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Allgemeine Papier-Rundschau
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1.
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Papier- und Vollpappeproduktion in CEPI-Ländern fällt voraussichtlich um 4% |
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Nach den vorläufigen Statistiken und Zahlen des
europäischen Verbandes der Papierhersteller (CEPI), Brüssel,
fiel die Produktion von Papier und Pappe in den Mitgliedsländern
des Verbandes im vergangenen Jahr um ca. 4% auf etwas unter 100 Mio. t.
Im vierten Quartal 2008 erwartet der Verband eine deutlich niedrigere
Produktion als im Vorquartal. Bei grafischen Papieren soll die
Minderproduktion bei 4,5% bis 5% liegen, bei Zeitungsdruckpapier wird
ein Rückgang von 2% erwartet. Ungestrichene grafische Papiere
sollen um 5,5% bis 6% gefallen sein. Bei Verpackungspapieren und
Vollpappe errechnet CEPI einen Produktionsrückgang von 2,5% bis
3%, während die Produktion von Hygienepapieren weitgehend stabil
geblieben ist.
Analog zu diesen Zahlen fiel auch die
Zellstoffproduktion im abgelaufenen Jahr um geschätzte 4% bis 5%
bei einer Gesamtproduktion von ca. 41 Mio. t. Besonders stark betroffen
von dem Rückgang war Holzschliff, dessen Produktion um 7% gefallen
sein soll, während die von chemischem Zellstoff nur um 3%
abflaute. Auch die Importe in die CEPI-Länder dürften nach
vorläufigen Schätzungen um ca. 6% zurückgegangen sein. |
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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
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| Laufenberg kauft das Trennpapiergeschäft von Huhtamaki |
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Die
B. Laufenberg GmbH, Krefeld-Hüls, hat das weltweite
Trennpapiergeschäft der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG
mit einem Umsatz von ca. 30 Mio. Euro gekauft. Die Transaktion wird auf
Basis eines so genannten Asset Deals erfolgen. Die Vermögenswerte
werden innerhalb der nächsten Monate im Rahmen eines abgestimmten
Transferprozesses übertragen. Die finnische Huhtamaki-Gruppe ist
ein globaler Hersteller von Konsum- und Spezialverpackungen mit einen
Nettoumsatz von 2,3 Mrd. Euro in 2008. Das Trennpapiergeschäft war
Teil des Geschäftsbereiches "Film Global" des Konzerns und
beinhaltete die Herstellung von silikonisierten Papieren für
technische Anwendungen in unterschiedlichen Industrien (z. B.
Etiketten-, Klebeband- und Verpackungsindustrie). Huhtamaki wird die
Produktion von Trennfolien fortführen. Laufenberg produziert seit
50 Jahren silikonisierte Papiere und Folien. Heute beschäftigt das
Unternehmen über 180 Mitarbeiter und gilt als ein führender
Anbieter von Silikontrennpapieren (Release Liner) für technische Anwendungen.
Insbesondere in Märkten mit hohen Ansprüchen an
Kundenorientierung, Qualität und Prozesskonformität
genießt das Unternehmen einen guten Ruf. "Die starken
Übereinstimmungen, aber auch wichtigen Ergänzungen im
Produktsortiment und in den Marktsegmenten, haben schnell unser
Interesse an dieser Akquisition geweckt", so Jörg Soding, einer
von drei Geschäftsführern von B. Laufenberg. In den
letzten Jahren, sagt er, habe eine starke Konsolidierung im
Release Liner-Markt stattgefunden. Das Angebot habe sich in
Richtung großer Konzerne verschoben, weil viele kleinere Anbieter
weggefallen seien oder aufgekauft wurden. "Diese Entwicklung wird von
den Kunden mit zunehmender Besorgnis betrachtet. Konzerne treffen Ihre
Sortiments- und Geschäftsfeldentscheidungen gerade in
stagnierenden Märkten oft abrupt und ohne Einbeziehung ihrer
Kunden. Familienunternehmen bieten eine größere
Kontinuität und Sicherheit. Unser Geschäft besteht zu 100%
aus der Herstellung und Vermarktung von Release Linern. Von daher sind
wir diesem Markt verpflichtet. Das schätzen unsere Kunden sehr",
erläutert Gernot Becker, Geschäftsführer Verkauf und
Logistik.
Andrea Scheddin, verantwortlich
für Finanzen und Personal, erinnert sich: "Wir haben das Für
und Wider bei diesem Projekt im Umfeld der Finanz- und Wirtschaftskrise
sehr sorgfältig analysiert. Letztlich war für uns
ausschlaggebend, dass es auf der Kundenseite wenige und auf der
Marktseite viele Überschneidungen gibt. Damit war uns schnell
klar, dass die Kunden diesen Zukauf schätzen werden. Hätte
einer der großen Konzerne zugeschlagen, wäre das vermutlich
zu Lasten der Produktvielfalt gegangen. Gerade diese Vielfalt wird von
den Abnehmern in unseren Marktsegmenten benötigt."
