Allgemeine Papier-Rundschau
132. Jahrgang

27. Februar 2009

Erscheint 2 x im Monat

INHALT
1.
Emin-Leydier blieb 2008 deutlich unter Umsatzerwartung
2.
M-real stellt Kartonmaschinen ab
3.
Myllykoski reduziert Produktion weiter
4.
Stora Enso mit deutlichem Gewinneinbruch
5.
UPM mit hohem operativem Verlust im vierten Quartal 2008
6.
Paperworld mit deutlichem Besucherrückgang
7.
International Paper schließt schottisches Werk Inverurie
8.
Mondi mit Gewinnwarnung
9.
Voith Paper möchte 900 Stellen abbauen
10.
bvdm bezeichnet Lohnforderung von ver.di als unrealistisch
11.
Burgo Group: Neues Kombi-Kraftwerk zur Verringerung der Emissionen in Villorba
12. Lack- und Druckfarbenhersteller in Deutschland in einem Verband vereinigt
13. IG PARO fordert staatliche Hilfe für die Altpapierbranche
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Umsatzwachstum der Papier verarbeitenden Industrie trotz schwierigem Umfeld - Trübe Aussichten für 2009


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

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1.
Emin-Leydier blieb 2008 deutlich unter Umsatzerwartung

Die bei Lyon ansässige, familiengeführte französische Papiergruppe Emin-Leydier konnte im vergangenen Jahr ihre Umsatzerwartungen von 400 Mio. Euro nicht erfüllen. Emin-Leydier setzte lediglich 330 Mio. Euro (minus 8%) um. Wie der Chef des Wellepappenrohpapier- und Wellpappenherstellers Philippe Leydier erklärte, habe das Unternehmen bis zur Jahresmitte 2008 ungefähr auf der Linie der Erwartungen gelegen, danach sei alles eingebrochen. Der größte Schlag war der Verkaufsrückgang beim Hauptkunden für Wellpappenpackmittel, dem Mineralwasserhersteller Evian. Im selben Geschäftsfeld haben sich danach auch rasch die Probleme der heimischen Autoindustrie bemerkbar gemacht. Vorangegangen war schon im Juli und August eine außerordentlich schlechte Obst- und Gemüsesaison mit entsprechenden Auswirkungen auf das Kartonsteigengeschäft. Ertragszahlen nannte das Familienunternehmen nicht.

Emin-Leydier hat sich seither nach Kräften um Schadensbegrenzung bemüht und starke Einschnitte im Personalbestand vorgenommen. Weitere sollen folgen, nicht ausschließen will die Gruppe auch Kurzarbeit. Die Krise trifft das Unternehmen im ungünstigsten Augenblick, denn die Firma hatte in den Jahren 2002 bis 2006 rund 210 Mio. Euro in ihre Maschinen und Anlagen investiert, insbesondere in eine neue Fabrik bei Nogent-sur-Seine in der Champagne, die auf die Herstellung von Wellpappenrohpapieren aus Sekundärrohstoffen mit niedrigen Grammaturen ab 60 g spezialisiert ist und gerade erst die volle Kapazität erreicht hatte.

Die darauf gegründete Hoffnung, nunmehr gezielt den Abbau der Nettoverschuldung in Angriff nehmen zu können, hat sich jetzt ebenso erledigt wie das Vorhaben, Eigenmittel am Kapitalmarkt zu erhalten. Dennoch hielten die Banken dem Unternehmen weiter die Stange, versicherte Philippe Leydier gegenüber der Presse, "denn wir haben Ihnen gegenüber immer mit offenen Karten gespielt und mit der Wahrheit nie hinterm Berg gehalten." Der Bankenpool setzt sich zusammen aus der Lyonnaise des Banques, Natexis, dem Crédit Lyonnais und der Société Générale. Er sei fest geschmiedet. Dies sei nötig, um die aktuelle Phase überstehen zu können.

Für das neue Jahr rechnet Leydier mit einem "desaströsen ersten Halbjahr", geht danach aber ab September von einem Wiederanziehen der Konjunktur aus. Das als akzeptierbar bezeichnete Betriebsergebnis 2008 dürfte sich in diesem Jahr sogar noch erhöhen, gestützt auf einen "Défi 2010" genannten Plan, der in Einkauf und Arbeitsorganisation Einsparungen in Höhe von 10 Mio. Euro erbringen soll. - jb

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Umsatzwachstum der Papier verarbeitenden Industrie trotz schwierigem Umfeld - Trübe Aussichten für 2009

Die Branchenkonjunktur der Papier, Karton und Pappe verarbeitenden Industrie ist trotz der weltweiten Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr weiter positiv verlaufen. Wie die Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung (WPV) mit Sitz in Darmstadt mitteilen, lagen die Umsätze mit Papier- und Pappewaren 2008 mit rund 17,97 Mrd. Euro erneut um 6,5% über dem Vorjahr, wobei die Umsätze auf den inländischen Märkten um 6,4% und im Ausland um 6,8% zulegen konnten. Bei Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe betrug das Umsatzwachstum im gleichen Zeitraum 4,6%. Allerdings resultiert die positive Umsatzentwicklung der Branche maßgeblich aus Kosten- und Preiseffekten, so die WPV.

