Allgemeine Papier-Rundschau

17. November 2006

Erscheint 6 x im Jahr

INHALT
1.
Rondo Ganahl AG will in Rumänien zweites Wellpappenwerk bauen
2.
Hans Kolb Wellpappe mit Wachstum zufrieden
3.
CSG make IT mit sehr guter Auftragslage
4.
Kemapack mit deutlichem Umsatzwachstum
5.
Cham Paper profitiert von gutem Verpackungspapierverkauf
6.
Neuer Service von Esko
7.
DuPont leistet aktive Unterstützung für die Ausbildung im Flexoverpackungsdruck in der Türkei
8.
Lernen in der IdeenFactory
9.
Mölle Kartonagen gewinnt Deutschen Verpackungspreis
10.
Deutscher Verpackungspreis 2006 für Karl Knauer Ident
11.
Bücher gehen geschützt auf Reisen
12.FoldDrum: Die Kombitrommel zum Falten - Ersteinsatz auf dem US-Markt, neues Werk in Kansas City eröffnet
13.Verpackungsdruck in Ulm: Effektlackierung inklusive
14.Fa. Avala Ada installiert Boxsoft
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Gallus will BHS Druck- und Veredelungstechnik übernehmen


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

Archiv
Wer kann was liefern
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr WELLPAPPE

Probeheft
Abonnement

1.
Rondo Ganahl AG will in Rumänien zweites Wellpappenwerk bauen

Die österreichische Firma Rondo Ganahl, Frastanz, will in Rumänien ein zweites Wellpappenwerk bauen. Der Standort des neuen Werkes wird Targoviste sein, eine Stadt mit 100.000 Einwohnern, die ca. 50 km nordwestlich von Bukarest liegt. Der Großraum Bukarest ist die stärkste Wirtschaftsregion Rumäniens. Sie kann mit dem bereits bestehenden Wellpappenwerk von Rondo in Apahida/Cluj aufgrund der großen Entfernung von 500 km nicht gut bedient werden. Mit der neuen Fabrik soll dieser Markt erschlossen werden.

Nachdem der Ankauf des Grundstückes weitgehend abgeschlossen ist, will die Firma mit der detaillierten Werkplanung beginnen und die entsprechenden Genehmigungsverfahren einleiten. Im zweiten Quartal 2007 sollte dann der Baubeginn möglich sein. Die Inbetriebnahme der fünften Wellpappenfabrik von Rondo ist für das erste Quartal 2008 vorgesehen. Als Investitionssumme ist ein Gesamtrahmen von 30 Mio. Euro budgetiert.

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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
Gallus will BHS Druck- und Veredelungstechnik übernehmen

Die Gallus-Gruppe (St. Gallen/Schweiz), nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Schmalbahnrollendruckmaschinen, beabsichtigt, ihr Engagement im Faltschachtelgeschäft auszubauen. Gallus verhandelt derzeit mit den Gesellschaftern der BHS Druck- und Veredelungstechnik GmbH (BHS), Weiden, über die komplette Übernahme des Unternehmens. Bereits im Oktober 2005 hatte Gallus 30% der Geschäftsanteile an BHS erworben. Die geplante Übernahme des Unternehmens erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde. Mit einer Entscheidung wird innerhalb der nächsten Wochen gerechnet. Über die Konditionen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Durch die Übernahme von BHS erweitert Gallus sein Angebot im Faltschachtelgeschäft durch breitbahnige Maschinen. Gleichzeitig erwirbt das Unternehmen hochwertige Stanztechnologie für Rollenlösungen und kann so ein breiteres Kundensegment bedienen. BHS zählt zu den Pionieren von stufenlosen Antriebssystemen in Rollendruckmaschinen sowie von Flachbettstanzen für Inline-Lösungen. Das Unternehmen erzielt 30 Mio. Euro Jahresumsatz und beschäftigt 120 Mitarbeiter.

Das Faltschachtelgeschäft fasst Gallus in einer eigenen Geschäftseinheit zusammen. Diese Geschäftseinheit ergänzt das Heidelberg-Faltschachtelangebot. Seit 1999 besteht eine Kooperation zwischen der Gallus-Gruppe und der Heidelberger Druckmaschinen AG, wobei Heidelberg einen 30%-Anteil an Gallus besitzt. Die Gallus-Gruppe beschäftigt rund 520 Mitarbeiter, 300 davon in der Schweiz. G.B.

