Allgemeine Papier-Rundschau

5. Mai 2005

Erscheint 6 x im Jahr

INHALT
1.
Europäischer Verband der Wellpappenpapierhersteller mit erstem Quartal 2006 zufrieden
2.
Klingele-Gruppe mehr und mehr auch in Nischen tätig
3.
Bobst kann Umsatz halten und Gewinn knapp steigern
4.
Faltschachtelproduktion wächst auch in 2005 deutlich
5.
Marktstudie: Trends im Verpackungsmanagement
6.
Copaco-Gruppe wächst im Jahr 2005
7.
Erster FFI-Controllertag in Würzburg
8.
Edelmann erhält WorldStar-Auszeichnungen in Peking
9.
Steuer verstärkt Entwicklungs- und Serviceaktivitäten
10.
Field Rotopack: Azubi-Forum zur Qualitätssicherung
11.
Ostermöller Verpackungen investiert in Großformatoffsetdruck
12.Zeiler AG will mit Hilfe von PrintCity Umsatz steigern
13.Informationen über Luftbefeuchtung in der Druck- und Verpackungsindustrie
14.Test mit RFID-Etiketten im Pharmagroßhandel
15.Grupo Consist modernisiert Papiersackherstellung
16.Erster Einsatz für Trocknungsverfahren BoostDryer bei den Klingele Papierwerken
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Edelmann wächst hauptsächlich in Polen


I.
Kurz notiert
II.
Impressum
III.
Infos, Nutzungsrechte etc.
IV.
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr PAPIER-ZEITUNG
V.Wer kann was liefern

Probeheft
Abonnement

1.
Europäischer Verband der Wellpappenpapierherstellermit erstem Quartal 2006 zufrieden

Der Europäische Verband der Hersteller von Wellpappenpapieren (Groupement Ondulé) sieht den Ende 2005 aufkeimenden Optimismus in der Branche als gerechtfertigt an. Die Produktionssteigerungen, die im vierten Quartal 2005 europaweit feststellbar waren, haben sich in den meisten europäischen Ländern auch im ersten Quartal 2006 bestätigt. In Deutschland, dem europäischen Hauptmarkt, stieg der Verbrauch von Wellpappenrohpapier im ersten Quartal 2006 um fast 8% im Vergleich zum Vorjahr. Für Gesamtwesteuropa betrug die Produktionssteigerungsrate 3,5%. Die Altpapierpreise seien bis Ende März 2006 relativ stabil geblieben, danach leicht gestiegen und befänden sich auf einem üblich hohen Niveau. Die von verschiedenen Firmen angekündigten Schließungen kleinerer Fabriken für Wellpappenrohpapierseien bereits erfolgt oder im Gang.

Insgesamt betrug die Produktion aller Wellpappenpapiersorten in Europa in den ersten drei Monaten dieses Jahres 21,25 Mio. t (plus 3,6% ohne Skandinavien), allerdings seidie Produktion in den südeuropäischen Ländern und Großbritannien lediglich stabil geblieben odersogar gesunken. In den Ländern, die zu dem europäischen Papiererzeugerverband CEPI gehören, stieg der Verbrauch von Wellpappenrohpapieren leicht, in Westeuropa war er weitgehend stabil, in Polen stieg er um 9,3%. Der gesamteuropäische Verbrauch ohne das Baltikum und die Slowakei lag bei ca. 22,4 Mio. t. Für das zweite Quartal sieht der Verband die Aussichten als vielversprechend, auch wegen der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Insgesamt rechnet das Groupement Ondulé für 2006 mit Steigerungen von 2,5bis 3% im europäischen Wellpappenmarkt, was einer zusätzlichen Nachfrage von fast 600.000 t in Europa entspricht. Bei den Wellpappenpapierherstellern seien Kostensteigerungen weiter ein wichtiges Thema, trotz auf breiter Front laufender Preiskorrekturen, die seit Ende des Jahres 2005 zu beobachten sind.

zurück zum Inhalt

apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
Edelmann wächst hauptsächlich in Polen

Die Heidenheimer Edelmann-Gruppe konnte ihren Umsatz im abgelaufenen Jahr 2005 um 7% auf 148 Mio. Euro steigern. Das Wachstum resultiert vor allem aus einer 50%-igen Umsatzsteigerung im polnischen Tochterunternehmen Eldruk. Das organische Wachstum von Edelmann lag knapp unter 1%. Zur Gewinnentwicklung machte das Familienunternehmen wie in der Vergangenheit keine Angaben. Die Umsatzrendite wird allerdings deutlich über dem Branchenschnitt von 2,3% gelegen haben. Auch aufgrund der Konsolidierung der Firma Eldruk, die 120 Mitarbeiter beschäftigt, stieg die Gesamtbeschäftigtenzahl um 60 auf 1100. Zu erfahren war, dass nicht alle Werke operativ schwarze Zahlen schreiben. Besonders positiv, so Edelmann-Geschäftsführer Dierk Schröder, entwickelte sich die Sparte Pharma, die inzwischen 54% des Umsatzes ausmacht. Weitere 41% entfallen auf die Sparte Premium. Mehr und mehr zieht sich Edelmann aus reinen Massenmärkten ohne besondere Anforderungen an die Faltschachtel zurück. Die verbliebenen 5% ihres Umsatzes erwirtschafteten die Heidenheimer mit Cebox, einer Faltschachtel mit eingezogener Verbundfolie.


Die Edelmann-Geschäftsführer Dierk Schröder (links) und Christian Niewolik.

Mit Abstand größter Standort mit 660 Mitarbeitern bleibt Heidenheim. Im polnischen Eldruk werden 120 Mitarbeiter beschäftigt, in der Norderstedter Tochter Wesche Pharmaverpackung GmbH 30, bei der G. Braun Pharmadruck Bitterfeld GmbH, Bitterfeld, 70, bei AJS Verpackung, Wuppertal, 40 und im französischen Tochterunternehmen La Spic 110 Mitarbeiter. Beim Tochterwerk Weilheim beschäftigt Edelmann ebenfalls 120 Mitarbeiter. Wichtigstes Land bezogen auf den Umsatz ist nach wie vor Deutschland (62%), gefolgt von Frankreich (19%) und dem Vereinigten Königreich (4%).