Die Unternehmen stellten im vergangenen Jahr nach mehrjährigen Rückgängen auch wieder mehr Mitarbeiter ein. Die Zahl der Beschäftigten lag mit jahresdurchschnittlich 82.000 um 2,5% über 2007.

Das vom Münchner ifo Institut ermittelte Geschäftsklima hat sich dennoch im Jahresverlauf kontinuierlich verschlechtert und zum Jahreswechsel 2008/2009 einen historischen Tiefststand erreicht. Auch die ersten vorliegenden Zahlen des laufenden Jahres lassen eine deutliche Eintrübung der Konjunkturaussichten der Branche für 2009 erkennen. Auftragslage, Umsätze und Kapazitätsauslastung sind angesichts der allgemeinen Wirtschaftskrise bereits seit Oktober des vergangenen Jahres rückläufig.

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2.
M-real stellt Kartonmaschinen ab

Der finnische M-real-Konzern hat seine Kartonproduktion in seinen Fabriken gedrosselt, um der geringeren Nachfrage gerecht zu werden. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Nachfrage nach Faltschachtelkarton im letzten Quartal 2008 rapide zurückging. Zu Beginn des Jahres 2009 habe sich die Situation zwar kurzfristig verbessert, aber die Auftragslage sei deutlich schwächer als im Jahr zuvor. Das Unternehmen möchte seine Produktion in den nächsten Monaten um etwa 20% verringern. Die bisher erreichten Preisanhebungen seien nicht ausreichend, um die höheren Rohstoffpreise der letzten Jahre auszugleichen. Deshalb sei die Profitabilität nach wie vor ungenügend. M-real möchte im weiteren Jahresverlauf die Preise für Karton erhöhen, so Mika Joukio, der Leiter von M-real Karton.

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3.
Myllykoski reduziert Produktion weiter

Die vom finnischen Myllykoski-Konzern für das letzte Quartal 2008 angekündigte Kapazitätsreduktion von 35.000 t hat in Verbindung mit einer Optimierung der Lagerbestände zu einer tatsächlichen Reduktion von 50.000 t geführt.

Das Unternehmen hat jetzt entschieden, die Produktion der europäischen Werke in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 weiter zu drosseln. Betroffen sind gestrichene sowie ungestrichene Sorten. Gegenwärtige Planungen gehen von einer Reduktion von 110.000 bis 135.000 t aus. Die bereits in 2009 durchgeführten Maßnahmen betrafen mehrheitlich die LWC- und die aufgebesserten SC-Papiere. Mit dieser Entscheidung reagiert Myllykoski auf die schwache Konjunktur und die damit einhergehende nachlassende Nachfrage. Myllykoski legt den Fokus weiterhin auf Preiserhöhungen sowie Lagerbestandssteuerung und wird bei Bedarf weitere Maßnahmen einleiten.

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4.
Stora Enso mit deutlichem Gewinneinbruch

Der finnische Stora Enso-Konzern, Helsinki, musste im abgelaufenen Jahr Umsatzrückgänge von mehr als 800 Mio. Euro auf 11,03 Mrd. Euro hinnehmen. Dabei fiel ein hoher Nachsteuerverlust von 893,8 Mio. Euro (i. Vj.: 20,2 Mio. Euro Gewinn) an. Operativ verdiente das Unternehmen im abgelaufenen Jahr noch 338,4 Mio. Euro (i. Vj.: 861,1 Mio. Euro). Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jouko Karvinen sei der Nachfrageeinbruch bei den Verbrauchern im letzten Quartal 2008 so schwer wie erwartet gewesen. Das Unternehmen habe mit einer deutlichen Einschränkung der Produktion im Umfang von 15 bis 30% seiner Gesamtkapazität reagiert. Dies wirkte sich stark negativ auf den operativen Gewinn aus, habe das Umlaufkapital um ca. 200 Mio. Euro und die Kapitalausgaben um 25 bis 30% gegenüber der Planung verringert. Über die Abstellmaßnahmen sei es außerdem gelungen, bedeutsame Preisanhebungen zu erreichen, so bei Zeitungsdruckpapier, Magazinpapier, Karton und gestrichenen Feinpapieren.

Die erste Jahreshälfte 2009 schätzt Karvinen mindestens genauso herausfordernd ein wie das Ende 2008. Stora Enso konzentriert sich weiter auf die Preisqualität und den Cashflow. Außerdem hat das Unternehmen Liquiditätsrisiken reduziert und seine kurzfristigen Verbindlichkeiten seit Mitte 2007 verringert. Um die Kapazitäten der geringeren Nachfrage anzupassen, hat Stora Enso Verhandlungen darüber begonnen, zeitweise Schließungen in Finnland, Deutschland, Schweden und in anderen Ländern durchzuführen. Man wolle zeitweise Produktionseinschränkungen so lange wie notwendig vornehmen. Die Nettoverbindlichkeiten erhöhten sich im Jahresverlauf um 170 Mio. Euro auf 3,124 Mrd. Euro. Die langfristigen Schulden verringerten sich im Jahresverlauf um mehr als 400 Mio. Euro auf 3,445 Mrd. Euro. Ungenutze Kreditlinien und Bargeld oder bargeldähnliche Reserven betrugen in Summe unverändert 1,8 Mrd. Euro. 136 Mio. Euro gab der Konzern für Energieanlagen und ähnliche Projekte aus. In Forstplantagen in Südamerika und China investierte die Firma 100 Mio. Euro, in Wellpappenwerke in Russland und Osteuropa 40 Mio. Euro.

