Allgemeine Papier-Rundschau
132. Jahrgang

15. April 2009

Erscheint 2 x im Monat

INHALT
1.
Stora Enso will Aufträge in kostengünstige Werke umleiten
2.
Auftragseingang im Maschinenbau halbiert
3.
Wettbewerbsbehörden genehmigen Ciba-Übernahme durch BASF
4.
Eka Chemicals schließt norwegisches Natriumchlorat-Werk
5.
Druckindustrie - ein Unternehmensberater warnt: Branche laufe Gefahr, sich selbst zu zerstören
6.
B&B schließt Papiermaschine für ungestrichene grafische Papiere
7.
Willy Michel KG und Verpackungsproduzenten SFV und HLB gründen "flexfamily"
8.
Södra bietet auch Zertifizierung nach FSC an
9.
bvse sieht Neuregelungsbedarf bei der Verpackungsentsorgung
10.
UPM verbessert seine Umweltleistung
11.
Hunkeler Innovation Days - Neues aus den Papier verarbeitenden Industrien
12. Södra präsentiert den "Parupu" - ein Stuhl aus Zellstoff
13. Druckindustrie - aktuelle Geschäftslage verschlechtert sich
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Geplante Übernahme von Agnati durch MWU gescheitert


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

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Elektronische apr Ausgaben: Online-Werbung

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1.
Stora Enso will Aufträge in kostengünstige Werke umleiten

Jouko Karvinen, der Vorstandsvorsitzende des schwedisch-finnischen Stora Enso-Konzerns, wies in seiner Ansprache bei der Hauptversammlung der Aktionäre darauf hin, dass das Unternehmen in der jetzigen kritischen Situation bestimmte Aufträge umleiten wolle. Unabhängig davon, aus welchem Land der Auftrag komme, werde er in das Land umgeleitet, das über Werke verfüge, die zu geringsten Kosten produzieren könnten. Wichtig sei es dabei außerdem, kritische Mengen zu erzielen. Im Bereich Sägewerke und bei einigen Papiersorten bedeute dies, dass Werke in Schweden, Belgien, Tschechien oder Russland produzierten, während Werke in Finnland oder Deutschland zeitweise stillgelegt würden.

Die Papierindustrie sei insgesamt in einer kritischen Situation, speziell in Finnland. Die variablen Kosten seien gestiegen, und zwar schneller, als es dem Konzern gelungen sei, die fixen Kosten zu reduzieren. Die Gründe hierfür seien vielfältig, so z. B. die angekündigten russischen Zölle und der Nachfragerückgang im Markt. Es gehe nun darum, neue Geschäftsmodelle und eine erhöhte Flexibilität auf allen Gebieten zu finden. Entweder die Branche werde ewig weiter darüber diskutieren, wie ein kleiner werdender Kuchen zu verteilen sei, oder man arbeite zusammen, um ihn größer zu machen.

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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
Geplante Übernahme von Agnati durch MWU gescheitert
Die geplante Übernahme des italienischen Wellpappenmaschinenherstellers Agnati durch die US-amerikanische Firma Berry Wehmiller und ihre Tochter MarquipWardUnited (MWU) ist aus nicht näher genannten Gründen gescheitert. MWU hat von dem Kaufvorhaben Abstand genommen. Eine Rolle könnte auch die massiv schlechtere Auftragssituation im Maschinenbau gespielt haben. Wie Agnati im Weiteren am Markt auftritt, muss die Zukunft zeigen. G.B.
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2.
Auftragseingang im Maschinenbau halbiert

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Frankfurt am Main, wies darauf hin, dass sich der Auftragseingang im Februar halbiert habe. Die Volkswirte des Verbands rechnen deshalb für die Maschinenbauer in 2008 mit einem Umsatzrückgang von 10% bis 20%. Derzeit liegt der Auftragsbestand im Schnitt bei 5,5 Monaten.

Der deutliche Einbruch von Umsatz und Auftragseingang zeige, dass das entscheidende Problem das Thema Finanzierung und Liquidität sei. Viele Kunden hätten Probleme, Kredite zu erhalten, und außerdem kämpften sie mit erhöhten Kosten für diese. Zahlreiche Unternehmen wären außerdem von Geschäftsbanken zu Sparkassen oder Volksbanken gewechselt. Ein Ende des Rückgangs ist nach den Worten eines VDMA-Experten nicht erkennbar. Allerdings seien Mittelständler stark daran interessiert, hochqualifizierte Fachkräfte zu halten. Deshalb sollen die Stammbelegschaften nur um 25.000 auf 950.000 sinken. Immerhin, merkt der VDMA an, liefen die Geschäfte im Bereich Hütten- und Walzwerkeinrichtungen, Verfahrenstechnik, Turbinen und Bergbaumaschinen noch vergleichsweise gut.

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3.
Wettbewerbsbehörden genehmigen Ciba-Übernahme durch BASF

Sowohl die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) als auch die chinesische Wettbewerbsbehörde MOFCOM haben am 2. April 2009 die Übernahme der Ciba Holding AG durch die BASF genehmigt. Dabei wurden keine Auflagen erteilt, die über die Forderungen der EU-Kommission in ihrer Entscheidung hinausgehen. Außerdem wurde die Auflage der EU-Kommission erfüllt, noch vor Vollzug des Übernahmeangebots einen Kaufvertrag über die Veräußerung des Ciba-Geschäfts mit dem Licht-Stabilisator Chimassorb 119 FL (HALS) abzuschließen. Käufer ist das italienische Unternehmen Sabo S.r.l.

