|  Allgemeine Papier-Rundschau | | |
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1. | Deutsche Faltschachtelhersteller kämpfen mit steigenden Rohstoffpreisen |
| Die deutschen Hersteller von Verkaufsverpackungen aus Karton erwarten auch im Jahr 2006 eine angespannte Ertragssituation. "Grund sind vor allem die dramatisch gestiegenen und weiter steigenden Energiepreise, von denen die Faltschachtelhersteller und ihre Vorlieferanten in besonderem Maße betroffen sind", sagt Wolfgang Bahmann, Vorstandssprecher des Fachverbandes Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI). Grund zur Sorge besteht aus seiner Sicht gleich mehrfach: Zum einen gehören die Kartonhersteller als Vorlieferanten der Faltschachtelhersteller zu den besonders energieintensiven Branchen. Zum anderen ist die gesamte Branche auch in starkem Maße indirekt belastet, etwa durch ständig steigende Frachtraten aufgrund höherer Treibstoffkosten und die Einführung der Mautgebühren. Zudem haben weitere Vorlieferanten der Faltschachtelindustrie auf breiter Front Preiserhöhungen angekündigt. Die Zahlen sprechen für sich: So hat sich der Großhandelsstrompreis nach Angaben des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP) seit dem Jahr 2003 um insgesamt 50% erhöht. Und das mit stark steigender Tendenz: Allein 2005 verzeichneten die Vorlieferanten der Faltschachtelhersteller einen Preisanstieg beim Strom um etwa 30%. Weitere Strom- und Gaspreiserhöhungen wurden von den Energieversorgern bereits angekündigt. Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. (VIK) rechnet aktuell damit, dass die Industriestrompreise 2006 erneut zweistellig steigen. "Die ohnehin schwierige Ertragslage der Unternehmen wird weiter geschwächt, solange die Energie- und Rohstoffbezugskosten auf diesem Niveau bleiben oder sogar noch steigen", so Bahmann. Sämtliche Möglichkeiten, auf die gestiegenen Energiekosten mit innerbetrieblichen Maßnahmen wie Prozessoptimierung oder Kostensenkungen zu reagieren, seien bereits ausgeschöpft: "Die Faltschachtelhersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht, weiteres Rationalisierungspotenzial ist jetzt nicht mehr vorhanden", stellt Bahmann klar. Es sei deshalb nachvollziehbar, wenn die betroffenen Unternehmen im Jahr 2006 aufgrund der gestiegenen Kosten ihrerseits die Preise erhöhen. Zwar verzeichneten die deutschen Faltschachtelhersteller im ersten Halbjahr 2005 laut Statistischem Bundesamt insgesamt noch einen leichten Zuwachs von 0,9% bei der verarbeiteten Tonnage. Doch gleichzeitig musste die Branche einen Umsatzverlust von 0,4% hinnehmen. Hauptgrund ist der anhaltend hohe Preisdruck am Markt, der für weiter sinkende Margen der Hersteller sorgt. Auch die Zahlen des Branchenverbandes FFI für das erste Halbjahr 2005 belegen, dass der Volumenzuwachs an produzierten Faltschachteln deutlich größer ist als das erwirtschaftete Umsatzplus. | zurück zum Inhalt |
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell | | Kostensteigerungen beeinträchtigen Wellpappenrohpapier-Produzenten | Ende des Jahres 2005 kam es zu den eigentlich erwarteten Schwierigkeiten aufgrund der Kapazitätserhöhungen im Markt von Wellpappenrohpapieren, so der Europäische Verband der Hersteller von Wellpappenpapieren (Groupement Ondulé). Allerdings ist die Branche durch den steilen Anstieg der Energiekosten getroffen worden. Auch wenn diese Kosten massiv erst gegen Ende des dritten Quartals wirkten, habe für viele Hersteller dadurch der Gewinn des Gesamtjahres 2005 gelitten. Insgesamt erbrachte das abgelaufene Jahr einen Produktionsanstieg von ca. 4,7% bei einer Liefermengensteigerung von 3,8%. Eine Stütze sei der Export, insbesondere der nach Osteuropa, wo ein überproportionaler Anstieg des Absatzes zu verzeichnen war. Im November 2005 sei der Lagerbestand unverändert bei elf Produktionstagen gewesen, so der