaging die Firma Peterson Barriere in Norwegen und den bulgarischen Kraftpapierhersteller Stambolijski. Außerdem erreichte das Unternehmen im Dezember 2006 eine Übereinkunft mit Bischof + Klein, seinen Minderheitsanteil an dem Unternehmen im ersten Quartal 2007 zu verkaufen. Mondi plant daneben, in Polen oder Tschechien eine neue Papiermaschine zur Produktion leichter Testliner und Fluting zu bauen. Hierfür sollen 365 Mio. US-$ investiert werden. Die neue Anlage soll eine Kapazität von 470.000 t pro Jahr besitzen und im zweiten Halbjahr 2009 in Betrieb gehen. Der Ertrag von Mondi Business Paper wurde durch den langsamen Anlauf der umgebauten PM 31 im südafrikanischen Werk Merebank belastet. Die Maschine läuft jetzt schneller und ist in der Lage, hochwertigere Qualitäten zu produzieren. Im Jahr 2007 soll sich dadurch eine deutliche Gewinnverbesserung in Südafrika ergeben. Im russischen Werk Syktyvkar und im slowakischen Werk Ruzomberok konnte Mondi, wie es heißt, starke Ergebnisse erzielen, resultierend aus höheren Verkaufsmengen und einer guten Kostenkontrolle. Im vergangenen Jahr nahm das Unternehmen 110.000 t Produktionskapazität im ungarischen Werk Dunaujvaros aus dem Markt, indem es die Papiermaschine auf die Herstellung von Spezialpapieren umbaute. Zum Jahresende sei es gelungen, die Preise etwas anzuheben. Im Januar 2007 sei ein Preisanstieg für grafische Papiere in Höhe von 4% geplant gewesen. Mondi möchte ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für seine russischen Fabriken verabschieden. Sie könnten Teil eines neuen Zellstoffwerks sein, das ca. 1,5 Mrd. US-$ kosten soll. Glänzende Ergebnisse bei Muttergesellschaft Anglo American Der Mutterkonzern von Mondi, Anglo American in Johannesburg/RSA, erzielte im abgelaufenen Jahr einen um 23% höheren Nettogewinn von 8,31 Mrd. US-$. Der operative Gewinn stieg noch stärker um 54% auf 9,832 Mrd. US-$. Die Umsätze lagen bei 38,637 Mrd. US-$ (plus 12%). Auf die Pläne, Mondi Mitte des Jahres an die Börse zu bringen, geht der Vorstandsvorsitzende Tony Trahar nicht näher ein. Geplant ist eine komplette Abspaltung sowie ein Doppellisting in London und Johannesburg. Der Bereich Mondi ist zwar umsatzmäßig der größte, mit ihm wird allerdings deutlich weniger verdient als z. B. bei Platin oder bei Kohle. Alleine mit seinen Platinminen setzte Mondi 5,861 Mrd. US-$ um und verdiente dabei operativ 2,4 Mrd. US-$. Aussichten Tony Trahar, der Vorstandsvorsitzende, spricht von einem starken Jahr 2006, weist allerdings darauf hin, dass es Befürchtungen bezüglich Überkapazitäten in den Papiermärkten, in denen Mondi operiert, gebe. Mondi sei ermutigt aufgrund angekündigter Kapazitätsschließungen bei Papierherstellern und erwartet deshalb im Jahr 2007 einen besseren Gewinn, trotz höherer Verwaltungskosten, die die Ablösung von Anglo American mit sich bringen wird. Die bessere Ertragslage soll sich aus höheren Preisen für die Schlüsselprodukte von Mondi ergeben, aber auch auf eine Fokussierung, Kosten zu sparen.| Ergebnisse des Mondi-Konzerns (in Mio. US-$) | | Umsatz | 2006 | 2005 | | Papier und Verpackungen | 7493 | 6956 | | Mondi Packaging | 4132 | 3798 | | Mondi Business Paper | 2215 | 2050 | | Sonstiges | 1146 | 1108 | EBITDA | | Papier und Verpackungen | 923 | 916 | | Mondi Packaging | 528 | 528 | | Mondi Business Paper | 297 | 310 | | Sonstiges | 98 | 78 | Operativer Gewinn | | Papier und Verpackungen | 477 | 495 | | Mondi Packaging | 287 | 293 | | Mondi Business Paper | 130 | 163 | | Sonstiges | 60 | 39 | Vorsteuergewinn | | Papier und Verpackungen | 274 | 296 | | Mondi Packaging | 208 | 194 | | Mondi Business Paper | 51 | 100 | | Sonstiges | 15 | 2 |
