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Allgemeine Papier-Rundschau
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1.
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Smurfit Kappa wieder in der Gewinnzone |
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Die irische Smurfit Kappa Group (SKG) steigerte im Jahr 2007 ihre Umsätze um 4% auf 7,27 Mrd. Euro. Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von 170 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 143 Mio. Euro). Außerdem stieg der operative Gewinn auf 562 Mio. Euro (i. Vj.: 230 Mio. Euro). Die Schuldenlast verringerte sich auch aufgrund des Börsengangs 2007 um ca. 1,5 Mrd. auf 3,4 Mrd. Euro. Der Aktienkurs des Unternehmens entwickelte sich nicht so günstig, er fiel vom Ausgabekurs 16,50 Euro auf ca. die Hälfte am Ende des Jahres. Über die Reduktion seiner Schulden gelang es SKG, seine Zinslast im vergangenen Jahr um 115 Mio. Euro zu reduzieren. Die Abschreibungen lagen im vergangenen Jahr ähnlich wie im Jahr zuvor bei 360 Mio. Euro, die Aufwendungen für Investitionen bei 324 Mio. Euro (i. Vj.: 345 Mio. Euro). Die Kosten für den Börsengang beziffert das Unternehmen auf 62 Mio. Euro.
Im ersten Halbjahr 2007 kaufte das Unternehmen einen kleinen Wellpappenhersteller in Rumänien, im dritten Quartal einen schwedischen Bag-in-Box-Hersteller. Außerdem legte der Konzern seine Papierfabrik in Alaincourt mit einer Produktionskapazität von 90.000 Tonnen still. Daneben schloss das Management zwei Wellpappenwerke, eine Vollpappenmaschine und ein Werk zur Vollpappenverarbeitung.
Die Bereiche
SKG erhöhte die Preise für Testliner und Wellenstoff in 2007 insgesamt dreimal um je 30 Euro. Das Unternehmen macht keinerlei Angaben, welche einzelnen Umsätze es mit Wellpappenrohpapieren bzw. Verpackungen in Europa erzielte. Smurfit Kappa weist darauf hin, dass im gesamten Segment Verpackungen, also bei der Herstellung von Verpackungen und deren Papieren, in Lateinamerika und Europa insgesamt 6,314 Mrd. Euro (plus 5%) umgesetzt wurden. Dabei betrug der operative Gewinn 575 Mio. Euro (i. Vj.: 265 Mio. Euro). Im zweiten Bereich, Spezialitäten, lagen die Umsätze bei 958 Mio. Euro (minus 1%), und der operative Gewinn belief sich auf 51 Mio. Euro (i. Vj.: 0). Zu diesem Bereich Spezialitäten zählen auch die Vollpappenerzeugung und -verarbeitung z. B. im Werk Herzberg. Bei der Kraftlinerpreisentwicklung weist das Unternehmen darauf hin, dass aufgrund der hohen US-Importe, die in den ersten neun Monaten in Europa um 34% stiegen, Preiserhöhungen schwieriger waren. Auch deshalb gingen die SKG-Lieferungen von Kraftliner in Europa um 2% zurück. Insgesamt stieg die verkaufte Wellpappenmenge im abgelaufenen Jahr bei den vergleichbaren Werken um 1%. Genaue Mengenangaben macht das Unternehmen nicht.
Ausblick
Gary McGann, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmen, sagte, dass es trotz einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung den Werken gelungen sei, gute Leistungen abzuliefern. Angebot und Nachfrage befänden sich in einer vernünftigen Balance. Unter den gegenwärtigen Marktbedingungen rechnet der Konzern damit, dass der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen im Jahr 2008 mäßig steigen wird, wobei nach wie vor ein starker Cashflow generiert werden soll. |
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| Marbach übernimmt Systec Komplettsysteme |
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Die Marbach Werkzeug GmbH aus Heilbronn hat mit sofortiger Wirkung die Systec Komplettsysteme GmbH aus Bad Urach übernommen. Mit dem 90 Mitarbeiter zählenden Spezialunternehmen für Komplettsysteme (Werkzeug und Handling) der Spritzgießindustrie ergänzt Marbach seine Angebotspalette um einen weiteren Baustein. Neben den hochproduktiven Thermoform-Werkzeugen können jetzt auch die dazu passende Automation sowie Komplettsysteme für das Spritzgießen aus einer Hand geliefert werden. Verpackungen aus Polypropylen und anderen Materialien können nun in einem einzigen Arbeitsgang gespritzt und dekoriert bzw. beschriftet werden.
Die Marbach-Unternehmensgruppe ist mit 20 Betrieben weltweit und rund 1000 Beschäftigten einer der europäischen Marktführer in seinen Produkten. Die Unternehmensschwerpunkte liegen im Stanzformenbau für die Faltschachtel- und Wellpappenindustrie sowie im Werkzeugbau für Thermoformen.
Die Firma Systec bleibt als eigenständige Betriebsstätte mit sämtlichen Know-how-Trägern in Bad Urach erhalten. Die vorhandenen neuen Montagehallen werden zur Inbetriebnahme von sehr großen Anlagen auch für Thermoformprojekte genutzt werden. Für die Beschäftigten beider Unternehmen bringe dieser Zusammenschluss eine Vielzahl neuer Chancen und sichere langfristig die Arbeitsplätze sowohl in Bad Urach als auch in Heilbronn. Personalwesen, Controlling, IT und Einkauf werden künftig zentral von Heilbronn aus gesteuert.