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2.
Hans Kolb Wellpappe mit Wachstum zufrieden

Von einem guten Mengenwachstum fast im zweistelligen Prozentbereich und einem deutlichen Umsatzwachstum sprach ein Sprecher der Firma Hans Kolb Wellpappe auf der diesjährigen FachPack. Kolb setzt neben den Standardverpackungen verstärkt auf kreative Einzellösungen, die weniger hohe Stückzahlen haben. So entwickelte das Unternehmen im Auftrag der Firma Würth eine Sicherheitsmanschette für einen Kunststoffkanister, die leitfähig ist und damit die elektrostatische Aufladung eines Kanisters verhindert.

Für ein Münchner Verlagshaus entwickelte Kolb Kinder-Partyboxen, die aus einem naturbraunen, so genannten COR-3D-Material gefertigt sind. Der Wellenverlauf gleicht einer Sinuswelle, das Produkt erhält bei nur zwei Papierlagen bei hoher Steifheit eine interessante Haptik und kann trotz der offenen Welle bedruckt werden. Auch im Displaybereich ist das Unternehmen verstärkt tätig.

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3.
CSG make IT mit sehr guter Auftragslage

Der Softwarehersteller CSG make IT GmbH, Münster, berichtet darüber, dass sich die Fimen Smurfit-Kappa Olomouc, Tschechien, Allbox, Soenen, beide Belgien, Avala Ada, Belgrad, HKT, Melle/Deutschland, Paul Lindner, Hersbruck, Kunert Wellpappe Biebesheim, Palm Eurowell, Wörth, REKA Kartonagen Schröder, Kitzingen und Lohhof, sowie die Firma Roba Corrugated, Raubling, für ihr Produkt "Boxsoft" als neues ERP-System entschieden haben. 2006 werde damit eines der besten Jahre in der 25-jährigen Firmengeschichte.

Die Branchensoftware Boxsoft ist außerdem bereits an das neue Windows-Betriebssystem Vista angepasst worden. Dies lässt nach Angaben des Unternehmens eine erweiterte Desktop-Infrastruktur, eine flexiblere XML-Integration, optimierte Suchmöglichkeiten, erhöhte Sicherheit und eine bessere Performance zu.

CSG make IT stellte außerdem auf der diesjährigen FachPack das neue Modul Boxsoft I-Con vor. Mit diesem Web-Interface wird es sowohl Kunden als auch Lieferanten möglich, sich über den Stand der aktuellen Auftragserfüllung zu informieren, aber auch neue Bestellungen zuzulassen sowie Abrufaufträge auf den Weg zu bringen. Dies soll unabhängig vom Warenwirtschaftssystem des Kunden bzw. Lieferanten möglich sein.

Schließlich präsentierte CSG in der "Box Builder"-Sonderausgabe zur FachPack noch die Partnerfirma Advantech, die sich 1983 als Hersteller von PC-basierten industriellen Automatisierungslösungen etablierte und 1994 die erste Niederlassung in Deutschland gründete. CSG-Kunden nutzen die Technik von Advantech z.B. im Bereich der Maschinen- und Haussteuerung, der Betriebsdatenerfassung sowie für BDE-Terminals auf Gabelstaplern.

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4.
Kemapack mit deutlichem Umsatzwachstum

Die Kemapack GmbH, Landsberg, meldet für Umreifungsmaschinen einen Umsatzzuwachs von 25,3% in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Ein großer Anteil am Wachstum entfällt auf den Verkauf von mobilen, akkubetriebenen Geräten. Bei leicht steigender Geschäftsentwicklung im Bereich von PP-Umreifungsbändern ist der Absatz von PET-Bändern im gleichen Betrachtungszeitraum um 29,1% gestiegen. Im Produktsegment Stretchen sind hohe zweistellige Zuwachsraten sowohl bei Anlagenverkäufen als auch im Absatz von Stretchfolien zu verzeichnen.

Die Zahlen untermauern einerseits den Trend zu flexiblen, mobilen Umreifungslösungen und andererseits zu Produktivitätssteigerungen durch automatisierte Lösungen mit schnellen Umreifungszyklen. Der deutliche Zuwachs im Verkauf von PET-Bändern zeigt, dass diese Bänder eine ernst zu nehmende Alternative zum Stahlband darstellen. "Viele Kunden nutzen bereits PET-Bänder für Anwendungen, bei denen früher ausschließlich auf Stahlbänder gesetzt wurde. Gerade die neuen, mobilen Geräte wie z. B. das OR-T300 können mit PET-Bändern problemlos Spannkräfte bis 3600 N realisieren", so Wolfgang Zinecker, technischer Leiter bei Kemapack.