Damit sind die Voraussetzungen für den Vollzug des Übernahmeangebots (Closing), d. h. Auszahlung des Angebotspreises von 50 sfr je angedienter Aktie und Übertragung der Aktien auf die BASF, erfüllt. Geplanter Vollzugstermin ist der 9. April gewesen. Die BASF hält rund 95,8% der Ciba-Aktien.

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4.
Eka Chemicals schließt norwegisches Natriumchlorat-Werk

Die schwedische Eka Chemicals AB, Göteborg, gab bekannt, dass sie ihr norwegisches Werk zur Produktion von Natriumchlorat in Mo i Rana dauerhaft schließt. Dort werden 31 Mitarbeiter beschäftigt. Dies geschehe, um der Marktsituation im Bereich Zellstoff und Papier gerecht zu werden, so Johan Landfors, Geschäftsführer von Eka Chemicals Europe. Die Mitarbeiter und Gewerkschaften wurden über den Schritt informiert. Das Unternehmen hat einen Sozialplan aufgestellt.


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5.
Druckindustrie - ein Unternehmensberater warnt: Branche laufe Gefahr, sich selbst zu zerstören

Immer mehr Druckereien beklagen massive Umsatzrückgänge und einen ruinösen Preiskampf. Umsatzeinbrüche von bis zu 20% sind im ersten Quartal 2009 keine Seltenheit, so der Unternehmensberater Michael Apenberg, Hamburg. Obwohl die deutschen Druckereien keinen Spielraum für weitere Preissenkungen hätten, könnten es einige Unternehmer nicht lassen, Kundenaufträge über Preiszugeständnisse zu akquirieren. Dieses unverantwortliche und dumme Verhalten gefährde nicht nur ihre Betriebe, sondern die Unternehmen einer ganzen Branche. "Wer heute seine Preise nach unten korrigiert, wird sie in Zeiten der konjunktureller Erholung nicht mehr nach oben anpassen können und bleibt so auf seinen schlechten Preisen sitzen", so Apenberg weiter.

Kapazitäten aus dem Markt nehmen
"Wir appellieren an die Druckunternehmer, Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen und die Personalkosten durch Kurzarbeit oder temporäre Betriebsvereinbarungen an die Marktverhältnisse anzugleichen", so die Empfehlung der Hamburger Berater. "Fordern Sie Ihre Verbände auf, Aktionen zu starten, die einen kontrollierten vorübergehenden Kapazitätsabbau in der Branche ermöglichen", empfiehlt Apenberg. "Statt sich in Preiskämpfen zu verausgaben, sollten die Unternehmer die Krise für Veränderungen nutzen", so die weitere Empfehlung der Hamburger Managementberater. Nach deren Meinung ist jetzt die Zeit gekommen, verkrustete Organisationsstrukturen aufzubrechen, mit der Vertriebsorganisation zu innovieren, mit Wettbewerbern zu fusionieren oder sie zu kaufen sowie wichtige Investitionen vorzuziehen.

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6.
B&B schließt Papiermaschine für ungestrichene grafische Papiere

Ende Juni 2009 wird die Firma Brigl & Bergmeister GmbH (B&B), Niklasdorf (Österreich), die Papiermaschine 4 im Tochterwerk Papirnica Vevce in Slowenien stillegen. Es handelt sich um eine kleine Anlage, auf der jährlich ca. 20.000 t ungestrichene grafische Papiere produziert werden. Die PM 4, heißt es, sei am Markt der grafischen Naturpapiere, der von sehr großen, schnellen und meist integrierten Papiermaschinen dominiert werde, nicht mehr nachhaltig wettbewerbsfähig.

Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage zwinge auch B&B zu Restrukturierungsmaßnahmen, und mit diesem Schritt erfolge nun eine Konzentration auf das Kerngeschäft - Etikettenpapiere und flexible Verpackungspapiere. Diese Kernsegmente seien durch die Abstellmaßnahme nicht betroffen. Brigl & Bergmeister ist Teil der österreichischen Prinzhorn-Gruppe und fertigt Etikettenpapiere und fexible Verpackungspapiere in zwei Werken.

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7.
Willy Michel KG und Verpackungsproduzenten HLB und SFV gründen "flexfamily"

Gemeinsam mit den Bruchsaler Unternehmen HLB Verpackung und SFV Verpackung hat die Göttinger Willy Michel KG die "flexfamily" ins Leben gerufen. Hinter dem Namen verbirgt sich die Kooperation der drei Familienunternehmen, die in Zukunft als Netzwerk für Produkte im Bereich flexible Verpackungen zusammenarbeiten werden.

"Die Kooperation verstehen wir als einen wichtigen Schritt für unsere Zukunftssicherung", sagt Peter Michel, Geschäftsführer der Willy Michel KG. "Gemeinsam mit HLB und SFV Verpackungen können wir unseren Kunden noch mehr Vielfalt und Flexibilität bieten, ohne die bewährten Eigenschaften unserer Familienunternehmen zu vernachlässigen."

Trotz Kooperation bleibt dabei jedes Unternehmen rechtlich selbstständig. "Wir sehen uns als Mitglieder einer Familie, die zwar eigenständig sind, sich aber gegenseitig unterstützen und inspirieren", erklärt Friedrich Schäfer, Geschäftsführer von HLB & SFV Verpackung. "Das heißt für unsere Kunden: Was sie an uns schätzen, bleibt erhalten und wird durch gebündeltes Know-how und ein erweitertes Produktspektrum ergänzt."