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3. | Norske Skog muss 2006 hohe Verluste hinnehmen - Viertes Quartal bringt Gewinne |
| Der norwegische Norske Skog-Konzern konnte im Gesamtjahr 2006 seine Umsätze auf 3,895 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,476 Mrd. Euro) steigern. Der Nettoverlust vor Steuern lag bei 470,27 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 135,67 Mio. Euro). Diese resultieren aus hohen Einmalkosten unter anderem für die Schließung des Norske Skog-Werkes Union in Norwegen, das Abschalten der PM 1 von Norske Skog Tasmanien und das Abstellen der PM 1 und PM 4 im Norske Skog-Werk Jeonju in Korea. Lichtblick ist die Tatsache, dass es Norske Skog gelang, im letzten Quartal 2006 wieder einen operativen Gewinn von 76,62 Mio. Euro zu erzielen. Ohne die Berücksichtigung der zahlreichen Einmalaufwendungen hat Norske Skog im Jahr 2006 ca. 95 Mio. Euro mehr verdient als im Jahr 2005. Die ausgelieferte Papiermenge ging auch wegen der Schließung des Werkes Union auf 2,176 Mio. t (minus 59.000 t) zurück. Von der Rating-Agentur Standard & Poor's wurden die Schulden von Norske Skog von BBB minus auf BB plus heruntergestuft. Im Dezember entschied sich Norske Skog dafür, die noch im geschlossenen Werk Union stehende Papiermaschine nach Brasilien zu Norske Skog Pisa zu schicken. Dort soll sie für 210 Mio. US-$ umgebaut werden. Norske Skog hält an dem Plan fest, seine operativen Gewinne bis zum Jahr 2008 um 405 Mio. Euro zu steigern. Dies soll einerseits durch verringerte Kosten und eine Restrukturierung der Werke geschehen. Andererseits möchte Norske Skog die Zahl seiner Mitarbeiter um weitere 1000 verringern. Der norwegische Konzern hat außerdem 40 Arbeitsgebiete ausgemacht, in denen entscheidend Kosten gespart werden können. Bereits im Jahr 2006 habe sich der operative Gewinn um 54 Mio. Euro verbessert. Ergebnisse einzelner Produktgruppen bzw. Regionen In den europäischen Werken für Zeitungsdruckpapier stiegen die Umsätze auf 1225,94 Mio. Euro (i. Vj.: 1161,35 Mio. Euro). Der operative Gewinn erhöhte sich deutlich auf 103,78 Mio. Euro (i. Vj.: 37,02 Mio. Euro). Durch Schließung des Werks Norske Skog Union ist es gelungen, die fixen Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig konnten in der Branche höhere Preise durchgesetzt werden. Insgesamt stieg die Nachfrage nach Standard- und aufgebessertem Zeitungsdruckpapier in Europa im vergangenen Jahr um 1,9%. Der Umsatz in den europäischen Werken für Magazinpapier fiel leicht auf 911,89 Mio. Euro. Auch der operative Gewinn verringerte sich auf 38 Mio. Euro (i. Vj.: 60,27 Mio. Euro). Wegen niedrigerer Preise für gestrichene Magazinpapiere fielen die operativen Gewinne im vierten Quartal auf 10,8 Mio. Euro (drittes Quartal: 14,32 Mio. Euro). Bei Norske Skog Asia sind die Daten beider Jahre nicht vergleichbar, da im Jahr 2006 die Zahlen des Tochterunternehmens Pan Asia in vollem Umfang enthalten sind und außerdem ein neues Werk in China im Juli 2005 die Produktion aufnahm. Die Umsätze stiegen deshalb sehr deutlich auf 823,78 Mio. Euro (i. Vj.: 400,27 Mio. Euro). Gleichzeitig verdoppelte sich die Produktion auf 1,553 Mio. t. Aussichten Die Marktaussichten hält der Vorstand von Norske Skog bei Zeitungsdruck in Europa für gut. Die Preise für dieses Produkt sollen in Europa und Neuseeland steigen. Gleiches sei für Magazinpapiere in Europa im zweiten Halbjahr möglich. Insgesamt rechnet Norske Skog trotz des Risikos steigender Rohmaterialkosten im Jahr 2007 mit einer Resultatsverbesserung. | zurück zum Inhalt |
4. | Stora Enso wehrt sich gegen Greenpeace-Vorwürfe |