Die Systec Komplettsysteme bieten neben der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen das komplette Handling, vom Labeling, über Entnahme und Stapelung bis hin zur vollautomatischen Verpackung. Mit den In-Mould-Labeling (IML)-Systemen wurde ein Konzept entwickelt, das eine optimale Anpassung an individuelle Produktionsanforderungen ermöglicht. Der moderne Maschinenpark ermöglicht es nach Unternehmensangaben, sämtliche Fertigungsabläufe im eigenen Haus durchzuführen. Inbetriebnahme und Abmusterung der kompletten Systeme erfolgten direkt vor Ort im Systec-Technologiezentrum.
Die Heilbronner haben sich aus mehreren Gründen für diese Akquisition entschlossen, auch weil fast alle thermoformenden Hersteller inzwischen die moderne Spritzgießtechnik einsetzen. Die wenigen Unternehmen, die bisher ausschließlich auf die Thermoformung setzen, investieren zunehmend in die Spritzgießtechnik, insbesondere in das Dünnwandspritzen. Ferner hat sich bei den hochwertigen Verpackungen das neuartige IML-Verfahren rasant durchgesetzt, ein Trend, der in Europa schon eine gewisse Reife erreicht hat, in vielen anderen internationalen Märkten jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.
Für den Bereich Thermoformen als auch in der Spritzgießtechnik verlangen die Kunden verstärkt nach Anbietern, die schlüsselfertige Systeme erstellen können. So wird insbesondere bei komplexen Aufgabenstellungen die Anzahl der Schnittstellen reduziert. Mit den neuen, zusätzlich erworbenen Ressourcen ist Marbach nun in der Lage, Werkzeuge, Automation und Verpackung der Artikel aus einer Hand anzubieten.
Neue Trends in den Anforderungen an das moderne Thermoformen machen den Einsatz modernster Automation unumgänglich. Ob es nun um das Einlegen von Pads, die In-Mould-Dekoration oder um die Notwendigkeit von zusätzlichen Bearbeitungsschritten wie z.B. die Laserperforierung geht, eine ausgereifte Automatisierungstechnik sei ein unverzichtbarer Baustein für ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis und damit auch zur Kundenzufriedenheit, erklärt Marbach.
Intern kann das Heilbronner Unternehmen nach eigenem Dafürhalten mit dieser Akquisition eine Vielzahl von Synergien erreichen. Im Wesentlichen betreffe dies Vertrieb und Service. Das von Marbach weltweit aufgebaute Netz an Produktions- und Servicestützpunkten könne künftig noch intensiver genutzt werden. Die Kunden beider Unternehmen deckten sich heute bereits zu 80 Prozent.
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2.
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Mayer-Kuvert-network knüpft strategische Briefhüllen-Allianz |
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Der europaweit größte Briefhüllenhersteller Mayer-Kuvert-network sorgt für ein weiteres Novum in seiner Branche: Zum 15. Februar 2008 ist die von Heilbronn aus verwaltete Firmengruppe eine weltweite strategische Allianz mit den bedeutendsten Herstellern aus Spanien, Japan und den USA eingegangen.
Gemeinsam mit der Tompla Group (Spanien), Imura Envelope (Japan) und National Envelope (USA) reagiert man mit der "Global Services Group" (GSG) auf die Anforderungen multinationaler Konzerne, die immer mehr zu nur einem zentralen Partner für die Belieferung aller Standorte weltweit tendieren. Mit den über 65 Produktionsstätten der Allianz könnten diese Kunden nun ohne großen Verwaltungsaufwand flächendeckend optimal bedient werden, sei es bei der Belieferung von Standardbriefhüllen oder bei der Realisierung von Kontinent übergreifenden Mailinglösungen.
Jedes GSG-Mitglied bringt seine eigenen Stärken in die Allianz ein, so dass jeder von dem anderen profitieren kann. Eigene Produktlinien der vier Unternehmen werden durch diese Konstellation neue Märkte zugänglich gemacht. Nutznießer sei der Kunde, der durch die Portfolioerweiterungen der einzelnen Firmen auf eine noch breitere Produktpalette zurückgreifen könne.
Um den Mitbewerbern im anspruchsvollen Briefhüllenmarkt stets einen Schritt voraus zu sein, wollen die GSG-Unternehmen ihr Know-how und ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam Produkte, Maschinen und Arbeitsabläufe weiterzuentwickeln und zu optimieren. Auch hier gehe der Kunde als Gewinner hervor, heißt es, denn durch die Zusammenarbeit werde jeder der Allianz-Partner bei seinen Dienstleistungs- und Produktangeboten neue Standards setzen können.
Mit der Global Services Group wollen die vier in ihrer jeweiligen Region angesehenen und renommierten Hersteller völlig neue Maßstäbe in Sachen Dienstleistung, Qualität und Bandbreite an Produkten setzen: Das Bündnis sei in dieser Form im internationalen Briefhüllenmarkt bislang einzigartig.
Mayer-Kuvert-network (Deutschland)
Mit über 30 Unternehmen in 22 Ländern - davon neun in Deutschland - ist das Mayer-Kuvert-network Marktführer der Briefhüllenbranche in Europa. Die Firmengruppe beschäftigt über 2400 Mitarbeiter und stellt täglich 70 Millionen Briefumschläge und Versandtaschen her. Die operative Zentrale ist in Heilbronn (Baden-Württemberg).