Verband. Der vorhergesagte Lageraufbau infolge eines Ungleichgewichtes von Angebot und Nachfrage sei ausgeblieben. Dies lasse vermuten, dass die neu hinzugekommenen Kapazitäten den bereits existierenden hinzugerechnet wurden, ohne rationalisierungsbedingte Schließungen zu berücksichtigen. Bereits im Jahr 2003/2004 sei nahezu eine Million Tonnen Wellpappenrohpapier-Kapazität aus dem Markt genommen worden, eine Entwicklung, die auch 2005 andauerte. Im Jahr 2005 seien Kapazitäten im Umfang von 150.000 Tonnen geschlossen worden, und weitere 350.000 Tonnen würden gegenwärtig aus dem Markt genommen. Schließlich sei die Schließung weiterer Produktionskapazitäten von 100.000 Tonnen angekündigt. Die positive Mengenentwicklung sei jedoch nachhaltig durch anhaltend hohe Altpapierpreise sowie steigende Preise für Hilfs- und Betriebsstoffe getrübt, außerdem komme der vorher erwähnte starke Anstieg der Energie- sowie der Entsorgungskosten hinzu. Insgesamt schätzt der Verband die Erwartungen für 2006 als ermutigender als die für 2005. Er prognostiziert einen Anstieg des Absatzes von 1,8% bis 2% bei weiterhin starkem Export. Rationalisierungen und Restrukturierungen sollen dazu führen, dass im Jahr 2006 keine Überkapazitäten mehr bestehen. Ein Fragezeichen sieht Ondulé allerdings beim Faktor Energiekosten, wo eine Rückkehr zu einer verlässlichen Kalkulationsgrundlage unerlässlich sei, damit die strukturellen Anpassungen auch Früchte tragen können und eine Rückkehr zur Profitabilität gewährleistet ist. | apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell |
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2. | Cascades-Werk in Kanada mit geringem Gewinn |
| Der kanadische, zum Cascades-Konzern gehörende Papiererzeuger Kingsey Falls hat das dritte Quartal mit einem Nettogewinn von 3 Mio. kan$ abgeschlossen. Im Vorjahr lag der Profit noch bei 27 Mio. kan$. Als Gründe für die Talfahrt führt die Gruppe die stark gestiegenen Produktionskosten, die wachsende internationale Konkurrenz und rückläufige Nachfrage in bestimmten Produktbereichen an. Hinzu komme die anhaltend hohe Notierung für die kanadische Währung. Der Chef des Unternehmens, Alain Lemaire, sieht momentan für Cascades keine Möglichkeit, die Preise an die Kostenentwicklung anzupassen. Dies lasse die aktuelle Konjunktursituation nicht zu. Zwar eröffne das Zusammenspiel von schwacher Wirtschaftsentwicklung und stärkerer Währung gewisse Vorteile bezüglich der Versorgung mit Sekundärfasermaterial. Das Angebot sei größer und koste weniger. Dennoch wolle man die Kostenstruktur und die allgemeine Rentabilität weiter verbessern. Bei Cascades hat man dabei vor allem die beiden Produktgruppen Vollpappe und Feinpapiere im Auge. Der Konzern stellt Packmittelbedarf, Tissue- und Feinpapierqualitäten her und betreibt mit 15.600 Beschäftigten weltweit 140 Produktionsstandorte, darunter auch in Deutschland und Frankreich. - jb | zurück zum Inhalt |
3. | Stora Enso zieht sich aus China-Projekt für die Produktion von Verbraucherverpackungskarton zurück |
| Nach eingehender Prüfung hat der finnische Stora Enso-Konzern beschlossen, sich aus dem angekündigten Projekt zum Bau einer Papiermaschine zur Produktion von Verbraucherverpackungskarton in China zurückzuziehen. Im August 2005 war eine Absichtserklärung zur Gründung eines Jointventures mit dem chinesischen Unternehmen Fosham Huaxin Packaging Co., Ltd. unterzeichnet worden. Die Entscheidung zum Rückzug wurde getroffen, nachdem ein umfassender Due Diligence-Prozess ergeben hatte, dass das Projekt Stora Ensos Rentabilitätserwartungen nicht erfüllen würde. Grund dafür sind die technischen Veränderungen an der Anlage, die eine größere Herausforderung darstellen als ursprünglich angenommen. Die Gesamtkosten des Due Diligence-Prozesses und des Rückzugs aus dem Projekt seien für Stora Enso nicht von wesentlicher Bedeutung. Der Schwerpunkt in China verlagert sich nun auf die Entwicklung des angekündigten Plantagenprojekts in Guangxi und auf die Durchführung einer Machbarkeitsstudie bezüglich der Herstellung von Presse- und Katalogpapieren in Shandong. Außerdem prüft Stora Enso zurzeit andere Möglichkeiten, um Getränkekarton für den chinesischen Markt zu produzieren. | zurück zum Inhalt |
