|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | 10. Internationaler bvse-Altpapiertag: China und Indien benötigen immer mehr Altpapier |
| "Wir müssen in Zukunft erheblich effizienter mit Rohstoffen umgehen, denn wir haben keine zweite Welt," so gab BMU-Abteilungsleiter Dr. Helge Wendenburg ein Zitat von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf dem 10. Internationalen Altpapiertag des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) in Berlin wieder. Zentrales Anliegen von Dr. Helge Wendenburg war die deutliche Botschaft, dass die stoffliche Verwertung im Vordergrund stehen müsse, wenn "funktionierende Kreisläufe" vorhanden seien. Er begrüßte daher auch die in dem Entwurf der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie enthaltene fünfstufige Abfallhierarchie, die der stofflichen Verwertung vor der energetischen Verwertung den Vorzug gibt. Wendenburg gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass das Bundesumweltministerium beabsichtige, bis zum Juni eine politische Entscheidung zur Abfallrahmenrichtlinie auf europäischer Ebene herbeizuführen. Wenn die Abfallrahmenrichtlinie verabschiedet sei, werde umgehend auch eine Anpassung des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes in Angriff genommen. Wendenburg wies auch darauf hin, dass beim Altpapier die Qualitätsanforderungen der das Altpapier einsetzenden Papierindustrie entscheidend seien. Von daher sei eine getrennte Sammlung des Altpapiers alternativlos, denn nur eine hochwertige Verwertung führe zu einer optimalen Ressourcenproduktivität. Zuvor machte schon der Vorsitzende der bvse-Fachvereinigung Papierrecycling, Hubert Neuhaus, deutlich, dass sich Altpapier als akzeptierter und weltweit begehrter Rohstoff durchgesetzt habe, und dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren noch weiter verstärken werde. Neuhaus: "Das darf nicht zu Übermut verleiten, aber unsere Branche kann mit gesundem Selbstbewusstsein auftreten." Grund zur Besorgnis sieht Hubert Neuhaus im Anhang VII der neuen Abfallverbringungsverordnung, die am 12. Juli 2007 in Kraft treten wird. Hier wird vom Altpapierhandel beim innereuropäischen grenzüberschreitenden Transport gefordert, Kundendaten offenzulegen. Neuhaus: "Wir fordern hier eine praxisgerechte Lösung und haben dem BMU einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Es kann nicht sein, dass wir gezwungen werden, den Abnehmern unseres Altpapiers unsere Altpapieranfallstellen zu offenbaren und uns damit unserer Geschäftsgrundlage zu berauben." Altpapiermärkte in China und Indien Der mit Spannung erwartete Vortrag von Ranjit Singh Baxi, J & H Sales International Ltd, Vizepräsident im Vorstand Papier des BIR, beleuchtete die Altpapiermärkte in China und Indien. Baxi erklärte, dass die örtliche Nachfrage nach Altpapier in China und Indien ständig wachse. Diese Entwicklung begründe sich daraus, dass die Produktionskapazitäten für Papier stetig gesteigert werden, um den wachsenden Bedarf der Bevölkerung decken zu können und auch, um die Exportgüter aus diesen Staaten verpacken zu können. So habe sich die chinesische Papierproduktion in den letzten vier Jahren verdoppelt. Inzwischen sei China der zweitgrößte Papierhersteller nach den USA. Nach seiner Schätzung importiere China inzwischen 22,4 Mio. t Sekundärfasern. Er prognostizierte, dass der Bedarf in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen werde. Zentrales Thema sei inzwischen auch in China die Qualität des Altpapiers. Baxi erinnerte daran, dass die Unternehmen, die Altpapier exportieren, gleichzeitig auch europäische Exportbotschafter seien. Gute Botschafter, so Baxi, seien daher verpflichtet, die Qualität nicht nur zu halten, sondern sie ständig weiter zu verbessern. Nach seiner Ansicht sei dies der Schlüssel dafür, dass Europa seinen Importanteil für Altpapier deutlich steigern könne. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich nach Baxis Worten ebenfalls in Indien. Auch hier wachse die Papierproduktion stetig und damit auch der Bedarf an Altpapier. Der indische Markt könne jedoch bei weitem nicht die benötigten Mengen bereitstellen, so dass auch hier der Import von Altpapier eine wesentliche Funktion habe. Die heimische Wertschöpfungskette aus Sicht der Papierindustrie Die heimische Wertschöpfungskette nahm aus Sicht der Papierindustrie Hans-Henning Junk von der Albert Köhler GmbH & Co KG unter die Lupe. Als Vorsitzender des Ausschusses Altpapier im Verband Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP) machte er deutlich, dass der Altpapierverbrauch im Vergleich zwischen den Jahren 2005 und 2006 im Durchschnitt um 5,7% gewachsen sei. Besonders kräftiges Wachstum konnte dabei bei den krafthaltigen Sorten verzeichnet werden (plus 10,2%), während bei den besseren Sorten ein leichter Rückgang um 3,1% zu verzeichnen war. Rückläufig sei auch der Nettoexport von Altpapier aus Deutschland, wie Junk ausführte, der für die Zukunft davon ausging, dass sich Importe und Exporte weiter angleichen würden. Nach seinen Worten müsse insgesamt die Kooperation und die Kommunikation der Wertschöpfungskette intensiviert werden. Es gehe dabei, so Junk, im Endeffekt darum, das Erfolgsmodell Papierrecycling für Deutschland zu sichern. | zurück zum Inhalt |
| apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | Stora Enso setzt Holzlieferungen aus Waldlappland aus | Der finnische Stora Enso-Konzern bezieht kein Holz mehr aus den umstrittenen Gebieten in Waldlappland. Das staatliche Forstverwaltungsunternehmen Metsähallitus hat seine Einschläge in Waldlappland für diese Saison abgeschlossen. Das Unternehmen reagiert damit auf massive Vorwürfe von Greenpeace, die der Regierung und verschiedenen Firmen vorwarfen, die letzten Urwälder Finnlands für die Papierproduktion abzuholzen. Derzeit stehen 43% aller lappländischen Wälder strikt unter Naturschutz. Die übrigen Wälder sind als Wirtschaftswälder klassifiziert und werden nachhaltig bewirtschaftet. Aufgrund der Bedenken hat Stora Enso nun Metsähallitus gebeten, vor einer Wiederaufnahme der Einschlagstätigkeit in den umstrittenen Gebieten in Waldlappland eine gründliche Überprüfung des dortigen Umweltzustands vorzunehmen. Die Durchführung einer solchen zusätzlichen Untersuchung würde dabei helfen, zu bewerten, welche Gebiete als Wirtschaftswälder geeignet sind und welche nicht. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Insolvenzverfahren von Kübler & Niethammer aufgehoben |
| Das seit Januar 2005 beim Amtsgericht Chemnitz anhängige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG, Kriebstein, ist aufgehoben. Der bisherige Insolvenzverwalter Dr. Junker wird nur noch mit der Überwachung des Insolvenzplans befasst sein. Kleinere Gläubiger erhalten 50% ihrer Forderungen, größere ca. 32%. Die Gesellschaft macht zurzeit nach eigenen Angaben Umsätze von ca. 46 Mio. Euro, und Junker sieht gute Chancen, dass das Unternehmen werthaltig fortgeführt wird. | zurück zum Inhalt |
3. | Dynamische Umsatz-, Export- und Produktionssteigerung der ostdeutschen Papierindustrie |
| In den Werken der ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie stieg die Produktion im Jahr 2006 um stattliche 14,3% auf 3,04 Mio. t. Dabei erhöhte sich der Umsatz um 17,7% auf 2,26 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten fiel leicht um 1,9% auf 6650. Die positive Absatzentwicklung trifft nach Darstellung des Verbands Ostdeutscher Papierfabriken (VOP), Heidenau, auf alle Hauptsorten zu. Bei grafischen Papieren betrug die Zuwachsrate 3,1%. Dort lag die Produktion bei 1,294 Mio. t. Die Produktion von Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke stieg um 28,5% auf 1,336 Mio. t, die von Hygienepapieren um 13,3% auf 222.000 t. Bei Papier, Karton und Pappe für technische und spezielle Verwendungszwecke betrug die Steigerungsrate 11,2%. Hier lag die Produktion bei 188.000 t. Die Mengensteigerung bei Verpackungspapieren resultiert vor allem aus dem vollen Anlauf zweier Papiermaschinen in Spremberg (Hamburger-Gruppe) und Schwarza (Firma Jass). Bei Hygienepapieren lief im vierten Quartal 2006 die Delipapier Arneburg GmbH an, was zu einer entsprechenden Produktionserhöhung führte. Der Verband weist darauf hin, dass sich im Jahr 2006 die Kosten für Roh- und Halbstoffe deutlich erhöhten. So stiegen die Energiekosten abermals um fast 20%. Damit beträgt der Anteil der Energiekosten an der Gesamtleistung der Papier erzeugenden Industrie im Schnitt 12%, im Jahr 2000 lag dieser Anteil noch bei 6,8%. Im Durchschnitt aller Unternehmen sei es, so der VOP, nicht gelungen, die Kostenzuwächse an die Kunden weitergeben, so dass sich im Ergebnis die Gewinn- und Ertragslage im letzten Jahr verschlechterte. Am Jahresende 2006 lag das Ergebnis vor Steuern im Durchschnitt bei nur noch 2% und der Cashflow bei 8% des Umsatzes. Das Ziel, international wettbewerbsfähig zu bleiben, habe sich deshalb im Jahr 2006 weiter verkompliziert und werde auch im Jahr 2007 für alle Unternehmen eine schwierige Herausforderung. | zurück zum Inhalt |
4. | Baden-württembergische Papierverarbeitung wächst unterdurchschnittlich |
| Der Umsatz der baden-württembergischen Papierverarbeiter, die im Verband der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie Baden-Württemberg (vpi) vertreten sind, stieg im abgelaufenen Jahr um 1,7% auf 1,196 Mrd. Euro. Dabei haben sich einzelne Fachsparten sehr unterschiedlich entwickelt, so der Verband. Die baden-württembergischen Mitgliedsunternehmen liegen damit deutlich unter dem kräftigen Umsatzplus von 5,6%, das die Papier- und Pappeverarbeiter bundesweit im vergangenen Jahr erzielen konnten. Innerhalb der im Verbandsbereich statistisch erfassten Betriebe lag die Beschäftigtenzahl im Jahr 2006 bei 7253 (minus 4,9%). Dies ist ebenfalls ein deutlicherer Rückgang als im Bundesschnitt. Bei den anlässlich der Mitgliederversammlung anstehenden Wahlen wurde der Vorsitzende des Verbandes, Dr. Matthias Römer (Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG), in seinem Amt bestätigt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Lothar Ruhnke (Dr. Karl Höhn GmbH) und Sven Schneller (Herma GmbH). | zurück zum Inhalt |
