Allgemeine Papier-Rundschau

15. Mai 2009

Erscheint 6 x im Jahr

INHALT
1.
Edelmann übernimmt Packungsbeilagenhersteller Koopmann
2.
Delkeskamp muss Entlassungen vornehmen
3.
Seminar der SCA Packaging "IdeenFactory"
4.
Erhardt+Leimer mit Vertretung in Polen
5.
Eurowell in allen Bereichen zertifiziert
6.
BHS Corrugated muss Entlassungen aussprechen
7.
Casimir Kast kauft Gelände für Investitionen
8.
Smurfit Kappa wieder in den roten Zahlen
9.
Brohl Wellpappe verlagert Tochterunternehmen nach Föhren
10.
Benzophenone in Lebensmittelverpackungen entdeckt
11.
STI Group in Osteuropa aktiv
12. Thekendisplays schaffen intensive Kontakte
13. EskoArtwork unterstützt Hochschule in Leipzig
apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell

Irving Place Capital und Oaktree übernehmen Spezialverpackungsanbieter Chesapeake


I.
Kurz notiert
II.
Impressum
III.
Infos, Nutzungsrechte etc.

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1. Edelmann übernimmt Packungsbeilagenhersteller Koopmann
Das Firmengebäude der ehemaligen H. Koopmann KG und jetzt Wepack Druck und Papierverarbeitung GmbH
Die Edelmann-Gruppe, Heidenheim, hat mit Wirkung vom 1. April 2009 die H. Koopmann KG, Leverkusen, erworben. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Unter dem neuen Namen Wepack Druck und Papierverarbeitung GmbH wird das Geschäft jetzt fortgeführt. Damit gehört zu den fünf inländischen und vier ausländischen Werken der Edelmann-Gruppe nun auch ein traditionelles Druckhaus, das vor allem Kunden in Deutschland beliefern wird. In Polen und China stellt Edelmann bereits Packungsbeilagen für die Pharmabranche her.

Da das Geschäft mit Packungsbeilagen eine ideale Ergänzung zur Faltschachtelproduktion darstellt, eröffnet dieser Schritt für Edelmann neue Möglichkeiten, das Leistungsspektrum sowohl für den Pharma- als auch für den Premium-Markt gezielt zu erweitern. Koopmann mit Sitz in Leverkusen wurde vor 111 Jahren gegründet und hat sich auf die Herstellung von Packungsbeilagen für die Pharma- und Kosmetikindustrie spezialisiert.

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apr Aktuell - apr Aktuell - apr Aktuell
Irving Place Capital und Oaktree übernehmen Spezialverpackungsanbieter Chesapeake

Die beiden Private Equity-Gesellschaften Irving Place Capital Management und Oaktree Capital Management haben die finanzielle Restrukturierung des US-amerikanischen Chesapeake-Konzerns, der unter Chapter 11 stand, in Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung abgeschlossen. Zusammen mit dem Verkauf wurde auch die Reorganisation des US-Geschäfts der Firma beendet und Chesapeake von einem in den USA börsennotierten Unternehmen in eine private Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Europa umgewandelt. Chesapeake ist ein Hersteller von hochwertigen Karton-Spezialverpackungen wie Faltschachteln, Prospekten und Etiketten für die Märkte Pharmaka, Süßwaren und Getränke weltweit sowie von Hartkunststoffverpackungen für Nischenmärkte in Europa und Afrika.

Chesapeake wird in Zukunft als unabhängiges, global ausgerichtetes Privatunternehmen am Markt auftreten. An seiner Spitze wird Jerry Kerins stehen, der zum Vorsitzenden und CEO bestellt wurde. "Chesapeake ist mit dem finanziellen Rückhalt durch seine neuen Partner optimal aufgestellt, um weiterhin für seine Kunden da zu sein und mit ihnen zusammen zu wachsen", so Kerins. Chesapeake ist unter den Anbietern in seinen Märkten nach eigener Einschätzung jeweils die Nr. 1 oder 2 und zählt viele der weltgrößten Unternehmen zu seinen Kunden.

