Allgemeine Papier-Rundschau

7. Juli 2006

Erscheint 6 x im Jahr

INHALT
1.
Seyfert kann Umsatz steigern
2.
Maschinenbauer Kama mit gutem Umsatzwachstum
3.
MarquipWardUnited und PCMC fusionieren in Brasilien
4.
FEFCO aktualisiert FEFCO-Standards - NeueStandardbibliothek steht digital zur Verfügung
5.
Apollo Sheeters neu gegründet
6.
Schüler bauen Wellpappenbrücke
7.
Delkeskamp bestellt Schuhpresse bei Andritz Küsters
8.
STI Design Award: Chance für den Nachwuchs
9.
Ciba Spezialitätenchemie mit erweiterter Website für Verpackungsmarkt
10.
Hepack baut vollautomatisches Kanallager
11.
Jet Europe zieht um
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Messe Pacovent abgesagt


I.
Personalia
II.
Impressum
III.
Infos, Nutzungsrechte etc.

Archiv
Wer kann was liefern
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr WELLPAPPE

Probeheft
Abonnement

1.
Seyfert kann Umsatz steigern

Die Seyfert GmbH mit Werken in Reichenbach/Fils, Salzgitter und Monheim konnte im Jahr 2005 ihren Umsatz um 1,9% auf 108 Mio. Euro steigern. Gleichzeitig erhöhte sich die verkaufte Menge um 4,9%, genaue Mengenangaben macht das Unternehmen nicht. Die Preise fielen im Durchschnitt um 2,9%. Die Seyfert Holding GmbH & Co. KG mit Standorten in Deutschland, Frankreich und Südafrika erzielte einen Umsatz von 223 Mio. Euro bei einer hergestellten Wellpappenmenge von 387 Mio. m2. Außerdem produzierte die Gruppe 141.000 t Papier. Insgesamt beschäftigt die Holding 1176 Mitarbeiter. Das Unternehmen spricht von einer positiven Ergebnisentwicklung gegenüber dem Markt, wenn auch im Jahr 2005 die Ergebnisse der Wellpappenindustrie durch die Preisreduzierungen gelitten hätten. Im Jahr 2005 investierte Seyfert insgesamt 8,7 Mio. Euro, weitere erhebliche Investitionen sollen in Deutschland und Frankreich folgen. Neben dem Ausbau der Papierfabrik in Descartes werden in den Wellpappenproduktionsstätten alle Investitionen im Sinne einer Produktpolitik für seytec - einem rechtlich geschützten Produkt der Gruppe - vorangetrieben. Unter anderem soll im August am Standort Reichenbach eine Sechsfarben-Postprintdruckmaschine installiert werden. Seit Beginn des Jahres 2006 sind die Werke Reichenbach und Salzgitter von der DQS GmH nach dem GMP-Standard (Good Manufacturing Practice) zertifziert.

Der positive Mengentrend hielt auch im ersten Quartal 2006 an. So wurde die Menge von Januar bis März prozentual zweistellig ausgeweitet bei einem Umsatzzuwachs von 8%. Allerdings sei es nicht gelungen, die Preise signifikant zu verbessern, wobei steigende Papierpreise die Ergebnisse weiter unter Druck setzten. Seyfert will deshalb die Verkaufspreise den gestiegenen Kosten anpassen. 30% seines Umsatzes erzielt Seyfert mit Nischenprodukten wie seytec-Wellpappen (Kennzeichen: vergleichbare Produkteigenschaften mit weniger Materialeinsatz) und LCS-Displays. Diese wuchsen im Jahr 2005 um 21%. Den vor sieben Jahren mit seytec in Deutschland eingeleiteten Strukturwandel hat den alleinigen Gesellschafter der Seyfert Holding, Frank Seyfert, dazu bewogen, auch in Frankreich diesen Weg zu gehen. Unter dem Leitmotiv "One Compay - One Brand - One Strategy" will sich die Seyfert-Gruppe künftig als Einheit am Markt präsentieren. In diesem Jahr soll seytec auf dem französischen Markt eingeführt werden. Die einheitliche Markenstrategie verantwortet Dr. Wolfgang Otto, der seit 1997 die Geschäftsleitung der deutschen Standorte hat.