5. | UPM verkauft Walki Wisa |
| Wie schon länger angekündigt, möchte der finnische UPM-Konzern die Geschäftseinheit Walki Wisa verkaufen. Eine entsprechende Vereinbarung hat UPM mit der finnischen Private Equity-Investmentgesellschaft CapMan jetzt unterzeichnet. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. UPM geht von einmaligen Buchgewinnen in Höhe von 25 Mio. Euro aus. Die Übernahme soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein. Walki Wisa besitzt Werke in Deutschland, Finnland, Großbritannien, Schweden und China. Der Umsatz des Unternehmens lag im Jahr 2006 bei 287 Mio. Euro. Die Firma beschäftigt 950 Mitarbeiter, davon ca. 160 in Burgsteinfurt. Walki Wisa ist nach eigenen Angaben Europas führender Hersteller von Verpackungs- und Verbundmaterialien, die in der Papierindustrie, in der Metallindustrie und in der Verpackungsindustrie verwendet werden. Zu den typischen Produkten gehören laminierte und mit bestimmten Barriereeigenschaften versehene Verpackungspapiere, Verpackungen für Tiernahrung oder Tiefkühlkost, Papiere zum Verpacken elektrischer Geräte und andere Spezialprodukte. | zurück zum Inhalt |
6. | Gascogne macht wieder Gewinne |
| Nach zwei schwierigen Jahren, in denen es für sie vorrangig um die Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegangen ist, hat die südwestfranzösische Papier-, Packmittel- und Vertriebsgruppe Gascogne S.A. in Saint-Paul-lès-Dax bei Bordeaux das vergangene Geschäftsjahr wieder mit Gewinn abgeschlossen. Im Vorjahr noch mit Verlusten in Höhe von 26,3 Mio. Euro behaftet, konnte das Unternehmen einen Nettogruppengewinn von 10,3 Mio. Euro einfahren. Das Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich von 3 auf 11,4 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 0,3% auf 604,2 Mio. Euro, und die Dividende kletterte um 33% auf 2 Euro. Für das Frankreich- und Europageschäft konstatiert die Gruppe in ihrer Ergebnismitteilung ein "gutes Niveau", weist aber andererseits auch auf die erschwerte Kostensituation infolge des Preisanstiegs für Energie und Rohstoffe hin. Dass sie in die Gewinnzone zurückgefunden habe, sei das Ergebnis der seit 2002 unternommen Anstrengungen zur Kostenreduktion mit einem Einspareffekt von 39 Mio. Euro, der intensivierten Ausnutzung von Synergiebezügen zwischen den vier Konzernbereichen und weiterer Maßnahmen im Verwaltungs-, EDV- und Personalbereich. Als weitere Positivfaktoren nennt Gascogne die für so gut wie alle Produktgruppen geglückte Heraufsetzung der Preise, eine deutliche Verbesserung der Situation im Papierbereich und ein als signifikant bezeichneter Ausbau des Vertriebs in Drittländer. Kaum dass sie wieder schwarze Zahlen schreibt, schaltet die in Deutschland mit Sachsa Verpackung und einer eigenen Vertriebsfirma vertretene Gruppe wieder auf Expansion durch neue Zukäufe um. "Gestützt auf eine solide Finanzverfassung werden wir unsere Politik der Akquisitionen und industriellen Investitionen wieder aufnehmen, um Gascogne in den meisten ihrer Bereiche als einen der europäischen oder Weltmarktführer zu positionieren", erklärte Gascogne-Chef François Vittoz bei der Vorlage der Jahresergebnisse in Paris. Den holzwirtschaftlichen Konzernbereich hat die französische Gruppe im vergangenen Jahr von Grund auf umstrukturiert. Die vier dazu gehörigen Einzelunternehmen wurden in der neuen Einheit Gascogne Wood zusammengefasst, die neue Produktlinie Multiwood gestartet, die Anpassungen im Vertrieb, der EDV und Verwaltung beschleunigt vorangetrieben und die Neuerwerbung Imberty erfolgreich in die Gruppe integriert. Der starke Wettbewerb im Holzsektor hat jedoch beim Umsatz einen Rückgang um 6% auf 92,2 Mio. Euro bewirkt. Dagegen halten konnte Gascogne dennoch mit einem leichten operativen Gewinn aus der normalen Geschäftstätigkeit von 3 Mio. Euro, Ergebnis der Neupositionierung zugunsten von Produkten mit höherer Wertschöpfung. Für die Papierfabrik Papeterie de Gascogne in Mimizan am Atlantik hat das Jahr 2006 die Rückkehr zu Wachstum und Profit gebracht. Mengen und Preise konnten erhöht werden, der Umsatz stieg um 12% auf 81,9 Mio. Euro. Am Ende ergab sich ein operativer Gewinn aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 3,1 Mio. Euro nach Vorjahresverlusten von 5,8 Mio. Euro. Die Produktionsleistung habe man laufend verbessert, und die um 23% gestiegenen Energiekosten seien durch Einsparungen bei den Betriebskosten in Höhe von 3,5 Mio. Euro kompensiert worden. In die inzwischen europaweit praktizierten Sackaktivitäten hat Gascogne die zuletzt hinzu erworbene Firma Grande Sacherie de Radès in Tunesien in den Konzern eingegliedert und im Rahmen der ebenfalls neu geschaffenen Einheit Gascogne Sack von weiteren Synergieeffekten profitiert. Der Verkauf von Beuteln für den privaten