"In den letzten zwei Jahren hat Laufenberg in den Ausbau seiner
Kapazitäten am Standort Krefeld investiert. Die
Kapazitätserweiterung wurde im Februar 2009 erfolgreich
abgeschlossen. Diese zukunftsweisende Investitionsentscheidung
erleichtert nunmehr die reibungslose Übertragung des
Geschäftes," so Jörg Soding. Neben Vorteilen durch
Know-how-Transfer und Synergien erhöht Laufenberg mit dieser
Akquisition sein Absatzvolumen um mehr als 40%. Dieses signifikante
Wachstum soll dazu beitragen, die internationale Marktposition im
Release Liner-Markt auszubauen und zu festigen.
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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
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2.
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Geschäftsklimaindex der Druckereien gesunken |
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Der vom Münchner ifo Insitut erhobene Geschäftsklimaindex
der deutschen Druckindustrie sank im Februar um vier Prozentpunkte auf
minus 43. Die Geschäftserwartungen für das nächste halbe
Jahr lagen fast unverändert bei minus 48 (plus 1). Die aktuelle
Geschäftslage weist einen Wert von minus 37% aus, das heißt,
die Differenz aus positiven und negativen Antwortanteilen liegt bei
diesem Prozentsatz. 35% der befragten Druckereien sind im
Auslandsgeschäft tätig. Ihre Beurteilung der
Auslandsaufträge ist gegenüber dem Vormonat unverändert
mit minus 21%. Die Erwartungslage im Auslandsgeschäft bezeichnen
die Befragten mit lediglich minus 9% als zwar nicht gut, sie ist aber
deutlich besser als das Inlandsgeschäft. |
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3.
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12. Altpapiertag in Düsseldorf |
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Prof.
Dr. Klaus Töpfer, der ehemalige Bundesumweltminister und
langjährige Direktor des UN-Umweltschutzprogramms Unep, wird auf
dem zwölften Internationalen Altpapiertag
des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse),
Bonn, sprechen. Er soll eine Grundsatzrede zum Thema
"Kreislaufwirtschaft – ökologisches und
ökonomisches Erfolgsmodell weltweit" halten. Außerdem
möchte die Veranstaltung eine Antwort auf die Frage zur Zukunft
des Sekundärrohstoffs Altpapier geben. Durch den Preisverfall der
letzten Monate steht die Frage im Raum, ob aus dem Wertstoff wieder
Abfall werden könnte. Der bvse erwartet 500 Gäste aus aller
Welt, die sich am 26. März im Düsseldorfer Maritim Hotel am
Flughafen treffen wollen.
Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter
im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, wird zum Thema "Die Auswirkungen der
EU-Abfallrahmenrichtlinie" sprechen. In einer Podiumsrunde soll
die Entwicklung der Altpapiermärkte bis 2015 beleuchtet werden.
Dabei sein werden Wade Schützeberg von ACN Europe, William P.
Moore aus den USA, Dr. Maarten Kleiweg de Zwaan, ehemaliger
ERPA-Präsident, und Hubert Neuhaus, Vorsitzender des
bvse-Fachverbands Papierrecycling. Die Leitung der Diskussionsrunde
übernimmt Michael Brocker vom WDR.
Der provokanten
Frage "Printmedien – ein Auslaufmodell?" wird
Wolfgang Fürstner, geschäftsführendes
Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger
(VDZ), in seiner Rede nachgehen. Dr. Hartmut Wurster, Vorstandsmitglied
des international ausgerichteten Papierkonzerns UPM, behandelt das Thema
"Altpapier als strategisches Substitut für Holz oder
umgekehrt?" Die Zukunft der Verpackung ist das Thema des Vortrags
von Prof. Dr. Ingo Büren, Director Science & Technology, IPI
– International Packaging Institute.
Abschluss der
Veranstaltung bildet der traditionelle bvse-Altpapierabend. Die
Veranstaltung wird in den Sprachen Deutsch, Englisch und
Französisch simultan gedolmetscht. Die Teilnahmegebühr
beträgt 459 Euro. Für Mitglieder des bvse und
Behördenvertreter wird ein geringerer Betrag erhoben. |
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4.
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SCA kann Umsatz steigern - etwas
rückläufige Gewinne |
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Der schwedische SCA-Konzern hat im vergangenen Jahr einen um 4%
erhöhten Umsatz von 11,92 Mrd. Euro erzielt. Dabei fiel der
operative Gewinn auf 923,75 Mio. Euro (minus 36%) und der Nettogewinn
um 33% auf 604,64 Mio. Euro. Während SCA mit seinen
Hygieneprodukten den Umsatz und den operativen Ertrag steigern konnte,
gelang dies bei Wellpappe nicht. Der Konzern hat im vergangenen Jahr
seine Produktion von Wellpappenrohpapieren um 149.000 t gekürzt,
92.000 t der Produktionskürzungen fanden im vierten Quartal statt.
Insgesamt gab das Unternehmen 526,24 Mio. Euro (i. Vj.: 635,74 Mio.
Euro) für Investitionen und Akquisitionen aus. Dazu gehörten
unter anderem weitere Zahlungen an Procter & Gamble für dessen
europäisches Tissuegeschäft, die Inbetriebnahme einer zweiten
Papiermaschine im Tissuewerk Barton, verschiedene Investitionen in
Hygienewerke in Russland und eine Verbreiterung der
Eigentümerschaft an dem chinesischen Tissueunternehmen Vinda.
