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Allgemeine Papier-Rundschau
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1.
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Stora Enso will Aufträge in kostengünstige Werke umleiten |
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Jouko
Karvinen, der Vorstandsvorsitzende des schwedisch-finnischen Stora Enso-Konzerns,
wies in seiner Ansprache bei der Hauptversammlung der Aktionäre
darauf hin, dass das Unternehmen in der jetzigen kritischen Situation
bestimmte Aufträge umleiten wolle. Unabhängig davon, aus
welchem Land der Auftrag komme, werde er in das Land umgeleitet, das
über Werke verfüge, die zu geringsten Kosten produzieren
könnten. Wichtig sei es dabei außerdem, kritische Mengen zu
erzielen. Im Bereich Sägewerke und bei einigen Papiersorten
bedeute dies, dass Werke in Schweden, Belgien, Tschechien oder Russland
produzierten, während Werke in Finnland oder Deutschland
zeitweise stillgelegt würden.
Die Papierindustrie sei
insgesamt in einer kritischen Situation, speziell in Finnland. Die
variablen Kosten seien gestiegen, und zwar schneller, als es dem
Konzern gelungen sei, die fixen Kosten zu reduzieren. Die Gründe
hierfür seien vielfältig, so z. B. die angekündigten
russischen Zölle und der Nachfragerückgang im Markt. Es gehe
nun darum, neue Geschäftsmodelle und eine erhöhte
Flexibilität auf allen Gebieten zu finden. Entweder die Branche
werde ewig weiter darüber diskutieren, wie ein kleiner werdender
Kuchen zu verteilen sei, oder man arbeite zusammen, um ihn
größer zu machen. |
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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
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| Geplante Übernahme von Agnati durch MWU gescheitert |
| Die
geplante Übernahme des italienischen
Wellpappenmaschinenherstellers Agnati durch die US-amerikanische Firma
Berry Wehmiller und ihre Tochter MarquipWardUnited (MWU) ist aus nicht
näher genannten Gründen gescheitert. MWU hat von dem
Kaufvorhaben Abstand genommen. Eine Rolle könnte auch die massiv
schlechtere Auftragssituation im Maschinenbau gespielt haben. Wie
Agnati im Weiteren am Markt auftritt, muss die Zukunft zeigen. G.B. |
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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
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2.
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Auftragseingang im Maschinenbau halbiert |
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Der
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Frankfurt am
Main, wies darauf hin, dass sich der Auftragseingang im Februar
halbiert habe. Die Volkswirte des Verbands rechnen deshalb für die
Maschinenbauer in 2008 mit einem Umsatzrückgang von 10% bis 20%.
Derzeit liegt der Auftragsbestand im Schnitt bei 5,5 Monaten.
Der
deutliche Einbruch von Umsatz und Auftragseingang zeige, dass das
entscheidende Problem das Thema Finanzierung und Liquidität sei.
Viele Kunden hätten Probleme, Kredite zu erhalten, und
außerdem kämpften sie mit erhöhten Kosten für
diese. Zahlreiche Unternehmen wären außerdem von
Geschäftsbanken zu Sparkassen oder Volksbanken gewechselt. Ein
Ende des Rückgangs ist nach den Worten eines VDMA-Experten nicht
erkennbar. Allerdings seien Mittelständler stark daran
interessiert, hochqualifizierte Fachkräfte zu halten. Deshalb
sollen die Stammbelegschaften nur um 25.000 auf 950.000 sinken.
Immerhin, merkt der VDMA an, liefen die Geschäfte im Bereich Hütten- und
Walzwerkeinrichtungen, Verfahrenstechnik, Turbinen und Bergbaumaschinen
noch vergleichsweise gut. |
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3.
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Wettbewerbsbehörden genehmigen Ciba-Übernahme durch BASF |
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Sowohl
die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) als auch
die chinesische Wettbewerbsbehörde MOFCOM haben am 2. April 2009
die Übernahme der Ciba Holding AG durch die BASF genehmigt. Dabei
wurden keine Auflagen erteilt, die über die Forderungen der
EU-Kommission in ihrer Entscheidung hinausgehen. Außerdem wurde
die Auflage der EU-Kommission erfüllt, noch vor Vollzug des
Übernahmeangebots einen Kaufvertrag über die
Veräußerung des Ciba-Geschäfts mit dem
Licht-Stabilisator Chimassorb 119 FL (HALS) abzuschließen.
Käufer ist das italienische Unternehmen Sabo S.r.l.
Damit
sind die Voraussetzungen für den Vollzug des
Übernahmeangebots (Closing), d. h. Auszahlung des Angebotspreises
von 50 sfr je angedienter Aktie und Übertragung der Aktien auf die
BASF, erfüllt. Geplanter Vollzugstermin ist der 9. April gewesen.
Die BASF hält rund 95,8% der Ciba-Aktien. |
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4.
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Eka Chemicals schließt norwegisches Natriumchlorat-Werk |
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Die
schwedische Eka Chemicals AB, Göteborg, gab bekannt, dass sie ihr
norwegisches Werk zur Produktion von Natriumchlorat in Mo i Rana
dauerhaft schließt. Dort werden 31 Mitarbeiter beschäftigt.
Dies geschehe, um der Marktsituation im Bereich Zellstoff und Papier
gerecht zu werden, so Johan Landfors, Geschäftsführer von Eka
Chemicals Europe. Die Mitarbeiter und Gewerkschaften wurden über
den Schritt informiert. Das Unternehmen hat einen Sozialplan
aufgestellt.
