Allgemeine Papier-Rundschau

18. Juli 2008

Erscheint 6 x im Jahr

INHALT
1.
STI schließt Partnerschaft mit amerikanischem Display- und Verpackungsexperten Alliance
2.
Müller Verpackungen will neue Firmenzentrale bauen
3.
Marquip möchte Apollo Sheeters übernehmen
4.
John Williams neuer FEFCO-Präsident
5.
Panther Packaging expandiert mit der Altonaer Wellpappenfabrik
6.
Rondo Ganahl eröffnet weiteres Verpackungswerk in Rumänien
7.
Fördertechnik: Strategische Übernahme von uni-chains durch Gamma Holding
8.
Colordruck investiert in neue Firmenhalle
9.
Verpackungshersteller Faller und Promis bilden Kooperation
10.
Eswe-Flex Walzen GmbH vertritt Simec Group in Deutschland
11.
Private Haushalte können ihr Altpapier selbst verwerten
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Papierfabrik Scheufelen meldet Insolvenz an


I.
Personalia
II.
Kurz notiert
III.
Impressum
IV.
Infos, Nutzungsrechte etc.

Archiv
Wer kann was liefern
Werbemöglichkeiten in der elektronischen apr WELLPAPPE

Probeheft
Abonnement

1.
STI schließt Partnerschaft mit amerikanischem Display- und Verpackungsexperten Alliance

Die Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Verpackungs- und Displayexperten von Alliance erweitert das internationale Netzwerk der STI Group, Lauterbach, um einen Partner im amerikanischen und kanadischen Markt.

Alliance ist ein Tochterunternehmen der Rock-Tenn Gruppe, die mit einem Umsatz von rund 3 Mrd. US-$ zu den führenden nordamerikanischen Anbietern von Karton, Verpackungen, Displays und begleitenden Services zählt. Alliance selbst beliefert multinationale Markenartikelhersteller mit Displays, Langzeitplatzierungen, Verpackungslösungen sowie konzeptionellen Marketingleistungen und erzielte damit in 2007 einen Umsatz von über 300 Mio. US-$. Hauptsitz des Unternehmens ist Winston-Salem in North Carolina.

"Die Kooperation mit Alliance", so Prof. Dr. Frank Ohle, CEO der STI Group, "eröffnet uns die Möglichkeit, unseren multinationalen Kunden auch ein multinationales Netzwerk anbieten zu können. Ein erster Abgleich der Kundenstrukturen hat gezeigt, dass es viele Überschneidungen gibt. Damit sind sowohl Alliance als auch STI in der Lage, ihren Kunden internationale POS-Kampagnen über die Grenzen von Kontinenten hinweg anzubieten, Prozesse zu vereinfachen und Kosten zu reduzieren.

Nach Aussage von Jim Einstein, General Manager und Executive Vice President von Alliance, werden die Möglichkeiten für alle Beteiligten durch diese Kooperation nicht nur addiert, sondern potenziert. "Wir sind sehr froh über diese Partnerschaft", so Einstein, "denn STI genießt in Europa ein hervorragendes Image. Das Geschäftsmodell, die Stärken und die technische Ausstattung der Standorte beider Unternehmen sind in hohem Maß deckungsgleich. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter ein ähnliches Marktverständnis aufweisen und als Lösungsanbieter genau wie Alliance konzeptionell an Problemstellungen herangehen."

Im Rahmen der Kooperation werden die Unternehmen konstruktive und grafische Lösungen austauschen, an der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien arbeiten und vor allem den Erfahrungsaustausch der Mitarbeiter aus den Bereichen Design und Entwicklung, Vertrieb sowie Produktion forcieren.

Die Allianz in den USA sei ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau der Marktposition der STI Group in Europa. "Internationalisierung ist für uns gelebte Kundenorientierung, denn wir wollen in Zukunft noch enger mit unseren Kunden zusammenarbeiten", so Ohle. "Unser Ziel ist es, für unsere Kunden übergreifende Lösungen und Synergien in den Bereichen Design, Technologie und Prozessen zu nutzen. Zusammen mit unserem Partner wollen wir uns dadurch am Markt differenzieren." Mit der Errichtung neuer Produktionsstandorte und Beratungsbüros in den wichtigsten Wirtschaftsregionen Ost- und Westeuropas sowie Australien und der konsequenten Ausweitung des Kooperationsnetzes soll nach Aussage der Unternehmensführung die Marktposition in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden.