Außerdem verkaufte SCA verschiedene Wellpappenbetriebe in
Großbritannien und Irland für insgesamt 152 Mio. Euro.
Die
Nettoverschuldung zum Jahresende betrug 5,07 Mrd. Euro (i. Vj.: 4,02
Mrd. Euro). Innerhalb der nächsten sechs Monate muss das
Unternehmen Kredite von 1,1 Mrd. Euro zurückzahlen. Gleichzeitig
besitzt es ungenutzte Kreditlinien von 2,23 Mrd. Euro. Bargeld und
bargeldähnliche Mittel belaufen sich auf 620 Mio. Euro.
Geschäftsbereiche
Im
größten Geschäftsbereich Tissue stieg der Umsatz um 15%
auf 4,144 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 256,47 Mio. Euro
(plus 38%) – vgl. Tabelle. Ursächlich für die deutliche
Gewinnerhöhung waren einerseits höhere Preise, aber auch die
Akquisitionen – unter anderem das europäische
Tissuegeschäft von Procter & Gamble. Insbesondere in
Osteuropa und Lateinamerika gab es ein beträchtliches
Mengenwachstum, das SCA nicht näher spezifiziert. Im so genannten
Away from Home-Bereich (institutionelle Verwender wie Hotels) fielen
die Umsätze bereinigt um Währungsverschiebungen um 2%, vor
allem deshalb, weil die abverkaufte Menge abnahm. Genaue Zahlen nennt
SCA auch hier nicht.
Im Geschäftsbereich Verpackungen
fielen die Umsätze um 1% auf 3,61 Mrd. Euro bei einem deutlich
verringerten Gewinn von 161,23 Mio. Euro (minus 44%). Sowohl die
Produktion von Wellpappenrohpapieren nahm auf 2,3 Mio. t (minus 2%) wie
auch die von Wellpappe um 7% auf 4,116 Mrd. m2 ab. Im vierten
Quartal brach der operative Gewinn im Bereich Wellpappe um 84% auf
11,77 Mio. Euro ein. Dabei verringerte sich der Quartalsumsatz um fast
10% auf 835,85 Mio. Euro.
Im Bereich Forstprodukte, zu dem
auch die Papierfabrikation gehört, gingen die Umsätze um 5%
auf 1,8 Mrd. Euro zurück bei einem deutlich verringerten
operativen Gewinn von 238,33 Mio. Euro (minus 23%). Bei
Publikationspapieren gelang es immerhin, die Umsätze im Vergleich
zum vierten Quartal des Jahres 2007 zu steigern. Die Umsätze aus
den Sägewerken von SCA nahmen hingegen ab. Die Preise erniedrigten
sich in diesem Bereich.
Aussichten
Wichtigste
Priorität im Jahr 2009 wird es nach den Worten des
Vorstandsvorsitzenden Jan Johansson sein, den Cashflow zu verbessern,
indem SCA auf Ausgaben verzichtet. Außerdem sollen die Kosten und
das arbeitende Kapital weiter reduziert werden. Im Bereich
Hygienepapiere rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einer weiter
günstigen Entwicklung. Bei Verpackungen sieht er das Risiko eines
Gewinnrückgangs, insbesondere deshalb, weil die Balance zwischen
Angebot und Nachfrage nicht stimme. Für Forstprodukte geht er von
einem stabilen Markt aus.
| SCA: Nettoumsatz und operativer Gewinn (in Mio. Euro) |
| Nettoumsatz |
Q4/08 |
Q4/07 |
2008 |
2007 |
| Personal Care |
679,15 |
616,19 |
2519,54 |
2386,71 |
| Tissue |
1107,55 |
1008,96 |
4144,7 |
3599,56 |
| Verpackungen |
836,5 |
917,27 |
3611,33 |
3642,33 |
| Forstprodukte |
456,26 |
518,68 |
1804,53 |
2024,19 |
| Publikationspapiere |
256,26 |
243,95 |
973,54 |
941,14 |
| Zellstoff, Holz u. Holzprodukte |
200 |
274,73 |
837,47 |
1083,04 |
| Sonstiges |
40,92 |
34,34 |
158,53 |
144,27 |
| konzerninterne Lieferungen |
-79,48 |
-92,44 |
-311,12 |
-359,39 |
| Nettoumsatz gesamt |
3040,92 |
3003,02 |
11927,53 |
11437,68 |
| Operativer Gewinn/Verlust |
| Personal Care |
76,88 |
84,34 |
314,47 |
246,32 |
| Tissue |
66,84 |
54,85 |
256,47 |
186,17 |
| Verpackungen |
11,77 |
74,73 |
161,23 |
286,28 |
| Forstprodukte |
55,93 |
74,62 |
238,33 |
309,93 |
| Publikationspapiere |
16,19 |
13,49 |
43,41 |
57,99 |
| Zellstoff, Holz u. Holzprodukte |
39,74 |
61,12 |
194,92 |
251,94 |
| Sonstiges |
-12,95 |
23,65 |
46,76 |
-6,26 |
| Operativer Gewinn gesamt |
198,48 |
312,2 |
923,75 |
813,93 |
| finanzielle Posten |
-74,29 |
-59,28 |
250,21 |
-206,26 |
| Gewinn vor Steuern |
124,19 |
252,91 |
673,54 |
889,52 |
| Steuern |
29,8 |
-22,03 |
-69 |
-116,19 |
| Nettogewinn |
153,99 |
230,88 |
604,53 |
773,32 |
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5.