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5.
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Druckindustrie - ein Unternehmensberater warnt: Branche laufe Gefahr, sich selbst zu zerstören |
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Immer
mehr Druckereien beklagen massive Umsatzrückgänge und einen
ruinösen Preiskampf. Umsatzeinbrüche von bis zu 20% sind im
ersten Quartal 2009 keine Seltenheit, so der Unternehmensberater
Michael Apenberg, Hamburg. Obwohl die deutschen Druckereien keinen
Spielraum für weitere Preissenkungen hätten, könnten es
einige Unternehmer nicht lassen, Kundenaufträge über
Preiszugeständnisse zu akquirieren. Dieses unverantwortliche und
dumme Verhalten gefährde nicht nur ihre Betriebe, sondern die
Unternehmen einer ganzen Branche. "Wer heute seine Preise nach
unten korrigiert, wird sie in Zeiten der konjunktureller Erholung nicht
mehr nach oben anpassen können und bleibt so auf seinen schlechten
Preisen sitzen", so Apenberg weiter.
Kapazitäten aus dem Markt nehmen
"Wir
appellieren an die Druckunternehmer, Kapazitäten aus dem Markt zu
nehmen und die Personalkosten durch Kurzarbeit oder temporäre
Betriebsvereinbarungen an die Marktverhältnisse
anzugleichen", so die Empfehlung der Hamburger Berater.
"Fordern Sie Ihre Verbände auf, Aktionen zu starten, die
einen kontrollierten vorübergehenden Kapazitätsabbau in der
Branche ermöglichen", empfiehlt Apenberg. "Statt sich
in Preiskämpfen zu verausgaben, sollten die Unternehmer die Krise
für Veränderungen nutzen", so die weitere Empfehlung
der Hamburger Managementberater. Nach deren Meinung ist jetzt die Zeit
gekommen, verkrustete Organisationsstrukturen aufzubrechen, mit der
Vertriebsorganisation zu innovieren, mit Wettbewerbern zu fusionieren
oder sie zu kaufen sowie wichtige Investitionen vorzuziehen. |
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6.
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B&B schließt Papiermaschine für ungestrichene grafische Papiere |
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Ende
Juni 2009 wird die Firma Brigl & Bergmeister GmbH (B&B), Niklasdorf
(Österreich), die Papiermaschine 4 im Tochterwerk Papirnica Vevce
in Slowenien stillegen. Es handelt sich um eine kleine Anlage,
auf der jährlich ca. 20.000 t ungestrichene grafische Papiere
produziert werden. Die PM 4, heißt es, sei am Markt der grafischen Naturpapiere,
der von sehr großen, schnellen und meist integrierten
Papiermaschinen dominiert werde, nicht mehr nachhaltig
wettbewerbsfähig.
Die gegenwärtige wirtschaftliche
Lage zwinge auch B&B zu Restrukturierungsmaßnahmen, und mit
diesem Schritt erfolge nun eine Konzentration auf das Kerngeschäft
- Etikettenpapiere und flexible Verpackungspapiere. Diese
Kernsegmente seien durch die Abstellmaßnahme nicht
betroffen. Brigl & Bergmeister ist Teil der
österreichischen
Prinzhorn-Gruppe und fertigt Etikettenpapiere und fexible
Verpackungspapiere in zwei Werken. |
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7.
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Willy Michel KG und Verpackungsproduzenten HLB und SFV gründen "flexfamily" |
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Gemeinsam
mit den Bruchsaler Unternehmen HLB Verpackung und SFV Verpackung hat die
Göttinger Willy Michel KG die "flexfamily" ins Leben gerufen. Hinter
dem Namen verbirgt sich die Kooperation der drei Familienunternehmen,
die in Zukunft als Netzwerk für Produkte im Bereich flexible
Verpackungen zusammenarbeiten werden.
"Die Kooperation
verstehen wir als einen wichtigen Schritt für unsere
Zukunftssicherung", sagt Peter Michel, Geschäftsführer
der Willy Michel KG. "Gemeinsam mit HLB und SFV Verpackungen
können wir unseren Kunden noch mehr Vielfalt und Flexibilität
bieten, ohne die bewährten Eigenschaften unserer
Familienunternehmen zu vernachlässigen."
Trotz
Kooperation bleibt dabei jedes Unternehmen rechtlich
selbstständig. "Wir sehen uns als Mitglieder einer Familie,
die zwar eigenständig sind, sich aber gegenseitig
unterstützen und inspirieren", erklärt Friedrich
Schäfer, Geschäftsführer von HLB & SFV Verpackung. "Das
heißt für unsere Kunden: Was sie an uns schätzen,
bleibt erhalten und wird durch gebündeltes Know-how und ein
erweitertes Produktspektrum ergänzt."
Das gemeinsame
Produktportfolio der kooperierenden Unternehmen umfasst ein breites
Spektrum flexibler Verpackungen mit Fenster und/oder Tragegriff,
Sleeves, Rundum-Etiketten, Automatenrollen aus Papier, Folien oder
Verbundmaterialien.
Für die Zukkunft planen die
Kooperationspartner, nach und nach immer enger zusammenzuarbeiten, ihre
Produkte aufeinander abzustimmen und gemeinsam als ein starker Partner
für flexible Verpackungen aufzutreten.