Jim Einstein (links), General Manager und Executive Vice President von Alliance, und Prof. Dr. Frank Ohle, CEO der STI Group, freuen sich über die internationale Kooperation.

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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
Papierfabrik Scheufelen meldet Insolvenz an
In eigener Sache: Auch wenn diese Meldung normalerweise nicht in eine Wellpappen-Zeitung gehört, hat sich die Redaktion aufgrund der gebotenen Aktualität entschlossen, diese hier zu veröffentlichen.

Die Papierfabrik Scheufelen GmbH + Co KG, Oberlenningen, einer der traditionsreichsten Papierhersteller Deutschlands und seit fünf Generationen in Familienbesitz, hat gestern Insolvenz angemeldet. Die Belegschaft wurde bereits entsprechend informiert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Jobst Wellensiek aus Heidelberg ernannt. Nach Informationen der apr wird das Unternehmen versuchen, einen Investor zu finden, der an einer Weiterführung des Betriebs interessiert ist. Scheufelen produziert bei guter Auftragslage nach kurzem Stillstand in vollem Umfang weiter, so erfuhr die apr. Unterstützt wird Jobst Wellensiek von dem Rechtsanwalt und Diplomkaufmann Dr. Axel Kulas aus der Kanzlei Brinkmann & Partner, Stuttgart. Dieses Unternehmen wurde 1980 in Hamburg gegründet und ist heute als Partnergesellschaft in 27 Niederlassungen mit ca. 100 Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern tätig. Scheufelen strebt binnen drei Monaten eine so genannte Eigenverwaltung in der Insolvenz an. Dies würde bedeuten, dass die Geschäftsführung "an Bord" bleibt, um Gespräche mit weiteren Investoren, die idealerweise aus der Papierwirtschaft kommen sollen, führen zu können. Die apr erfuhr, dass es schon in der jüngsten Vergangenheit aussichtsreiche Gespräche mit möglichen Käufern gegeben hat. Die Firma beabsichtigt außerdem, einen Insolvenzplan vorzulegen, um die Phase der Insolvenz möglichst kurz zu halten.

Scheufelen gilt als einer der Pioniere in der Produktion von gestrichenen Bilderdruckpapieren, einem Markt, der in den letzten Jahren besonders hart umkämpft war und noch ist. Mit Bilderdruckpapieren und Marken aus seinem Premiumsegment wie Phoenixmotion, Job Parilux und der neuen Sorte heaven 42 ist das schwäbische Unternehmen unter Offsetdruckern bestens bekannt. Die Marken alleine zu verkaufen, dürfte überhaupt kein Problem sein, da sie im deutschen Markt besonders gut eingeführt sind. Dies strebt Scheufelen aber nicht an. Das Unternehmen produziert mit zwei Papiermaschinen (3,80 m und 4,10 m breit) und drei Streichmaschinen hauptsächlich gestrichene Bilderdruckpapiere in Format und Rolle. Die Produktionskapazität liegt bei ca. 290.000 Tonnen pro Jahr; die Mitarbeiterzahl bei ca. 620, der Umsatz des Jahres 2007 bei 228 Mio. Euro.

Kommentar:
Die Nachricht von der Insolvenz der Firma Scheufelen hat für die meisten Menschen, mit denen ich sprach, etwas Unwirkliches, unter anderem deshalb, weil Scheufelen vielen in der Papierwirtschaft als der deutsche Papiermacher schlechthin gilt. Es gibt sicher eine Heerschar von Personen, die heute im Feinpapiergroßhandel, in der Papierverarbeitung, aber auch in der Papiererzeugung arbeiten und bei Scheufelen lernten, länger tätig waren oder zumindest eine äußerst enge Beziehung zu dem Unternehmen hatten oder noch haben. Wer Anfang des Jahres auf Beerdigung des verstorbenen Grandseigneurs Dr. Klaus-Heinrich Scheufelen war, sah dort unter den hunderten von Gästen eine Vielzahl namhafter Entscheidungsträger der Papierwirtschaft.