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M-real erneut mit hohem Verlust von 500
Mio. Euro |
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Der
finnische M-real-Konzern musste im abgelaufenen Jahr erneut einen
Umsatzrückgang auf jetzt 3,236 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,499 Mrd.
Euro)
hinnehmen. Dabei fiel ein operativer Verlust von 61 Mio. Euro (i. Vj.:
49 Mio. Euro Verlust) an. Der Jahresfehlbetrag einschließlich
aller Einmalzahlungen aus verkauften Werken lag bei 508 Mio. Euro (i.
Vj.: 195 Mio. Euro Verlust). Nachdem sich das Unternehmen bereits 2007
von seiner Großhändlergruppe Map Merchant getrennt
hatte, hat
es 2008, wie verschiedentlich in der apr berichtet, seine Sparte
grafische Papiere weitgehend an die südafrikanische
Sappi-Gruppe
verkauft.
Insgesamt fiel die Papierproduktion von
M-real im
Jahr 2008 auf 1,761 Mio. t (i. Vj.: 1,911 Mio. t) und die
Kartonerzeugung auf 1,345 Mio. t (i. Vj.: 1,386 Mio. t). Über
den
Verkauf seiner Grafiksparte konnte M-real im abgelaufenen Jahr
insgesamt 750 Mio. Euro an "frischem" Geld
erhalten. Davon
gingen 480 Mio. Euro in Form von Bargeld an M-real, 220 Mio. Euro
über eine Anleihe von Sappi und 50 Mio. Euro in Form von
Sappi-Aktien. M-real nutzte dieses Geld, um seine Schulden um 630 Mio.
Euro zu verringern. Die gesamten Verbindlichkeiten beliefen sich zum
Jahresende noch auf 3,119 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,599 Mrd. Euro). Der Kurs
der A-Aktien von M-real fiel in den letzten Monaten auf 74 Cent pro
Stück, der von B-Aktien auf ca. 37 Cent. Zu den an Sappi verkauften
Werken gehören Kirkniemi und Kangas in Finnland, Stockstadt und Biberist in der Schweiz mit einer
Gesamtkapazität von 1,9 Mio. t grafischer Papiere.
Der
durchschnittliche Kreditzinssatz, den M-real bezahlte, betrug im
vergangenen Jahr 7%, die durchschnittliche Fälligkeit von
Langzeitkrediten lag bei 2,9 Jahren. Die Marktkapitalisierung des
Konzerns beläuft sich auf ca. 250 Mio. Euro. Über die
Verkäufe und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der
Produktivität sank die Mitarbeiterzahl bis Ende 2008 drastisch
von
12.675 auf 9087.
Geschäftsbereiche
Im
größten Geschäftsbereich Karton fiel der
Umsatz im
Jahresverlauf nur sehr leicht auf 1,061 Mrd. Euro (vgl. Tabelle) bei
einem operativen Gewinn von 24 Mio. Euro (i. Vj.: 61 Mio. Euro). Dabei
gelang es 2008, die Preise zu erhöhen. Die ausgelieferte Menge
an
Karton ging um 4% auf 1,345 Mio. t zurück. In dieser Division
verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um fast 240 auf 1664.
Bei
Büropapieren ging der Umsatz auf 804 Mio. Euro (i. Vj.: 888
Mio.
Euro) zurück bei einem operativen Verlust von 53 Mio. Euro (i.
Vj.: 196 Mio. Euro Verlust). Die gesamte ausgelieferte Menge sank um 9%
auf 1,081 Mio. t. Ursächlich hierfür war auch die
Schließung des Werkes Wifsta. Die Mitarbeiterzahl verringerte
sich in diesem Bereich auf 1561 (minus 370).
Im
Geschäftsbereich "Sonstige Papiere", zu
dem auch
gestrichene Papiere und Zellstoff gehören, fiel der Umsatz auf
622
Mio. Euro (i. Vj.: 657 Mio. Euro) bei einem operativen Verlust von 59
Mio. Euro (i. Vj.: 36 Mio. Euro Verlust). Dabei verbuchte M-real unter
anderem eine Neubewertung für das Werk Hallein, die zu einem
nicht
cashwirksamen Einmalverlust von 66 Mio. Euro führte, und
außerordentliche Erträge in Höhe von 23
Mio. Euro aus
dem Verkauf des Werkes New Thames. Die in diesem
Geschäftsbereich
ausgelieferte Menge fiel um 38.000 t auf 680.000 t. Das Werk Hallein
soll 2009 wenigstens teilweise geschlossen werden.