Das gemeinsame Produktportfolio der kooperierenden Unternehmen umfasst ein breites Spektrum flexibler Verpackungen mit Fenster und/oder Tragegriff, Sleeves, Rundum-Etiketten, Automatenrollen aus Papier, Folien oder Verbundmaterialien.

Für die Zukkunft planen die Kooperationspartner, nach und nach immer enger zusammenzuarbeiten, ihre Produkte aufeinander abzustimmen und gemeinsam als ein starker Partner für flexible Verpackungen aufzutreten.

Die Geschäftsführer der flexfamily-Unternehmen (v.l.n.r.): Peter Michel, Friedrich Schäfer und Harald Schäfer

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8.
Södra bietet auch Zertifizierung nach FSC an

Der als Kooperative geführte schwedische Forstkonzern Södra bietet seinen Mitgliedern in Zukunft die Möglichkeit, eine Zertifzierung nach Forest Stewardship Council (FSC) durchzuführen. Ursächlich hierfür sei die starke Nachfrage nach FSC-zertifzierten Produkten. Die Zertifzierung nach FSC ermögliche den Forsteigentümern größere Erträge. Södra will seinen Mitgliedern in Zukunft eine zweifache Zertifzierung sowohl nach FSC als auch nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) anbieten. Daneben bleibt die Möglichkeit einer Zertifizierung nach einem der beiden Systemen. Nähere Informationen zu dem Themen will Södra im Frühjahr bekannt geben.

Zurzeit haben 15.500 Mitglieder von Södra eine Zertifzierung nach PEFC, diese besitzen 1,5 Millionen Hektar, was etwa zwei Drittel des gesamten Waldbestandes aller Södra-Mitglieder entspricht.

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9.
bvse sieht Neuregelungsbedarf bei der Verpackungsentsorgung

Vor 140 Teilnehmern der Tagung "Verpackungsverordnung - Bis hierhin und nicht (so) weiter" des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) machte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner deutlich, dass sie einer umfassenden Neuregelung der Verpackungsentsorgung in Deutschland nicht abgeneigt ist. Sie hob hervor, dass die Änderungen in den letzten zehn Jahren sich immer nur auf bestimmte anstehende Teilprobleme bezogen hätten. In Anbetracht der inzwischen erreichten Komplexität der Verpackungsverordnung, so Gönner, müsse man sich genau fragen, ob "wir bei einer Änderung die auftretenden Probleme wie in der Vergangenheit scheibchenweise lösen wollen und auch können". Die ursprünglich angelegte Struktur lässt nach Meinung der CDU-Politikerin eine einfache Reparatur nicht mehr zu. Es müsse grundsätzlich über eine Änderung des bestehenden Systems nachgedacht werden. Dabei werde man nicht umhinkommen, sich vertieft mit den Fragen nach einer nachhaltigen, im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial bestmöglichen Erfassung und Entsorgung von Verpackungen auseinanderzusetzen. Nach ihrer Meinung werden die in der fünften Novelle beschlossene Folgeabschätzung und das Planspiel einen wichtigen Anstoß für die politischen und fachlichen Diskussionen geben können.

Der Beigeordnete des Deutschen Städtetages, Jens Lattmann, vertrat ebenfalls die Ansicht, dass die Verpackungsentsorgung in Deutschland neu geordnet werden sollte. Dabei sollten die Ergebnisse des Planspiels berücksichtigt werden, weil damit auch eine höhere Vollzugsakzeptanz erreicht werden könne. Er sah die zukünftige Aufgabe der dualen Systeme darin, eine Clearingfunktion auszuüben. Die Ausschreibungen sollten dann die Kommunen im Auftrag der dualen Systeme durchführen und nicht "aus eigenem Recht". Damit könne die von der Wirtschaft abgelehnte Inhouse-Vergabe ausgeschlossen werden. Den Kommunen gehe es aber nicht nur um die Ausschreibung allein, sondern um die Zuständigkeit bezüglich der Vertragspflege über die gesamte Vertragslaufzeit.

Der Präsident des bvse, Burkhard Landers, begrüßte diesen neuen Ansatz des Deutschen Städtetages, der "Bewegung in die Diskussion" bringe. Grundsätzlich betonte Landers, dass der bvse zur Produktverantwortung stehe und an dem ursprünglichen Ansatz der Verpackungsverordnung, nämlich ökologische Ziele mittels Zuweisung von Verantwortlichkeit und Kostenträgerschaft zu erreichen, festhalte.

Landers beklagte jedoch, dass man sich von diesem ursprünglichen Ansatz der Verpackungsverordnung inzwischen ein gutes Stück entfernt habe. Bei der Erfüllung der Produktverantwortung gehe es längst nicht mehr um ökologische Ansprüche. Produktverantwortung werde als Kostentreiber wahrgenommen, die Realisierung nachhaltiger und anspruchsvoller Ziele sei erst in zweiter Linie von Interesse.

