Allgemeine Papier-Rundschau
132. Jahrgang

13. März 2009

Erscheint 2 x im Monat

INHALT
1.
Papier- und Vollpappeproduktion in CEPI-Ländern fällt voraussichtlich um 4%
2.
Geschäftsklimaindex der Druckereien gesunken
3.
12. Altpapiertag in Düsseldorf
4.
SCA kann Umsatz steigern - etwas rückläufige Gewinne
5.
M-real erneut mit hohem Verlust von 500 Mio. Euro
6.
Södra und Norske Skog beenden ihre Partnerschaft beim Holzeinkauf
7.
Myllykoski kann Umsatz in 2008 steigern
8.
BASF richtet neuen Unternehmensbereich Papierchemikalien ein
9.
Stand des freiwillig eingeführten Altpapier-Identifikationssystems
10.
Sappi verzeichnet im ersten Quartal deutlichen Umsatzrückgang und kaum noch Gewinn
11.
Moody's verringert Ratings von UPM, Stora Enso, Norske Skog und M-real
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Laufenberg kauft das Trennpapiergeschäft von Huhtamaki


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

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1.
Papier- und Vollpappeproduktion in CEPI-Ländern fällt voraussichtlich um 4%

Nach den vorläufigen Statistiken und Zahlen des europäischen Verbandes der Papierhersteller (CEPI), Brüssel, fiel die Produktion von Papier und Pappe in den Mitgliedsländern des Verbandes im vergangenen Jahr um ca. 4% auf etwas unter 100 Mio. t. Im vierten Quartal 2008 erwartet der Verband eine deutlich niedrigere Produktion als im Vorquartal. Bei grafischen Papieren soll die Minderproduktion bei 4,5% bis 5% liegen, bei Zeitungsdruckpapier wird ein Rückgang von 2% erwartet. Ungestrichene grafische Papiere sollen um 5,5% bis 6% gefallen sein. Bei Verpackungspapieren und Vollpappe errechnet CEPI einen Produktionsrückgang von 2,5% bis 3%, während die Produktion von Hygienepapieren weitgehend stabil geblieben ist.

Analog zu diesen Zahlen fiel auch die Zellstoffproduktion im abgelaufenen Jahr um geschätzte 4% bis 5% bei einer Gesamtproduktion von ca. 41 Mio. t. Besonders stark betroffen von dem Rückgang war Holzschliff, dessen Produktion um 7% gefallen sein soll, während die von chemischem Zellstoff nur um 3% abflaute. Auch die Importe in die CEPI-Länder dürften nach vorläufigen Schätzungen um ca. 6% zurückgegangen sein.

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Laufenberg kauft das Trennpapiergeschäft von Huhtamaki

Die B. Laufenberg GmbH, Krefeld-Hüls, hat das weltweite Trennpapiergeschäft der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG mit einem Umsatz von ca. 30 Mio. Euro gekauft. Die Transaktion wird auf Basis eines so genannten Asset Deals erfolgen. Die Vermögenswerte werden innerhalb der nächsten Monate im Rahmen eines abgestimmten Transferprozesses übertragen. Die finnische Huhtamaki-Gruppe ist ein globaler Hersteller von Konsum- und Spezialverpackungen mit einen Nettoumsatz von 2,3 Mrd. Euro in 2008. Das Trennpapiergeschäft war Teil des Geschäftsbereiches "Film Global" des Konzerns und beinhaltete die Herstellung von silikonisierten Papieren für technische Anwendungen in unterschiedlichen Industrien (z. B. Etiketten-, Klebeband- und Verpackungsindustrie). Huhtamaki wird die Produktion von Trennfolien fortführen. Laufenberg produziert seit 50 Jahren silikonisierte Papiere und Folien. Heute beschäftigt das Unternehmen über 180 Mitarbeiter und gilt als ein führender Anbieter von Silikontrennpapieren (Release Liner) für technische Anwendungen. Insbesondere in Märkten mit hohen Ansprüchen an Kundenorientierung, Qualität und Prozesskonformität genießt das Unternehmen einen guten Ruf. "Die starken Übereinstimmungen, aber auch wichtigen Ergänzungen im Produktsortiment und in den Marktsegmenten, haben schnell unser Interesse an dieser Akquisition geweckt", so Jörg Soding, einer von drei Geschäftsführern von B. Laufenberg. In den letzten Jahren, sagt er, habe eine starke Konsolidierung im Release Liner-Markt stattgefunden. Das Angebot habe sich in Richtung großer Konzerne verschoben, weil viele kleinere Anbieter weggefallen seien oder aufgekauft wurden. "Diese Entwicklung wird von den Kunden mit zunehmender Besorgnis betrachtet. Konzerne treffen Ihre Sortiments- und Geschäftsfeldentscheidungen gerade in stagnierenden Märkten oft abrupt und ohne Einbeziehung ihrer Kunden. Familienunternehmen bieten eine größere Kontinuität und Sicherheit. Unser Geschäft besteht zu 100% aus der Herstellung und Vermarktung von Release Linern. Von daher sind wir diesem Markt verpflichtet. Das schätzen unsere Kunden sehr", erläutert Gernot Becker, Geschäftsführer Verkauf und Logistik.