Insgesamt lieferte Stora Enso im abgelaufenen Jahr 11,8 Mio. t (i. Vj.: 12,477 Mio. t) Papier und Pappe aus. Allein im letzten Quartal betrug der Rückgang fast 10%, die ausgelieferte Menge lag bei 2,85 Mio. t. Bei Wellpappe war die Produktion mit 1,07 Mrd. m2 (minus 20 Mio. m2) im Gesamtjahr etwa auf Vorjahresniveau.

Entwicklung der einzelnen Segmente
Im Bereich Zeitungsdruck und Papier für Bücher lag der Jahresumsatz bei 1,595 Mrd. Euro (minus 8,1%) - vgl. Tabelle. Grund für diese Verringerung war unter anderem die Schließung des finnischen Werkes Summa. Der operative Gewinn fiel um 33% auf 140,8 Mio. Euro. Insgesamt seien die Läger aller Produzenten zum Jahresende deutlich niedriger als im Jahr zuvor gewesen. Die europäische Nachfrage nach Zeitungsdruck entwickelte sich schwächer, Importe aus Nordamerika gingen gegenüber dem Jahr 2007 deutlich zurück.

Bei Magazinpapieren fielen die Umsätze um 5% auf 2,177 Mrd. Euro bei einem deutlich verbesserten operativen Gewinn von 88,8 Mio. Euro (i. Vj.: 50,9 Mio. Euro). Die Gewinnverbesserung resultiert unter anderem aus der Tatsache, dass das Zellstoffwerk Norrsundet und die Papiermaschine 3 im deutschen Werk Kabel mit einer jährlichen Kapazität von 140.000 t gestrichener Magazinpapiere dauerhaft geschlossen wurden. Im Zellstoffwerk Skutskär im Schweden soll im ersten Quartal 2009 ebenfalls die Produktion eingeschränkt werden. Die ausgelieferte Menge in diesem Bereich fiel über das Jahr betrachtet um fast 10% auf 2,786 Mio. t. Die Nachfrage nach ungestrichenen Magazinpapieren bezeichnet Stora Enso als stärker, die nach gestrichenen Magazinpapieren als deutlich schwächer im Vergleich zum Vorjahr.

Im Bereich Feinpapiere kam es ebenfalls zu deutlichen Umsatzrückgängen von 8% auf 2,112 Mrd. Euro bei einem deutlich verringerten operativen Gewinn von 80,4 Mrd. Euro (i. Vj.: 163,7 Mio. Euro). Fast gleich fiel auch die ausgelieferte Menge um etwa 9% auf 2,733 Mio. t. Stora Enso weist darauf hin, dass in China die Nachfrage nach gestrichenen Feinpapieren deutlich abgeschwächt sei, und sich die Preise dort erheblich verringert hätten.

Im Konzernbereich Karton fielen die Umsätze um 12,6% auf 2,232 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 107,3 Mio. Euro (i. Vj.: 158 Mio. Euro). Im Einklang mit dem Umsatzrückgang verringerte das Unternehmen die ausgelieferte Menge um 12,2% auf 2,442 Mio. t. Wesentliche Ursache für die Verringerung war die Schließung des deutschen Kartonwerkes Baienfurt, aber auch geplante Instandhaltungsmaßnahmen und Produktionseinschränkungen. Zwar nahm die ausgelieferte Menge ab, die Preise in Euro stiegen jedoch im Vergleich zum Vorjahr.

Bei industriellen Verpackungen gingen die Umsätze um 0,6% auf 1,077 Mrd. Euro zurück. Dabei fiel der operative Gewinn um ca. 40 Mio. Euro auf 73,9 Mio. Euro. Im vierten Quartal betrug der Umsatzrückgang 12% auf 242,5 Mio. Euro und der operative Gewinn noch 6,2 Mio. Euro.

Aussichten
In Europa rechnet der Vorstand weiterhin mit einer schwachen Nachfrage für alle Produkte des Unternehmens. Dies soll mindestens bis zur Hälfte des Jahres 2009 so bleiben. Zeitweilige und dauerhafte Schließungen von Produktionskapazitäten haben allerdings die Balance zwischen Angebot und Nachfrage verbessert, speziell bei Magazinpapieren und gestrichenen Feinpapieren. Für Holzprodukte sieht der Vorstand sehr schwache Märkte, da sich in allen Regionen die Bauaktivitäten stark verlangsamten. In Europa sei es gelungen, auf lokaler Ebene einige Preise zu erhöhen. Dies gelte vor allem für Zeitungsdruckpapiere, Magazinpapiere sowie gestrichene Feinpapiere und Karton. Bei ungestrichenen Feinpapieren bestehe weiter Preisdruck nach unten. Eine Vorhersage über die Umsatz- und Ertragsentwicklung machte der Vorstand nicht.