Neben allen logischen und rationalen Überlegungen, die zu dieser Insolvenz vermutlich zwangen, macht die Nachricht als solche traurig. Als Gründe für diesen Schritt mag nun mancher hohe Energiepreise nennen. Sie mögen eine Rolle spielen, bei einer anderen Preispolitik der Hersteller gestrichener Papiere und weniger hohen Überkapazitäten hätten sie vermutlich verkraftet werden können.

Die Geschwindigkeit, mit der seit drei Jahren die Energiepreise in immer schwindelerregendere Höhen steigen, ist freilich ein absolutes Novum in der Geschichte und weder für die Papiererzeuger noch für die gesamte Volkswirtschaft gesund. Wenn Politiker über Markteingriffe reden, sollten sie überlegen, wie weit diese Preiserhöhungen zeitlich abgefedert bzw. gestreckt werden können und weniger Subventionen in die Photovoltaik stecken. Es ist der Firma Scheufelen mit ihren Geschäftsführern Kim Jokipii, Hariolf Koeder, Dr. Wolfgang Lied und dem gerade mit 32 Jahren "eingestiegenen" Axel Scheufelen zu wünschen, dass sie mit dem sehr renommierten Jobst Wellensiek als Verwalter möglichst viele der 620 Arbeitsplätze retten und für eine Weiterführung der Produktion in Oberlenningen sorgen können. Dies wäre auch für solche Drucker wichtig, die keine weitere Ausdünnung des Angebots wollen und bereit sind, das Unternehmen mit Aufträgen zu unterstützen.

Wellensiek hat über 700 Insolvenzverfahren als Liquidator, Vergleichsverwalter, Konkursverwalter/Insolvenzverwalter, Sachwalter und Treuhänder bearbeitet. Dabei wickelte er Großverfahren wie die Neff Werke GmbH, die Korf Stahl AG, die Eisenwerksgesellschaft Maximilianshütte mbH, die Pentacon Dresden GmbH, die Klöckner Werke AG und die Bremer Vulkan Verbund AG ab.

Seit 17. Juli hat formell er das Sagen und wird wahrscheinlich einige Zeit benötigen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Er ist sicher gut beraten, der fähigen Geschäftsführung von Scheufelen, die sich den Marktkräften beugen musste, Mitspracherechte einzuräumen. Weitere Meldungen bezüglich der Frage, wohin die Reise genau geht und ob ein Investor gefunden werden kann, werden sicher einige Wochen auf sich warten lassen. G. W. Brucker
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2.
Müller Verpackungen will neue Firmenzentrale bauen

Der Bogenverarbeiter Müller Verpackungen, Eppishausen, möchte eine neue Firmenzentral in Bad Wörrishofen bauen. Zu diesem Zweck will das Unternehmen 75 Mio. Euro investieren. Das Unternehmen plant, ein 251 m langes und 150 m breites Gebäude zu bauen, das ein knapp 30 m hohes Hochregallager beinhaltet. Das neue Lager selbst soll 168 m lang und 28,5 m breit werden. In das neue Gebäude wird auch die Tricor AG und die Firma Prowell einziehen. Der Produktionsstart in dem neuen Firmensitz soll frühestens im Herbst 2009 erfolgen.