Die
Geschäftsführer der flexfamily-Unternehmen (v.l.n.r.): Peter
Michel, Friedrich Schäfer und Harald Schäfer |
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8.
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Södra bietet auch Zertifizierung nach FSC an |
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Der als Kooperative geführte schwedische Forstkonzern Södra bietet seinen Mitgliedern in
Zukunft die Möglichkeit, eine Zertifzierung nach Forest
Stewardship
Council (FSC) durchzuführen. Ursächlich hierfür sei die
starke Nachfrage nach FSC-zertifzierten Produkten. Die Zertifzierung
nach FSC ermögliche den Forsteigentümern größere
Erträge. Södra will seinen Mitgliedern in Zukunft eine
zweifache Zertifzierung sowohl nach FSC als auch nach PEFC (Programme
for the Endorsement of Forest Certification) anbieten. Daneben bleibt
die Möglichkeit einer Zertifizierung nach einem der beiden
Systemen. Nähere Informationen zu dem Themen will Södra im
Frühjahr bekannt geben.
Zurzeit haben 15.500 Mitglieder
von Södra eine Zertifzierung nach PEFC, diese besitzen 1,5
Millionen Hektar, was etwa zwei Drittel des gesamten Waldbestandes
aller Södra-Mitglieder entspricht. |
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9.
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bvse sieht Neuregelungsbedarf bei der Verpackungsentsorgung |
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Vor
140 Teilnehmern der Tagung "Verpackungsverordnung - Bis hierhin
und nicht (so) weiter" des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und
Entsorgung (bvse) machte die baden-württembergische
Umweltministerin Tanja Gönner deutlich, dass sie einer umfassenden
Neuregelung der Verpackungsentsorgung in Deutschland nicht abgeneigt
ist. Sie hob hervor, dass die Änderungen in den letzten zehn
Jahren sich immer nur auf bestimmte anstehende Teilprobleme bezogen
hätten. In Anbetracht der inzwischen erreichten Komplexität
der Verpackungsverordnung, so Gönner, müsse man sich genau
fragen, ob "wir bei einer Änderung die auftretenden Probleme
wie in der Vergangenheit scheibchenweise lösen wollen und auch
können". Die ursprünglich angelegte Struktur lässt
nach Meinung der CDU-Politikerin eine einfache Reparatur nicht mehr
zu. Es müsse grundsätzlich über eine Änderung des
bestehenden Systems nachgedacht werden. Dabei werde man nicht umhinkommen, sich vertieft mit den
Fragen nach einer nachhaltigen, im Sinne einer ökologisch,
ökonomisch und sozial bestmöglichen Erfassung und Entsorgung
von Verpackungen auseinanderzusetzen. Nach ihrer Meinung werden die in
der fünften Novelle beschlossene Folgeabschätzung und das
Planspiel einen wichtigen Anstoß für die politischen und
fachlichen Diskussionen geben können.
Der Beigeordnete
des Deutschen Städtetages, Jens Lattmann, vertrat ebenfalls die
Ansicht, dass die Verpackungsentsorgung in Deutschland neu geordnet
werden sollte. Dabei sollten die Ergebnisse des Planspiels
berücksichtigt werden, weil damit auch eine höhere
Vollzugsakzeptanz erreicht werden könne. Er sah die
zukünftige Aufgabe der dualen Systeme darin, eine Clearingfunktion
auszuüben. Die Ausschreibungen sollten dann die Kommunen im
Auftrag der dualen Systeme durchführen und nicht "aus
eigenem Recht". Damit könne die von der Wirtschaft
abgelehnte Inhouse-Vergabe ausgeschlossen werden. Den Kommunen gehe es
aber nicht nur um die Ausschreibung allein, sondern um die
Zuständigkeit bezüglich der Vertragspflege über die
gesamte Vertragslaufzeit.
Der Präsident des bvse, Burkhard
Landers, begrüßte diesen neuen Ansatz des Deutschen
Städtetages, der "Bewegung in die Diskussion" bringe.
Grundsätzlich betonte Landers, dass der bvse zur
Produktverantwortung stehe und an dem ursprünglichen Ansatz der
Verpackungsverordnung, nämlich ökologische Ziele mittels
Zuweisung von Verantwortlichkeit und Kostenträgerschaft zu
erreichen, festhalte.
Landers beklagte jedoch, dass man
sich von diesem ursprünglichen Ansatz der Verpackungsverordnung
inzwischen ein gutes Stück entfernt habe. Bei der Erfüllung
der Produktverantwortung gehe es längst nicht mehr um
ökologische Ansprüche. Produktverantwortung werde als
Kostentreiber wahrgenommen, die Realisierung nachhaltiger und
anspruchsvoller Ziele sei erst in zweiter Linie von Interesse.
Dabei
habe Deutschland als rohstoffarmes Land gar keine andere Chance, als
die Ressourcen nach den ersten Lebenszyklen der Produkte des
täglichen Lebens zu heben und sie für die weitere
volkswirtschaftliche Nutzung dienlich zu machen. Und mit Blick
auf die augenblickliche Wirtschaftskrise fügte Landers hinzu:
"Wir müssen mit unseren Sekundärrohstoffen auch und
besonders unter schwierigen Marktbedingungen sorgsam umgehen. Wir
dürfen nicht den Fehler machen, in panischen Reaktionen die
langsam und mühevoll aufgebaute positive Akzeptanz für
Sekundärrohstoffe wieder in Frage zu stellen."
