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Allgemeine Papier-Rundschau
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1.
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Leicht rückläufiger Umsatz und Gewinn bei Portucel Soporcel |
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Der portugiesische Portucel Soporcel-Konzern erreichte im
vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,132 Mrd. Euro (i. Vj.: 1,1369 Mrd.
Euro) bei einem Gewinnrückgang vor Steuern auf 131,1 Mio. Euro (i.
Vj.: 153,9 Mio. Euro). Portucel Soporcel baut im Moment eine neue
Papierfabrik in Setúbal, in die die Gruppe insgesamt 247 Mio.
Euro investieren wird. Der geplante Start der Produktion ist für
das dritte Quartal 2009 vorgesehen. Teil der Anlage wird auch ein neues
Kraftwerk sein. Mit der neuen Papierfabrik schafft das Unternehmen 212
neue Arbeitsplätze, was die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf 2164
erhöht. Vom Gesamtumsatz fallen 71% oder ca. 800 Mio. Euro auf den
Verkauf von Papier und 21% auf Zellstoffveräußerungen.
Mit Forstprodukten, dem Verkauf von Energie und anderen
Serviceleistungen setzte das Unternehmen weitere ca. 90 Mio. Euro um.
93% seiner Umsätze erzielte der Konzern im Ausland.
Insgesamt verkaufte Portucel Soporcel 1,017 Mrd. t ungestrichene Papiere, vor
allem auch im Bereich von Büropapieren, wo das Unternehmen mit
Marken wie Navigator gut etabliert ist.
Mit einem Aktienwertverlust von 31% im abgelaufenen Jahr 2008 hielt
sich Portucel besser als viele andere Unternehmen der Papierwirtschaft.
Der Vorstand weist dennoch darauf hin, dass das extrem schwierige
Umfeld der beherrschende Faktor im Jahr 2009 sei. Mit dem Neubau der
Papierfabrik in Setúbal wolle das Unternehmen europäischer
Marktführer bei ungestrichenen holzfreien Papieren werden. |
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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
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| The Katz Group stellt Insolvenzantrag |
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Mitte April 2009 hat die
Geschäftsführung von The Katz Group, Weißenbach, beim
Amtsgericht Baden-Baden einen Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens gestellt. Zu der Unternehmensgruppe gehören
die Katz International Coasters GmbH mit Sitz in Weisenbach, Landkreis
Rastatt, die Kurprinz GmbH mit Sitz in Großschirma bei Chemnitz
sowie die Anthemius Vermögensverwaltung GmbH in Weisenbach, die
als Beteiligungsholding auftritt und Anteile an den beiden anderen
Unternehmen hält. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde
Rechtsanwalt Ferdinand Kießner von der Kanzlei Schultze &
Braun bestellt.
The Katz Group ist ein weltweit führendes Unternehmen in der
Entwicklung und Produktion von Bierglasuntersetzern. Die wichtigsten
Absatzmärkte des Unternehmens sind die USA, Deutschland,
Großbritannien, Frankreich, Belgien und Irland. Der Marktanteil
der Katz-Gruppe in Europa beträgt rund zwei Drittel, in den USA
sogar 97 Prozent. Darüber hinaus produziert das Unternehmen
weitere Produkte aus Pappe und Papier und ist außerdem mit dem
Design und Vertrieb einer Vielzahl von Promotionsartikeln befasst, die
zu Werbezwecken verwendet werden. Die Hauptkunden der Katz-Gruppe sind
Brauereien.
"Seit 2007/2008 schrumpft der Bierabsatz in der Gastronomie, also in
unserem größten Markt. Mit dem Schrumpfen des Biermarktes
geht auch das Marktpotenzial für Untersetzer zurück,"
erklärt Geschäftsführer Garry Hobson. Auch die
Konsolidierung der internationalen Brauereien hat sich negativ auf den
Umsatz der Katz-Gruppe ausgewirkt. Das Unternehmen reagierte mit einem
Strategiewechsel, indem andere Pappeprodukte hergestellt und neue
geographische Wachstumsmärkte für Untersetzer erschlossen
werden sollten. Sanierungsverhandlungen zwischen der
Hauptgesellschafterin und der kreditgebenden Bank sind jedoch
gescheitert.
Insolvenzverwalter Kießner teilte mit, dass bereits erste
Gespräche mit der Geschäftsführung der Katz-Gruppe
stattgefunden hätten, um die Möglichkeit der Fortführung der
Unternehmensgruppe zu prüfen und um mit potenziellen Investoren
oder Übernehmern zu verhandeln. "Es geht um 240
Arbeitsplätze, davon 150 in Weisenbach, die alle Beteiligten
möglichst erhalten möchten. Die Löhne und Gehälter
wurden bis Ende März bezahlt," so Kießner in einer ersten
Stellungnahme.