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Messe Pacovent abgesagt

Die Kölner Messegesellschaft hat ihre vom 6. bis 10. November 2006 geplante Premiere der Messe Pacovent in Köln abgesagt. Grund für die Absage ist eine zu geringe Zahl von Ausstellern. In welchen Bereichen die gewünschte Anzahl von Unternehmen nicht erreicht werden konnte, sagte die Messe auch auf Anfrage nicht. Geplant war eine internationale Fachmesse für Maschinen, Materialien und Verfahren zur Packmittelherstellung und -veredelung. Die Messe wollte alle Maschinen, Materialien und Verfahren, die zur Herstellung und Veredelung von Packmitteln erforderlich sind, zeigen. Im Rahmen der Messe sollte auch die Well-Propack 2006 stattfinden, die speziell für Wellpappenwerke und Wellpappenverarbeiter gedacht war und deren Produkte zeigen sollte. Ebenfalls unter dem Dach der Pacovent plante die Kölner Messegesellschaft die PaCorr, die eine Messeplattform für Hersteller von Wellpappen-Vearbeitungsmaschinen sein sollte. Nach der Absage der Corrugated 2006 verwunderte es Insider wenig, dass auch die Pacovent nun gestrichen wurde. Offensichtlich gelang es nicht, namhafte Maschinenhersteller oder Wellpappenproduzenten dazu zu bewegen, an der Messe teilzunehmen, da es bereits eine ausreichende Anzahl von diesbezüglichen Messen gibt. G. B.

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2.
Maschinenbauer Kama mit gutem Umsatzwachstum

Der Dresdner Maschinenbaubetrieb Kama schließt sein Geschäftsjahr 2005/2006 (31. März) mit einem Rekordumsatz von 10,8 Mio. Euro ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatzerlös der GmbH damit um 20% gestiegen. "Damit liegen wir exakt in unserer mittelfristigen Planung", kommentiert Marcus Tralau das erzielte Wachstum. Der Geschäftsführer der Kama GmbH hatte 2001 das Ziel gesetzt, die 10-Millionen-Marke - damals gerade in DM erreicht - in fünf Jahren in Euro zu knacken und den Umsatz damit zu verdoppeln.

Zugelegt haben beide Geschäftsfelder: der exportorientierte Bau von Stanzautomaten um 23% und die bislang stark inlandsbezogene Komponentenfertigung um 16%. Der neue StanzautomatTS 74 hat nach Angaben der Kama bei der Messe Ipex in Birmingham im April Aufträge im Gesamtvolumen von 1,8 Mio. Euro eingefahren

Wichtiger Umsatzmotor in der Teilefertigung war und ist die Herstellung von rillsanierten, d. h. mit Kunststoff beschichteten, Druckwalzen. Kama hatte im vergangenen Sommer seine Kapazitäten für den aufwändigen Rillsanierungssprozess verdoppelt und im abgeschlossenen Geschäftsjahr 30% mehr Druckwalzen gefertigt als im Jahr zuvor. "Mit Koenig & Bauer in Radebeul, ehemals Planeta, sitzt ein großer Abnehmer unserer Walzen gleich um die Ecke", erläutert Tralau.

Auch die Belegschaft ist gewachsen: um 4% auf 122 Mitarbeiter. Um die Produktivität weiter an das Niveau vergleichbarer Betriebe im Westen anzunähern, hat Kama ein Rationalisierungsprogramm ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Fit for Future" wird die Belegschaft zukünftig unterproportional zum Umsatz wachsen. Ein Abbau von Personal sei jedoch nicht erforderlich, um den Rückstand aufzuholen, so Tralau, "denn die Aussichten für die Umsatzentwicklung im neuen Geschäftsjahr stehen sehr gut, und in Sachen Qualität spielt Kama ohnehin ganz vorne mit." Insbesondere die neuen Stanzmaschinen sollen im nächsten Jahr die Weichen für ein ähnlich hohes Umsatzwachstum stellen.