Im Zuwachs im Verkauf von Stretchanlagen und -folien sieht Kemapack eine neu aufkommende Sensibilität seiner Kunden für das Kostenverhältnis von Maschinen und Verbrauchsmaterialien. Viele Einkäufer legten weniger auf kurzfristige Preisaspekte wert und berücksichtigten zunehmend Verfügbarkeit und Wartungsfreiheit bei der Kaufentscheidung. Hochwertige Stretchfolien mit sehr guten Dehnwerten sollen dieses Verhältnis maßgeblich beeinflussen.


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5.
Cham Paper profitiert von gutem Verpackungspapierverkauf

Die zur Schweizer Industrieholding Cham gehörende Cham Paper Group konnte in den ersten neun Monaten ihres laufenden Geschäftsjahres den Umsatz auf 329 Mio. sfr (plus 6,8%) steigern. Parallel hierzu erhöhte sich der Absatz um 5,4%, genaue Zahlen zum Absatz nennt das Unternehmen nicht. Ein wesentlicher Grund für die Umsatzsteigerung war ein verbesserter Absatz im Bereich ungestrichener Verpackungspapiere sowie Glassineverkäufe. Dieser stieg mengenmäßig um 9,3%. Der Bereich Haftverbunde wuchs um 7,5%, der Bereich technische Papiere um 3,8%. Angaben zur Ertragssituation machte das Schweizer Unternehmen nicht. Hauptabsatzmarkt von Cham Paper ist nach wie vor Europa (78%), gefolgt von Amerika mit 12%. Cham weist darauf hin, dass es aufgrund steigender Rohmaterial- und Energiekosten die Verkaufspreise erhöhen möchte.

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6.
Neuer Service von Esko

Der belgische Anbieter von Produktionsvorbereitungslösungen für die Verpackungsindustrie will zukünftig Verarbeiter, Reproshops, Markenartikler und Einzelhändler bei der Entwicklung von Strategien unterstützen, die sich auf die Optimierung aktueller Prozesse, die Anwendung der besten Praktiken und Technologien und die Integration von Anwendungen, die Betriebs-, Planungs- und Designprozesse steuern, konzentrieren.

Konkret bietet Esko Beratungsdienste - zunächst für Kunden in Westeuropa und Nordamerika - in fünf Schlüsselbereichen an: "Quick Wins" zielt auf die Entwicklung und Realisierung eines Rendite-Optimierungsplans, "Color Excellence" optimiert Farbmanagement-Standards und -Funktionen, "Operational Excellence" ist auf die Optimierung der Workflow-Effizienz und -Effektivität ausgerichtet, "Collaborative Excellence" soll Partner in der Verpackungslieferkette zusammenbringen und "Integration Excellence" integriert Anwendungsarchitekturen auf Basis des JDF-Rahmenwerks.

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7.
DuPont leistet aktive Unterstützung für die Ausbildung im Flexoverpackungsdruck in der Türkei

Die Fa. DuPont Packaging Graphics (Neu-Isenburg) und die Marmara Universität ( Istanbul) (www.marmara.edu.tr/index_en.php) sind eine Partnerschaft eingegangen. Hierbei handelt es sich um eine neue Form eines akademischen Unternehmens, das auf sich ergänzende Kräfte aufbaut. Am 19. September 2006 nahm DuPont Packaging Graphics das neue DuPont Technology Center in Betrieb, ein Labor, das der Ausbildungsabteilung Druck der Technischen Fakultät der Marmara Universität zu Istanbul gestiftet wurde.

(V.l.n.r.) Jean-Luc Duramy, Pier Luigi Sassanelli, Prof. Dr. İrfan Güney, Prof. Dr. Necla Pur, Asuman Yazici und Matthias Heinzel.