| Der finnische Stora Enso-Konzern wehrt sich gegen Vorwürfe der Umweltschutzorganisation Greenpeace, er zerstöre Altwälder. Die Holzbeschaffungsgrundsätze von Stora Enso sähen vielmehr vor, kein Holz aus Altwäldern, wie sie im Rahmen des so genannten nationalen Stakeholder-Prozesses definiert wurden, zu kaufen. Dies gelte nur dann nicht, wenn die Beschaffung unstrittig im Einklang mit den nationalen Naturschutzvorschriften stehe. Stora Enso sei auch nicht das wichtigste Forstwirtschaftsunternehmen in Nordfinnland. Der finnische Staat besitze über den Staatsbetrieb Metsähallitus Wälder in dieser Region und schlage dort Holz ein. Die fraglichen Gebiete in lappischen Wäldern wurden im Rahmen des nationalen Stakeholder-Prozesses nicht als Altwälder eingestuft. Laut finnischem Umweltministerium sind die ökologischen Werte in Waldlappland durch ein außerordentlich umfangreiches Netz an Schutz- und Wildmarkgebieten geschützt, das über internationale Anforderungen hinausgeht. Darüber hinaus sei die Forstindustrie in Lappland ein bedeutender Arbeitgeber und eine Quelle wirtschaftlichen Wohlstands. Stora Enso wird sich, wie von drei Aktionären vorgeschlagen, auf der ordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2007 mit den Fragen der Holzbeschaffung in den lappischen Wäldern befassen. | zurück zum Inhalt |
5. | Stora Enso legt Sägewerk wegen Rohstoffmangel still |
| Wegen anhaltender Rohstoffknappheit, daraus resultierenden Kostensteigerungen und Rentabilitätsproblemen will der finnische Stora Enso-Konzern im Juni 2007 das estnische Sägewerk Sauga stilllegen. Dies soll keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben, wird aber voraussichtlich das Jahresergebnis 2007 leicht verbessern. Im Vorfeld der Schließung wird Stora Enso im ersten Quartal Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 12 Mio. Euro als außerordentlichen Posten verbuchen. Das Sägewerk Sauga verfügt über eine Produktionskapazität von 130.000 m3 Schnittholz pro Jahr, von welchen 90.000 m3 weiterverarbeitet werden können. Die Produktionsanlagen des Unternehmens sollen, so weit möglich, in anderen Werken des Konzerns verwendet werden. "Die Produktion und der Vertrieb von Stora Ensos Schnittholzprodukten im Baltikum sollen nach der Stilllegung des Sägewerks im Wesentlichen unverändert fortgesetzt werden, da die Kunden von anderen Sägewerken des Konzerns beliefert werden können", so Peter Kickinger, Executive Vice President bei Stora Enso Timber. Im Moment untersucht der Konzern verschiedene Möglichkeiten, in welchem Umfang ein Teil der 107 Mitarbeiter des Sägewerkes intern oder an anderen Standorten wie den Sägewerken Paikuse, Umavere und Näpi sowie im Weiterverarbeitungswerk Viljandi weiterbeschäftigt werden können. Voraussichtlich kann Stora Enso Timber 30 Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz anbieten. Außerdem wird ein Outplacement in andere Unternehmen der Forstprodukteindustrie in Erwägung gezogen. | zurück zum Inhalt |
6. | Cham Paper Group mit deutlicher Umsatzsteigerung, aber Verlust |
| Die Schweizer Cham Paper Group konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Nettoumsatz um 7,4% auf 437,8 Mio. sfr erhöhen und dabei 257.200 t (plus 5,4%) absetzen. Besonders deutlich stieg der Bereich der Papiere für flexible Verpackungen, nämlich um 12,1%, genaue Mengenangaben macht das Unternehmen nicht. Der operative Gewinn fiel vor Sonderpositionen auf 6,1 Mio. sfr (i. Vj.: 8,5 Mio. sfr). Dabei musste das Unternehmen um 13,8% gestiegene Zellstoffpreise und um 22,6% erhöhte Energiekosten verkraften. Die im Frühjahr 2006 eingeleiteten und umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer Verbesserung der operativen Ertragslage im zweiten Halbjahr. Insbesondere sei es im norwegischen Werk Hunsfos gelungen, den operativen Abwärtstrend zu stoppen. So erreichte dieses Werk im vierten Quartal den Break-Even-Punkt. Insgesamt weist Cham Paper aufgrund hoher Einmalkosten für 2006 einen Jahresverlust von 23,5 Mio. sfr (i. Vj.: Gewinn von 1,7 Mio. sfr) aus. Die gesamten einmaligen Restrukturierungsaufwendungen und Sonderabschreibungen lagen bei 38,8 Mio. sfr. Durch den Verkauf des Produktionswerkes im schweizerischen Tenero konnte das Unternehmen einen Buchgewinn von 11,5 Mio. sfr verbuchen. | zurück zum Inhalt |