Andrea Scheddin, verantwortlich für Finanzen und Personal, erinnert sich: "Wir haben das Für und Wider bei diesem Projekt im Umfeld der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr sorgfältig analysiert. Letztlich war für uns ausschlaggebend, dass es auf der Kundenseite wenige und auf der Marktseite viele Überschneidungen gibt. Damit war uns schnell klar, dass die Kunden diesen Zukauf schätzen werden. Hätte einer der großen Konzerne zugeschlagen, wäre das vermutlich zu Lasten der Produktvielfalt gegangen. Gerade diese Vielfalt wird von den Abnehmern in unseren Marktsegmenten benötigt."

"In den letzten zwei Jahren hat Laufenberg in den Ausbau seiner Kapazitäten am Standort Krefeld investiert. Die Kapazitätserweiterung wurde im Februar 2009 erfolgreich abgeschlossen. Diese zukunftsweisende Investitionsentscheidung erleichtert nunmehr die reibungslose Übertragung des Geschäftes," so Jörg Soding. Neben Vorteilen durch Know-how-Transfer und Synergien erhöht Laufenberg mit dieser Akquisition sein Absatzvolumen um mehr als 40%. Dieses signifikante Wachstum soll dazu beitragen, die internationale Marktposition im Release Liner-Markt auszubauen und zu festigen.

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2.
Geschäftsklimaindex der Druckereien gesunken

Der vom Münchner ifo Insitut erhobene Geschäftsklimaindex der deutschen Druckindustrie sank im Februar um vier Prozentpunkte auf minus 43. Die Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr lagen fast unverändert bei minus 48 (plus 1). Die aktuelle Geschäftslage weist einen Wert von minus 37% aus, das heißt, die Differenz aus positiven und negativen Antwortanteilen liegt bei diesem Prozentsatz. 35% der befragten Druckereien sind im Auslandsgeschäft tätig. Ihre Beurteilung der Auslandsaufträge ist gegenüber dem Vormonat unverändert mit minus 21%. Die Erwartungslage im Auslandsgeschäft bezeichnen die Befragten mit lediglich minus 9% als zwar nicht gut, sie ist aber deutlich besser als das Inlandsgeschäft.

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3.
12. Altpapiertag in Düsseldorf

Prof. Dr. Klaus Töpfer, der ehemalige Bundesumweltminister und langjährige Direktor des UN-Umweltschutzprogramms Unep, wird auf dem zwölften Internationalen Altpapiertag des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), Bonn, sprechen. Er soll eine Grundsatzrede zum Thema "Kreislaufwirtschaft – ökologisches und ökonomisches Erfolgsmodell weltweit" halten. Außerdem möchte die Veranstaltung eine Antwort auf die Frage zur Zukunft des Sekundärrohstoffs Altpapier geben. Durch den Preisverfall der letzten Monate steht die Frage im Raum, ob aus dem Wertstoff wieder Abfall werden könnte. Der bvse erwartet 500 Gäste aus aller Welt, die sich am 26. März im Düsseldorfer Maritim Hotel am Flughafen treffen wollen.

Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, wird zum Thema "Die Auswirkungen der EU-Abfallrahmenrichtlinie" sprechen. In einer Podiumsrunde soll die Entwicklung der Altpapiermärkte bis 2015 beleuchtet werden. Dabei sein werden Wade Schützeberg von ACN Europe, William P. Moore aus den USA, Dr. Maarten Kleiweg de Zwaan, ehemaliger ERPA-Präsident, und Hubert Neuhaus, Vorsitzender des bvse-Fachverbands Papierrecycling. Die Leitung der Diskussionsrunde übernimmt Michael Brocker vom WDR.

Der provokanten Frage "Printmedien – ein Auslaufmodell?" wird Wolfgang Fürstner, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), in seiner Rede nachgehen. Dr. Hartmut Wurster, Vorstandsmitglied des international ausgerichteten Papierkonzerns UPM, behandelt das Thema "Altpapier als strategisches Substitut für Holz oder umgekehrt?" Die Zukunft der Verpackung ist das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Ingo Büren, Director Science & Technology, IPI – International Packaging Institute.

Abschluss der Veranstaltung bildet der traditionelle bvse-Altpapierabend. Die Veranstaltung wird in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch simultan gedolmetscht. Die Teilnahmegebühr beträgt 459 Euro. Für Mitglieder des bvse und Behördenvertreter wird ein geringerer Betrag erhoben.