Darüber hinaus stellte DuPont eine Reihe von Programmen zur Förderung und Unterstützung der Ausbildung auf dem Gebiet des Flexoverpackungsdrucks in der Türkei vor. Das DuPont-Modell erstreckt sich vom Aufbau über eine fortlaufende Unterstützung des Flexolabors (d.h. des DuPont Technology Centers) bis hin zu nachhaltigen Motivations- und Gratifikationsausbildungsprogrammen für Studenten und Professoren.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier des DuPont Technology Centers wurde eine Fachkonferenz abgehalten. Diese Technikkonferenz umfasste Reden und Präsentationen über das Ausbildungsprojekt, wobei der besondere Schwerpunkt auf den Flexodruck und das Wachstumspotenzial in der Verpackungs- und Druckindustrie in der Türkei gelegt wurde.


Das DuPont Technology Center an der Marmara Universität
Die vollständige Sanierung des Technikcenters und die Montage einer kompletten Produktionsreihe für Flexoplatten unterstützt die Bemühungen der Universität in der Durchführung eines hoch stehenden Flexokurses.

Zur Erklärung der Produkte und Vorgänge waren DuPonts Produktspezialisten vor Ort und führten viele Produkte von DuPont und Esko live vor.

Das Motivations- und Gratifikationsausbildungspaket von DuPont Packaging Graphics
Das Motivations- und Gratifikationsausbildungspaket wurde von DuPont Packaging Graphics entwickelt, um Professoren bei der Verbesserung der akademischen Leistungen zu unterstützen und um Studenten zu belohnen, die in ihren Studien einen herausragenden Einsatz erbracht und Engagement gezeigt haben.

DuPont hilft der Fakultät bei der Erarbeitung von Standards im Flexodruckkurs. Durch das DuPont-Programm erhalten zwei ausgezeichnete Studenten die Möglichkeit, an Top-Ausbildungskursen in den Laboratorien des europäischen Hauptsitzes von DuPont in Deutschland teilzunehmen.

Das erste Technikbuch für türkische Flexodrucker
Die Marmara Universität entwickelte das erste Flexobuch auf Türkisch und stellte es vor. Experten von DuPont unterstützten Professor Dr. Efe Gencoglu und sein Team bei der Erarbeitung von Standards und besten Praktiken für den Flexodruckkurs, der die vielen Stufen des Ausbildungsprogramms vorbereitete. Die Hauptthemen, die dieses Buch abdeckt, sind: Einführung in die Flexografie, die Druckverfahren (Typografie, Flexodruck, Offset, Tiefdruck und Siebdruck), Druckvorbereitung für das Flexodrucksystem, etc.

DuPonts Leidenschaft gehört der Wissenschaft und Ausbildung
In Gegenwart des Universitätsrektors Prof. Dr. Necla Pur, des Dekans Prof. Dr. İrfan Güney, der Fakultätsprofessoren und ca. 120 Unternehmen der Flexoindustrie aus der Türkei, dem Mittleren Osten und Afrika äußerste sich Dr. Matthias Heinzel, Verkaufs- und Marketingleiter von DuPont Packaging Graphics Europe MEA, wie folgt: "Das DuPont-Programm bietet der Marmara Universität die Möglichkeit, ihre Mission, die Ausbildung von höchst qualifizierten zukünftigen Druckexperten, zu erfüllen. Die Marmara Universität verfügt jetzt über die Betriebsmittel, um den Flexodruckern von morgen, d.h. den Männern und Frauen, die die Zukunft der Verpackungsindustrie in der Türkei, in Europa und der ganzen Welt gestalten werden, eine Ausbildung auf höchstem Niveau zu ermöglichen."


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8.
Lernen in der IdeenFactory

Viele Mitarbeiter bedeutender Unternehmen schreiben sich seit Jahren zu den Seminaren und Workshops der IdeenFactory von SCA Packaging in Fulda ein. Ein "Lehrinstitut", das in den vergangenen vier Jahren weit über 1500 Teilnehmer zählte. Die IdeenFactory ist in der Branche bekannt und als Fortbildungsseminar auch anerkannt.

Ausgewählte, hochqualifizierte Referenten aus Technik, Wirtschaft, Kommunikation und von Institutionen vermitteln aktuelles Wissen aus den Bereichen Druck und Wellpappenerzeugung, Logistik sowie Marketing, Kommunikation und Publizistik. Viele dieser Seminare, schreibt SCA, seien bereits ein "Muss" für verantwortliche Mitarbeiter führender Markenartikler und Agenturen.