Stora Enso - Umsatz und operativer Gewinn in Mio. Euro
Umsatz Q3/08 Q4/08 2008 2007
Zeitungsdruck- und Buchpapier 405,2 414 1594,7 1734,9
Magazinpapier 544,9 544,3 2177 2296,3
Feinpapier 543,9 484,8 2111,7 2156,2
Verbraucherkarton 563,9 506,3 2231,9 2300,9
industrielle Verpackungen 273,1 242,5 1076,5 1083,5
Holzprodukte 366,2 348,7 1503,3 1853,1
Sonstiges u. Wertberichtigung 25,5 61,9 333,7 423,6
laufende Geschäfte 2722,7 2602,5 11028,8 11848,5
eingestellte Geschäfte 0,4 -1,8 708,7 3913,3
Wertberichtigung 0 0,9 -179,3 -618,3
Konzernumsatz gesamt 2723,1 2601,6 11558,2 15143,5

Operativer Gewinn/Verlust
Zeitungsdruck- und Buchpapier 25,7 48 125,6 101,9
Magazinpapier -11,3 0,6 28,4 -398,1
Feinpapier 31,6 -409,4 -313,8 152,1
Verbraucherkarton -140,7 -114,6 -194,1 -41,3
industrielle Verpackungen 1,8 -39,2 9,3 105
Holzprodukte -22,3 -98,9 -155,5 32,6
Sonstiges -25,1 -133,5 -227,2 -116,6
Ergebnisanteil der Tochtergesellschaften 1,6 -37,2 0,7 341,3
Operativer Gewinn/Verlust (IFRS) -138,7 -784,2 -726,6 176,9
Finanzposten, netto -23 -61,4 -167,2 -156,7
Gewinn/Verlust vor Steuern u. Ausgleichsposten -161,7 -845,6 -893,8 20,2
Einkommenssteueraufwendungen 42,6 191 214,8 -7,4
Nettogewinn/-verlust aus laufenden Geschäften -119,1 -654,6 -679 12,8
Nettogewinn/-verlust nach Steuern aus eingestellten Geschäften 0,9 0,1 4,4 -225,2
Nettogewinn/-verlust -118,2 -654,5 -674,7 -212,4

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5.
UPM mit hohem operativem Verlust im vierten Quartal 2008

Der finnische UPM-Konzern musste im vierten Quartal einen operativen Verlust von 286 Mio. Euro (i. Vj.: 142 Mio. Euro Gewinn) hinnehmen. Im Gesamtjahr 2008 sank der Umsatz um fast 600 Mio. Euro auf 9,461 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 24 Mio. Euro (i. Vj.: 486 Mio. Euro). Der Nettoverlust in 2008 lag bei 180 Mio. Euro (i. Vj.: 81 Mio. Euro Gewinn). Mit Ausnahme des neu bilanzierten Bereichs Energie wiesen alle Geschäftsbereiche des Konzerns eine geringere Profitabilität aus. Der operative Gewinn wurde durch hohe Einmalaufwendungen bzw. Neubewertungen von insgesamt 486 Mio. Euro gemindert. Alleine im Papierbereich betrugen die Wertberichtigungen 379 Mio. Euro. Im vierten Quartal fielen die Umsätze um 8% auf 2,31 Mrd. Euro. Höhere Papierpreise wurden in diesem Zeitraum durch geringere Abnahmemengen mehr als kompensiert.

Die Nettoverbindlichkeiten zum Jahresende betrugen 4,321 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,973 Mrd. Euro), die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter fiel im Jahresdurchschnitt auf 26.017 (minus 2219). Ursächlich hierfür waren vor allem Schließungsmaßnahmen und Rationalisierungsprogramme. Zu den wesentlichen Investitionsprojekten gehörte die Fertigstellung einer neuen Rückgewinnungsanlage im Zellstoffwerk Kymi. Dieses sich über mehrere Jahre hinwegstreckende Projekt kostete 360 Mio. Euro. Weiter investierte UPM in ein neues Werk für Selbsklebeetikettenpapier im polnischen Wroclaw (94 Mio. Euro) und eine Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energie im schottlichen Irvine bzw. im dortigen Werk Caledonian. Die Gesamtinvestitionen hier belaufen sich auf 75 Mio. Euro, die neue Anlage soll im zweiten Quartal 2009 in Betrieb genommen werden.

Das laufende Programm zur Steigerung der Profitabilität wurde 2008 beendet und bewirkte, dass sich die Zahl der Mitarbeiter in zwei Jahren um 4300 verringerte. Dies erbrachte jährliche Einsparungen von 190 Mio. Euro.