Dabei habe Deutschland als rohstoffarmes Land gar keine andere Chance, als die Ressourcen nach den ersten Lebenszyklen der Produkte des täglichen Lebens zu heben und sie für die weitere volkswirtschaftliche Nutzung dienlich zu machen. Und mit Blick auf die augenblickliche Wirtschaftskrise fügte Landers hinzu: "Wir müssen mit unseren Sekundärrohstoffen auch und besonders unter schwierigen Marktbedingungen sorgsam umgehen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, in panischen Reaktionen die langsam und mühevoll aufgebaute positive Akzeptanz für Sekundärrohstoffe wieder in Frage zu stellen."

Für den bvse stehe deshalb das Ziel im Vordergrund, die hochwertige stoffliche Verwertung weiterzuentwickeln. Dabei trete der Verband für die Fortführung der getrennten Wertstoffsammlung unter Beibehaltung der Flächendeckung ein und wolle den Trend hin zu konzerndominierten Strukturen stoppen, damit der Mittelstand in der Recycling- und Entsorgungsbranche nicht ausgesperrt werden könne oder nur noch als Subunternehmer gebraucht werde.

Ausschreibungen ohne die Kommunen
Deshalb kann es viel Sinn machen, so Landers, dass künftig die Ausschreibungen über die Kommunen erfolgen, ohne das die Kommunen ihre eigenen Unternehmen per Inhouse-Vergabe beauftragen dürfen. So würde die Vertragsvergabe von neutraler Seite erfolgen und nicht durch direkte Konkurrenten im Entsorgungsgeschäft. Die kleinteiligen, auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmten Ausschreibungen eröffneten außerdem den mittelständischen Unternehmen bessere Chancen als bisher.

Zuvor hatte bereits Prof. Dr. Frenz darauf hingewiesen, dass die dualen Systeme nicht Eigentümer der Verpackungsmaterialien seien und diese auch nicht für sich beanpruchen könnten. Landers betonte vor diesem Hintergrund, dass die dualen Systeme nach dem ursprünglichen Grundverständnis der Verpackungsverordnung nur dazu da seien, die Rücknahme- und Verwertungspflichten der Hersteller und Vertreiber zu bewirken, nicht aber sie selbst wahrzunehmen. Diesem Grundgedanken der Verordnung müsse wieder Geltung verschafft werden.

Damit eng verknüpft sei die Frage der Ausschreibung im Hinblick auf die Verträge für Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und Verwertung der gesammelten Verpackungen. Auch hier hätten die dualen Systeme - mit oder ohne eigenem oder verbundenem Entsorgungsunternehmen - keine Vorzugsposition. Die entsprechenden Verträge seien nach wie vor im Wettbewerb zu vergeben. Eine freihändige Vergabe oder eine Eigenleistung der vertikal integrierten Systemgesellschaft dürfe es nicht geben.

Deshalb will der bvse mit Hilfe des Gutachtens von Prof. Frenz erreichen, dass der direkte Zugriff der Systembetreiber auf die Wertstoffe verhindert wird. "Wir haben in der jüngeren Vergangenheit zusehen müssen, wie die Systemgesellschaften das Eigentum an den Wertstoffen aus Haushaltungen für sich reklamiert haben und damit den Lebensnerv der kleinen und mittleren Aufbereitungs-, Verwertungs- und Entsorgungsbetriebe treffen. Dieses Vorgehen widerspricht nicht nur dem europäischen Wettbewerbsrecht, sondern auch der ursprünglichen Intention der Verpackungsverordnung," betonte bvse-Präsident Burkhard Landers.

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10.
UPM verbessert seine Umweltleistung

Der finnische UPM-Konzern hat im Jahr 2008 nach eigenen Angaben seine Kohlendioxid- und Schwefeldioxid-Emissionen deutlich verringert. Bei anderen Umweltparamentern sei die Entwicklung ebenfalls positiv gewesen, was das Ziel von UPM untermauere, Spitzenreiter in der neuen Forstindustrie zu sein, erklärt das Unternehmen. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer Leistungen im Umweltbereich", erklärt Dr. Hartmut Wurster, Executive Vice President, Technology. "Eine anhaltende Verbesserung ist das Ziel von UPM, und wir werden daran arbeiten, auch in 2009 die Emissionen weiter zu reduzieren."

Veränderungen im Brennstoffgemisch und eine verbesserte Energieeffizienz führten 2008 im Vergleich zu 2007 zu einer Verringerung der fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 12% und der SO2-Emissionen um 30%. Seit 1990 hat UPM rund 1 Mrd. Euro in neue, mit Biomasse gefeuerte Kraftwerke und Rückgewinnungskessel investiert. Diese langfristigen Investitionen haben die fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 40% gesenkt.

Bei der Abwasserbehandlung der Zellstoffwerke konnten die AOX- (absorbierbares, organisch gebundenes Halogen) und die COD- (chemischer Sauerstoffbedarf) Emissionen pro Tonne Zellstoff um 6% reduziert werden. Der Abwasseranfall pro Tonne Zellstoff und Papier blieb auf dem gleichen guten Niveau wie in den vergangenen Jahren. Die absolute Abwassermenge reduzierte sich aufgrund verringerter Produktionsmengen um 8%. Die Menge an Sondermüll verringerte sich durch die erhöhte Wiederverwertung von z. B. Asche als Rohstoff für den Straßenbau und als Bodendünger um 12%.

Ziel von UPM ist eine anhaltende Verbesserung und Reduzierung der Umweltbelastung. Als ein Zeichen für seine umfassende Umweltleistung sieht der Konzern die Tatsache, dass die meisten seiner Papiersorten das EU Eco Label tragen. Es wird nur an Produkte vergeben, deren Umwelteinflüsse während ihres gesamten Lebenszyklus gering sind.