Die Wurzeln der Katz-Gruppe gehen auf das Jahr 1716 zurück, als
Johann Georg Katz ein Sägewerk in Weisenbach gründete und
zunächst Telegrafenmasten und Eisenbahnschwellen herstellte. Im
Jahr 1903 wurde der erste Bierdeckel, auf englisch "Coaster",
hergestellt. Fortan gehörte die Bierdeckelproduktion zum
Kerngeschäft des Unternehmens. Die erste automatische
Bierdeckeldruckmaschine produzierte im Jahr 1930 schon 30.000
Bierdeckel am Tag und 1969 konnte die Produktion auf eine Million
Bierdeckel täglich gesteigert werden - durch eine kombinierte
Druck- und Stanzmaschine. Seither hat sich die Katz-Gruppe
beständig durch Investitionen und Innovationen in der
Coaster-Technik weiterentwickelt.
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2.
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Groteske Gesetzesauslegung bringt US-Papiererzeuger Millionensubventionen |
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Amerikanische Hersteller mischen sogenanntem Black
Liquor (Schwarzlauge), einem Begleitprodukt der Produktion von chemischem Zellstoff,
Dieselkraftstoff zu. Dies geschieht nach Verabschiedung eines Gesetzes
in den USA, das zu einer grotesken Situation geführt hat. Vor zwei Jahren
wollte die Regierung Bush alternative Kraftstoffe wie
Ethanol aus Biomasse besonders fördern. Deshalb verabschiedetet
der Kongress auf Vorschlag der Administration ein Gesetz, wonach jede
Gallone alternativer Kraftstoffe, die mit Diesel oder Benzin gemischt
wird, eine Subvention von 50 Cent erhält. Die US-Regierung wird
für dieses Vorhaben im laufenden Jahr voraussichtlich 8 Mrd. US-$
alleine an die zehn größten Papierfabriken bezahlen. Die
Gesamtsubvention liegt bei 80 Mrd. US-$.
Ursprünglich war das Gesetz nur für Transportunternehmen, die
Lkws betreiben, gedacht und die Regierung wollte damit die
Abhängigkeit von klassischen Brennstoffen abmildern. Durch das
Gesetz kann die Papierindustrie durch Beimischung des eigentlich nicht
notwendigen Dieselkraftstoff zur Schwarzlauge, Subventionen erhalten.
Aus dem reinen Biokraftsoff wird ein gemischter Kraftstoff. Der
Gesetzgeber dachte an den genau umgekehrten Vorgang. Es handelt sich um
eine Gesetzeslücke. Ein Beobachter ließ sich dabei zu der
Bemerkung hinreißen, mit dem Gesetz werde Schwarzlauge in Gold
verwandelt. Unter den Kongressmitgliedern scheint niemand das Vorhaben
vorhergesehen zu haben. Dem Vernehmen nach erhielt International Paper
bereits 71,6 Mio. US-$ aus dem Programm. |
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3.
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BASF startet Integrationsprozess von Ciba |
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Die
BASF AG, Ludwigshafen, hat die Schweizer Ciba Holding
AG wie geplant mit der Auszahlung des Angebotspreises an die Ciba
Anteilseigner übernommen. BASF hält damit einen Anteil von
95,8% an Ciba. Aktien des Schweizer Konzerns, die nicht im Rahmen des
Übernahmeangebotes angedient wurden, können bis auf weiteres
an der sogenannten SIX Swiss Exchange gehandelt
werden. BASF-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Ulrich Engel ist
Präsident des Ciba
Verwaltungsrates, des obersten Aufsichtsgremiums der Ciba. Weitere
Mitglieder dieses Organs sind Hans-Walther Reiners und Dr.
Jörg
Buchmüller. Alle bisherigen Mitglieder sind aus dem Verwaltungsrat
ausgeschieden. Ciba soll vollständig in die BASF-Gruppe integriert
werden. Der Integrationsprozess beginnt mit der sogenannten Discovery
Phase während der gemeinsame Teams von BASF und Ciba die
akquirierten Geschäfte im Detail untersuchen. Hierbei sollen eine
marktgerechte Positionierung für die kombinierten Geschäfte
entwickelt und die beste Organisationsform abgeleitet werden. Basierend
auf diesen Ergebnissen wird die operative Integration im Juli 2009
begonnen. |
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4.
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Norske Skog muss hohen Verlust ausweisen |
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Der norwegische Norske Skog-Konzern musste im
abgelaufenen Jahr 2008 einen Nettoverlust von 373,6 Mio. Euro (i. Vj.:
92,29 Mio. Euro Verlust) ausweisen. Dabei fiel der Umsatz leicht auf
3,576 Mrd. Euro (i. Vj.: 3,664 Mrd. Euro). Auch operativ lag Norske
Skog mit 190,13 Mio. Euro (i. Vj.: 91,48 Mio. Euro Gewinn) in den roten
Zahlen. Der Konzern hatte bereits 2007 in seiner Bilanz aktivierten
Goodwill von insgesamt 654 Mio. Euro Euro abgeschrieben. Im vergangenen
Geschäftsjahr gab es eine Reihe von Einmalerträgen und
Einmalaufwendungen, die sich insgesamt auf ein Minus von 67,8 Mio. Euro
addieren. Einerseits konnte das Unternehmen aus dem Verkauf seiner
Konzernzentrale und weiterer Werke insgesamt 67,83 Mio. Euro einnehmen,
andererseits kam es zu hohen negativen Währungseffekten beim
Verkauf verschiedener Werke in Korea von insgesamt 106 Mio. Euro.