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3.
Marquip möchte Apollo Sheeters übernehmen

Die US-amerikanische Firma MarquipWardUnited (Phillips/Wisconsin), Tochterunternehmen der Firma Barry-Wehmiller, möchte die britsche Apollo Sheeters Ltd. (Bedford) kaufen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen wurde unterzeichnet. Apollo stellt Querschneideanlagen für Papier, Pappe, Laminate und Folienmaterialien her. Randy Lorenz, Vice President für Verkauf bei MarquipWardUnited, meinte zu der Akquisition, dass diese dazu führt, dass Marquip ein Vollsortimenter auf dem Gebiet von Querschneideanlagen wird, der den gesamten Markt von Papiererzeugern bis zu kleinen Verarbeitern abdeckt. Neuer Geschäftsführer bei Apollo wird Steve Brimble, der gleichzeitig bei MarquipWardUnited Produktmanager für den SheetWizard ist. Brimble hat bereits acht Jahre bei Apollo gearbeitet bevor er im Januar 2007 zu MarquipWardUnited kam. Die Marke Apollo wie auch das Herstellungswerk werden erhalten bleiben.

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4.
John Williams neuer FEFCO-Präsident

John Williams (54) vom schwedischen SCA-Konzern wurde von den Mitgliedern des europäischen Verbandes der Wellpappenhersteller (FEFCO) zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Er ist damit Nachfolger von Dermot Smurfit, der dieses Amt für zwei Amtsperioden bzw. vier Jahre inne hatte. Zum Vizepräsidenten und Schatzmeister wählten die Mitglieder Ryzsard Kolodziejski von der Firma Eurobox Polska. Williams ist seit 2005 Präsident von SCA Packaging Europe. Ziel des neuen Präsidenten ist es, Industriestandards und Richtlinien zu entwickeln sowie notwendige Serviceleistungen für die Mitglieder, wo immer notwendig, anzubieten.


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5.
Panther Packaging expandiert mit der Altonaer Wellpappenfabrik

Der Verpackungshersteller Altonaer Wellpappenfabrik, der zu Panther Packaging gehört, baut seine Verarbeitungs- und Servicemöglichkeiten aus. In den kommenden Monaten werden auf dem Firmengelände in Tornesch weitere Räumlichkeiten für Produktion und Lagerhaltung geschaffen. Rund 22 Mio. Euro investiert die Altonaer Wellpappenfabrik in Infrastruktur und neue Maschinen. So wird die Altonaer Wellpappenfabrik künftig zusätzlich über eine mehrfarbige Rotationsstanze und eine mehrfarbige Inline-Verarbeitungsmaschine verfügen. Beide Maschinen stellen den gegenwärtigen "State of the Art" in der Wellpappen- und Druckverarbeitung dar.

"Dieser Schritt ist konsequent und folgerichtig. Wir legen damit die Grundlagen für weiteres Wachstum und sichern das Wohl von Unternehmen und Mitarbeitern in der Zukunft" so Carin Hilmer-Brenzinger von Panther Wellpappe. Besonders mehrfarbiges Verpackungsmaterial erfreue sich einer wachsenden Beliebtheit. Im Wettbewerb um den Endverbraucher spielten kreativ gestaltetes und buntes Warendesign eine immer größere Rolle. Denn Produkte sollen auffallen und optische Reize aussenden, um von den Verbrauchern wahrgenommen zu werden.

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6.
Rondo Ganahl eröffnet weiteres Verpackungswerk in Rumänien

Die österreichische Rondo Ganahl AG, Frastanz, hat ihr zweites Werk im rumänischen Targoviste eröffnet. Insgesamt investierte das Unternehmen dabei 30 Mio. Euro und beschäftigt in Zukunft zunächst 70 Mitarbeiter. Targoviste liegt ca. 50 Kilometer nordwestlich von Bukarest. Rondo Ganahl betreibt bereits ein Unternehmen im 400 Kilometer entfernten Apahida/Cluj.

In dem neuen Werk stellt Rondo Ganahl neben klassischen Wellpappen erstmals auch dreiwellige Wellpappe her, die für Produkte in der chemischen und Automobilindustrie eingesetzt wird. Langfristig sollen in Targoviste ca. 200 Arbeitsplätze entstehen.