Tompla Group (Spanien)
Die von Madrid aus agierende Tompla Group ist einer der größten europäischen Briefhüllenhersteller. Die Firmengruppe umfasst neun Produktionsstätten in Spanien, Frankreich und Polen sowie zwölf Verkaufsbüros in verschiedenen EU-Staaten.
European Envelope Partners (EEP)
Die beiden Firmengruppen Mayer-Kuvert-network und Tompla Group bilden bereits seit Juli 2007 die "European Envelope Partners". Mit dieser Allianz decken sie Europa fast komplett ab und bieten gleichzeitig die mit Abstand größte Produktionskapazität für Briefhüllen, die es in Europa gibt.
National Envelope Corporation (USA)
Die National Envelope Corporation mit Sitz in Uniondale, New York, ist der weltweit größte Briefhüllenhersteller. In 20 Produktionsstätten in den USA und Kanada arbeiten über 5000 Mitarbeiter.
Imura Envelope Company (Japan)
Eine der größten Briefhüllenfabriken in Japan ist die Imura Envelope Company, die ihren Sitz in Osaka hat. Das Unternehmen hat seine Stärken vor allem im Direktmailingbereich, in dem es in Japan eine tragende Rolle einnimmt. |
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3.
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Lenzing verkauft Geschäftseinheit Papier |
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Die österreichische Lenzing-Gruppe wird mit Wirkung von Anfang März 60% der Geschäftsanteile der Geschäftseinheit Papier und damit auch die industrielle Führung dieses Geschäftsfeldes an eine Investorengruppe um den Aktionär Ernst Brunbauer, Gmunden, abgeben. Die restlichen 40% verbleiben bei der Lenzing AG. Aus diesem Anlass wurde eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben. Ein endgültiger Rahmenvertrag mit der Investorengruppe wird noch unterzeichnet.
Der neue Mehrheitseigentümer möchte Lenzing Papier am Standort Lenzing/A als eigenständiges Unternehmen weiterführen. Die Entscheidung sei eine konsequente Fortsetzung der strategischen Ausrichtung der Lenzing-Gruppe auf die Wachstumsbereiche innovative Cellulosefaserprodukte sowie Synthese-Spezialfasern und Thermoplaste, heißt aus der Zentrale. In diesen beiden Segmenten verfolgt Lenzing einen Wachstumskurs. Bei Cellulosefasern ist Lenzing Weltmarktführer, bei Kunststoffen wurden allein 2007 vier Unternehmen akquiriert. Lenzing Papier war zuletzt mit einer Produktionsmenge von rund 80.000 t Spezialpapier (Briefumschlagpapier, Plakat- und Recyclingpapier) und einem Jahresumsatz von ca. 60 Mio. Euro die kleinste Geschäftseinheit in der Lenzing-Gruppe. Die ca. 130 Beschäftigten von Lenzing Papier werden vom neuen Mehrheitseigentümer übernommen. |
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4.
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Arquana in Österreich ist zahlungsunfähig |
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Die Arquana Austria Holding GmbH, Wien, und die Arquana Print Austria GmbH, Innsbruck, (ehemals WUB), die beiden österreichischen Beteiligungen der Druckholding Arquana International Print & Media AG, Neumünster, haben am 21. Februar 2008 bei den zuständigen Registergerichten in Österreich Konkursantrag gestellt. Die Geschäftsleitung informierte die 110 Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über die Insolvenz. Ziel des Insolvenzverfahrens ist die Fortführung des Betriebes. Bedingt durch die Bonitätsverschlechterung der gesamten Arquana-Gruppe gelangten auch die Antragstellerinnen unter wirtschaftlichen Druck. Forderungsausfälle durch die Insolvenzen von Schwestergesellschaften in Deutschland, sowie nicht mehr vorhandene, vom Mutterkonzern unabhängige Finanzierungsquellen führten zur Zahlungsunfähigkeit.
Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der deutschen Arquana International Print & Media AG fanden Verhandlungen über den Einstieg eines neuen Gesellschafters in die Arquana Austria Holding GmbH (ehemals Arques Delta Active GmbH) statt. Diese hätte am 8. Februar 2008 durch Unterschrift eines Anteilskaufvertrages mit einem Finanzinvestor abgeschlossen werden sollen. Der Investor ist kurzfristig abgesprungen. Die Athesia-Gruppe (Bozen und Innsbruck) hat ernsthaftes Interesse bekundet, Gespräche über eine mögliche Weiterführung der Arquana Print Austria (ehemals Arques Immobilien GmbH) aus dem Konkurs heraus zu führen. "Nach sieben Monaten erneut Konkurs anzumelden, ist für uns unfassbar und für alle Beteiligten mehr als bedauerlich", so Günther Kristen und Andreas Walka, Geschäftsführer Arquana Print Austria GmbH, "zumal der geplante Ausbau des Standortes in Innsbruck für zukünftig 160 Mitarbeiter einen langfristigen Arbeitsplatz bieten sollte."
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5.