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3.
MarquipWardUnited und PCMC fusionieren in Brasilien

Im Randgebiet von Sao Paulo befinden sich die beiden Firmen MarquipWardUnited do Brasil und PCMC do Brasil. Dort hat die Muttergesellschaft beider Firmen, die US-amerikanische Firma Barry-Wehmiller, St. Louis, ihre brasilianischen Geschäfte konsolidiert, indem die Assets von MarquipWardUnited auf das PCMC-Werk übertragen wurden. "Es gibt zwei Vorteile, wenn wir nur einen einzigen Standort haben: Die Reaktionszeiten auf die Servicebedürfnisse unserer Kunden verbessern sich, und wir können die technischen Kenntnisse und die Handelsexpertise von PCMC nutzen", erklärte Timothy J. Sullivan, der Vorstandsvorsitzende von MarquipWardUnited und PCMC. Das Werk in Sao Paulo war schon länger Produktionsstandort für den Reexport von PCMCs flexografischen Filmdrucksystemen in die Vereinigten Staaten. "Die Fusion der Geschäfte ist für MarquipWardUnited eine gute Möglichkeit, um die Unterstützung der Kunden in der Region zu verbessern", erklärte Scott Farroll, Vice President für technischen Service bei MarquipWardUnited. "In Zukunft planen wir auch, die Produktionsmöglichkeiten für Verkäufe nach Südamerika zu nutzen."

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4.
FEFCO aktualisiert FEFCO-Standards - NeueStandardbibliothek steht digital zur Verfügung

Die FEFCO, die in Brüssel ansässige europäische Föderation der europäischen Wellpappefabrikanten, kündigt für den September 2006 die Einführung einer neuen und aktualisierten Version der FEFCO-Standards an. Die FEFCO-Bibliothek wird als Standardleitfaden und Referenz beispielhafter Verpackungszuschnitte von allen im Bereich der Wellpappe- und Kartonagenverpackungen aktiven Fertigungsunternehmen genutzt. FEFCO-Standards werden von Verpackungsherstellern in Europa - und weltweit - anerkannt. Die Firmen Esko und Arjuna haben mit ihrem Fachwissen und Know-how dazu beigetragen, um die FEFCO bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

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Der Standardleitfaden stammt aus den späten 60er Jahren und wurde zuletzt im Jahr 2001 aktualisiert. Bis heute ist er nur in gedruckter Form erhältlich. Für ihren weiteren Weg beschloss die FEFCO, sich an das digitale Zeitalter anzupassen und nach Partnern zu suchen, mit deren Unterstützung sie die FEFCO-ESBO-Standards aktualisieren und auf heutige Technologiestandards bringen kann. Die FEFCO entschloss sich für eine Partnerschaft mit Esko, dem weltweit führenden Anbieter von Lösungen für die Produktionsvorbereitung in der Verpackungsindustrie, der die nötigen Softwaretools, Entwicklungsarbeiten und Schulungen bereitstellt, und Arjuna, einem Unternehmen im Bereich Multimedia- und Werbentwicklung, das für das Design der Benutzeroberfläche verantwortlich ist.

"Der Referenzleitfaden für die Wellpappenverpackungsindustrie hat sich zu dem weltweiten Standard für unsere Branche entwickelt. Die neue Version der FEFCO-Standards in elektronischem Format beinhaltet ein Visualisierungstool, das 3D-Zeichnungen mit Faltsequenz nutzt. Darüber hinaus werden wir die neue Version der Standards auch als Kommunikationstool nutzen, mit dem wir die Flexibilität, Kreativität und Vielseitigkeit von Wellpappe und Kartonagen zeigen können", erklärt Ludwig Anckaert, technischer Leiter bei der FEFCO. Ludwig Anckaert hat das Projekt nach Anfragen der Branche mit Hilfe des für die FEFCO-Standards zuständigen Komitees initiiert, das die Standards entwickelt und überwacht. "Esko, eines unserer Sympathisantenmitglieder, stellte uns ArtiosCAD bereit, das Standardtool der Branche, das sich ideal eignet, um animierte, visuelle Elemente für unsere Standards in einem technisch eher anspruchsvollen Format aufzubauen."

MitArtiosCAD ist es möglich, visuelle Elemente, die vorher als statische Ausdrucke präsentiert wurden, in kreative und attraktive 2D- und 3D-Zeichnungen umzuwandeln - so dass die Hersteller die Standards im Fertigungsprozess leichter erkennen und anwenden können.Esko wird ArtiosCAD aktualisieren, so dass die Referenzanwendung für das CAD-Design die erste auf dem Markt sein wird, die vollständig kompatibel mit allen von der FEFCO etablierten Standards ist.