ebenso wie für den industriellen Bedarf zog stark an und verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 7,6% auf 113,6 Mio. Euro. Der laufende operative Gewinn ergab 6 Mio. Euro, aber der Preisanstieg bei Energie und Rohstoffen konnte bislang noch nicht an die Kunden weitergegeben werden. Auch bei den Packmittelkomplexen hat sich viel verändert. Zwei Standorte wurden geschlossen, die vier verbleibenden umorganisiert, die Vertriebsmannschaften und der Bereich Entwicklung verstärkt. Hauptsächlich in Folge reduzierter Produktionsmengen im Zuge der Umstrukturierungen und einer rigiden Margenpolitik verringerte sich der Umsatz in diesem Geschäftsfeld um 4,4% auf 163,7 Mio. Euro, der normale operative Gewinn blieb mit minus 4 Mio. Euro unverändert. Im vierten Bereich, dem des Packbedarfvertriebs durch die Firma Cenpac, konnte Gascogne im Geschäftszweig Industriebedarf einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen, hiermit aber nicht den weiteren Rückgang im Bereich Großflächen- und traditioneller Einzelhandel wettmachen. Insgesamt aber hat sich der Umsatz verringert und erreichte 152,2 Mio. Euro. Bezüglich ihrer weiteren Perspektiven stellte die Gruppe folgende Punkte in den Vordergrund: Die Papeterie de Gascogne soll zu einem Spezialisten für hochrentable Produkte entwickelt werden. Für Gascogne Sack stehen die Zeichen auf beschleunigten Ausbau zum europäischen Marktführer bei Konsum- und Industriebedarf. Gleiches gilt für den Verbundkomplexebereich; auch er soll nach Abschluss der Umstrukturierungen zur Nummer Eins avancieren. Auf französischer Ebene will Gascogne den Packbedarfvertreiber CENPAC ebenfalls an die Marktspitze bringen. Gascogne 2006 in Mio. Euro Die Entwicklung der Einzelsparten in Mio. Euro Chiffres consolidés par activité (en Mio. Euro - Normes IFRS) Chiffre d'affaires: Bois - 92,2 Papier - 81,9 Sacs - 113,6 Complexes - 163,7 Distribution - 152,2 Résultat opérationnel courant: Bois - 3,0 Papier - 3,1 Sacs - 6,0 Complexes - (4,0) Distribution - 4,0 Quelle: Groupe Gascogne Legende: Holz (bois), Papier (papier), Beutel (sacs), Komplexe (complexes), Vertrieb (distribution) | zurück zum Inhalt |
7. | Altpapier: Die Deutschen sind Sammelweltmeister |
| Nach Darstellung des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), Bonn, sind die Deutschen "Sammelweltmeister", wenn es ums Altpapier geht. Im Rahmen des 10. Internationalen Altpapiertages mit mehr als 540 Teilnehmern aus aller Welt erklärte Hubert Neuhaus, Vorsitzender der bvse-Fachvereinigung Papierrecycling, dass Altpapier mittlerweile der wichtigste Rohstoff der europäischen Papier- und Kartonindustrie sei. Durch den Einsatz von Altpapier als Sekundärrohstoff erzielen die Verwerter wirtschaftliche Vorteile, größere Energiemengen werden bei der Produktion eingespart und damit wichtige Ressourcen geschont. Gegenüber der Presse in Berlin erklärte Neuhaus: "Im Moment wird ja viel darüber geredet, dass die Bürgerinnen und Bürger gefordert sind, ökologisch zu handeln. Dann darf man aber auch sagen, dass in diesem wichtigen Bereich die Menschen vorbildlich aktiv sind und einen wertvollen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz leisten." Der Verband weist darauf hin, dass 2004 insgesamt 13,2 Mio. t Papier in Deutschland wiederverwertet worden sind und in 2006 sogar 15,2 Mio. t Altpapier für die Papierherstellung in Deutschland eingesetzt wurden. Neuhaus: "Das ist ein beeindruckender Beleg dafür, dass beim Papier die Kreislaufwirtschaft mit allen positiven Effekten für Ökonomie und Ökologie hervorragend funktioniert." Altpapier ist längst auch ein weltweit gehandelter Rohstoff. Die Nachfrage nach Altpapier wächst ungebremst. Es werden enorme Mengen gebraucht, und das gerade in den Staaten und Regionen der Welt, wo Altpapier bislang nicht in ausreichendem Maße anfällt. Dies trifft bislang insbesondere auf China zu. Aber auch vom indischen Kontinent registriert der bvse Ansätze für einen Sog nach Altpapier, der möglicherweise in wenigen Jahren dem aus China kaum nachstehen wird. Nach Angaben des bvse haben die Lieferbeziehungen von Deutschland nach Asien mittlerweile gewachsene und feste Fundamente. Blickt man auf die in 2006 insgesamt aus Deutschland exportierte Altpapiermenge, so der Vorsitzende der bvse-Fachvereinigung Papierreycling, lag diese bei 3,35 Mio. t. Der Exportanteil, der davon nach China und Indien geht, wird in den kommenden Jahren aus Sicht des bvse deutlich wachsen. In Verbindung mit dem auf hohem Niveau bleibenden Altpapierverbrauch der europäischen Papier- und Kartonindustrie deutet sich geradezu ein Wettbewerb um den sekundären Rohstoff Altpapier an. Die in einigen europäischen Staaten leicht steigende Altpapiererfassungsmenge dürfte hieran wenig ändern, so Neuhaus. Es bleibe jedoch abzuwarten, inwieweit sich die Schließung älterer Produktionsanlagen entspannend auf die Nachfrage auswirken werde. Per saldo trage die Marktlage für die Altpapierentsorgungsunternehmen unter