Der Geschäftsbetrieb von Chesapeake wird an den US-Standorten im Rahmen der weltweiten Aktivitäten der Firma fortgeführt. International ist Chesapeake mit 42 Betriebsstätten vertreten, darunter Standorte in Europa, Asien, Südafrika und in den USA. Seine Zentrale hat das Unternehmen nach Amersham, Großbritannien, verlegt, das zugleich Wohnsitz von Kerins ist. Jerry Kerins verfügt über mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in der Verpackungsbranche und hat im Zuge der Übernahme eng mit Irving Place Capital und Oaktree zusammengearbeitet.

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2.
Delkeskamp muss Entlassungen vornehmen

Die Unternehmensgruppe Delkeskamp Verpackungswerke, Nortrup, hat nach einem Bericht der Osnabrücker Zeitung die Produktion von drei auf zwei Schichten reduziert. Dadurch wird es am Standort Hannover nach Darstellung des geschäftsführenden Gesellschafters Stefan Delkeskamp zu 30 betriebsbedingten Kündigungen kommen.

Am Standort Nortrup soll die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und Entlassungen vermieden werden. Bis Ende 2008 hatte Delkeskamp mit Mengenverlusten von ca 11% zu kämpfen, Hohe Energiekosten bei der Tochterfirma Nortruper Papierfabrik haben zusätzliche Probleme bereitet. Hinzu kommt der apr-Lesern bekannte Verfall der Preise für Wellpappenrohpapiere.

Stefan Delkeskamp kritisierte im Gespräch, dass Bund, Länder und die EU nach wie vor mit hohen Subventionen von bis zu 30% neue Papierfabriken, so die neue Wellpappenrohpapierfabrik in Eisenhüttenstadt (Progroup) oder das Wellpappenwerk Schüttdorf (ebenfalls Progroup), subventionieren. Dies führe zu Wettbewerbsverzerrung und dem Verlust von Arbeitsplätzen an anderen Orten.

"Schlechte wirtschaftliche Ergebnisse sowie der Druck einer angeschlagenen Bankenlandschaft führen dazu, dass Delkeskamp sich in den nächsten ein bis zwei Jahren einer grundlegenden Restrukturierung unterziehen muss", so Delkeskamp weiter. Das Unternehmen verhandele deshalb derzeit mit den Vertretern der Betriebsräte und habe eine Unternehmensberatung ins Haus geholt, die ein Restrukturierungsprogramm entwickelt. Ziel sei es, innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre mindestens 8 Mio. Euro zu sparen, um die meisten der ca. 640 Arbeitsplätze zu sichern.

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3.
Seminar der SCA Packaging "IdeenFactory"

Nicht nur die Produkte und Serviceleistungen von SCA Packaging sind – als maßgeschneiderte Verpackungs- und Displaylösungen aus hochveredelter Wellpappe – in der Markenartikelindustrie ein Begriff. Über 2000 Mitarbeiter bedeutender Unternehmen profitierten in den letzten zehn Jahren von dem Seminarangebot der SCA Packaging "IdeenFactory". Hochqualifizierte Referenten aus Technik, Wirtschaft und von Institutionen vermitteln hier aktuelles Wissen.

Das kommende Seminar der IdeenFactory bezeichnet SCA als ein ganz besonderes Highlight. Es steht unter dem Motto: "Schlüsselrolle des Point of Sale im Rahmen des 360°-Marketing" und ist somit quasi der Schlüssel für richtungs- und zukunftsweisende PoS-Aktivitäten. Im Seminar werden aktuelle Gesellschafts- und Konsumtrends beleuchtet sowie Tendenzen bei Displays, Verpackungen und Erlebnisplatzierungen aufgezeigt.

Als Referenten konnte die SCA Packaging namhafte Experten gewinnen, wie z. B. Claudia Endl (Geschäftsführerin, Dölle Management-Beratung), Karin Wunderlich (Geschäftsführerin, POPAI D-A-CH) und Kasim Mohamed (Consultant, Zukunftsinstitut). SCA-Spezialisten wie Martin Greb (Creative Consultant) und Steffen Andres (Design Project Manager) runden das Seminar praxisnah ab.