4. | Messe Düsseldorf startet Innovationparc Packaging |
| Die Messe Düsseldorf wird am 24. September 2006 im Rahmen der drei Foodmessen InterMopro, InterCool und InterMeat in Düsseldorf erstmals einen Innovationparc Packaging zeigen. Ziel ist es dabei, ein Forum für einen gezielten Informationsaustausch zwischen den Verpackungs- und Verpackungsmaschinenherstellern sowie Produzenten und dem Handel zu schaffen. Dabei werden unter anderem Packmittel für Molkereiprodukte, Fleisch und Wurst als auch für die gesamte Palette tiefgefrorener Lebensmittel gezeigt. In dem Parc möchte die Messe auch neue Technologien wie RFID, Labelling oder Displays vorstellen. Die Aussteller der InterMeat präsentieren ihre Fleisch- und Wurstprodukte in den Hallen 3 und 4, die InterMopro in den Hallen 4 und 5 zeigt Molkereiprodukte. Tiefkühlkost bieten die Aussteller der InterCool in den Hallen 6 und 7a an. Die Messe Düsseldorf hält entsprechende Unterlagen zum Innovationparc Packaging bereit. | zurück zum Inhalt |
5. | STI für höchste Flexodruckqualität ausgezeichnet |
| Mit dem 1982 von DuPont ins Leben gerufenen Grand Prix Cyrel wird Spitzenqualität von Druck- und Reprohäusern im Bereich des Flexodrucks gewürdigt. Mit über 1700 Anmeldungen in elf Wettbewerbskategorien hat der 2005 ausgetragene 7. Grand Prix Cyrel alle bisherigen Rekorde gebrochen. Die im vierfarbigen Flexodirektdruck plus UV-Lackierung veredelte Regalverpackung sorgt für Kaufimpulse im Süßwarenregal. |
In der Sonderpreiskategorie "Umstellung eines Motivs vom Offset-/Tiefdruck auf Flexodruck" wurde die von STI für die Süßwarenindustrie gefertigte Regalverpackung mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Nachdem in dieser Kategorie bisher ausschließlich Objekte aus dem Bereich Folie und Papier prämiert wurden, sind die Verantwortlichen bei STI besonders stolz, die Jury mit einer Wellpappenverpackung überzeugen zu können. Andreas Hengstebeck, Leiter des Competence-Centers Flexodruck bei STI, betonte bei der Preisverleihung, dass es wichtig sei, bereits bei der Entwicklung des Druckbildes Flexodruckspezialisten zu Rate zu ziehen. Nur auf diese Weise ließen sich derart ausgezeichnete Ergebnisse realisieren. Bei STI arbeiten die Druckspezialisten seit über zehn Jahren mit einer durchgängigen Standardrichtlinie für den Flexodirektdruck, die auch der DFTA (Deutschsprachige Flexodruck-Fachgruppe) als Vorlage für eine zukünftige Standardisierungsleitlinie dient. Die STI-Unternehmensgruppe hat nach eigener Aussage ihre Druckkompetenz im Bereich des Flexodirektdrucks in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Mit "Colorflex UV" biete man eine Druckbildqualität, die mit bloßem Auge eine Unterscheidung zum Offsetdruck nahezu unmöglich mache. Durch eine zusätzliche Inline-UV-Lackierung kann die Brillanz des Druckbildes noch gesteigert werden - mit Glanzwerten bis zu 90 Glanzpunkten. Die prämierte Regalverpackung wurde bei der STI Corrugated GmbH, Alsfeld, in E-/E-Welle gefertigt und in einem Druckdurchgang mit einem vierfarbigen Flexodirektdruck sowie einer UV-Lackierung veredelt. | zurück zum Inhalt |
6. | Seminare im Papierzentrum Gernsbach zum Thema Wellpappe: Hier geht's um die Welle |