Norske Skog entschloss sich im vergangenen Jahr außerdem, die
geplante Papiermaschine 2 in Pisa nicht zu bauen. Hieraus entstanden Projektkosten
von 20 Mio. Euro.
Die Geschäftsbereiche
Im Geschäftsbereich Zeitungsdruckpapiere Europa setzte der Konzern
in 2008 mit 1,091 Mrd. Euro (ca. minus 82 Mio. Euro) deutlich weniger
um als im Jahr 2007. Dabei fiel die Produktion um ca. 170.000 t auf
1,92 Mio. t. Der operative Gewinn verringerte sich um 95,5 Mio. Euro
auf 125,81 Mio. Euro. Im abgelaufenen Jahr legte die Firma zwei
Papiermaschinen mit einer Gesamtproduktionskapazität von 260.000 t
auf Dauer still. Hieraus ergab sich in den restlichen Fabriken in
Europa eine höhere Kapazitätsausnutzung.
Im Bereich Zeitungsdruckpapier Asien gingen die Umsätze deutlich
um mehr als 283 Mio. Euro auf 458 Mio. Euro zurück. Dabei hat
Norske Skog in seinem chinesischen Werk Hebei die Produktion sehr
deutlich eingeschränkt. Die ausgelieferte Menge fiel insgesamt um
fast 60.000 t auf 478.000 t.
Im Geschäftsbereich Magazinpapiere konnte Norske Skog seinen
Umsatz im abgelaufenen Jahr deutlich auf 978,91 Mio. Euro (i. Vj.:
879,72 Mio. Euro) steigern. Dabei erhöhte sich der operative
Gewinn auf 48,1 Mio. Euro (i. Vj.: 8,51 Mio. Euro Verlust). Im vierten
Quartal hat der Konzern bei gestrichenen Magazinpapieren seine
Produktion teilweise eingeschränkt. Er weist darauf hin, dass im
vergangenen Jahr zahlreiche Kunden von gestrichenen Papieren auf
ungestrichene Papiere wechselten, und die Nachfrage nach LWC-Papieren
in Europa um insgesamt 4% fiel, während sie für ungestrichene
Magazinpapiere (SC) um 6% stieg.
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Christian
Rynning-Tønnesen war das Jahr 2008 für Norske Skog
begleitet von einer positiven Entwicklung. Die Produktion des Konzerns
sei mittlerweile kosteneffizienter, und wichtige Inputfaktoren
hätten mittlerweile ein vernünftiges Preisniveau.
Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab der Vorstand nicht.
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5.
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International Paper kann Umsatz in 2008 steigern – Gewinn bricht ein
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IDer US-amerikanische International Paper-Konzern (IP),
Memphis/Tennessee, konnte im abgelaufenen Jahr seinen Umsatz deutlich
auf 24,83 Mrd. US-$ (i. Vj.: 21,89 Mrd. US-$) steigern und musste mit
einem Nettogewinn von 57 Mio. US-$ (i. Vj.: 1,168 Mrd. US-$) einen
dramstischen Gewinneinbruch hinnehmen. Auch der operative Ertrag vor
Steuern fiel sehr deutlich auf 186 Mio. US-$ (i. Vj.: 1,654 Mrd. Euro).
Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, John Faraci, sprach von einem
soliden Jahr, bis auf ein schwaches viertes Quartal. IP konzentriere
sich darauf, weiter freien Cashflow zu produzieren.
Einzelne Segmente
In seinem Segment Druckpapiere, in dem im Wesentlichen ungestrichene
Papiere hergestellt werden, setzte IP 6,81 Mrd. US-$ (i. Vj.: 6,53 Mrd.
US-$) um. Im letzten Geschäftsquartal brach der Umsatz hier
allerdings um mehr als 200 Mio. US-$ auf ca. 1,5 Mrd. US-$ ein. Dabei
halbierte sich der Gewinn fast auf 474 Mio. US-$, im letzten Quartal
erwirtschaftete dieses Segment einen Verlust von 40 Mio. US-$. Dieser
resultiert vor allem aus den Schließungskosten des Werkes
Louisiana und der Papiermaschine 3 im Werk Franklin. Seine Werke in
Europa bezeichnet der Vorstand als stark. Dies habe aber nicht
ausgereicht, die schwache Mengenentwicklung insbesondere im russischen
Markt zu kompensieren.
Bei industriellen Verpackungen stieg der Umsatz noch deutlicher auch
aufgrund von Zukäufen um 2,4 Mrd. US-$ auf 7,69 Mrd. US-$. Dabei
lag der operative Gewinn fast unverändert bei 390 Mio. US-$ (i.