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4.
SCA kann Umsatz steigern - etwas rückläufige Gewinne

Der schwedische SCA-Konzern hat im vergangenen Jahr einen um 4% erhöhten Umsatz von 11,92 Mrd. Euro erzielt. Dabei fiel der operative Gewinn auf 923,75 Mio. Euro (minus 36%) und der Nettogewinn um 33% auf 604,64 Mio. Euro. Während SCA mit seinen Hygieneprodukten den Umsatz und den operativen Ertrag steigern konnte, gelang dies bei Wellpappe nicht. Der Konzern hat im vergangenen Jahr seine Produktion von Wellpappenrohpapieren um 149.000 t gekürzt, 92.000 t der Produktionskürzungen fanden im vierten Quartal statt. Insgesamt gab das Unternehmen 526,24 Mio. Euro (i. Vj.: 635,74 Mio. Euro) für Investitionen und Akquisitionen aus. Dazu gehörten unter anderem weitere Zahlungen an Procter & Gamble für dessen europäisches Tissuegeschäft, die Inbetriebnahme einer zweiten Papiermaschine im Tissuewerk Barton, verschiedene Investitionen in Hygienewerke in Russland und eine Verbreiterung der Eigentümerschaft an dem chinesischen Tissueunternehmen Vinda. Außerdem verkaufte SCA verschiedene Wellpappenbetriebe in Großbritannien und Irland für insgesamt 152 Mio. Euro.

Die Nettoverschuldung zum Jahresende betrug 5,07 Mrd. Euro (i. Vj.: 4,02 Mrd. Euro). Innerhalb der nächsten sechs Monate muss das Unternehmen Kredite von 1,1 Mrd. Euro zurückzahlen. Gleichzeitig besitzt es ungenutzte Kreditlinien von 2,23 Mrd. Euro. Bargeld und bargeldähnliche Mittel belaufen sich auf 620 Mio. Euro.

Geschäftsbereiche
Im größten Geschäftsbereich Tissue stieg der Umsatz um 15% auf 4,144 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 256,47 Mio. Euro (plus 38%) – vgl. Tabelle. Ursächlich für die deutliche Gewinnerhöhung waren einerseits höhere Preise, aber auch die Akquisitionen – unter anderem das europäische Tissuegeschäft von Procter & Gamble. Insbesondere in Osteuropa und Lateinamerika gab es ein beträchtliches Mengenwachstum, das SCA nicht näher spezifiziert. Im so genannten Away from Home-Bereich (institutionelle Verwender wie Hotels) fielen die Umsätze bereinigt um Währungsverschiebungen um 2%, vor allem deshalb, weil die abverkaufte Menge abnahm. Genaue Zahlen nennt SCA auch hier nicht.

Im Geschäftsbereich Verpackungen fielen die Umsätze um 1% auf 3,61 Mrd. Euro bei einem deutlich verringerten Gewinn von 161,23 Mio. Euro (minus 44%). Sowohl die Produktion von Wellpappenrohpapieren nahm auf 2,3 Mio. t (minus 2%) wie auch die von Wellpappe um 7% auf 4,116 Mrd. m2 ab. Im vierten Quartal brach der operative Gewinn im Bereich Wellpappe um 84% auf 11,77 Mio. Euro ein. Dabei verringerte sich der Quartalsumsatz um fast 10% auf 835,85 Mio. Euro.

Im Bereich Forstprodukte, zu dem auch die Papierfabrikation gehört, gingen die Umsätze um 5% auf 1,8 Mrd. Euro zurück bei einem deutlich verringerten operativen Gewinn von 238,33 Mio. Euro (minus 23%). Bei Publikationspapieren gelang es immerhin, die Umsätze im Vergleich zum vierten Quartal des Jahres 2007 zu steigern. Die Umsätze aus den Sägewerken von SCA nahmen hingegen ab. Die Preise erniedrigten sich in diesem Bereich.

Aussichten
Wichtigste Priorität im Jahr 2009 wird es nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jan Johansson sein, den Cashflow zu verbessern, indem SCA auf Ausgaben verzichtet. Außerdem sollen die Kosten und das arbeitende Kapital weiter reduziert werden. Im Bereich Hygienepapiere rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einer weiter günstigen Entwicklung. Bei Verpackungen sieht er das Risiko eines Gewinnrückgangs, insbesondere deshalb, weil die Balance zwischen Angebot und Nachfrage nicht stimme. Für Forstprodukte geht er von einem stabilen Markt aus.


SCA: Nettoumsatz und operativer Gewinn (in Mio. Euro)
Nettoumsatz Q4/08 Q4/07 2008 2007
Personal Care 679,15 616,19 2519,54 2386,71
Tissue 1107,55 1008,96 4144,7 3599,56
Verpackungen 836,5 917,27 3611,33 3642,33
Forstprodukte 456,26 518,68 1804,53 2024,19
Publikationspapiere 256,26 243,95 973,54 941,14
Zellstoff, Holz u. Holzprodukte 200 274,73 837,47 1083,04
Sonstiges 40,92 34,34 158,53 144,27
konzerninterne Lieferungen -79,48 -92,44 -311,12 -359,39
Nettoumsatz gesamt 3040,92 3003,02 11927,53 11437,68
Operativer Gewinn/Verlust
Personal Care 76,88 84,34 314,47 246,32
Tissue 66,84 54,85 256,47 186,17
Verpackungen 11,77 74,73 161,23 286,28
Forstprodukte 55,93 74,62 238,33 309,93
Publikationspapiere 16,19 13,49 43,41 57,99
Zellstoff, Holz u. Holzprodukte 39,74 61,12 194,92 251,94
Sonstiges -12,95 23,65 46,76 -6,26
Operativer Gewinn gesamt 198,48 312,2 923,75 813,93
finanzielle Posten -74,29 -59,28 250,21 -206,26
Gewinn vor Steuern 124,19 252,91 673,54 889,52
Steuern 29,8 -22,03 -69 -116,19
Nettogewinn 153,99 230,88 604,53 773,32