Im abgelaufenen Jahr hat Edelmann mit 11 Mio. Euro die höchste Summe in seiner Geschichte investiert. Im laufenden Jahr wird das Unternehmen weitere 6 Mio. Euro investieren. Die Gesamtsumme der Jahre 2005 und 2006 floss unter anderem in Druck-, Stanz- und Klebemaschinen in Heidenheim und verschiedene Druckmaschinen in Weilheim, Bitterfeld und Wesche. In der Summe enthalten sind ca. 1,5 Mio. Euro für ein modernes SAP-System im Stammwerk Heidenheim, dessen Installation im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll.

Kaltfolientransferdruck
Eine neue, zusätzliche Veredelungsmethode erläuterte der neue Geschäftsführer von Carl Edelmann, Christian Niewolik. Er ist seit 1. Januar 2006 Nachfolger von Joachim Lange. Beim so genannten Kaltfolientransfer wird eine Folie in einer klassischen Offsetdruckmaschine über ein vorgelagertes Aggregat, welches Kleber aufträgt, aufgedruckt. Dabei sind, so Niewolik, Rasterprägungen und feinste Schriften - auch invers - möglich. Die Folienflächen werden ohne spürbare Vertiefung im Material aufgebracht und erleichtern den Überdruck. Auch Nachstellungen von Metalleffekten sind durch Überdrucken der Folientransferfelder möglich. Das neue Verfahren sei dank niedriger Werkzeugkosten, insbesondere der Druckplatten, auch für kleinere Auflagen interessant undeine gute Ergänzung zum bestehenden Prägefoliendruck. Nach wie vor befindet sich das Verfahrenin der Entwicklungsphase, so Niewolik. Allerdings geht Edelmann davon aus, dass in den nächsten Monaten erstmals mit dem Kaltfoliendruck hergestellte Verpackungen auf den Markt kommen.

apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

zurück zum Inhalt

2.
Klingele-Gruppe mehr und mehr auch in Nischen tätig

Die Remshaldener Klingele-Gruppe sieht sich durch die Integration von Nischenanbietern und den Aufbau eines Kompetenznetzwerkes als Fullserviceanbieter im Verpackungsmarkt neu positioniert. Die Klingele-Gruppe erzielte im Jahr 2005 mit über 900 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro. "Insbesondere mit dem Produkt- und Dienstleistungsangebot unseres Verpackungszentrums am Standort Villmar sind wir in der Lage, auch ausgefallene Ideen unserer Kunden zu realisieren", so Klingele-Geschäftsführer Dr. Matthias Römer. Das Verpackungszentrum bündele die Kompetenzen in den Bereichen der Verpackung und Logistik sowie der Kleinserienproduktion von Wellpappenverpackungen mit Unternehmenspartnern, die im Bedarfsfall in einer engen Kooperation mit den Wellpappenwerken der Klingele-Gruppe auftreten. In Villmar ist eine Kleinserienproduktion von einem bis tausend Stück möglich, aber auch die Abwicklung von Mailings und bedruckten Sonderverpackungen.

Armin Höttges, Leiter des Key Account Managements bei Klingele, betont, dass das Unternehmen nach dem Prinzip "one face to the customer" arbeite. Der Kunde hat also nur einen Ansprechpartner für etwaige Projekte bzw. Aufträge. Durch Kooperation mit einem ortsansässigen Logistikunternehmen kann das Unternehmen in Villmar bundesweit innerhalb von 24 Stunden liefern, so Höttges. Zu dem aufgebauten Netzwerk gehören die Norpack Verpackungsgesellschaft mbH, Marktredwitz, sowie die im niederländischen Elst ansässige Firma Produvin. Letztere ist für die Bearbeitung der Beneluxländer zuständig. Auch Privatkunden können Klingele-Verpackungen inzwischen über das Internet erstehen, z. B. bei e-bay. Die Abwicklung dieser Miniaufträge überlässt die Firma einem externen Vertriebspartner. Die Klingele-Gruppe erzielte im Jahr 2005 mit über 900 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro.

zurück zum Inhalt

3.
Bobst kann Umsatz halten und Gewinn knapp steigern

Die Schweizer Bobst Group erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 1,591 Mrd. sfr (i. Vj.: 1,602 Mrd. sfr). Dabei stieg der operative Gewinn auf 90,7 Mio. sfr (i. Vj.: 79,3 Mio. sfr). Der Nettogewinn fiel auch aufgrund von Einmalkosten um knapp 6 Mio. sfr auf 46,8 Mio. sfr. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen, entschied das Management, sein diesbezüglichesProgrammzu erweitern. Sogibt es ein Frühverrentungsprogramm an den Standorten Prilly und Mex in der Nähe von Lausanne. Dies wird nach Steuern ungefähr 8,8 Mio. sfr kosten. Durch den Verkauf zweier Betriebe, die nicht zum Kerngeschäft gehören, musste Bobst außerdem2005 einen einmaligen Nettoverlust von 4,2 Mio. sfr hinnehmen.

Das deutlich beste Ergebnis lieferte der Bereich Faltschachtelkarton ab mit einem Umsatz von 688 Mio. sfr (i. Vj.: 698 Mio. sfr) und einem operativen Gewinn von 62,7 Mio. sfr (i. Vj.: 61,4 Mio. sfr). Bei Wellpappe lag der operative Gewinn bei 33,2 Mio. sfr (i. Vj.: 37,8 Mio. sfr) und der Umsatz bei 569,6 Mio. sfr (i. Vj.: 548,8 Mio. sfr). Im Bereich flexible Materialen schrieb Bobst im Jahr 2005 mit minus 19,9 Mio. sfr wie auch 2004 mit minus 19,6 Mio. sfr Verluste. Als wesentliche Ursache für den Gewinnrückgang bei Wellpappe nennt Bobst Veränderungen im Produktprogramm, aber auch erheblichen Preisdruck. Bei flexiblen Materialien sei das Geschäft besonders schwierig und in den letzten Monaten auch enttäuschend gewesen.