Für den
bvse stehe deshalb das Ziel im Vordergrund, die hochwertige stoffliche
Verwertung weiterzuentwickeln. Dabei trete der Verband für die
Fortführung der getrennten Wertstoffsammlung unter Beibehaltung
der Flächendeckung ein und wolle den Trend hin zu
konzerndominierten Strukturen stoppen, damit der Mittelstand in der
Recycling- und Entsorgungsbranche nicht ausgesperrt werden könne
oder nur noch als Subunternehmer gebraucht werde.
Ausschreibungen ohne die Kommunen
Deshalb
kann es viel Sinn machen, so Landers, dass künftig die
Ausschreibungen über die Kommunen erfolgen, ohne das die
Kommunen ihre eigenen Unternehmen per Inhouse-Vergabe beauftragen
dürfen. So würde die Vertragsvergabe von neutraler
Seite erfolgen und nicht durch direkte Konkurrenten im
Entsorgungsgeschäft. Die kleinteiligen, auf die regionalen
Bedürfnisse abgestimmten Ausschreibungen eröffneten
außerdem den mittelständischen Unternehmen bessere Chancen
als bisher.
Zuvor hatte bereits Prof. Dr. Frenz darauf hingewiesen, dass die dualen Systeme nicht Eigentümer der
Verpackungsmaterialien seien und diese auch nicht für sich
beanpruchen könnten. Landers betonte vor diesem Hintergrund, dass
die dualen Systeme nach dem ursprünglichen Grundverständnis
der Verpackungsverordnung nur dazu da seien, die Rücknahme- und
Verwertungspflichten der Hersteller und Vertreiber zu bewirken, nicht
aber sie selbst wahrzunehmen. Diesem Grundgedanken der Verordnung
müsse wieder Geltung verschafft werden.
Damit eng
verknüpft sei die Frage der Ausschreibung im Hinblick auf die
Verträge für Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und
Verwertung der gesammelten Verpackungen. Auch hier hätten die
dualen Systeme - mit oder ohne eigenem oder verbundenem
Entsorgungsunternehmen - keine Vorzugsposition. Die entsprechenden
Verträge seien nach wie vor im Wettbewerb zu vergeben. Eine
freihändige Vergabe oder eine Eigenleistung der vertikal
integrierten Systemgesellschaft dürfe es nicht geben.
Deshalb
will der bvse mit Hilfe des Gutachtens von Prof. Frenz erreichen, dass
der direkte Zugriff der Systembetreiber auf die Wertstoffe verhindert
wird. "Wir haben in der jüngeren Vergangenheit zusehen
müssen, wie die Systemgesellschaften das Eigentum an den
Wertstoffen aus Haushaltungen für sich reklamiert haben und damit
den Lebensnerv der kleinen und mittleren Aufbereitungs-, Verwertungs-
und Entsorgungsbetriebe treffen. Dieses Vorgehen widerspricht nicht nur
dem europäischen Wettbewerbsrecht, sondern auch der
ursprünglichen Intention der Verpackungsverordnung," betonte
bvse-Präsident Burkhard Landers. |
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10.
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UPM verbessert seine Umweltleistung |
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Der finnische UPM-Konzern hat im Jahr 2008 nach eigenen Angaben seine Kohlendioxid- und Schwefeldioxid-Emissionen
deutlich verringert. Bei anderen Umweltparamentern sei die Entwicklung
ebenfalls positiv gewesen, was das Ziel von UPM untermauere,
Spitzenreiter in der neuen Forstindustrie zu sein, erklärt das Unternehmen. "Wir sind
insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer Leistungen im
Umweltbereich", erklärt Dr. Hartmut Wurster, Executive Vice
President, Technology. "Eine anhaltende Verbesserung ist das Ziel
von UPM, und wir werden daran arbeiten, auch in 2009 die Emissionen
weiter zu reduzieren."
Veränderungen im
Brennstoffgemisch und eine verbesserte Energieeffizienz
führten 2008 im Vergleich zu 2007 zu einer Verringerung der
fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 12% und der SO2-Emissionen
um 30%. Seit 1990 hat UPM rund 1 Mrd. Euro in neue, mit Biomasse
gefeuerte Kraftwerke und Rückgewinnungskessel investiert. Diese
langfristigen Investitionen haben die fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 40% gesenkt.
Bei
der Abwasserbehandlung der Zellstoffwerke konnten die AOX-
(absorbierbares, organisch gebundenes Halogen) und die COD- (chemischer
Sauerstoffbedarf) Emissionen pro Tonne Zellstoff um 6% reduziert
werden. Der Abwasseranfall pro Tonne Zellstoff und Papier blieb auf dem
gleichen guten Niveau wie in den vergangenen Jahren. Die absolute
Abwassermenge reduzierte sich aufgrund verringerter Produktionsmengen
um 8%. Die Menge an Sondermüll verringerte sich durch die
erhöhte Wiederverwertung von z. B. Asche als Rohstoff für den
Straßenbau und als Bodendünger um 12%.
Ziel von UPM
ist eine anhaltende Verbesserung und Reduzierung
der Umweltbelastung. Als ein Zeichen für
seine umfassende
Umweltleistung sieht der Konzern die Tatsache, dass die meisten
seiner Papiersorten das EU Eco Label tragen. Es wird nur an
Produkte
vergeben, deren Umwelteinflüsse während ihres gesamten
Lebenszyklus gering sind. |
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11.