Einzelne Geschäftsbereiche
Im neu ausgewiesenen Geschäftsbereich Energie stiegen die Umsätze im Jahr 2008 auf 478 Mio. Euro (i. Vj.: 379 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 175 Mio. Euro (vgl. Tabelle). Ursächlich für die hohen Erträge war ein vergleichsweise hoher Elektrizitätspreis von 42,30 Euro pro Megawattstunde (plus 30% im Jahresverlauf), aber auch ein hohes Volumen an Wasserkraft, das genutzt wurde. Im Jahr 2008 seien die Märkte nach wie vor durch Lebhaftigkeit gekennzeichnet gewesen. Insgesamt produzierte UPM 3,8 Terrawatt (plus 21%) aus Wasserkraft.

Der Bereich Zellstoff konnte seine Umsätze auf 944 Mio. Euro steigern (vgl. Tabelle). Der operative Gewinn fiel allerdings auf 89 Mio. Euro. Bis Oktober des vergangenen Jahres stiegen die Zellstoffpreise in Euro deutlich. Danach kam es zu einem ebenso klaren Preisverfall. Bis Jahresende fiel der Preis für Langfaserzellstoff nach UPM-Angaben auf 458 Euro pro Tonne.

Sehr hoher operativer Verlust bei Papier
Die Umsätze im mit Abstand größten Geschäftsbereich Papier fielen auf 7,01 Mrd. Euro bei einem operativen Verlust von 129 Mio. Euro (vgl. Tabelle). Die ausgelieferte Menge an Publikationspapieren sank auf 7,09 Mio. t (minus 440.000 t). Bei Fein- und Spezialpapieren setzte das Unternehmen 3,551 Mio. t (minus 308.000 t ab. Im letzten Quartal gelang es auch aufgrund von Abstellmaßnahmen, die Lagerbestände für Papier deutlich zu senken. Im August stoppte UPM seine Produktion im kanadischen Werk Miramichi. Die Papiermaschine 4 im finnischen Werk Kajaani und die Papiermaschine 2 im deutschen Werk Nordland standen zeitweise. Kajaani, mit einer Kapazität von 640.000 t Zeitungsdruck- und ungestrichenen Magazinpapieren, wurde im Dezember 2008 geschlossen. Dabei waren Sonderabschreibungen von insgesamt 101 Mio. Euro notwendig. Außerdem waren in dem Geschäftsbereich Papier Wertberichtigungen beim aktivierten Goodwill in Höhe von 230 Mio. Euro nötig.

Im Geschäftsbereich Etiketten setzte UPM mit 959 Mio. Euro ebenfalls weniger um (vgl. Tabelle). Dabei entstand ein operativer Verlust von 26 Mio. Euro (i. Vj.: 60 Mio. Euro Gewinn). Bis zum Sommer sei die Nachfrage nach Etikettenmaterialien in Europa vergleichsweise stabil gewesen, im vierten Quartal ging sie jedoch stark zurück. Auf das Jahr betrachtet, betrug der Nachfragerückgang 3%.

Im Bereich Holz und Sägeprodukte betrugen die Jahresumsätze 1,92 Mrd. Euro bei einem operativen Verlust von 49 Mio. Euro (i. Vj: 201 Mio. Euro Gewinn). Insgesamt sei die Nachfrage nach Rohholz rückläufig, unter anderem auch wegen einer schwächeren Marktsituation in der Bauindustrie. In Finnland blieb der Markt für Holzfasern bis Anfang des vierten Quartals vergleichsweise stabil, danach gingen die Preise zurück. Die Holzverkäufe im finnischen Holzmarkt fielen um 25% im Vergleich zum Jahr 2007. Die russische Regierung, die ursprünglich den Zoll für Rundhölzer von 15 auf 50 Euro/m3 erhöhen wollte, hat diese Pläne im November verschoben und angekündigt, die neue Zollregelung solle im Oktober/Dezember 2009 eingeführt werden.

Aussichten
Das Wirtschaftswachstum in den wesentlichen Märkten von UPM soll sich verringern. Dies wird einen Effekt auf die Verbrauchernachfrage, die Bauaktivitäten und die Werbeausgaben in den Medien und damit auch auf grafische Papiere haben. UPM wird deshalb seine Produktion einschränken. Der Vorstand rechnet außerdem mit einem Nachgeben bei den Elektrizitätspreisen. Die gesamte ausgelieferte Papiermenge soll im Jahr 2009 geringer sein. Der Durchschnittspreis für UPM-Papiere ist im ersten Quartal 2009 zwar höher als im vierten Quartal 2008, die ausgelieferte Menge soll allerdings weiter fallen.