Arjuna, ein von der FEFCO beauftragtes Unternehmen im Bereich Webdesign, ist für die Konvertierung der mit ArtiosCAD erstellten Standards in ein benutzerfreundliches Tool mit komfortabler Oberfläche verantwortlich. Die neue Bibliothek wird als CD-ROM zur Verfügung gestellt, die den Copyright-Bestimmungen der FEFCO unterliegt. Regelmäßige Aktualisierungen werden auf der FEFCO-Website veröffentlicht. Die Entwickler haben sichergestellt, dass die CD-ROM auf jedem Standard-PC läuft.

"Wir freuen uns, dass die FEFCO den Schritt in die Zukunft wagt und Eskos Know-how und Technologien für die Aktualisierung der Standards nutzt. Als einer der führenden Entwickler von Software- und Hardwaretools für Wellpappenverpackungen fühlten wir uns verpflichtet, die FEFCO-Initiative zu unterstützen", so Jan De Roeck, Eskos Marketingdirektor für Verpackungssoftware. "Außerdem können wir auf diese Weise sicherstellen, dass ArtiosCAD, das beliebteste Tool für das Konstruktionsdesign bei Wellpappenfabrikanten, auf dem aktuellen Stand aller FEFCO-Standards ist."

Eine erste Vorschau auf den neuen FEFCO-Standardleitfaden fand auf dem diesjährigen FEFCO-Kongress in Dublin statt. Die endgültige Verfügbarkeit des Tools ist für September 2006 geplant.


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5.
Apollo Sheeters neu gegründet

Eine neu gegründete Gesellschaft mit dem Namen Apollo Sheeters Ltd., Kempston, Bedfordshire, Großbritannien, hat von der Schweizer Bobst-Gruppe das Querschneider-Geschäft Marke Apollo übernommen, das zuvor von derAtlas Converting Equipment Ltd.betrieben wurde.Apollo Sheeters will die Herstellung von Querschneidern zum Schneiden von Karton, Papier und Folienam bisherigen Standort weiterführen. Geschäftsführer des Unternehmens wird Michael Wilkinson, der 40 Jahre in diesem Geschäft ist. Auch die Belegschaft wird in vollem Umfang übernommen. Beide Beteiligte glauben, alles für eine reibungslose Übernahme getan zu haben. Apollo will weiterhin eng mit der Bobst-Gruppe zusammenarbeiten und sich dabei der weltweiten Verkaufsbüros vor allem im Bereich Faltschachtelklebemaschinen und Stanzen bedienen. Die Firma Apollo gehört mehrheitlich Christopher Rogers, der die Atlas Converting Equipment Ltd. im Jahr 1976 gründete.

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6.
Schüler bauen Wellpappenbrücke

Die Wellpappenfabrik Gissler & Pass hat zusammen mit Zehntklässlern der Gesamtschule Langerwehe eine Brücke aus Wellpappe über den Wehe-Bach gebaut. Ingrid Kirchner, Verpackungsentwicklerin bei Gissler & Pass und gelernte Architektin, konnte den jungen Konstrukteuren hilfreiche Tipps zu Fragen der Statik geben.


Der Bau der Brücke.

Nach gemeinsamen Berechnungen der Schüler und dem Einsatz entsprechender Wellpappe war die Konstruktion so stabil, dass zwei Schüler gleichzeitig über den Bach gehen konnten. Außerdem nutzte eine Klasse der Oberstufe der Gesamtschule die Fabrik als Ort für den Kunstunterricht. Eine Gruppe der Schüler zeichnete Maschinen und den Produktionsablauf. Eine andere konzentrierte sich auf die Darstellung der Fabrikhalle.


Der Belastungstest.

Die Schüler auf der Brücke aus Wellpappe.
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7.
Delkeskamp bestellt Schuhpresse bei Andritz Küsters

Der niedersächsische Verpackungsspezialist Delkeskamp hat bei Andritz Küsters eine Schuhpresse Typ X-Nip für seine Papierfabrik in Nortrup bestellt. Dieses mittlerweile siebte Pressenmodul des Krefelder Maschinenbauers ist das Herzstück einer Investition, bei der unter anderem die gesamte Papiermaschine umgebaut wird. Bis Dezember 2006 soll die Presse ausgeliefert und anschließend in Betrieb genommen werden.