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5.
M-real erneut mit hohem Verlust von 500 Mio. Euro

Der finnische M-real-Konzern musste im abgelaufenen Jahr erneut einen Umsatzrückgang auf jetzt 3,236 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,499 Mrd. Euro) hinnehmen. Dabei fiel ein operativer Verlust von 61 Mio. Euro (i. Vj.: 49 Mio. Euro Verlust) an. Der Jahresfehlbetrag einschließlich aller Einmalzahlungen aus verkauften Werken lag bei 508 Mio. Euro (i. Vj.: 195 Mio. Euro Verlust). Nachdem sich das Unternehmen bereits 2007 von seiner Großhändlergruppe Map Merchant getrennt hatte, hat es 2008, wie verschiedentlich in der apr berichtet, seine Sparte grafische Papiere weitgehend an die südafrikanische Sappi-Gruppe verkauft.

Insgesamt fiel die Papierproduktion von M-real im Jahr 2008 auf 1,761 Mio. t (i. Vj.: 1,911 Mio. t) und die Kartonerzeugung auf 1,345 Mio. t (i. Vj.: 1,386 Mio. t). Über den Verkauf seiner Grafiksparte konnte M-real im abgelaufenen Jahr insgesamt 750 Mio. Euro an "frischem" Geld erhalten. Davon gingen 480 Mio. Euro in Form von Bargeld an M-real, 220 Mio. Euro über eine Anleihe von Sappi und 50 Mio. Euro in Form von Sappi-Aktien. M-real nutzte dieses Geld, um seine Schulden um 630 Mio. Euro zu verringern. Die gesamten Verbindlichkeiten beliefen sich zum Jahresende noch auf 3,119 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,599 Mrd. Euro). Der Kurs der A-Aktien von M-real fiel in den letzten Monaten auf 74 Cent pro Stück, der von B-Aktien auf ca. 37 Cent. Zu den an Sappi verkauften Werken gehören Kirkniemi und Kangas in Finnland, Stockstadt und Biberist in der Schweiz mit einer Gesamtkapazität von 1,9 Mio. t grafischer Papiere.

Der durchschnittliche Kreditzinssatz, den M-real bezahlte, betrug im vergangenen Jahr 7%, die durchschnittliche Fälligkeit von Langzeitkrediten lag bei 2,9 Jahren. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich auf ca. 250 Mio. Euro. Über die Verkäufe und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität sank die Mitarbeiterzahl bis Ende 2008 drastisch von 12.675 auf 9087.

Geschäftsbereiche

Im größten Geschäftsbereich Karton fiel der Umsatz im Jahresverlauf nur sehr leicht auf 1,061 Mrd. Euro (vgl. Tabelle) bei einem operativen Gewinn von 24 Mio. Euro (i. Vj.: 61 Mio. Euro). Dabei gelang es 2008, die Preise zu erhöhen. Die ausgelieferte Menge an Karton ging um 4% auf 1,345 Mio. t zurück. In dieser Division verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um fast 240 auf 1664.

Bei Büropapieren ging der Umsatz auf 804 Mio. Euro (i. Vj.: 888 Mio. Euro) zurück bei einem operativen Verlust von 53 Mio. Euro (i. Vj.: 196 Mio. Euro Verlust). Die gesamte ausgelieferte Menge sank um 9% auf 1,081 Mio. t. Ursächlich hierfür war auch die Schließung des Werkes Wifsta. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich in diesem Bereich auf 1561 (minus 370).

Im Geschäftsbereich "Sonstige Papiere", zu dem auch gestrichene Papiere und Zellstoff gehören, fiel der Umsatz auf 622 Mio. Euro (i. Vj.: 657 Mio. Euro) bei einem operativen Verlust von 59 Mio. Euro (i. Vj.: 36 Mio. Euro Verlust). Dabei verbuchte M-real unter anderem eine Neubewertung für das Werk Hallein, die zu einem nicht cashwirksamen Einmalverlust von 66 Mio. Euro führte, und außerordentliche Erträge in Höhe von 23 Mio. Euro aus dem Verkauf des Werkes New Thames. Die in diesem Geschäftsbereich ausgelieferte Menge fiel um 38.000 t auf 680.000 t. Das Werk Hallein soll 2009 wenigstens teilweise geschlossen werden.