Diese Fortbildungsveranstaltung findet vom 17. bis 18. Juni 2009 in Fulda statt. Die Teilnahmekosten (319 Euro zzgl. MwSt.) enthalten die Seminarunterlagen, das Abendprogramm, Mittagessen und Getränke. Weitere Informationen im Internet.
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www.scapackaging.de

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4.
Erhardt+Leimer mit Vertretung in Polen

Die Bielefelder Firma Erhard+Leimer Corrugated, Spezialist von Bahnlauf- und Bahnzugregelungen für Wellpappenanlagen, hat in den Ländern Polen, Tschechien und Slowakei eine Handelsvertretung eingerichtet. Das Unternehmen arbeitet dabei mit der polnischen Firma P.P.U.H. Statech in Klucze zusammen. Damit erweitert E+L Corrugated die Zahl nationaler Handelsvertreter, um weltweit Nähe zum Kunden zu sichern.

Im Jahr 2000 gegründet, hat sich Statech mittlerweile in Polen und einigen zentraleuropäischen Ländern als Handelsvertretung für Papier-, Wellpappen- und Weiterverarbeitungsmaschinen einen Namen gemacht. Um schnellstmöglich und zuverlässig den Bedarf der Kunden an Ersatzteilen zur Verfügung stellen zu können, unterhält Statech ein umfangreiches Konsignationslager.


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5.
Eurowell in allen Bereichen zertifiziert

Das vor zwei Jahren neben der bestehenden Papierfabrik von Palm in Wörth errichtete Wellpappenformatwerk Eurowell GmbH hat Anfang diesen Jahres mit der Zertifzierung seines Arbeitsschutzmanagementsystems nach OHSAS 18001 durch die Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung seine Zertifizierungsreihe abgeschlossen, die im Juni 2008 mit der erfolgreichen Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001: 2000 durch den TÜV Süd begonnen hatte.

Durch die in den Folgemonaten durchgeführten Zertifizierungen des Hygienemanagementsystems nach DIN EN ISO 22000:2005 und des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 : 2004 wurde, neben der Darstellung der eigenen Leistungsbereitschaft, auch das Bekenntnis zur Erfüllung aller denkbaren Kundenanforderungen unter Beweis gestellt, kommentiert das Unternehmen.

Eurowell ist ein Unternehmen der Palm-Verpackungsgruppe und produziert auf der mit 3350 mm breitesten und mit knapp 200 m längsten Wellpappenerzeugungsanlage der Welt ein-, zwei- und dreiwellige Wellpappenformate und Zuschnitte für Weiterverarbeitungsbetriebe in ganz Europa.

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6.
BHS Corrugated muss Entlassungen aussprechen

Der Wellpappenmaschinenhersteller BHS Corrugated, Weiherhammer, muss sich von 140 seiner insgesamt 700 Mitarbeiter trennen. Grund sei die globale Wirtschaftskrise, die das Unternehmen mit aller Härte treffe, so die Geschäftsführung. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst in einer Transfergesellschaft weiterbeschäftigt werden.

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7.
Casimir Kast kauft Gelände für Investitionen

Die Casimir Kast Verpackung und Display GmbH & Co. KG, Gernsbach, übernimmt bis Mitte August 2009 von dem Automobilzulieferanten Röchling Automotive ein Gelände in der Nähe ihres bisherigen Standorts und schafft damit die Voraussetzungen für weitere Investitionen am Standort Gernsbach. Casimir Kast ist mit seinen 120 Mitarbeitern auf die Herstellung von Verpackungen und Displays spezialisiert, die es aus Karton und Wellpappe an den Standorten Gernsbach und Rastatt fertigt. Das Familienunternehmen erhält mit dem Kauf des Röchling Automotive-Geländes 9000 Quadratmeter zusätzlichen Grund mit 3400 Quadratmeter Produktions- und 900 Quadratmeter Lagerfläche. Die genauen Planungen für die Verwendung dieser Fläche sind noch nicht abgeschlossen. Sicher ist allerdings, dass damit eine deutliche Erweiterung der Büroflächen einhergehen wird und so die beengte Situation im Bürobereich entspannt werden kann.