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Hunkeler Innovation Days - Neues aus den Papier verarbeitenden Industrien |
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Wenn
die Hunkeler AG zu ihren alle zwei Jahre stattfindenden Innovation Days
einlädt, kommen erfahrungsgemäß viele Besucher aus der
ganzen Welt nach Luzern. Auch diesmal, vom 16. bis 19. Februar 2009,
bevölkerten weit über 4000 Fachleute aus der
Papierverarbeitung zwei Hallen des Luzerner Messegeländes Allmend.
Schließlich gab es von Hunkeler und weiteren 60 Ausstellern
einige Neuigkeiten zu sehen; außerdem wollte man auf dem
Doxnet-Forum (Doxnet – Document X-perts Network e.V. ist ein
branchenübergreifender, multinationaler Fachverband zur
Förderung der Dokumenten-Management-Techniken im
Hochvolumenbereich) Erfahrungen austauschen, nach dem Motto: Wohin geht
die Druckbranche in diesen schwierigen Zeiten? Stefan Hunkeler,
Geschäftsführer der AG, beschrieb die Situation am Markt so:
"Was wird, wissen wir nicht genau, sind aber für das Jahr
2009 positiv optimistisch."
Bahninspektion: Produktionsweite Qualitätssicherung
Zum
ersten Mal demonstrierte Hunkeler das Web Inspection System WI6 als
voll integrierte, linienübergreifende Lösung. Das für
den Vollfarbendruck konzipierte System arbeitet mit
hochauflösender Videotechnik und überwacht die bedruckte
Papierbahn über ihre gesamte Breite bei laufender Produktion.
Qualitätsmängel werden im Text, in Strichelementen, in Logos
und in gerasterten Bildern erkannt und an den zentralen "Site
Manager" gemeldet, der seinerseits den Nachdruck des
entsprechenden Dokuments auslöst. Das WI6 registriert ebenso
Markierungen, die bei der Kalibrierung des Systems vor Produktionsstart
als unbedruckt definiert wurden. Fehlerhafte Dokumente lassen sich in
der Nachverarbeitung automatisch aus dem Produktionsfluss ausschleusen,
wobei nach Bedarf ein Nachdruck ausgelöst werden kann. Hunkeler
bietet das WI6 für den einseitigen Druck und für die
Duplex-Produktion an, als Inline-Version nach dem Druckprozess oder als
Stand-alone-Variante. Eine Stärke des Web Inspection Systems ist
seine bereichsübergreifende Funktionsweise. So lassen sich die
Herstellungsprozesse auf digitalen Produktionslinien und das Finishing
in das zentrale Qualitätsüberwachungssystem integrieren.
Mailing-Produktion mit dem "Folder-Merger"
Auf
der Drupa 2008 präsentierte Hunkeler den Folder-Merger FM6
erstmals als Technikstudie. In Luzern stand das neue, jetzt für
den Markt freigegebene Modul in einer Mailing-Linie im Einsatz. Der
Folder-Merger kombiniert den Pflugfalz und die Bahnzusammenführung
mit Trennschnitt in Längsrichtung in einer kompakten Komponente
und ist mit wenigen Handgriffen von der Falz- auf die Merger-Funktion
umgestellt. Bei einer Leistung von 180 m/min produzierte das FM6-Modul
Mailing-Erzeugnisse ab Rolle mit Inline-Verarbeitung auf einem
Hochleistungsschneider und einer Falzmaschine von Horizon.
Randbeschnitt und Rausschnitt wurden über die neue
Kompaktabsaugung HKU 2000 der Hunkeler Systeme AG entfernt.
Dynamische Quer- und Längsperforation
Im
Zusammenhang mit individualisierten Direct-Mailings gewinnt die
dynamische Quer- und Längsperforation mit unterschiedlichen
Perforationsmustern von einem Exemplar zum nachfolgenden an
Stellenwert. Bei über 60% der produzierenden Farbdrucksysteme ist
diese Inline-Funktion inzwischen verlangt. In Zusammenarbeit mit dem
italienischen Hersteller Tecnau bietet Hunkeler eine Lösung, die
über intelligente Marken gesteuert wird. In Luzern war das Modul
gleich in drei Linien integriert: Kodak VL2000, Xeikon 8000 und
Infoprint 5000.
Zeitungsproduktion mit variablem Seitenumfang
Dank
seinem Engagement in der Entwicklung von Finishing-Systemen im
digitalen Zeitungsdruck (newspaper on demand) nimmt Hunkeler hier eine
Pionierrolle ein und bietet ein entsprechendes Konzept. Nachdem der
Trommelsammler DC7 vor zwei Jahren zu den herausragenden Neuheiten
zählte, stand in Luzern dieses Sammelmodul für 660 mm
Bahnbreite und integrierter Strich- und Punktleimung für die
dynamische Herstellung von Zeitungen im Einsatz. Als Neuheit wurde die
Herstellung großformatiger Zeitungen mit variablem Umfang (bis zu
24 Bogen bzw. 96 Seiten) vorgestellt. Dazu war der Zeitungslinie eine
Falzmaschine Stahlfolder von Heidelberger mit dynamisch gesteuerten
Falzwalzen nachgeschaltet.