Die nächste Veranstaltung, ein Grundlagenseminar mit dem Thema "Verpackungsdruck - von der Reinzeichnung zum Druckergebnis" findet am 29./30. November 2006 statt. Seminarinformationen können bei SCA Packaging, Marketing Middle Europe, Bellingerstraße 7-9, 36043 Fulda, angefordert werden, Fax: (06 61) 8 82 25, E-Mail: ideen-factory@sca.com.

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9.
Mölle Kartonagen gewinnt Deutschen Verpackungspreis

Die Mölle Kartonagen GmbH aus Kastellaun im Hunsrück ist aus dem Wettbewerb zum Deutschen Verpackungspreis 2006 in der Sparte Transportverpackungen als Sieger hervorgegangen. Die begehrte Trophäe konnte Geschäftsführer Stefan Mölle bei der Auftaktveranstaltung zur diesjährigen FachPack-Messe in Nürnberg entgegennehmen.

Überreichung des Deutschen Verpackungspreises 2006, Kategorie Transportverpackungen, an Stefan Mölle (2.v.r.), Geschäftsführer von Mölle Kartonagen. Insgesamt beteiligten sich an dem diesjährigen Wettbewerb 330 Firmen. In fünf Kategorien wurden 24 Preise vergeben.

Das prämierte Produkt ist ein bei Mölle entwickeltes Gefach mit dem neuen MF-Verschluss, der den Einsatz des Gefaches in vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstraßen in hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit erlaubt. Die Innovation ist als Gebrauchsmuster eingetragen und wurde auch zum Patent angemeldet.

Mölle Kartonagen produziert mit 142 Mitarbeitern Spezialverpackungen und ist besonders renommiert im Bereich der Gitterfacheinsätze aus Vollpappe, Wellpappe oder PE-Schaum für Waren unterschiedlichster Art z.B. aus den Bereichen Getränke, Pharma, Kosmetik, Automotive. Nachdem das Unternehmen zuletzt 2003 seinen Lager- und Produktionsbereich erweiterte, plant es jetzt den erneuten Ausbau des Lagers und der Produktionsfläche, was noch in diesem Jahr beginnen soll.


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10.
Deutscher Verpackungspreis 2006 für Karl Knauer Ident

Der Faltschachtelhersteller Karl Knauer KG hat für sein Sicherheitssystem "Karl Knauer Ident" in der Kategorie "Verkaufsverpackungen" den Deutschen Verpackungspreis 2006 erhalten. Insgesamt gab es bei den Verkaufsverpackungen zwölf Preisträger.

Die Knauer-Verpackungslösung kombiniert IT- mit Druck-Know-how. Aufgedruckte Sicherheitscodes werden via Internet abgefragt. Händler wie Anwender erhalten sofort Gewissheit, ob sie ein Original oder eine Fälschung vorliegen haben. Karl Knauer übernimmt dabei neben der Verpackungsentwicklung und -produktion auch das Generieren der Sicherheitscodes, die Pflege des IT-Sicherheitssystems sowie die Betreuung der Kundenwebsite zur Online-Abfrage. Erstmals realisierte Karl Knauer das System für den süddeutschen Automobilzulieferer NPR of Europe.

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11.
Bücher gehen geschützt auf Reisen


Mit "Boox" gehen Bücher geschützt auf Reisen.

Eine neue Verpackungslösung für Bücher, die per Post verschickt werden sollen, hat Panther Packaging, Tornesch, entwickelt. Die so genannte "Boox" besteht aus Karton und wird komplett maschinell verklebt. Keine manuelle Tätigkeit sei notwendig, so Panther, um den Karton fertigzustellen. Der hohe Automatisierungsgrad bei der Fertigung erlaube eine extrem schnelle und auf Kundenanforderungen abgestellte Produktion.

Die einteilige Konstruktion wartet mit einer dreiseitigen Hohlwand auf, die unsanfte Stöße auffängt und die innen liegenden Werke auf dem Transport schützt. "Boox" ist für Bücher konzipiert; Werbeartikel, Mailings oder auch Software und andere elektronische Medien nimmt die Verpackung aber auch auf. Sie ist einfach aufzurichten und auch zu verschließen.

Das Konzept von "Boox" ist auf jedes gewünschte Innenmaß übertragbar, Panther Packaging fertigt die Buchverpackung nach Anforderung in den entsprechenden Abmessungen.