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11.
Hunkeler Innovation Days - Neues aus den Papier verarbeitenden Industrien

Wenn die Hunkeler AG zu ihren alle zwei Jahre stattfindenden Innovation Days einlädt, kommen erfahrungsgemäß viele Besucher aus der ganzen Welt nach Luzern. Auch diesmal, vom 16. bis 19. Februar 2009, bevölkerten weit über 4000 Fachleute aus der Papierverarbeitung zwei Hallen des Luzerner Messegeländes Allmend. Schließlich gab es von Hunkeler und weiteren 60 Ausstellern einige Neuigkeiten zu sehen; außerdem wollte man auf dem Doxnet-Forum (Doxnet – Document X-perts Network e.V. ist ein branchenübergreifender, multinationaler Fachverband zur Förderung der Dokumenten-Management-Techniken im Hochvolumenbereich) Erfahrungen austauschen, nach dem Motto: Wohin geht die Druckbranche in diesen schwierigen Zeiten? Stefan Hunkeler, Geschäftsführer der AG, beschrieb die Situation am Markt so: "Was wird, wissen wir nicht genau, sind aber für das Jahr 2009 positiv optimistisch."

Bahninspektion: Produktionsweite Qualitätssicherung
Zum ersten Mal demonstrierte Hunkeler das Web Inspection System WI6 als voll integrierte, linienübergreifende Lösung. Das für den Vollfarbendruck konzipierte System arbeitet mit hochauflösender Videotechnik und überwacht die bedruckte Papierbahn über ihre gesamte Breite bei laufender Produktion. Qualitätsmängel werden im Text, in Strichelementen, in Logos und in gerasterten Bildern erkannt und an den zentralen "Site Manager" gemeldet, der seinerseits den Nachdruck des entsprechenden Dokuments auslöst. Das WI6 registriert ebenso Markierungen, die bei der Kalibrierung des Systems vor Produktionsstart als unbedruckt definiert wurden. Fehlerhafte Dokumente lassen sich in der Nachverarbeitung automatisch aus dem Produktionsfluss ausschleusen, wobei nach Bedarf ein Nachdruck ausgelöst werden kann. Hunkeler bietet das WI6 für den einseitigen Druck und für die Duplex-Produktion an, als Inline-Version nach dem Druckprozess oder als Stand-alone-Variante. Eine Stärke des Web Inspection Systems ist seine bereichsübergreifende Funktionsweise. So lassen sich die Herstellungsprozesse auf digitalen Produktionslinien und das Finishing in das zentrale Qualitätsüberwachungssystem integrieren.

Mailing-Produktion mit dem "Folder-Merger"
Auf der Drupa 2008 präsentierte Hunkeler den Folder-Merger FM6 erstmals als Technikstudie. In Luzern stand das neue, jetzt für den Markt freigegebene Modul in einer Mailing-Linie im Einsatz. Der Folder-Merger kombiniert den Pflugfalz und die Bahnzusammenführung mit Trennschnitt in Längsrichtung in einer kompakten Komponente und ist mit wenigen Handgriffen von der Falz- auf die Merger-Funktion umgestellt. Bei einer Leistung von 180 m/min produzierte das FM6-Modul Mailing-Erzeugnisse ab Rolle mit Inline-Verarbeitung auf einem Hochleistungsschneider und einer Falzmaschine von Horizon. Randbeschnitt und Rausschnitt wurden über die neue Kompaktabsaugung HKU 2000 der Hunkeler Systeme AG entfernt.

Dynamische Quer- und Längsperforation
Im Zusammenhang mit individualisierten Direct-Mailings gewinnt die dynamische Quer- und Längsperforation mit unterschiedlichen Perforationsmustern von einem Exemplar zum nachfolgenden an Stellenwert. Bei über 60% der produzierenden Farbdrucksysteme ist diese Inline-Funktion inzwischen verlangt. In Zusammenarbeit mit dem italienischen Hersteller Tecnau bietet Hunkeler eine Lösung, die über intelligente Marken gesteuert wird. In Luzern war das Modul gleich in drei Linien integriert: Kodak VL2000, Xeikon 8000 und Infoprint 5000.

Zeitungsproduktion mit variablem Seitenumfang
Dank seinem Engagement in der Entwicklung von Finishing-Systemen im digitalen Zeitungsdruck (newspaper on demand) nimmt Hunkeler hier eine Pionierrolle ein und bietet ein entsprechendes Konzept. Nachdem der Trommelsammler DC7 vor zwei Jahren zu den herausragenden Neuheiten zählte, stand in Luzern dieses Sammelmodul für 660 mm Bahnbreite und integrierter Strich- und Punktleimung für die dynamische Herstellung von Zeitungen im Einsatz. Als Neuheit wurde die Herstellung großformatiger Zeitungen mit variablem Umfang (bis zu 24 Bogen bzw. 96 Seiten) vorgestellt. Dazu war der Zeitungslinie eine Falzmaschine Stahlfolder von Heidelberger mit dynamisch gesteuerten Falzwalzen nachgeschaltet.