Im neuen Geschäftsbereich Marktzellstoff und Energie stieg der Umsatz auf 644 Mio. Euro (i. Vj.: 596 Mio. Euro) bei einem deutlich verbesserten operativen Gewinn von 106 Mio. Euro (i. Vj.: 25 Mio. Euro). Die bessere Profitabilität resultiert auch aus dem Anlauf der Zellstofffabrik von Metsä-Botnia in Uruguay, an der M-real beteiligt ist.

Aussichten
2008 gelang es dem Unternehmen, die Preise für Faltschachtelkarton zu erhöhen. Dies soll im laufenden Jahr erneut geschehen. Trotz der schwachen Nachfrage nach gestrichenen Papieren möchte M-real die Preise für dieses Produkt ebenfalls anheben. Bei ungestrichenen Feinpapieren scheint die Marktsituation so zu sein, dass Preisanpassungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müssen. Im ersten Quartal 2009 rechnet M-real mit einer Verbesserung seiner Gewinne, aber insgesamt noch mit einem klaren Verlust.


M-real - Umsatz und Gewinn der Divisionen (in Mio. Euro)
Umsatz Q4/2008 Q4/2007 2008 2007
Verbraucherverpackungen 248 259 1061 1069
Büropapiere 174 213 802 888
Sonstige Papiere 147 161 622 657
Marktzellstoff und Energie 150 147 644 596
Interner Umsatz und sonstige Geschäfte 3 48 105 289
Umsatz gesamt 722 828 3236 3499
Operativer Gewinn/Verlust
Verbraucherverpackungen -13 -1 24 61
Büropapiere -38 -179 -53 -196
Sonstige Papiere -75 -12 -59 -36
Marktzellstoff und Energie -2 7 106 25
Sonstige Geschäfte -33 -3 -79 97
Operativer Gewinn/Verlust gesamt -161 -188 -61 -49
% des Umsatzes -22,3 -22,7 -1,9 -1,4

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6.
Södra und Norske Skog beenden ihre Partnerschaft beim Holzeinkauf

Die Unternehmen Södra, Schweden, und Norske Skog, Norwegen, beziehen seit dem Jahr 2000 über die gemeinsame Tochter WoodLog (Wood and Logistics AS) Holz für ihre norwegischen Fabriken. Die Zusammenarbeit begann mit der Übernahme der zuvor von Norske Skog betriebenen Zellstoffwerke Tofte und Folla durch Södra. Södra hält 28% und Norske Skog 72% der WoodLog-Anteile.

Die Holzanforderungen der Partner haben sich, was beispielsweise Importe, Zertifizierungsbedarf und benötigte Holzsorten betrifft, in den letzten Jahren auseinanderentwickelt. Södra hat deshalb beschlossen, aus der Einkaufsgemeinschaft auszusteigen und die Holzbeschaffung in Norwegen selbstständig zu organisieren.

Norske Skog wird Södras WoodLog-Anteile zum 31. Dezember 2009 übernehmen. Bestehende Verträge zwischen WoodLog und den Holzlieferanten behalten auch nach der Übernahme des Unternehmens durch Norske Skog ihre Gültigkeit.

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7.
Myllykoski kann Umsatz in 2008 steigern

Entgegen mancher Konkurrenten in der Papier erzeugenden Industrie hat der finnische Myllykoski-Konzern im Jahr 2008 seine Umsätze um 1,8% auf 1,471 Mrd. Euro steigern können. Auch die Ertragslage hat sich verbessert. So beträgt der Nachsteuerverlust 21 Mio. Euro (i. Vj.: 37 Mio. Euro Verlust). Operativ verdiente Myllykoski 11 Mio. Euro, im Vorjahr war dies noch ein Verlust von 11 Mio. Euro. Seine finanzielle Situation bezeichnet das Unternehmen nach wie vor als gut. Wegen höherer Zinsen im abgelaufenen Jahr stiegen die Finanzaufwendungen auf insgesamt 32 Mio. Euro (i. Vj.: 26 Mio. Euro).

2008 hat sich das Unternehmen neu strukturiert. Es besteht nun aus Myllykoski Europe mit den Werken MD Albbruck, MD Plattling, Myllykoski Paper, Utzenstorf Papier und Lang Papier sowie den so genannten Alliance Partners Rhein Papier und Plattling Papier. Daneben gibt es noch Myllykoski North America mit den Werken Madison und Alsip.

Myllykoski Europe
Im Unternehmensbereich Myllykoski Europe blieben die Umsätze unverändert zum Vorjahr bei 1,251 Mrd. Euro bei einem operativen Verlust von 400.000 Euro (i. Vj.: 300.000 Euro Gewinn) und einer ausgelieferten Papiermenge von 1,963 Mio. t (i. Vj.: 2,002 Mio. t). Die Kapazitätsausnutzung der einzelnen europäischen Werke sei über das Jahr betrachtet hoch gewesen. Um seine Holzversorgung zu sichern, hat das Unternehmen ein Jointventure mit der Harvestia Oy gegründet. Diese Firma soll ab 2009 die Holzversorgung des Konzerns sicherstellen.