Vj.: 374 Mio. US-$). Insgesamt sei es im letzten Jahr gelungen, die
Preise anzuheben. Mit der Akquisition vieler Verpackungsbetriebe der
Firma Weyerhaeuser haben sich die verkauften Mengen wie auch die
Umsätze in diesem Segment deutlich erhöht. In den
europäischen Werken sei es gelungen, Marktanteile zu gewinnen,
wenn auch die verkaufte Menge zurückging. Im Bereich der so
genannten Konsumentenverpackungen stiegen die Umsätze leicht auf
3,195 Mrd. US-$ (i. Vj.: 3,015 Mrd. US-$) bei einem schmalen operativen
Gewinn von 17 Mio. US-$ (i. Vj.: 112 Mio. US-$). Es sei zwar gelungen,
im Bereich gestrichener Karton und bei Serviceleistungen im
Lebensmittelbereich die Preise zu erhöhen. Dies habe aber nicht
gereicht, die höheren Einstandskosten bei schwacher Nachfrage zu
kompensieren.
Im seinem Feinpapier-Großhändlergeschäft, das unter dem
Namen xpedx firmiert, setzte IP 7,97 Mrd. US-$ um, was einer deutlichen
Steigerung von 650 Mio. US-$ entspricht. Der operative Gewinn blieb in
diesem Segment fast unverändert bei 103 Mio. US-$.
Sonderaufwendungen
Wie fast jedes Jahr verbuchte International Paper auch in diesem Jahr
zahlreiche Sonder- und Einmalkosten. Hierzu gehört unter anderem
eine Neubewertung des aktivierten Goodwills in der Bilanz für
sowohl in den USA ansässige wie auch europäische Werke von
insgesamt 438 Mio. US-$. Die Schließung seines Werkes in
Louisiana kostete das Unternehmen vor Steuern 123 Mio. US-$, weitere 30
Mio. US-$ musste IP für das Abschalten seiner Papiermaschine 3 im
Werk Franklin zahlen. Der Konzern weist darauf hin, dass zurzeit eine
detaillierte Überprüfung des aktivierten Goodwills
stattfindet, und diese im ersten Quartal 2009 beendet sein wird.
Hieraus könnten sich weitere, mit Kosten verbundene Berichtigungen
beim aktivierten Goodwill in Höhe von 1,3 Mrd. US-$ ergeben.
Eine Prognose für das laufende Jahr machte der Vorstand nicht.
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6.
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Headhunting: Service mit Nutzwert
von Harald Heine* |
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Für Bewerber sind Headhunter die Hoffnung auf eine
neue berufliche Herausforderung, für Arbeitgeber wahlweise
Ärgernis, notwendiges Übel oder doch professionelle
Unterstützung? Sogar die Rechtssprechung fühlte sich
jüngst bemüßigt, die telefonische Ansprache von
Bewerbern zu reglementieren. Ist Headhunting noch zeitgemäß?
Fakt ist, dass viele Unternehmen vor allem anspruchsvolle Positionen
nicht mit den geeigneten Fach- und Führungskräften besetzen
können. Im härter werdenden Wettbewerb kann der Mangel an den
richtigen Köpfen allerdings sehr schnell ins Aus führen. Bei
der Auswahl möglicher Kandidaten sind viele Unternehmen zudem
zunehmend überfordert. Neben Bergen unpassender Bewerbungen drohen
zeitraubende Auswahlgespräche und die Angst vor den finanziellen
Folgen und den Imageschaden eines Fehlgriffs.
Nehmen die Unternehmen dann doch die Auswahl in die eigene Hand,
konzentrieren sich HR-Verantwortliche in Bewerbungsgesprächen oft
auf rein fachliche Fragen. Dahinter steckt die Zurückhaltung (oder
Angst?), über die weichen Faktoren des Arbeitsverhältnisses
zu reden. Personalberater können hier freier agieren. Sie
können unbefangener kommunizieren, wie ein Unternehmen
"tickt" und als Coach und Mentor des Bewerbers – der
sie ja auch sind – offen über die "Chemie"
sprechen. Mit Erfolgskomponenten im Honorar können Auftraggeber
zudem sicherstellen, dass der Personalberater keinen Schnellschuss zu
Lasten des Unternehmens abgibt. Dass der Berater Branchenkenntnisse
haben sollte, ist schlicht Voraussetzung für das Ausmachen von
Experten, die dem Arbeitgeber Unterscheidungsmerkmale gegenüber
dem Wettbewerb schaffen. Alles in allem Dienstleistungen, die sich
rechnen.
Angst vor Personalberatern müssen nur jene haben, die es
versäumt haben, eine gesunde Unternehmenskultur zu leben, bei der
sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren. Für diesen
Typus Manager sind aber auch der wöchentlichen Stellenmarkt in
überregionalen Tageszeitungen oder Jobbörsen im Internet eine
Bedrohung.
* Der Autor ist Partner der Bogner Gottschalk Heine Unternehmensberater
GmbH, Starnberg. Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf die
Vermittlung von Fach- und Führungskräften für die
Papier- und Verpackungsindustrie. |
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7.