| Neben den zahlreichen Seminaren für die Papier erzeugende Industrie bietet das Papierzentrum Gernsbach auch eine Vielzahl von Veranstaltungen für die Papier verarbeitende Industrie und somit auch für die Wellpappenindustrie an. So gingen 2005 sowohl neue als auch bewährte Seminare ins Rennen, die auf reges Teilnehmerinteresse stießen. Im neuen Grundkurs Wellpappenverarbeitung und im etablierten Vertiefungskurs Wellpappendirektdruck standen die Verarbeitung von Wellpappe aus verschiedenen Blickwinkeln auf dem Programm. Grundkurs Wellpappenverarbeitung Dieser Kurs spricht alle "Quereinsteiger" in dieser Industrie an, also Mitarbeiter aus anderen Berufen, die den Weg in die Verarbeitung eingeschlagen und sich an den unterschiedlichen Maschinen - Slotter, Inliner, Rotationsstanze, Flachbettstanze, Boxmaker oder Stanztiegel - eingearbeitet haben. Als Einstieg gab es viele Informationen zum Verpackungsmaterial Wellpappe, vom Einsatz von Papieren und deren Eigenschaften über die Erzeugung der unterschiedlichen Wellen bis zur umfassenden Darstellung der Prozesse und Anlagen in der Wellpappenverarbeitung. Die Bedeutung und Einflussnahme der Abläufe in der Verpackungsherstellung wurden anschließend durch ein Referat aus der Praxis vertieft und mit vielen Mustern belegt. Die wichtigsten Eigenschaften, wie zum Beispiel SCT (Short Compression Test), ECT (Edge Crash Test) und BCT (Box Crash Test) wurden nicht nur theoretisch, sondern im Labor der Papiermacherschule auch anschaulich erklärt. Schlussfolgernd wurde den Teilnehmern klar gemacht, dass jeder fehlerhafte Umgang mit dem Material Wellpappe in der Verarbeitung zur Verminderung der Verpackungsqualität führt. Die Vielfalt der Verarbeitung von Wellpappe verdeutlichte eine interessante Fachexkursion zum Unternehmen Casimir Kast in Gernsbach, das hochwertig kaschierte Verpackungen und Displays anfertigt (s.a. apr 24/2005, S. 27 f.). Ein Vortrag über Stanzwerkzeuge in Rotations- beziehungsweise Flachstanzen (Fa. Marbach) rundete das Seminar ab. Er bot gleichzeitig einen Ausblick für weitere Vertiefungskurse, in dem speziell einzelne Prozesse und Anlagen der Wellpappenverarbeitung im Vordergrund stehen. Als Einstieg in die Verarbeitungsmaterie ist der Grundkurs Wellpappenverarbeitung auch für Mitarbeiter aus der Zulieferindustrie oder Anwender von Verpackungen aus Wellpappe interessant. Vertiefungskurs Wellpappendirektdruck Der Name ist Programm, denn die Verpackungen aus Wellpappe entwickeln sich immer mehr zu Verkaufsverpackungen - mit immer größerer Bedruckfläche, anspruchsvollerem Design, häufigeren Motivwechseln, womit die Anforderungen an die Optik steigen. In diesem Seminar werden alle Komponenten besprochen, die die Qualität des Flexodirektdruckes auf Wellpappe beeinflussen: Wellpappe, Maschine, Druckfarbe und Klischee. So wurde u.a. über die leichteren, hellen und gestrichenen Wellpappenrohpapiere und die optimale Auswahl der Wellpappenqualitäten referiert. Hier ist die Einflussnahme schon beschnitten, denn der Kunde bzw. die Kosten entscheiden mit. Also muss die Qualität immer mehr im Zusammenspiel der Maschinenparameter (Druckwerke) mit der richtigen Druckfarbe (Farbton) und dem Klischee erzielt werden. Untermauert wurden diese Inhalte durch eine Einführung in die Farbtheorie mit anschaulichen Versuchen der Farbmischungen und Farbmessungen im optischen Labor der Papiermacherschule. Referenten aus der Praxis, wie hier Peter Griebsch, behandeln inhaltliche Schwerpunkte des Vertiefungskurses Wellpappendirektdruck. |
Referenten aus der Praxis (u.a. von Bobst, Ungricht, Hartmann Druckfarben; Peter Griebsch) behandelten diese inhaltlichen Schwerpunkte des Seminars. Der Aufbau und die optimale Einstellung der Druckwerke waren ebenso Thema wie das Handling mit den Rasterwalzen. Gleichzeitig wurden Informationen in Bezug auf Wartung, Reinigung und auch Arbeitsschutz weitergegeben. Daraus entwickelten sich intensive Diskussionen sowie ein Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern. Auch wurden Ausblicke gegeben, welche Entwicklungen bzw. Tendenzen sich abzeichnen. Für viele Kunden macht die Farbe