Myllykoski North America
Bei Myllykoski North America stieg der Umsatz auf 212 Mio. Euro (i. Vj.: 194 Mio. Euro) bei einem operativen Gewinn von 6 Mio. Euro (i. Vj.: 17 Mio. Euro Verlust). Die ausgelieferte Menge stieg leicht um 6000 t auf 331.000 t.

Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen insgesamt 88 Mio. Euro, vor allem in die Abwasserbehandlung von MD Plattling und eine neue Peroxidbleiche bei Myllykoski Paper. Außerdem baute die Firma bei ihrem Werk MD Albbruck ein neues Kraftwerk, das 2009 in Betrieb gehen soll. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich auf 2998 (i. Vj.: 3226).

Myllykoski weist darauf hin, dass der größte Risikofaktor die Entwicklung der Papierpreise sei. Eine 10%-ige Erhöhung des Durchschnittspreises bedeutet für die Gruppe einen um 145 Mio. Euro verbesserten Gewinn.

Aussichten
Seit März 2008 hat sich die weltwirtschaftliche Situation rasch eingetrübt. Die Verfügbarkeit von Finanzierungsinstrumenten ging zurück. Der Vorstand schätzt, dass eine Erholung nicht vor Mitte 2010 erfolgen wird. Da Kunden mehr und mehr von höheren Papierqualitäten auf einfache ungestrichene Papiersorten wechseln, meint der Vorstand, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen gestrichenen und ungestrichenen Sorten abnehmen wird. Im laufenden Jahr soll auch nach den Ankündigungen von Wettbewerbern die Gesamtkapazität deutlich reduziert werden. Dies dürfte einen positiven Einfluss auf die Marktbalance haben. Myllykoski rechnet außerdem damit, dass die Faserkosten weiterhin niedrig bleiben und die Energiepreise sich weiter verringern. Finanzierungsfragen sollen im laufenden Jahr eine größere Bedeutung einnehmen.

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8.
BASF richtet neuen Unternehmensbereich Papierchemikalien ein

Nach dem Kauf der Schweizer Chemiefirma Ciba wird die Ludwigshafener BASF AG in Zukunft einen eigenen Unternehmensbereich Papierchemikalien einrichten. Dies geschieht im Vorgriff auf die Integration der Ciba-Aktivitäten. Erste Organisationsveränderungen treten ab 1. April 2009 in Kraft. Mit der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und dem endgültigen Erwerb von Ciba rechnet die BASF gegen Ende des ersten Quartals 2009. Unmittelbar danach beginnt die so genannte Discovery-Phase. Während dieser etwa zwei Monate dauernden Analysephase werden gemeinsame Teams aus BASF- und Ciba-Mitarbeitern die akquirierten Geschäfte im Detail untersuchen. Durch diese Analyse sollen eine marktgerechte Positionierung für die kombinierten Geschäfte entwickelt und die beste Organisationsform abgeleitet werden. Basierend auf diesen Ergebnissen wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2009 der operative Integrationsprozess starten.

Der für das Segment Performance Products - zu dem auch der neue Bereich Papierchemikalien gehören wird - zuständige BASF-Vorstand Dr. John Feldmann wies auf die Vorteile der Veränderungen hin: "Mit diesem ersten Schritt richten wir unser Geschäft ganz klar an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus und schärfen so das Profil der Unternehmensbereiche in diesem Segment. Zugleich schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen, um die neuen Ciba-Aktivitäten im nächsten Schritt zügig und wirkungsvoll eingliedern zu können. Nach dem Closing werden wir gemeinsam mit den neuen Kollegen der Ciba die detaillierte Organisationsform für die kombinierten Geschäfte innerhalb unserer neuen Bereiche entwickeln."

Der Unternehmensbereich Papierchemikalien umfasst das Geschäft mit Papierchemikalien und -bindern sowie mit Kaolinmineralien, das derzeit noch vom Unternehmensbereich Acrylics & Dispersions betrieben wird. Leiter des neuen Bereichs wird Dr. Ehrenfried (Fred) Baumgartner (56). Nach dem Abschluss der so genannten Discovery-Phase soll das Ciba-Geschäft mit Produkten für die Papierherstellung in den Bereich Papierchemikalien integriert werden. Außerdem wird der Unternehmensbereich Acrylics & Dispersions in Dispersions & Pigments umbenannt. Dort wird das Geschäft mit Rohstoffen für die Lack- und Anstrichmittelindustrie gebündelt. Dazu wird das Dispersionsgeschäft durch das Geschäft mit Pigmenten und Harzen des Unternehmensbereichs Performance Chemicals ergänzt. Der Verkauf von Acrylmonomeren wird dem Bereich Petrochemicals zugeordnet. Das Geschäft mit so genannten Superabsorbern (unter anderem Höschenwindeln) wird im Bereich Care Chemicals weitergeführt. In den Bereich Dispersions & Pigments soll später der überwiegende Teil der Geschäfte aus dem Ciba-Segment Coatings Effects integriert werden.