"Wir haben immer gesagt, dass wir hier in Gernsbach weiter investieren wollen, und daran halten wir uns. Dies ist wieder ein Schritt, unsere Wettbewerbssituation erneut zu verbessern", meint Christian Oetker-Kast, Sprecher der Geschäftsführung bei Casimir Kast. "Sobald unsere Planungen abgeschlossen sind, werden wir die Einzelheiten mitteilen." Man könne allerdings bereits sagen, dass diese Investitionen zu einem Teil noch in diesem Jahr stattfinden.


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8.
Smurfit Kappa wieder in den roten Zahlen

Der irische Smurfit Kappa-Konzern musste im abgelaufenen Jahr einen Verlust nach Steuern von 32,05 Mio. Euro hinnehmen. Dabei fiel der Umsatz um 210 Mio. Euro auf 7,06 Mrd. Euro. Auch der operative Gewinn halbierte sich auf 281,8 Mio. Euro. Immerhin gelang es dem Konzern, seine Nettoverschuldung um 219 Mio. Euro auf 3,186 Mrd. Euro zu reduzieren. Im abgelaufenen Jahr hat Smurfit Kappa 171 Mio. Euro Abschreibungen aus einer Neubewertung des aktivierten Goodwills vorgenommen. Bei einem negativen Ausblick für die meisten europäischen Länder im Jahr 2009 erwartet die Gruppe weiter schwierige Bedingungen. Um bilanziell flexibel zu bleiben, möchte sie ihr Ausgabenprogramm auf 60% der Abschreibungen im Jahr 2009 beschränken. Ein Schwergewicht liegt auf weiteren Kosteneinsparungen von mindestens 125 Mio. Euro. Der Vorstand hat beschlossen, die Dividendenzahlung im Jahr 2009 auszusetzen. Das Unternehmen verfügt über Bargeld oder ungenutzte Kreditlinien von zusammen 1,32 Mrd. Euro. Die nächste Fälligkeit von Schulden fällt in das Jahr 2012.

Im mit Abstand größten Geschäftsbereich Verpackungen setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr ca. 200 Mio. Euro weniger bei 6,121 Mrd. Euro um. In Europa ging die produzierte Wellpappenmenge um 3% zurück; genaue Quadratmeterzahlen nennt das Unternehmen nicht. Die Gruppe schätzt, dass ein deutlicher Prozentsatz aller europäischens Testlinerhersteller beim derzeitigen Preisniveau Verluste macht. Dies zeige sich auch in der wachsenden Anzahl von Anbietern, die bereits im vierten Quartal und Anfang 2009 zeitweilige Abstellmaßnahmen angekündigt hätten. Insgesamt verzichtete Smurfit Kappa nach eigenen Angaben auf die Produktion von 160.000 t Wellpappenrohpapier. Der Konzern hat eine Wellpappenrohpapiermaschine mit einer Kapazität von 70.000 t in Spanien geschlossen. Die Gruppe hat ihren Lagerbestand im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben um 13% reduziert.

In seinen lateinamerikanischen Verpackungswerken, für die Smurfit Kappa diesmal keine eigenen Zahlen vorlegte, fiel das produzierte Volumen um 5%, wobei die Gewinne vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen in 2008 gleich blieben (genaue Zahlen nennt das Unternehmen nicht).

Im deutlich kleineren Bereich Spezialitäten, zu dem Vollpappeverpackungen gehören, blieben die Umsätze mit 940,2 Mio. Euro leicht (minus 18 Mio. Euro) unter dem Niveau des Vorjahres. Die Papiersackunternehmen von Smurfit Kappa verloren im zweiten Halbjahr 23% ihrer Menge im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 – genaue Zahlen nennt das Unternehmen auch hier nicht. Begleitet war dies von einem zweistelligen Preisverfall bei Sackpapieren im vierten Quartal.

Aussichten
Einen weiteren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab Gary McGann, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, nicht.