UPM - Umsatz und Gewinn in Mio. Euro
Umsatz Q4/08 Q3/08 Q2/08 Q1-Q4/08 Q1-Q4/07
Energie 141 129 103 478 379
Zellstoff 200 228 247 944 808
Forst und Holz 419 475 518 1920 2039
Papier 1750 1761 1727 7011 7328
Etiketten 233 239 245 959 998
Sperrholz 102 121 150 530 591
Sonstige Geschäfte 34 52 66 200 450
Interner Umsatz -564 -647 -678 -2581 -2558
Umsatz gesamt 2315 2358 2378 9461 10035

Operativer Gewinn/Verlust
Energie 62 49 31 175 95
Zellstoff -76 60 38 89 145
Forst und Holz -63 -38 17 -59 201
Papier -126 -114 60 -129 -137
Etiketten -38 1 8 -26 60
Sperrholz -10 -2 19 28 50
Sonstige Geschäfte -35 4 -16 -54 69
Operativer Gewinn/Verlust gesamt -286 -40 157 24 483
% vom Umsatz 12,4 -1,7 6,6 0,3 4,8

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6.
Paperworld 2009 mit deutlichem Besucherückgang

Die in diesem Jahr 2009 auf drei Tage verkürzte Frankfurter Kosumgütermesse Paperworld besuchten 44.000 Einkäufer aus 156 Ländern - ein Rückgang von über 16.000 Besuchern im Vergleich zu 2008. Auch die Zahl der Aussteller sank weiter auf 2054 (2008: 2240, 2007: 2437). Die Nettoausstellungsfläche der Paperworld verringerte sich auf 68.700 m2 (2008: 72.677 m2, 2007: 81.134 m2, 2006: 82.000 m2). Nach den Worten von Dr. Michael Peters, dem Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH, bestimmt nicht mehr nur die Anzahl der Besucher alleinig den Erfolg, sondern vielmehr Bedeutung, Kaufkraft und damit Qualität derselben. Die ausstellende Industrie sei, so Peters, mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

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7.
International Paper schließt schottisches Werk Inverurie

Der US-amerikanische International Paper-Konzern hat sich entschlossen, sein schottisches Werk Inverurie, das eine Produktionskapazität von 250.000 t ungestrichener Papiere besitzt, zu schließen. Der Umsatz des Werkes dürfte bei 80 Mio. £ gelegen haben, es wurden 530 Mitarbeiter beschäftigt. Das Werk produziert auf zwei Maschinen, eine davon 2,80 m breit, unter anderem Kopierpapiere.

Mary Laschinger, die Präsidentin von International Paper Europe, Mittlerer Osten, Afrika und Russland, bedauerte die Schließung. Trotz dreimonatiger Verhandlungen mit verschiedenen Arbeitnehmervertretern sei es nicht gelungen, ein überlebensfähiges Geschäftsmodell für das Werk zu finden. Nun möchte IP den Mitarbeitern helfen, in einer Übergangsperiode eine neue Anstellung zu finden.

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8.
Mondi mit Gewinnwarnung

Der in Johannesburg und London notierte Mondi-Konzern gab bekannt, dass er im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust von 39 bis 43 Cent je Aktie erwartet. Bei einer Gesamtaktienzahl von 367 Millionen Stück ergäbe dies einen Verlust von geschätzten 130 bis 150 Mio. Euro. Nach der Bekanntgabe verlor die Aktie insgesamt 8% an Wert. Die Marktkapitalisierung von Mondi liegt in London bei 521,5 Mio. £.

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9.
Voith Paper möchte 900 Stellen abbauen

Die Heidenheimer Voith AG beabsichtigt, wegen der Krise in der Papierindustrie weltweit 900 Stellen abzubauen. Dies soll möglichst ohne Kündigungen geschehen. Betroffen sind einzig die Beschäftigten der Division Voith Paper. In Deutschland sollen voraussichtlich 500 Stellen gestrichen werden. Mit den Betriebsräten werden diesbezügliche Gespräche geführt. Daneben befinden sich bei Voith Industrial Services und bei Voith Turbo ca. 360 Beschäftigte in Kurzarbeit.

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10.
bvdm bezeichnet Lohnforderung von ver.di als unrealistisch

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm), Wiesbaden, bezeichnet die ver.di-Forderung nach 5% Lohnerhöhung für die Druckindustrie als vollkommen unrealistisch. Solche Vorstellungen wecken nur falsche Erwartungen und wären für die Unternehmen der Branche nicht tragbar. "Die Rezession ist auch in der Druckindustrie angekommen, und ihr weiterer Verlauf ist überhaupt nicht absehbar", sagt Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer. Anders als die Gesamtindustrie habe sich die Branche noch nicht einmal von der letzten Rezession im Jahr 2001 richtig erholen können und erhalte nun erneut einen Tiefschlag. Durch eine kluge Lohnpolitik der letzten beiden Jahre sei die Entlassungswelle gestoppt worden und dürfe nun nicht durch unangemessene Tariflohnerhöhungen wieder in Gang gesetzt werden. Für die nächsten Monate sei eine Lohnerhöhungspause erforderlich, bis die weitere Entwicklung der Wirtschaftslage wieder einschätzbar sei, so Mayer.