Formatvariables Book-on-demand
Eine Premiere stellte die formatvariable Buchproduktion auf einem Einzelblattdrucksystem VarioPrint VP 6250 von Océ mit exemplarweise dynamischem Formatwechsel dar. Neu im Einsatz auf dieser Linie stand das Hunkeler-Stapelmodul LS6-S für das direkte Beleimen der Signaturen. Die so erzielte Stabilisierung der zusammengetragenen Signaturen in einem Buchblock trägt wesentlich zu einer sicheren und einfacheren Zuführung in den Klebebinder im Nearline-Verfahren bei.

Premiere für Sappi
Zum ersten Mal überhaupt stellt Sappi Fine Paper Europe als einer der führenden Hersteller von gestrichenen und ungestrichenen Papieren auf den Hunkeler Innovation Days aus. Seine Präsenz in Luzern begründete Sappi mit der Expansion des Unternehmens im Bereich der ungestrichenen Papiere. Nach dem Kauf der Sparte "grafische Papiere" von M-real und der damit einhergehenden Übernahme von vier Werken im Jahr 2008, hätten Kunden nun eine nie da gewesene Auswahl. Und das Markenportfolio wachse weiter, da Sappi sein Angebot an gestrichenen und ungestrichenen Papieren für den Digitaldruck ausbaue. In Luzern konnten die Besucher die Qualitäten von "Magno Satin" im Digitaldruck am Kodak-Stand erleben.

Resümee
Am Donnerstagmorgen (dem letzten Messetag) wurden die Luzerner und die angereisten Besucher der Innovation Days mit einem großen Knall aus dem Schlaf gerissen: die Luzerner Fasnacht hatte pünktlich um 5 Uhr begonnen. Auf dem Marktplatz wurde aus einer großen Kanone Konfetti verschossen, wunderschöne Masken, Guggemusik und viele verkleidete Narren bevölkerten die Straßen und Plätze. Fazit: Die Alemannische Fasnacht sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen wie die Hunkeler Innovation Days. Die Fachbesucher haben allesamt hohe Kompetenz und Entscheidungsbefugnis. Die ausstellenden Partnerfirmen waren unisono der Meinung, dass die 2009er Veranstaltung gerade in einem so schwierigen Jahr besondere Akzente gesetzt habe.
Die nächsten Innovation Days find im Frühjahr 2011 statt - wieder in der wunderschönen Stadt Luzern in der Schweiz. Jürgen Schulz-Wachler

Das Bahninspektionssystem WI6 von Hunkeler arbeitet mit hochauflösender Videotechnik.
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12.
Södra präsentiert den "Parupu" - ein Stuhl aus Zellstoff

In Zusammenarbeit mit dem Design- und Architekturbüro Claesson Koivisto Rune hat Södra einen Stuhl aus Zellstoff entwickelt, der Ende April auf der Mailänder Möbelmesse der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Gedacht ist der Stuhl für Kinder. Trotz seiner papierähnlichen Anmutung ist er haltbar und wasserbeständig. Er ist recycelbar, umweltfreundlich, stapelfähig, bunt und bestens für Spaß und Spiel geeignet. Nach mehrjähriger Forschung und Entwicklung steht der Stuhl kurz vor seinem Weltdebüt. Ziel der Designer war es von Anfang an, ein Möbelstück zu gestalten, das sich wie Papier anfühlt, zugleich aber eine Haltbarkeit aufweist, wie sie normalerweise mit Materialien wie Stahl, Holz oder Hartplastik assoziiert wird.

Das Design- und Architekturbüro wollte seit langem einen Stuhl aus Papier herstellen. Gemeinsam mit Södra und dem Forschungsunternehmen STFI Packforsk erforschte und testete Claesson Koivisto Rune die Eignung des Materials für die Konstruktion eines robusten und praktischen Kinderstuhls. Nach dem japanischen Wort für Zellstoff trägt der Stuhl den Namen "Parupu". "Das Material hat sich - unter unserer Aufsicht - mehr oder weniger selbst gestaltet. Dazu haben wir unsere Fähigkeiten und Erfahrungen mit den technischen Möglichkeiten des Materials kombiniert", erklärt Mårten Claesson, einer der Partner von Claesson Koivisto Rune.

Bei dem Produkt handelt es sich um einen von Södra Cell bereitgestellten Spezialzellstoff kombiniert mit PLA, einem biologisch abbaubaren Plastik aus Maisstärke und Rohrzucker. Das Ergebnis sei ein umweltverträgliches, recycelbares Material mit plastikähnlichen Eigenschaften. Der Stuhl lasse sich leicht reinigen und "überlebe" auch bei intensiver Nutzung eine ganze Kindheit. Das Ausgangsmaterial des Stuhls, das formbar ist und in einer Vielzahl von Anwendungen das traditionelle Plastik ersetzen könnte, wurde auf den Namen DuraPulp getauft. DuraPulp fühlt sich an und sieht aus wie Papier. In einer Stärke von wenigen Millimetern ist es in der Lage, einen Menschen zu tragen. Es kann ohne Qualitätsverlust über mehrere Jahre im Freien eingesetzt werden.

"Parupu ist das erste Produkt aus diesem neuen Material, das ausschließlich aus erneuerbarer Zellulose besteht", sagt Karin Emilsson, Technologiedirektorin und F&E-Managerin bei Södra. "DuraPulp eignet sich zudem für die Herstellung von Qualitätsverpackungen und -beschilderungen und lässt sich in gewöhnlichen Papiermaschinen problemlos verarbeiten. Wir hoffen, dass der Stuhl das Interesse unserer Kunden wecken und sie zu Ideen anspornen wird, und dass auch neue Kundengruppen und Märkte darauf aufmerksam werden." Södra stellt Parupu im Mailänder Superstudio erstmalig anlässlich der Möbelmesse und Designwoche vom 22. bis 28. April vor. Södra präsentiert sich dort mit Claesson Koivisto Rune und STFI Packforsk auf einem gemeinsamen Stand.