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9.
Brohl Wellpappe verlagert Tochterunternehmen nach Föhren

Brohl Wellpappe, Mayen, verlagert sein Tochterunternehmen Brohl Wellpappe Display und Verpackung von Trier nach Föhren. Zurzeit baut die Firma ein neues Werk, in dem eine vollständig neue innerbetriebliche Logistik nebst eines modernen Lagers eingerichtet wird. Ein Teil der Maschinen wird von Trier nach Föhren verlagert. Eventuell schafft Brohl Wellpappe bestimmte Maschinen neu an. Für alle Maßnahmen hat das Unternehmen 18 Mio. Euro vorgesehen.

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10.
Benzophenone in Lebensmittelverpackungen entdeckt

In einer Meldung des Schnellwarnsystems des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom 16. Februar 2009 wird berichtet von einem in Belgien aufgedeckten Fall von Migration der Photoinitiatoren Benzophenon und 4-Methyl-Benzophenon durch UV-härtende Druckfarben/-lacke einer Müsliverpackung (SWN 2009/0118) sowie von weiteren dokumentierten Fällen von Migration gleicher Stoffe in Pappkartons verpackter Schokoriegel aus Belgien (SWN 2009/0118-add01, 2009/0118-add02, 2009/0118-add03) und den Niederlanden (2009/0118-add04).

Diese Vorkommnisse hätten die Lebensmittel-Verpackungsbranche in Aufruhr versetzt, berichtet die Firma Weilburger Graphics, Gerhardshofen, ihres Zeichens Hersteller von Lacken für die Druckveredelung im Verpackungs-, Etiketten- und Akzidenzdruck. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass keiner seiner Lacke aus der Senolith-UV-FP-Klasse (FP = Food Packaging) Benzophenon oder 4-Methyl-Benzophenon enthalte. Obwohl es derzeit für 4-Methyl-Benzophenon noch kein spezifisches Migrationslimit (SML) gebe, habe sich Weilburger Graphics von Anfang an gegen eine Verwendung dieses Produktes und gegen die Verwendung von Benzophenon in Lacken, die im Lebensmittelverpackungsdruck eingesetzt werden, ausgesprochen. Beide Stoffe werden Weilburger zufolge als Photoinitiatoren bei den Senolith-UV-Lacken verwendet, die nicht für den Einsatz in der Lebensmittelverpackung gedacht sind.

Senolith-UV-FP-Lacke seien absolut frei von derartigen Substanzen und könnten weiterhin problemlos bei der Bedruckung/Lackierung von Verpackungen für die Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, heißt es weiter. Dies werde auch durch regelmäßige Analysen durch die Fabes Forschungs-GmbH bescheinigt, einem unabhängigen Institut für Analytik und Bewertung von Stoffübergängen, bei dem Weilburger Graphics unter anderem die Lacke der Senolith- UV-FP-Klasse überprüfen lasse. Und da Benzophenon und 4-Methyl-Benzophenon in wässrigen Dispersionslacken grundsätzlich nicht enthalten seien, gehe von den wässrigen Senolith-WL-Lacksystemen ebenfalls keine Migrationsgefahr aus.

Die Verwendung spezieller Farben und Lacke sei im Lebensmittelbereich unabdingbar, erklärt Weilburger Graphics abschließend und empfiehlt seinen Kunden, für den Einsatz im Bereich Lebensmittelverpackungen ausschließlich Lacke der Senolith- FP-Klasse zu verwenden.

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11.
STI Group in Osteuropa aktiv

Eröffnung eines Design- und Beratungsbüro in Warschau
Ein europaweit flächendeckendes Design-Netzwerk sei für die Kunden der STI Group ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines strategischen Display- und Verpackungsdienstleisters, sagte deren Chef, Prof. Dr. Frank Ohle, anlässlich der Eröffnung des neuen Design- und Beratungsbüros in Warschau. Nachdem die Unternehmensgruppe bereits seit 2007 über eine Produktionsstätte für Langzeitdisplays in der Nähe von Danzig verfügt, wurde nun unter dem Dach der STI Polska Sp. z o.o. in Warschau ein Design-Center eröffnet. Damit soll das Angebotsportfolio für internationale und regionale Kunden in Polen weiter ausgebaut werden.