Nach den Worten von Geschäftsführer Stefan Delkeskamp setzt das Traditionsunternehmen damit seine Strategie, marktnah zu expandieren, konsequent fort. "Zusammen mit der neuen Pressenpartie werden wir einen zweiten Stoffauflauf bekommen, der uns künftig ermöglichen wird, unseren Kunden noch attraktivere Produkte bedarfsgerecht anzubieten. Dabei steht nicht zuletzt die Presse für eine Optimierung von Produkt und Effizienz, da ihre optimierte Trocknung bei gleichzeitiger Volumenschonung eine höhere Produktionsgeschwindigkeit erlaubt."

Das jetzt bestellte X-Nip-Modul passt sich an die vorhandene Arbeitsbreite der Papiermaschine von 2,80 m an. Sie ist auf die Herstellung von Papiergewichten zwischen 110 und 300 g/m2 ausgerichtet und arbeitet mit Linienlasten bis 1000 kN/m bei Produktionsgeschwindigkeiten zwischen 430 und 900 m/min. Vier gerillte Belts des japanischen Herstellers Ichikawa werden ebenfalls mitgeliefert.

Delkeskamp will mit dieser Investition einen Kraftliner-Ersatz aus 100% Altpapier produzieren. Damit erschließt sich das Unternehmen einen Rohstoff, der deutliche Kostenvorteile mitbringt. Die mit dem Umbau außerdem gewonnene Produktionsflexibilität sowie der höhere Ausstoß der Maschine brächten neben den Kosten- auch handfeste Absatzvorteile mit sich, meint der Verpackungsspezialist aus Nortrup. Je nach konkreter Bedarfssituation können sowohl das neue, qualitativ hochwertige Produkt als auch einfache Wellpappenrohpapiere hergestellt werden.

Auch in Krefeld ist man von dem neuen Projekt sehr angetan. Wieder einmal sei man in eine Aufgabe einbezogen, die sehr herausfordernd sei. Denn immerhin geht es bei der Planung der X-Nip-Presse für Delkeskamp nicht einfach darum, möglichst viel Wasser aus der Papierbahn zu quetschen. Vielmehr sei die Maschine auf wechselnde Anforderungen durch unterschiedliche Produkte einzustellen. "Wir freuen uns sehr", sagt Geschäftsbereichsleiter Thorsten Koth, "dass wir immer dann eine besonders gute Chance haben, den Zuschlag für ein Projekt zu bekommen, wenn es mal wieder etwas kniffliger wird." In Krefeld sehe man das nicht nur als Vertrauensbeweis, sondern auch als Ansporn, immer wieder technologisch innovative Konzepte anzubieten, die dabei helfen, dem Geschäft der Kunden neuen Schub zu geben. Thorsten Koth: "Wir wachsen, wenn der Kunde wächst." Und das scheint mit der X-Nip-Presse trefflich zu funktionieren.

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8.
STI Design Award: Chance für den Nachwuchs

Die STI-Unternehmensgruppe schreibt in diesem Jahr erstmals den neu geschaffenen "STI Design Award" an drei ausgewählten deutschen Fachhochschulen aus: der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, die Bauhaus Universität Weimar und die Design Factory International Hamburg. Alle drei Ausbildungsstätten haben internationales Ansehen im Bereich Verpackungsdesign und -technik.

Die teilnehmenden Studenten an den Lehrstühlen bekommen in diesem Jahr den Auftrag, eine innovative Verkaufsverpackung für die fiktive Pralinenmarke "Semo" oder die Spirituosenmarke "Hoba" zu gestalten. Die Verpackung aus Well- oder Vollpappe soll das Produkt im Regal aus der Masse des Angebots hervorheben und idealerweise über einen Zweitnutzen verfügen. Die Studenten sind aufgefordert, bei Ihren Entwürfen auch logistische und produktionstechnische Anforderungen zu berücksichtigen, die in der Praxis an jede neue Verpackung gestellt werden.

Die Preisträger dürfen mit viel Öffentlichkeit und stattlichen Prämien rechnen. Insgesamt steht ein Preisgeld von 6000 Euro zur Verfügung. Die Preisverleihung erfolgt am Vorabend des STI Packaging-Kongresses, der am 8. November 2006 in Fulda stattfinden wird.