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9.
Stand des freiwillig eingeführten Altpapier-Identifikationssystems

Vergangenen Herbst haben die europäischen Organisationen entlang der Altpapierlieferkette – CEPI (Confederation of European Paper Industries), ERPA (European Recovered Paper Association) und FEAD (European Federation of Waste Management and Environmental Services) – ein europäisches Identifikationssystem für Altpapier eingefürt, das es dem Altpapierlieferanten ermöglicht, sich für einen Lieferantencode seiner Altpapierballen zu registrieren. Das Altpapier-Identifikationssystem ist ein freiwilliges Projekt, das bei bilateralen Vereinbarungen zwischen Käufern und Verkäufern von Altpapier angewendet werden kann.

Als Standard wird die Möglichkeit angeboten, ein harmonisiertes Ballen-Identifikationssystem in bilateralen Verträgen anzuwenden, wenn Altpapierballen innerhalb Europas ausgeliefert werden. Jedes Mitglied der Altpapierkette kann seinen Lieferanten im Auge behalten, wodurch auch das Vertrauen erhöht werden soll. Öffentlichen Behörden kann Zugang zu den Lieferantencodes gewährt werden, um – falls notwendig – den Ursprung der Papierballen rückverfolgen zu können.

Als das europäische Altpapier-Identifikationssystem erstmals verfügbar war, sind verschiedene Papierfabriken der Empfehlung der europäischen Organisationen gefolgt und haben von diesem System Gebrauch gemacht, indem sie ihre Lieferanten aufforderten, ihr Altpapier entsprechend auszuweisen. In Fällen, in denen Systeme zur Lieferantenidentifikation bereits existierten, haben die Papierfabriken ihre Verträge entsprechend ihren Lieferanten angepasst, um den Anforderungen des einheitlichen europäischen Systems zu entsprechen.

Eine erste Bewertung der bis zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Daten zeigt, dass sich mehr als 500 Altpapierlieferanten für dieses System registriert haben. Verschiedene Altpapier-Lieferfirmen, die eigene Läger besitzen, haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Läger in dem System integrieren zu lassen. Offentliche Behörden haben bisher noch keinen Gebrauch davon gemacht, den Ursprung der Altpapierballen mit Hilfe des Identifikationssystems herauszufinden.

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10.
Sappi verzeichnet im ersten Quartal deutlichen Umsatzrückgang und kaum noch Gewinn

Der südafrikanische Sappi-Konzern, Johannesburg, musste im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres (31. Dezember 2008) einen 14%-igen Umsatzrückgang auf 1,187 Mrd. US-$ hinnehmen. Dabei fiel der operative Gewinn auf 57 Mio. US-$ (Vorquartal: 91 Mio. US-$) und der Nachsteuergewinn auf 23 Mio. US-$ (Vorquartal: 42 Mio. US-$).

Im mit Abstand größten Geschäftsbereich Sappi Fine Paper ging der Umsatz ebenfalls um 10% auf 998 Mio. US-$ zurück, und der operative Gewinn belief sich gerade noch auf 8 Mio. US-$ (Vorquartal: 31 Mio. US-$). In seinen europäischen Werken setzte Sappi 561 Mio. US-$ (minus 12,1%) um. Die operativen Erträge waren in Europa jedoch mit 13 Mio. US-$ (Vorquartal: 19 Mio. US-$) vergleichsweise stabil. Im Dezember hat Sappi in wesentlichem Umfang Abstellmaßnahmen seiner europäischen Werke in Kauf genommen. Die gesamte nachgefragte Menge nach holzfrei gestrichenen Papieren ging in Europa nach statistischen Erhebungen um 11% zurück. Die Preise für Sappi-Produkte stiegen im letzten Quartal um 7%.

Bei Sappi North America fiel die ausgelieferte Menge noch deutlicher um 18%, und der Umsatz ging um 5,5% auf 336 Mio. US-$ zurück. Dabei musste Sappi North America einen operativen Verlust von 7 Mio. Euro (Vorquartal: 11 Mio. Euro Gewinn) hinnehmen.

Das südafrikanische Unternehmen weist darauf hin, dass der Preisrückgang bei Energie, Holz und Chemikalien mit zeitlicher Verzögerung bei dem Unternehmen ankomme, da für all diese Produkte Läger bestünden bzw. Preise zeitlich fixiert wurden. Positiv wirkte sich für den südafrikanischen Konzern der Rückgang der Zinsen aus. Er führte dazu, dass die Nettofinanzierungskosten im letzten Geschäftsquartal bei 21 Mio. US-$ lagen, dies sind 7 Mio. US-$ weniger als im Jahr zuvor.