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Kimberly-Clark hält sich in der Krise gut |
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Der US-amerikanische Kiberly-Clark-Konzern konnte im
vergangenen Jahr seinen Umsatz deutlich um 6,3% auf 19,4 Mrd. US-$ (i.
Vj.: 18,3 Mrd. US-$) steigern. Auch die verkaufte Menge erhöhte
sich um 1%, die Nettopreise sogar um 4% im Durchschnitt. Der operative
Gewinn fiel nur leicht auf 2,547 Mrd. US-$ (i. Vj.: 2,616 Mrd. US-$).
Der Nettogewinn hielt sich mit 1,69 Mrd. US-$ (minus 7,3%)
vergleichsweise gut. Der Vorstandsvorsitzende des Tissuekonzerns,
Thomas J. Falk, geht in naher Zukunft von keiner Verbesserung der
externen Wirtschaftssituation aus. Dies soll langsam, erst später
im Jahr passieren, so Falk.
Aussichten
Kimberly-Clark erwartet als einer der weltgrößten
Tissuehersteller, dass das organische Wachstum im laufenden Jahr im
niederen einstelligen Bereich sein wird, und die Verkaufspreise um 2%
bis 3% steigen werden. Die Nettoumsätze sollen unter anderem wegen
Währungseffekten um 4% bis 5% fallen. Den operativen Gewinn
erwartet der Vorstand in einem ähnlichen Bereich wie im Jahr 2008.
Investieren will Kimberly-Clark in einer Größenordnung
zwischen 800 und 850 Mio. US-$. Außerdem rechnet der
Vorstand damit, dass er hohe Mehrkosten für garantierte
Pensionszahlungen schultern muss. Nach dem so genannten US Pension Act
wird das Unternehmen 2009 hierfür voraussichtlich 530 Mio. Euro
zahlen müssen. Im Vorjahr betrug diese Summe nur 130 Mio. US-$. |
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8.
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Papierfabrik Hallein vor dem endgültigen Aus |
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Auch
das Angebot einer Investorengruppe um Dr. Josef
Wanzenböck, einem früheren Mitarbeiter von Hallein-Papier und
später in Vorstandsfunktion bei der M-real-Tochter Map Merchant,
konnte den M-real-Vorstand nicht davon überzeugen, die
Papierfabrik Hallein für 44 Millionen Euro zu verkaufen. Die
EU-Wettbewerbskommission scheint den Klagen, die das Land
Österreich bei der EU vortrug, nicht nachzugeben.
Österreichische Politiker sehen in der Übernahme
vonTeieln M-real, durch die südafrikanische Firma Sappi,
einen Marktbereinigungsvertrag, hinter dem ein Wettbewerbsverstoß
steht. Ab April stehen damit in Hallein 485 Mitarbeiter vor dem Verlust
ihres Arbeitsplatzes. Ursprünglich wurde darüber berichtet,
dass sich die Lenzing AG für die in Hallein stattfindende
Zelluloseproduktion interessiere. Dies hat Lenzing nun dementiert. Dort
beschäftigt das Werk 175 Mitarbeiter. Für die Region Salzburg
wäre ein Aus in Hallein ein schwerer Schlag, da die
Firma einer der größten Arbeitgeber in der Region ist. |
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9.
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bvse: Altpapier soll Abfalleigenschaft auf dem Gelände des Entsorgers verlieren |
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Das
Ende der Abfalleigenschaft ist ein Thema, das die Altpapierbranche in
den nächsten Monaten, vielleicht sogar Jahren verstärkt
beschäftigen wird: Wann und wie verliert Altpapier seine
Abfalleigenschaft und wird zum Produkt? Nachdem die neue
EU-Abfallrahmenrichtlinie die richtigen Weichen dafür gestellt
hat, Altpapier früher als bisher aus dem Abfallrechtsregime zu
entlassen, beginnen nun die Feinarbeiten. Im vergangenen Monat sind
hierzu in Brüssel die Beratungen aufgenommen worden. Dem Vernehmen
nach will man sich dabei nicht Altpapier zuerst zuwenden.
Der
bvse-Fachverbandsvorsitzende Hubert Neuhaus bedauerte in einem
Pressegespräch im Rahmen des 12. Altpapiertages gemeinsam mit dem
ERPA-Delegierten Andreas Uriel und Geschäftsführer Thomas
Braun diese Prioritätensetzung. Neuhaus: "Das würden wir gern
anders sehen. Nach unserer Ansicht sollte mit Altpapier, ein Material
den Anfang machen, bei dem die Ausgangslage unkompliziert ist".
Für den bvse-Fachverband Papierrecycling spreche viel dafür,
dass sich die zuständigen europäischen Gremien mit Altpapier
prioritär befassen sollten. Verwiesen wird auf die klare
Anfallstellenstruktur, die bekannten Verwertungswege, die absolute
Ungefährlichkeit des Materials, der vorliegenden und in der Praxis
akzeptierten Norm EN 643 (Europäische
Altpapier-Standardsortenliste) sowie nicht zuletzt auf die
geklärte REACH-Problematik. Ein erfolgreicher erster Durchlauf
mache die Abfallendefestlegung auch für die weiteren
Materialgruppen dann wesentlich leichter, ist der bvse überzeugt.