In den vergangenen beiden Jahren mit einer unterdurchschnittlichen Umsatzentwicklung konnten die Mitarbeiter leichte Reallohnzuwächse verzeichnen. Die Umsätze der Druckindustrie stiegen in diesem Zeitraum um 4,5%, die Lebenshaltungskosten um 4,8%, die Tariflöhne aber um 5,1%. Während die Produktion der Gesamtindustrie bis 2008 gegenüber dem Jahr 2000 um mehr als 23% zulegte, sank sie in der Druckindustrie um 0,3% im gleichen Zeitraum. Auch die von ver.di geforderte Ankurbelung der Binnennachfrage und des Konsums sei keine Aufgabe der Unternehmen, die zurzeit über keinen Verteilungsspielraum verfügten, sondern ausschließlich Angelegenheit der staatlichen Wirtschaftspolitik. Angesicht der großen Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Tarifvertragsparteien rechnet Mayer mit schwierigen Verhandlungen.

Die Druckindustrie beschäftigt knapp 175.000 Arbeitnehmer und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von etwa 24 Mrd. Euro. Für 2009 wird mit einem Umsatzrückgang um 2 bis 3% gerechnet. Belastend für die Druckunternehmen ist der Umstand, dass die Kosten für Material und Rohstoffe steigen, während die Preise für Druckleistungen seit Jahren sinken. Besonders Unternehmen, die Produkte in hohen Auflagen produzieren, wie Rollen- und Tiefdruckbetriebe, stehen unter einem hohen Wettbewerbsdruck. Aber auch die Zeitungsbetriebe haben weiter mit fallenden Anzeigenvolumina und sinkenden Auflagen zu kämpfen.

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11.
Burgo Group: Neues Kombi-Kraftwerk zur Verringerung der Emissionen in Villorba

Ein neues Wärmekraftwerk, cogeneration plant genannt - es besteht aus zwei Gasturbinen mit insgesamt 12 MW Leistung zusätzlich zur bestehenden Dampfturbine -, hat die italienische Burgo Group in Villorba in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten, die eine Investition von 12 Mio. Euro erforderten, wurden Ende 2008 abgeschlossen.

Durch diese Investition wird die Stromproduktion erheblich gesteigert, so dass der Stromfremdbezug und der Austritt von Schadstoffen in die Atmosphäre drastisch verringert werden. Der Wirkungsgrad der neuen Anlage entspricht insgesamt 83%. Sie entspricht vollständig den Empfehlungen des Kyoto-Protokolls und steht im Einklang mit den Umweltschutzzielen des Konzerns. In Villorba geht damit die Gesamtbilanz der CO2-Emissionen (als Summe der Emissionen aus der Eigenproduktion und der importierten Energie) von den bisherigen 86.439 t/Jahr auf 77.150 t/Jahr zurück, was eine signifikante Verringerung von 9289 t/Jahr bedeutet. Die NOx-Emissionen pro erzeugter Energieeinheit sinken von den bisherigen 2,15 kg/MWh auf 0,78 kg/MWh.

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12.
Lack- und Druckfarbenhersteller in Deutschland in einem Verband vereinigt

Seit Anfang des Jahres 2009 sind die Hersteller von Druckfarben und Drucklacken zusammen mit den Herstellern von Lacken, Farben und Anstrichmitteln im Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V. (VdL), Frankfurt a.M., vereinigt. Die Lack- und Druckfarbenindustrie in Deutschland repräsentiert einen Umsatz von 6,8 Mrd. Euro und beschäftigt 25.000 Mitarbeiter. Im VdL sind 207 Hersteller organisiert. Die Hersteller von Druckfarben waren bislang im Verband der Druckfarbenindustrie, einer Fachabteilung des ebenfalls in Frankfurt ansässigen Verbandes der Mineralfarbenindustrie e.V., organisiert.

"Aufgrund der Ähnlichkeit der Produkte und vor allem der politischen Aufgaben ist das Zusammengehen der Lackindustrie und der Druckfarbenindustrie überaus sinnvoll," begründete der Hauptgeschäftsführer des VdL, Dr. Dietmar Eichstädt, die Neuorganisation der Interessenvertretung. "Bei der Herstellung, aber auch bei der Verwendung von Lacken und Druckfarben sehen sich die Hersteller mit den gleichen technischen Herausforderungen, gesetzlichen Vorschriften und vor allem Umweltdiskussionen konfrontiert."

Auf europäischer Ebene sind die Lack- und Druckfarbenhersteller beim Europäischen Lack- und Druckfarbenverband CEPE organisiert. Auch in allen anderen europäischen Ländern werden die Interessen der Lack- und Druckfarbenhersteller von gemeinsamen Verbänden vertreten. "Der Zusammenschluss der beiden Branchenvertretungen war deshalb längst überfällig, denn er vollzieht nur nach, was auf europäischer Ebene alle anderen schon vorgemacht haben," äußerte sich Eichstädt zufrieden über die Fusion der beiden Verbände.

Dr. Martin Kanert (46) ist neuer Geschäftsführer beim VdL in Frankfurt am Main. Er soll als dritter Geschäftsführer neben Hauptgeschäftsführer Dr. Dietmar Eichstädt und Geschäftsführer Michael Bross in Zukunft die Interessen der Lack- und Druckfarbenindustrie in Deutschland und auf europäischer Ebene vertreten. Kanert war bislang stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes der Mineralfarbenindustrie und dort zuständig für die Druckfarben. Bevor er nach Frankfurt in die Verbandsarbeit kam, war Martin Kanert wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Anorganische Chemie der RWTH Aachen. In der VdL-Geschäftsführung wird Kanert neben den Druckfarben auch für die Industrielacke zuständig sein und Teile der technischen Gesetzgebung für die Lack- und Druckfarbenindustrie betreuen. Für den Europäischen Lack- und Druckfarbenverband CEPE betreut er als Executive Manager den Europäischen Druckfarbenverband EuPIA.