Formatvariables Book-on-demand
Eine
Premiere stellte die formatvariable Buchproduktion auf einem
Einzelblattdrucksystem VarioPrint VP 6250 von Océ mit
exemplarweise dynamischem Formatwechsel dar. Neu im Einsatz auf dieser
Linie stand das Hunkeler-Stapelmodul LS6-S für das direkte
Beleimen der Signaturen. Die so erzielte Stabilisierung der
zusammengetragenen Signaturen in einem Buchblock trägt wesentlich
zu einer sicheren und einfacheren Zuführung in den Klebebinder im
Nearline-Verfahren bei.
Premiere für Sappi
Zum
ersten Mal überhaupt stellt Sappi Fine Paper Europe als einer der
führenden Hersteller von gestrichenen und ungestrichenen Papieren
auf den Hunkeler Innovation Days aus. Seine Präsenz in Luzern
begründete Sappi mit der Expansion des Unternehmens im Bereich der
ungestrichenen Papiere. Nach dem Kauf der Sparte "grafische
Papiere" von M-real und der damit einhergehenden Übernahme
von vier Werken im Jahr 2008, hätten Kunden nun eine nie da
gewesene Auswahl. Und das Markenportfolio wachse weiter, da Sappi sein
Angebot an gestrichenen und ungestrichenen Papieren für den
Digitaldruck ausbaue. In Luzern konnten die Besucher die
Qualitäten von "Magno Satin" im Digitaldruck am
Kodak-Stand erleben.
Resümee
Am Donnerstagmorgen
(dem letzten Messetag) wurden die Luzerner und die angereisten Besucher
der Innovation Days mit einem großen Knall aus dem Schlaf
gerissen: die Luzerner Fasnacht hatte pünktlich um 5 Uhr begonnen.
Auf dem Marktplatz wurde aus einer großen Kanone Konfetti
verschossen, wunderschöne Masken, Guggemusik und viele verkleidete
Narren bevölkerten die Straßen und Plätze. Fazit: Die
Alemannische Fasnacht sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen wie
die Hunkeler Innovation Days. Die Fachbesucher haben allesamt hohe
Kompetenz und Entscheidungsbefugnis. Die ausstellenden Partnerfirmen
waren unisono der Meinung, dass die 2009er Veranstaltung gerade in
einem so schwierigen Jahr besondere Akzente gesetzt habe.
Die
nächsten Innovation Days find im Frühjahr 2011 statt - wieder
in der wunderschönen Stadt Luzern in der Schweiz.
Jürgen Schulz-Wachler

Das Bahninspektionssystem WI6 von Hunkeler arbeitet mit hochauflösender Videotechnik. |
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12.
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Södra präsentiert den "Parupu" - ein Stuhl aus Zellstoff |
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In
Zusammenarbeit mit dem Design- und Architekturbüro Claesson
Koivisto Rune hat Södra einen Stuhl aus Zellstoff entwickelt, der
Ende April auf der Mailänder Möbelmesse der
Öffentlichkeit vorgestellt wird. Gedacht ist der Stuhl für
Kinder. Trotz seiner papierähnlichen Anmutung ist er haltbar und
wasserbeständig. Er ist recycelbar, umweltfreundlich,
stapelfähig, bunt und bestens für Spaß und Spiel
geeignet. Nach mehrjähriger Forschung und Entwicklung steht der
Stuhl kurz vor seinem Weltdebüt. Ziel der Designer war es von
Anfang an, ein Möbelstück zu gestalten, das sich wie Papier
anfühlt, zugleich aber eine Haltbarkeit aufweist, wie sie
normalerweise mit Materialien wie Stahl, Holz oder Hartplastik
assoziiert wird.
Das Design- und Architekturbüro wollte
seit langem einen Stuhl aus Papier herstellen. Gemeinsam mit Södra
und dem Forschungsunternehmen STFI Packforsk erforschte und testete
Claesson Koivisto Rune die Eignung des Materials für die
Konstruktion eines robusten und praktischen Kinderstuhls. Nach dem
japanischen Wort für Zellstoff trägt der Stuhl den Namen
"Parupu". "Das Material hat sich - unter unserer
Aufsicht - mehr oder weniger selbst gestaltet. Dazu haben wir unsere
Fähigkeiten und Erfahrungen mit den technischen Möglichkeiten
des Materials kombiniert", erklärt Mårten Claesson,
einer der Partner von Claesson Koivisto Rune.
Bei dem Produkt
handelt es sich um einen von Södra Cell bereitgestellten
Spezialzellstoff kombiniert mit PLA, einem biologisch abbaubaren
Plastik aus Maisstärke und Rohrzucker. Das Ergebnis sei ein
umweltverträgliches, recycelbares Material mit
plastikähnlichen Eigenschaften. Der Stuhl lasse sich leicht
reinigen und "überlebe" auch bei intensiver Nutzung
eine ganze Kindheit. Das Ausgangsmaterial des Stuhls, das formbar ist
und in einer Vielzahl von Anwendungen das traditionelle Plastik
ersetzen könnte, wurde auf den Namen DuraPulp getauft. DuraPulp
fühlt sich an und sieht aus wie Papier. In einer Stärke von
wenigen Millimetern ist es in der Lage, einen Menschen zu tragen. Es
kann ohne Qualitätsverlust über mehrere Jahre im Freien
eingesetzt werden.