Im
neuen
Geschäftsbereich Marktzellstoff und Energie stieg der Umsatz
auf
644 Mio. Euro (i. Vj.: 596 Mio. Euro) bei einem deutlich verbesserten
operativen Gewinn von 106 Mio. Euro (i. Vj.: 25 Mio. Euro). Die bessere
Profitabilität resultiert auch aus dem Anlauf der
Zellstofffabrik
von Metsä-Botnia in Uruguay, an der M-real beteiligt ist.
Aussichten
2008 gelang es dem Unternehmen, die Preise für
Faltschachtelkarton zu erhöhen. Dies soll im laufenden
Jahr erneut geschehen. Trotz der schwachen Nachfrage nach
gestrichenen Papieren möchte M-real die Preise für
dieses
Produkt ebenfalls anheben. Bei ungestrichenen Feinpapieren
scheint die Marktsituation so zu sein, dass Preisanpassungen auf einen
späteren Zeitpunkt verschoben werden müssen. Im
ersten
Quartal 2009 rechnet M-real mit einer Verbesserung seiner Gewinne, aber
insgesamt noch mit einem klaren Verlust.
| M-real - Umsatz und Gewinn der
Divisionen (in Mio. Euro) |
| Umsatz |
Q4/2008 |
Q4/2007 |
2008 |
2007 |
| Verbraucherverpackungen |
248 |
259 |
1061 |
1069 |
| Büropapiere |
174 |
213 |
802 |
888 |
| Sonstige
Papiere |
147 |
161 |
622 |
657 |
| Marktzellstoff
und Energie |
150 |
147 |
644 |
596 |
| Interner
Umsatz und sonstige Geschäfte |
3 |
48 |
105 |
289 |
| Umsatz
gesamt |
722 |
828 |
3236 |
3499 |
| Operativer Gewinn/Verlust |
| Verbraucherverpackungen |
-13 |
-1 |
24 |
61 |
| Büropapiere |
-38 |
-179 |
-53 |
-196 |
| Sonstige
Papiere |
-75 |
-12 |
-59 |
-36 |
| Marktzellstoff
und Energie |
-2 |
7 |
106 |
25 |
| Sonstige
Geschäfte |
-33 |
-3 |
-79 |
97 |
| Operativer
Gewinn/Verlust gesamt |
-161 |
-188 |
-61 |
-49 |
| % des
Umsatzes |
-22,3 |
-22,7 |
-1,9 |
-1,4 |
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|
6.
|
Södra und Norske Skog beenden ihre Partnerschaft beim Holzeinkauf |
|
Die Unternehmen Södra, Schweden, und Norske Skog, Norwegen, beziehen
seit dem Jahr 2000 über die gemeinsame Tochter WoodLog (Wood and
Logistics AS) Holz für ihre norwegischen Fabriken. Die
Zusammenarbeit begann mit der Übernahme der zuvor von Norske Skog
betriebenen Zellstoffwerke Tofte und Folla durch Södra. Södra
hält 28% und Norske Skog 72% der WoodLog-Anteile.
Die
Holzanforderungen der Partner haben sich, was beispielsweise Importe,
Zertifizierungsbedarf und benötigte Holzsorten betrifft, in den
letzten Jahren auseinanderentwickelt. Södra hat deshalb
beschlossen, aus der Einkaufsgemeinschaft auszusteigen und die
Holzbeschaffung in Norwegen selbstständig zu organisieren.
Norske
Skog wird Södras WoodLog-Anteile zum 31. Dezember 2009
übernehmen. Bestehende Verträge zwischen WoodLog und den
Holzlieferanten behalten auch nach der Übernahme des Unternehmens
durch Norske Skog ihre Gültigkeit. |
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|
7.
|
Myllykoski kann Umsatz in 2008 steigern |
|
Entgegen mancher Konkurrenten in der Papier erzeugenden Industrie
hat der finnische Myllykoski-Konzern im Jahr 2008 seine Umsätze um
1,8% auf 1,471 Mrd. Euro steigern können. Auch die Ertragslage hat
sich verbessert. So beträgt der Nachsteuerverlust 21 Mio. Euro (i.
Vj.: 37 Mio. Euro Verlust). Operativ verdiente Myllykoski 11 Mio. Euro,
im Vorjahr war dies noch ein Verlust von 11 Mio. Euro. Seine
finanzielle Situation bezeichnet das Unternehmen nach wie vor als gut.
Wegen höherer Zinsen im abgelaufenen Jahr stiegen die
Finanzaufwendungen auf insgesamt 32 Mio. Euro (i. Vj.: 26 Mio. Euro).
2008
hat sich das Unternehmen neu strukturiert. Es besteht nun aus
Myllykoski Europe mit den Werken MD Albbruck, MD Plattling, Myllykoski
Paper, Utzenstorf Papier und Lang Papier sowie den so genannten
Alliance Partners Rhein Papier und Plattling Papier. Daneben gibt es
noch Myllykoski North America mit den Werken Madison und Alsip.