Aussichten 2006
Den Auftragseingang zu Beginn des Jahres bezeichnet Bobst als besser als im Vorjahr. Insgesamt rechnet das Schweizer Unternehmen im Jahr 2006 mit einem höheren operativen wie auch Nettogewinn. Der Umsatz hingegen soll in etwa auf dem Niveau von 2005 bleiben. Bei den anstehenden Wahlen zum Verwaltungsrat wird Reto Domeniconi nicht mehr kandidieren. Hans Rudolf Widmer und Michael W. O. Garrett werden sich erneut zur Wahl stellen. Der Verwaltungsrat schlägt außerdem zwei neue Mitglieder für sein Gremium vor: Maia Wentland Forte von der Universität Lausanne und Ulf Berg, Vorstandsvorsitzender der Sulzer AG.

zurück zum Inhalt

4.
Faltschachtelproduktion wächst auch in 2005 deutlich

Die Faltschachtelproduktion stieg in Deutschland nach Schätzungen im Jahr 2005 um 2,5% auf 770.000 Tonnen, so der Sprecher des Vorstandes des Fachverbandes Faltschachtel-Industrie (FFI), Wolfgang Bahmann, auf einer Pressekonferenz des Verbandes. Dies entspricht einem geschätzten Produktionswert von 1,63 Mrd. Euro (2004: 1,604 Mrd. Euro). Wie im vergangenen Jahr rechnet der FFI auch in diesem Jahr mit einer angespannten Ertragssituation, auch aufgrund drastisch gestiegener Energiepreise bei den Faltschachtelherstellern und ihren Zulieferern. In Deutschland entwickelte sich mit diesen Zahlen der Absatz überproportional gut im Vergleich zu den anderen Ländern in Westeuropa. 58% der Kartonverpackungen gehen in den Food-Bereich, 42% in den Non-Food-Bereich. Bei der derzeitigen Auftragssituation sprechen die Faltschachtelhersteller von immer mehr Aufträgen mit geringeren Volumina. Die 170, meist mittelständischen Faltschachtelhersteller beschäftigten ca. 13.000 Mitarbeiter, wobei die Top Ten der Branche bereits 1 Mrd. Euro Umsatz auf sich vereinigen, so dass die 160 restlichen Betriebe im Durchschnitt auf einen Umsatz von ca. 4,5 Mio. Euro kommen. Die Umsatzrendite in der Branche lag im Schnitt nach internen Verbandserhebungen bei lediglich 3,3%.

Die Kartonproduktion war nach den Worten von Horst Fürwentsches vom Pro Carton-Komitee in Europa vor allem aufgrund eines langen Arbeitskampfes in Finnland mit 2% rückläufig. Insgesamt rechnet die Branche auch in Zukunft nach wie vor mit guten Zuwachsraten. Zurzeit liegt der Welt-Pro-Kopf-Verbrauch bei 55 kg. Dieser soll bis zum Jahr 2015 nach Schätzungen der finnischen UnternehmensberatungPöyry auf 65 kg pro Kopf steigen.

Auch aufgrund der angespannten Kostensituation setzten viele Marktanbieter auf ihr Know-how und ihre Kreativität. Immer mehr Hersteller definieren sich, so Pro Carton, als Marketingpartner ihrer Auftraggeber. Wichtiges Anliegen in diesem Zusammenhang ist es, dass Image der Faltschachtel weiter zu verbessern, ihre vielseitigen Vorzüge bewusster zu machen und ihren umweltverträglichen Status deutlicher zu kommunizieren. Es werde bisher unzureichend vermittelt, welche große Bedeutung Material, Verarbeitung, Drucktechnik, Konzeption und Gestaltung für den Abverkauf von Produkten haben. Die Faltschachtelhersteller sehen es als immer wichtiger an, so früh wie möglich am Gestaltungs- und Marketingprozess ihrer Kunden teilzuhaben. Nach einer Studie der Information Resources Inc. mit dem Titel "Shopper 2006 - a Point of Sale" sind die Erwartungen der Kunden an Verpackungen sehr hoch. Beim diesjährigen sechsten Pro Carton-Fachkongress stand dieses Thema vorwiegend unter dem Titel "Multisensorisches Branding - Multisensorisches Packaging". Dieser Kongress wird in der apr noch ausführlich dargestellt. Dabei berichtete unter anderem Dr. Stefan Müller von der Firma Information Resources über die vorher genannte Untersuchung.


zurück zum Inhalt

5.
Marktstudie: Trends im Verpackungsmanagement

Die Firma Thimm Consulting, ein Unternehmen der Thimm-Gruppe mit Sitz in Northeim, Niedersachsen, hat im Rahmen einer aktuellen Marktstudie Entwicklungen und Handlungsfelder deutscher Unternehmen im Verpackungsmanagement untersucht. Durchgeführt wurde die Studie in den Branchen Automobil, Maschinen-, Werkzeug- und Anlagenbau, Feinmechanik und Kunststoff. Entscheider aus den Bereichen Einkauf, Logistik, Versand und Verpackungsentwicklung ausgewählter Unternehmen der verpackenden Industrie haben an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse und Analysen der Studie geben einen branchenspezifischen Ausblick über die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Verpackungsmanagements im Unternehmen.

Thimm Consulting wurde im Jahr 1994 als eigenständige Beratungsgesellschaft der Thimm-Gruppe gegründet. Das Unternehmen bietet eine materialunabhängige, ganzheitliche Beratung entlang der verpackungsrelevanten Wertschöpfungskette an. Kernleistungen sind Potenzialanalysen zur Verpackungsprozessoptimierung, Verpackungsentwicklung und -design für Neuprodukte, Markt- und Benchmarkanalysen sowie Sortimentsoptimierungen und Automatisierungskonzepte im Verpackungssektor.

Die Marktstudie identifiziert die aktuellen und zukünftigen Ziele von Verpackungsstrategien sowie Potenziale und Hebel zur Optimierung verpackungsrelevanter Kosten und Leistungen. Insbesondere wurden folgende Handlungsfelder untersucht: Kosteneinfluss und Verpackungsstrukturen innerhalb der Materialgruppen, Dynamik des Verpackungssortiments, Entwicklungen im Einweg- und Mehrwegsegment, Entscheidungsbereiche des Verpackungsmanagements im Unternehmen, Ableitung aktueller und zukünftiger Entwicklungstrends.