Aussichten
In Europa sei die Nachfrage nach gestrichenen grafischen Papieren auch Anfang Januar nach wie vor schwach gewesen. Sappi habe deshalb seine Produktionskapazitäten im Januar um 25% gekürzt. Nach der Übernahme der M-real-Werke, die gestrichene Feinpapiere herstellen, rechnet Sappi innerhalb der nächsten drei Jahre mit jährlichen Synergieeffekten von 120 Mio. US-$. Aufgrund der derzeitigen Marktlage sei es jedoch schwierig, diese positiven Effekte sofort zu heben. Der Vorstand geht davon aus, dass die Preise für wesentliche Einsatzfaktoren weiter fallen. Anfang Januar lag der Preis für Langfaserzellstoff noch bei 610 Euro, im Quartal zwischen September und Dezember betrug dieser im Durchschnitt 739 Euro.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres (31. März 2009) erwartet Sappi nochmals schwache Ergebnisse, und der kurzfristige Ausblick geht weiterhin von schwierigen Bedingungen aus. Einige Verbesserungen erwartet Sappi im letzten Quartal 2009 und Anfang 2010.

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11.
Moody's verringert Ratings von UPM, Stora Enso, Norske Skog und M-real

Die Firma Moody's Investors Service hat die Ratings der Konzerne UPM (Helsinki), Stora Enso (Helsinki), Norske Skogindustrier (Oslo) und M-real (Helsinki) verringert. Bei UPM reduzierte sich das Rating ungesicherter so genannter Senior-Anleihen von Baa3 auf Ba1, bei Stora Enso von Ba2 auf Ba1, bei Norske Skog von B2 auf auf B1, und bei M-real wurden alle so genannten Langzeitratings von B3 auf Caa1 gesetzt. Bei M-real seien die Aussichten negativ. Bei Sappi wurden die Aussichten von stabil auf negativ gesetzt, bei Smurfit Kappa von positiv auf stabil.

Die neuen Ratings spiegelten den deutlichen Druck bei der Nachfrage der Mehrzahl der grafischen Papiere und Verpackungspapiere sowie der Holzprodukte wider, so Moody's. Dies werde eventuell die Möglichkeit der genannten Firmen, Cashflow zu generieren und Schulden zurückzuzahlen, weiter einschränken, so Christian Hendker, Chefanalyst bei Moody's für die Papier- und Forstindustrie. Moody's erwartet temporäre oder dauerhafte Kapazitätsanpassungen, um der schwächeren Nachfrage gerecht zu werden.

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I.
PERSONALIA


Wolfgang Grotmann

Wolfgang Grotmann (43) ist seit dem 1. März 2009 neuer Geschäftsführer der VG Nicolaus GmbH & Co. KG, Kempten. Der neue Mann arbeitete vorher im Mayr-Melnhof-Werk Graphia in Bielefeld. Er zeichnet verantwortlich für das operative Geschäft des Faltschachtelwerks am Standort Kempten. Die VG Nicolaus Kempten ist ein Tochterunternehmen der in Belgien ansässigen Van Genechten Packaging-Gruppe, die mit neun Faltschachtelwerken, einem Extrusionsstandort sowie einer Verpackungsmaschinen-Vertriebsgesellschaft zu den marktführenden Faltschachtelherstellern Europas zählt.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Noch bis zum 13. März 2009 können sich Interessierte für die aktuellen Seminare "Die Welt des Verpackungsdrucks" (16./17. März, Beginn 16 Uhr) und "Die Welt der Wellpappeverpackungen" (18. März) bei der Thimm Akademie anmelden. Beide Veranstaltungen können auch im Paket gebucht werden. Veranstaltungsort ist das Hotel Freigeist, Gesundbrunnen, 37154 Northeim. Weitere Informationen unter Tel. (0 55 51) 7 03-809. Anmeldung im Internet.
- - -
www.thimm.de

Die Arbeitgeberverbände der norddeutschen, der ostdeutschen und der nordrhein-westfälischen Papierindustrie veranstalten vom 18. März 2009 (Beginn 12 Uhr) bis zum 19. März 2009 (Ende ca. 14 Uhr) im Maritim Airport Hotel Hannover einen Workshop zum Thema "Herausforderungen des demographischen Wandels – aktives Gestalten durch betriebliches Gesundheits- und Qualifizierungsmanagement". Der Workshop richtet sich sowohl an die Unternehmensleitungen als auch an die Personalverantwortlichen der Mitgliedsfirmen. Weitere Informationen im Internet.
- - -
www.agop.org


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III.
IMPRESSUM

Verlag:

P. Keppler Verlag GmbH & Co. KG
Industriestraße 2, D-63150 Heusenstamm (Germany)
Tel. +49 (0)6104 / 606 - 0, Telefax +49 (0)6104 / 606 - 336
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Redaktion:
Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur)
g.brucker@kepplermediengruppe.de
Siegfried Jütte (technische Redaktion)
s.juette@kepplermediengruppe.de
Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.
Bereichsleitung
Papier- und Druckzeitschriften:
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p.hanke@kepplermediengruppe.de
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IV.
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