Der Fachverband Papierrecycling vertritt in Bezug auf das Ende der
Abfalleigenschaft bei Altpapier inhaltlich folgende Position:
- Die Europäische Standardsortenliste
EN 643 sollte die Basis sein; lediglich die Sorte 5.01 - Original
Sammelware aus der Kommune - ist wegen der darin in unwägbarem
Maße enthaltenen, die Verwertung behindernden Verunreinigungen
keine taugliche Sorte.
- Die derzeit diskutierte Novelle der EN 643 kann
nicht abgewartet werden, da hier nicht vor Ablauf von zwei Jahren mit
einem Abschluss der Beratungen zu rechnen ist.
- Die Novelle ist allerdings insofern bedeutsam, als
dass zurzeit "frei von Störstoffen" in der EN 643 steht und es ein
wichtiges Anliegen von ERPA (Europäischer Altpapierverband) ist,
dies zu ändern; dem ist mit ergänzenden Kriterien Rechnung zu
tragen.
- Für die von der Richtlinie verlangte
Durchführung eines Verwertungsverfahrens wird eine reine Sichtung
nicht als ausreichend angesehen, sondern die Schaffung von
Sortenkonformität. Dies bedingt nicht zwingend einen Sortier- oder
Aufbereitungsvorgang, verlangt aber eine qualifizierte Behandlung des
Altpapiers innerhalb des Anlagengeländes des zertifizierten
Entsorgers.
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10.
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UPM reorganisiert Lieferkette |
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Der
finnische UPM Konzern will seine Logistikwege
für das Papiergeschäft den momentanen Bedürfnissen
besser anpassen. Deshalb soll eine neue sogenannten
Supply-Chain-Plattform geschaffen werden. Teil dieser Entwicklung soll
es sein in
Nordeuropa einen regionalen sogenannten Supply-Chain-Center im
finnischen Tampere einzurichten. In Mitteleuropa möchte UPM zwei
regionale Supply-Chain-Zentren in Deutschland, eines in Augsburg und
eines in Dörpen, einrichten. Zur Zeit wird die Produktionsplanung,
das Lagermanagement, die Auftragserfüllung, Logistik und
Kundenservice von den einzelnen Werken aus bzw. einzelnen
Verkaufsbüros in den Regionen betrieben. UPM möchte nun ein
Servicezentrum mit insgesamt 80 Mitarbeitern in Tampere einrichten.
Diese Aufgaben werden gegenwärtig in den finnischen Papierwerken,
aber auch im sogenannten Papierkundenzentrum in Helsinki wahrgenommen.
In Augsburg werden in dem neuen Servicezentrum insgesamt 180
Mitarbeiter gebraucht. Die dort neu entstehenden Aufgaben haben bisher
Mitarbeiter in Österreich, Deutschland und Verkaufsbüros in
Deutschland wahrgenommen.
Bernd Eikens, Senior Vice President, Supply Chain, meinte dazu, dass
die neue Plattform dazu diene, Effizienz und Profitabilität der
Werke zu steigern. Außerdem könne dadurch der Kundenservice
verbessert werden. Mit der Maßnahme fallen ungefähr 100
Stellen im Laufe der Jahre 2009/2010 weg. Außerdem möchte
UPM in den Bereichen IT und Human Resources bestimmte Arbeiten
zentralisieren. Bisher werden diese Aufgaben an verschiedenen Orten in
Finnland wahrgenommen. |
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11.
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Energieeinsparung in der Papierindustrie |
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Die
Zellstoff- und Papierindustrie gehört zu den fünf
größten industriellen Energieverbrauchern in Deutschland. In
den letzten Jahren betrug der Anteil der Energiekosten bezogen auf den
Umsatz rund zehn Prozent. Wie für viele andere Branchen ist auch
für die Papierindustrie der Kostenfaktor Energie von wesentlicher
Bedeutung, wenn es darum geht, die Wettbewerbsfähigkeit zu
erhalten.
Vor diesem Hintergrund wurde für die
Papierindustrie ein eigenes Branchenenergiekonzept erstellt und im
Dezember im Rahmen der Landes-Energieeffizienzoffensive "NRW spart
Energie" mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen
Wirtschaftsministeriums auf einer Veranstaltung der EnergieAgentur.NRW
in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Gefördert
wurde das Projekt vom nordrhein-westfälischen
Wirtschaftsministerium und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Das Projekt "Branchenenergiekonzept Papier" wurde durchgeführt von
der Arbeitsgemeinschaft Papierindustrie, bestehend aus dem Institut
für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg, dem
Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der RWTH Aachen, der
Papiertechnische Stiftung (PTS), München, und dem Ingenieur- und
Beratungsbüro EUtech Energie & Management GmbH, Aachen, in
Kooperation mit dem Verband deutscher Papierfabriken (VDP), Bonn.