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7.
Fördertechnik: Strategische Übernahme von uni-chains durch Gamma Holding

Bereits im Januar dieses Jahres wurde die im Dezember 2007 eingeleitete Übernahme des dänischen Unternehmens uni-chains A/S durch die niederländische Gamma Holding N.V. abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 62,9 Mio. Euro. Gamma Holding bezeichnet diesen Firmenkauf als wichtigen strategischen Schritt zur weiteren Stärkung der Position ihrer Tochtergesellschaft Ammeraal Beltech im Wachstumsmarkt der modularen Förderbänder. Die Übernahme habe für beide Unternehmen große Vorteile: Ammeraal Beltech erhalte Zugang zu einer höchst wettbewerbsfähigen Technologie, während anderseits der weltweite Vertrieb der uni-chains-Produkte angeregt werde.

Das zuvor in Familienbesitz gewesene Unternehmen uni-chains ist spezialisiert auf die Herstellung von modularen Förderbändern (bestehend aus einzelnen, miteinander verbindbaren Kunststoffelementen) und Ketten für Anwendungen unter anderem in der Lebensmittelbranche, im Autobau, in der Druckindustrie, aber auch in der Papier- und Wellpappenindustrie. Expertenmeinungen zufolge besitzt der Markt für modulare Förderbänder ein jährliches Wachstumspotenzial von mindestens 10%. 2006 erwirtschaftete uni-chains einen Umsatz von 45 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 450 Mitarbeiter an Standorten in Dänemark, Deutschland (Rheine), Großbritannien, Frankreich, Japan und den USA.

Die Ammeraal Beltech-Gruppe, in die uni-chains nun integriert wird, gilt als einer der führenden Hersteller von Prozess- und Transportbändern, von modularen und endlos gewebten Bändern sowie von Zahn- und Flachriemen für die verschiedensten Branchen, darunter auch die Wellpappenindustrie. Das niederländische Unternehmen unterhält Produktionsstätten in sechs Ländern, Montagestätten in mehr als 20 Ländern sowie ein ausgedehntes Vertriebsnetz in 85 Ländern. 2007 setzte Ammeraal Beltech mit 1788 Mitarbeitern 231 Mio. Euro um. Das spezifische Produktwissen und große Innovationspotenzial von uni-chains, kombiniert mit dem weltweiten Netzwerk und der Kundenbasis von Ammeraal Beltech, wird es der Gruppe erleichtern, Wachstumspläne zu realisieren. Dank des vollständigen Angebots an Prozess- und Förderbändern sowie den zugehörigen Dienstleistungen, heißt es, erhielten die Kunden in Zukunft alles von einem einzigen Lieferanten.

Gamma Holding verkauft weltweit innovative Textilprodukte aus eigener Entwicklung und Herstellung und beschäftigt in sechs Geschäftsbereichen 6700 Mitarbeiter in 41 Ländern. Der Sitz des Unternehmens, dessen Aktien an der Euronext Amsterdam notiert sind, befindet sich im niederländischen Helmond.
Gamma Holding setzt sich aus den beiden Unternehmenseinheiten Gamma Technologies - wozu auch Ammeraal Beltech gehört - und Gamma Comfort & Style zusammen und ist in den Bereichen Prozess- und Förderbänder, Filterprodukte, beschichtete Gewebe und Verbundstoffe, Segeltuch, Matratzen-Drillich sowie exotische Gewebe aktiv. Mit diesen Produkten sieht sich das Unternehmen als ein Global Player in seinen Nischenmärkten.

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8.
Colordruck investiert in neue Firmenhalle

Die Colordruck W. Mack GmbH & Co. KG hat in ihrem Werk Baiersbronn einen Erweiterungsbau in einer Länge von 150 m an das bestehende Gebäude angebunden und dabei 3300 m2 an neuer Fläche hinzugewonnen. Die Inhaberfamilie Mack investierte dafür ca. 10 Mio. Euro. Das Land bezuschusste das Vorhaben aus dem Entwicklungsprogramm "ländliche Räume" mit 250.000 Euro. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit 140 Mitarbeiter 17,9 Mio. Euro um. Produktschwerpunkte sind Faltschachteln, Automatenverpackungen, Blisterverpackungen und Thekenaufsteller.