die entscheidende Qualität einer Verpackung aus, und deshalb ist der Fachbeitrag über Flexodruckfarben ein wesentlicher Bestandteil des Seminars. Der optimale Einsatz dieser Druckfarben soll die Druckqualität positiv verbessern und gleichzeitig die Druckkosten optimieren und eine umweltgerechte Produktion gewährleisten. Beginnend bei der Zusammensetzung und den Eigenschaften der Farben, der Farbübertragung, über Farbmischung bis hin zur Restfarbenaufbereitung und Einarbeitung von Antirutschlacken wurden alle wichtigen Themen besprochen. Nach einem informativen Ausflug in die Druckvorstufe ging es abschließend in die Qualitätsbeurteilung mit vielen Druckbeispielen aus der Praxis. So konnte man deutlich erkennen, wie die Papierqualität, die Farbe, die Rasterweite, die Einstellung des Druckwerkes und die Oberflächenveredelung die Druckqualität insgesamt positiv wie auch negativ beeinflussen kann. Vergleichende Beispiele des Flexo- und Offsetdrucks auf Wellpappe machen immer wieder deutlich, wie gut der Flexodruck sein kann, wenn alle Parameter optimal zusammenpassen. Hierzu gehört auch die Qualifizierung aller am Druckergebnis Beteiligten. Die meisten Seminargäste kommen erwartungsgemäß von der technischen Seite, sind Bediener von Druckmaschinen oder Verarbeitungsanlagen mit integrierten Druckwerken. Außerdem melden sich Mitarbeiter aus der Arbeitsvorbereitung beziehungsweise Qualitätssicherung für dieses Seminar an.  Fachvorträge über Flexodruckfarben sind ein wichtiger Bestandteil des Vertiefungskurses. |
Neben den beschriebenen Seminare werden im Jahr 2006 mit den Modulen Inliner-Fertigung, Rotationsstanzen und Flachstanzen neue Vertiefungskurse für die Weiterbildung in der Wellpappenindustrie ins Rennen gehen. Holger Burkert, Bildungswerk Papier (BIP), Referatsleiter Papierverarbeitung | zurück zum Inhalt |
7. | Berlin honoriert Abfallrecycling bei den Klingele Papierwerken |
| Wie der Weser-Kurier in seiner Ausgabe vom 6. Dezember berichtet, erhält das Klingele-Wellpappenwerk Delmenhorst vom Berliner Umweltministerium einen Zuschuss für ein richtungweisendes Projekt zur Abfallvermeidung. Im Februar 2006 soll eine Anlage in Betrieb gehen, die den im Wellpappendruck mit wässrigen Flexodruckfarben anfallenden Farbschlamm in den Produktionsprozess zurückführt. Die neue Reinigungsstufe stellt eine Fortentwicklung der im Jahr 2003 installierten Pilotanlage dar, die Schlämme aus den Farbwerken auffängt und in Wasser und Pigmente spaltet. Das Wasser wird verdunstet und nach der Kondensation als Brauchwasser weiterverwendet, wobei ein Rohrbündel-Wärmetauscher einen Teil der eingesetzten Energie zurückholt. Die Pigmentmasse wird getrocknet und kann anschließend verfeuert werden, denn sie hat einen torfähnlichen Brennwert. Ein Blockheizkraftwerk liefert die Energie für den Verdunstungsprozess und erzeugt nebenbei Strom für die Wellpappenproduktion. Weiterer Vorteil des Verfahrens: Der Einsatz von Chemikalien wie Enthärtungs-, Fällungs- und Flockungsmitteln reduziert sich deutlich. Die Pilotanlage wurde laut Zeitungsbericht inzwischen demontiert; im Februar tritt eine ausgereifte Konstruktion an ihre Stelle. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt mit 51.000 Euro aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen". Es honoriert damit die Tatsache, dass durch die neue Anlage künftig 3500 m3 Farbwasser pro Jahr vermieden werden. Deutschlandweit gibt es nach Angaben des Ministeriums etwa 160 und weltweit 1500 Papier verarbeitende Betriebe mit ähnlicher Abwasserproblematik. | zurück zum Inhalt |
8. | iF product design award 2006 |
| Die Gewinner eines iF-Labels in der Kategorie "Packaging", die im "iF product design award 2006" erstmals ausgeschrieben wurde, stehen fest. Die Jury vergab an zwanzig Verpackungen aus sieben Nationen für deren ausgezeichnetes Design diesen Preis.