Potenziale aufspüren und Optimierungsmaßnahmen umsetzen
Unternehmen einer Branche weisen in der Regel ähnliche
energetische Schwachstellen auf. Die Einsparpotentiale in der
Papierbranche betragen nach Erkenntnissen der Arbeitsgemeinschaft
Papierindustrie im Durchschnitt zwischen 5 und 10% der Energiekosten.
Um diese Potenziale aufzuspüren und Optimierungsmaßnahmen
umzusetzen, eignet sich das branchenspezifische Energiekonzept, welches
vor allem als Orientierungshilfe und Navigationsinstrument dient.
Die Papierindustrie hat bereits einige Maßnahmen zur Verringerung
des Energieeinsatzes umgesetzt. Die Energieeffizienz wurde inzwischen
durch technische Optimierung in Heizkraftwerken, Papiermaschinen sowie
durch die Änderung der Rohstoffstruktur erreicht. Der spezifische
Energiebedarf, d.h. die zur Produktion einer Tonne Papier, Pappe und
Karton benötigte Energie, sank von 8242 kWh/t im Jahre 1955 auf
derzeit etwa 2674 kWh/t. Für die starke Reduzierung des
spezifischen Energieeinsatzes sorgten u.a. der Ausbau von
Wärmerückgewinnungsanlagen und eine Verbesserung der
mechanischen Entwässerung in der Pressenpartie durch den Einsatz
neuer Aggregate (z.B. Schuhpresse).
Ein erhebliches Energieeinsparpotenzial
liegt in den Druckluftnetzen vieler Unternehmen. Druckluft zählt
zu den teuersten Energieformen und birgt oft große
Einsparpotenziale vor allem aus folgenden Gründen: Leckagen
bleiben unbemerkt oder unbeachtet, die Abwärme der Kompressoren
bleibt ungenutzt, eine Kompressorsteuerung fehlt, es herrscht ein zu
hohes Druckniveau, folglich sind die Verluste sehr hoch. Druckluft wird
in der Papierindustrie vor allem als Mess-, Steuer- und Regelluft
verwendet, aber auch zum Transfer der Papierbahn oder in der
Stoffaufbereitung (Flotation) eingesetzt. Darüber hinaus dient
Druckluft nach Bahnrissen häufig zum Entfernen von Produktresten
aus der Trockenpartie einer Papiermaschine.
Allein durch die Beseitigung von Leckagen konnte bei einem Hersteller
altpapierhaltiger Spezialpapiere eine Stromeinsparung von 260 MWh/a
erzielt werden. Für eine wirtschaftliche Drucklufterzeugung ist
zudem die Anpassung des Netzdrucks und der Kompressorfördermengen
an die jeweiligen betrieblichen Erfordernisse notwendig. Eine Absenkung
des Betriebsdruckes von 8 bar auf 7 bar verringert z.B. den
elektrischen Energiebedarf um etwa 6%. Bei deutlich voneinander
abweichenden Betriebsdrücken einzelner Anlagen kann die
Aufstellung mehrerer dezentraler Kompressoren mit kleineren Netzen auf
unterschiedlichen Druckniveaus wirtschaftlich sinnvoll sein.
Der größte Energiebedarf bei der Papierproduktion entsteht
bei der Trocknung in der Trockenpartie der Papiermaschine. Die
Trocknung muss dabei durch Verdampfen des dem Papier anhaftenden bzw.
im Papier gebundenen Wassers erfolgen, also durch Zufuhr thermischer
Energie. Die Energiezufuhr erfolgt in der Regel durch dampfbeheizte
Trockenzylinder, sowie ggfs. durch Erwärmung der in die
Trockenhaube geführten Zuluft. Hier kann der Energiebedarf durch
die Umsetzung von Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung
gesenkt werden. So kann beispielsweise die Abwärme der
heißen und feuchten Abluft der Trockenhaube dazu verwendet
werden, die Haubenzuluft vorzuwärmen.
Bei einem Hygienepapierhersteller konnten im Bereich der Trocknung
durch folgende Maßnahme Gaseinsparungen von etwa 20.000 Euro/a
und Stromeinsparungen von etwa 6000 Euro/a erzielt werden. Es erfolgte
eine höhere Wasserbeladung der Haubenluft, wodurch geringere Zu-
und Abluftmengen benötigt wurden. Die Wasserbeladung der
Haubenluft konnte durch eine entsprechende Reduzierung der Zu- und
Abluftmengen an den Sollwert von 440 g/kg herangeführt werden.
Durch die geringeren Luft-Massenströme lassen sich die
Abwärmeverluste und die Ventilatorleistungen senken. Bei einem
Abluftmassenstrom von 30.000 kg/h (trocken) betragen die
Abwärmeverluste (Bezugstemperatur 10 °C) 5850 MWh/a. Bei einem
reduzierten Abluftmassenstrom von 24.400 kg/h (trocken) reduzieren sich
die Abwärmeverluste auf 4760 MWh/a, gleichzeitig sinkt der
Erdgasbedarf um 1090 MWh/a und der Strombedarf für die Lufttechnik
sinkt entsprechend dem niedrigeren zu fördernden Luftmassenstrom
um 90 MWh/a.