7. | Schneidersöhne engagiert sich weiterhin für krebskranke Kinder und Jugendliche |
| Gefragt nach seinen Plänen für 2007, sagt Stephan Maier: "Wir wollen für die Patienten, die bei uns sind, einen guten Job machen." Was einfach klingt, erweist sich bei genauem Hinschauen als eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Stephan Maier ist Psychosozialer Leiter der Katharinenhöhe im Schwarzwald und beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der Rehabilitation krebskranker Kinder und Jugendlicher. Die Katharinenhöhe ist eine von nur zwei Reha-Einrichtungen in Deutschland, die nicht nur den Kranken selbst, sondern die gesamte Familie in das Rehabilitationskonzept einbeziehen.  Basteln ist Teil des Unterhaltungsangebots des Reha-Zentrums Katharinenhöhe. | Die Besonderheit der Katharinenhöhe ist eine eigene Jugend-Reha. Jugendliche werden im Allgemeinen gemeinsam mit Erwachsenen betreut und fühlen sich dabei nicht sehr wohl. Sie empfinden anders, haben Angst vor Reglementierungen und möchten ihr Leben frei gestalten können. Darüber hinaus ist es für einen Jugendlichen sicher noch schwerer zu ertragen, wenn ihm nach einem Knochentumor der Oberschenkel abgenommen wurde und er sich auf ein Leben mit Umkehrplastik und Prothese einstellen muss. Genau da setzt die Katharinenhöhe an: Sie bietet speziell für Jugendliche eine fachspezifische physiotherapeutische Behandlung an, ein Sport- und Unterhaltungsangebot, wie es von Jugendlichen gewünscht und angenommen wird. |
Um dieses Angebot machen und weiter ausbauen zu können, ist die Katharinenhöhe auf Spenden angewiesen. Seit zwölf Jahren gehört Schneidersöhne zu den regelmäßigen und verlässlichen Spendern des Hauses. Auch in diesem Jahr gab es vom Papierhandelshaus wieder zwei Schecks: Die große Weihnachtsspende über 25.000 Euro und die Erlöse der Weihnachtstombola und verschiedener Mitarbeiterspenden von insgesamt 5452 Euro. Mit dieser Unterstützung kann Stephan Maier einen Pysiotherapeuten anteilig bezahlen. | zurück zum Inhalt |
8. | Andritz mit Rekordergebnis im Jahr 2006 |
| Der österreichische Andritz-Konzern steigerte vor allem aufgrund von Unternehmenszukäufen seinen Umsatz im Jahr 2006 um 55,3% auf 2,71 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand per 31. Dezember lag bei 3,4 Mrd. Euro und war damit doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Konzerngewinn erhöhte sich ebenfalls sehr deutlich um 51,2% auf 121,4 Mio. Euro. Ursächlich für die Umsatzsteigerung ist vor allem die Erstkonsolidierung der von Siemens übernommenen Firma VA Tech Hydro. Deren Umsatz lag alleine bei 390,2 Mio. Euro. Der Kaufpreis für VA Tech Hydro soll geschätzt bei 190 Mio. Euro gelegen haben. Das organische Umsatzwachstum der Andritz-Gruppe betrug im vergangenen Jahr 29,6%. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 159,8 Mio. Euro (i. Vj.: 106,7 Mio. Euro). Vorstandschef Wolfgang Leitner berichtete darüber, dass die Rentabilität in der Division Zellstoff und Papier etwas niedriger gewesen ist, aber auch die Ertragskraft von VA Tech Hydro unter der anderer Divisionen liegt. Langfristig möchte Andritz pro Jahr um 10% wachsen und eine operative Marge von 7% erzielen. Als Verzinsung auf das eingesetzte Arbeitskapital strebt Andritz einen Wert von 20% an. | zurück zum Inhalt |