"Parupu ist das erste Produkt aus
diesem neuen Material, das ausschließlich aus erneuerbarer
Zellulose besteht", sagt Karin Emilsson, Technologiedirektorin
und F&E-Managerin bei Södra. "DuraPulp eignet sich zudem
für die Herstellung von Qualitätsverpackungen und
-beschilderungen und lässt sich in gewöhnlichen
Papiermaschinen problemlos verarbeiten. Wir hoffen, dass der Stuhl das
Interesse unserer Kunden wecken und sie zu Ideen anspornen wird, und
dass auch neue Kundengruppen und Märkte darauf aufmerksam
werden." Södra stellt Parupu im Mailänder Superstudio
erstmalig anlässlich der Möbelmesse und Designwoche vom 22.
bis 28. April vor. Södra präsentiert sich dort mit Claesson
Koivisto Rune und STFI Packforsk auf einem gemeinsamen Stand.
Ab
Mitte April wird es möglich sein, das gesamte Projekt von der
ursprünglichen Idee bis zur Mailänder Messe auf der neuen
Södra Webseite zu verfolgen. Hier wird das Unternehmen auch
künftig die Entwicklung des Zellstoffstuhls Parupu dokumentieren
und weitere geplante Innovationen präsentieren.
- - -
www.sodrapulplabs.com |
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13.
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Druckindustrie - aktuelle Geschäftslage verschlechtert sich |
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Die
aktuelle Geschäftslage der deutschen Druckindustrie hat sich nach
einer Umfrage des Münchner ifo Instituts um zehn auf minus 47
Indexpunkte verschlechtert. Im März 2008 lag die Einschätzung
noch bei plus neun Punkten. Die Beurteilung der Auftragsbestände
liegt bei minus 65 und hat sich damit gegenüber dem Vormonat um
weitere zwei Indexpunkte verschlechtert. Das Geschäftsklima als
Indikator für die Entwicklung der Geschäfte im nächsten
Quartal ging um acht Prozentpunkte auf minus 51 zurück. Auch die
Geschäftserwartung für das nächste halbe Jahr sank um
sieben Punkte auf minus 55. Nach diesen Antworten erwarten 4% der
Unternehmen eine verbesserte, 49% eine verschlechterte
Geschäftslage, 37% gehen von keinen Änderungen aus. |
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I.
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Ari Rinkinen,
derzeit Vice President Marketing und Vertrieb bei der finnischen Walki
Group, wird Vice President Asia Pacific. In dieser neu geschaffenen
Position wird Rinkinen verantwortlich sein für die Vertriebs- und
Marketingaktivitäten von Walki in der asiatisch-pazifischen
Region. Außerdem ist er für den Ausbau der
geschäftlichen Präsenz in diesem Gebiet durch Allianzen,
Akquisitionen und Expansionsinvestitionen verantwortlich. Rinkinen hat
sein Büro im chinesischen Werk Changshu, Schanghai. Er wird an Leif Frilund,
Präsident und CEO der Walki Group, berichten. Er ist
außerdem Mitglied des Senior Management Teams (SMT) von Walki.
Zusätzlich zu seinen derzeitigen Aufgaben übernimmt Arno Wolff,
Vice President Vertrieb und Marketing, Papierverpackungen, die
Verantwortung für das weltweite Walki-Vertriebsnetzwerk –
mit Ausnahme der asiatisch-pazifischen Region, für die Rinkinen
verantwortlich sein wird. David Ingham, Vice President Vertrieb
und Marketing, Verbraucherkarton, übernimmt zusätzlich die
Verantwortung für die Marketingaktivitäten der Walki Group.
Um effizienter auf die wachsende Nachfrage nach polymergestrichenen
Kartonprodukten in Asien reagieren zu können, wird das Werk
Changshu, das derzeit zum Geschäftsbereich Papierverpackungen
gehört, künftig Teil des Geschäftsbereichs
Verbraucherkarton sein. Nach diesen Veränderungen wird Timo Saahko, General Manager des Werkes Changshu, an Wolfgang Thissen, Vice President und General Manager, Verbraucherkarton, berichten.
Ab sofort wird das Verkaufsteam des Walzenherstellers Ungricht, Mönchengladbach, im Bereich Flexodruck durch Michael Franz und im Bereich Beschichtung durch Roland Brinkmann verstärkt. Die Firma kann unter anderem Walzen mit Laser gravieren und mit Keramik beschichten.

Michael Franz |

Roland Brinkmann |
Anlässlich einer Zusammenkunft des Verwaltungsrates der UPM-Kymmene Corporation wurden Björn Wahlroos als Vorsitzender sowie Berndt Brunow und Georg Holzhey
als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Außerdem
wählte der Verwaltungsrat aus seinen Mitgliedern ein
Prüfungskomitee mit Karl Grotenfelt als Vorsitzendem, Wendy E. Lane und Veli-Matti Reinikkala. Der Rat wählte auch ein Komitee für Human Resources mit Berndt Brunow als Vorsitzendem sowie Georg Holzhey und Ursula Ranin als Mitglieder. Björn Wahlroos als Vorsitzender sowie Matti Alahuhta und Karl Grotenfelt gehören dem so genannten Berufungs- und Kontrollkomitee an.