Weitere branchenspezifische Einsparpotenziale sind besonders im Bereich
der Stoffaufbereitung und des Konstantteils sowie im Wasserkreislauf zu
finden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen erstrecken sich auf eine
Prozessoptimierung hinsichtlich der Betriebszeiten z.B. von Refinern,
eine Erhöhung der Systemtemperatur des Wasserkreislaufs durch
Abwärmenutzung und eine Leistungsanpassung der Pumpenantriebe an
den jeweiligen Betriebszustand, z.B. durch die Installation von
Frequenzumrichtern.
Fazit
Politische, wirtschaftliche und ökologische Veränderungen
erfordern von jedem Industriebetrieb die intensive Beschäftigung
mit dem Thema Energie. Dabei zeigen energieorientierte Betriebsanalysen
konkrete, technisch und wirtschaftlich sinnvolle
Verbesserungsmaßnahmen auf. Viele dieser Maßnahmen
ermöglichen hohe Energie- und damit CO2- und Kosteneinsparungen
bei geringen Investitionen. Große Einsparpotenziale sind
häufig in dem Bereich der Energieumwandlung und -verteilung zu
finden: Erneuerung von Anlagen, optimale Dimensionierung, Regelung und
Leitungen. Aber auch der Produktionsbereich sollte bei einer Analyse
nicht außen vorgelassen werden. Darüber hinaus können
auch heute noch beim Energiebezug Prozess- und Beschaffungskosten durch
zeitgerechte Dienstleistungen deutlich reduziert werden.
Dr. Jörg Meyer, Andreas Trautmann, Alexandra Simon-Tönges (Eutech)
Der Leitfaden "Energieeffizienz in der Papierindustrie" liegt als
pdf-Datei vor und steht im Internet zum Download bereit.
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www.branchenenergiekonzepte.de |
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I.
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Robert Schmaus |
Robert Schmaus
hat zum 1. April 2009 die Leitung der neu geschaffenen Abteilung
International Sales & Marketing bei der Firma Prüftechnik
Condition Monitoring, Ismaning, übernommen. Der 42jährige ist
in dieser Funktion für den Auf- und Ausbau der weltweiten
Geschäfte verantwortlich. Der Wirtschaftsingenieur (FH) ist seit
fünf Jahren im Unternehmen und war zuletzt im Vertrieb für
die Regionen Spanien und Lateinamerika verantwortlich. Mit dieser
organisatorischen Maßnahmen reagiert das Unternehmen auf die
gewachsene Nachfrage aus dem Ausland.
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II.
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Deutschland
Auf
der Achema 2009 in Frankfurt a.M. (11.-15. Mai) informiert die VKK
Standardkessel GmbH in Halle 4.1 B5 über ihre gesamte Palette der
Dampf- und Heißwasserkessel mit Öl-/Gas-Feuerungen im
Einzelleistungsbereich bis ca. 35 MW sowie über Kessel mit
Braunkohlenstaub-Feuerungen für dezentrale Heizkraftwerke. VKK
Standardkessel liefert Abhitzekesselanlagen für industrielle
Heizkraftwerke, die nach den individuellen Betriebs- und
Rahmenbedingungen dimensioniert und gestaltet werden. Beispielsweise
werden Dampfleistungen bis ca. 30 t/h mit Betriebsdrücken kleiner
30 bar mit standardisierten Rauchrohrkesseln für
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen realisiert, die zur Erhöhung der
Anlagenflexibilität mit Zusatzfeuerung ausgestattet werden.
Für Dampferzeugeranlagen, die eine unterbrechungsfreie Versorgung
sicherstellen müssen, können separate Dampfspeicher oder
geeignete Großwasserraumkessel mit Dampfspeicherfunktion
eingesetzt werden.
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III.
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Bezugspreis (Jahresabonnement):
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Inland: Euro 195,- inkl. Versandkosten und gesetzl. MwSt.
Ausland: Euro 225,- inkl. Versandkosten.
Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis
(gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. |
| Erscheinungsweise (hier klicken!)
Bestellungen
direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum
beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei
Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert
sich automatisch.
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Bankkonto:
|
Deutsche Bank Offenbach
Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18.
Wir akzeptieren folgende Kreditkarten:
Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. |
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Versandort:
|
Frankfurt am Main D1096 |
|
a
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IV.
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Diese
E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte
Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für
den in dieser E-Mail bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht
der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte
mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der
Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des
Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der
apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau
(im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2.
Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich.
Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem
verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen
oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in
jeglicher Form in jedem Medium verboten. |
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apr MAGAZIN,
Nr. 06/09
erscheint am
03.06.2009
Anzeigen-
schluss:
20.05.2009
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aus dem Inhalt:
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Papier-
erzeugung |
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Vorbericht
zur
Zellcheming |
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3/2009
erscheint am
17.06.2009
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schluss:
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