Myllykoski Europe
Im
Unternehmensbereich Myllykoski Europe blieben die Umsätze
unverändert zum Vorjahr bei 1,251 Mrd. Euro bei einem operativen
Verlust von 400.000 Euro (i. Vj.: 300.000 Euro Gewinn) und einer
ausgelieferten Papiermenge von 1,963 Mio. t (i. Vj.: 2,002 Mio. t). Die
Kapazitätsausnutzung der einzelnen europäischen Werke sei
über das Jahr betrachtet hoch gewesen. Um seine Holzversorgung zu
sichern, hat das Unternehmen ein Jointventure mit der Harvestia Oy
gegründet. Diese Firma soll ab 2009 die Holzversorgung des
Konzerns sicherstellen.
Myllykoski North America
Bei
Myllykoski North America stieg der Umsatz auf 212 Mio. Euro (i. Vj.:
194 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 6 Mio. Euro (i. Vj.: 17
Mio. Euro Verlust). Die ausgelieferte Menge stieg leicht um 6000 t auf
331.000 t.
Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen
insgesamt 88 Mio. Euro, vor allem in die Abwasserbehandlung von MD
Plattling und eine neue Peroxidbleiche bei Myllykoski Paper.
Außerdem baute die Firma bei ihrem Werk MD Albbruck ein neues
Kraftwerk, das 2009 in Betrieb gehen soll. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich auf 2998 (i. Vj.: 3226).
Myllykoski weist
darauf hin, dass der größte Risikofaktor die Entwicklung der
Papierpreise sei. Eine 10%-ige Erhöhung des Durchschnittspreises
bedeutet für die Gruppe einen um 145 Mio. Euro verbesserten Gewinn.
Aussichten
Seit
März 2008 hat sich die weltwirtschaftliche Situation rasch
eingetrübt. Die Verfügbarkeit von Finanzierungsinstrumenten
ging zurück. Der Vorstand schätzt, dass eine Erholung nicht
vor Mitte 2010 erfolgen wird. Da Kunden mehr und mehr von höheren
Papierqualitäten auf einfache ungestrichene Papiersorten wechseln,
meint der Vorstand, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen
gestrichenen und ungestrichenen Sorten abnehmen wird. Im
laufenden Jahr soll auch nach den Ankündigungen von Wettbewerbern
die Gesamtkapazität deutlich reduziert werden. Dies dürfte
einen positiven Einfluss auf die Marktbalance haben. Myllykoski rechnet
außerdem damit, dass die Faserkosten weiterhin niedrig bleiben
und die Energiepreise sich weiter verringern. Finanzierungsfragen
sollen im laufenden Jahr eine größere Bedeutung einnehmen. |
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|
8.
|
BASF richtet neuen Unternehmensbereich Papierchemikalien ein |
|
Nach dem Kauf der Schweizer Chemiefirma Ciba wird die
Ludwigshafener BASF AG in Zukunft einen eigenen Unternehmensbereich
Papierchemikalien einrichten. Dies geschieht im Vorgriff auf die
Integration der Ciba-Aktivitäten. Erste
Organisationsveränderungen treten ab 1. April 2009 in Kraft. Mit
der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und dem endgültigen
Erwerb von Ciba rechnet die BASF gegen Ende des ersten Quartals 2009.
Unmittelbar danach beginnt die so genannte Discovery-Phase.
Während dieser etwa zwei Monate dauernden Analysephase werden
gemeinsame Teams aus BASF- und Ciba-Mitarbeitern die akquirierten
Geschäfte im Detail untersuchen. Durch diese Analyse sollen eine
marktgerechte Positionierung für die kombinierten Geschäfte
entwickelt und die beste Organisationsform abgeleitet werden. Basierend
auf diesen Ergebnissen wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte
2009 der operative Integrationsprozess starten.
Der für
das Segment Performance Products - zu dem auch der neue
Bereich Papierchemikalien gehören wird
- zuständige
BASF-Vorstand Dr. John Feldmann wies auf die Vorteile der
Veränderungen hin: "Mit diesem ersten Schritt richten wir
unser Geschäft ganz klar an den Kunden- und Marktbedürfnissen
aus und schärfen so das Profil der Unternehmensbereiche in diesem
Segment. Zugleich schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen,
um die neuen Ciba-Aktivitäten im nächsten Schritt zügig
und wirkungsvoll eingliedern zu können. Nach dem Closing werden
wir gemeinsam mit den neuen Kollegen der Ciba die detaillierte
Organisationsform für die kombinierten Geschäfte innerhalb
unserer neuen Bereiche entwickeln."
Der Unternehmensbereich
Papierchemikalien umfasst das Geschäft mit Papierchemikalien und
-bindern sowie mit Kaolinmineralien, das derzeit noch vom
Unternehmensbereich Acrylics & Dispersions betrieben wird. Leiter
des neuen Bereichs wird Dr. Ehrenfried (Fred) Baumgartner (56). Nach
dem Abschluss der so genannten Discovery-Phase soll das
Ciba-Geschäft mit Produkten für die Papierherstellung in den
Bereich Papierchemikalien integriert werden. Außerdem wird der
Unternehmensbereich Acrylics & Dispersions in Dispersions &
Pigments umbenannt. Dort wird das Geschäft mit Rohstoffen für
die Lack- und Anstrichmittelindustrie gebündelt. Dazu wird das
Dispersionsgeschäft durch das Geschäft mit Pigmenten und
Harzen des Unternehmensbereichs Performance Chemicals ergänzt. Der
Verkauf von Acrylmonomeren wird dem Bereich Petrochemicals zugeordnet.