9. | Metso Paper verkauft Mehrheitsanteil an Schweizer Metso Paper AG |
| Die Metso Paper Inc. hat ihren Mehrheitsanteil an der Schweizer Metso Paper AG, Delémont, mit Wirkung vom 1. März 2007 an Kari Nettamo verkauft. Dieser war in verschiedenen Managementpositionen für Metso Paper und andere Firmen in Finnland und den USA tätig. Metso Paper wird für einen Übergangszeitraum ein Minderheitsaktionär des Unternehmens bleiben. Die Vereinbarung steht in Einklang mit der Strategie von Metso Paper, sich auf seine Kerngeschäfte zu konzentrieren. Die Schweizer Metso Paper AG ist ein Lieferant von Rollenlogistiksystemen sowie Lösungen und Serviceleistungen für die Druck- und Papierverarbeitungsindustrie. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter, der jährliche Umsatz liegt bei ca. 10 Mio. Euro. | zurück zum Inhalt |
10. | UPM versucht, Unternehmen auf dem Gelände des geschlossenen Werkes Voikkaa anzusiedeln |
| Der finnische UPM-Konzern versucht seit längerem, Unternehmen auf dem Gelände der 2006 geschlossenen Papierfabrik Voikkaa/FIN anzusiedeln. Bisher haben acht Unternehmen dieses Angebot genutzt und auf dem Gelände eine Firma gegründet. Dort sind unter anderem 100 ehemalige Angestellte des Werkes Voikkaa beschäftigt. 441 der 678 ehemaligen Beschäftigten haben neue Arbeitsstellen gefunden oder nehmen Umschulungsmaßnahmen wahr, 74 Angestellte gingen in den Ruhestand. 121 der ehemaligen Mitarbeiter haben neue Arbeitsverträge innerhalb von UPM erhalten. UPM ist in intensivem Kontakt mit den Arbeitsämtern, um 158 Mitarbeiter, die noch keine Arbeit gefunden haben, eine solche zu vermitteln. Außerdem wird das Unternehmen einen Ausstellungsraum in der ehemaligen Feuerwehrhalle einrichten, in dem die Geschichte, die Produktion und die Menschen des Werkes Voikkaa dargestellt werden. Das Feuerwehrhaus wurde im Jahr 1913 gebaut und besitzt im Ort Kymenlaakso besonderen historischen Wert. Das Werk arbeitete von 1897 bis 2006. | zurück zum Inhalt |
11. | bvse will Novelle der Verpackungsverordnung, sieht aber Nachbesserungsbedarf |
| "Wir wollen die Novelle der Verpackungsverordnung, damit das System stabilisiert wird und das Trittbrettfahreproblem gelöst wird", erklärt Burkhard Landers, Präsident des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), Bonn. Der vorgelegte Referentenentwurf sei ein "erster Schritt" in diese Richtung. Die mittelständische Recycling- und Entsorgungsbranche sieht aber noch erheblichen Nachbesserungsbedarf: "Die Arbeit geht jetzt erst richtig los", so Landers und warnt davor, mit der Novelle zwar das ein oder andere Problem zu lösen, aber gleichzeitig "weitere Baustellen" aufzumachen. Als ernstes Problem bezeichnete es der bvse-Präsident, dass die Novelle über das Ziel hinausschieße und jetzt den exklusiven Tätigkeitsbereich des Dualen Systems über die privaten Haushalte hinweg auf das Gewerbe ausdehnt. "Wir sind für eine Stabilisierung des Systems, aber wir wenden uns klar gegen eine Ausweitung in den Bereich der gewerblichen Anfallstellen. Damit wird die kundennahe Gewerbeentsorgung und damit der Mittelstand ohne Not in erhebliche Bedrängnis gebracht." Unbefriedigend ist nach Auffassung von Landers auch, dass die Selbstentsorgersysteme keine Quoten erfüllen müssen. "Damit vergrößert sich die Gefahr, dass ein gefährlicher Rutschbahneffekt entsteht: Raus aus den Dualen Systemen mit Quotenerfüllung und hinein in die Selbstentsorgersysteme ohne Quoten." Einen "klaren Rückschritt" gegenüber dem zweiten Arbeitsentwurf stellt der bvse bei der geforderten Vollständigkeitserklärung fest. Während ursprünglich gefordert war, dass diese Erklärung alle in Verkehr gebrachten Verpackungen umfassen sollte, ist jetzt nur noch von in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen die Rede. Landers: "Das kann man auch als Etikettenschwindel bezeichnen. Wenn hier nicht alle Verpackungen einbezogen werden, ist die Plausibilität der Angaben nicht mehr nachzuvollziehen und das Tor für Manipulationen weit geöffnet", befürchtet der bvse-Präsident. | zurück zum Inhalt |