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Södra setzt in 2007 mehr um |
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Leif Brodén |
Der schwedische Södra-Konzern, einer der weltgrößten Hersteller von Marktzellstoff, setzte im vergangenen Jahr 1,92 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,71 Mrd. Euro) um. Dabei stieg der operative Gewinn leicht um 13,49 Mio. Euro auf 180,23 Mio. Euro. Die Preiserhöhungen bei Zellstoff und Sägeholz seien durch den schwächeren US-Dollar kompensiert worden. Die Kapitalverzinsung für das Unternehmen betrug sehr beachtliche 15% (i. Vj.: 14%). Zu leiden hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr erneut durch einen Sturm, durch den insgesamt 15 Mio. m3 Holz im Süden Schwedens gefällt wurden. Zur Verarbeitung dieses Holzes musste Södra 21,59 Mio. Euro zusätzlich aufwenden. Die Produktivität von Södra stieg im vergangenen Jahr um 1,6%.
Stärkster Geschäftsbereich des Konzerns war der Sektor Holz mit einem Umsatz von 1,016 Mrd. Euro (i. Vj.: 802,37 Mio. Euro) und einem operativen Gewinn von 12,41 Mio. Euro. Deutlich ertragsstärker war Södra Cell. Hier erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Gewinn von 111 Mio. Euro bei einem Umsatz von 1015 Mio. Euro. Im kleinsten Geschäftsbereich Södra Timber konnte Södra trotz eines Umsatzes von nur 399 Mio. Euro (i. Vj.: 334 Mio. Euro) einen operativen Gewinn von 63,28 Mio. Euro (i. Vj.: 29,15 Mio. Euro) erzielen. Einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Jahres 2008 gab Södra nicht.
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6.
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Myllykoski schreibt schwarze Zahlen - leichter Umsatzrückgang |
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Der finnische Myllykoski-Konzern setzte im abgelaufenen Jahr 2007 etwa 1,445 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,532 Mrd. Euro) um. Der Umsatzrückgang resultiert aus der Schließung des Werkes MD Dachau und etwas niedrigeren durchschnittlichen Papierpreisen. Der operative Verlust lag bei 11 Mio. Euro (i. Vj.: Gewinn von 48 Mio. Euro). Nach Steuern verdiente das Unternehmen 1 Mio. Euro (i. Vj.: Verlust von 43 Mio. Euro). Insgesamt produzierten die Werke von Myllykoski 2,31 Mio. t Papier, dies entspricht einem Rückgang von 4,3%. Bei Magazinpapieren spricht Myllykoski von guten Verkäufen, insbesondere im Bereich Offsetpapiere. Die Auslastung für die Herstellung gestrichener Papiere sei in Europa extrem hoch gewesen. Trotz hoher Auslastungsquoten bei der Herstellung von Magazinpapieren sei das Preisniveau für diese in Europa allerdings nach wie vor unbefriedigend, gleichzeitig stiegen die Kosten für Zellstoff und andere Rohmaterialien. Für den Bau der neuen Papierfabrik in Plattling nahm Myllykoski und deren Tochter Rhein Papier GmbH einen Kredit von insgesamt 450 Mio. Euro auf.
Myllykoski Continental
Die Tochterfirma Myllykoski Continental umfasst die Werke MD Albbruck, MD Dachau, MD Plattling, Lang Papier und Utzenstorf Papier. Sie setzte im vergangenen Jahr 896 Mio. Euro (i. Vj.: 980 Mio. Euro) um bei einem operativen Gewinn von 9 Mio. Euro (i. Vj.: 43 Mio. Euro). Die ausgelieferte Menge der genannten Firmen ging um 105.000 Tonnen auf 1,489 Mio. Tonnen zurück.
Myllykoski Paper
Myllykoski Paper, diese Tochterfirma umfasst das Zellstoffwerk Sunila, an dem Myllykoski 50% hält, und einige andere Firmen. Sie setzte 307 Mio. Euro um (i. Vj.: 321 Mio. Euro) bei einem operativen Verlust von 8 Mio. Euro (i. Vj.: Gewinn von 1 Mio. Euro).
Myllykoski North America
Die kleinste Gesellschaft Myllykoski North America, die die Firma Madison Paper umfasst, an der Myllykoski 60% hält, setzte 194 Mio. Euro um (i. Vj.: 212 Mio. Euro). Hier fiel ein operativer Verlust von 17 Mio. Euro an (i. Vj.: Gewinn von 1 Mio. Euro).
Im abgelaufenen Jahr investierte die finnische Firma 60 Mio. Euro, und die Zahl der Mitarbeiter ging um 579 auf 2960 zurück. Ursächlich hierfür war vor allem die Schließung von MD Dachau, aber auch eine neue Kooperation über Instandhaltungsleistungen mit der Firma ABB.
Aussichten
Myllykoski geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Der Markt für gestrichene Papiere habe sich klar verbessert, und die Papierpreise sollen im Jahr 2008 steigen. Im ersten Halbjahr wird die Gruppe ihre Produktion in einigen Werken freiwillig einschränken, vor allem im Bereich Zeitungsdruckpapier. |
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7.
