Allgemeine Papier-Rundschau
131. Jahrgang

13. April 2007

Erscheint 2 x im Monat

INHALT
1.
Regierung verhängt Strafzölle auf Papier aus China
2.
UPM verkauft Immoblilientochter
3.
Pöyry übernimmt russische Ingenieurfirma
4.
Energieerzeugung aus Holz: Französisches Institut drängt Politiker zu klaren Aussagen
5.
Kemira gründet Niederlassung in St. Petersburg
6.
Esko festigt sein Geschäft in 2006
7.
Metso Paper verbessert Umsatz und Ertrag
8.
Papierindustrie für großvolumige Lkws
9.
Glatfelter fasst in Europa Firmen zu Glatfelter Composite Fibers zusammen
10.
Reno De Medici mit Umsatzwachstum, aber immer noch deutlichem Verlust
11.
Gewinnsprung bei KBA
12.Konecranes zufrieden mit 2006
13.Holmen setzt in 2006 deutlich mehr um
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Brand bei 2H-Papier


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

Archiv
Wer kann was liefern
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr PAPIER-ZEITUNG

Probeheft
Abonnement

1.
Regierung verhängt Strafzölle auf Papier aus China

Die US-amerikanische Regierung hat Strafzölle auf verschiedene Papiere aus China verordnet. Danach sollen bestimmte LWC-Papiere mit Einfuhrzöllen zwischen 10,9% und 20,35% belegt werden. Kenner vermuten, dass dies der Auftakt für weitere US-amerikanische Strafzölle auf andere chinesische Waren ist. Importiertes Papier aus China macht nur einen Bruchteil (1%) der gesamten Einfuhren von China in die USA aus. Formal sind die Strafzölle noch nicht in Kraft und bedürfen noch der Prüfung einer unabhängigen internationalen Handelskommission. Dies kann einige Monate dauern. Beschwerdeführer war die NewPage Corporation, die gegenüber dem Wirtschaftsministerium beklagte, dass chinesische Mitbewerber durch zinsgünstige Kredite Steuervorteile erhielten und durch andere verdeckte Subventionen von der chinesischen Regierung unterstützt würden. Die chinesische Seite bat die amerikanische Regierung, ihre Entscheidung zu überdenken und so schnell wie möglich zu korrigieren.

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Brand bei 2H-Papier

Der zur Igepa-Gruppe gehörende Papiergroßhändler 2H-Papier, Garching bei München, verlor Ende März seine Filiale in Nürnberg, in der ein Hochregallager mit 100 Palettenplätzen stand, durch einen Brand. Dort arbeiten insgesamt 100 Mitarbeiter, von denen 50 im Vertrieb tätig sind. Diese wurden auf den Hauptsitz des Unternehmens nach Garching verlagert oder arbeiten nun in Aalen, einem weiteren Standort von Igepa. Die restlichen 50 Mitarbeiter des Unternehmens wurden vorläufig nach Fürth umgesiedelt. Dort hat das Unternehmen ein Umschlagslager angemietet, so dass der Großhandelsbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Das Feuer entstand vermutlich nach Dacharbeiten. Es verbrannten ca. 2000 t Paper. Das Gebäude muss vermutlich abgerissen werden. In Nürnberg erzielt 2H-Papier nach eigenen Angaben ca. 40% seines Umsatzes und schlägt dort 220 t Papier pro Tag um.

2H-Papier ist gut versichert und wird bis spätestens Jahresende eine neue Halle gebaut haben, so die Geschäftsführung. Der Gesamtschaden dürfte in einer Größenordnung zwischen sechs und zehn Millionen Euro liegen. Der verbrannte Warenwert lag bei ca. 2,7 Mio. Euro. Waren im Wert von 700.000 Euro sind nur noch bedingt brauchbar.

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2.
UPM verkauft Immobilientochter

Der finnische UPM-Konzern hat seine Immobilientochter UPM-Asunnot Oy an die dänisch-finnische Immobilieninvestmentgesellschaft Waterhouse Real Estate Investment Oy verkauft. Es wird erwartet, dass der Verkauf im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen wird. UPM wird zu diesem Zeitpunkt Sondereinnahmen von ca. 35 Mio. Euro verbuchen. Die genaue Summe wird erst nach Abschluss des Verkaufs bekannt sein. Die Transkation bedarf noch der Genehmigung des finnischen Gebäudefonds. UPM-Asunnot besitzt ca. 2000 Appartements in Finnland, die vermietet werden. Die Firma beschäftigt 15 Mitarbeiter. Die Wohnungen befinden sich an den Standorten, an denen UPM Produktionswerke unterhält, sie wurden ursprünglich für UPM-Mitarbeiter erstellt. Heute ist die Mehrheit der Bewohner nicht mehr bei UPM beschäftigt, weshalb UPM die Entscheidung fällte, die Firma zu verkaufen.

Der größte Eigentümer von Waterhouse Real Estate ist die dänische Grundstücksentwicklungsgesellschaft KE Project A/S. Die Gesellschaft wurde 1993 gegründet und hat Tochtergesellschaften in Dänemark, Schweden und Südafrika.