12. | Fuji Hunt wurde bei Fujifilm Deutschland integriert - Umfassendes Angebot für die grafische Industrie |
| Im Rahmen der Einführung einer Holdingstruktur auf weltweiter und europäischer Ebene wurden auch die operativen Geschäfte von Fujifilm und der bisherigen Fuji Hunt zusammengefasst. Die ehemalige Fuji Hunt mit Sitz in Büttelborn wurde dabei integriert in die Organisation von Fujifilm Deutschland mit Sitz in Düsseldorf. Das Team von Fuji Hunt unter Führung von Wilfried Bauder wurde in die Düsseldorfer Organisation übernommen und betreut auch künftig die Bereiche Silberhalogenid-Material für die Fotografie, Large Format Print, Inkjet-Materialien sowie Chemikalien für Druckvorstufe und Drucksaal. "Besondere Bedeutung kommt dem Bereich Druckchemie zu", sagt Wilfried Bauder, Bereichsleiter Digital Printing, Photo & Pressroom Solutions bei Fujifilm Deutschland. "Unsere Kunden schätzen die Ausnahmequalität von Fujifilm und können nun alles aus einer Hand bekommen. Wir bieten der grafischen Industrie Produkte und Dienstleistungen in einer Bandbreite, die ihresgleichen sucht. Dies reicht von der Akzidenz über Bogendruck, Zeitungsdruck bis zum kompletten Ablauf in der Vorstufe, der Plattenkopie, bis zu Drucksaal und Endverarbeitung. Die Ergänzung eines weiteren Segments in Form der Druckchemie komplettiert unser Angebot. Die räumliche Nähe zu den Kollegen wird dafür sorgen, dass wir unseren Service weiter ausbauen." Der Bereich Digital Printing, Photo & Pressroom Solutions gehört zur Industrial Products Division bei Fujifilm Deutschland und ergänzt dort das Team des Bereichs Grafische Systeme. Bauder berichtet an Helmut Rupsch, Geschäftsleiter German Operations bei Fujifilm Deutschland. | zurück zum Inhalt |
13. | Druckereien unterstützen Leseinitiative - Auch Patenschaften sind willkommen |
| Auf Initiative des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) wird das Projekt Lesestart weiter gefördert. Es haben sich bereits mehrere mittelständische Druckereien bereit erklärt, die bundesweite Leseinitiative finanziell oder durch kostenlosen Druck von Werbemitteln zu unterstützen. Das Projekt hat zum Ziel, bundesweit nachhaltig Familien mit ihren Kindern für die Welt der Bücher und das Lesen zu begeistern. Traurige Tatsache ist, dass das Vorlesen heute bereits in zwei Dritteln aller Familien mit Kindern keine Rolle mehr spielt. Unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und der Stiftung Lesen haben sich Verbände und mittelständische Unternehmen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um das frühkindliche Leseförderprojekt zu realisieren. Mit ihrem Engagement leisten die Lesestart-Förderer einen wichtigen Beitrag, um Kinder in ihrer geistig-kulturellen Entwicklung zu fördern und den Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken. Die Leseinitiative möchte in den Jahren 2008 bis 2010 rund 500.000 Eltern im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt mit einem kostenlosen Lesestart-Set versorgen. Der Startschuss für die Medienkampagne soll im Sommer 2008 zur Drupa fallen. Für die Produktion der unterschiedlichen Materialen werden weitere Sponsoren gesucht. Beim bvdm können ab sofort auch Patenschaften à 10 Euro für einzelne Lesepakete übernommen werden. | zurück zum Inhalt |
I. | |