Das Büro im Herzen von Warschau ist Teil des internationalen Design-Netzwerks der STI Group mit mehr als 100 Designern in über 20 Ländern. Ein gemeinsamer, elektronischer "think-tank" soll den Kreativen als länder- und produktübergreifende Informations- und Ideenplattform dienen , der einen schnellen Datenaustausch ermöglicht.

"Bei der Auswahl unseres neuen Standortes haben wir großen Wert auf Kundennähe gelegt", so Jens Handkammer, Leitung Business Development Nord-Ost Europa, "und daher unser Büro in unmittelbarer Nähe zu den in Warschau ansässigen Markenartikelherstellern errichtet." Auf diese Weise sollen Entwicklungszeiten reduziert und die Kommunikation deutlich vereinfacht werden. Für die polnische Marktbearbeitung zeichnet Vertriebsleiter Maciej Lancucki verantwortlich, der über langjährige Erfahrung in der Branche sowie gute Kontakte in die Markenartikelindustrie und den Handel verfügt.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Mio. Euro will die STI Group in den kommenden Jahren ihre Marktposition für veredelte Wellpappendisplays in Nordosteuropa stärken und das europaweite Kompetenznetzwerk im Bereich PoS-Services und hochveredelter Verpackungen weiter ausbauen.

Strategische Partnerschaft mit russischem Spezialisten für In-Store-Marketing
Die STI Group hat ihr internationales Netzwerk in Russland und den GUS-Märkten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) durch die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit der Vitrina A Group erweitert.

Die in Moskau ansässige Vitrina A Group ist auf integrierte Verkaufsförderungskonzepte und PoS-Kommunikation spezialisiert. Die lokalen Aktivitäten werden von Unternehmen wie DisplayDepo, Activa, Façade Décor, ExpoTek und Vitrina A Solutions übernommen. Das Untenehmen wurde 1994 als Werbeagentur gegründet und hat seitdem das Angebot in Richtung Displays – von Wellpappendisplays über Langzeitdisplays bis hin zu Shop-in-Shop-Systemen und Messebau – erweitert. 2008 betrug der Umsatz der Gruppe über 15 Mio. Euro. Vitrina A Group beschäftigt 200 Mitarbeiter, davon rund 50 Designer, und verfügt über Designzentren in Moskau und St. Petersburg sowie vier Produktionswerke in Russland.

Der russische Werbemarkt ist in den letzten zwei Jahren laut STI um 25 bis 30% gewachsen und werde in den nächsten Jahren zu einem der interessantesten Märkte für PoS-Lösungen in ganz Europa werden. "Die Kooperation der Vitrina A Group mit ihrem Know-how in Russland und den GUS-Märkten und der STI Group mit ihren Stärken in Westeuropa bietet unseren Kunden die Möglichkeit, integrierte und strategisch geplante Verkaufsförderungskonzepte auf globaler Ebene abzuwickeln, sagte Vadim Kulikov, Vorstandsvorsitzender der Vitrina A-Gruppe. STI-Chef Frank Ohle ist überzeugt, dass die Durchführung gemeinsamer Projekte Synergien erzeugen werde. Die Kooperation in Russland sei für die STI Group ein weiterer wichtiger Schritt auf ihrem Weg zum Marktführer für In-Store-Marketing-Lösungen in Europa.

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12. Thekendisplays schaffen intensive Kontakte
Längst sind Brillen zu modischen Accessoires avanciert. Ihre herausgehobene Präsentation erfolgt zunehmend über geeignete Thekendisplays.
In vielfältigen Geschäftsformen bilden Theken oder Tresen den zentralen Begegnungspunkt zwischen Käufer und Verkäufer. Dies gilt beispielsweise für Apotheken ebenso wie für Optiker oder Schreibwarengeschäfte. Thekenbereiche und Tresen sind elementare Bestandteile dieser Geschäftsformen. Darüber hinaus finden sich auch in Warenhäusern zahlreiche Beispiele für Verkaufsbereiche, die von fachkundigem Personal geführt werden. Auch hier bilden Theken einen zentralen Anlaufpunkt für die Kundschaft.