Das Geschäft mit so genannten Superabsorbern (unter anderem
Höschenwindeln) wird im Bereich Care Chemicals weitergeführt.
In den Bereich Dispersions & Pigments soll später der
überwiegende Teil der Geschäfte aus dem Ciba-Segment Coatings
Effects integriert werden. |
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9.
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Stand des freiwillig eingeführten Altpapier-Identifikationssystems |
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Vergangenen Herbst haben die europäischen Organisationen
entlang der Altpapierlieferkette – CEPI (Confederation of
European Paper Industries), ERPA (European Recovered Paper Association)
und FEAD (European Federation of Waste Management and Environmental
Services) – ein europäisches Identifikationssystem für
Altpapier eingefürt, das es dem Altpapierlieferanten
ermöglicht, sich für einen Lieferantencode seiner
Altpapierballen zu registrieren. Das Altpapier-Identifikationssystem
ist ein freiwilliges Projekt, das bei bilateralen Vereinbarungen
zwischen Käufern und Verkäufern von Altpapier angewendet
werden kann.
Als Standard wird die Möglichkeit angeboten,
ein harmonisiertes Ballen-Identifikationssystem in bilateralen
Verträgen anzuwenden, wenn Altpapierballen innerhalb Europas
ausgeliefert werden. Jedes Mitglied der Altpapierkette kann seinen
Lieferanten im Auge behalten, wodurch auch das Vertrauen erhöht
werden soll. Öffentlichen Behörden kann Zugang zu den
Lieferantencodes gewährt werden, um – falls notwendig
– den Ursprung der Papierballen rückverfolgen zu
können.
Als das europäische
Altpapier-Identifikationssystem erstmals verfügbar war, sind
verschiedene Papierfabriken der Empfehlung der europäischen
Organisationen gefolgt und haben von diesem System Gebrauch gemacht,
indem sie ihre Lieferanten aufforderten, ihr Altpapier entsprechend
auszuweisen. In Fällen, in denen Systeme zur
Lieferantenidentifikation bereits existierten, haben die Papierfabriken
ihre Verträge entsprechend ihren Lieferanten angepasst, um den
Anforderungen des einheitlichen europäischen Systems zu
entsprechen.
Eine erste Bewertung der bis zum jetzigen
Zeitpunkt verfügbaren Daten zeigt, dass sich mehr als 500
Altpapierlieferanten für dieses System registriert haben.
Verschiedene Altpapier-Lieferfirmen, die eigene Läger besitzen,
haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Läger in dem
System integrieren zu lassen. Offentliche Behörden haben bisher
noch keinen Gebrauch davon gemacht, den Ursprung der Altpapierballen
mit Hilfe des Identifikationssystems herauszufinden. |
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10.
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Sappi verzeichnet im ersten Quartal deutlichen Umsatzrückgang und kaum noch Gewinn |
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Der südafrikanische Sappi-Konzern, Johannesburg, musste im
ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres (31. Dezember
2008) einen 14%-igen Umsatzrückgang auf 1,187 Mrd. US-$ hinnehmen.
Dabei fiel der operative Gewinn auf 57 Mio. US-$ (Vorquartal: 91 Mio.
US-$) und der Nachsteuergewinn auf 23 Mio. US-$ (Vorquartal: 42 Mio.
US-$).
Im mit Abstand größten Geschäftsbereich
Sappi Fine Paper ging der Umsatz ebenfalls um 10% auf 998 Mio. US-$
zurück, und der operative Gewinn belief sich gerade noch auf 8
Mio. US-$ (Vorquartal: 31 Mio. US-$). In seinen
europäischen Werken setzte Sappi 561 Mio. US-$ (minus
12,1%) um. Die
operativen Erträge waren in Europa jedoch mit 13 Mio. US-$
(Vorquartal: 19 Mio. US-$) vergleichsweise stabil. Im Dezember hat
Sappi in wesentlichem Umfang Abstellmaßnahmen seiner
europäischen Werke in Kauf genommen. Die gesamte nachgefragte
Menge nach holzfrei gestrichenen Papieren ging in Europa nach
statistischen Erhebungen um 11% zurück. Die Preise für
Sappi-Produkte stiegen im letzten Quartal um 7%.
Bei Sappi
North America fiel die ausgelieferte Menge noch deutlicher um 18%, und
der Umsatz ging um 5,5% auf 336 Mio. US-$ zurück. Dabei musste
Sappi North America einen operativen Verlust von 7 Mio. Euro
(Vorquartal: 11 Mio. Euro Gewinn) hinnehmen.
Das
südafrikanische Unternehmen weist darauf hin, dass der
Preisrückgang bei Energie, Holz und Chemikalien mit
zeitlicher Verzögerung bei dem Unternehmen ankomme, da für
all diese Produkte Läger bestünden bzw. Preise zeitlich
fixiert wurden. Positiv wirkte sich für den südafrikanischen
Konzern der Rückgang der Zinsen aus. Er führte dazu, dass die
Nettofinanzierungskosten im letzten Geschäftsquartal bei 21 Mio.