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9.
Verpackungshersteller Faller und Promis bilden Kooperation

Die August Faller KG, Waldkirch, weitet ihr globales Engagement in Richtung Osteuropa aus. Der Hersteller pharmazeutischer Packmittel hat mit dem russischen Pharmaverpackungslieferanten Promis JSC (Nizhny Novgorod) eine strategische Allianz geschlossen. Gemeinsam bieten sie Global Playern der Pharmaindustrie Verpackungsmanagement und Qualitätssicherung für internationale Packaging-Projekte in den Bereichen Pharma und OTC an. Erst im Dezember hatte Faller eine ähnliche Kooperation für den nordamerikanischen Markt mit Bellwyck (Toronto/Kanada) geschlossen.

"Der osteuropäische Markt wird für die Pharmaindustrie zunehmend bedeutender. Wir müssen mit entsprechenden Dienstleistungen Kunden ein Agieren in diesem Markt und weiteren internationalen Märkten gewährleisten", beschreibt Faller-Geschäftsführer Dr. Michael Faller den Schritt zur Kooperation mit der russischen Promis. Geschäftsführer Dr. Daniel Keesman ergänzt: "Faller weitet konsequent sein internationales Netzwerk aus, um pharmazeutischen Herstellern Prozesssicherheit in ihrem zunehmend globaler werdenden Geschäft zu bieten." Auf westeuropäischer Ebene nutzt Faller dazu die Netzwerke der Copapharm Europe sowie der Copaco. Im nordamerikanischen Markt greift Faller auf die Allianz mit Bellwyck zurück.

Faller wie Promis bieten umfassendes Verpackungsmanagement entlang der kompletten Prozesskette nach internationalen Qualitätsstandards (ISO, cGMP) an. Promis JSC zählt zu den führenden Druckunternehmen Russlands. 1994 gegründet, ist es spezialisiert auf Lösungen für Kartonverpackungen und Packungsbeilagen für die pharmazeutische und kosmetische Industrie.

Bei der August Faller KG sind 800 Mitarbeiter tätig, die 2007 einen Umsatz von 87 Mio. Euro erwirtschafteten. Mit den PharmaServiceCentern in Waldkirch und Binzen sowie dem EtikettenCenter in Schopfheim setzt Faller auf prozessorientierte Servicebündelung für effiziente Verpackungsentwicklung, -produktion und -logistik. Im Juli wird Faller zudem ein PharmaLogistikCenter in Großbeeren bei Berlin eröffnen. Dort wird das Unternehmen sein Portfolio um die Dienstleistungen pharmazeutisches Konfektionieren und Kommissionieren von Sekundärpackmitteln erweitern.

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10.
Eswe-Flex Walzen GmbH vertritt Simec Group in Deutschland

Die italienische Simec Group, Olgiate Olona (VA), eines der führenden Unternehmen im Bereich der Verarbeitungs-, Veredelungs- und Flexodruckindustrie, hat einen Kooperationsvertrag mit der Eswe-Flex Walzen GmbH in Langenfeld mit dem Ziel geschlossen, mit Unterstützung der neuen deutschen Generalvertretung der wachsenden Nachfrage nach Simec-Gravurwalzen und Reinigungssystemen auf dem deutschen Markt besser Rechnung zu tragen.

Zu der bereits gestärkten technischen und wirtschaftlichen Struktur mit guter Kenntnis über den deutschen Markt hat Eswe-Flex einige Verbesserungen unternommen, um diese Nachfrage am Markt besser befriedigen zu können und ihre Verkaufsstrategie an der von der Simec Group angewandten Strategie auszurichten. Zu den Leistungen des deutschen Partners zählen insbesondere Rasterwalzen-Inspektionen, die entweder in der Firmenzentrale in Langenfeld oder direkt beim Kunden durchgeführt werden, weiterhin die Vorführung von Simec-Musterwalzen und Rasterwalzenreinigungssystemen im neu eröffneten Democenter in Langenfeld. Dort sollen die Kunden auch weitere Unterstützung in Form von Schulungen und von Volumenmessungen für Keramikrasterwalzen und Rasterwalzen-Sleeves erfahren.