 Ein Logo zum Anfassen: Zum neuen Marktauftritt der Bayerischen Landesbank erhielten alle Mitarbeiter der Bank diesen Starter-Kit mit einer Verpackung in Form des neuen BayernLB-Logos. | Zu den preisgekrönten Verpackungen aus Deutschland zählen unter anderem ein Starter-Kit für die BayernLB von STI Gustav Stabernack, Lauterbach, sowie eine mehrfunktionale Wein- und Geschenkverpackung von Panther Packaging, Tornesch. Model PrimePac, Au/CH war mit einer Faltschachtel und einer Festkartonage für Pralinen erfolgreich. Der iF product design award, der seit 1954 ausgeschrieben wird, erzielte in diesem Jahr mit 1952 Einreichungen aus 37 Nationen einen neuen Rekord. Im Nachwuchsbereich, dem iF concept award product, wurden zusätzlich 639 studentische Arbeiten aus 33 Nationen gezählt. Ob unter den ausgezeichneten Verpackungen auch Gewinner der begehrten "iF gold awards" sind, wird erst am 9. März 2006 auf der Preisverleihung im Rahmen der CeBIT in Hannover bekannt gegeben. |
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9. | Ab in die Kiste: Wirtschaftliche Kommissioniertechnik bei Langhammer |
| Das gehört auch zum Materialfluss: Soll die Montage einer Maschine zügig ohne Unterbrechung erfolgen, müssen alle Teile zur Hand sein. Das übernimmt bei der Langhammer Maschinenbau GmbH die Kommissionierstelle des Lagers: Sie packt alle benötigten Bauteile und Elemente in eine stabile Kiste aus Wellpappe und übergibt diese der hausinternen Transporttechnik. Die Besonderheit ist die Kiste: Sie ist aus mehrwelliger Wellpappe gefaltet, ein "Briefschlitz" innen dient zur Aufnahme der Begleitpapiere. Die Kosten für einen solchen Karton liegen im Cent-Bereich, und die Entsorgung von alten Wellkisten ist völlig unproblematisch. Wie Langhammer in seinem Info-Blatt berichtet, hat einer seiner bedeutendsten Lieferanten für Kugellager, die Firma Kistenpfennig, genannte Kommissioniertechnik angesehen, über die einfache und pragmatische Wellkistenlösung gestaunt und darüber nachgedacht, ob das nicht auch die optimale Lösung für Kistenpfennig wäre - Kisten für wenige Pfennige. Passt doch zum Namen. Die Entscheidung ist gefallen. Dafür. | zurück zum Inhalt |
10. | Wellpappe in Schwung |
|  Die Falzkonstruktion verleiht dieser Verpackung Aufmerksamkeit. | Eine Innovation mit "kribbelndem" Appeal steht auf der Homepage für kreative Ideen der Panther-Gruppe, genannt "Juiceful Things" (www.juicefulthings.de). Mit Hilfe einer besonderen Falzkonstruktion erhebt das Unternehmen aus Tornesch die Präsentverpackung für Sekt oder andere spritzige Getränke gewissermaßen zu einem Erlebnis. Ihre Anmutung verdankt die schwungvolle Konstruktion aus E-Welle dem Know-how der Wellpappe- und Kartonverarbeitungsexperten beim Panther-Unternehmen Print-Pack in Schwabach. Wie die Animation der Verpackungsidee von Panther Packaging erahnen lässt, dürfte die ungewöhnlich geformte Schachtel im Vierfarb-Offsetdruck ihre Regalnachbarn mühelos ausstechen. |
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11. | Sichtverpackungen - oder der Blick auf das Wesentliche |
| Innerhalb der Panther-Gruppe ist Print-Pack für das Segment der Sichtverpackungen zuständig. Der Betrieb in Schwabach kombiniert die Vorteile von Wellpappe- und Vollpappeverpackungen mit der Transparenz eingeklebter Fenster.