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Myllykoski mit neuer Organisation |
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Der finnische Myllykoski-Konzern gibt sich in Europa ab dem 17. März eine neue Unternehmensstruktur und wird künftig alle Zuständigkeiten für das europäische Geschäft in eine gemeinsame Organisation überführen. Die nordamerikanischen Aktivitäten des Konzerns bleiben davon unberührt und werden in der bisherigen Form fortgeführt. Mit der neuen Unternehmensorganisation will Myllykoski die Profitabilität steigern, die Verantwortung der Werke erhöhen und den Kundenservice weiter verbessern. Die europäischen Werke werden in die zwei Geschäftsbereiche Coated Papers und Uncoated Papers gegliedert. Den Bereich Coated Papers (gestrichene Papiere) bilden die Werke MD Albbruck, MD Plattling und Myllykoski Paper, während Lang Papier, Utzenstorf Papier sowie die Werke der Allianzpartner Rhein Papier und Plattling Papier künftig zum Geschäftsbereich Uncoated Papers (ungestrichene Papiere) gehören. Innerhalb der Geschäftsbereiche ist jedes Werk ergebnisverantwortlich.
In den USA bleibt Myllykoski North America in gleicher Organisation und mit den gleichen Aufgaben wie bisher bestehen. "Wir werden unsere Kommunikationswege verkürzen und noch effizienter gestalten. So beschleunigen wir unsere Entscheidungsprozesse. In einem Marktumfeld, das sich laufend verändert, wollen wir schnell und flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. Denn unser Ziel ist es, die führende Marke für Druckpapiere sein", erklärt Sverre Norrgård, Präsident und CEO, die Gründe der Restrukturierung.
Henrik Björnberg, bisher Geschäftsführer von Myllykoski Sales, wird im Zuge der Reorganisation als Executive Vice President Markets dem Executive Board von Myllykoski angehören. Aus dem Vorstand ausscheiden wird hingegen im Juli Heikki Räty, CFO und stellvertretender CEO. Er verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Er wird aber dem Unternehmen noch beratend zur Verfügung stehen. Sverre Norrgård: "Wir bedauern sehr, dass Heikki Räty nach 33 Jahren das Unternehmen verlässt. Wir danken ihm für seine exzellente Arbeit, die er stets mit hoher Professionalität und großem Einsatz für das Unternehmen geleistet hat." Sein Nachfolger wird Jukka Pahta, der ab Juli als CFO dem Executive Board angehören wird.
Dem Executive Board von Myllykoski gehören an: Sverre Norrgård, Präsident und CEO, Heikki Räty, CFO und stellvertretender CEO (bis Juli 2008), Henrik Björnberg, Executive Vice President, Markets, Bernhard Ludwig, Executive Vice President, Uncoated Papers, Robert Olah, President, Myllykoski North America, Jukka Pahta, CFO (ab Juli 2008), Tomas Sabatka, Executive Vice President, Coated Papers, Tuomo Tuomela, Executive Vice President, Technology, Director Resources - vakant.
Bernhard Ludwig wird wie bisher die Myllykoski Corporation in allen allgemeinen Geschäftsbelangen in Deutschland und in der Schweiz vertreten, Tuomo Tuomela ist für diese Aufgaben in Finnland zuständig. |
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8.
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Getränkekarton-Recycling in Europa wächst weiter |
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Im Jahr 2006 wurden in den 27 Mitgliedsstaaten der EU sowie in Norwegen und der Schweiz insgesamt 313.000 t Getränkekartons recycelt. Das entspricht einer Menge von rund zwölf Milliarden Verpackungen. Eindeutiger Spitzenreiter beim Sammeln und Verwerten gebrauchter Milch- und Safttüten sind die Deutschen. Mit einer Wiederverwertungsmenge von 150.700 Tonnen trugen sie fast die Hälfte zu diesem Recyclingergebnis bei.
Seit dem Beginn der europaweiten Sammelaktivitäten im Jahr 1992 konnte die Menge des erfassten Materials beständig um durchschnittlich 12% pro Jahr gesteigert werden. In 2006 belief sich die Wiederverwertungsquote für diese Verpackungsart auf rund 30%. Ziel der Hersteller von Getränkekartons ist es, diese Quote innerhalb der nächsten Jahre durch den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender haushaltsnaher Sammelsysteme auf 50% zu erhöhen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Recyclingquote schon seit mehreren Jahren konstant bei rund 65%.
Recycling bringt neben der Schonung von Ressourcen und Abfallvermeidung noch einen weiteren bedeutenden Vorteil. Im Vergleich zur Deponierung oder Verbrennung von gebrauchten Getränkekartons entstehen bei deren Wiederverwertung deutlich weniger klimaschädliche Treibhausgase. Experten gehen von einer Entlastung in einer Größenordnung von ca. 280.000 Tonnen aus - alleine durch die im Jahr 2006 in Europa gesammelten Kartons.
Den Zellstoffanteil der gebrauchten Kartons (75 bis 80%) verarbeitet die Papierindustrie zu Faltschachteln, Wickelhülsen und Wellpappe weiter. Die beiden übrigen Bestandteile der Verpackungen - Polyethylen (21%) und Aluminium (4%) - verwertet die Zementindustrie. Hier dient das PE aufgrund seines hohen Energiegehalts als Ersatz für Heizöl, Aluminium ersetzt das für die Zementherstellung erforderliche Bauxit. In einem anderen Verwertungsverfahren wird das Aluminium sogar in sortenreiner Form zurückgewonnen. |
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9.