Um die Aufmerksamkeit der Kunden gezielt auf neue oder saisonale Produkte zu lenken, wächst der Einsatz produktspezifischer Thekendisplays deutlich. Diese Sonderplatzierungen sollen in Ergänzung zum spezifischen Produktangebot des jeweiligen Outlets oder Fachgeschäfts zusätzliche Impulskäufe auslösen. Der Hersteller von Verkaufsaufstellern, Panther Display in Wustermark, und die ebenfalls zur Panther-Gruppe gehörende Print-Pack, Schwabach, nehmen für sich in Anspruch, Thekendisplays in großer Variationsvielfalt zu entwickeln und zu fertigen.

Der Einsatz der Thekendisplays gehorcht unterschiedlichen Zielsetzungen. Sie können sowohl als reine Informationsträger und dreidimensionale Werbung für einzelne Produkte wirken oder auch direkte Warenpräsentation zum Abverkauf am Tresen ermöglichen. Häufig werden sie eingesetzt, um Gewinnspiele oder andere Sonderaktionen von Marken oder Herstellern zu kommunizieren. Konstruktiv wie auch drucktechnisch, behauptet Panther, erfüllten die Thekendisplays aus eigener Fertigung jede denkbare Anforderung: So sei das Display für exklusive Brillengestelle der Firma Ferdinand Menrad als Warenträger geeignet, spontane Kaufentscheidungen auszulösen. Die auf einem Podest innerhalb des Displays hervorgehobenen Produkte sind von einem in sattem Goldton bedruckten Rahmen gefasst. Das Display als Darsteller spezifischer Produktinformationen ist ein weiteres Einsatzgebiet.

Informativ und Vertrauen erweckend sind verschiedene Beispiele von Thekendisplays für Arzneimittel: Apotheken nutzen dieses Präsentationsmittel verstärkt, um die Kunden auf nichtverschreibungspflichtige Präparate aufmerksam zu machen. Displays der so genannten OTC-Produkte (over the counter), also nicht verschreibungspflichtige Arzneien und Wirkstoffe, beleben in vielen Apotheken das Angebot. Gerade in diesem besonderen Einsatzgebiet müssten die Thekendisplays höchste Ansprüche erfüllen, erläutert Firma Panther. Ausgefeilte Konstruktionen würden sich zu Lösungen vereinen, die die beiden Schwerpunktaufgaben verbinden: bestmögliche Warenpräsentation und Zugriff für das autorisierte Personal.

Vor dem erfolgreichen Einsatz von Thekendisplays gilt es laut Panther, die Anforderungen der Logistikkette bzw. des Transports zu erfüllen. Dazu müssten sie eine Fülle von Eigenschaften besitzen, damit sie ihre verkaufsfördernde Wirkung am PoS entfalten können. Stichworte dazu lauten:
  • wirtschaftliche, rationelle Produktion,
  • mit Blick auf Transport und Logistik optimiert und effizient,
  • bestmögliche Handlingeigenschaften für Ko-Packer beim Aufrichten und Befüllen des Displays mit Ware,
  • optimale Stabilität zum Schutz der Ware während des Transportweges bis zum Bestimmungsort.

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13.
EskoArtwork unterstützt Hochschule in Leipzig

Studium mit Praxisbezug: EskoArtwork, Gent/B, weltweit tätiger Anbieter von Lösungen für den Verpackungs- und Akzidenzdruck, unterstützt den Fachbereich Medien der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) mit dem Verpackungskonstruktionsprogramm ArtiosCAD. Seit März können angehende Verpackungs- und Druckingenieure im Rahmen des Studienfachs Verpackungsgestaltung an fünf voll ausgestatteten Arbeitsplätzen den Umgang mit dieser weit verbreiteten Software für die Verpackungsentwicklung erlernen.

"Unsere Studenten sollen die Möglichkeiten eines komplexen Konstruktionsprogramms wie ArtiosCAD kennen lernen und Verständnis für die Lösungswege im Verpackungsentwurf entwickeln. Das ist notwenig, um optimal auf die Anforderungen im Praxisalltag der Packmittelherstellung vorbereitet zu sein", erklärt Prof. Dr.-Ing. Eugen Herzau, Studiendekan für Verpackungstechnologie an der HTWK. Neben den umfassenden Elementen für den Entwurf lobt er an ArtiosCAD vor allem die Handhabung und die Verknüpfung zur Vorstufe durch die Einbindung der Druckdaten. "Angesichts der eingeschränkten finanziellen Mittel der Hochschule sowie der generellen Finanzlage freut es uns umso mehr, dass EskoArtwork dem Lehrbetrieb mit ArtiosCAD den Mercedes unter den CAD-Programmen als Sachspende zur Verfügung stellt", sagte Herzau.

EskoArtwork sieht die Unterstützung der Hochschule als eine Investition in die Zukunft: "Wir haben zahlreiche Anfragen nach unseren Lösungen von Verpackungsingenieuren, welche bei großen Unternehmen in entscheidungsrelevanten Positionen tätig sind. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit unseren Produkten während ihres Studiums wenden sie sich später an uns, um in ihren Unternehmen neue Lösungen zu implementieren", erläutert Wolfram Verwüster, EskoArtwork Business Manager für die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Derzeit unterstützt EskoArtwork weltweit rund 40 Institutionen und Schulen aus der Druck- und Verpackungsbranche. Erst vor kurzem hatte das belgische Unternehmen bekannt gegeben, das Sonoco Institut für Verpackungsdesign an der Clemson University in den USA mit einem voll ausgestatteten Packaging Supply Chain Laboratory zu unterstützen.

Mit seinen Werkzeugen für die Konstruktion, Produktentwicklung, virtuelle Prototypenherstellung und Fertigung verbessert und erleichtert ArtiosCAD den Entwurf von Faltschachteln, Verpackungen aus Wellpappe und PoS-Displays. Die komplette 3D-Integration ermöglicht die schnelle Anfertigung virtueller Dummies von Konstruktionsentwürfen und Präsentationen. Außerdem können die Layout- und Werkzeugdesignfunktionen von ArtiosCAD für die Erstellung von Plattenlayouts und Stanzwerkzeugen verwendet werden. ArtiosCAD-Plug-ins für Adobe Illustrator schlagen die Brücke zwischen Verpackungsentwicklern und Grafikdesignern.

Studenten des Fachbereichs Medien der HTWK Leipzig lernen den praxisnahen Umgang mit dem Verpackungskonstruktionsprogramm ArtiosCAD. Darüber freut sich Prof. Eugen Herzau (rechts).

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I.
KURZ NOTIERT

Österreich
Die Constantia Packaging AG, Wien, hat im ersten Quartal 2009 einen um 39% verringerten operativen Gewinn (EBIT) von 38,6 Mio. Euro erzielt. Die Nettoverschuldung konnte das Unternehmen um ca. 67 Mio. Euro auf 391 Mio. Euro senken.


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II.
IMPRESSUM

Verlag:

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Siegfried Jütte (technische Redaktion)
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Beiträge mit namentlicher Kennzeichnung geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.
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Es gilt für das apr Magazin die Preisliste Nr. 56 vom 1.1.2009 und für das apr Extraheft WELLPAPPE die Preisliste Nr. 4 vom 1.1.2009.

Web Content:
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III.
ZU IHRER INFORMATION

Diese E-Mail kann vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Der Inhalt ist ausschließlich für den in dieser E-Mail bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der richtige Adressat oder dessen Vertreter sind, setzen Sie sich bitte mit dem Absender der E-Mail in Verbindung. Jede Form der Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts der apr PAPIER-ZEITUNG ist unzulässig. Der Herausgeber der apr PAPIER-ZEITUNG ist die Allgemeine Papier-Rundschau (im Folgenden apr) mit Sitz in 63150 Heusenstamm, Industriestrasse 2. Für die Inhalte zeichnen die Content-Lieferanten verantwortlich. Die ausschließlichen Nutzungsrechte für die in diesem verwendeten Inhalte liegen bei der apr. Vervielfältigung im Ganzen oder in Teilen ist ohne ausdrückliche Genehmigung der apr in jeglicher Form in jedem Medium verboten.

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