 Kinder und Puppenfreunde empfinden speziell die liebevollen Produkte von Käthe Kruse als lebensecht. Da ist ein Schaufenster fast eine Selbstverständlichkeit. | Nach Aussage von Panther Packaging ist das Spektrum der Sichtverpackungen heute größer als je zuvor: Eine moderne Fensterklebemaschine erlaubt die Herstellung von Verpackungen in vielen Formaten. Die derzeitige Formatrange erlaubt die Verarbeitung von Zuschnittlängen zwischen 100 und 1200 mm sowie Zuschnittbreiten von 80 bis 1050 mm. Zugleich kann die für die Fenster notwendige Folie im Bereich von 50 bis 720 mm Länge und 30 bis 840 mm Breite verarbeitet werden. Damit schaffe Panther Packaging die Voraussetzungen für Sichtverpackungen auch in größeren Formaten, als sie bisher im seriellen Einsatz üblich seien. Mit den technischen Möglichkeiten steige auch das Interesse der Abnehmer, hochveredelte Verpackungen, die eine Kombination aus schützender Faltschachtel und eingesetztem Sichtfenster für eine "durchsichtige" Produktpräsentation darstellen, einzusetzen, erklärt der Verpackungsspezialist aus Tornesch. Speziell der Bereich der Promotion-Packungen, die in limitierten Auflagen verlangt werden, habe einen deutlichen Aufschwung erfahren. Mit Hilfe der Fensterklebemaschine könnten in kürzester Zeit Packungen mit bedruckter oder unbedruckter Folie entstehen. Die hohe Ausbringung der Maschine, gepaart mit kurzfristigem Formatwechsel und breitem Formatspektrum haben die Anforderungen an diese Technologie in der Praxis voll erfüllt, so Panther Packaging. Die Befensterung könne auf F-, E- und B-Welle sowie jeder Art von Faltschachtelkarton erfolgen. |
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I. | |
| Arno Pelkonen, Senior Executive Vice President Strategy and Emerging Markets und Mitglied der Executive Management Group (EMG), hat sich entschlossen, den finnischen Stora Enso-Konzern zu verlassen. Seine neue Position, die ihm zunächst anspruchsvoll und viel versprechend erschienen sei, habe letztlich nicht seinen Erwartungen entsprochen. Deshalb hat er sich entschlossen, zurückzutreten und nach neuen beruflichen Herausforderungen Ausschau zu halten. | zurück zum Inhalt |
II. | |
| Deutschland Das Stora Enso-Werk Uetersen wird Ende des Jahres 2006 seine Mitarbeiterzahl um 100 auf dann 460 Mitarbeiter reduzieren. Ein Drittel der betroffenen Personen sei freiwillig ausgeschiedenen. 50 Mirarbeitern wird voraussichtlich gekündigt werden müssen. 13 weitere sollen in anderen Gesellschaften weiterbeschäftigt werden. Nach Angaben des Betriebsratsvrositzenden Ralf Kock soll die Rendite auf das eingesetzte Kapital für das Uetersener Werk in diesem Jahr bei 9% liegen, die Konzernvorgabe sei 13%. Die interpack wird in den kommenden Jahren den Bereich Packmittel und Materialverarbeitung weiter fokussieren. Dafür sprach sich der Ausstellerbeirat der interpack 2008 anlässlich seiner konstituierenden Sitzung aus. Insbesondere Packmittelherstellungsprozesse sollen schon zur kommenden interpack eine größere Rolle auf der weltweit führenden Fachmesse für Verpackungsmaschinen, Packmittel und Süßwarenmaschinen spielen, Mit dieser Entscheidung, heißt es, trage die Messe Düsseldorf und der interpack-Beirat den Markterfordernissen Rechnung. Neben der interpack (24. bis 30. April 2008) als internationale Veranstaltung für alle Belange des Verpackens geben die Leitmessen drupa (29. Mai bis 11. Juni 2008) und K (24. bis 31. Oktober 2007) eine umfassende Übersicht über die materialbezogenen Packmittelproduktionsprozesse. Messe-Geschäftsführer Wilhelm Niedergöker: "Damit hat sich die Messe Düsseldorf weltweit zur ersten Adresse für Komplettlösungen und Materialien in diesem Bereich entwickelt."