Die Studie wird an interessierte Unternehmen weitergegeben. Anfragen hierzu können über die Internet-Seite www.thimm.de oder an das Unternehmen gestellt werden.

zurück zum Inhalt

6.
Copaco-Gruppe wächst im Jahr 2005

Die Mainzer Copaco-Gruppe, ein Mittelstandskartell nach GWB § 7 der Faltschachtelhersteller Faller (Waldkirch), Karl Knauer (Biberach), Limmatdruck/Zeiler (Spreitenbach, Köniz/Schweiz), Rob. Leunis & Chapman (Hannover), steigerte2005 ihren Umsatz um 7% auf 258 Mio. Euro. Angaben zur Ertragslage machten die Firmen nicht. Es ist aber zu vermuten, dass diese in den einzelnen, rechtlich selbstständigen Unternehmen sehr unterschiedlich ist. Die Unternehmen produzierten insgesamt 5,82 Milliarden Faltschachteln und 530 Millionen Haftetiketten. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 1935 (i. Vj.: 1853). Gut aufgestellt gegenüber Wettbewerbern sieht sich die Gruppemit ihrem Service in den Bereichen IT, Markenschutz und RFID. Gerade bei RFID betreibtCopaco eine Kooperation mit Siemens, von der man sich erhofft, RFID-Tags deutlich kostengünstiger zu machen.

zurück zum Inhalt

7.
Erster FFI-Controllertag in Würzburg

Der erste Controllertag des Frankfurter Fachverbands der Faltschachtelindustrie (FFI) fand am 5. und 6. April 2006 in Würzburg statt. Die 30 Teilnehmer, darunter Geschäftsführer, Controller und betriebswirtschaftliche bzw. kaufmännische Leiter aus der Faltschachtelindustrie, diskutierten diverse Themen aus dem Controlling- und Finanzierungsbereich. Der FFI-Controllertag wurde durch den betriebswirtschaftlichen Ausschuss des FFI ins Leben gerufen und soll dem Informations- und Kompetenzaustausch von Controllern und betriebswirtschaftlichen Mitarbeitern aus der Faltschachtelindustrie dienen.

Das Programm gestalteten Referenten der Unternehmensberatungen Horváth & Partner und GC Graphic Consult, der Deutschen Industriebank AG, der Deutschen Leasing AG, der MPDV Mikrolab GmbH, einem Softwareentwicklungsunternehmen für die IT-technische Abbildung von betriebswirtschaftlichen Vorgängen in der Industrie, sowie die Mitglieder des betriebswirtschaftlichen Ausschusses des FFI, Marc Schräder, Joachim Schräder KG, und Hans-Georg Klenk, A. Landerer GmbH & Co. KG.

Die Key Note Speech-Veranstaltung am ersten Abend hielt der Unternehmensberater Dr. Michael Currle von Horváth & Partner. Sie hatte den Titel "Werte berechnen, schaffen und managen - wertorientierte Unternehmensführung und wertorientiertes Controlling im mittelständischen Unternehmen". Mit welchen Herausforderungen zum Wertmanagement sind mittelständische Unternehmen heute konfrontiert? Dabei sollte der Wertbeitrag pragmatisch und nicht dogmatisch berechnet werden. Um Werte zu schaffen, müssen zum einen die eigenen Mitarbeiter verstehen können, wie es geht. Für das Managen der Werte müssen zum anderen die Führungs- und Steuerungssysteme wertorientiert ausgestaltet werden. Eine Unternehmensbewertung muss immer vor dem Hintergrund des aktuell bzw. individuell anfallenden Kapitalkostenanteils betrachtet werden.

Der Beginn des zweiten Veranstaltungstags war ganz dem Bereich der Finanzierung gewidmet. Dr. Reiner Dietrich und Fritz-Peter Steinhausen von der IKB Deutsche Industriebank AG zeigten anhand der Thematik "Moderne Unternehmensfinanzierung im Mittelstand" wie innovative Finanzierungslösungen für die Faltschachtelindustrie positiven Einfluss auf die GuV und die Bilanz nehmen können.

Die "andere Seite" der innovativen Finanzierungslösungen zeigte Gerold Maier von der Deutschen Leasing AG in seinem Vortrag "Leasingmöglichkeiten für Investitionen der Faltschachtelindustrie", Leasing alsmaßgeschneiderte Finanzierungsalternative für Investitionen in Maschinen und Produktionsanlagen mit positiven Auswirkungen auf Liquidität und Bilanz. Da heutzutage 50% der Druck- und Stanzmaschinen geleast sind, mehr als im Branchendurchschnitt, kann im Vergleich zum Kauf durch Leasing ein positiver Einfluss auf das Bilanzergebnis erzielt werden.

Die Möglichkeiten der "Prozessoptimierung in der Faltschachtelindustrie" wurden von dem Referenten Stefan Vierhaus, GC Graphik Consult, an einem Praxisbeispiel aufgezeigt: Nutzen und Vorgehensweise einer realisierten Prozessoptimierung im Verwaltungsbereich einer Druckerei. Die angewandte Methodik kann als "Blaupause" für intern oder extern moderierte Rationalisierungsmaßnahmen verwendet werden, um Einsparpotenziale gezielt aufzudecken und zu realisieren.

Es folgte die Präsentation "Ertragsverbesserung durch Qualitätscontrolling" von Marc Schräder, Joachim Schräder KG. Durch ein effizientes und prozessübergreifendes Qualitätscontrolling kann in gesamtheitlicherr Sichtweise die Kundenorientierung als höchstes Unternehmensziel optimal umgesetzt werden.

Den Abschluss bildeten praxisnahe Referate über den neuen Maschinenleistungsvergleich des FFI, über den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsschichtmodelle auf die Bilanz und schließlich die bildhafte Darstellung der Umsetzung des Fertigungscontrollings in der IT.

In seinem Vortrag "Einfluss unterschiedlicher Arbeitsschichtmodelle auf Bilanz und Ergebnis" stellte Hans-Georg Klenk, A. Landerer GmbH & Co. KG, an einem konkreten Rechenbeispiel dar, wie die Einführung einer dritten Schicht das Betriebsergebnis verändern kann. In der Faltschachtelbranche wird in der Regel in zwei Schichten gearbeitet. Ist die dritte , d.h. die Nachtschicht, auch noch rentabel? Was sind die Auswirkungen auf Kosten, Leistungen, Bilanzkennzahlen und last but not least auf die Psyche und Physis der Mitarbeiter?