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Papierindustrie bekämpft illegalen Holzeinschlag durch Herkunftsnachweis |
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Die deutsche Papierindustrie kann bereits heute für den weitaus größten Teil der von ihr eingesetzten Primärfaserstoffe eindeutige Herkunftsnachweise erbringen. Sie dokumentiert damit ihren weltweiten Einsatz gegen illegalen Holzeinschlag. In einer jetzt erstmalig durchgeführten Umfrage des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Bonn, konnten die befragten Unternehmen für 100% des eingesetzten Holzes und bislang 75% des eingesetzten Zellstoffes eindeutige Herkunftsnachweise vorlegen, die belegen, dass die Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Das erklärte der Präsident des VDP, Bernd Rettig, auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Düsseldorf. Das Monitoring ist Teil des im vergangenen Jahres von der europäischen Papierindustrie verabschiedeten "Code of Conduct", in dem sich die Branche freiwillig zur Bekämpfung illegalen Holzeinschlags verpflichtet. Die Branche zeige damit einmal mehr, dass sie Nachhaltigkeit nicht nur predige, sondern als "Corporate Citizen" auch umsetze, sagte Rettig.
Der "Code of Conduct" sieht eine Reihe verschiedener Maßnahmen zur Bekämpfung des Handels mit illegal eingeschlagenem Holz vor, darunter auch ein regelmäßiges Monitoring. Der VDP will seine Ergebisse für Deutschland deshalb in Zukunft durch eine unabhängige dritte Partei - vorzugsweise eine amtliche Stelle - bestätigen lassen. Der jüngste Erfahrungsbericht erfasst die Bezugsmengen (Holz, Holzstoff, Zellstoff) von 27 Unternehmen der Zellstoff- und Papierindustrie mit 42 Werken in Deutschland. Für die Folgejahre sind weitere Berichte vorgesehen, die der weiteren Sensibilisierung in den Unternehmen dienen und die Fortschritte beim Bezug von Rohstoffen aus zertifizierten Wäldern belegen sollen. Die sechs Prinzipien des Code of Conduct lauten: Aufforderung an die Lieferanten, den Holzeinschlag nach gesetzlichen Vorgaben vorzunehmen. Förderung der nachhaltigen Waldwirtschaft und der Zertifizierung durch Beschaffung legal eingeschlagenen Holzes oder daraus hergestellter Halbstoffe. Implementierung eines Managementsystems zur Umsetzung gesetzeskonformer Holzbeschaffung. Sicherstellung der korrekten Dokumentation der legal eingeschlagenen und beschafften Holzrohstoffe und/oder Zellstoff bzw. Holzstoff. Transparenz gegenüber der interessierten Öffentlichkeit - Vorlage der entsprechenden Dokumente auf Anfrage öffentlicher Stellen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter zur Umsetzung der Prinzipien. |
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Handbuch zum Qualitätsmanagement Altpapier erschienen |
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Ab sofort ist bei der Gesellschaft für Papierrecycling (GesPaRec); Bonn, die zweite Auflage des Handbuchs zum Qualitätsmanagement Altpapier erhältlich. Das vollkommen überarbeitete Handbuch gibt einen kompakten Überblick der verschiedenen Richtlinien und Initiativen zum Qualitätsmanagement Altpapier. So sind neben den europäischen Richtlinien zur verantwortungsvollen Beschaffung und Qualitätskontrolle von Altpapier auch die freiwilligen Initiativen zur Rücknahme und zum Recycling von Papier auf nationaler sowie europäischer Ebene dargestellt. Zusätzlich enthält das Handbuch die wichtigsten Kennzahlen zum Altpapier in Deutschland und Europa. Das Handbuch ist zum Preis von 26 Euro zzgl. MwSt. und Porto bei der GesPaRec zu beziehen.
E-mail: recycling@gesparec.de. |
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Europaweit einheitliches Kennzeichnungssystem für die Papier-Recyclingindustrie |
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Das international agierende Kölner Rohstoffhandelsunternehmen ISR Interseroh Rohstoffe GmbH unterstützt die gemeinsame Initiative des Verbandes der Europäischen Papierindustrie (CEPI) und der Europäischen Föderation der Entsorgungswirtschaft (FEAD) für ein europaweit einheitliches Kennzeichnungssystem für Altpapierballen. Mit dem "European Paper Identification System" soll sichergestellt werden, dass sowohl aktuelle als auch zu erwartende gesetzliche Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Altpapierlieferungen auf europäischer Ebene erfüllt werden. Damit sollen illegale Abfallexporte verhindert und die Qualität der jeweiligen Papierballen garantiert werden.
Über 50 Mio. t Altpapier werden in Europa jährlich von den Papierfabriken für die Neuproduktion eingesetzt. Geliefert wird das Altpapier von Unternehmen wie Interseroh, die europaweit Lastwagen mit dem Sekundärrohstoff beladen und ihn unter Logistikgesichtspunkten optimal gebündelt der europa- und weltweit zunehmend konsolidierten Papierindustrie zur Verwertung zuführen. "Bisher wurden Vorgaben für die Kennzeichnung von Altpapier auf nationaler Verbandsebene oder sogar rein bilateral zwischen Lieferanten und Abnehmern vereinbart. Dadurch sind innerhalb von Europa zahlreiche unterschiedliche Systeme entstanden, welche den zunehmend grenzüberschreitenden Handel erschweren", sagt Interseroh-Geschäftsführer Dr. Eric Bernhard. "Das neue System stellt einen erstmalig europaweit einheitlichen Standard für die Kennzeichnung von Altpapierballen dar, der der Qualitätssicherung dient und den administrativen Aufwand reduziert."