Mengenaspekten ein insgesamt positives Vorzeichen. Doch das sorgt bei den Mitgliedern des bvse nicht für eitel Sonnenschein, denn die Erlössituation sei angesichts gestiegener Kosten und starken Wettbewerbsdrucks insgesamt "nicht ausreichend". Von "grundsätzlicher Bedeutung" ist nach Auffassung des bvse die getrennte Sammlung von Altpapier. "In Ergänzung mit der Sortierung durch die Unternehmen unserer Branche können nur so die geforderten Qualitäten und damit die ausreichende Versorgung der Papierfabriken gesichert werden." Neuhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame Erklärung von Papierindustrie, kommunalen Spitzenverbänden und bvse, der sich inzwischen auch andere Beteiligte angeschlossen haben. Grund zur Besorgnis sieht der Vorsitzende der bvse-Fachvereinigung Papierrecycling, Hubert Neuhaus, in der neuen Abfallverbringungsverordnung, die am 12. Juli 2007 in Kraft treten soll. Hier wird vom Altpapierhandel beim innereuropäischen grenzüberschreitenden Transport gefordert, Kundendaten offenzulegen. Neuhaus: "Wir fordern hier eine praxisgerechte Lösung. Es kann nicht sein, dass wir gezwungen werden, den Abnehmern unseres Altpapiers unsere Altpapieranfallstellen zu offenbaren und uns damit unserer Geschäftsgrundlage zu berauben." Auch die bisher in Arbeit befindliche Novellierung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie sieht der bvse durchaus kritisch. So solle die Abfalleigenschaft von Altpapier zu einem sehr frühen Zeitpunkt beendet werden. Das wiederum hätte jedoch zur Folge, dass die neue REACh-Verordnung mit allen analytischen und bürokratischen Anforderungen auf die Branche zukomme. Der mit der Registrierung aller in einem Produkt enthaltenen Stoffe verbundene Aufwand sei nicht nur insbesondere für die mittelständische Entsorgungswirtschaft kaum zu bewältigen. Vor allem aber sei der Aufwand unnötig, weil schon die entsprechenden Primärprodukte der Registrierung unterlägen und deshalb dem mit REACh verfolgten Verbraucherschutz bereits voll und ganz Genüge getan sei. Der bvse fordert daher, dass Sekundärprodukte, wie das bereits schon für Abfälle gilt, vom REACh-Anwendungsbereich ausgenommen werden. | zurück zum Inhalt |
8. | 70 kg Altpapier pro Österreicher |
| In Österreich wurden im Vorjahr 88% oder 504.000 t Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe und Wellpappe wiederverwertet - ein neuer Recyclingrekord. Ein Viertel der Sammelmenge gehe auf das Konto der Haushalte, der Rest stamme von heimischen Betrieben, so der Jahresreport der Altpapier-Recycling-Organisationsgesellschaft (ARO). Im Jahr 2006 kamen in Österreich 575.000 t Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe und Wellpappe auf den Markt. Im Gewerbe erreichte die Sammelquote 90%, bei den Haushalten lag die Recyclingmenge bei 81%. Rund 71.000 t landeten im Hausbrand und im Restmüll. Die Haushaltssammlung von Altpapier (Zeitungen, Illustrierte, Kataloge und Prospekte, etc.) erbrachte im Jahr 2006 bundesweit 583.000 t Altpapier, das sind 22.000 t bzw. 4% mehr als 2005. Für die Sammlung stehen österreichweit 867.000 Behälter zur Verfügung. Jeder Österreicher sammelte im Vorjahr im Schnitt 70,5 kg Altpapier. Am höchsten war die Sammelquote in Vorarlberg (79,5 kg) und Wien (77,7 kg), gefolgt von der Steiermark (76 kg), dem Burgenland (74,1 kg), Oberösterreich (70 kg), Niederösterreich (67,8 kg) und Kärnten (68,1 kg). Die Salzburger sammelten je Kopf der Bevölkerung 58,5 kg und die Tiroler 56,4 kg Altpapier. | zurück zum Inhalt |
9. | Bosch Rexroth mit deutlichem Umsatzsprung |
| Die Bosch Rexroth AG steigerte 2006 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,1% auf mehr als 4,9 Mrd. Euro. Damit legte der Antriebs- und Steuerungsspezialist zum vierten Mal in Folge im Umsatz zu. Der Auftragseingang erreichte 2006 rund 5,5 Mrd. Euro. Das Unternehmen erhöhte im gleichen Zeitraum die Zahl der Beschäftigten um rund 6% auf mehr als 29.800. Für 2007 rechnet Bosch Rexroth mit einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum. "Die Bosch Rexroth AG erwartet für das Geschäftsjahr 2007 ein organisches Wachstum, das mindestens auf Vorjahresniveau liegt", sagte Manfred Grundke, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Er verwies auf den deutlich höheren Auftragseingang zu Beginn des Jahres 2007. "Wir gehen von einer Fortführung dieses Trends aus und bereiten uns mit dem Ausbau unserer Kapazitäten und zahlreichen Innovationen auf diese positive Zukunft vor." Im Geschäftsjahr 2006 steigerte Bosch Rexroth den Umsatz in Deutschland um rund 7%. Im übrigen Europa wuchs der Anbieter sämtlicher Antriebs- und Steuerungslösungen für Fabrikautomation und mobile Arbeitsmaschinen mit 9% noch stärker. Die hohe Dynamik der Märkte Mittel- und Osteuropas setzte das Unternehmen in ein Wachstum von 16% um. In Asien legte Bosch Rexroth 14% zu. Dabei ragte China mit einer Steigerung von 33% hervor. In Nord- und Südamerika dagegen ging der Umsatz in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld leicht zurück. Weltweit hat Bosch Rexroth seit 2002 ein Wachstum von rund 1,3 Mrd. Euro aus nahezu eigener Kraft erzielt. Dies entspricht einem Umsatzplus von 36%. Insgesamt erhöhte Bosch Rexroth die Zahl der Mitarbeiter 2006 weltweit um über 1500 auf mehr als 29.800. Dazu trug auch die Inbetriebnahme zusätzlicher Produktionskapazitäten in Asien sowie Mittel- und Osteuropa bei. In Deutschland schuf das Unternehmen 743 zusätzliche Arbeitsplätze und beschäftigt hier rund 16.100 Mitarbeiter. Hohe Investitionen 2006 investierte Bosch Rexroth 235 Mio. Euro in Sachanlagen, vor allem in zusätzliche Fertigungskapazitäten in Mittel- und Osteuropa, Asien und Amerika sowie in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in Deutschland. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen um 14% auf 220 Mio. Euro erhöht. Sie lagen 2006 mit 4,5% vom Umsatz wie schon in den Vorjahren über dem Branchenschnitt. Starkes Wachstum bei Wind- und Meeresenergie Als führender Zulieferer für Windenergieanlagen nimmt Bosch Rexroth direkt am weltweiten Boom für erneuerbare Energien teil. Das Unternehmen erhöhte den Umsatz in dieser Wachstumsbranche im Jahr 2006 um knapp zwei Drittel auf rund 120 Mio. Euro. Die Nachfrage nach Anlagen für die Erzeugung regenerativer Energien steigt vor allem in Amerika und Asien dauerhaft an. Über die Windkraft hinaus entwickelt Bosch Rexroth in enger Zusammenarbeit mit Anlagenherstellern Antriebe und Getriebe für Meeresenergieanlagen. Diese Technologie nutzt Strömung und Wellen zur Stromerzeugung. Sie steht erst am Anfang der Entwicklung und eröffnet weltweit ein sehr hohes Potenzial für einen höheren Marktanteil regenerativer Energien. | zurück zum Inhalt |
10. | Hahnemühle FineArt gründet neue Lana |
| Unter Führung der Hahnemühle FineArt GmbH, Dassel, wurde die neue Gesellschaft Lana Papiers Speciaux SAS in Straßburg gegründet. Die "neue Lana" hat eine erfolgreiche Offerte für die Übernahme der in der Insolvenz befindlichen Lana Manufacture de Papier abgegeben. Beide Firmen wollen nun eine Partnerschaft aufbauen. Hahnemühle und Lana sind bekannt als Hersteller feinster Künstler- und hochwertigster Spezialpapiere - und das seit mehr als 400 Jahren. "Die Hahnemühle engagiert sich bei der neuen Lana, und das ist eine großartige Möglichkeit für beide Unternehmen. Es gibt mehrere positive Synergieeffekte zwischen Hahnemühle und Lana: in der Produktion, beim Know-how des Papiermachens, im Marketing, und natürlich auch beim Vertrieb sind beide Firmen kompatibel", sagte Jörg Adomat, Geschäftsführer der Hahnemühle FineArt GmbH, auf einer Pressekonferenz in Straßburg. Die Hahnemühle FineArt GmbH produziert seit mehr als 420 Jahren Künstlerpapiere höchster Qualität, verfügt über zwei Papiermaschinen mit einer Jahreskapazität von 3000 t und hat weltweit 150 Mitarbeiter. Lana kann als 1590 gegründete Papierfabrik auf eine fast ebenso lange Tradition wie die Hahnemühle zurückblicken. Zukünftig unterteilt sich das Produktspektrum der neuen Lana Papiers Speciaux in klassische Mal- und Zeichenpapiere, Sicherheitspapiere und hochwertige grafische Papiere für Geschäftspapiere, Präsentationen und Editionen. Lana produziert und verarbeitet ihre Papiere in Straßburg. In Paris gibt es ein Verkaufsbüro. Die französische Papierfabrik produziert auf drei Papiermaschinen und erreicht eine Jahreskapazität von ca. 12.000 t mit 86 Mitarbeitern. "Die künftige Kombination der bestens eingeführten Marken Hahnemühle, Moulin de Coq und Lana wird für unsere Kunden eine ideale Verstärkung der Produktpalette bieten. Für die Hahnemühle FineArt GmbH und die neue Lana Papiers Speciaux ergibt sich eine bessere Marktdurchdringung", erklärte Franz Reinisch, Geschäftsführer der neuen Lana in Straßburg. | zurück zum Inhalt |
11. | Preise für Papiersäcke sollen steigen |
| Papiersäcke sollen in Deutschland um 5% bis 6% teurer werden, so die Gemeinschaft Papiersackindustrie (GemPSI), Frankfurt am Main. Nachdem bereits im Sommer und im Herbst des letzten Jahres höhere Preise für braune Kraftsackpapiere akzeptiert werden mussten, hätten sich die Preise Anfang Januar um weitere 50 bis 60 Euro pro Tonne erhöht, für weiße Kraftsackpapiere um 30 Euro pro Tonne. Zum 1. April gebe es die nächste Preisrunde: Die Notierungen für gebleichte und ungebleichte Kraftsackpapiere sollen um weitere 60 bis 70 Euro pro Tonne steigen. Eine Durchsetzung sei wahrscheinlich, da sich das Angebot an Kraftsackpapier verknappe und sich bis zum Sommer vermutlich weiter verknappen werde. Der Marktengpass sei so gravierend, dass die Lieferzeiten für zusätzlich geordertes Papier bis zu zwölf Wochen betragen. Hinzu komme, dass auch Energie, Farbe und Stärke/Klebstoffe erheblich teurer geworden sind. Zudem erhöhen sich die Löhne und Gehälter in der Branche zum 1. April um 2%. Das Jahr 2007 hat für die Sackhersteller sehr gut begonnen. Sie sind für die Jahreszeit ungewöhnlich gut beschäftigt, da die sonst üblichen Orderrückgänge der Baustoffindustrie ausgeblieben sind. Grund sind der milde Winter und die gute Konjunktur. | zurück zum Inhalt |