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3.
Pöyry übernimmt russische Ingenieurfirma

Pöyry Forest Industry hat 70% der Aktien der russischen Firma ZAO Giprobum Engineering, St. Petersburg, übernommen. Die Firma setzte im vergangenen Jahr ca. 5 Mio. Euro um und beschäftigt 260 Mitarbeiter. Der Kauf beinhaltet die Option zur Übernahme der restlichen 30% der Aktien bis zum ersten Halbjahr 2009. Die Transaktion bedarf noch den üblichen Genehmigungen durch russische Wettbewerbsbehörden.

Giprobum Engineering hat, so Pöyry, eine führende Position in der russischen Forstindustrie. Vor der Privatisierung im Jahr 1990 war das Unternehmen über Jahrzehnte das führende, von der Regierung getragene Institut, das die Entwicklung der russischen Forstindustrie bestimmte. Das Unternehmen hat die meisten russischen Forst- und Papierbetriebe geplant und ausgeführt. Außerdem ist die Firma auf dem Energie- und Infrastruktursektor tätig. Neben Investmentstudien beschäftigt sich Giprobum mit Genehmigungen von verschiedenen Dienstleistungen bei Bauvorhaben. ZAO Giprobum hat Kunden in der Zellstoff-,Papier- und Holzindustrie in Russland, der Ukraine, Weißrussland und einigen weiteren osteuropäischen Ländern. Über den Kaufpreis machte Pöyry keine Angaben.

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4.
Energieerzeugung aus Holz: Französisches Institut drängt Politiker zu klaren Aussagen

Das im Herzen des Jura ansässige Europäische Institut für Bio-Energie, Itebe, hat die Kandidaten für die heimischen Präsidentschaftswahlen in einem Brief aufgefordert, klar zu sagen, wie sie die für Frankreich fixierten Ziele in Sachen Holzenergie erreichen wollen. Mit derselben Frage konfrontierte das Institut die Chefs der führenden Energieunternehmen.

Vor zwei Jahren sei in einem Gesetz zur zukünftigen Energiepolitik festgehalten worden, dass bis 2009 der Anteil aus erneuerbaren Energien um 50% erhöht werden solle, sagte Itebe-Leiter Frédéric Douard. Man müsse sich jedoch fragen, wie glaubwürdig dies sei, denn seit 20 Jahren habe sich auf diesem Gebiet gar nichts bewegt.

Als besonders wichtig erachtet das Institut, dass die Bioenergiequellen optimal effizient genutzt werden. Dies sei heute dank moderner Technologien wie automatischer Heizungen, Herden und der gleichzeitigen Erzeugung zweier Energiearten möglich. Die bisher in Frankreich vorgesehenen Maßnahmen laufen für Douard Gefahr, dass diese natürlichen Energieressourcen durch nicht genügend effizienten Einsatz verschwendet, die dadurch entstehenden Minderleistungen durch immer mehr öffentliche Subventionen kompensiert und die Holzpreise damit künstlich erhöht würden.

Die Preise für Tannen und Fichten stiegen bei der letzten Herbstauktion nach Angaben des Nationalen Forstamtes um 15 bis 30%. Außerdem sind sie auch in Mitteleuropa infolge neuer Subventionen für die Verbrennung von Holz in die Höhe gegangen.

Mit Sorge verfolgt diese Entwicklung nicht nur das Institut im Jura. Für die Papierindustrie ergibt sich ein weiterer Preisanstieg für Holz durch die Erderwärmung. In Skandinavien resultierten erhöhte Preise auch daraus, dass durch die ungewöhnlich hohen Temperaturen die Waldböden verschlammen und dies den Zugang zur industriellen Nutzung der Bestände erschwert. - jb


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5.
Kemira gründet Niederlassung in St. Petersburg

Der finnische Chemikalienhersteller Kemira hat eine neue Niederlassung in St. Petersburg gegründet, die sich um den Verkauf und das Marketing von Zellstoff- und Papierchemikalien in Russland kümmern soll. Die Gesellschaft mit dem Namen Kemira HIM arbeitet eng mit dem teilweise zu Kemira gehörenden Jointventure ZAO Kemira-Novo, Arkangelsk, einem Hersteller von Papierchemikalien, zusammen. Das neu gegründete Unternehmen beschäftigt 15 Mitarbeiter. Das finnische Unternehmen beliefert unter anderem einige große Papierhersteller wie Ilim Pulp, International Paper in Svetogorsk, Arkangelsk Pulp and Paper und die Firma Mondi/Syktyvkar. Zurzeit werden in Russland 7,5 Mio. t Papier und Pappe hergestellt. Die Zellstoffproduktion dort liegt bei 6 Mio. t pro Jahr.

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6.
Esko festigt sein Geschäft in 2006

Die belgische Firma Esko erzielte im Jahr 2006 um 9% höhere Umsätze von 127 Mio. Euro. Die Firma ist seit einem Jahr im Besitz des dänischen Investmentfonds Axcel. Der EBITDA für das Gesamtjahr bezifferte sich auf 13,6 Mio. Euro, dies entspricht einem Plus von 74% gegenüber 2005. Im Verpackungsbereich erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11%, und der Absatz der neuen Verpackungssysteme ausschließlich Service stieg um 16%. Die gesamten Serviceeinnahmen erhöhten sich um 3% trotz eines sinkenden Beitrags aus der Wartung von Computer to Film- und Computer to Plate (CtP)-Equipment. In Europa, den USA und der Region Asien-Pazifik lag die Wachstumsquote beim Umsatz bei über 10%. Die stärksten Steigerungen waren in Zentraleuropa, dem Baltikum und Lateinamerika zu verzeichnen. In Japan wurde der Absatz durch die unsichere einheimische Wirtschaft gedämpft, der Zuwachs lag jedoch immerhin bei 5%. Im Vergleich zu 2005 stieg der Absatz neuer Esko-Softwareprodukte in 2006 um 11%, diese Zahl umfasst nicht das Geschäft mit Software-Updates und Modernisierungen. Dieser Bereich wird typischerweise durch Full Service-Wartungsverträge abgedeckt. Die CtP- und CAM-Tagesgeschäfte seien sehr erfolgreich im Jahr 2006 mit einem Zuwachs von 34% bzw. 19% gewesen. Genaue Umsatzzahlen für die jeweiligen Bereiche nannte Esko nicht.