Neu eingerichtet wurde ein Internetauftritt, der speziell die Belange der Druckfarbenhersteller im VdL darstellen soll. Hier wird die Öffentlichkeit über Informationsblätter zur Herstellung von Druckfarben, Umweltfragen und Marktstatistik unterrichtet.
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www.druckfarben-vdl.de

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13.
IG PARO fordert staatliche Hilfe für die Altpapierbranche

"Bei durchschnittlichen Preisen zwischen 10 und 25 pro Tonne Altpapier ist mittelfristig kein wirtschaftliches Überleben der Altpapierunternehmen mehr möglich. Die heutigen Erlöse decken nicht einmal die Transportkosten vom Sortierbetrieb zur Papierfabrik. Die Kosten für die Erfassung und Sortierung sind Verlustpositionen für den Altpapiersortierer. Kurzarbeit, Entlassungen und Insolvenzen stehen bereits jetzt schon auf unserer Tagesordnung", erläuterte Dr. Werner Templin, Geschäftsführer der IG PARO e.V., Frankfurt.

Die IG PARO e.V. hat mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Verbindung aufgenommen und sie gebeten, sich einzuschalten und eine Unterstützung der Altpapierbranche im Rahmen der Umsetzung des Konjunkturpaketes II sicherzustellen. Es könnte dabei an Zuschüsse pro angestellten Mitarbeiter mit gekoppelter Arbeitsplatzgarantie gedacht werden. Ebenso ist eine Stützung durch eine staatliche Entsorgungsvergütung pro erfasste Tonne Altpapier aus den Haushalten denkbar. Die guten Regelungen zur Kurzarbeit reichen jetzt nicht mehr aus, da sie nur aufschiebenden Charakter haben. Ohne konsequente staatliche Hilfe werden zweifelsohne im Laufe dieses Jahres viele Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze verlieren. Die IG PARO e.V. geht im schlimmsten Fall von ca. 15.000 bis 20.000 verlorenen Arbeitsplätzen aus. Die Entsorgung insgesamt wäre damit latent gefährdet, und es drohten zumindest regional italienische Verhältnisse.

"Zudem wird Deutschland seine Spitzenreiterrolle in Europa im Umweltschutz verlieren, da die privaten Haushalte bei sporadischer oder gar eingestellter Abfuhr des Altpapiers dazu geneigt sein werden, ihr Altpapier in den Restmüll zu werfen. Der größte Verlierer ist hierbei unsere Umwelt. Es werden in Deutschland ca. 15,5 Mio. t Altpapier bei Bürgern eingesammelt. Diese Mengen werden unseren Papierfabriken bei einer wirtschaftlichen Erholung dann nicht mehr in Gänze als Rohstoff zur Verfügung stehen", ergänzte Rolf Kühl, Präsident der IG PARO e.V. Und weiter: "Ohne weitere staatliche Hilfe ist eine Pleitewelle in der Altpapierbranche nicht aufzuhalten, da Quersubventionierungen in der Branche mangels Masse nicht möglich sind."

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I.
PERSONALIA


Jochen Engelke

Jochen Engelke (42) wird zum 1. März 2009 Vorstandsvorsitzender der Winkler+Dünnebier AG, Neuwied. Er studierte Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Anlagenbau an der Universität Dortmund und verfügt über langjährige Managementerfahrung in Deutschland und den USA. Weiterhin bringt er umfangreiche Erfahrung in der Neuausrichtung von Unternehmen mit. Zuletzt war er Geschäftsführer und Mitglied des Bereichsvorstands der Division Lufttechnik der GEA-Gruppe. Engelke ist Nachfolger von Dietmar Kurz, der das Unternehmen verlassen hat.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Das Eilenburger Stora Enso-Werk hat im Februar zehn Tage kurz gearbeitet. Betroffen waren 125 Mitarbeiter. Grund sei, so Geschäftsführer Dr. Ulrich Höke, die schwierige Absatzsituation.

Niederlande
Die Firma Meerssen & Palm, die zwischenzeitlich insolvent war, hat mit ihren drei Papiermaschinen wieder die Produktion von Spezialpapieren aufgenommen. Käufer sind ehemalige Mitarbeiter und nicht näher genannte Personen aus dem Umfeld. Neuer Geschäftsführer ist Jack Giesen, für den Verkauf zeichnet unter anderem Bernd Fischer verantwortlich. Wie schon vor der Insolvenz wirbt das Unternehmen unter anderem damit, Papiere mit eigenem Wasserzeichen ab einer Menge von 500 Kilogramm herstellen zu können.


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III.
IMPRESSUM

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IV.
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