 Zwick-Prüfmaschine Typ Z010 mit zwei Arbeitsräumen | Auf der Anuga FoodTec in Köln (4.-7. April 2006) zeigt der Prüfmaschinenhersteller Zwick aus Ulm in Halle 5.1, Stand 038, neben der Texturprüfung einige Beispiele der umfangreichen Prüfeinrichtungen für Verpackungsprüfungen. Anschaulich wird die Bestimmung der Verpackungseigenschaften demonstriert, z.B. Stapelstauchkraft, Abziehkräfte von Becherdeckeln, Durchstichkraft oder Zugfestigkeit von Verpackungsfolien. Sich ständig ändernde Verpackungen stellen an ein Prüfsystem vor allem zwei Bedingungen: Es muss vielseitig sein und die Software umfangreich und dabei trotzdem übersichtlich. Besonders flexibel sind die Prüfmaschinen, die mit einem zweiten Arbeitsraum ausgestattet sind, und in den Prüfplätzen, die über die Zwick-Prüfsoftware testXpert II eingerichtet werden, sind bereits alle speziellen Prüfwerkzeug-Einstellungen gespeichert. |
Der Heidenheimer Faltschachtelhersteller Edelmann hat auch beim Verpackungswettbewerb der World Packaging Organization (WPO) 2005 wieder zwei Preise gewonnen. Die Jury bewertete insgesamt 294 Einsendungen aus 29 Ländern und zeichnete diverse Verpackungen in sieben verschiedenen Kategorien aus. In der Kategorie "Medical & Pharmaceuticals" gewann die Verpackungskonstruktion von Edelmann für ein Mittel gegen Bluthochdruck der Aventis Pharma Deutschland. Die Faltschachtel wurde bereits beim Deutschen Verpackungswettbewerb 2004 ausgezeichnet. In der Kategorie "Health & Beauty" siegte die Verpackung von Edelmann für "About Men" von bruno banani, die auch schon den begehrten Pro Carton/ECMA Award 2004 gewinnen konnte. Vietnam Die Viet Nam Paper Corporation plant, in 2006 insgesamt ca. 280.000 t Papier zu produzieren und dabei Umsätze von rund 216 Mio. US-$ zu erzielen. Davon sollen rund 150.000 t Schreib- und Druckpapiere sein, 55.000 t Zeitungsdruckpapier und 50.000 t Packpapier. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Unternehmen Marketingmaßnahmen, sucht Wege, die Absatzmärkte auszuweiten und führt Produkt- und Preisanpassungen durch. | zurück zum Inhalt |
III. | |
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Bezugspreis (Jahresabonnement): | Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt. Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten. Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis. | Erscheinungsweise: (130. Jahrgang) | | Magazine und elektronische Ausgaben erscheinen im Wechsel: | | - | monatlich 3 Ausgaben | | - | 1 x apr Magazin und | | - | 2 x apr PAPIERZEITUNG per eMail | | plus Extraheft apr WELLPAPPE | | - | jährlich 12 Ausgaben | | - | 6 x WELLPAPPE Magazin und | | - | 6 x WELLPAPPE per eMail |
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Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch. | Bankkonto: | Deutsche Bank Offenbach Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18. Wir akzeptieren folgende Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express. | Versandort: | Frankfurt am Main D1096 |
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IV. | |
| Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten. | zurück zum Inhalt |
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| Vorschau EXTRAHEFT WELLPAPPE 02/2006/ erscheint am 05.04.2006
Anzeigen- schluss: 21.03.2006
Vorschau apr MAGAZIN, Nr. 02/06 |
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