Joachim Hoeltz |
Die
deutsche Chesapeake-Gruppe hat zum März 2009 ihre
Geschäftsführung erweitert. Aufgrund des stetigen Wachstums
der Chesapeake Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Stuttgart hat Wolfgang
Bahmann (60) Joachim Hoeltz (44) in die
Geschäftsführung des Unternehmens berufen. Bahmann, der auch
über das Jahr 2009 hinaus Vorsitzender der deutschen
Geschäftsführung bleiben wird, sieht das Unternehmen damit
noch stärker für die stetig steigenden Anforderungen durch
die Chesapeake Corporation und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
gerüstet. Vor diesem Hintergrund verantwortet Bahmann weiterhin
die Bereiche strategische Unternehmensplanung, Finanzen,
Qualitätsmanagement, Marketing und Vertrieb und hält die
Kontakte zur Chesapeake-Gruppe. Im Bereich Kommunikation und
Repräsentation ist er auch zukünftig Gesprächspartner
von Kunden, Lieferanten und Verbänden. Neben der
Geschäftsführung des Standorts Stuttgart ist Hoeltz
verantwortlich für den Bereich Materialwirtschaft, Technik und
Produktion von Chesapeake Deutschland Branded Packaging. Hoeltz ist
seit 1999 im Unternehmen tätig, zunächst als
Kaufmännischer Leiter, dann als Geschäftsführer für
den Standort Stuttgart. Gemeinsam mit Bahmann leitet er ab sofort auch
den Standort Düren.
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Dr. Martin Angerhöfer |
Die
Bogner Gottschalk Heine Unternehmens- und Personalberatung in Starnberg
baut ihr Geschäftsfeld Verpackungsindustrie weiter aus. Seit 1.
April 2009 verstärkt Dr. Martin Angerhöfer als
Seniorberater das Team der BGH-Consulting. Er verfügt über
langjährige Fach-, Führungs- und Beratungserfahrung in der
Branche, insbesondere in der Faltschachtel- und Wellpappenindustrie.
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II.
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Deutschland
Die
August Ristelhueber Papier & Zellstoff GmbH (ARPZ), Hamburg, und
die chinesische Firma Tangli Paper haben einen Kooperationsvertrag
über den Vertrieb von Weizenfaser- und Dragonfaserzellstoff
für Europa und Nordamerika unterzeichnet. Die neue
TCF-Zellstofffabrik von Tangli Paper produziert seit August letzten
Jahres 60.000 Jahrestonnen Stroh- und Dragonfaserzellstoff mit
Weißegraden von 78 Grad für Weizenfaser und 89 Grad für
Dragonfaser (Bergweizenfaser). Haupteinsatzgebiete dieser gebleichten
und ungebleichten Spezialfasern sind die Cellulosepulverindustrie, die
Plastikmouldingindustrie, aber auch Spezialpapapierhersteller, die
Pergamin oder Filterpapiere produzieren. Der Zellstoff wird sowohl in
Ballen wie auch in Rollen geliefert.
Vom 6. bis 8. Mai findet in Berlin die Fachmesse PostPrint Berlin 2009 statt.
Neben den Themenkomplexen Vorstufe und Software, Druck, Versand sowie
Dienstleistungen stellt das Segment Weiterverarbeitung einen
wesentlichen Messeschwerpunkt dar. Messedirektor Stefan Grave zeigte
sich Ende März mit dem Anmeldestand für den Branchentreff
zufrieden. Verglichen mit 2008 liege man etwa auf dem gleichen Stand,
was angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation ein sehr
positives Ergebnis sei. Auf der PostPrint Berlin 2008 zeigten 131
Aussteller einen Überblick über das Produktspektrum.
Insgesamt kamen über 3000 Besucher zur PostPrint und zur parallel
veranstalteten Fachmesse für Dialogmarketing, directexpo Berlin,
die auch 2009 zusammen mit der PostPrint stattfinden wird.
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www.postprint.de
Speziell
für die Druck- und Papierindustrie veranstaltet die FSC
Arbeitsgruppe Deutschland am 22. April (10 bis 14 Uhr) einen
"FSC-Chain-of-Custody Workshop" in der Katholischen Akademie Hamburg.
Programm: Einführung in die Produktkettenzertifizierung;
Überblick über das Standardrahmenwerk; Darstellung des
CoC-Standards FSC-STD-40-004; Anwendung der verschiedenen
Überwachungssysteme; Einsatz von Recycling-Material
gemäß Standard FSC-STD-40-007;
Produktkennzeichnung/Labelling. Rückfragen per E-Mail oder
Telefon: (07 61) 3 86 53 50.
- - -
info@fsc-deutschland.de
Niederlande
Die Welt des Digitaldrucks im Großformat trifft sich in diesem Jahr in Amsterdam.
Die Fespa Digital Europe findet vom 12. bis 14. Mai 2009 im Amsterdamer
Messe- und Kongresszentrum RAI statt. An dieser größten
europäische Ausstellung für das Digitaldruck-Großformat
sind mehr als 300 Aussteller beteiligt. Zudem finden auf und neben der
Messe zahlreiche Fachveranstaltungen und Seminare statt. Der Eintritt
zur Messe ist für vorregistrierte Besucher frei (Registrierung im
Internet). Veranstalter der Messe ist der Europäische Sieb- und
Digitaldruckdachverband Fespa.
- - -
www.fespadigital.com
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III.
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Inland: Euro 195,- inkl. Versandkosten und gesetzl. MwSt.
Ausland: Euro 225,- inkl. Versandkosten.
Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis
(gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. |
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direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum
beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei
Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert
sich automatisch.
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Deutsche Bank Offenbach
Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18.
Wir akzeptieren folgende Kreditkarten:
Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. |
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