Das System habe jedoch lediglich Empfehlungscharakter und begrenze die Offenlegung auf die direkte Lieferanten-Abnehmer-Beziehung, betonte Bernhard, der als Vorsitzender der FEAD-Kommission in Brüssel für die europäische Entsorgungswirtschaft die Verhandlungen mit CEPI führt. An einer Veröffentlichung der vertraulichen Lieferantenbeziehungen entlang der gesamten Lieferkette seien weder die nationalen Mitgliedsverbände der FEAD - etwa in Deutschland der Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) - noch Interseroh als europaweit im Altpapierhandel tätiges Unternehmen interessiert. Damit würden schließlich Geschäftsgeheimnisse missachtet und Kundenbeziehungen von Zwischenhändlern gefährdet. Stattdessen solle sichergestellt werden, dass der letzte Lieferant und die Sorte eines jeden Altpapierballens sowohl über die Frachtpapiere als auch am Ballen selbst eindeutig zu erkennen seien. Dieses Vorgehen diene der besseren Rückverfolgbarkeit bei Reklamationen.
Ziel der Industrieverbände müsse es sein, auf Verbandsebene europaweit Lösungen zu finden, um Vorgaben der EU-Gesetzgebung praktikabel umzusetzen. So sei auch der "Annex 7" der europäischen Abfallverbringungsverordnung, welcher als behördlich verbindliches Formular die Nachvollziehbarkeit der Lieferkette im grenzüberschreitenden Altpapierhandel innerhalb Europas für den Endabnehmer erzwinge, für Bernhard eine klare Verletzung von Geschäftsgeheimnissen. Hier gelte es, pragmatische Lösungen zu finden, welche der Qualitätssicherung gleichermaßen dienten, ohne dem Zwischenhandel den erforderlichen Vertrauensschutz zu entziehen. Das "European Paper Identification System" ziele genau in diese Richtung.
Das System von FEAD und CEPI sieht einen mehrstelligen Nummerncode vor, der auf den Lieferpapieren verzeichnet ist und mit dem die Ballen mittels Aufsprayen oder Label gekennzeichnet sind. In den weiteren Verhandlungen gehe es nun darum, die Umsetzung in Form von Empfehlungen zu technischen Lösungen zu konkretisieren, so Bernhard, wobei die Minimierung der Kosten für die Altpapierindustrie im Vordergrund stehen müsse. Für die ab Februar geführten weiteren Gespräche zwischen FEAD und CEPI hofft er dabei auch auf die Teilnahme der Delegation der European Recovered Paper Association (ERPA). Diese ist in Deutschland durch den Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) vertreten. Damit wären die hierfür wesentlichen Industrieverbände am Verhandlungstisch vertreten. |
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Reststoffe in der Papierindustrie - mehr Nutzen für Umwelt und Papierfabriken |
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Ende November stellte unter anderem das bifa Umweltinstitut, Augsburg, in der Papierfabrik des finnischen UPM-Konzerns in Schongau die Ergebnisse einer Untersuchung zur Optimierung der Verwertung von Reststoffen in der bayerischen Papierindustrie vor. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hatte die Studie im Rahmen des Umweltpakts Bayern in Kooperation mit dem Verband Bayerischer Papierfabriken beim bifa Umweltinstitut in Auftrag gegeben. Als weitere Projektpartner wirkten die Forschungsstelle für Energiewirtschaft und die Papiertechnische Stiftung mit. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die bereits heute praktizierte betriebsnahe Verwertung von Reststoffen zur Wärme- und Stromerzeugung die Umwelt deutlich entlastet. Neu entwickelte Szenarien zeigen überdies ein klares Potenzial zur Kostensenkung bei gleichzeitig höheren Umweltentlastungen insbesondere aus der energetischen Verwertung.
Zunächst wurden die Umweltwirkungen der bestehenden Entsorgungswege mit dem Instrument der Ökoeffizienzanalyse untersucht. Schon im Untersuchungsjahr 2004 wurden die etwa 1,39 Mio. t Reststoffe nahezu vollständig verwertet. Die Analyse zeigt, dass die Umwelt auf diese Weise schon damals erheblich entlastet wurde. Hauptursache dieses Effektes sind die energetische Verwertung der Abfälle sowie ihre Verwertung in der Ziegel- und Zementindustrie und die damit verbundene energetische und stoffliche Nutzung. Neben vielfältigen Entlastungen in anderen Bereichen wirkt sich dies auch auf den Treibhauseffekt vorteilhaft aus. Im Jahr 2004 wurde die Umwelt durch die Verwertung der Reststoffe um 338 Mio. kg Kohlendioxid entlastet. Das entspricht der Gesamtmenge an Treibhausgasen, die 28.610 Einwohner im Jahr verursachen. Die Kosten für Entsorgung beliefen sich dabei auf ca. 26,2 Mio. Euro.
Das Projekt zeigt aber auch, wie diese positiven Wirkungen auf die Umwelt künftig noch einmal deutlich verbessert werden können. Bemerkenswert ist, dass zugleich Möglichkeiten bestehen, die Kosten der Entsorgung zu senken. Durch Verschiebung von Reststoffmengen zwischen den bestehenden Entsorgungswegen sieht die Studie ein Potenzial für eine Kostensenkung um bis zu 25%. Gleichzeitig würde die Umwelt in fast allen Bereichen noch weiter entlastet.