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12.
FoldDrum: Die Kombitrommel zum Falten - Ersteinsatz auf dem US-Markt, neues Werk in Kansas City eröffnet

Zur FachPack 2006 präsentierte die Weidenhammer Packaging Group, nach eigener Einschätzung Europas führender Hersteller von Kombidosen und Kombitrommeln, erstmals ihr Neuprodukt FoldDrum in Deutschland. Die Platz sparend in Einzelteilen transportierbare Falttrommel mit zwölf Litern Füllvolumen wird erst beim Abfüller mittels eigenentwickelter Weidenhammer-Maschine aufgerichtet und zusammengebaut. Mit der hierzulande neu vorgestellten FoldDrum gelang Weidenhammer nach mehrjähriger Entwicklungsphase der Sprung über den Atlantik: Seit August 2006 wird die FoldDrum vom neuen Werk in Kansas City, USA, aus über den Großhandel an die amerikanische Eisindustrie vertrieben.

FoldDrum von Weidenhammer: Platz sparend in Einzelteilen transportierbare Falttrommel mit zwölf Litern Füllvolumen.

Anders als etwa in Deutschland wird in vielen Eisdielen in den USA das Speiseeis aus großen angelieferten Kartontrommeln entnommen, deren Boden und Deckel Metallringe halten. Solche Ringe sorgen nicht nur für Verletzungsgefahr bei der Entnahme, sondern verhindern auch den Einsatz von Metalldetektoren beim Abfüller. An dieser Stelle setzt die metallfreie FoldDrum von Weidenhammer an. Zwei Kartonschichten aus Kraftliner sorgen auch bei großen Temperaturunterschieden für Stabilität und Formbeständigkeit, eine PE-Beschichtung schützt gegen Feuchtigkeit. Durch Aufsiegelung des Kartonbodens kann die Trommel laut Weidenhammer höchsten Beanspruchungen, hohem Gewicht und großen Füllvolumina standhalten. Der Clou der Trommel: ein Deckelring aus gespritztem Kunststoff, dessen Ausdehnungs- bzw. Schrumpfverhalten sich nahezu analog zu dem des Kartons verhält. Um auf Klebstoff zu verzichten, ist der Kunststoffring mechanisch mit dem Trommelkörper verzahnt. Er lässt sich nach Gebrauch problemlos von der Trommel abziehen, die dann flach entsorgt werden kann - ein großer Vorteil für Eisdielen, die häufig nach dem Shop-in-Shop-Konzept arbeiten und deshalb über wenig Platz verfügen. Auch die Anlieferung des flachliegenden Zuschnitts der FoldDrum stellt einen Produktvorteil dar: Ungefähr 35.000 FoldDrums kann ein LKW laden, die sechsfache Menge des Ladevermögens an herkömmlichen Kombitrommeln.

Rund 1 Mio. Euro hat Weidenhammer für Konstruktion und Entwicklung der FoldDrum aufgewendet. In die amerikanische Produktionsstätte flossen weitere 2,5 Mio. Euro. Seit September läuft mit 15 Mitarbeitern die Fertigung im neuen Weidenhammer-Werk in Kansas City. Schon zu Beginn der technischen Entwicklung hat Weidenhammer mit der Burd & Fletcher Corporation, einem ebenfalls in Kansas City ansässigen Großhändler und Faltschachtelhersteller, eine Exklusivvereinbarung für den Eisbereich abgeschlossen. Für 2007 rechnet Weidenhammer in den Vereinigten Staaten mit einem Umsatz von 10 Mio. US-$ - ein weiterer Ausbau der Produktionslinien ist indes rasch möglich. "Wir konzentrieren uns in den ersten beiden Jahren ganz auf unsere Innovation FoldDrum, mit der ersten Anwendung als Eiscremeverpackung", sagt Ralf Weidenhammer, Geschäftsführer der Weidenhammer Packaging Group.

Die FoldDrum wurde im Hockenheimer Forschungs- und Entwicklungszentrum von Weidenhammer entwickelt. Die Trommel mit einem Durchmesser von ca. 25 cm kann in unterschiedlichen Höhen hergestellt werden und soll künftig auch im europäischen Markt zum Einsatz kommen. Derzeit arbeitet Weidenhammer an Weiterentwicklungen der FoldDrum, beispielsweise einer Variante mit Tragegriff und verschiedenen Dekorformen. Anders als in Amerika ist in Europa die Dekoration auch bei Großgebinden ein absolutes Muss. Insgesamt bietet die FoldDrum Weidenhammer zufolge bei steigenden Kunststoff- und stabilen Kartonpreisen für viele Produkte eine gute Verpackungsalternative, die zudem wesentlich geringere DSD-Kosten als reine Kunststoffpackungen verursacht.