|  Alexander Meiswinkel | Alexander Meiswinkel (38) ist seit Mitte Februar neben Andreas Rohardt und Jan Uwe Lammert weiterer Geschäftsführer der Holding Gratenau & Hesselbacher GmbH & Co. KG, Hamburg. Meiswinkel war bis zu diesem Zeitpunkt Geschäftsführer der Sappi Deutschland GmbH in Hannover. Er hat in der Sappi-Organisation eine 15-jährige internationale Karriere hinter sich, die ihn zunächst über die Niederlande, Deutschland und Österreich nach New York führte. Von dort aus betreute er als Commercial Manager der Sappi Trading - US Paper Corporation den lateinamerikanischen Markt und baute unter anderem Büros in Mexiko und Brasilien auf. Anschließend war er von Brüssel aus für weltweite Key Accounts zuständig, bevor er die Gesamtverantwortung der deutschen Vertriebsorganisation von Sappi übernahm. Die G & H-Gruppe ist seit über 130 Jahren ein international tätiges Handelsunternehmen auf den Gebieten Holz, Zellstoff, Papier und Karton mit Sitz in Hamburg und Bremen sowie Büros in Warschau und Schanghai. |
Lutz Meinikat, Firmengründer und langjähriger Geschäftsführer der Meinikat Informationssysteme GmbH, Hannover, ist zum 1. Januar 2007 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Seine Nachfolger in der Geschäftsführung sind Uwe Rese und Robert Jokisch. Beide wollen einerseits das Hauptprodukt des Unternehmen, "PP_mate für Warenwirtschaft, Produktion, Logistik und Betriebswirtschaft", pflegen und ausbauen, andererseits neue Dienstleistungen anbieten. Hierzu gehören individuelle Programmierungen in ILE-RPG und Java sowie die Anbindung bzw. Integration beliebiger externer Expertensysteme in bestehende Datenlandschaften, so z. B. auch SAP. | zurück zum Inhalt |
II. | |
| Deutschland Preiserhöhungen von 7% und mehr für Papiertüten innerhalb der nächsten Wochen sind nach Darstellung des Industrieverbandes Papier- und Folienverpackungen (IPV), Frankfurt, unausweichlich. Der Hauptgrund liege in den dynamisch ansteigenden Papierpreisen. Seit Herbst 2006 haben sich die Papierpreise um durchschnittlich 10% erhöht, weitere Preiserhöhungen um bis zu 7% stehen für das Frühjahr 2007 an. Die energieintensive Papierindustrie ist einerseits mit starken Verteuerungen bei den Energiekosten konfrontiert und andererseits mit einem rasanten Anstieg der Preise für den Rohstoff Holz. Die Preiserhöhungen für Holz liegen bei 20%. Warme Temperaturen in Skandinavien mit wenigen Frosttagen erschweren die Holzernte, Lieferländer wie Russland verknappen ihr Angebot, und Hersteller von Holzpellets - durch die aktuelle Klimadiskussion stark im Aufwind - konkurrieren immer stärker mit der Papierindustrie um den Rohstoff Holz. Deutliches Anzeichen für diese extreme Rohstoffverknappung sei das Erliegen der Spotmärkte, auf denen keine freien Kapazitäten mehr verfügbar sind. Bei den Herstellern von Tüten aus Papier addieren sich zu den weiter ansteigenden Papierrohstoffpreisen laufende Preisanpassungen bei Klebstoffen, Farben, Frachten und Energie. Die Rationalisierungspotenziale seien ausgereizt. Die Firma SIG Combibloc, Linnich, einer der führenden Hersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel, konnte im Jahr 2006 ihren Umsatz auf 1,21 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,097 Mrd. Euro) steigern. Besonders stark stieg der Umsatz in China, nämlich um 81%, genaue Angaben macht SIG hierzu nicht. Die deutsche SIG Combibloc ist eine Division der Schweizer SIG Holding AG, Neuhausen am Rheinfall. Zum 1. Januar 2007 übernahm die Schmalz+Schön Holding GmbH 74% der Max Schmidt Papierlogistik GmbH, Fellbach. Geschäftsführer der neuen Tochter von Schmalz+Schön sind Thomas Arweiler und Christoph Gottuck. Die Max Schmidt Papierlogistik GmbH ist spezialisiert auf die Logistik und Dientsleistungsanforderungen der Druck- und Papier vearbeitenden Industrie. An den Standorten