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7.
Metso Paper verbessert Umsatz und Ertrag

Die finnische Firma Metso Paper konnte im abgelaufenen Jahr ihre Umsätze deutlich auf 1,947 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,702 Mrd. Euro) erhöhen. Gleichzeitig stieg der operative Gewinn auf 110,2 Mio. Euro (i. Vj.: 90,9 Mio. Euro). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2006 lag bei 2,165 Mrd. Euro, dies entspricht einer Erhöhung der Auträge um 900 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Positiv auf den Gewinn wirkten sich bei Metso unter anderem die verbesserten Resultate des Teilbereichs Tissue Business aus.

Die im gesamten Jahr 2006 akquiriertenen Aufträge stiegen gegenüber 2005 um 146 Mio. Euro auf 2,139 Mrd. Euro. Metso Paper konnte sieben neue Papier- und Pappemaschinen verkaufen sowie sechs Tissuemaschinen und zehn so genannte Faserverarbeitungslinien. Alle Aufträge für komplett neue Maschinen kamen aus Asien. Die größten Aufträge erhielt die Firma von der chinesischen Firma Guangzhou Paper und den japanischen Firmen Nippon Paper und Hokuetsu Paper Mill. Auch Indien spielt als Absatzmarkt mittlerweile eine bedeutende Rolle.

Im abgelaufenen Jahr hat Metso seine Anstrengungen verstärkt, im so genannten Aftermarket-Geschäft tätig zu sein. Hierzu wurde unter anderem im Herbst 2006 die schwedische Firma Svensk Pappersteknik gekauft. Diese bietet mechanischen Service und Instandhaltung an. Wie bereits in der apr gemeldet, hat Metso Paper im abgelaufenen Jahr den Kauf der Zellstoffsparte und des Energiegeschäfts von der Firma Aker Kvaerner abgeschlossen.

Metso erzielt nach wie vor 9% seiner Umsätze in seinem Ursprungslang Finnland, 34% in den weiteren europäischen Staaten, 17% in Nordamerika, 12% in Zentral- und Südamerika sowie 26% in der Region Asien-Pazifik. Nach einem deutlichen Rückgang der operativen Gewinne im Jahr 2003 und 2004 konnte das Unternehmen in den letzten beiden Jahren seine Ertragssituation wieder deutlich verbessern.

Diese gute Gesamtsituation spiegelt sich auch in den Zahlen des gesamten Metso-Konzerns wider. Hier lagen die Umsätze bei 4,955 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 457,2 Mio. Euro (i. Vj.: 335 Mio. Euro). Noch stärker stieg der Nachsteuergewinn, nämlich von 237 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro.

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8.
Papierindustrie für großvolumige Lkws

Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) fordert eine Versachlichung der Diskussion um die als Giga-Liner bezeichneten Groß-Lkws mit 25,25 m Gesamtlänge. Anstatt die modernen Fahrzeuge als Monster-Lkw zu verteufeln, müsse die Diskussion um ein mögliches zulässiges Gesamtgewicht von 60 t objektiv über die speziellen Vorteile für leichte Volumentransporte geführt werden, erklärt VDP-Hauptgeschäftsführer, Klaus Windhagen.

Papierprodukte mit niedrigem spezifischem Gewicht, z. B. Hygienepapiere oder Wellpappe, lasten heute einen Lkw gewichtsmäßig nur zu rund 50% bis 60% aus. Auch auf einem 25,25 m Lkw mit 150 m2 Ladevolumen bringen sie das Gesamtgewicht kaum auf 40 t. Hier könnte der Giga-Liner seine Stärken voll ausspielen und vor allem im Punkt-zu-Punkt-Verkehr zwischen Fabriken und außerörtlichen Hauptverteilerzentren eingesetzt werden. Bei derartigen Transporten sei der Giga-Liner wirtschaftlicher und umweltverträglicher als herkömmliche Lkws. Aufgrund seiner geringeren Achslast schone er zudem Straßen und Brücken und beanspruche weniger Straßenraum.

Befürchtungen, dass der Giga-Liner den Transport auf der Schiene verdränge, teilen die Logistik-Experten der Branche nicht. Die Papierindustrie stehe in intensiven Gesprächen mit der Bahn, deren Einsatzmöglichkeiten dort zu verbessern, wo Gleisanschlüsse bestehen.