12. | AGR sponsert Kompetenzzentrum für Holzmobilisierung |
| An der Hochschule Rottenburg ist das Nationale Kompetenzzentrum für Holzmobilisierung gegründet worden. Einer der Gründer ist die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), Bonn, die auch im Beirat des Zentrums vertreten ist. Das Zentrum versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Holzmobilisierung und möchte die verschiedenen Aktivitäten in diesem Bereich bündeln. Dazu wird es die unterschiedlichen Forschungsarbeiten zu diesem Thema begleiten und sich als Dienstleister für Waldbesitzer und Holzverwender anbieten. Nach der Gründungsphase soll sich das Zentrum, das am Steinbeis-Transferzentrum Ressourcenmanagement angesiedelt ist, als Profit Center selbst tragen. Neuer Geschäftsführer ist Justus Ammann, dem diese Aufgabe vom Initiator und Projektleiter Prof. Jörg-Dieter Schultz übertragen wurde. Die AGR sieht das Kompetenzzentrum als wichtige Institution, um die so dringend notwendige Holzmobilisierung vor allen Dingen im kleineren Privatwald zu unterstützen. Am 27. April 2007 findet an der Hochschule Rottenburg ein Auftaktsymposium statt. Dabei werden künftige Maßnahmen wie z. B. Training, Coaching und Konzeptionen für Mobilisierungs- und Kommunikationsinitiativen erläutert. | zurück zum Inhalt |
13. | Zellstoff Rosenthal profitiert vom Direktvertrieb |
| Die zur kanadischen Mercer-Gruppe gehörende Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH & Co. KG profitierte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr von steigenden Zellstoffpreisen. Der Umsatz stieg um 10 Mio. Euro auf 146 Mio. Euro. Angaben zu den Gewinnen machte Rosenthal nicht. Mittlerweile ist es gelungen, über die neue Verkaufsorganisation Mercer Pulp Sales GmbH den Anteil der direkt abgesetzten Zellstoffmengen auf 87% zu steigern. 13% der Mengen wurde über Agenten verkauft. Die Produktion war in Rosenthal mit 306.189 t (i. Vj.: 316.601 t) leicht rückläufig. Die wesentlichen Ursachen hierfür waren : - Ein verlängerter planmäßiger Stillstand infolge der Einbindung eines Braunstoffwaschaggregats zwischen Kocher und Bleicherei. Dadurch ergab sich ein Produktionsausfall von 1267 t.
- Eine Verknappung des Rohstoffangebots und damit verbunden die Notwendigkeit, die Anlage abzustellen. Dieser Versorgungsengpass sorgte für einen Produktionsverlust von 4024 t.
- Durch die Fehlbedienung eines Krans eines Fremdhandwerkers kam es zu einer Störung, in deren Folge sich die Produktionsleistung um weiter 3868 t schmälerte.
- Von diesen Vorfällen abgesehen, lief die Produktion planmäßig. Im dritten Quartal gelang ein neues Rekordergebnis mit einer Erzeugung von 84.115 t.
Holzmarkt schwierig Auf dem Holzmarkt bemängelt Rosenthal, dass die staatliche Förderung der energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe z. B. durch Pelletöfen zu einer Angebotsverknappung bei Holz führte. Noch schwieriger als in Deutschland sei diese Situation in Österreich. Dies führte dazu, dass österreichische Unternehmen in großem Umfang als Importeur von Industrieholzmengen in Deutschland auftraten. Bereits im ersten Quartal 2006 habe die Holzmengenknappheit bewirkt, dass beide deutschen Zellstoffwerke von Mercer die Produktion zurücknehmen mussten. Die Entspannung auf dem Holzmarkt setzte sich allerdings seit Beginn des Jahres 2007 unterstützt durch den Windwurf des Sturms Kyrill fort. Investitionen Das Werk Rosenthal investierte im vergangenen Jahr 12,3 Mio. Euro, wovon alleine 9,7 Mio. Euro in eine Maschine zur Wäsche von so genanntem Braunstoff flossen. Die Zahl der Mitarbeiter ging aufgrund der Ausnutzung vorhandener Fluktuation leicht um 17 auf 440 Mitarbeiter zurück. Genaue Angaben macht das Unternehmen hierzu nicht. Ausblick 2007 Im Jahr 2007 möchte Rosenthal möglichst das gesamte Jahr mit voller Kraft produzieren. Die Holzversorgung ist seit Januar 2007 wieder besser und die Nachfrage nach Zellstoff bei steigenen Preisen gut. Dies sollte es erlauben, die erhöhten Holzkosten finanziell teilweise abzufedern. | zurück zum Inhalt |
I. | |
|  Lisa Hubbard | Lisa Hubbard ist neue technische Leiterin für den Geschäftsbereich Roll Materials Europe bei der Firma Avery Dennison in Leiden/Niederlande. Sie ist damit verantwortlich für die Produktentwicklungen und Innovationen rund um Klebstoffe, Release-Systeme, Obermaterialien und Top-Coating. Hubbard bringt in ihre neue Position eine breite Erfahrungsbasis mit. Nach ihrem B.S.-Abschluss in "Printing Marketing with Paper Science and Engineering" an der Western Michigan University/USA bekleidete sie unterschiedliche Funktionen bei führenden Unternehmen in der Papierindustrie, etwa im Vertrieb, in der Produktion, im Produktmanagement, im Management des technischen Service sowie in Forschung und Entwicklung. Zu Beginn ihrer Tätigkeit bei Avery Dennison war Hubbard ab 2002 zunächst im Werk Fort Wayne, Indiana/USA, als Projektleiterin in der Produktentwicklung tätig. 2005 wechselte sie zu Roll Materials Europe in Leiden, zunächst als Managerin Forschung und Entwicklung für Obermaterialien und Analysesysteme. |