Präsentation der Simec-Produktpalette im neuen Democenter der Eswe-Flex Walzen GmbH in Langenfeld.
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11.
Private Haushalte können ihr Altpapier selbst verwerten

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG), Schleswig, können private Haushalte ihr Altpapier grundsätzlich selbst verwerten oder hierfür einen Dritten beauftragen. Die Stadt Kiel hat bereits Revision gegen dieses Urteil eingereicht, was zur Folge hat, dass sich nun das Bundesverwaltungsgericht mit der Frage einer Entsorgung von Altpapier aus Privathaushalten befassen muss. Dem Prozess vorausgegangen war die Tatsache, dass die Stadt Kiel versuchte, einem Entsorgungsunternehmen zu untersagen, Abfälle aus privaten Haushalten als beauftragter Dritter zu entsorgen. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts müssen private Haushalte ihre Abfälle nur dann einem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsunternehmen überlassen, wenn sie selbst zur Verwertung nicht in der Lage sind bzw. diese nicht beabsichtigen. Paragraph 13 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sei nicht zu entnehmen, dass die Erzeuger bzw. Besitzer der Abfälle selbst zur Abfallverwertung in der Lage sein müssen. Es sei vielmehr allgemein zulässig, Pflichten durch Einschaltung Dritter erfüllen zu lassen. Sollte dies für Abfälle nicht gelten, so müsste es im Gesetz ausdrücklich genannt sein. Ein solcher Hinweise fehle jedoch in Paragraph 13.

Eine gewerbliche Sammlung verstößt auch nicht, so das Gericht, gegen überwiegend öffentliche Interessen. Diese lägen allenfalls vor, wenn ohne die Überlassung von Altpapier die Funktionsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgung gefährdet wäre. Vielmehr könne öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zugemutet werden, auf verstärkte Sammlungstätigkeiten organisatorisch zu reagieren. Letztlich sei die flächendeckende Sammlung von Altpapier durch gewerbliche Unternehmen vor allem ein Gebühren- und kein Organisationsproblem, das der Entsorgungsträger nicht bewältigen könne. Unberührt bleibe davon die Regelung der Verpackungsverordung über die haushaltsnahe Erfassung von Verkaufsverpackungen. Für Abfälle, die einer Rücknahme- oder Rückgabepflicht unterliegen, besteht laut Kreislaufwirtschaftsgesetz von vorneherein keine Überlassungspflicht, es sei denn, öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger wirkten dabei mit. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Dezember 2007 gibt es für Verpackungen ohnehin nur eine Rücknahmepflicht, aber keine Rückgabepflicht und damit auch keine Überlassungspflicht.

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I.
PERSONALIA

Reinhold Wernhart, seit 30 Jahren Betriebsleiter im Duropack-Werk Kalsdorf, scheidet zum 31. Dezember 2008 aus dem Unternehmen aus und geht in Pension. Sein Nachfolger ist Michael Rath.

Im gegenseitigen Einvernehmen hat Erhardt + Leimer Corrugated, Bielefeld, mit seinem bisherigen Area Sales Manager Gustavo Torres die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit beschlossen. Die Marktgebiete von Torres, Italien, Portugal und Südamerika, werden bis auf weiteres von Siegfried Steggemann, Chief Marketing Officer, übernommen und gemeinsam mit lokalen Vertretern betreut.


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II.
KURZ NOTIERT

Deutschland
Das Seminar "Fälschungssicherheit und Markenschutz" am 11./12. September 2008 in Berlin soll seinen Teilnehmern das nötige Rüstzeug geben, um geeignete Sicherheitssysteme zu erkennen und zu bewerten. Hierzu werden Systeme und Verfahren der Markierung und Detektion (RFID etc.) und der Absicherung digitaler Medien aufgezeigt. Darüber hinaus wird vorgestellt, wie Produktmarketing als Möglichkeit zum Fälschungs- und Manipulationsschutz eingesetzt werden kann. Weitere Details auf der Website.
- - -
www.verpackungsakademie.de/detailansicht.html


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III.
IMPRESSUM

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IV.
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