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13.
Verpackungsdruck in Ulm: Effektlackierung inklusive

Mit zwei neuen Bogenoffsetdruckmaschinen, die ältere Anlagen ersetzt haben, hat Höhn Print + Medien, Ulm, seine Kapazitäten erhöht. So nahm im Frühsommer eine neue großformatige Anlage von KBA in Ulm die Produktion auf. Es handelt sich um eine Fünffarben-Rapida 142 mit Lackturm und Auslageverlängerung. Mit dieser Maschine für Bogen bis zum Format von 102 x 142 cm sind im Papier- und Kartondruck besonders hochwertige Effektlackierungen, z.B. die Erzeugung interessanter Matt-Glanzeffekte oder besonderer Haptiken, möglich. Der hohe Automatisierungsgrad durch u.a. das Mess- und Regelsystem Densitronic S, den FAPC-Plattenwechselautomaten, die automatischen Nonstop-Lösungen zum Stapelwechsel an Anleger und Auslage sowie das Lackversorgungs- und Reinigungssystem sorgen an der 15.000 Bogen/h schnellen Rapida 142 für eine wirtschaftliche Druckproduktion in der Faltschachtel- und Displayfertigung.

Neue großformatige Bogenoffsetmaschine für den Kartondruck bei Dr. Karl Höhn in Ulm.

Im September dann installierte das Ulmer Druckhaus die nächste Druckmaschine von KBA. Diesmal eine Rapida 105 mit sechs Farbwerken und Lackausstattung, die nahezu identisch wie die großformatige Rapida ausgerüstet ist. Neu bei der Hightech-Anlage im weit verbreiteten Mittelformat 74 x 105 cm, die bis zu 18.000 Bogen/h bedrucken kann, ist das Anlagesystem SIS (Sensoric Infeed System) ohne Ziehmarke. Es sorgt gerade bei hohen Maschinenleistungen für mehr Zeit für die Bogenausrichtung und einen ruhigeren Bogeneinlauf in die Maschine.

Die Unternehmensgruppe Höhn Print + Medien hat sich während der vergangenen Jahre als Spezialist für Produkt- und Markenpräsentationen - mittels Displays, Faltschachteln und Sonderverpackungen, "Paper Print"-Produkten, Digital Services und Logistik Services - einen Namen gemacht. Dabei steht der Systemgedanke an erster Stelle. Diese Positionierung als Systemlieferant durch die Kombination verschiedener, aufeinander aufbauender Leistungen sei innerhalb der Branche einmalig, betont man in Ulm (s. apr Nr. 9/2006, S. 37).


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14.
Fa. Avala Ada installiert Boxsoft


Martin Merker, Geschäftsführer der CSG make IT GmbH (links), sowie Mario Belincevic, stellvertretender Geschäftsführer von Avala Ada, am Tage der Übereinkunft.

Die Firma Avala Ada, Belgrad, hat die CSG make IT GmbH, Münster/Westfalen, beauftragt, ihre im Verpackungsmarkt etablierte und in bisher sieben europäischen Ländern installierte Branchensoftware Boxsoft zu integrieren. Avala Ada, Hersteller von Verpackungen aus Karton und Wellpappe und Tochterunternehmen der Kappa Star Group, beschäftigt 280 Mitarbeiter und produziert auf einer Fläche von 32.000 m2. Das Unternehmen ist Gesamtlösungsanbieter im Verpackungsmarkt und somit für das Münsteraner Systemhaus eine hervorragende Referenz. Für den westeuropäischen Markt eher ungewöhnlich, bietet Avala Ada Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe aus einer Produktionsstätte an. Sie passe daher optimal zur Ausrichtung von Boxsoft.

Avala Ada hat sich in den letzten Jahren damit beschäftigt, ein allgemeines ERP-System für die gesamten Geschäftsprozesse einzusetzen. Inzwischen meint die Geschäftsführung, dass eine Eigenentwicklung auf Basis einer allgemeinen ERP-Lösung zu aufwändig ist. Eine intensive Marktevaluierung nach einer Branchensoftwarelösung führte zu dem Ergebnis, dass eine Integration von Boxsoft die in vielen Bereichen deutlich kostengünstigere und weniger zeitaufwändige Alternative darstellt.