Das letzte Referat der Veranstaltung hielt Dr. Jürgen Kletti von der MPDV Mikrolab GmbH zum Thema "Fertigungscontrolling mit IT".Stückkostenorientierte Kalkulationen sind heute üblich. Gemeinkosten werden mangels ausreichender Transparenz häufig nicht zugeordnet. Mit BDE, MDE und Leitstand können sowohl "schwarze Löcher" in der Fertigung wie auch "die verborgene Fabrik" entdeckt werden. Besonderen Beifall der Teilnehmer fand die Möglichkeit des persönlichen Informationsaustauschs innerhalb der Faltschachtelbranche.

zurück zum Inhalt

8.
Edelmann erhält WorldStar-Auszeichnung in Peking

Die Heidenheimer Edelmann-Gruppe hat Ende April zwei WorldStar-Auszeichnungen der World Packaging Organization in Peking feierlich in Empfang genommen. Meino Adam, Leiter Verpackungsentwicklung Pharma bei Edelmann (im Bild rechts), nahm die Preise von Dr. Alexis Stassinopoulos, dem Präsident der World Packaging Organization, entgegen. Die Jury bewertete insgesamt 294 Einsendungen aus 29 Ländern und zeichnete sowohl die Verpackungskonstruktion von Edelmann für Delix protect von Aventis Pharma Deutschland GmbH in der Kategorie "Medical & Pharmaceuticals" als auch die extravagante Verpackung von Edelmann für bruno banani in der Kategorie "Health & Beauty" aus.


zurück zum Inhalt

9.
Steuer verstärkt Entwicklungs- und Serviceaktivitäten

Der Hersteller von Heißfolienprägemaschinen, die Steuer GmbH Printing Technology in Leinfelden, will seine Entwicklungs- und Serviceaktivitäten in 2006 verstärken und ausbauen. Auch soll die Produktion durch Nutzung aller Ressourcen innerhalb der Bobst Group optimiert werden. Alle Anstrengungen, heißt es, hätten zum Ziel, schneller und flexibler auf Kundenwünsche zu reagieren, um verschiedenste Maschinenkonfigurationen mit kürzesten Lieferzeiten verfügbar zu haben. Der weltweite Verkauf und Service soll verstärkt über die lokalen Kompetenzzentren in Lausanne/CH, Roseland/USA und Schanghai/China sowie Leinfelden erfolgen und dabei auf das vorhandene lokale Bobst-Vertriebs- und Servicenetzwerk zurückgegriffen werden.

Im Steuer-Produktprogramm bleiben weiterhin der Foiljet als Bogen- und Rollenmaschine, die PZ 82, die PZ 90 und die Schmalbahn-Rollenmaschinen RPM für Applikationen auf Papier, außerdem die Spezialmaschinen für die Veredelung von Banknoten sowie das Gebrauchtmaschinengeschäft. Das Angebot der auf dem Rotationsprinzip basierenden Heißfolienprägemaschinen im Einzelnen:
  • Steuer Foiljet Web: Mit seinem Zwei-Zylinder-Prinzip erreicht der Foiljet Web eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 150 m/min beim Standardprägedruck und von 120 m/min bei Hologramm-Prägedrucken.
  • Steuer Foiljet FBR: Einzige Prägefoliendruckmaschine im Bogenbereich, die im Rotationsprinzip arbeitet; für alle Aufträge des Folienprägens bis hin zur Hologramm-Applikation mit bis zu 12.000 Bogen/h bei einem max. Bogenformat von 72 x 104 cm.
  • Steuer PZ-Reihe: Die bewährten Prägefoliendruck-Zylinder gibt es in zwei Formaten: 90 x 64 cm (PZ 90) und 82 x 57 cm (PZ 82).
  • Steuer RPM 300 Web: Für Zigarettenfilterpapier, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 105 m/min und einer max. Bahnbreite von 300 mm.
  • Steuer BN: Spezialmaschinen für Firmen, die im Hochsicherheitsumfeld tätig sind sowie für staatliche Druckereien, die höchste Ansprüche an die Applikation von OVDs (Optically Variable Devices) stellen.

zurück zum Inhalt

10.
Field Rotopack: Azubi-Forum zur Qualitätssicherung

Das zweite Azubi-Forum der Field-Gruppe widmete sich theoretisch wie praktisch dem Thema "Risikominimierung durch Managementsysteme". Alle Auszubildenen der Werke Neu-Isenburg, Düren, Stuttgart und Melle nahmen daran teil.

Das zweite Azubi-Forum der Field-Gruppe widmete sich dem Thema Risikominimierung durch Managementsysteme.
Großansicht per Klick auf Bild!

Von Produkthaftung, Umwelt- und Arbeitsunfällen, Bränden, Rückrufaktionen, Produktionsausfällen über Konkurse, Gewinneinbrüche, Betriebsstilllegungen bis hin zu neuen Gesetzen und Verordnungen wurden alle Risikoaspekte behandelt. Wichtige Fragen waren unter anderem: Welche unterschiedlichen Risiken existieren für ein Unternehmen? Was ist die Tragweite typischer Gefahren - und wie wichtig ist eine entsprechende Absicherung? Welchen Beitrag können Managementsysteme zur Erkennung und Abwendung von Risiken leisten?

Den fachlichen Input, die Analysen und die Entwicklung von Verbesserungsideen ergänzte eine Betriebsbesichtigung bei einem bedeutenden Field Rotopack-Kunden. Außerdem gab es umfassende technische Information im Produktionsbereich des Faltschachtelwerkes Melle.

Das Azubi-Forum ist nur ein Beispiel dafür, wie Field Rotopack in seine Mitarbeiter und seinen Nachwuchs investiert. Um die Qualifikation der Mitarbeiterschaft nachhaltig zu fördern, hat der Hersteller von Verkaufsverpackungen aus Karton die "Field Deutschland Akademie" gegründet. Sie bietet ein umfangreiches Programm von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Neben Veranstaltungen speziell für die jugendliche Zielgruppe gehört alljährlich eine Vielzahl von Tagungen und intensiven Seminaren zur Förderung, Schulung und Weiterqualifikation dazu.


zurück zum Inhalt

11.
Ostermöller Verpackungen investiert in Großformatoffsetdruck

Unter der regen Teilnahme von Kunden, Lieferanten, Vertretern der regionalen Politik und Repräsentanten des Druckmaschinenherstellers MAN Roland wurde Anfang April beim Unternehmen Ostermöller Verpackungen in Bünde eine neue Fünffarben-Bogenoffsetmaschine mit Lackwerk vom Typ Roland 900 im Format 7b (120 x 162 cm) in Betrieb genommen. "Die hohe Druckgeschwindigkeit, die Veredelungsmöglichkeiten, das große Format und die kurzen Umrüstzeiten versetzen uns zukünftig in die Lage, bei einer hohen Qualität unserer Verkaufsverpackungen und Displays aus Karton noch flexibler auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können," erklärte der geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, Olaf Ostermöller.

Start der neuen Anlage (v.l.): Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse, Olaf Ostermöller und Stefan Kuper, MAN Roland.