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9.
Ciba Spezialitätenchemie mit erweiterter Website für Verpackungsmarkt

Die Marktplattform für Verpackungen von Ciba Spezialitätenchemie, Basel/CH, hat ihre Website für die Verpackungsindustrie erweitert. Die Website gibt einen Überblick über das gesamte Angebot des Konzerns für den Verpackungsmarkt und stellt Gesamtlösungen für Endprodukte vor. Der kundenorientierte Bereich für Effekte und Serviceleistungen ist unterteilt in "Visual Appeal", "Schutz des Inhalts", "Verbesserte Verpackungseigenschaften", "Intelligente und smarte Verpackungen", "Sicherheit" und "Prozesseffizienz ". Die vom Schweizer Konzern als schnell zugänglich und benutzerfreundlich bezeichnete Website vermittelt die gewünschten Informationen über verschiedene Zugänge wie "Produkte", "Applikationen", "Effekte und Serviceleistungen". Die Informationen seien klar verständlich für alle Partner in der Wertschöpfungskette für Verpackungen, vom Techniker bis zum Designer.

"Die Verpackungsbranche hat sehr vielfältige Bedürfnisse und umfasst verschiedenste Fachbereiche", sagt Markus A. Meier, Leiter der Marktplattform für Verpackungen von Ciba Spezialitätenchemie. "Auch geringer Umwelteinfluss und hohe Recycelbarkeit werden gefordert. Außerdem verkauft sich ein Produkt besser, wenn die Verpackung ins Auge springt und ansprechend ist. Die Website stellt Gesamtlösungen für verschiedenste Verpackungstypen vor, die auf die Marktnachfrage zugeschnitten sind."

2005 bildete Ciba Spezialitätenchemie die Marktplattform für Verpackungen mit dem Ziel, Mehrwert in der Verpackungsindustrie zu schaffen. Die Plattform umfasst das gesamte Fachwissen des Konzerns im Bereich Verpackung und kann so den Kunden Gesamtlösungen aus einer Hand anbieten.

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10.
Hepack baut vollautomatisches Kanallager

Im Frühjahr beauftragte der Faltschachtelhersteller Hepack das Bad Oeynhausener Unternehmen Horstmann mit der Errichtung eines vollautomatischen Kanallagers für die Quereinlagerung von Europaletten. Bei einer Anlagenlänge von ca. 89 m und einer Breite von ca. 13 m bietet das Lager Platz für ca. 2700 Europaletten, wobei zwischen 1600 mm hohen und 1800 mm hohen Paletten differenziert werden kann. In den Lagerkanälen können bis zu sieben Paletten in Kanaltiefe gelagert werden. Das max. Gewicht einer Palette darf 600 kg betragen.

Nach seiner Fertigstellung im September 2006 bietet das Hepack-Lager Platz für ca. 2700 Europaletten.(Foto: Horstmann)
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Sowohl die Einlagerung der aus der Produktion angelieferten Produkte als auch die Auslagerung aus dem Hochregallager geschieht mittels Horstmann-Fördertechnik. Zum Einsatz gelangen über "Movimot" angesteuerte Rollen- und Kettenförderer sowie Hubtische und Kettenförderer für Taktbetrieb. Die Schnittstelle zwischen der stationären Steuerung und dem übergeordneten MFR erfolgt über ein Ethernet-Netzwerk mit TCP/IP-Kopplung.

Als Zulieferer von Faltschachteln für die Lebensmittel-, Pharma- und Hygieneindustrie ist die Hepack Druck und Verpackung GmbH im baden-württembergischen Neuenstein zu einem geschätzten Partner für viele namhafte große und mittelständische Unternehmen geworden. Das 1981 gegründete Unternehmen erfüllt nach eigener Einschätzung dank des Einsatzes modernster Technologie und rationeller Fertigungsmethoden höchste Anforderungen an Druckprodukte und Verpackungen.