Es wird eine Komplettintegration des Softwarepakets in den bestehenden Prozess durchgeführt. Die Flexibilität von Boxsoft sei hierbei eines der entscheidenden Kriterien für die Auswahl, ebenso wie die fast 100 Installationen in Europa und das hierdurch erworbene Branchenwissen. Bei Avala Ada werden folgende Module von Boxsoft zum Einsatz kommen:

Angebotskalkulation, Paletten- und Frachtmitteloptimierung, Berechnung von Lagerbewertungspreisen, freies Formelwesen, Auftrags- und Vertriebsverwaltung, Generierung von Bedarfsanforderungen, kaufmännische Kapazitätsauslastung, Materialwirtschaft, Werkzeugverwaltung, Druckbild/Klischee/Farbrezepturen, Betriebsdatenerfassung über Erfassungsterminals an den Maschinen, Palettenkontoführung, Versandübersicht, Mängelberichtserfassung sowie die Schnittlistenoptimierungssoftware Opal vom Halstenbeker Systemhaus Orderline, mit dem schon einige ähnliche Projekte gemeinsam durchgeführt wurden.

Die CSG make IT GmbH tritt in diesem Projekt als Generalunternehmer auf und ist auch Ansprechpartner, wenn es um die Erstellung von Interfaces zu den bereits vorhandenen Softwaresystemen geht. So läuft auch die Verplanung der Wellpappenanlage über Boxsoft. Der Fertigungsleitstand ermögliche eine vollständige kapazitive Optimierung aller Maschinen mit Rückmeldung der Ist-Daten über Touch-Screen-Terminals und Barcode-Scanner direkt an den Maschinen. Die Verwaltung der sonst oftmals extern zugekauften Leistungen im Bereich der Werkzeugherstellung (Stanz- und Druckwerkzeuge) wird bei Avala Ada hausintern bewerkstelligt und ebenfalls durch Boxsoft abgebildet. Der Maschinenpark reicht von Offsetdruck- und Stanzmaschinen, über Faltschachtelklebemaschinen bis hin zu Flexodruck- und Inline-Maschinen.


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I.
PERSONALIA


Joachim W. Dziallas (Bild) ist zum neuen Präsidenten von PharmaPact, dem internationalen Zusammenschluss der drei Pharmaverpackungsspezialisten Carl Edelmann GmbH & Co. KG, M.Y. Healthcare (UK, Südafrika) und LGR Emballages S.A. (Frankreich und Spanien) gewählt worden. Er löst damit John Monks von M.Y. Healthcare ab, der seit der Gründung von PharmaPact 1998 dieses Amt inne hatte. PharmaPact ist mit über 23 Produktionsstandorten in ganz Europa präsent. Synergieeffekte entstehen vor allem in den Bereichen Einkauf, Verkauf, Technik und Qualitätssicherung. Zusammen mit den beiden anderen Mitgliedern des Führungsgremiums, Malcolm Ward, Geschäftsführer M.Y. Healthcare, und Martine Desbos, Geschäftsführerin von LGR, ist Dziallas zukünftig für die strategische Ausrichtung von PharmaPact verantwortlich.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) veranstaltet am 7. und 8. Dezember 2006 im Park Plaza Hotel Dresden die 16. Dresdner Verpackungstagung. Die Teilnehmer erwartet ein Programm bestehend aus Vorträgen und Diskussionen zu den Themen "Neue Märkte mit ihren Chancen und Risiken", "Automatisierungskonzepte", "Methoden und Werkzeuge zur Anlagenplanung". Nähere Informationen unter Tel. (030) 8 04 98 58 12 oder E-Mail: berndt@verpackung.org.


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III.
IMPRESSUM

Verlag:

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www.kepplermediengruppe.de
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Geschäftsführung:
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Redaktion:
Dipl.-Kfm. Gerhard W. Brucker (Chefredakteur)
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Siegfried Jütte (technische Redaktion)
s.juette@kepplermediengruppe.de
Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.
Bereichsleitung
Papier- und Druckzeitschriften:
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p.hanke@kepplermediengruppe.de
Anzeigenleitung:
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IV.
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