Ostermöller Verpackungen mit Sitz im westfälischen Bünde wurde 1969 als reine Offsetdruckerei gegründet. Das Unternehmen erwirtschaftete 2005 mit 40 Mitarbeitern (davon zwei Auszubildenden) bei einem Produktionsvolumen von ca. 2500 t an Faltschachteln, Displays und Akzidenzen einen Umsatz von ca. 5,2 Mio. Euro. Zur Maschinenausstattung des Betriebes zählen eine weitere Druckmaschine, zwei Stanzautomaten und drei Faltschachtelklebemaschinen.


zurück zum Inhalt

12.
Zeiler AG will mit Hilfe von PrintCity Umsatz steigern

Die Verpackungsdruckerei Limmatdruck Zeiler AG erwartet von der Zusammenarbeit mit PrintCity, eine Allianz unabhängiger Lieferunternehmen der Druck- und Medienindustrie, in ihrem Geschäftsbereich Pharma für das kommende Jahr eine Verdoppelung ihres Jahresumsatzes von 5 Mio. Euro. und den Zugang zu neuen Märkten wie den Verpackungsdruck in der Automobilindustrie.

Das in der Schweiz ansässige Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 160 Mio. Euro und etwa 200 Mitarbeitern in Bern hat im Rahmen der Zusammenarbeit mit seinen Partnern innerhalb der Allianz Wissen erworben, aus dem jetzt ein neuer Geschäftszweig mit gedruckten Transpondern im Bereich RFID (Radio Frequency Identification) entstehen soll. Stephan Ruske, RFID-Projektmanager bei Limmatdruck/Zeiler: "Die Zusammenarbeit in PrintCity war für uns die Basis zur Entwicklung der Technik, mit der wir unsere Applikationen verändern können. Das Ergebnis sind erste Versuche mit gedruckten Antennen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir schon in naher Zukunft gedruckte Transponder herstellen können."

MAN Roland hat seine technische Erfahrung im Hinblick auf Modifikationen an der Produktionstechnik in der Druckerei von Limmatdruck/Zeiler eingebracht, Sun Chemical steuerte sein Know-how rund um Polymere bei, und die Bobst-Gruppe half in Sachen Kleben von Faltschachteln und Stanzen. Auf der vergangenen Ipex 2006 nahm Limmatdruck/Zeiler in der RFID-Projektgruppe der PrintCity eine Schlüsselrolle ein.

zurück zum Inhalt

13.
Informationen über Luftbefeuchtung in der Druck- und Verpackungsindustrie

"Erfolg ist in der Luft" heißt die neue Multimedia-CD-ROM, die Draabe, der Pionier der Hochdruck-Luftbefeuchtung, herausgegeben hat. Sie richtet sich an alle, die sich sowohl aus kaufmännischer als auch aus technischer Sicht mit der Optimierung der Produktionsprozesse in der Druck- und Verpackungsindustrie beschäftigen.

Das Thema "Wasseraufbereitung" ist mit 3-D-Animationen verständlich aufbereitet.
Großansicht per Klick auf Bild!

Die interaktive CD-ROM informiert umfassend über das Entstehen zu trockener Raumluft und deren negative Auswirkung auf Qualität und Produktionsgeschwindigkeit in der Papierverarbeitung. Anschauliche Kurzfilme aus der Praxis zeigen sowohl die möglichen Einsatzgebiete als auch die unterschiedlichen Verfahren der Luftbefeuchtung. Ein eigenes Kapitel ist dem Thema "Wasseraufbereitung" gewidmet: Ohne Kenntnis der Wasserinhaltsstoffe ist unbehandeltes Leitungswasser weder für die Luftbefeuchtung noch für die Versorgung der Druckmaschinen geeignet. Das komplexe Thema der Wasseraufbereitung ist mit 3-D-Animationen selbsterklärend und verständlich aufbereitet. Ein zusätzlicher Serviceteil enthält Formulare zur Ermittlung einer individuellen Anlagen-Auslegung und Referenzlisten

Die CD-ROM kann kostenfrei angefordert werden per E-Mail: dominic.giesel@draabe.de, oder im Internet: www.draabe.de.


zurück zum Inhalt

14.
Test mit RFID-Etiketten im Pharmagroßhandel

Der finnische Stora Enso-Konzern und der skandinavische Pharmahersteller Orion Pharma bringen mit RFID-Etiketten versehene Arzneimittelverpackungen in die Apotheken. Für die Authentifizierung der Produkte in der gesamten Lieferkette wird die PackAgent-Software von Stora Enso verwendet. Die von Orion Pharma hergestellten und über den Großhändler Oriola vertriebenen Medikamente sind in ausgewählten finnischen und estnischen Apotheken erhältlich. "Wir verwenden eine Identifizierung auf Einzelartikelebene, wobei das Etikett in allen Stadien der Lieferkette gelesen wird. Unsere PackAgent-Software überprüft die Artikelnummer und verwendet sie zur Produktauthentifizierung", so Kirsi Viskari von Stora Enso, die für intelligente Verpackungslösungen zuständig ist.

Es handelt sich hierbei um einen Test, mit dem sich der Pharmakonzern Orion Pharma auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet. Wenn beispielsweise die Rückverfolgbarkeit in den USA zwingend vorgeschrieben wird, muss Orion Pharma an allen Verpackungen RFID-Etiketten anbringen. Zurzeit werden Packungen noch mit Hilfe ihrer Chargennummer zurückverfolgt.

Test in der gesamten Lieferkette
"Dieses Pilotprojekt ist außergewöhnlich breit angelegt, da die gesamte Lieferkette - angefangen von den Produkt- und Verpackungsherstellern bis hin zum Groß- und Einzelhandel - beteiligt ist. Die Verfolgung der Produktbewegungen und die Authentifizierung in Echtzeit verbessern die Sicherheit, die Verlässlichkeit und die Effizienz in der Lieferkette", so Kirsi Viskari weiter. Getestet wird das System am Blutverdünnungsmittel Marevan von Orion Pharma. Die Verpackung stellt Jaakkoo-Taara her, und für die Auslieferung an die Apotheken ist der Großhändler Oriola gemeinsam mit seiner estnischen Tochterfirma zuständig.

"Orion Pharma gewinnt durch dieses Projekt Praxiserfahrungen im Umgang mit der RFID-Technologie bei der Rückverfolgung von Lieferungen und der Authentifizierung von Produkten. Wir suchen nach Möglichkeiten, unsere Logistik und die Zusammenarbeit mit den Zulieferern effektiver zu gestalten. Außerdem wollen wir uns auf die künftigen Anforderungen bei der Rückverfolgbarkeit von Produkten schon jetzt gut vorbereiten. Für uns ist es wichtig, dass die Lösung in unser Geschäftssystem integrierbar ist", so Markku Huhta-Koivisto von Orion Pharma.