Fellbach, Kornwestheim und Stuttgart werden auf 15.000 m2 ca. 220.000 Jahrestonnen Format- und Rollenpapiere gelagert, kommissioniert und umgeschlagen. Mit eigenem Fuhrpark, der mit Branchenequipment ausgestattet ist, werden darüber hinaus die Versorgung des und die Entsorgung für den Kunden durchgeführt. Das Unternehmen ist überwiegend für europäische und regionale Papierproduzenten sowie die Druckzentren in der Region Süd tätig. Über eigene Gleisanschlüsse an den Lagerstandorten wird schwerpunktmäßig auch die Modal Split Schiene-Straße angeboten. Finnland Der finnische M-real-Konzern möchte die Verkaufspreise für seine holzfrei gestrichenen und ungestrichenen Format- und Rollenpapiere mit Wirkung vom 1. April 2007 um rund 6% erhöhen. M-real begründet die Preiserhöhung mit der unbefriedigenden Erlössituation bei den holzfrei gestrichenen und ungestrichenen Sorten. Mit der angekündigten Preiserhöhung im Comercial Printing-Bereich reagiere M-real auf die angespannte Kostensituation bei Roh- und Hilfsstoffen sowie insbesondere auf die Kostenerhöhungen bei den Energiekosten. Die zum finnischen M-real-Konzern gehörende M-real Office Papers möchte ihre Preise für Büropapiere zum 1. April 2007 erhöhen. Sie sollen je nach Qualität zwischen 5% und 8% steigen. Betroffen seien alle Kleinformat- und Rollenpapiere. Hauptgrund für die Preiserhöhung sind die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten der vergangenen Monate. Auch sei eine erhöhte Nachfrage nach Büropapieren zu beobachten. Schweiz Die Hendriksen AG, Frankfurt und Zürich, ist von der schweizerischen Cristal Karton AG, Thal (SG), beauftragt worden, den Verkauf der Maschinen und Anlagen der ehemaligen Kartonfabrik Emil Christ AG zu organisieren. Die 2,65 m breite Maschine stellt gestrichene und ungestrichene Kartonqualitäten im Grammaturbereich von 250 bis 950 g her. Die Hendriksen AG zielt bei der Vermarktung vor allem auf Nordafrika, Osteuropa und Vorderasien, da der Verkauf der kompletten Anlage in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Benelux, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Großbritannien, Zypern und Malta ausgeschlossen ist. Die Schweizer Model-Gruppe, einer der größten Hersteller von Wellpappen- und Vollpappenverpackungen in der Schweiz, setzte 2006 997 Mio. sfr um, dies entspricht einem Wachstum von 6,5%. Dabei setzte das Unternehmen 588 Mio. m2 (plus 7,5%) Wellpappenverpackungen und 22.754 t (plus 5,9%) Vollpappenverpackungen ab. Nach wie vor macht das Unternehmen mehrheitlich seine Umsätze, nämlich 68%, im Ausland. Nach den Plänen der Gesellschafter soll die Model Holding AG im laufenden Jahr mit der Camares AG fusionieren. Letztere hält 99,9% der Aktien der Model Holding und ist im Besitz von Elisabeth, Daniel und Martin Model. Die Drittaktionäre sollen im laufenden Jahr für 950 sfr pro Aktie ausbezahlt werden. | zurück zum Inhalt |
III. | |
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Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (131. Jahrgang) | | apr Magazin und elektronische Ausgabe: | | - | monatlich 3 Ausgaben | | - | 1 x apr Magazin und | | - | 2 x apr PAPIERZEITUNG per eMail | | plus apr Extraheft WELLPAPPE | | - | jährlich 12 Ausgaben | | - | 6 x apr Extraheft WELLPAPPE und | | - | 6 x apr WELLPAPPE per eMail |
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| Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 04/07erscheint am 04.4.2007 Anzeigen- schluss: 21.03.2007
aus dem Inhalt: | Karton -Erzeugung und -Verabeitung | Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft Vorschau EXTRAHEFT WELLPAPPE 2/2007 erscheint am 11.4.2007 Anzeigen- schluss: 29.3.2007 |
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