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11.
Jet Europe zieht um

Jet Europe aus den Niederlanden, einer der führenden Lieferanten von wasserauswaschbaren Fotopolymerdruckplatten und Plattenherstellungsanlagen, hat seinen europäischen Hauptsitz inklusive Produktionsanlagen in ein komplett neues und größeres Gebäude mit einer Nutzfläche von 3000 m2 in Zeewolde/NL verlegt. Manager Cees Adriaanse erläutert: "Es war einfach so, dass unser altes Gelände zu klein wurde um die Anforderungen der immer steigenden Produktion gerecht zu werden. Wir haben exzellente Verkaufsergebnisse erzielt, speziell mit unserem wasserauswaschbaren Jet-Druckplattenprogramm. Dieses wird zunehmend bevorzugt von UV-Flexodruckern im Schmalbahnbereich. Das nicht nur wegen der hohen Produktqualität, sondern auch, weil es als die ökologisch beste Alternative gesehen wird. Und außerdem profitieren wir auch vom Zuwachs des Flexodruckmarktes insgesamt."

Der neue Standort von Jet Europe im niederländischen Zeewolde.
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Jet Europe lagert außerdem das komplette Programm der lösemittelauswaschbaren Ohkaflex- Flexodruckplatten, bekannt für hohe Ozonbeständigkeit und lange Lebensdauer und geeignet für alle bekannten Druckfarbensysteme. Die niederländische Firma produziert auch alle Maschinen, die zum Plattenherstellungszyklus gehören (sowohl im wässrigen als auch im Lösemittelbereich); Systeme für Auswaschen, Trocknen, Belichten und Nachbehandeln.


Der Vorführraum bietet mehr Platz für Geräte- und Plattentests.

Außer Fertigung und Lager wird das neue Betriebsgebäude auch einen größeren Vorführraum besitzen, der zur Herstellung von Testplatten und zur Vorführung von neuen Geräten dienen wird. Potentielle Kunden werden in der Lage sein, mit ihren eigenen Druckvorlagen (Filme) Tests mit Jet- oder Ohkaflex-Platten durchzuführen. Jet Europe beschäftigt in seinem neuen Hauptsitz in Zeewolde 20 Mitarbeiter.


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I.
PERSONALIA

Hermann Nelles (43) ist ab sofort als Branchenspezialist für die Wellpappenindustrie verantwortlich bei der hhs Leimauftrags-Systeme GmbH, Krefeld. Er soll die Schnittstelle zwischen Vertrieb und Technik bilden.

Nelles bringt 14 Jahre europaweite Erfahrung aus dem Vertrieb für Wellpappe und flexible Verpackungen ein. hhs sieht sich als Vorreiter im kontaktlosen Leimauftrag. Mit Hilfe der eigens für die Wellpappenindustrie entwickelten elektrischen Leimventile und der elektronischen Steuerung hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, die Wartung stark zu vereinfachen und damit die Stillstandszeiten der Inliner weiter zu reduzieren. Durch den kontaktlosen Auftrag und das patentierte Wasserbad für die Reinigung der Düsen des Leimauftragswerks soll ein sofortiger Produktionsanlauf ohne Ausschuss eines einzigen Bogens garantiert sein.


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II.
IMPRESSUM

Verlag:

P. Keppler Verlag GmbH & Co. KG
Industriestr. 2, D-63150 Heusenstamm,
Tel. (0 61 04) 60 60, Telefax (0 61 04) 60 61 45
www.kepplermediengruppe.de
info@kepplermediengruppe.de

Geschäftsführung:
Hans-Gerd Koenen, Eckhart Thomas
Redaktion:

Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur)
g.brucker@kepplermediengruppe.de
Siegfried Jütte (technische Redaktion)
s.juette@kepplermediengruppe.de

Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.

Bereichsleitung
Papier- und Druckzeitschriften:

Petra Hanke, Telefon (0 61 04) 6 06-360
p.hanke@kepplermediengruppe.de

Anzeigenleitung:

Marion Apitz, Telefon (06104) 6 06-304
m.apitz@kepplermediengruppe.de

Es gilt für das apr Magazin die Preisliste Nr. 53 von 1.1.2006 und für das apr Extraheft WELLPAPPE die Preisliste Nr. 1 vom 1.1.2006.

Web Content:

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Bezugspreis (Jahresabonnement):

Inland: Euro 190,- incl. Versandkosten und gesetzl. MwSt.
Ausland: Euro 220,- incl. Versandkosten.
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Erscheinungsweise:
(130. Jahrgang)
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III.
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