Ab Mitte April wird es möglich sein, das gesamte Projekt von der ursprünglichen Idee bis zur Mailänder Messe auf der neuen Södra Webseite zu verfolgen. Hier wird das Unternehmen auch künftig die Entwicklung des Zellstoffstuhls Parupu dokumentieren und weitere geplante Innovationen präsentieren.
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www.sodrapulplabs.com

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13.
Druckindustrie - aktuelle Geschäftslage verschlechtert sich

Die aktuelle Geschäftslage der deutschen Druckindustrie hat sich nach einer Umfrage des Münchner ifo Instituts um zehn auf minus 47 Indexpunkte verschlechtert. Im März 2008 lag die Einschätzung noch bei plus neun Punkten. Die Beurteilung der Auftragsbestände liegt bei minus 65 und hat sich damit gegenüber dem Vormonat um weitere zwei Indexpunkte verschlechtert. Das Geschäftsklima als Indikator für die Entwicklung der Geschäfte im nächsten Quartal ging um acht Prozentpunkte auf minus 51 zurück. Auch die Geschäftserwartung für das nächste halbe Jahr sank um sieben Punkte auf minus 55. Nach diesen Antworten erwarten 4% der Unternehmen eine verbesserte, 49% eine verschlechterte Geschäftslage, 37% gehen von keinen Änderungen aus.

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I.
PERSONALIA

Ari Rinkinen, derzeit Vice President Marketing und Vertrieb bei der finnischen Walki Group, wird Vice President Asia Pacific. In dieser neu geschaffenen Position wird Rinkinen verantwortlich sein für die Vertriebs- und Marketingaktivitäten von Walki in der asiatisch-pazifischen Region. Außerdem ist er für den Ausbau der geschäftlichen Präsenz in diesem Gebiet durch Allianzen, Akquisitionen und Expansionsinvestitionen verantwortlich. Rinkinen hat sein Büro im chinesischen Werk Changshu, Schanghai. Er wird an Leif Frilund, Präsident und CEO der Walki Group, berichten. Er ist außerdem Mitglied des Senior Management Teams (SMT) von Walki. Zusätzlich zu seinen derzeitigen Aufgaben übernimmt Arno Wolff, Vice President Vertrieb und Marketing, Papierverpackungen, die Verantwortung für das weltweite Walki-Vertriebsnetzwerk – mit Ausnahme der asiatisch-pazifischen Region, für die Rinkinen verantwortlich sein wird. David Ingham, Vice President Vertrieb und Marketing, Verbraucherkarton, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Marketingaktivitäten der Walki Group. Um effizienter auf die wachsende Nachfrage nach polymergestrichenen Kartonprodukten in Asien reagieren zu können, wird das Werk Changshu, das derzeit zum Geschäftsbereich Papierverpackungen gehört, künftig Teil des Geschäftsbereichs Verbraucherkarton sein. Nach diesen Veränderungen wird Timo Saahko, General Manager des Werkes Changshu, an Wolfgang Thissen, Vice President und General Manager, Verbraucherkarton, berichten.

Ab sofort wird das Verkaufsteam des Walzenherstellers Ungricht, Mönchengladbach, im Bereich Flexodruck durch Michael Franz und im Bereich Beschichtung durch Roland Brinkmann verstärkt. Die Firma kann unter anderem Walzen mit Laser gravieren und mit Keramik beschichten.


Michael Franz

Roland Brinkmann

Anlässlich einer Zusammenkunft des Verwaltungsrates der UPM-Kymmene Corporation wurden Björn Wahlroos als Vorsitzender sowie Berndt Brunow und Georg Holzhey als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Außerdem wählte der Verwaltungsrat aus seinen Mitgliedern ein Prüfungskomitee mit Karl Grotenfelt als Vorsitzendem, Wendy E. Lane und Veli-Matti Reinikkala. Der Rat wählte auch ein Komitee für Human Resources mit Berndt Brunow als Vorsitzendem sowie Georg Holzhey und Ursula Ranin als Mitglieder. Björn Wahlroos als Vorsitzender sowie Matti Alahuhta und Karl Grotenfelt gehören dem so genannten Berufungs- und Kontrollkomitee an.


Joachim Hoeltz

Die deutsche Chesapeake-Gruppe hat zum März 2009 ihre Geschäftsführung erweitert. Aufgrund des stetigen Wachstums der Chesapeake Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Stuttgart hat Wolfgang Bahmann (60) Joachim Hoeltz (44) in die Geschäftsführung des Unternehmens berufen. Bahmann, der auch über das Jahr 2009 hinaus Vorsitzender der deutschen Geschäftsführung bleiben wird, sieht das Unternehmen damit noch stärker für die stetig steigenden Anforderungen durch die Chesapeake Corporation und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerüstet. Vor diesem Hintergrund verantwortet Bahmann weiterhin die Bereiche strategische Unternehmensplanung, Finanzen, Qualitätsmanagement, Marketing und Vertrieb und hält die Kontakte zur Chesapeake-Gruppe. Im Bereich Kommunikation und Repräsentation ist er auch zukünftig Gesprächspartner von Kunden, Lieferanten und Verbänden. Neben der Geschäftsführung des Standorts Stuttgart ist Hoeltz verantwortlich für den Bereich Materialwirtschaft, Technik und Produktion von Chesapeake Deutschland Branded Packaging. Hoeltz ist seit 1999 im Unternehmen tätig, zunächst als Kaufmännischer Leiter, dann als Geschäftsführer für den Standort Stuttgart. Gemeinsam mit Bahmann leitet er ab sofort auch den Standort Düren.