Das langjährige Vorstandsmitglied der Mainzer Landbell AG, Hans-Günter Stehr (48), scheidet im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen aus und wendet sich neuen Aufgaben zu. Stehr, der zuletzt für neue Geschäftsfelder wie Elektroaltgeräte-Recycling, Pfand, Standortentsorgung und Selbstentsorgung sowie den Aufgabenbereich Recht verantwortlich war, übergibt seine Aufgaben zum 30. April an den Vorstandskollegen Jan Patrick Schulz. Hans-Günter Stehr war insgesamt zehn Jahre für Landbell tätig, seit 1999 als Mitglied des Vorstands. Er hatte als Vorstand Recht das Duale System von Landbell mit gestaltet und als verantwortlicher Vorstand den Vertrieb erfolgreich aufgebaut. Zuvor arbeitete er zehn Jahre in verschiedenen leitenden Funktionen im hessischen Umweltministerium, unter anderem als stellvertretender Leiter des Ministerbüros und Referatsleiter in der Abteilung Kreislaufwirtschaft. Pekka Laaksonen, Senior Executive Vice President, Fine Paper und Mitglied der Executive Management Group (EMG) beim Stora Enso-Konzern, hat sich entschlossen, den Vorstandsvorsitz bei der finnischen Valio Ltd. zu übernehmen. Valio ist Finnlands größtes Molkereiunternehmen. Pekka Laaksonen wird seine derzeitigen Aufgaben bei Stora Enso zum 15. August 2007 abgeben. Über die Nachfolge will Stora Enso zu gegebener Zeit informieren. | zurück zum Inhalt |
II. | |
| Deutschland Die zur belgischen Carta Mundi-Gruppe gehörende Spielkartenfabrik Altenburg setzte im vergangenen Jahr 24 Mio. Euro (plus 2 Mio. Euro) um. Dabei hat das Unternehmen 45 Mio. Kartenspiele (plus 7%) verkauft. Die Firma beschäftigt 159 Mitarbeiter. Probleme hat das Unternehmen mit Produktpiraterie. Immer wieder tauchen gefälschte Spielkarten aus China, aber auch aus der Türkei und anderen osteuropäischen Ländern auf. Die Firma Graf Verpackungen, Dinkelsbühl, erhielt im Februar 2007 von der britischen Gesellschaft International Certification Limited das Zertifikat BRC/IoP für ihr Hygiene- und Qualtitätsmanagement auf der Basis des so genannten HACCP-Konzepts (Hazard Analyse and Critical Control Points). Hierzu war eine mehr als einjährige Vorarbeit zusammen mit Prof. Dr. Ing. Schöberl von der Fachhochschule Weihenstephan/Triesdorf und dem Diplomanden Marco Tesche notwendig. Das Unternehmen stellt pro Monat über 300 t Einwickelpapiere unter dem Markennamen Top.frisch her. Das Produkt wird in Papiergrammaturen von 20 g bis 65 g hergestellt und mit einer dünnen Folie mittels Punktklebung kaschiert. Diese Punktklebung zwischen Papier und Folie schafft Luftpolster, die wiederum einen optimalen Frischhalteeffekt für das Füllgut gewährleisten sollen. Die Firma Graf ist nach eigenen Angaben der erste Hersteller von Einwickelpapieren in Europa, der so zertifiziert wurde.  Feierliche Übergabe des Zertifikats: Das Bild zeigt (v.l.n.r.) Geschäftsführer Klaus Graf, Bernd Mack (Obermeister der mittelfränkischen Metzgerinnungen), Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Dinkelsbühl, Diplomand Marco Tesche, stellvertretende Geschäftsführerin Gudrun Adelhof, Landrat Rudolf Schwemmbauer, Produktionsleiter Walter Ballbach, Herr Hähnlein, Fränkische Landeszeitung Dinkelsbühl, Prof. Dr. Ing. Schöberl (Fachhochschule Weihenstephan/Triesdorf). |
Für die 373 Mitarbeiter des Düsseldorfer Stora Enso-Werks Reisholz ist ein Sozialplan verabschiedet worden. Im Mai soll eine Transferagentur ihre Arbeit aufnehmen, die dann nach dem 31. März 2007 in eine Transfergesellschaft umgewandelt wird und bis Ende 2008 bestehen soll. Diese soll Mitarbeiter für neue Arbeitsplätze qualifizieren und vermitteln. Bis zum Jahresende soll die Papiermaschine in Reisholz weiterlaufen. Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Achim Longerich ist es gelungen, einen Sozialplan zu vereinbaren, der in seinem Volumen weit über den bisher abgeschlossenen Vereinbarungen in den deutschen Werken von Stora liegt. Über die Kosten des Sozialplans wollte Stora Enso keine Angaben machen. Die absolute Höhe hängt auch davon ab, wie vielen Mitarbeitern es gelingt, vor Ende 2008 erneut Arbeit zu finden. Schweden Der Umsatz des schwedischen Getränkekarton-Verpackungsherstellers Tetra Pak ging im Jahr 2006 in Deutschland um 1% auf 662 Mio. Euro zurück. Weltweit betrachtet, konnte das schwedische Unternehmen seinen Umsatz um 5% auf 8,5 Mio. Euro erhöhen. Im Hauptmarkt, der Verpackung haltbarer Milch, hat Tetra Pak leicht an Marktanteilen verloren. Bei Fruchtsaftgetränken und Mineralwässern erweisen sich PET-Kunststoffflaschen als ernst zu nehmende Konkurrenz. Auch in diesem Jahr soll der Umsatz bei Tetra Pak stagnieren. | zurück zum Inhalt |
III. | |
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IV. | |
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