US-$ lagen, dies sind 7 Mio. US-$ weniger als im Jahr zuvor.
Aussichten
In
Europa sei die Nachfrage nach gestrichenen grafischen Papieren auch
Anfang Januar nach wie vor schwach gewesen. Sappi habe deshalb seine
Produktionskapazitäten im Januar um 25% gekürzt. Nach der
Übernahme der M-real-Werke, die gestrichene Feinpapiere
herstellen, rechnet Sappi innerhalb der nächsten drei Jahre mit
jährlichen Synergieeffekten von 120 Mio. US-$. Aufgrund der
derzeitigen Marktlage sei es jedoch schwierig, diese positiven Effekte
sofort zu heben. Der Vorstand geht davon aus, dass die Preise für
wesentliche Einsatzfaktoren weiter fallen. Anfang Januar lag der Preis
für Langfaserzellstoff noch bei 610 Euro, im Quartal zwischen
September und Dezember betrug dieser im Durchschnitt 739 Euro.
Für
das zweite Quartal des Geschäftsjahres (31. März 2009)
erwartet Sappi nochmals schwache Ergebnisse, und der kurzfristige
Ausblick geht weiterhin von schwierigen Bedingungen aus. Einige
Verbesserungen erwartet Sappi im letzten Quartal 2009 und Anfang 2010. |
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11.
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Moody's verringert Ratings von UPM, Stora Enso, Norske Skog und M-real |
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Die
Firma Moody's Investors Service hat die Ratings der Konzerne UPM
(Helsinki), Stora Enso (Helsinki), Norske Skogindustrier (Oslo) und
M-real (Helsinki) verringert. Bei UPM reduzierte sich das Rating
ungesicherter so genannter Senior-Anleihen von Baa3 auf Ba1, bei Stora
Enso von Ba2 auf Ba1, bei Norske Skog von B2 auf auf B1, und bei M-real
wurden alle so genannten Langzeitratings von B3 auf Caa1 gesetzt. Bei
M-real seien die Aussichten negativ. Bei Sappi wurden die Aussichten
von stabil auf negativ gesetzt, bei Smurfit Kappa von positiv auf
stabil.
Die neuen Ratings spiegelten den deutlichen
Druck bei der Nachfrage der Mehrzahl der grafischen Papiere und
Verpackungspapiere sowie der Holzprodukte wider, so Moody's. Dies werde
eventuell die Möglichkeit der genannten Firmen, Cashflow zu
generieren und Schulden zurückzuzahlen, weiter einschränken,
so Christian Hendker, Chefanalyst bei Moody's für die Papier- und
Forstindustrie. Moody's erwartet temporäre oder dauerhafte
Kapazitätsanpassungen, um der schwächeren Nachfrage gerecht
zu werden. |
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I.
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Wolfgang Grotmann |
Wolfgang Grotmann (43) ist seit dem 1. März 2009
neuer Geschäftsführer der VG Nicolaus GmbH & Co. KG,
Kempten. Der neue Mann arbeitete vorher im Mayr-Melnhof-Werk Graphia in
Bielefeld. Er zeichnet verantwortlich für das operative
Geschäft des Faltschachtelwerks am Standort Kempten. Die VG
Nicolaus Kempten ist ein Tochterunternehmen der in Belgien
ansässigen Van Genechten Packaging-Gruppe, die mit neun
Faltschachtelwerken, einem Extrusionsstandort sowie einer
Verpackungsmaschinen-Vertriebsgesellschaft zu den marktführenden
Faltschachtelherstellern Europas zählt.
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II.
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Deutschland
Noch bis zum 13. März 2009 können sich Interessierte für die aktuellen Seminare
"Die Welt des Verpackungsdrucks" (16./17. März, Beginn 16
Uhr) und "Die Welt der Wellpappeverpackungen" (18. März) bei
der Thimm Akademie anmelden. Beide Veranstaltungen können auch
im Paket gebucht werden. Veranstaltungsort ist das Hotel Freigeist,
Gesundbrunnen, 37154 Northeim. Weitere Informationen unter Tel. (0 55
51) 7 03-809. Anmeldung im Internet.
- - -
www.thimm.de
Die Arbeitgeberverbände der norddeutschen, der ostdeutschen und
der nordrhein-westfälischen Papierindustrie veranstalten vom 18.
März 2009 (Beginn 12 Uhr) bis zum 19. März 2009 (Ende ca. 14
Uhr) im Maritim Airport Hotel Hannover einen Workshop zum Thema
"Herausforderungen des demographischen Wandels – aktives
Gestalten durch betriebliches Gesundheits- und
Qualifizierungsmanagement". Der Workshop richtet sich sowohl
an die Unternehmensleitungen als auch an die Personalverantwortlichen
der Mitgliedsfirmen. Weitere Informationen im Internet.
- - -
www.agop.org
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III.
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Bezugspreis (Jahresabonnement):
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Inland: Euro 195,- inkl.
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Ausland: Euro 225,- inkl.
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Ermäßigung für Schüler, Studenten
und Azubis
(gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. |
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beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist
beträgt drei
Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement
verlängert
sich automatisch.
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b
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IV.
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