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9.
Glatfelter fasst in Europa Firmen zu Glatfelter Composite Fibers zusammen

Unter dem Dach ihrer US-amerikanischen Muttergesellschaft Glatfelter Company firmieren die beiden Traditionsunternehmen der europäischen Papierindustrie, Schoeller & Hoesch und Lydney, ehemals JR Crompton, seit 1. April 2007 gemeinsam als Glatfelter Composite Fibers. Für das Geschäft dieses Unternehmensbereichs zeichnet Martin Rapp als Vice President und General Manager verantwortlich. Ziel ist es, durch gebündelte Kompetenz der Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien den langjährigen Beziehungen zu den weltweiten Kunden durch optimierte Produkte und Service Rechnung zu tragen.

Glatfelter Composite Fibers besitzt eine weltweit führende Position unter den Herstellern von Langfaserpapieren und nassgelegten Vliesen. Im Bereich technische Spezialitäten wird ein breites Spektrum von Produkten für den Einsatz in der Industrie, im medizinischen und Consumer-Bereich angeboten. Dazu zählen unter anderem Vliesstoffe und Spezialpapiere zur Herstellung von Autobatterien, Feuchttüchern und Klebeband-Trägermaterialien. Hinzu kommen Materialien für weitere automobiltechnische Anwendungen, zur Luft- und Flüssigkeitsfiltration, für die Bekleidungs- und Textilindustrie und zur Herstellung von Mundschutztüchern. Die Produktpalette umfasst außerdem Tee- und Kaffeefilterpapiere, Overlayprodukte für die Möbel- und Verbundstoffindustrie sowie metallisierte Papiere und Folien.

Hauptsitz von Glatfelter Composite Fibers bleibt Gernsbach im Schwarzwald, gleichzeitig größter Produktionsstandort des Unternehmensbereichs, der nun als Glatfelter Gernsbach GmbH & Co. KG firmiert. Der 2006 übernommene britische Standort wird als Glatfelter Lydney Ltd. geführt. Die 1998 von Papeteries de Cascadec erworbene französische Niederlassung heißt Glatfelter Scaër SAS. Zum Glatfelter-Unternehmensbereich gehören außerdem eine Vertriebsgesellschaft und ein Distributionszentrum in den USA, eine Repräsentanz in Suzhou/China und ein Zellstoffwerk auf den Philippinen.

Die P. H. Glatfelter Company mit Zentrale in York, Pennsylvania/USA, erzielt mit mehr als 3700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 986 Mio. US-$. Daran ist der Geschäftsbereich Composite Fibers mit 1000 Beschäftigten und rund 293 Mio. US-$ beteiligt. In den USA besitzt das Unternehmen Werke in Spring Grove, Pennsylvania, sowie Cillicothe und Fremont, Ohio.

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10.
Reno De Medici mit Umsatzwachstum, aber immer noch deutlichem Verlust

Die italienische Reno De Medici-Gruppe (RDM) erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 319,9 Mio. Euro (plus 6,3%) und setzte dabei 645.000 t Karton (plus 6%) ab. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen lag bei 29,3 Mio. Euro (i. Vj.: 27,8 Mio. Euro). Der Nettoverlust vor Einmalkosten betrug 6,5 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 23,9 Mio. Euro). Weitere Verluste ergaben sich durch Einmalaufwendungen. Diese führten dazu, dass der Verlust nach Steuern insgesamt bei 14,9 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 12,8 Mio. Euro) lag. Ursächlich für das immer noch unbefriedigende Ergebnis waren unter anderem deutliche Steigerungen bei den Energiekosten, diese lagen bei 15 Mio. Euro für das gesamte Jahr. Immerhin gelang es, den operativen Gewinn auf 5,9 Mio. Euro (i. Vj.: 1,8 Mio. Euro) zu steigern. Die Zahl der Mitarbeiter sank zum 31.12.2006 auf 1198 (i. Vj.: 1326). Ähnlich wie in 2005 investierte RDM im vergangenen Jahr 11 Mio. Euro in Anlagen.

Die Einmalkosten bezogen sich unter anderem auf die Stilllegung der Maschine MC 3 im Werk Prat im vierten Quartal. Ein Großteil dieser Arbeiten sei bereits erledigt. Sie sollen im ersten Halbjahr 2007 beendet werden. Im Werk Pompeii verkaufte RDM zwei Papiermaschinen, deren Abbau bis Juni 2007 vermutlich beendet sein wird. Dort soll der Verkaufspreis höher als der Buchwert sein, so dass dies die Schließungskosten tragen könnte.

Ausblick
Ende Januar 2007 spricht RDM von einem durchschnittlichen Preisanstieg seiner Produkte von 3% im Vergleich zum vierten Quartal 2005 und gleichbleibenden Absatzmengen. Einen weiteren Ausblick auf die finanzielle Situation gibt das Unternehmen nicht.

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11.
Gewinnsprung bei KBA

Die Würzburger Koenig & Bauer AG (KBA) wies zum 31.12. 2006 einen Auftragseingang von 1,247 Mrd. Euro auf. Allein im dritten Quartal erzielte sie den Rekordauftragseingang von 527,3 Mio. Euro. Der Umsatz der ersten neun Monate (31.12.) lag bei 1,206 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,107 Mrd. Euro). Bei einem operativen Gewinn von 30,1 Mio. Euro (i. Vj.: 16,1 Mio. Euro) belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 30,4 Mio. Euro (i. Vj.: 8,9 Mio. Euro). Der Vorstand geht von einem Jahresumsatz (31.3.2007) von 1,7 Mrd. Euro und einem deutlich höheren Vorsteuergewinn als im Jahr 2005 (25,8 Mio. Euro) aus.