Das Programm PackAgent von Stora Enso beruht auf dem vom finnischen Softwareunternehmen Stockway entwickelten Programm Trackway. Bei Verkauf, Vertrieb und Systemintegration arbeitet Stora Enso mit dem Unternehmen Bearing-Point zusammen. Die PackAgent-Software ist nicht nur mir RFID, sondern auch mit anderen Identifizierungstechnologien kombinierbar und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit und Authentifizierung von Produkten, und zwar sowohl auf Einzelartikelebene als auch auf Palettenebene. Mit PackAgent kann per Internet auch den Verbrauchern die Authentifizierung der Produkte möglich gemacht werden.

zurück zum Inhalt

15.
Grupo Consist modernisiert Papiersackherstellung

In seiner 48-jährigen Firmengeschichte hat sich das Familienunternehmen Grupo Consist s.a. aus Agramunt, Spanien, von der Herstellung manuell gefertigter Papiersäcke zu einem heute weltweit exportierenden Produzenten von Säcken und Beuteln aus Papier und Kunststoff entwickelt. Mit der Inbetriebnahme der dritten Papiersacklinie des deutschen Maschinenherstellers Windmöller & Hölscher, Lengerich, innerhalb von sechs Jahren hat Grupo Consist in 2005 die tiefgreifende Modernisierung seiner Papiersackfertigung weiter konsequent voran getrieben.

Modernste W&H-Technik zur Papiersackherstellung bei Grupo Consist s.a. im spanischen Agramunt. Im Bildvordergrund Firmenchef Juan Llurba Vicens.
Großansicht per Klick auf Bild!

Neben modernsten Schlauchmaschinen vom Typ AM 2155 CNC und den Bodenlegern AD 2379 und AD 8320 und Inline-Vorsatzdruckwerken "Flexa" wurde ein ausgeklügeltes System zur Materialflussautomation installiert: Für den Transport der Schlauch- und Sackpakete kommt die W&H-Automation Typ Transystems und das Transiflex-Speichersystem zum Einsatz. Transiflex übernimmt dabei die Funktion eines Zwischenspeichers für Schlauchpakete, um bei Ausfall der Schlauchmaschine oder des Bodenlegers den Stillstand einer gesamten Papiersacklinie zu verhindern. Die fertigen Papiersäcke werden anschließend von Palettierrobotern des Typs Arcomat 2 versandfertig auf Paletten gestapelt. Die jetzt gelieferte Schlauchmaschine AM 2155 CNC ist zusätzlich mit der Einstecksackeinrichtung Rotaliner für Papiersäcke mit abgeschweißtem Inliner ausgerüstet. Mit diesem modernisierten Maschinenpark ist Grupo Consist nun in der Lage, alle auf dem Markt existierenden Sacktypen und -formate herzustellen.

Für die hochwertige Bedruckung von Papiersäcken und -beuteln mit wasserbasierten Farben ist neben den Flexa-Vorsatzdruckwerken auch in eine neue W&H-Achtfarben-Flexodruckmaschine Novoflex CM investiert worden, die zusätzlich mit einem Druckständer für den Inline-Lackauftrag ausgerüstet ist.

"Die Modernisierung des Hauptmaschinenparks unserer Sackproduktion in den bestehenden Produktionshallen ist nur dank der guten und engen Zusammenarbeit zwischen W&H und unseren Technikern möglich gewesen," beschreibt Juan Llurba Vicens, Präsident von Grupo Consist, den Modernisierungsprozess und führt weiter aus: "Durch die drei neuen Produktionslinien konnten wir insgesamt acht Schlauchmaschinen und acht Bodenleger ersetzen und gleichzeitig unsere Produktionskapazität gegenüber 1999 verdoppeln. Der Automationsgrad der drei neuen Linien ist so hoch, dass nach Zuführung der Rollen bis zu den fertig gestapelten Säcken keine Arbeiten von Hand mehr notwendig sind. Die Investition, die wir innerhalb von sechs Jahren in Maschinen von Windmöller & Hölscher getätigt haben, übersteigt den Wert von 25 Mio. Euro, und trotz dieses enormen Umfangs sind wir sicher, dass es sich gelohnt hat."

Die enge Partnerschaft von Grupo Consist und W&H bei diesem Modernisierungsprozess wird daran deutlich, dass einige neu entwickelte Komponenten weltweit erst zum Einsatz kamen, nachdem die Spanier den entsprechenden Prototyp freigegeben hatten.


zurück zum Inhalt

16.
Erster Einsatz für Trocknungsverfahren BoostDryer bei den Klingele Papierwerken

Die Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG haben Voith Paper mit der Erweiterung der Vortrockenpartie der PM 2 am Produktionsstandort in Weener beauftragt. Die Maschine produziert rund 220.000 Jahrestonnen hochwertige Wellpappenrohpapiere, die teilweise in den eigenen Verarbeitungsbetrieben zu maßgeschneiderten Verpackungslösungen weiterverarbeitet werden.

Im Zuge des Umbaus wird bei Klingele das neue Trocknungsaggregat BoostDryer zum ersten Mal kommerziell eingesetzt. Ausgangspunkt der Überlegungen war die an ihre Grenzen gelangte Trocknungskapazität der PM 2. Mit dem Einsatz des BoostDryers kann die Trocknungskapazität um bis zu 15% gesteigert werden. Gleichzeitig werden die Papiereigenschaften und insbesondere die Oberflächenglätte verbessert.

Dazu Dr. Jan Klingele, Eigentümer der Klingele Papierwerke: "Wir setzen große Hoffnungen in den BoostDryer und erwarten eine deutlich bessere Papierqualität verbunden mit einer Erhöhung der Produktion sowie Einsparungen beim spezifischen Dampf- und Stärkeverbrauch."

Der BoostDryer besteht aus einem neuartigen dampfbeheizten Zylinder, der durch seinen speziellen Aufbau einen sehr hohen Wärmestrom ermöglicht. Die Papierbahn wird durch eine wassergekühlte Druckhaube an den Zylinder angepresst. Das verbessert den Kontakt und die Trocknungsleistung steigt. Es werden Trocknungsraten erreicht, die dem drei- bis vierfachen eines konventionellen Trockenzylinders entsprechen. Die Kompression bewirkt außerdem hohe Festigkeitswerte und eine glatte Oberfläche des so getrockneten Papiers (s.a. apr 2/2006/, S. 59 f., Probeheft).