Dr. Martin Angerhöfer

Die Bogner Gottschalk Heine Unternehmens- und Personalberatung in Starnberg baut ihr Geschäftsfeld Verpackungsindustrie weiter aus. Seit 1. April 2009 verstärkt Dr. Martin Angerhöfer als Seniorberater das Team der BGH-Consulting. Er verfügt über langjährige Fach-, Führungs- und Beratungserfahrung in der Branche, insbesondere in der Faltschachtel- und Wellpappenindustrie.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Die August Ristelhueber Papier & Zellstoff GmbH (ARPZ), Hamburg, und die chinesische Firma Tangli Paper haben einen Kooperationsvertrag über den Vertrieb von Weizenfaser- und Dragonfaserzellstoff für Europa und Nordamerika unterzeichnet. Die neue TCF-Zellstofffabrik von Tangli Paper produziert seit August letzten Jahres 60.000 Jahrestonnen Stroh- und Dragonfaserzellstoff mit Weißegraden von 78 Grad für Weizenfaser und 89 Grad für Dragonfaser (Bergweizenfaser). Haupteinsatzgebiete dieser gebleichten und ungebleichten Spezialfasern sind die Cellulosepulverindustrie, die Plastikmouldingindustrie, aber auch Spezialpapapierhersteller, die Pergamin oder Filterpapiere produzieren. Der Zellstoff wird sowohl in Ballen wie auch in Rollen geliefert.

Vom 6. bis 8. Mai findet in Berlin die Fachmesse PostPrint Berlin 2009 statt. Neben den Themenkomplexen Vorstufe und Software, Druck, Versand sowie Dienstleistungen stellt das Segment Weiterverarbeitung einen wesentlichen Messeschwerpunkt dar. Messedirektor Stefan Grave zeigte sich Ende März mit dem Anmeldestand für den Branchentreff zufrieden. Verglichen mit 2008 liege man etwa auf dem gleichen Stand, was angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation ein sehr positives Ergebnis sei. Auf der PostPrint Berlin 2008 zeigten 131 Aussteller einen Überblick über das Produktspektrum. Insgesamt kamen über 3000 Besucher zur PostPrint und zur parallel veranstalteten Fachmesse für Dialogmarketing, directexpo Berlin, die auch 2009 zusammen mit der PostPrint stattfinden wird.
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www.postprint.de

Speziell für die Druck- und Papierindustrie veranstaltet die FSC Arbeitsgruppe Deutschland am 22. April (10 bis 14 Uhr) einen "FSC-Chain-of-Custody Workshop" in der Katholischen Akademie Hamburg. Programm: Einführung in die Produktkettenzertifizierung; Überblick über das Standardrahmenwerk; Darstellung des CoC-Standards FSC-STD-40-004; Anwendung der verschiedenen Überwachungssysteme; Einsatz von Recycling-Material gemäß Standard FSC-STD-40-007; Produktkennzeichnung/Labelling. Rückfragen per E-Mail oder Telefon: (07 61) 3 86 53 50.
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info@fsc-deutschland.de

Niederlande
Die Welt des Digitaldrucks im Großformat trifft sich in diesem Jahr in Amsterdam. Die Fespa Digital Europe findet vom 12. bis 14. Mai 2009 im Amsterdamer Messe- und Kongresszentrum RAI statt. An dieser größten europäische Ausstellung für das Digitaldruck-Großformat sind mehr als 300 Aussteller beteiligt. Zudem finden auf und neben der Messe zahlreiche Fachveranstaltungen und Seminare statt. Der Eintritt zur Messe ist für vorregistrierte Besucher frei (Registrierung im Internet). Veranstalter der Messe ist der Europäische Sieb- und Digitaldruckdachverband Fespa.
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www.fespadigital.com


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III.
IMPRESSUM

Verlag:

P. Keppler Verlag GmbH & Co. KG
Industriestraße 2, D-63150 Heusenstamm (Germany)
Tel. +49 (0)6104 / 606 - 0, Telefax +49 (0)6104 / 606 - 336
www.kepplermediengruppe.de
info@kepplermediengruppe.de

Geschäftsführung:
Eckhart Thomas
Redaktion:
Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur)
g.brucker@kepplermediengruppe.de
Siegfried Jütte (technische Redaktion)
s.juette@kepplermediengruppe.de
Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.
Bereichsleitung
Papier- und Druckzeitschriften:
Petra Hanke, Telefon +49 (0)6104 / 606 - 360
p.hanke@kepplermediengruppe.de
Anzeigenleitung:
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m.apitz@kepplermediengruppe.de

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Mike Wilhelm, Telefon +49 (0)6104 / 606 - 202
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Vertriebs-Service:
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Bezugspreis (Jahresabonnement):
Inland: Euro 195,- inkl. Versandkosten und gesetzl. MwSt.
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IV.
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