Differenziertes Bild bei Bogen- und Rollendruckmaschinen
Nach dem eher unterdurchschnittlichen ersten Halbjahr hat sich der Auftragseingang im Segment Bogenoffsetmaschinen mit 288,7 Mio. Euro im dritten Quartal 2006 gut entwickelt. Dieser Wert liegt in den ersten neun Monaten mit 664,4 Mio. Euro leicht über dem des Vorjahres. Der Umsatz lag mit 536 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand von 513 Mio. Euro gewährleistet, so KBA, die Auslastung des Werkes Radebeul bis ins Frühjahr 2007. Bei den Rollen- und Sondermaschinen blieb dagegen der Auftrageingang im Neunmonatsvergleich mit 582,2 Mio. Euro um 10,2% unter dem Vorjahreswert zurück. Während die Bestellungen bei Maschinen und Systemen für die Banknotenproduktion nochmals zulegten, gingen für Zeitungs-, Akzidenz- und Tiefdruckrotationen weniger Neuaufträge ein als im Vorjahr. Der KBA-Vorstandsvorsitzende Albrecht Bolza-Schünemann meinte zu den Segmentergebnissen: "Neben den Ergebnisbeiträgen unserer in Marktnischen wie dem Wertpapierdruck oder dem Druck auf elektronischen Datenträgern tätigen Tochtergesellschaften hat sich die Ertragslage im Kernsegment Rollendruckmaschinen und bei unserer tschechischen Tochter KBA-Grafitec erfreulich entwickelt. Dagegen blieb die Profitabilität im Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen bisher hinter unseren Planungen zurück. Eine wesentliche Ursache ist der nach drei Quartalen noch vorhandene Umsatzrückstand."

Die Exportquote lag mit 82,5% nochmals ca. 2% über der des Vorjahres. Hauptabsatzmarkt für KBA-Druckmaschinen war im Berichtszeitraum das europäische Ausland mit einem Umsatzanteil von 47,3%, gefolgt vom Wachstumsmarkt Asien/Pazifik mit 18,5%, Nordamerika mit 11,1% und Lateinamerika/Afrika mit 5,6%.

Ausblick
Der KBA-Vorstand geht von einer stabilen Nachfrage bei Druckmaschinen in Europa, dem Nahen Osten und Boomregionen wie China aus. Dagegen habe sich das Investitionsklima in anderen Regionen im dritten Quartal etwas abgekühlt. Angesichts der Ungewissheiten der weiteren Konjunkturentwicklungen in den USA, der Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland, der Wechselkurs- sowie Rohstoff- und Energiepreisentwicklung will der Vorstand seine Prognose für das Geschäftsjahr 2007 erst später vorlegen.

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12.
Konecranes zufrieden mit 2006

Die Konecranes Schwerlastkrane GmbH, Berlin, deutsches Tochterunternehmen des finnischen Weltmarktführers für Krane und Kranservice, Konecranes PLC, hat nach umfangreichen Umstrukturierungen das Jahr 2006 als ihr bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr abgeschlossen. Mit dem erzielten Auftragsvolumen von rund 25 Mio. Euro im Jahr 2006 konnte eine Steigerung von über 200% zum Vorjahr erreicht werden.

Als Gründe benennt Patrick M. Siffuentes-Liebig - Geschäftsführer des Unternehmens - zum einen die gestärkte Konjunktur und die damit einhergehende deutliche Auflösung des Investitionsstaus von 2006, zum anderen die intern erfolgten Veränderungen innerhalb der vergangenen beiden Jahre. "Aufgrund des enormen Wachstums gehen wir davon aus, noch einmal sehr viel stärker als der Markt gewachsen zu sein. Wir haben die Umstellung vom Produkt- zum Lösungsanbieter erfolgreich gemeistert", so Siffuentes-Liebig.

Etwa die Häfte des Auftragseingangs 2006 verteilt sich auf drei Großaufträge aus der Stahlbranche sowie aus dem Reaktorbau. Der größte Auftrag umfasste alleine fünf 40-Tonnen-Krane für das vollautomatische Coilhandling im Wert von insgesamt fast 10 Mio. Euro.

Für das Jahr 2007 erwartet die Unternehmensführung der Konecranes Schwerlastkrane GmbH einen Auftragseingang in vergleichbarer Höhe wie 2006. In der Planung bis 2010 sieht das Unternehmen jedoch einen weiteren Umsatzsprung von 10 Mio. Euro als realistisch an. Durch die konsequente Umsetzung der Neuorientierung im Rahmen der stattgefundenen Umstrukturierungen, sei man sicher, auch für die kommenden Jahre die Basis für ein weiteres solides und erfolgreiches Wachstum auf dem deutschen Markt geschaffen zu haben.

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13.
Holmen setzt in 2006 deutlich mehr um

Der schwedische Holmen-Konzern setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,029 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,781 Mrd. Euro) um. Dabei stieg der Nachsteuergewinn um ca. 22 Mio. Euro auf 159,27 Mio. Euro. Auch der operative Gewinn erhöhte sich deutlich um 36,68 Mio. Euro auf 251,09 Mio. Euro. Die gute Geschäftsentwicklung spiegelt sich in den einzelnen Bereichen des Konzerns wider. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im abgelaufenen Jahr um 90 auf 4958.

Entwicklung der Geschäftsbereiche
Bei der umsatzstärksten Holmen-Tochter, der Firma Holmen Paper, stiegen die Umsätze sehr deutlich auf 1106,98 Mio. Euro (i. V.: 921,61 Mio. Euro). Hier spiegelt sich die erheblich verbesserte Marktsituation für Zeitungsdruckpapier in Europa wieder. Die ausgelieferte Papiermenge stieg bei Holmen Paper auf 2,021 Mio. t (plus 257.000 t), also um beachtliche 15%. Im Wesentlichen resultiert dies aus dem Anlauf einer neuen Maschine in Madrid. Entsprechend dieser Mehrmenge kletterte der operative Gewinn auf 82,31 Mio. Euro (i. Vj.: 68,88 Mio. Euro). Ein Teil des möglichen Gewinns wurde aufgezehrt durch höhere Kosten für Energie, Holz und Altpapier. Im vierten Quartal fiel der operative Gewinn allerdings auf 10,37 Mio. Euro (drittes Quartal: 26,74 Mio. Euro) wegen einer Einzelwertberichtigung auf eine Lieferantenforderung, höherer Kosten für Personal, Instandhaltung und Energie.

Bei Iggesund Paperboard entwickelten sich Umsatz und Gewinn ebenfalls vorteilhaft (vgl. Tabelle). Der Hersteller von Frischfaserkarton profitierte von einem um 4% gestiegenen Wachstum in Europa. Auch die Kapazitätsausnutzung sei hoch gewesen. Insgesamt konnte die ausgelieferte Menge um 9% auf 536.000 t gesteigert werden.

Bei Holmen Skog, dem Bereich, in dem die forstwirtschaftlichen Aktivitäten von Holmen konsolidiert sind, entwickelten sich Umsatz und Ertrag ebenfalls positiv (vgl. Tabelle). Hier spielt auch eine Rolle, dass im Jahr 2005 aufgrund des Orkans 'Gudrun' hohe Kosten zu verbuchen waren. Insgesamt profitierte Holmen Skog von höheren Holzpreisen. Einen Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung gab der Vorstand nicht.


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I.
PERSONALIA

Balthasar Wicki (Bild) ist neuer CEO der international in den Bereichen hochwertige Geschenkverpackungen und Servietten tätigen Schweizer Stewo-Gruppe, Wolhusen. Der bisherige temporäre Geschäftsführer Robert Naville wird sich in Zukunft als Vertreter der Mehrheitsaktionärin Bax Capital Advisors AG auf strategische Aufgaben im Verwaltungsrat konzentrieren. Nach einer Tätigkeit als Rechtsanwalt in Zürich hatte Balthasar Wicki internationale industrielle Stabs- und Linienfunktionen im Hilti- und Franke-Konzern in China, Indien und anderen asiatischen Ländern inne und hat sich dabei neben strategischen Projekten auf Marktentwicklungs- und Marktaufbauaufgaben konzentriert. Neben breiter industrieller Erfahrung verfügt er auch über Turn-around-Erfahrung im Nonprofit-Bereich. Im November 2006 hat er zudem den Executive MBA der Universität Zürich erworben. Die Stewo Holding AG wurde im April 2006 durch die Bax Capital Advisors AG übernommen und dabei im Sinne einer Übergangslösung Robert Naville als Geschäftsführer eingesetzt. Durch die Berufung von Balthasar Wicki an die Unternehmensspitze kann sich Robert Naville nun wieder auf strategische Projekte und seine Aufgaben als Vertreter der Eigentümer konzentrieren. Damit soll die strategische Kontinuität, die nahtlose Weiterführung aller Projekte und die Trennung von operativer und strategischer Verantwortung optimal sichergestellt sein.

Auf der diesjährigen Hauptversammlung des finnischen UPM-Konzerns wählten die Aktionäre Veli-Matti Reinikkala, Leiter der Division Prozessautomatisierung beim ABB-Konzern, und Jussi Pesonen, Präsident und Vorstandsvorsitzender von UPM, neu in den Verwaltungsrat des Unternehmen. In ihren Ämtern bestätigt wurden die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Michael C. Bottenheim, Berndt Brunow, Karl Grotenfelt, Dr. Georg Holzhey, Wency E. Lane, Jorma Ollila, Ursula Ranin, Françoise Sampermans und Vesa Vainio. Der frühere Staatspräsident von Finnland, Martti Ahtisaari, verzichtete aus Altersgründen auf eine Wiederwahl. Der Verwaltungsratsvorsitzende erhält als Vergütung 175.000 Euro pro Jahr, seine Stellvertreter 120.000 Euro, die übrigen Mitglieder 95.000 Euro pro Jahr. Dieses Entgelt wird zu 60% in bar und zu 40% in Form von Aktien entrichtet.

Die Schweizer BTG-Gruppe möchte ihre zwei weltweit tätigen Divisionen Duroblade und Instruments so weit aufspalten, dass beide möglichst voll umfänglich gewinn- und verlustverantwortlich sind. Deshalb wird Frank Grossmann, bisher Vizepräsident für den Verkauf von Duroblades, in Zukunft Geschäftsführer von Duroblade und Vizepräsident dieser Division. Jacques Marcotte, bisher Vizepräsident im Verkauf von Instruments, wird in Zukunft Geschäftsführer und Vizepräsident der Division Instruments. Präsident von BTG bleibt weiterhin Leif Frilund. Lothar Burchardt wird in Zukunft als Vizepräsident Technololgie für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe zuständig sein. Ebenfalls für beide Divisionen zuständig ist weiterhin Finanzvorstand Martin Hedman.

Juha Ebeling (31) ist Nachfolger von Anne Murtula und leitet nun die Papierfabrik Rhein Papier GmbH in Hürth des finnischen Myllykoski-Konzerns. Neuer Verkaufsdirektor in dem Unternehmen ist Dr. Karsten Bode (53). Anne Murtula wird sich, wie es heißt, anderen Aufgaben im Myllykoski-Konzern zuwenden. In Hürth werden in diesem Jahr 5 Mio. Euro in die Verbesserung der Deinkinganlage investiert.


Wolfgang Pfarl

Wolfgang Pfarl, der langjährige Vorstandsvorsitzende von Sappi Fine Paper Europe, ging Ende März in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist, wie schon in der apr gemeldet, Berry Wiersum. Mit Wolfgang Pfarl verlässt eine "Institution" mit über 40-jähriger Erfahrung die Papierindustrie. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien im Jahr 1967 begann Pfarl seine Karriere 1968 bei der Firma Leykam-Josefsthal. 1989 wurde er nach verschiedenen Stationen Vorstandsmitglied bei der sich dann Leykam-Mürztaler nennenden Firma, acht Monate später Geschäftsführer und Vorsitzender des Vorstandes. 1994 erhielt er bei der neu formierten KNP Leykam den Vorsitz im Vorstand. Nach der Übernahme von KNP Leykam durch die südafrikanische Sappi Limited wurde er in den Sappi-Vorstand berufen und übernahm seine jetzige Position. Pfarl wirkte in zahlreichen Aufsichtsräten unter anderem bei der Wiener Generali Holding und der Wiener ÖIAG. Im Jahr 2004 erhielt er vom österreichischen Druckerverband den Gutenberg-Preis.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat Ende März bereits in der ersten Verhandlungsrunde für den Lohntarifvertrag in der Druckindustrie ein Angebot vorgelegt. Im Gesamtvolumen beträgt es 5% für eine Laufzeit von zwei Jahren. Es beinhaltet eine Erfolgskomponente, die der unterschiedlichen wirtschaftlichen Lage der Betriebe gerecht werden soll. Mit Wirkung zum 1. April 2007 soll der tarifliche Wochenlohn um 1,8% und zum 1. April 2008 um weitere 2% erhöht werden. Bei guter Ertragslage des Unternehmens erhalten die gewerblichen Arbeitnehmer spätestens mit der Lohnabrechnung für Oktober 2007 bzw. Oktober 2008 eine Einmalzahlung in Höhe von jeweils 180 Euro. Andernfalls kann die Einmalzahlung ganz oder teilweise entfallen. Die Arbeitgeber hatten bereits im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen, dass die Forderung von ver.di nach 6,5% mehr Lohn für die Druckindustrie vollkommen unrealistisch sei und von einer bewussten Ignoranz der Gewerkschaft gegenüber den wirtschaftlichen Zwängen der Unternehmen zeuge. Dr. Wolfgang Pütz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber: "Lohnerhöhungen müssen für alle Betriebe bezahlbar bleiben, wenn der Flächentarif nicht zerstört werden soll. Wir sind uns sicher, dass wir heute ein sehr faires und wirtschaftlich vertretbares Angebot unterbreitet haben. Die Arbeitgeber sind damit an die Grenzen des Machbaren gegangen."

Der Geschäftsklimaindex der deutschen Druckindustrie hat sich nach Erhebungen des Münchner Ifo-Instituts im März um vier Punkte auf plus zwei verbessert. 18% der befragten Betriebe halten Ihre geschäftliche Situation für gut, 69% für befriedigend und 13% für schlecht. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen spricht von gleichen Preisen, 22% registrierten Preissenkungen. Für den Zeitraum von sechs Monaten erwartet die Mehrheit ebenfalls gleiche Geschäftsbedingungen, 13% sprechen von ungünstigeren und 12% von besseren Bedingungen.

Wegen gestiegener Zellstoff- und Energiepreise hat die Firma Mitsubishi HiTec Paper, Bielefeld, im vergangenen Jahr vermutlich einen Verlust in Höhe von 6 Mio. Euro gemacht. Um dies auszugleichen, möchte sie den Mitarbeitern, die in der Papierverarbeitung tätig sind, Prämien streichen. Dies brächte Einsparmöglichkeiten von ca. 2,3 Mio. Euro. Auch eine Verlagerung der Abteilung nach Polen sei möglich.

Die auf die Papier- und Verpackungsindustrien spezialisierten Personalberatungsgesellschaften unter dem Dach der Societät für Unternehmens- und Personalberatung in Starnberg setzen neue strategische Expansionsschwerpunkte und werden nach fast 15-jähriger erfolgreicher Partnerschaft künftig getrennt am Markt agieren. Die Rabe Pietzcker Collegen Unternehmensberater GmbH setzt ihre internationale Expansionsstrategie, die bisher zu weiteren Bürogründungen in Gent und Prag geführt hat, unter der Marke Insight International Management Consultants auf allen Gebieten der Verpackungsindustrie fort. Die Bogner Gottschalk Heine Unternehmensberater GmbH konzentriert sich weiterhin auf die Geschäftsfelder rund um die Papier- und Kartonerzeugung und ergänzt für ihre internationalen Klienten das Angebot um zusätzliche Beratungsfelder und Dienstleistungen.

Die Papierfabrik Hainsberg möchte ein neues Kraftwerk bauen. Entsprechende Planungen sind im Gang. Nach den Worten des Geschäftsführers Bernd Gunkel könnte die neue 5 bis 10 MW-Anlage, die voraussichtlich mit Braunkohlestaub betrieben werden soll, innerhalb von drei Jahren errichtet werden. Alternativ prüft das Unternehmen auch den Einsatz von Biogas. Die Investitionskosten sollen voraussichtlich 14 Mio. Euro betragen.

Das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (dvi) macht die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen in der Verpackungsindustrie in Form von Biokunststoffen zum zentralen Thema des Deutschen Verpackungskongresses 2007, der am 31. Mai 2007 im Hotel Steigenberger in Berlin stattfindet. Neueste Technologien, Tendenzen und Trends auf dem Gebiet der Biokunststoffe werden vorgestellt und diskutiert. Außerdem befasst sich der Verpackungskongresses mit den Konsumentenbedürfnissen. Führende Experten werden in ihren Vorträgen Auskunft darüber geben, wie die Verpackungsindustrie die Bedürfnisse der Verbraucher erkennen und nutzen kann und sich daraus erfolgreiche Verpackungsstrategien entwickeln lassen. Weitere Informationen unter www.verpackungskongress.org.

Am 24. April und am 8. Mai veranstaltet die Deutschsprachige Flexodruck-Fachgruppe (DFTA) wieder ihre bewährten Fachsymposien, die neuerdings unter der Federführung des DFTA-Technologiezentrums gestaltet wurden. Bei beiden Veranstaltungen wird das Thema "Innovative Druckfarbensysteme für die nächste Generation des Flexodrucks?" bearbeitet. Interessenten wenden sich an die DFTA-Geschäftsstelle, Tel. (07 11) 6 79 60-23, E-Mail: haemmerle@dfta-tz.de.

Die Gebr. Bellmer GmbH Maschinenfabrik, Niefern, veranstaltet zum Themenkomplex Schlamm und Abwasserreinigung am 9. und 10. Mai 2007 in Niefern ein Symposium mit hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland. Ein Highlight der Veranstaltung soll die Vorstellung der neuen WinkelPresse im Rahmen einer Praxisdemonstration auf der Kläranlage Pforzheim darstellen. Interessenten können unter info@bellmer.de nähere Einzelheiten erfahren oder sich anmelden.

Am 31. Mai und 1. Juni 2007 findet im Maritim Hotel Berlin der gemeinsam von der Finat, dem internationalen Branchenverband der Selbstklebeetikettenhersteller und Zulieferer, und dem VskE, dem Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten e.V., veranstaltete Weltkongress statt. Das Branchenereignis steht unter dem Motto "Inspiration! Tools for managing change". Weitere Informationen unter www.finat.com oder Tel. +31 (70) 3 12 39 10.

In diesem Jahr richtet die Fedes, die Europäische Vereinigung der Industrie der flexiblen Verpackung, gemeinsam mit der Eurosac, dem europäischen Verband der Hersteller von Papiersäcken, und dem IPV, Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V., einen Jahreskongress aus. Die Veranstaltung, die am 31. Mai und 1. Juni 2007 im Kempinski-Hotel Vier Jahreszeiten in München stattfindet, soll Verarbeiter und Zulieferer aus ganz Europa zusammenbringen. Erwartet werden rund 200 Teilnehmer. Nähere Informationen unter www.fedes.com; E-Mail: info@fedes.com.

Finnland
Der Vorstandsvorsitzende des UPM-Konzerns, Jussi Pesonen, kündigte auf der diesjährigen Hauptversammlung an, dass das Unternehmen sein gesamtes Etikettengeschäft und das mit RFID-Trägern in Zukunft in einer eigenen Division zusammenfassen wird. So soll einerseits die Transparenz erleichtert werden, andererseits besser feststellbar sein, welche Entwicklung dieser Geschäftsbereich nimmt. Die Division Verarbeitung wird aufgelöst, die Umsatzzahlen von Walki Wisa werden in Zukunft unter "andere Werke" ausgewiesen. Schon vor einigen Wochen hatte UPM angekündigt, dass es Walki Wisa an die private finnische Fondsgesellschaft CapMan verkaufen will. Diese Transaktion soll bis zum zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein.

Österreich
Der Vorstand der Österreichischen Mayr-Melnhof Karton AG wird der 13. ordentlichen Hauptversammlung am 25. April 2007 nach bereits erfolgter Zustimmung des Aufsichtsrates einen Aktiensplit der Mayr-Melnhof-Aktie im Verhältnis 1:2 sowie den Einzug der eigenen Aktien zur Genehmigung vorlegen. In Vorbereitung des Aktiensplits soll der Anteil der einzelnen Aktie am Grundkapital im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien von derzeit 7,27 Euro auf 8,00 Euro erhöht werden. Nach Durchführung des Splits (1:2) entfällt künftig auf jede Stückaktie ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 4,00 Euro. Nach erfolgtem Aktiensplit sollen zwei Millionen Stück eigene Aktien im Wege einer Kapitalherabsetzung eingezogen werden. Es ist geplant, sowohl den Aktiensplit als auch den Einzug der eigenen Aktien im Laufe des Jahres 2007 durchzuführen.


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III.
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