Weitere Fortschritte für Umwelt und Kosten könnten sich in Zukunft ergeben, wenn Abfallströme unternehmensübergreifend gebündelt und an wenigen Standorten der Papierindustrie bei ganzjähriger Abwärmenutzung in großen Anlagen verwertet würden, statt wie bisher auch in vielen externen Anlagen. Diese Erkenntnis ist bei UPM Schongau bereits realisiert. Hier wird ein Kraftwerk betrieben, das die Reststoffe der beiden UPM-Werke in Augsburg und Schongau zur Strom- und Wärmeerzeugung nutzt - das größte seiner Art in der bayerischen Papierindustrie.
Der Projektbericht mit detaillierten Ausführungen und Ergebnissen ist als bifa-Text Nr. 39 unter www.bifa.de erhältlich. |
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13.
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Biokraftstoffherstellung auf Holzbasis |
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Der norwegische Norske Skog-Konzern will in Kooperation mit dem norwegischen Waldbesitzern ein Jointventure-Unternehmen gründen mit dem Ziel, aus Holz Biokraftkraftstoffe zu entwickeln und zu produzieren. Im Norske Skog-Werk Follum soll der Prototyp einer solchen Produktionsstätte für Biodiesel entstehen. An der neuen Gesellschaf hält Norske Skog 60% der Anteile und die Forstbesitzer 40%. Beide Parteien wollen für die Pilotanlage 4 Mio. Euro bereitstellen. Der Vorstandsvorsitzende von Norske Skog, Christian Rynning-Tønnesen, weist darauf hin, dass das Unternehmen Kompetenzen in der Prozessindustrie hat, und das Werk Norske Skog über eine gute Infrastruktur verfügt. Ziel des norwegischen Konzerns ist es, in größerem Rahmen Biodiesel herzustellen. In einem neuen Werk könnten dann 1 bis 1,5 Mio. m3 Holz pro Jahr zu 65.000 bis 100.000 t Biodiesel umgewandelt werden. Dies entspräche 4 bis 6% des Gesamt-Dieselverbrauchs von Norwegen auf dem Transportsektor. Langfristiges Ziel sei es, ein weltweit tätiges Unternehmen zu entwickeln, das sich mit der Produktion und dem Verkauf von Biodiesel beschäftigt. Die Investition für einen Prototyp zur Produktion von Biodiesel in Follum wird auf 13,5 bis 27 Mio. Euro geschätzt. |
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I.
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Dr. Danie Cronjé |
Dr. Danie Cronjé (61) wird neuer non-executive chairman beim südafrikanischen Sappi-Konzern. Er tritt die Nachfolge von Eugene van As an, der in den Ruhestand geht. Cronjé war mehr als zehn Jahre Vorsitzender der ABSA Group, einer führenden südafrikanischen Bankenorganisation, an der Barclays die Mehrheit hält. Dort arbeitete der neue Mann seit 1975.
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II.
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Deutschland
Die Roadshow "Klimaschutz bei Printmedien" des Fachverbandes Medienproduktioner (f:mp.) informiert über die Produktion umweltverträglicher Medien für die Druckindustrie. Ausgewiesene Experten zeigen auf, wie Klimaschutz aktiv umgesetzt werden kann, z. B. bei der Optimierung von Arbeitsabläufen. Außerdem stehen Vorträge zum Thema Ökostrom, Energieeffizienz, umweltverträgliche Papierproduktion und Zertifizierung auf dem Plan. Partner der Roadshow sind: ClimatePartner, Enoplan, NaturEnergie, UPM und Koenig & Bauer. Termine der Roadshow: 5. März Düsseldorf, 6. März Hamburg, 10. März Stuttgart, 13. März Berlin, 1. April Braunschweig und 8. April Frankfurt a.M. Weitere Informationen zur Roadshow im Internet.
www.f-mp.de/content/service/
Die GMP Gesellschaft für Marketing und Public Relations mbH, München, veranstaltet am 5. März 2008 in Stuttgart den 46. Intra-Logistik-Workshop "Anforderungen an die Lagerung und Transport von Papierrollen". Themenschwerpunkte sind Qualitätsmanagement in Produktion und Logistik, integrierter Material- und Informationsfluss, Verlade- und Lagertechniken für die Druckindustrie, Besichtigung Pressehaus Stuttgart Druck. Nähere Informationen unter Tel. (0 89) 92 88 00 01 oder per E-Mail.
info@gmp-muenchen.de
Meister ist, wer führen kann! Das Trainings- und Beratungsunternehmen TMM veranstaltet am 11. und 12. März 2008 in München eine "Führungswerkstatt für Instandhaltungsmeister". Nähere Informationen zum Seminar können Interessenten anfordern unter Tel. (0 89) 1 40 35 32, Fax: (0 89) 1 43 37 947 oder per E-Mail.
eva.winkler@tmm-muenchen.de
Finnland
Der finnische Ahlstrom-Konzern möchte seine Preise für flexible Verpackungen, metallisierte Papiere sowie Büro- und grafische Papiere wegen eines kontinuierlichen Anstiegs der Rohmaterial- und Energiekosten um einen nicht näher bezeichneten Prozentsatz erhöhen.
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III.
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IV.
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erscheint am
02.04.2008
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Kartoner-
zeugung und
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Vorbericht zur
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