Die PM 2, die 1980 in Weener in Betrieb ging, hat eine Siebbreite von 5,49 m und produziert Testliner und Wellenstoff im Flächengewichtsbereich von 90 bis180 g/m². Die Konstruktionsgeschwindigkeit beträgt 1200 m/min. Mit sechs Produktionsstandorten in Deutschland, einem in den Niederlanden und vier Beteiligungen in Spanien, gehört Klingele zu den großen Herstellern von Wellpappelösungen in Europa.

zurück zum Inhalt

I.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Aufgrund der positiven Resonanz auf die Ende letzten Jahres durchgeführten Workshops zum Thema "Handelsgerechte Regalverpackungen" greift STI dieses Thema in einem weiteren Workshop am 31. Mai 2006 in Lauterbach nochmals auf. Die eintägige Veranstaltung präsentiert in komprimierter Form die Anforderungen von Handel und Hersteller an Regalverpackungen bzw. Einwegtransportverpackungen. Während des Praxistests haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das Handling alternativer Varianten selbst zu erleben und zu beurteilen. Neben Referenten von STI werden Marco Atzberger vom EHI EuroHandelsinstitut in Köln und Wolfram Zoller von Masterfoods interessante Beiträge zum Thema liefern. Weitere Informationen im Internet unter www.sti-group.de.

Belgien
Der belgische Softwareanbieter für die Druckvorstufe, Artwork Systems N.V., und die niederländische Stork Prints B.V., die auf dem Gebiet der Direktlasergravur für Flexo- und Rotationssiebdruckformen tätig ist, haben eine Kooperation vereinbart mit dem Ziel, den Workflow in der Produktionsvorstufe für die direkte Lasergravur zu optimieren. Im Rahmen dieser Vereinbarung sollen Stork-Graviersysteme völlig kompatibel mit Artwork Systems Nexus RIP-Workflowlösung für die Verpackungs- und Etikettendruckindustrie gemacht werden. Außerdem wollen Artwork Systems und Stork Prints eine Arbeitsgruppe bilden, die die Aufgabe hat, Software und Workflow für die Lasergravur weiterzuentwickeln.

Irland
Der irische Smurfit Kappa-Konzern möchte ab dem 1. Juni 2006 sowohl gestrichene wie auch ungestrichene Pappen um 40 bis 60 Euro pro Tonne im Preis erhöhen. Die Preiserhöhung soll unter anderem von den Werken Baden Karton, Herzberger Papierfabrik und Hoya ungesetzt werden. Ursächlich hierfür sind unter anderem massiv erhöhte Energiekosten von 35%, aber auch die Tatsache, dass die genannten Werke bereits vor der Preiserhöhung unzureichende Erträge erwirtschafteten. Die Preiserhöhung entspräche einer Größenordnung von ca. 10%.


zurück zum Inhalt

II.
IMPRESSUM

Verlag:

P. Keppler Verlag GmbH & Co. KG
Industriestr. 2, D-63150 Heusenstamm,
Tel. (0 61 04) 60 60, Telefax (0 61 04) 60 61 45
www.kepplermediengruppe.de
info@kepplermediengruppe.de

Geschäftsführung:
Hans-Gerd Koenen, Eckhart Thomas
Redaktion:
Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur)
g.brucker@kepplermediengruppe.de
Siegfried Jütte (technische Redaktion)
s.juette@kepplermediengruppe.de
Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.
Bereichsleitung
Papier- und Druckzeitschriften:
Petra Hanke, Telefon (0 61 04) 6 06-360
p.hanke@kepplermediengruppe.de
Anzeigenleitung:
Marion Apitz, Telefon (06104) 6 06-304
m.apitz@kepplermediengruppe.de

Es gilt für das apr Magazin die Preisliste Nr. 53 von 1.1.2006 und für das apr Extraheft WELLPAPPE die Preisliste Nr. 1 vom 1.1.2006.

Web Content:
Mike Wilhelm, Telefon (06104) 6 06-202
m.wilhelm@kepplermediengruppe.de
Vertriebs-Service:
Sandra Konrad, Telefon (06104 6 06-210
s.konrad@kepplermediengruppe.de

Bezugspreis (Jahresabonnement):

Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt.
Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten.
Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis (gegen entsprechenden Nachweis): 50% auf den Nettobezugspreis.

Erscheinungsweise:
(130. Jahrgang)
apr Magazin und elektronische Ausgabe:
-monatlich 3 Ausgaben
-1 x apr Magazin und
-2 x apr PAPIERZEITUNG per eMail
plus apr Extraheft WELLPAPPE
-jährlich 12 Ausgaben
-6 x apr Extraheft WELLPAPPE und
-6 x apr WELLPAPPE per eMail

Bestellungen direkt beim Verlag oder beim Buchhandel. Der Mindestbezugszeitraum beträgt ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Ablauf des Abonnementjahres. Das Abonnement verlängert sich automatisch.

Bankkonto:

Deutsche Bank Offenbach
Kto.-Nr. 113 5607, BLZ 505 700 18.
Wir akzeptieren folgende Kreditkarten:
Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express.

Versandort:

Frankfurt am Main D1096


zurück zum Inhalt

III.
ZU IHRER INFORMATION

Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressdaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten.


zurück zum Inhalt

IV.

Werbemöglichkeiten in der apr-"PAPIER-ZEITUNG"


V.

Wer kann was liefern


Vorschau
EXTRAHEFT
WELLPAPPE
03/2006/


erscheint am
07.06.2006

Anzeigen-
schluss:
19.05.2006

aus dem Inhalt:
Alles rund um
die Wellpappe!

Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft

Vorschau
apr MAGAZIN,
Nr. 06/06

erscheint am
07.06.2006

Anzeigen-
schluss:
19.05.2006

aus dem Inhalt:
-Papier-
Erzeugung
-101. Zellcheming
HV+Expo
in Wiesbaden

Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft


Vorschau
EXTRAHEFT
WELLPAPPE
03/2006/


erscheint am
07.06.2006

Anzeigen-
schluss:
19.05.2006

aus dem Inhalt:
Alles rund um
die Wellpappe!

Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft

Vorschau
apr MAGAZIN,
Nr. 06/06

erscheint am
07.06.2006

Anzeigen-
schluss:
19.05.2006

aus dem Inhalt:
-Papier-
Erzeugung
-101. Zellcheming
HV+Expo
in Wiesbaden

Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft